DE2931690A1 - Photographische emulsion, verfahren zur herstellung sowie photographische materialien - Google Patents
Photographische emulsion, verfahren zur herstellung sowie photographische materialienInfo
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Description
AGFA—GEVAERT
AKTIENGESELLSCHAFT 5O9O Leverkusen, Bayerwerk
Patentabteilung Zb-kl-c
Photographische Emulsion, Verfahren zur Herstellung sowie photographische Materialien
Die Erfindung betrifft eine photographische Emulsion,
welche durch den Zusatz von bestimmten Aminocarbonsäuren stabilisiert und in ihrer Empfindlichkeit
verbessert ist. Die Erfindung betrifft weiter
ein Verfahren zur Herstellung photographischer Emulsionen sowie photographische Materialien.
ein Verfahren zur Herstellung photographischer Emulsionen sowie photographische Materialien.
Materialien mit lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionen
neigen bekanntlich zur Bildung von Schleiern, hervorgerufen durch Keime, die ohne Belichtung entwikkelbar
sind. Die Schleierbildung tritt insbesondere bei zu langer Lagerung auf, besonders bei erhöhter Temperatur
und Luftfeuchtigkeit.
Es ist bekannt, photographischen Silberhalogenidemulsionen
zur Verbesserung ihrer Stabilität sogenannte Antischleiermittel oder Stabilisierungsmittel zuzusetzen.
Unter Stabilität eines photographischen Ma-
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■■■■-. fr. "
terials versteht man u.a. einen möglichst niedrigen Schleieranstieg während der Lagerung und möglichst
geringe Dichteabweichungen des gelagerten Materials gegenüber dem frischen Zustand. Insbesondere bei
Silberbromidjodidemulsionen beobachtet man oftmals, daß sie bei Lagerung unter erhöhten Temperaturbedingungen
in der Empfindlichkeit zunehmen und damit verbunc-en erhöhte Schleierwerte zeigen. Diese Eigenschaft
ist auch unter den Bedingungen der natürlichen Lagerung gegeben und bewirkt eine kontinuierliche Veränderung
der Dichte im Verlauf der Lagerzeit, was besonders nachteilig ist bei Materialien für den Bedarf
der reprographischen Technik, wo hohe Anforderungen an die Stabilität des Materials gestellt werden. Stabilisierende
Wirkung besitzen z.B. heterocyclische Mercaptoverbindungen, z.B. solche, die in DT-AS
1 183 371, DT-OS 2 308 530 und DT-oS 1 622 271 beschrieben sind.
Diesen Stabilisierungsmitteln haftet jedoch als Nachteil an, daß sie in wirksamen Konzentrationen im allgemeinen
die Empfindlichkeit der stabilisierten Emulsion herabsetzen, wodurch deren Anwendbarkeit
beeinträchtigt wird. Auch die Gradation der Emulsion . kann durch diese Stabilisatoren ungünstig beeinflußt
werden.
An Stabilisierungsmittel werden, insbesondere auch in Bezug auf die Wechselwirkung mit anderen photc-
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graphischen Zusätzen und im Hinblick auf die Vielfältigkeit photographischer Reproduktionsprozesse
und der hierfür verwendeten photographischen Materialien die verschiedensten Anforderungen gestellt,
denen die bekannten Stabilisierungsmittel nicht genügen .
Es ist weiterhin bekannt, photographische Silberhalogenid-Emulsionen
durch Natriumthiosulfat, Polythionate, Thiosiainin oder andere Schwefelverbindungen,
sowie durch Gold- oder Palladiumverbindungen chemisch zu sensibilisieren. Auch ist eine Steigerung
der Empfindlichkeit durch reduzierende Substanzen möglich. Dieses ist im allgemeinen mit einer
Erhöhung des Schleiers und einer Verschlechterung
15 der Stabilität verbunden. .
Substanzen, welche die Empfindlichkeit steigern, zeigen üblicherweise im günstigsten Falle die
Eigenschaft, daß bei Prüfung der Stabilität des photographischen Materials bei erhöhter Temperatur
der Schleier entsprechend der Empfindlichkeitssteigerung
auch etwas erhöht wird.
Der Erfindung lag u.a. die Aufgabe zugrunde, Substanzen zu finden, welche die Stabilität im beschriebenen
Sinne verbessern bei gleichzeitig unveränderter oder erhöhter Empfindlichkeit.
