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DE2931296A1 - Verfahren zur herstellung eines rauchbaren materials und rauchbares material - Google Patents

Verfahren zur herstellung eines rauchbaren materials und rauchbares material

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DE2931296A1
DE2931296A1 DE19792931296 DE2931296A DE2931296A1 DE 2931296 A1 DE2931296 A1 DE 2931296A1 DE 19792931296 DE19792931296 DE 19792931296 DE 2931296 A DE2931296 A DE 2931296A DE 2931296 A1 DE2931296 A1 DE 2931296A1
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DE
Germany
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tobacco
product
pyrolyzed
slurry
product material
Prior art date
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Application number
DE19792931296
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DE2931296C2 (de
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Gus D Keritsis
Andrew T Lendvay
Helmut R R Wakeham
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Philip Morris Products Inc
Original Assignee
Philip Morris USA Inc
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Publication date
Application filed by Philip Morris USA Inc filed Critical Philip Morris USA Inc
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Publication of DE2931296C2 publication Critical patent/DE2931296C2/de
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24BMANUFACTURE OR PREPARATION OF TOBACCO FOR SMOKING OR CHEWING; TOBACCO; SNUFF
    • A24B15/00Chemical features or treatment of tobacco; Tobacco substitutes, e.g. in liquid form
    • A24B15/10Chemical features of tobacco products or tobacco substitutes
    • A24B15/16Chemical features of tobacco products or tobacco substitutes of tobacco substitutes
    • A24B15/165Chemical features of tobacco products or tobacco substitutes of tobacco substitutes comprising as heat source a carbon fuel or an oxidized or thermally degraded carbonaceous fuel, e.g. carbohydrates, cellulosic material

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacture Of Tobacco Products (AREA)

Description

DR.-ING. WALTER ABITZ DR. DIETER P. MORF DIPL.-FHYS. M. GRITSCHNEDER
Patentanwälte
München,
293179S
1. August 1979
Postanschrift / Postal Address Postfach, ββοΐοβ. 8ODO MünchenBe
Pienzenauerstraße 28
Telefon 98 3222
Telegramme ; Chemindus München
Telex; (O) 523992
582-844
PHILIP MORRIS INCORPORATED New York, N.Y. 10017, V.St.A.
Verfahren zur Herstellung eines rauchbaren Materials und rauchbares Material
030Ö07/OS60
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Die Erfindung betrifft Rauchmaterialien. Die Erfindung betrifft insbesondere ein Verfahren zur Herstellung eines Rauchmaterials, das Tabakstengel- und/oder -halmmaterialien enthält und das einen verminderten Gehalt an Teer und Nicotin beim Ziehen ohne einen unerwünschten, holzartigen Geschmack aufweist.
Als Ergebnis des Abstreifens von Blattabak bei der Vorbereitung zur Verwendung für Zigarrenumhüllungen oder -füllstoffe, Zigaretten und Rauchtabak werden Tabaknebenprodukte, wie Stengel, Halme und Blattabfälle, gesammelt. Diese Nebenprodukte sind für die direkte Einarbeitung in Rauchprodukte nicht sehr gut geeignet, obgleich ein Teil davon zur Herstellung von Schnupftabak und zum Gemisch mit Kautabak verwendet worden ist. Tabakstaub und dergl. werden beim Transport und Handhaben von Tabak erhalten. Obgleich in der Vergangenheit schon Versuche durchgeführt worden sind, diese Tabaknebenprodukte durch Bildung von rekonstituiertem Tabak wirtschaftlich zu verwenden (vergl. zum Beispiel US-PSen 3 409 026 und 3 386 449), hat sich ein solcher rekonstituierter Tabak häufig als unerwünscht erwiesen, was auf die Schärfe, die schlechten Aromaeigenschaften und den Nebengeschmack des Rauchs zurückzuführen ist, der von diesem Material selbst dann erzeugt wird, wenn dieses mit natürlichem Blattabak kombiniert und in sehr kleinen Mengen verwendet wird. Dies trifft insbesondere dann zu, wenn man Versuche anstellt, um Burleytabaknebenprodukte zu verwenden.
Obgleich rekonstitüierter Tabak aus Tabaknebenprodukten hergestellt worden ist, hat er trotzdem einige der gleichen Eigenschaften, wie natürlicher Blattabak. Es ist daher anzustreben, ein Verfahren zu entwickeln, durch das die weniger erwünschten Bestandteile von rekonstituiertem Tabak
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vermindert werden, während die Geruchs- und Aromaeigenschaften verbessert werden.
Die Verminderung von Teer und Nicotin in Tabakblattmaterial ist schon dadurch versucht worden, daß man ein Kohlenhydrat- oder Cellulosematerial, das in einer inerten Atmosphäre thermisch abgebaut oder pyrolysiert worden ist, in den Tabak einarbeitet. Solche Techniken werden z.B.in den US-PSen 3 861 401, 3 861 402 und 4 019 521 beschrieben. In der ÜS-PS 3 805 803 wird eine weitere Technik beschrieben, bei der der Teer- und Nico tingehalt von rekonstituiertem Tabakrauchmaterial durch Einarbeitung von Aktivkohle vermindert wird.
Die obigen Techniken haben viele Nachteile. Insbesondere erfordern sie alle die Zugabe von Fremdmaterialien für den Tabak. Diese Fremdmaterialien können die Aufnahme von Rauchprodukten, die solche Additive enthalten, verschlechtern.
Es wurde nun ein Verfahren zur Herstellung eines rauchbaren Materials aufgefunden, bei dem in wirtschaftlicher Weise Tabaknebenproduktmaterialien, insbesondere Stengel und Halme, verwendet werden können. Dieses Material ist nicht nur von dem unerwünschten "holzartigen" Geschmack oder der Schärfe und den unerwünschten Aromaeigenschaften der bekannten Produkte frei, die solche Tabaknebenprodukte enthalten, sondern es ergibt zusätzlich noch ein rauchbares Material mit einem verminderten Anteil von teilchenförmigen Stoffen, insbesondere von Teer und Nicotin, und einer verminderten Zugzahl.
