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Siebboden Gegenstand des Patents 826 887 ist ein als Spaltsieb
ausgebildeter Siebboden mit in mehrere hintereinanderliegende Zonen unterteilten
elastischen Siebbodengliedern, die mittels an den Enden jeder Zone angeordneter,
am Siebrahmen befestigter Querträger nachspannbar gehalten sind.
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Es wurde gefunden, daß der Siebboden nach dem Hauptpatent dadurch
verbessert werden kann, daß - wie nach der Erfindung vorgesehen - die elastischen
Siebbodenglieder in an sich bekannter Weise aus breitflächigen Siebstreifen, insbesondere
aus gelochten Gummi- oder Kunststoffstreifen bestehen, die mit in entsprechendenAbständen
sich nach unten erstreckenden Ansätzen versehen sind, mit denen sie an den Querträgern
befestigt werden. Auf diese Weise gelingt es, die bisher nur für endlos umlaufende
Siebbänder verwendeten, mit Lochungen versehenen Gummi- oder Kunststoffbahnen zum
Absieben schwererer, voT allem auch feuchter Siebgüter nutzbar zu machen, da die
Zonenaufteilung des Siebbodens bzw. die mehrfache Abstützung der elastischen Siebstreifen
eine große Tragfähigkeit ergibt. Da außerdem die Dehnungsbeanspruchung der elastischen
Siebbahnen von den zonenweise vorgesehenen Einspannstellen bzw. Querträgern aufgenommen
wird, tritt hier im Gegensatz zu den bekannten unilaufenden Siebbändern aus elastisehen
Werkstoffen
praktisch keine Verzerrung der Trennöffnungen auf, was insbesondere für Klassierzwecke
wichtig ist, Ein weiterer Vorteil des neuen Siebbodens besteht darin, daß durch
die an den- elastischen Siebstreifen vorgesehenen, sich nach unten erstreckenden
Ansätze die Montage solcher Siebböden vereinfacht wird, zumal durch die an den Querträgern
zu befestigenden Ansätze die Distanzhaltung von vornherein gegeben ist. Schließlich
kommt noch hinzu, daß im Gegensatz zu der bei den herkömmlichen Gewebesiebböden
bekanntgewordenen Befestigungsweise, bei der .das Gewebe an seinen Befestigungsstellen
schleifenartig um seine Unterstützungsglieder bzw. Querstäbe herumgeführt ist, beim
Erfindungsgegenstand eine glatte Sieboberfläche vorhanden ist und der die Ansätze
aufnehmende Querschlitz der Querträger durch die Streifen vollständig abgedeckt
wird. Das hat zur Folge, daß dadurch der Verschleiß an diesen Stellen sowie die
Bildung von. Verstopfungsfronten unterbunden wird: Die einzelnen Querträger werden
nach dem Spannen der Siebbod:enzonen durch Schraubverbindungen od. dgl. mit dem
Siebrahmen verbunden und dadurch in ihrer gegenseitigen Lage festgelegt. Das Spannen
der einzelnen Siebbodenzonen kann auch durch Winden, Kniehebel oder spannschloßartige
Vorrichtungen erfolgen, die nach der Montage des Siebbodens - abgenommen werden.
Diese Befestigungs- und Einspannungsweise ergibt eine gute Einspannfestigkeit sowie
eine glatte Sieboberfläche.
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Für alle breitflächigen Siebbänder bzw. -streifen aus den genannten
elastischen Werkstoffen bringt die zonenweise Befestigung oder Einspannung die betrieblich
zweckmäßigste Befestigungsweise, welche mit dem bisherigen Aufbringen feiner Maschengewebe,
Filtertücher oder feiner Lochbleche auf einem Siebrahmen verbundene Schwierigkeiten
vermeidet. Es ist nicht mehr nötig, wie bisher für diese Zwecke schwere Stahlrahmen
aus Flach- oder Winkeleisen zu verwenden, an denen die Siebbleche befestigt werden
und die dann ihrerseits durch aufgeschraubte Flacheisen als Deckleisten mit dem
Siebrahmen verbunden werden. Auch die Anordnung von zusätzlichen Stützgeweben zur
Unterstützung der eigentlichen Siebgewebe bzw. -streifen, die ebenfalls eine besondere,,
stets finit Schwierigkeiten verbundene Befestigungsweise erfordern, erübrigt sich.