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Es wurde nun eine photographische Silberhalogenidemulsion mit wenigstens einer Verbindung der Formel
I gefunden:
R1
Zl
-ch-coor3
R NHR
worin bedeuten
R H; Alkyl-; Aryl-; Aralkyl-; Acy!gruppe,
2
R Alkyl-; Aryl-; Aralkyl-; Acylgruppe,
R Alkyl-; Aryl-; Aralkyl-; Acylgruppe,
R3 H; Kation,
4
R H; Alkyl-; Acy!gruppe,
R H; Alkyl-; Acy!gruppe,
π O oder eine ganze Zahl, τ
und/oder
1
R zusammen mit R Rest zur Vervollständigung eines
vorzugsweise carbocyclischen Ringes, insbesondere eines Cyclopentyl-
oder Cyclohexylringes.
Verbindung I kann in der Emulsion gegebenenfalls als Disulfid vorliegen. Sie kann auch als Salz vor-
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liegen, wobei sowohl die Carboxyl- als auch die Aminogruppe in die Salzbildung einbezogen sein kann.
Gegenstand der Erfindung ist weiterhin ein Verfahren
zur Herstellung photographischer Emulsionen durch Pällung in Gegenwart eines Schutzkolloids und Zugabe der
erfindungsgemäß zu verwendenden Verbindungen zur Emulsion. Gegenstand der Erfindung ist weiterhin ein photographisches
Material mit einem Träger, wenigstens einer Silberhalogenidemulsionsschicht und gegebenenfalls
weiteren Schichten, wobei in wenigstens einer Schicht eine erfindungsgemäß zu verwendende Verbindung
enthalten ist. Vorzugsweise ist die erfindungsgemäß zu verwendende Verbindung in einer Silberhalogenideraulsionsschicht
enthalten. Sie kann aber gege-
1.5 benenfalls auch in einer anderen Kolloidschicht enthalten
sein, die kein Silberhalogenid enthält, aber in wasserdurchlässiger Beziehung zu wenigstens einer
Silberhalogenidemulsionsschicht steht.
Die erfindungsgemäß zu verwendenden Verbindungen werden
der Emulsion im allgemeinen in Mengen von nicht größer als 9 mg pro Mol Silberhalogenid zugesetzt. Im
allgemeinen enthalten die Emulsionen somit nicht mehr als 9 mg der erfindungsgemäß zu verwendenden Verbindung
pro Mol Silberhalogenid.
Ein bevorzugter Mengenbereich reicht von 0,1 - 8 mg pro Mol Silberhalogenid, insbesondere von 0,2 - 4 mg
pro Mol Silberhalogenid.
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-AO-
Die genannten Alkyl-/ Aryl- und Acylgruppen können auch substituiert sein mit Substituenten, die in photographischen
Materialien keine nachteilige Wirkung ausüben.
14 2 Bevorzugte Alkylreste (R , R und R ) weisen 1 - 4 C-Atome
auf, beispielsweise Methyl, Butyl. Besonders bevorzugt sind Methyl und Ethyl.
1 2 Bevorzugte Ary!gruppen (R und R ) können solche mit
6-12 C-Atomen sein, insbesondere Phenyl.
1 2 Bevorzugte Aralkylgruppen (R und R ) weisen 1-2 C-Atome im aliphatischen und 6-12 C-Atome im aromatischen
Teil auf, beispielsweise Benzyl.
12 4
Als Acylreste (R , R und R ) werden insbesondere solche
verstanden» die sich ableiten yon aliphatischen
oder aromatischen Carbon- oder Sulfonsäuren ein-r
schließlich Kohlensäuremonoestern, Carbaminsäuren
oder Sulfaminsäuren* Beispiele für derartige Acylreste sind Formyl, Benzoyl, Phenylcarbamoyl, Ethoxycarbonyl.
Besonders bevorzugt ist Acetyl.
R ist bevorzugt H, Ammonium und ein Alkalion,
insbesondere Na oder K,
η ist bevorzugt 0, 1 oder 2, insbesondere o.
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-X-
Besonders bevorzugt sind Verbindungen, in denen η = 0
4 und R=H. .