Insbesondere wurde ein Verfahren entwickelt, bei dem im wesentlichen alle obengenannten Nachteile der bekannten
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Verfahren vermieden worden sind. Das erfindungsgemäße rauchbare Material besteht daher aus 1OO# Tabakpflanzenmaterial und die Verwendung von fremdem Nicht-Tabakmaterial ist nicht erforderlich. Hierdurch wird es möglich, Tabaknebenproduktmaterialien, z.B. Stengel oder Halme, zu verwenden, während zur gleichen Zeit der unerwünschte, holzige Geschmack entfernt wird, der normalerweise mit solchen Materialien einhergeht. Weiterhin wird beim Rauchen der Anteil der resultierenden, gesamten, teilchenförmigen Stoffe vermindert.
Die Erfindung betrifft insbesondere ein Verfahren zur Herstellung eines rauchbaren Materials, bei dem ein Tabaknebenproduktmaterial einer Pyrolyse unterworfen wird, das pyrolysierte Material zu einer Aufschlämmung von Tabakteilen gegeben wird, die Aufschlämmung homogenisiert wird und das resultierende, rekonstituierte Produkt in eine Form gebracht wird, die für das Rauchmaterial gewünscht wird.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird ziemlich überraschend ein Rauchmaterial erhalten, dessen Teer- und Nicotingehalt im Hauptstromrauch gleich oder geringer ist als bei Tabakmaterialien, die entweder wärmebehandlete Cellulosematerialien oder Aktivkohle enthalten. Hierdurch wird zusammen mit der Tatsache, daß anstelle von Fremdadditiven 1OO#ige Tabakplfanzenmaterial verwendet wird, ein sehr gutes Material nicht nur vom wirtschaftlichen Standpunkt aus, sondern auch vom Standpunkt des Verbrauchers erhalten.
Durch die Erfindung wird ein rauchbares Material in billiger Weise erhalten, bei dem sog. Nebenproduktmaterialien verwendet worden sind, um ein handelsübliches Produkt herzustellen. Das Produkt wird in einfacher und wirksamer Weise erhalten.
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Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines rauchbaren Materials wird im allgemeinen wie folgt durchgeführt»
Zuerst wird Tabaknebenproduktmaterial pyrolysiert. Obgleich Tabaknebenproduktmaterial im allgemeinen Tabakfeinstoffe, -staub-,-stengel und -halme enthält, wird das erfindungsgemäße Verfahren am besten bei Tabakstengeln und -halmen angewandt, da diese Materialien in erster Linie die unerwünschten Eigenschaften von rekonstituiertem Tabak ergeben, wenn dieser die genannten Materialien enthält. Dieses Verfahren ist besonders gut für Burleystengel- und : -halmmaterial geeignet.
Im allgemeinen wird das Tabaknebenproduktmaterial in der Weise pyrolysiert, daß das Material einem thermischen Abbau bei einer Temperatur von etwa 150 bis 700°c über Zeiträume von 1/2 Minuten bis 72 Stunden oder mehr je nach der Behadlungstemperatur und dem gewünschten Gewichtsverlust unterworfen wird. Vorzugsweise liegt jedoch die Temperatur zwischen 250 und 500°C und die Verweilzeit beträgt etwa 1 Minute bis etwa 2 Stunden.
Das Erhitzen des Tabaknebenproduktmaterials kann in einer oxidierenden Atmosphäre, wie z.B. Luft, erfolgen, vorausgesetzt, daß die Wärmebehandlung in einer geschlossenen Umgebung biß zu einer Temperatur von etwa 450°C durchgeführt wird. Alternativ kann das Erhitzen auch in einer inerten Atmosphäre, z.B. Stickstoff, Kohlendioxid, Helium und dergl., durchgeführt werden. Vorzugsweise wird über einer Temperatur von 450°C nur eine inerte Atmosphäre angewendet. Dies geschieht deswegen, um zu gewährleisten, daß keine Oxidation oder kein Verbrennen des Tabaknebenproduktmaterials erfolgt, sondern nur ein pyrolytischer Abbau.
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Anstelle der inerten Atmosphäre können die nichtoxidierenden Bedingungen auch in der Weise erhalten werden, daß man den thermischen Abbau unter Vakuumbedingungen durchführt.
Das Erhitzen in der Pyrolysestufe kann durch jede geeignete Quelle erfolgen, z.B. durch Strahlungshitze, Gashitze, ölhitze, Dampf-, Elektrizitäts- oder Mikrowellenenergie oder dergl.
Die Pyrolyse wird bis zu einem Ausmaß durchgeführt, daß das Tabaknebenprodukt einen Gewichtsverlust von etwa 40 bis 9096 auf Trockengewichtsbasis und vorzugsweise von etwa 45 bis 70# erfährt. Im allgemeinen ist festgestellt worden, daß je größer der Gewichtsverlust des Tabaknebenproduktmaterials ist, desto besser die resultierende Verminderung des teilchenförmigen Materials ist. Es ist jedoch nicht zwekmäßig, das Material bis zu einem solchen Ausmaß zu pyrolysieren, daß die Ansammlung von nichtflüchtigen Aschekomponenten so ist, daß ein Hauptstromrauch erhalten wird, der zu scharf ist.
Während der Pyrolyse kann es zweckmäßig sein, obgleich es erfindungsgemäß nicht kritisch ist, flüchtige organische Materialien zu entfernen, die als Ergebnis der Pyrolyse erzeugt werden. Eine solche Entfernung der organischen Materialien kann z.B. durch Vakuummaßnahmen erhalten werden. Alternativ können die flüchtigen Stoffe in der Weise entfernt werden, daß man die Pyrolysekammer unter einem positiven Druck hält, so daß die flüchtigen Materialien aus der Kammer herausgedrückt werden. Die Entfernung dieser flüchtigen Materialien verhindert die Möglichkeit, daß sie in dem pyrolysierten Tabaknebenproduktmaterial rückkondensieren. Es wird angenommen, daß die Entfernung
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dieser flüchtigen organischen Materialien die Bildung eines besseren Geschmacks und eines aromatischeren Produkts unterstützt. Obgleich eine derartige Stufe zweckmäßig ist, ist sie mit Sicherheit für das erfindungsgemäße Verfahren nicht obligatorisch.
Das Tabaknebenproduktmaterial kann dem thermischen Abbauprozeß in Form von Pulver oder von diskreten Teilchen, wie Fasern oder dergl., unterworfen werden. Es wird jedoch bevorzugt, die oben beschriebene thermische Behandlung durchzuführen, wenn sich das Tabaknebenproduktmaterial in Schnitzelform befindet.