Werden die Siebbleche gemäß der Erfindung zonenweise befestigt oder eingespannt,
so ergeben sich glatte und ungewöhnlich tragfähige Siebböden, die gegebenenfalls
auch kaskadenförmig ausgebildet werden können. Ferner stellen die zonenweise eingespannten
breitflächigen Siebstreifen innerhalb der einzelnen Zonen im Betriebszustand schwingende
Membranen dar, die eine der Verstopfungserscheinung entgegenwirkende Selbst reinigungswirkung
besitzen. In gleicher Weise können auch sogenannte Blindböden für Siebmaschinen
befestigt und gespannt werden. Sie bestehen meist aus Vollblechen, die einem schnellen
Verschleiß und schneller Korrosion ausgesetzt sind. Auch zeigt sich bei den bekannten
Böden der Mangel, daß bei siebschwierigen Gütern der Transport häufig unterbrochen
wird, da das Gut zu sehr am Blindboden haftet. Finden dagegen Blindböden aus elastischem
Werkstoff bei Einspannung und Zoneneinteilung nach der Erfindung Verwendung, dann
stellen auch in diesem Fall die Zonen schwingende Membranen dar, die eine den Transport
unterstützende Wirkung hervorrufen und den Verschleiß wesentlich vermindern.
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Die Zeichnung veranschaulicht in den Fig. i bis 7 mehrere Ausführungsbeispiele
erfindungsgemäß ausgebildeter Siebböden. ; Wie in Fig. i gezeigt wird, ist der tuchförmige
Bezug 6 des Siebrahmens i durch Herumführen von schlaufenförmigen Einzugstellen
über Sicherungsdrähte 37 in den Trägerprofilen 38 in einzelne Zonen 43 unterteilt.
Die Trägerprofile 38 sind an den Enden mit angeschweißten Befestigungslaschen q4.
versehen, die nach dem Spannen der Siebbodenzonen am Siebrahmen i verschraubt werden.
Das Spannen kann durch Winden, Kniehebel oder spannschloßartige Vorrichtungen erfolgen,
die nach dem Spannen wieder entfernt werden. Die Befestigungsstellen werden abschließend
durch Längsleisten 45 abgedeckt. Die einzelnen Zonen 43 stellen für sich schwingende
Membranen dar.
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Nach Fig.2 besteht der Siebboden aus mit Löchern 46 versehenen Streifen
47. Das Trägerprofil 38 ist mit einem elastischen Futter 48, z. B. aus Gummi od.
dgl., versehen. Wie die linke Seite der Fig. z zeigt, können die Streifen .I7 auch
mit kleineren Lochungen 49 oder schlitzartigen. Durchbrechningen 5o od. dgl. versehen
sein. Länge und Breite der Siebstreifen 47 sind beliebig.
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Nach Fig. 3 dient als Siebbodenbespannung ein gitterartig ausgebildeter
Gummibelag 5i, der an seinen Einspannstellen mit seinen beim Ausstanzen der Lochungen
52 entstehenden., nach unten gezogenen Gummilappen 53 in den mit einem elastischen
Futter 48 ausgelegten Trägerprofilen 38 befestigt ist. Das Trägerprofil 38 liegt
in einer eine muldenförmige Ausbiegung 54 aufweisenden Lasche 55. Letztere werden
auf Hartholzleisten i verschraubt und durch eine Leiste 56 abgedeckt.
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Wie Fig. 4 zeigt, können die nach unten gezogenen Gummilappen 53 des
gitterartig ausgebildeten elastischen Belages auch auf das gummierte Trägerprofil
38 aufgeklebt oder aufvulkanisiert werden.
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Nach Fig. 5 werden die Lappen 53 in einen unten befindlichen Schlitz
38' des Trägerprofils eingepreßt.
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In Fig. 6 ist dargestellt, in welcher Weise die elastischen, mit seitlichen
Ausnehmungen 58 versehenen Streifen 58' die Trennöffnungen bilden können. Vorteilhaft
ist es, wenn die stehengebliebenen Ansätze über die sonstige Profilhöhe nach unten
hinausragen, um bei der naturgemäß größeren Bewegung der elastischen Siebbodenglieder
noch eine Maschen- oder Lochtreue zu erzielen. Zweckmäßig für den Zusammenbau ist
es ferner,
bei der Einspannlänge 58" auf die seitlichen Ausnehmungen
zu verzichten. Um eine gleichartige Auflockerung der Siebfläche auch bei einer gelochten
Gummiplane zu erzielen, kann man zusätzliche Schlitze durch einzelne oder alle Lochreihen
vorsehen. Mit 59 ist eine eingegossene Stahleinlage bezeichnet, die das Profil in
Durchgangsrichtung versteift; sie kann auch stückweise vorhanden sein, um die Elastizität
der. Siebstreifen nicht zu sehr zu beeinträchtigen.
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In Fig.7 sind breitflächige vierkantgelochte Streifen 58"' dargestellt,
die zu mehreren nebeneinander in erfindungsgemäßer Weise eingespannt sind und vorzugsweise
aus einem gießfähigen, elastischen Kunststoff hergestellt werden. Die die Trennöffnungen
bildenden Profilstege besitzen vorteilhafterweise eine nach unten in Durchgangsrichtung
verlaufende Konizität, wie sie sich in der Praxis bereits bei Stahlgeweben gut bewährt
hat. Besonders günstig ist bei Einspannung dieser Streifen in Längsrichtung, daß
die Stege 57 dehnungsentlastet sind, wodurch ein Verzerren der Trennöffnungen vermieden
wird.