Beispiele für erfindungsgemäß verwendbare Verbindungen
sind in der folgenden Tabelle \ enthalten; die Herstellung ist aus der Literatur bekannt:
| Tabelle 1 | R1 | R2 | R3 | H | R4 | η |
| Verbindung | H | |||||
| Nr. | CH3 | CH3 | H | H | 0 | |
| 1.1 | CH3 | H | H | H | 1 | |
| 1.2 | C2H5 | H | H | H | 0 | |
| 1.3 | C2H5 | C2H5 | H | H | 0 | |
| 1.4 | CH3 | CH3 | H | H | 1 | |
| 1.5 | H | ' H | 1 | |||
| 1.6 | CH3 | CH3 | H | CH3 | 0 | |
| 1.7 | H | 1 | ||||
| 1.8 | CH3 | CH3 | -COCH3 | 0 | ||
| 1.9 | ||||||
Von den erfindungsgemäß zu verwendenden Verbindungen
ist Verbindung 1.1 (Penicillamin) besonders bevorzugt. Penicillamin ist in der DE-OS 2 335 093 beschrieben
als Zusatz zu photographischen Halogensilberemulsionen in einer Menge von 10 - 5000 mg pro Mol AgX zur Stabilisierung
des latenten Bildes. Es ist deshalb überraschend, daß diese Verbindung im Mengenbereich von
<9 ig pro Mol AgX der Emulsion zugesetzt eine schleiermindernde
und dichtestabilisierende Wirkung bei gleichzeitig erheblich erhöhter Empfindlichkeit zeigt.
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Die erfindungsgemäß verwendbaren Verbindungen können in wenigstens eine Schicht oder Zwischenschicht eines
photographischen Materials eingebracht werden. Sie können beispielsweise den lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionen
oder der fertigen Gießlösung zugesetzt werden oder auch zusammen mit der letzten
Schutzschicht auf das photographische Material aufgebracht werden.
Die Zugabe der erfindungsgemäß verwendbaren Verbindüngen
zu lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionen kann grundsätzlich zu einem beliebigen Zeitpunkt
während der Herstellung bzw. Weiterverarbeitung der Emulsion erfolgen. In einer bevorzugten Ausführung
werden die erfindungsgemäß verwendbaren Stabilisierungsmittel nach der chemischen Reifung, vorzugsweise
der fertigen Gießlösung, zugesetzt.
Die erfindungsgemäß zu verwendenden Verbindungen können in den üblichen lichtempfindlichen photographischen
Materialien verwendet werden, die für die Herstellung von Schwarz/Weiß-Bildern geeignet sind,
z.B. Schwarz/Weiß-Aufnähme- oder Kopiermaterialien oder Umkehrmaterialien. Weiterhin können ohne Beeinträchtigung
der Stabilisierung Farbkuppler im Material enthalten sein.
Für die vorliegende Erfindung sind die üblichen SiI-berhalogenidemulsionen
geeignet, die aus reinen SiI-berhalogeniden oder aus Gemischen davon bestehen kön-
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nen. Beispielsweise können die Silberhalogenidkörner aus Silberchlorid, Silberbromid, Silberjodid, Silberchloridbromid,
Silberchloridjodid, Silberbromidjodid und Süberchloridbromidjodid bestehen. Insbesondere
ist die vorliegende Erfindung geeignet für Silberbromidjodidemulsionen
mit einen Jodidgehalt bis 8 Mol-%.
Die Emulsionen können chemisch sensibilisiert werden, z.B. durch Susatz schwefelhaltiger Verbindungen bei
der chemischen Reifung, beispielsweise Allylisothiocyanat, Allylthioharnstoff, Natriumthiosulfat und
ähnliche. Als chemische Sensibilisatoren können ferner auch Reduktionsmittel, z.B. die in den belgischen
Patentschriften 493 464 und 568 687 beschriebenen Zinnverbindungen, ferner Polyamine wie Diethylentriamin
oder Aminomethyl sulfinsäurederivate, ζ „Β.
gemäß der belgischen Patentschrift "547 323, verwendet werden.