Beim absatzweise geführten Betrieb wird das Material in einfacher Weise in eine umschlossene Kammer eingegeben, in der die speziellen Pyrolysebedingungen vorhanden sind. Danach wird das Material auf die Temperatur für den thermischen Abbau erhitzt und bei dieser Temperatur über die gewünschte Zeitspanne gehalten. Zur Verminderung der Kosten ist es jedoch vorzuziehen, die thermische Behandlung in kontinuierlicher Weise durchzuführen, wobei das Tabaknebenproduktmaterial auf ein sich bewegendes Förderband aufgebracht wird, das durch die umschlossene Heizkammer mit einer genügenden Geschwindigkeit hindurchläuft, daß der gewünschte Grad des thermischen Abbaus erhalten wird.
Gewünschtenfalls kann vor der Durchführung der Pyrolysestufe das Tabaknebenproduktmaterial gegebenenfalls mit Wasser extrahiert werden, um wasserlösliche Bestandteile daraus zu entfernen. Bei Bur leys tengeltabakmaterial ist es besonders zweckmäßig, den Gehalt der darin enthaltenen Kaliumsalze, z.B. von Kaliumnitrat, zu vermindern. Es wird angenommen, daß diese Kaliumsalze im allgemeinen in dem Endrauchprodukt unerwünscht sind, da sie zu einem
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schärferen Rauch beitragen. In einigen Fällen kann es Jedoch zweckmäßig sein, diese Salze nicht zu extrahieren. Es ist nämlich gut bekannt, daß Kalium ein kräftiger Verbrennungskatalysator ist. Ein Rauchmaterial, das Kalium enthält, brennt daher zwischen den Zügen rascher ab. Hierdurch wird die Anzahl der Züge pro Zigarette stark vermindert. Dies führt zu einer Verminderung in der Gesamtmenge von Teer und Nicotin, die von dem Verbraucher verbraucht wird, was ziemlich erwünscht ist. Weiterhin kann das Vorhandensein der Kaliumsalze in Fällen bevorzugt werden, wo die Menge des pyrolysierten Tabaknebenproduktes nur sehr gering ist und doch ein Rauchprodukt erhalten werden soll, das eine gewisse Abgabe hat. Die Stufe des Vorwaschens des Tabaknebenproduktmaterials vor der Pyrolyse zur Extraktion der wasserlöslichen Stoffe daraus hängt daher von dem gewünschten Endprodukt ab. Nach der Wasserextraktionsstufe können die Kaliumsalze aus dem Extrakt entfernt werden. Gewünschtenfalls können die restlichen, wasserlöslichen Bestandteile mit entweder der Aufschlämmung der Tabakteile oder alternativ mit dem fertigen, rekonstituierten Tabalblatt, das die pyrolysierten Tabaknebenprodukte enthält, rekombiniert werden.
Die Wasserextraktionsstufe wird im allgemeinen in der Weise durchgeführt, daß man das Tabaknebenproduktmaterial einfach in herkömmlicher Weise wäscht.
Nach der Pyrolyse des Tabaknebenproduktmaterials ist es zweckmäßig, obgleich für die Erfindung nicht kritisch, das pyrolysierte Material sofort abzukühlen, bevor man es der Luft aussetzt. Dies geschieht dazu, um die Möglichkeit zu verhindern, daß das noch heiße, pyrolysierte Tabaknebenproduktmaterial oxidiert, wenn es dem Sauerstoff der Luft ausgesetzt wird. Es ist daher vorzuziehen, daß
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das pyrolysierte Tabakriebenproduktmaterial nach dem Austreten aus der Pyrolysekammer durch solche Maßnahmen abgekühlt wird, wie Eintauchen in eine Kammer mit Trockeneis oder alternativ von Leiten von kaltem Stickstoffgas über das Material. Gewünschtenfalls kann das pyrolysierte Material einfach in kaltes Wasser oder in eine Aufschlämmung von Tabakteilen hineingetropft werden, wie es später genauer erläutert wird. Alle weiteren, herkömmlichen Abkühlungsmethoden für dais Material können gleichfalls verwendet werden.
Das kalte, pyrolysierte Tabaknebenproduktmaterial wird dann vorzugsweise in herkömmlicher Weise pulverisiert. Wenn z.B. das pyrolysierte Material durch Eintauchen in kaltes Wasser abgekühlt worden ist, dann kann es durch nachfolgendes Naßmahlen pulverisiert werden. Das Material wird zweckmäßig so pulverisiert, daß es in der Aufschlämmung der Tabakteile oder einer flüssigen Masse von Tabakfasern, zu der es danach gegeben"wird,. gleichförmiger dispergiert werden kann. Obgleich es zweckmäßig ist, das pyrolysierte Material vor der Zugabe zu der Aufschlämmung der Tabakteile zu pulverisieren, ist dies nicht kritisch. Somit ist es auch möglich, das pyrolysierte Material zu einer Aufschlämmung zu geben, ohne daß man es zuvor pulverisiert. Auf diese Weise wird nach einer darauf folgenden Homogenisierung der Aufschlämmung das pyrolysierte Tabakmaterial mittels dieser Homogenisierungsstufe näßgemahlen.
Wenn es zweckmäßig ist, dann kann das erfindungsgemäße Verfahren auch in der Weise durchgeführt werden, daß man zuerst das Tabaknebenproduktmaterial pulverisiert und es dann der Pyrolyse unterwirft.
Die Aufschlämmung von Tabakteilen, die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendet wird, wird nach bekannten Ver-
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fahren zur Herstellung von rekonstituiertem Tabak hergestellt (vergl. US-PS 3 409 026). Im allgemeinen wird die Aufschlämmung der Tabakteile in folgender Weise gebildet. Tabaknebenproduktmaterialien, wie z.B. Stengel, Staub und Feinstoffe, werden zuerst gemahlen. Dieses gemahlene Tabakmaterial wird sodann mit Wasser vermischt, um eine Aufschlämmung zu bilden. Ein rekonstituiertes Tabakblatt wird aus dieser Aufschlämmung entweder durch ein Papierherstellungsverfahren, durch Gießen der Aufschlämmung oder durch Extrudieren gebildet. Naturgemäß können auch andere bekannte Rekonstitutionsprozesse angewendet werden.
Das pyrolysierte Tabaknebenproduktmaterial wird nun zu der Aufschlämmung der Tabakteile gegeben. Die Aufschlämmung wird danach so homogenisiert, daß ein gründliches Vermischen der Komponenten unter Bildung eines gleichförmigen, homogenen Gemisches erfolgt.