Es ist ferner möglich, die Emulsionen mit Polyalkylenoxid-Derivaten
zu sensibilisieren,- z.B. mit PoIyethylenoxid
eines Molekulargewichts zwischen 1 000 und 20 000, ferner mit Kondensationsprodukten von
Alkylenoxide» und aliphatischen Alkoholen, Glykoien,
cyclischen Dehydratisierungsprodukten von Hexitolen,
mit alkylsubstituierten Phenolen, aliphatischen Carbonsäuren,
aliphatischen Aminen, aliphatischen Diaminen und Amiden. Die Kondensationsprodukte haben
ein Molekulargewicht von mindestens 700, vorzugsweise von mehr als 1 000. Zur Erzielung besonderer
Effekte kann man diese Sensibilisatoren selbstver™ ständlich kombiniert verwenden, wie in"der belgi-
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sehen Patentschrift 537 278 und in der britischen
Patentschrift 727 982 beschrieben.
Die Emulsionen sind vorzugsweise optisch nicht sensibilisiert
oder mit den üblichen Farbstoffen orthosensibilisiert.
Die Emulsionen können in der üblichen Weise gehärtet sein, beispielsweise mit Formaldehyd oder halogensubstituierten
Aldehyden, die eine Carboxylgruppe enthalten wie Mucobrömsäüre, Diketonen, Methansulfonsäureestern
und Dialdehyden. Weiterhin können die photographischen Schichten mit Härtern des Epoxidtyps,
des heterocyclischen Ethylenimins oder des Acryloyltyps gehärtet werden. Beispiele derartiger
Härter sind z.B. in der deutschen Offenlegungsschrift 2 263 602 oder in der britischen Patentschrift
1 266 655 beschrieben. - <
Weiterhin ist es auch möglich, die Schichten gemäß dem Verfahren der deutsahen Offenlegungsschrift
2 218 009 zu härten, um photographische Materialien zu erzielen, die für eine Hochtemperaturverarbeitung
geeignet sind.
Es ist ferner möglich, die, photographischen Schichten
bzw. die farbphotographisehen Mehrschichtenmaterialien
mit Härtern der Diazin-, Triazin- oder 1,2-Dihydrochinolin-Reihe
zu härten, wie in den britischen Patentschriften 1 193 290, 1 251 091, 1 306 544,
1 266 655, der französischen Patentschrift 71 02 716 oder der deutschen Offenlegungsschrift 2 332 317 be-
AS 1648
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, Ab,
schrieben ist. Beispiele derartiger Härter sind alkyl-
oder arylsulfonylgruppenhaltige Diazin-Derivate, Derivate von hydrierten Diazinen oder Triazinen wie
z.B. 1,3,5-Hexahydrotriazin, fluorsubstituierte Diazin-Derivate,
wie z.B. Fluorpyrimidin, Ester von 2-substituierten
1,2-Dihydrochinolin- oder 1,2-Dihydroisochinolin-N-carbonsäuren.
Brauchbar sind weiterhin Vinylsulfonsäurehärter,
Carbodiimid- oder Carbamoy!härter
wie z.B. in den deutschen OffenlegungsSchriften
2 263 602, 2 225 230 und 1 808 685, der französischen Patentschrift 1 491 807, der deutschen Patentschrift
872 153 und der DDR-Patentschrift 7218 beschrieben. Weitere brauchbare Härter sind beispielsweise
in der britischen Patentschrift 1 268 550 be-
15 schrieben.
Die vorliegende Erfindung kann sowohl für die Herstellung
schwarz-weißer als- auch farbiger photographischer Bilder angewendet werden. Farbige photographische
Bilder können z.B. nach dem bekannten
Prinzip der chromogenen Entwicklung in Anwesenheit von Farbkupplern, die mit dem Oxidationsprodukt von
farbgebenden p-Phenylendiamin-Entwicklern unter Bildung
von Farbstoffen reagieren, hergestellt werden. Die Farbkuppler können wenigstens einer Schicht des
25 photographischen Materials, z.B. wenigstens einer
Silberhalogenidschicht selbst einverleibt sein. Beispielhaft für verwendbare Farbkuppler sei auf die
Veröffentlichung "Farbkuppler" yon W." PELZ in "Mitteilungen
aus den.Forschungslaboratorien der Agfa,
Leverkusen/München", Band III (1961) und K. VENKATARAMAN
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-V-
in JIThe Chemistry of Synthetic Dyes", Vol. 4, Seiten
341 - 387, Academic Press (1971), hingewiesen.