Die Homogenisierung der Aufschlämmung ergibt ein Produkt mit besserem Aussehen. Insbesondere wird ein Produkt erhalten, das gleichförmige Brenneigenschaften aufweist, was sehr erwünscht ist. Die Homogenisierung wird in typischer Weise in einer Vorrichtung, z.B. einem Waringmischer, einer Valley-Schlageinrichtung, einer Plattenraffinierungselnrichtung, einer Hammermühle oder einer Cowles-Auflösungseinrlchtung und dergl., durchgeführt. Naturgemäß variiert die Wirksamkeit dieser Vorrichtungen und dementsprechend schwankt die Zeitspanne, die erforderlich ist, um die richtige Homogenisierung zu erhalten.
Typischerweise werden etwa 0,1 bis 75,0% und vorzugsweise etwa 0,8 bis 60,0% pyrolysiertes Tabaknebenproduktmaterial zu der Aufschlämmung, bezogen auf das Gewicht des Tabakmaterials, das in der Aufschlämmung verwendet wird,
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gegeben. Es wurde gefunden, daß, Je größer die Menge des verwendeten, pyrolysierten Tabaknebenproduktmaterial ist, desto größer die Verminderung von teilchenförmigen Stoffen ist, die mit dem erzeugten, rauchbaren Material einhergehen. Jedoch ist ein Überschuß an pyrolysiertem Material unerwünscht, da die Geruchs- und Aromaeigenschaften des Rauchmaterials vermindert werden, wenn die Menge des rekonstituierten Tabaks proportional vermindert wird. Folglich ist die maximale Menge des pyrolysierten Tabaknebenproduktmaterials, die wirksam zu der Aufschlämmung der Tabakteile gegeben werden kann und ein rekonstituiertes Produkt mit den gewünschten Eigenschaften und den Charakteristiken von Naturtabak ergibt, etwa 75,096, bezogen auf das Gesamttrockengewicht der Aufschlämmung.
Die homogenisierte Aufschlämmung wird sodann bearbeitet, um das gewünschte Rauchmaterial zu bilden. Gewünschtenfalls kann die Aufschlämmung direkt gegossen, getrocknet und zu teilchenförmigen! Material geschnitten werden, das in der physikalischen Form Rauchtabak ähnlich ist. Dieses kann mit Tabakblättern, die in üblicher Weise geschnitten und zerfasert worden sind, vermischt werden. Das Produkt kann in Blattform, in Form von Blöcken oder anderen Gestalten, wie es gewünscht wird, gegossen werden. Wenn es in Form eines Blattes oder eines Streifens vorliegt, dann kann das rauchbare Material in dünne Streifen aufgespalten werden, um sich mit anderen Streifen zu verzwirnen, um Stränge zu bilden, die zu Längen geschnitten werden können, die zur Verwendung in Füllmaschinen bei der Herstellung von Zigaretten, Zigarren oder als Pfeifentabakersatzstoff geeignet sind. Die Stränge des rauchbaren Materials können entweder für sich verwendet werden oder sie können gewünschtenfalls mit Strängen von natürlichem Tabak verzwirnt werden, um Gemische mit verschiedenen Verhältnissen zur Herstellung eines rauchbaren Materials zu erhalten. ".-,-'
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Im allgemeinen werden die Blätter mit einer Dicke von etwa 254/um bis 1270/um (10 bis 50 mils) gegossen. Die Blätter werden sodann bei einer Temperatur von etwa 100 bis 1800C zu einem Feuchtigkeitsgehalt von etwa 3 bis 1896 getrocknet. Methoden zur Bildung von kontinuierlichen Blättern von rekonstituiertem Tabak sind an sich bekannt. Beispiele hierfür werden in der US-PS 2 734 513 beschrieben. Das Blatt ist, wenn es getrocknet ist, im allgemeinen in der Farbe dunkelbraun und es ähnelt sowohl hinsichtlich der Farbe als auch des Aromas getoastetem Kaffee.
Alternativ kann das rekonstituierte Blattmaterial auch durch ein typisches Papierherstellungsverfahren hergestellt werden. Die übliche Verfahrensweise ist es, die homogenisierte Aufschlämmung, die die pyrolysierten Nebenprodukte enthält, einem Kopfkasten einer Papierherstellungsmaschine zuzuführen, in der das rekonstituierte Blatt hergestellt wird.
Das erfindungsgemäß hergestellte Rauchmaterial hat einen verminderten Gehalt an Teer und Nicotin, eine verminderte Zugzahl und es hat keinen holzigen Geschmack, wie es bei bekannten Verfahren der Fall ist. Tatsächlich hat das erfindungsgemäße rauchbare Material gemäß der subjektiven Bewertung von einigen Rauchern bessere Geruchs- und Aromaeigenschäften als Rauchmaterialien, die überhaupt kein Tabaknebenproduktmaterial enthalten. Durch die Erfindung wird, was weit wichtiger ist, ein Rauchmaterial zur Verfügung gestellt, das sich vollständig von einem Tabakpflanzenmaterial ableitet und das keine unerwünschten Fremdstoffe enthält.
Die Erfindung wird in den Beispielen erläutert. Darin sind sämtliche Teile und Prozentmengen auf das Gewicht bezogen.
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Beispiel 1
10Og Burleystengel wurden 7 min in einem Elektroofen bei 3160C in einer Stickstoffatmosphäre pyrolysiert, wobei ein Drahtkorb als Behälter verwendet wurde. Am Ende der Pyrolysebehandlung wurden die Burleystengel sofort abgekühlt, indem der Drahtkorb in einen mit Trockeneis gefüllten Behälter eingebracht wurde. Der Gewichtsverlust der pyrolysierten Burleystengel betrug 60%.
Die Analyse des Ausgangsburleystengelmaterials durch Atomabsorptionsmethoden zeigte, daß vor der Pyrolyse die Burleystengel 8,5% K+ und 2,62% Ca+4" enthielten. Das thermisch behandelte Material zeigte jedoch bei der Atomabsorptionsanalyse, daß die prozentualen Mengen an K und Ca nunmehr 18% bzw. 5,83% betrugen. Daraus wird ersichtlich, daß diese Metallionen nicht durch eine einfache Pyrolyse entfernt wurden und in dem Material zurückblieben. Naturgemäß ist der Unterschied der relativen Prozentmengen auf den Gewichtsverlust von 60% zurückzuführen.
Das pyrolysierte Tabaknebenproduktmaterial wurde sodann zu drei aliquoten Teilen einer herkömmlichen Aufschlämmung von Tabakteilen gegeben. Zu dem ersten aliquoten Teil wurden 5% des pyrolysierten Tabaknebenproduktmaterials, bezogen auf das Gewicht des Tabakmaterials, das in der Aufschlämmung enthalten war, gegeben. Gleichermaßen wurden zu den anderen, verbleibenden zwei aliquoten Teilen der Auf schlämmung der Tabakteile 10 bzw. 15% pyrolysierte Burleystengel gegeben.
Die Aufschlämmung wurde sodann mit einem Waringmischer homogenisiert und sodann zu Blättern handgegossen. Mit der Hand gemachte Zigaretten wurden aus jeder der drei Proben hergestellt. Sie wurden geraucht, um in erster Linie fest-
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zustellen, ob diese Materialien verbrennbar waren. Tatsächlich wurde bei allen Gehalten eine Verbrennung erhalten.
Beispiel 2
4514 kg (100 pounds) Tabakstengel wurden zuerst mit Wasser extrahiert, um daraus die in Wasser löslichen Stoffe zu entfernen. Hierzu wurden sie mit 907 kg (2000 pounds) Wasser von 50°C über einen genügenden Zeitraum gewaschen, daß die Stengel gründlich befeuchtet wurden. Das Material erfuhr einen Gewichtsverlust von etwa 2550 als Ergebnis der Wasserextraktionsstufe. Das mit Wasser extrahierte Material wurde sodann zu einem Feuchtigkeitsgehalt von 14,096 getrocknet.
Das Material wurde sodann pyrolysiert, indem es 15 min einer Temperatur von 315°C in einem Elektroofen ausgesetzt wurde, wodurch ein weiterer Gewichtsverlust von etwa bewirkt wurde. Während dieser thermischen Behandlung wurden die flüchtigen organischen Materialien durch Vakuum entfernt.
Das thermisch abgebaute Tabakprodukt wurde sodann in einem Waringmischer zu einer Teilchengröße von etwa 150 bis 51 /um (100 bis 300mesh) pulverisiert. Danach wurde eine herkömmliche Aufschlämmung .von Tabakteilen gebildet. Die Aufschlämmung wurde in drei aliquote Teile aufgeteilt. Zu dem ersten aliquoten Teil, Probe A, wurden keine Additive gegeben. Diese Probe wurde als Kontrolle verwendet. Zu dem zweiten aliquoten Teil, Probe B, wurden 1596 Aktivkohle, bezogen auf das Gewicht des Tabakmaterials, das in der Aufschlämmung verwendet wurde, gegeben. Gleichermaßen wurden zu dem dritten aliquoten Teil, Probe C, der rekonstituierten Tabakauf schlämmung 1596 thermisch abgebautes Tabak-
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nebenproduktmaterial, bezogen auf das Gewicht des Tabakmaterials, gegeben.
Die drei Proben wurden sodann mittels einer Cowles-Auflösungseinrichtung homogenisiert.
Die resultierenden Auf schlämmungen wurden zu Blättern mittels eines Sandvik-Förderbandes aus Stahl gegossen. Die Blätter wurden zu einer Dicke von etwa 1016 bis 1143/um (40 bis 45 mils) gegossen und sodann zu einem Feuchtigkeitsgehalt von etwa 14 bis 15% getrocknet. Danach wurden die Blätter zu schmalen Streifen aufgespalten. Die einzelnen Proben wurden sodann mit natürlichem Blattabak kombiniert, wodurch Testzigaretten gebildet wurden, wobei jede Zigarette 20% der teilchenförmigen Probe und 80% natürlichen Blattabak (Trockengewichtsbasis) enthielt. Die Zigaretten wurden sodann auf teilchenförmige Stoffe und auf die Geruchs- und Aromaeigenschaften getestet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengestellt.
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Tabelle 1
Probe
A B
1,050 Kohlenstoff) (pyrolysier-
11,4-12,7 ter Tabak +
Zugabe von
22,8 Nebenprodukt)
(Kontrolle) (Zugabe von - 1,050
2,7 11,4-12,7 1,050
11,4-12,7
1,09 20,6
1. Werte der Zigaretten: 9,6% 17,7
Gewicht(g/Zig.) 2,47 2,2 22,4%
RTD (cm H2O 18,5% 2,3
2. Rauchwerte: 9,2 0,94 14,8%
TPM (mg/Zig.) 13,8% 0,75
(% Verminderung) 19,01 2,40 31,1%
H2O (mg/Zig.) - 2,8% 2,28
( % Verminderung) 2,06 8,6 7,7%
Nicotin (mg/Zig.) - . 6,5% 7,8
(% Verminderung) 17,46 15,2%
TPM (mg/Zug) 8,2% 14,65
(% Verminderung) 2,03 22,9%
Zugzahl 1,0% 1,88
(% Verminderung) 8,7%
Teer (mg/Zig.)
(% Verminderung)
Teer (mg/Zug)
(% Verminderung)
Aus Tabelle 1 wird ersichtlich, daß Probe C, d.h. die Probe, die das pyrolysierte Tabaknebenproduktmaterial enthält, nicht nur im Vergleich zu der Kontrollprobe eine Verminderung des Teer- und Nicotingehalts zeigt, sondern auch bei weitem die Ergebnisse übertrifft, die bei Verwendung von Aktivkohle erhalten werden. Weiterhin waren die Geruchs- und Aromaeigenschaften der Probe C besser als diejenigen der Proben A und B, insbesondere im Hinblick auf einen tabakartigen Geruch.
Be i sp ie 1 3 \
Beispiel 2 wurde identisch wiederholt, mit der Ausnahme, daß die in diesem Beispiel gebildeten Zigaretten 60% Ta-
- 19 - T
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bakblattmaterial enthielten und daß der Rest jeder Zigarette aus den jeweiligen Proben,hergestellt in Beispiel 2, bestand. Somit enthielt die Probe A 60% natürlichen Blatttabak und 40% rekonstituierten Tabak. Die Probe B enthielt 60% natürlichen Blattabak und 40% rekonstituierten Tabak, enthaltend Aktivkohle. Schließlich enthielt die Probe C 60% Tabakblattmaterial und 40% rekonstituierten Tabak, enthaltend pyrolysiertes Tabaknebenprodukt. Die aus den jeweiligen Proben gebildeten Zigaretten wurden getestet. Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle 2 zusammengestellt.