Die Emulsionen können auf die üblichen Schichtträger aufgetragen werden, z.B. auf Träger aus Celluloseestern
wie Celluloseacetat oder Celluloseacetobutyrat, ferner Polyester, insbesondere Polyethylenterephthalat
oder Polycarbonate, insbesondere auf Basis von Bis-Phenylolpropan. Geeignet sind ferner Papierträger,
die gegebenenfalls wasserundurchlässige Polyolefinschichten, z.B. aus Polyethylen oder Polypropylen,
enthalten können, ferner Träger aus Glas oder Metall.
Für eine Schwarz/Weiß-Entwicklung sind die üblichen bekannten Schwarz/Weiß-Entwicklerverbindungen geeignet,
wie z.B. Hydroxybenzole und 3-Pyrazolidone.
Zur Erzeugung von Farbbildern können die üblichen Farbentwicklersubstanzen verwendet werden.
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■ γ* -JT-
Einer mit Gold und Thiosulfat sensibilisierten SiI-berbromidjodidemulsion
mit einem Jodidanteil von 2,5 Mol-% und einer mittleren Empfindlichkeit werden
nach beendeter Nachreifung 1,2 g Triazaindolizin pro Mol Silberhalogenid zugegeben. Dieser Emulsion, die
auf einen Silbergehalt von 170 g AgNO3 pro Liter und
einen Gelatinegehalt von 15 % eingestellt war, wurden
pro Mol Silberhalogenid je O, 0,25, 0,5, 1,0, 2,0 und
IQ 4,0 mg Penicillamin zugesetzt und die Emulsion 10 Minuten
bei 400C gerührt. Anschließend wurden der Emulsion 20 ml einer 5 %igen Saponinlösung zugegeben. Zur
Härtung wurden 35 ml einer 2 %igen Formalin-Lösung pro Mol Silberhalogenid der Emulsion kurz vor dem Vergießen
15 zugegeben . ■
Die Schutzschicht enthielt 5 % einer geeigneten Schutzschichtgelatine sowie 40 ml einer 5 %igen
Saponinlösung und 40 ml einer 5 %igen-Saccharosemono-
,laurat-Lösung pro Liter Schutzschichtlösung.
Von der gußfertigen Emulsion wurde je eine Bahn mit einem Silberauftrag von 9,5 g AgNO3/m und
einer Schutzschichtdicke von 1,8μ auf eine Polyesterunterlage mit Antihalorückguß gegossen und getrocknet.
Die Gesamtschichtdicke dieses Films lag bei 12μ. '
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■•/If-
Anschließend wurden Sensxtometerstreifen des frischen und des 72 Stunden bei 600C gelagerten Films
an einem Kurzzeitsensitometer mit 1/1000 Sek. belichtet und wie üblich weiterverarbeitet.
Der Entwickler enthielt:
KBr 3,4 g
Hydrochinon 8 g
1-Phenylpyrazolidon 0,3 g
1-Phenylpyrazolidon 0,3 g
| K2S2O5 | 18 | ,5 | g |
| KOH, 40 %ig | 20 | ml | |
| H3BO3 | 2 | ,5 | g |
| K2CO3 | 15 | g | |
| Wasser: auf 1 1 |
gestellt. Die Entwicklungszeit bei 260C betrug 2 Minuten
30 Sekunden. In der Tabelle 1 sind die Schleierwerte, Empfindlichkeiten, Gradienten und die Empfindlichkeitsanstiege
nach der Lagerung der frischen und der im Heizschrank gelagerten Proben zusammengestellt.
Die Versuchsreihe zeigt, daß bei einer Zusatzmenge von 0,25 mg Penicillamin pro Mol Silberhalogenid der'
Schleier und Empfindlichkeitsanstieg nach Heizschranklagerung
bereits vermindert wird. Das optimale Ergebnis erreicht man bei einer Menge von 2,0 mg Penicillamin
pro Mol Silberhalogenid, wobei eine Empfindlichkeitssteigeruhg von 50 % zu beobachten ist.