Tabelle 2
Probe 1,00 Kohlenstoff) C
B 11,4-12, (pyrolysier-
(Kontrolle) (Zugabe von ter Tabak +
A 19,9 Zugabe von
1,00 Nebenprodukt)
2,4 ,7 11,4-12,7
1,00
1,08 18,1 11,4-12,7
- 9,0%
Werte der Zigaretten: 2,43 2,3 17,7
Gewicht (g/Zig.) 4,0% 11,0%
RTD (cm H2O 8,2 1,02 2,2
Rauchwerte: 5,5% 8,3%
TPM (mg/Zig.) 16,42 2,26 0,98
(% Verminderung) - - 7,0% 9,3%
H2O (mg/Zig.) 2,00 8,0 2,24
( % Verminderung) - • 2,4% 7,8%
Nicotin (mg/Zig.) 14,78 7,9
(% Verminderung) 10,0% 3,7%
TPM (mg/Zug) 1,85 14,52
(% Verminderung) 7,5% 11,6%
Zugzahl 1,84
(% Verminderung 8,0%
Teer (mg/Zig.)
(% Verminderung)
Teer (mg/Zug)
(% Verminderung)
Aus Tabelle 2 wird ersichtlich, daß die Probe, die das pyrolysierte Tabaknebenproduktmaterial enthielt, wie in Beispiel 2, eine größere Verminderung an Teer und Nicotin zeigte als die Kontrollprobe. Weiterhin zeigte sie selbst
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eine größere Verminderung des Teergehalts als diejenige mit Aktivkohle. DarUberhinaus wurde festgestellt, daß, je größer die Menge des verwendeten, pyrolysierten Tabaknebenproduktmaterials war, desto größer die Verminderung der unerwünschten Bestandteile war. Weiterhin waren die Geruchs- und Aromaeigenschaften der Probe C, hergestellt in diesem Beispiel, im Hinblick auf den Gesamtgeruch und den tabakartigen Geruch, besser als bei Probe C im Beispiel 2.
Beispiel 4
27,2 kg (60 pounds) Tabaknebenproduktpflanzenmaterial, bestehend hauptsächlich aus Tabakstengeln und -halmen, wurden thermisch ohne vorhergegangene Wasserextraktion abgebaut. Die thermische Behandlung wurde in einem Elektroofen durchgeführt, in dem ein solches Vakuum erzeugt worden war, daß der Druck zwischen etwa 10 und 20 mmHg lag. Die Temperatur wurde 5 min bei 483°C gehalten. Nach 5 min wurden die Strahlungsheizelemente abgeschaltet, und kalter Stickstoff aus flüssigem, siedendem Stickstoff wurde durch das Arbeitsloch in die Heizkammer eingeblasen, wodurch das thermisch abgebaute Tabaknebenproduktmaterial abgekühlt wurde« Die thermische Behandlung ergab einen Gewichtsverlust von etwa
Das thermisch behandelte Tabaknebenproduktmaterial wurde sodann zerkleinert, mit einer Aufschlämmung von nicht thermisch behandeltem Tabakmateriäl vermischt, gegossen, getrocknet und zerfasert, wie es in Beispiel 2 beschrieben wurde.
Eine herkömmliche Aufschlämmung von Tabakteilen wurde so dann hergestellt und in drei aliquote Teile aufgeteilt. Zu dem ersten aliquoten Teil, Probe X, wurde nichts zugegeben. Diese Probe diente als Kontrollprobe. Zu dem zwei-
■-■■"."- 21 -030007/0860
ten aliquoten Teil, Probe Y, wurden 15% Aktivkohle zugegeben, bezogen auf das Gewicht des Tabakmaterials in der Aufschlämmung. Zu der Probe Z wurden 15% thermisch behandeltes Tabaknebenproduktmaterial, wie oben hergestellt, gleichfalls bezogen auf das Gewicht des Tabaks in der Aufschlämmung, gegeben·
Die jeweiligen Auf schlämmungen wurden sodann in ähnlicher Weise wie in Beispiel 2 gegossen, getrocknet und zerfasert. Zigaretten wurden aus den jeweiligen Proben in der Weise hergestellt, daß jede Zigarette 86% natürlichen Blattabak und 14% des jeweiligen Probematerials enthielt. Die einzelnen Zigaretten wurden dann auf teilchenförmige Stoffe und die Geruchs- und Aromaeigenschaften getestet. Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle 3 zusammengestellt.
Tabelle 3
Probe
X Y Z (Kontrolle)(Zugabe von (pyrolysiert. Kohlenstoff) Tabak + Zugabe von Nebenprodukt)
1. Werte der Zigaretten:
Gewicht (g/Zig.) 1,020 A ,020 1,020 RTD(cmH20 10,2-12,7 10,2-12,7 10,2-12,7
2. Rauchwerte:
TPM (mg/Zig.) 21,8 (% Verminderung)
H2O (mg/Zig.) 2,2 ( % Verminderung) -
Nicotin (mg/Zig.) 1,23 (% Verminderung) -
TPM (mg/Zug) 2,63 (% Verminderung)
Zugzahl 8,3
(% Verminderung) Teer (mg/Zig.) 18,39 (% Verminderung)
Teer (mg/Zug) 2,22 (% Verminderung) -
- 22 -
030007/0860
19,9 17,9
8,7% 17,9%
2,1 2,1
4,5% 4,5%
■1,05 0,99
14,6% 19,5%
2,46 2,24
6,5% 14,8%
8,1 8,0
2,4% 3,6%
15,75 14,81
14,4% 19,5%
1,94 1,85
12,6% 16,67%
582-844
Aus Tabelle 3 wird ersichtlich, daß Probe Z, die das pyrölysierte Tabaknebenproduktmaterial enthält, eine größere Verminderung des Teer- und Nicotingehalts, sowie der Zugzahl ergibt als die Kontrollprobe. Weiterhin werden, was wichtiger ist, Ergebnisse erhalten, die besser sind als diejenigen der Probe Y, d.h. der Probe, die Aktivkohle enthält.
Die Geruchs- und Aromaeigenschaften der Probe C waren schwerwiegender als die vergleichbaren Proben C der Beispiele 2 und 3, was auf das Weglassen der Wasserextraktionsstufe zurückzuführen ist. Die Proben hatten auch einen besseren Gesamtgeschmack und einen besseren tabakartigen Geruch als die Proben X bzw. Y.
Beispiel 5
Beispiel 4 wurde wiederholt, mit der Ausnahme, daß die Menge von natürlichem Blattabak in den Testzigaretten auf 7O?6 vermindert wurde. Somit enthielt nunmehr jede der Testzigaretten 7096 natürlichen Blattabak und 30# teilchenförmige Testprobe.
Die Ergebnisse beim Test dieser Zigaretten sind in Tabelle 4 zusammengestellt.
- 23 -
030007/0860
et 5
582-844
Tabelle 4
Probe
(Kontrolle) (Zugabe von
Kohlenstoff)
1,05
,4-13,2
1,05
11,4-13,2
(pyrolysier-
ter Tabak +
Zugabe von
Nebenprodukt)
Werte der Zigaretten!
Gewicht(g/Zig.)
RTD (cm H2O 11,
23,3 20,6
11,6%
1,05
11,4-13,2
Rauchwerte:
TPM (mg/Zig.)
(% Verminderung)
3,9 2,9
25,6%
19,2
17,6%
H2O (mg/Zigö
( % Verminderung)
1,22 1,02
16,4%
2,4
38,5%
Nicotin (mg/Zig.)
(% Verminderung)
2,68 2,48
7,5%
0,84
31,1%
TPM (mg/Zug)
(% Verminderung)
8,7 8,3
4,6%
2,37
11,6%
Zugzahl
(% Verminderung)
18,18 16,68
8,3%
8,1
6,8%
Teer (mg/Zig.)
(% Verminderung)
2,09 2,01
3,8%
15,96
12,2%
Teer (mg/Zug)
(% Verminderung)
1,97
5,7%
Aus Tabelle 4 wird ersichtlich, daß selbst bei höheren Zugabemengen (Probe Z) die Probe, die das .theim\sch behandelte Tabaknebenproduktmaterial enthält, immer noch die unerwünschten Bestandteile des Tabaks besser vermindert als die Kontrollprobe oder die Probe mit Aktivkohle. Beim Vergleich der Tabellen 3 und 4 wird weiterhin ersichtlich, daß, 3 e größer die Menge von verwendetem, pyrolysiertem Tabaknebenproduktmaterial ist, desto größer die Verminderung von Teer, Nicotin und der Zugzahl ist.
Die Geruchs- und Aromaeigensehaften der Probe Z wurden höher bewertet, und die Probe hatte einen tabakähnlicheren Geschmack und ein größeres Gesamtaroma als die Proben JC und Y.
- 24 -
03000770860
■Sw
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B e i s ρ i e 1
Beispiel 5 wurde wiederholt, mit der Ausnahme, daß das thermisch behandelte Tabakmaterial in dem rekonstituierten Tabakblatt nunmehr mit einem rekonstituierten Tabakblatt verglichen wurde, das ein pyrolysiertes Cellulosematerial enthielt, welches einer ähnlichen Wärmebehandlung unterworfen worden war, die zu einem vergleichbaren Gewichtsverlust (etwa 60%) führte. Die Ergebnisse der damit durchgeführten Tests sind in Tabelle 5 zusammengestellt.
Tabelle 5
Probe
X Y Z (Kontrolle) (Zugabe von (pyrolysierpyrolysierter ter Tabak + Cellulose) Zugabe von Nebenprod.)
Zigarettenwerte: Gewicht (g/Zig.) (RTD (cm H2O) Rauchwerte: TPM (mg/Zig.) (% Verminderung)
H2O (mg/Zig.) (% Verminderung)
Nicotin (mg/Zig.) (96 Verminderung)
TPM (mg/Zug)
(% Verminderung)
Zugzahl
(% Verminderung)
Teer (mg/Zig.) (% Verminderung)
Teer (mg/Zug) (% Verminderung)
1,04
11,4-12,7
1,04
11,4-12,7
1,04
11,4-12,7
23,1 21,9
5,2%
19,1
17,3%
3,6 3'1Y
13,9%
2,7
25,0%
1,21 1,16
4,1%
0,83
31,4%
2,68 2,61
2,61%
2,36
11,9%
8,6 8,4/
2,3%
8,1
5,8%
18,29 17,64
3,6%
16,57
9,4%
2,-13 2,10
1,4%
2,05
3,8%
Tabelle 5 zeigt, daß die Einarbeitung von thermisch behandelten Tabaknebenprodukten in ein rekonstituiertes Tabakblatt in der Probe Z weitaus bessere Ergebnisse hinsichtlich der Verminderung von TPM, des Teer- und Nicotinge-
- 25 -
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halts im Vergleich zu der thermisch behandelten Cellulose ergibt, die in der gleichen Menge zu dem rekonstituierten Tabakblatt wie in Probe Y zugegeben wird. Neben der besseren Analyseeigenschaften der Probe Z hat sie eine signifikant höhere subjektive Bewertung beim Rauchgremium hinsichtlich der überlegenen Geruchs- und Aromaeigenschaften und insbesondere hinsichtlich eines besseren Geschmacks und besseren tabakartigen Geruchs« Die Probe Y wurde dahin bewertet, daß sie einen Nebengeruch hatte.
B e i s ρ i e 1 7
Beispiel 6 wurde wiederholt, mit der Ausnahme, daß die Probe Y unter Verwendung von 30% rekonstituiertem Tabakblatt mit einem solchen wärmebehandelten, pyrolysierten Tabaknebenprodukt in der gleichen Menge, das zuvor gewaschen worden war, hergestellt wurde. In diesem Falle erfolgte das Waschen mit der 2Ofachen Gewichtsmenge Wasser von 500C. (Bei anderen Versuchen wurden Wasserextraktionen bis zu 99°C mit einem Einweichen angewendet, das so lange wie einen Tag anhielt.) Jede Zigarette enthielt 70% natürlichen Blattabak und 30% rekonstituiertes Tabakblattmaterial. Die Probe Z war in der Zusammensetzung der Probe Z in Beispiel 6 identisch.
Die Ergebnisse von damit durchgeführten Tests sind in Tabelle 6 zusammengestellt.
- 26 -
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Tabelle r 6 Probe nes pyrolys. 2931296
>-844 Y Tabakneben
X (Kontrolle) (gewasche- produkt)
Z
1,035 (nichtgewa-
11,2-12,7 schenes,
pyrolys.