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| Tabelle | 1 | 0 | Schleier | E | 1 | 7 | Heizschrank 3 Tage | bei D=O,30 | 60° | C | |
|
B
—» |
mg Penicillamin/ | 0,25 | 1 | Schleier ZX log It | +0,32 | '} | |||||
| ω | Mol Silberhalo | 0,5 | 1 | +0,20 | |||||||
| genid | 1,0 | 0,05 | 100 | 1 | ,56 | 0,11 | +0,17 | 1 | ,42 | ||
| 1 | 2,0 | 0,05 | 130 | 1 | ,53 | 0,10 | +0,15 | 1 | ,44 | ||
| 2 | 4,0 | 0,05 | 130 | 1 | ,53 | 0,09 | +0,13 | 1 | ,41 | ||
| 3 | 0,05 | 140 | ,53 | 0,09 | +0,12 | 1 | ,44 | ||||
| 4 | 0,05 | 150 | ,55 | 0,09 | 1 | ,45 | |||||
| 5 | 0,05 | 150 | ,56 | 0,10 | 1 | ,44 | |||||
| 6 | |||||||||||
E = relative Empfindlichkeit, gemessen bei der Dichte D =0,3 eine Verdoppelung von E bedeutet eine Verdoppelung der Empfindlichkeit
'Y1- Gradation zwischen den Dichten 0,3 und 1,7
IS5 CO CO
CD CD CD
Claims (2)
1. Photographische Silberhalogenidemulsion, gekennzeichnet durch den Gehalt von höchstens
9 mg pro Mol Silberhalogenid wenigstens 5 einer Verbindung der allgemeinen Formel I
R1
HS-C-ZPH.J -CH-COOR3 I
•2 ' 4
R^ NHR
worin bedeuten
R H; Alkyl-, Aryl-, Aralkyl- und Acylgruppe,
R Alkyl-, Aryl-, Aralkyl- und Acylgruppe,
TO R3 H; Kation, . -
4
R H; Alkyl-; Acylgruppe,
R H; Alkyl-; Acylgruppe,
η 0 oder eine ganze Zahl,
und/oder
1 2
R und R zusammen den Rest zur Vervollständigung
R und R zusammen den Rest zur Vervollständigung
des Ringes,
und/oder des entsprechenden Disulfids.
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-SL-
2. Verfahren zur Herstellung einer photographi schen Silberhalogenidemulsion durch Fällen
des Silberhalogenids in Gegenwart eines Schutzkolloids, dadurch gekennzeichnet, daß
der Emulsion pro Mol Silberhalogenid wenigstens eine Verbindung der folgenden Formel
zugesetzt wird
R1
-CH-COOR3
NHR*
worin bedeuten
RH; Alkyl-, Aryl-, Aralkyl- und Acylgruppe,
RH; Alkyl-, Aryl-, Aralkyl- und Acylgruppe,
; 2
R Alkyl-, Aryl-, Aralkyl- und Acylgruppe,
R3 H; Kation, -.--:■"■■
4
R H; Alkyl-, Acylgruppe,-
R H; Alkyl-, Acylgruppe,-
η 0 oder eine ganze Zahl,
und/oder
12
R und R zusammen den Rest zur Vervollständigung
R und R zusammen den Rest zur Vervollständigung
eines Ringes.
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3. Photographisches Material aus einem Schichtträger
und wenigstens einer lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht und gegebenenfalls
weiteren Schichten/ gekennzeichnet durch den Gehalt von höchstens 9 mg pro Mol Silberhalogenid
wenigstens einer Verbindung der allgemeinen Formel
R1
HS-C-^CH-J- -CH-COOR3 I
R^ NHR
worin bedeuten
R H; Alkyl-, Aryl-, Aralkyl- und Acylgruppe,
R Alkyl-, Aryl-, Aralkyl- und Acylgruppe,
R H; Kation,
4
R H; Alkyl-, Acylgruppe,
R H; Alkyl-, Acylgruppe,
η 0 oder eine ganze Zahl,
und/oder
12
R und R zusammen den Rest zur Vervollständigung
eines Ringes,
und/oder des entsprechenden Disulfids.
und/oder des entsprechenden Disulfids.
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4. Photographisches Material nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung in einer Menge von höchstens 9 mg pro Mol
Silberhalogenid in einer Silberhalogenidemulsionsschicht enthalten ist.
5. Material nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß bedeuten
6. Material nach Anspruch 3,. dadurch gekennzeichnet, daß bedeuten
R2
R3
CH3,
H,
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1 30 008/0A19
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