1,035 21,7 Tabakneben
11,2-12,7 5,7% produkt)
Zigarettenwerte: 3,0
9,1%
Gewicht (g/Zig.) 23,0 1,09 1,035
RTD (cm H2O) 10,7% 11,2-12,7
Rauchwerte: 3,3 2,58
TPM (mg/Zig.) 1,22 3,4% 19,1
(% Verminderung) - 8,4 17,0%
H2O (mg/Zig.)
( % Verminderung)
2,67 2,3% 2,4
27,3%
Nicotin (mg/Zig.) . - 17,61 0,82
(% Verminderung) 8,6 4,7% 32,8%
TPM (mg/Zug) - 2,1 2,39
(% Verminderung) 18,48 1,9% 10,5%
Zugzahl - 8,0
(% Verminderung) 2,14 7,0%
Teer (mg/Zig.) - 15,88
(% Verminderung) 14,1%
Teer (mg/Zug) 1,99
(% Verminderung) 7,0%
Es wird darauf hingewiesen, daß subjektiv die "Y"-Zigarette milder war, während die "Z"-Probe einen größeren Gesamtgeschmack hatte und sie schwerer war.
- 27 -
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Claims (28)

Patentansprüche
1. Verfahren zur Herstellung eines rauchbaren Materials, dadurch gekennzeichnet, daß man
(a) Tabaknebenproduktmaterial einer Pyrolyse unterwirft;
(b) das pyrolysierte Material zu einer Aufschlämmung von Tabakteilen, gibt; ·
(c) die Aufschlämmung homogenisiert;und daß man
(d) trocknet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Tabaknebenproduktmaterial aus der Gruppe Tabakstengel, -halme, -staub-, -feinstoffe und Gemischen davon auswählt.
3· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Tabaknebenproduktmaterial zu einem Gewichtsverlust von etwa 40 bis 90# pyrolysiert.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Pyrolyse bei einer Temperatur von etwa 1500C während etwa 72 Stunden bis zu einer Temperatur von etwa 7000C während etwa 30 Sekunden durchführt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhitzungsquelle für die Pyrolysestufe sich von Strahlungshitze, Gashitze, ölhitze, Dampf-, Elektrizitätspder Mikrowellenenergie herleitet.
6* Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Pyrolyse in einer inerten Atmosphäre durchführt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die inerte Atmosphäre aus Stickstoff, Kohlendioxid, Helium oder einem Vakuum besteht.
-1- «ΜΗΝ-
030007/0860 ■-;."■
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8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man vor der Stufe (a) das Tabaknebenproduktmaterial mit Wasser extrahiert, um wasserlösliche Bestandteile daraus zu entfernen.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß man Kaliumsalze entfernt.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man während der Pyrolyse des Tabaknebenproduktmaterials flüchtige, organische Materialien, die als Ergebnis der Pyrolyse erzeugt worden sind, durch Vakuum entfernt.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man nach der Stufe (a) und vor der Stufe (b) das pyrolysierte Tabaknebenproduktmaterial sofort abkühlt.
12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man vor der Zugabe des pyrolysierten Materials zu der Aufschlämmung der Tabakteile das Material pulverisiert.
13 e Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß man das Tabaknebenproduktmaterial mittels Trokken- oder Naßmahlens pulverisiert.
14. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man bis zu 75% auf Trockengewichtsbasis pyrolysiertes Tabaknebenproduktmaterial zu der Aufschlämmung der Tabakteile gibt.
15. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in der Stufe (d) die homogenisierte Aufschlämmung mittels eines Papierherstellungsprozesses zu einem Blatt verformt, dieses trocknet und zerfasert.
0 30007/0860
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16. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in der Stufe (d) die homogenisierte Aufschlämmung zu einem Blatt gießt, trocknet und zerfasert.
17· Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß man das zerfaserte Rauchmaterial mit natürlichem Blattabak kombiniert..
18. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß man das zerfaserte Rauchmaterial mit natürlichem Blattabak kombiniert.
19» Rauchmaterial, dadurch gekennzeichnet, daß es nach dem Verfahren von Anspruch 1 hergestellt worden ist.
20. Rauchmaterial, dadurch gekennzeichnet, daß es nach dem Verfahren gemäß Anspruch 17 hergestellt worden ist.
21. Rauchmaterial, dadurch gekennzeichnet, daß es nach dem Verfahren gemäß Beispiel 18 hergestellt worden ist.
22. Rauchbares Material, dadurch gekennzeichnet, daß es nach dem Verfahren gemäß Anspruch 1 hergestellt worden ist und daß es bis zu 75 Gew.% auf Trockengewichtsbasis pyrolysiertes Tabaknebenproduktmaterial enthält.
23. Verfahren zur Herstellung eines rauchbaren Materials, dadurch gekennzeichnet, daß man
(a) Tabaknebenproduktmaterial mit Wasser extrahiert, um wasserlösliche Bestandteile daraus zu entfernen;
(b) das mit Wasser extrahierte Tabaknebenproduktmaterial zu einem Gewichtsverlust von etwa 40 bis 9096 pyrolysiert;
03000770860
, : ~-... /V -2831298
(c) das pyrolysierte Tabaknebenproduktmaterial pulverisiert;
(d) etwa 0,08 bis 60Jo auf Trockengewichtsbasis pulverisiertes Material zu einer Aufschlämmung von Tabakteilen gibt;
(e) die Aufschlämmung homogenisiert; und daß man
(f) die Aufschlämmung zu Blattform verarbeitet und das resultierende Produkt trocknet und zerfasert.
24. Rauchbares Material, dadurch gekennzeichnet, daß es pyrolysiertes Tabaknebenproduktmaterial enthält, das mit rekonstituiertem Tabak homogenisiert worden ist.
25. Material nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß das Tabaknebenproduktmaterial aus der Gruppe Tabakstengel, -halme, -staub, -feinstoffe und Gemische davon ausgewählt ist.
26. Material nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß das Tabaknebenproduktmaterial zu einem Gewichtsverlust von etwa 40 bis 90% pyrolysiert worden ist.
27. Material nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß das pyrolysierte Tabaknebenprodukt im wesentlichen von Kaliumsalzen frei ist.
28. Rekonstituiertes Tabakblattmaterial, dadurch gekennzeichnet, daß es bis zu 75 Gew.% auf Trockengewichtsbasis pyrolysierte Tabaknebenproduktmaterialien enthält.
030007/0860
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