DE2922757A1 - Verfahren zur hydroformylierung von olefinischen verbindungen - Google Patents
Verfahren zur hydroformylierung von olefinischen verbindungenInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Hydroformylierung
von olefinischen Verbindungen.
Die Hydroformylxerungsreaktion ist bekannt. Sie besteht aus der Umsetzung von Olefinen mit einem gemischten Wasserstoff/Kohlenmonoxid-Gas
in einem organischen Lösungsmittel in Gegenwart eines Rhodiumkatalysators, wobei Aldehyde
mit einem weiteren Kohlenstoffatom erzeugt werden. Industriell wird diese Reaktion beispielsweise zur Herstellung
von Butyraldehyden aus Propylen sowie Propionaldehyd
aus Äthylen angewendet. Bei der technischen Durchführung der Hydroformylierung besteht das schwerwiegendste Problem
darin, die Lebensdauer des Rhodiumkatalysators aufrechtzuerhalten, da ein Rhodiumkatalysator sehr teuer ist. Es wurden
viele Versuche unternommen, die katalytische Aktivität des Rhodiumkatalysators bei der Hydroformylierung von Olefinen
aufrechtzuerhalten. Bisher nahm man an, daß ein thermischer Abbau des Rhodiumkatalysators einer der Hauptgründe
für die Aktivitätsabnahme ist. Um daher die katalytische Aktivität aufrechtzuerhalten, ist es erforderlich, die
Hydroform lierung von Äthylen oder Propylen unter sehr strikt gesteuerten Reaktxonsbelingungen durchzuführen, insbesondere
bei einer ad&quaten Reaktionstemperatur sowie unter einem gut
ausgewählten Reaktionsdruck. Die Aufrechterhaltung der katalytischen
Aktivität durch strikte Einstellung der Reaktionsbedingungen ist jedoch praktisch nur auf die Hydroformylierung
von niedrig siedenden Olefinen, wie Äthylen und Propylen, wobei die Reaktionsprodukte relativ niedrige Siedepunkte
aufweisen, anwendbar. Bei der Hydroformylierung dieser Olefine ist eine höhere Temperatur nicht erforderlich, da sich
die Reaktionsprodukte leicht von der Reaktionsmischung abdestillieren
lassen. Andererseits ist es bei der Hydroformylierung von Olefinen in den Fällen, in denen die Reaktions-
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produkte höhersiectende »Aldehyde sind (beispielsweise Olefine
mit 5 oder mehr Kohlenstoffatomen sowie substituierte Olefine) im allgemeinen aus industrieller Sicht zweckmäßig, die
Reaktionsprodukte von der Reaktionsmischung durch Destillation abzutrennen. Während der Destillation neigt jedoch ein
Teil des Rhodiumkatalysators zu einer thermischen Zersetzung in dem Destillationsgefäß, wobei das erhaltene metallische
Rhodium lokal an der Gefäßwand anhaftet. Eine derartige Bildung von metallischem Rhodium wirft nicht nur schwerwiegende
Probleme bei der Recyclisierung oder erneuten Verwendung des Katalysators auf, sondern bedingt auch scharfe Reaktionsbedingungen
(hohe Temperatur und Druck) zur Regenerierung der katalytischen Aktivität. Aus diesen Gründen wurde die
Rhodium-katalysierte Hydroformylierung derartiger Olefine unter milden Reaktxonsbedingungen bisher technisch noch
nicht durchgeführt.
Es wurde nunmehr gefunden, daß das vorstehend geschilderte Problem durch die Erfindung in sehr einfacher Weise dadurch
gelöst werden kann, daß dem Reaktionssystem zur Hydroformylierung
von olefinischen Verbindungen ein sekundäres Phosphinoxid der allgemeinen Formel (I)
(I) PH
ti
in einer Menge von wenigstens 1 Mol pro Grammatom Rhodium
1 2
zugesetzt wird, wobei in der Formel (I) R und R , die
gleich oder verschieden sein können, substituierte oder nichtsubstituierte Kohlenwasserstoffreste mit nicht mehr
als ungefähr 20 Kohlenstoffatome sind. Der Einsatz des vorstehend erwähnten sekundären Phosphinoxids gemäß vorliegender
Erfindung bedingt eine Unterdrückung des thermischen Abbaus des Katalysators, so daß die katalytische Aktivität
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auch dann während einer langen Zeitspanne aufrechterhalten wird, wenn relativ hohe Reaktionstemperaturen angewendet
werden. Sogar dann, wenn die Reaktionsmischung, welche den Katalysator enthält, erhitzt wird, um nichtumgesetztes Ausgangsmaterial
und die Produkte durch Destillation abzutrennen, wird ein Ankleben von metallischem Rhodium an der Gefäßwand
im wesentlichen verhindert. Werden die Katalysatorkomponenten in dem Destillationsrest erneut dem Hydroformylierungssystem
zugeführt, dann wird die katalytische Aktivität in zufriedenstellender Weise unter den gleichen Reaktionsbedingungen
ohne weitere Behandlung des Rückstandes aufrechterhalten. Daher wird erfindungsgemäß nicht nur die Stabilität
der katalytischen Aktivität bei der Durchführung des Hydroformylierungs verfahr ens erhöht, sondern auch die Desaktivierung
des Katalysators infolge einer thermischen Zersetzung während der Abtrennung der Produkte verhindert, wobei die
Recyclisierung des Katalysators in sehr vorteilhafter Weise durchgeführt werden kann.
Erfindungsgemäß lassen sich daher olefinische Verbindungen, welche Aldehyde mit höheren Siedepunkten als Hauptprodukte
ergeben, industriell hydroformylieren.
Bei der Hydroformylierung von Äthylen oder Propylen übt die Erfindung eine Wirkung auf die Aufrechterhaltung der Katalysatorlebensdauer
bei relativ hohen Temperatur aus, bei denen die Produkte von der Reaktionsmischung in wirksamer Weise abgetrennt
werden können, wobei bei diesen Temperaturen hohe Reaktionsgeschwindigkeiten erzielt werden. Daher ist die Erfindung
von sehr großer technischer Bedeutung.
1 2
In der allgemeinen Formel (I) sind R und R gleich oder verschieden,
wobei es sich jeweils um einen substituierten oder nichtsubstituierten Kohlenwasserstoffrest mit nicht mehr als
ungefähr 20 Kohlenstoffatomen handelt, beispielsweise um einen gesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest (bei-
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spielsweise Methyl, Äthyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl,
Heptyl, Octyl, Nonyi, Decyl oder Dodecyl), einen aromatischen
Kohlenwasserstoffrest (beispielsweise Phenyl, Tolyl,
Äthylphenyl oder Xylyl) oder einen alicyclischen Kohlenwasserstoffrest
(beispielsweise Cyclohexyl oder Methylcyclohexyl). Der Substituent in dem substituierten Kohlenwasserstoff
rest besteht aus einem Heteroatom oder einer Gruppe, die eines oder mehrere Heteroatome enthält, wie ein Fluoratom,
eine niedere Älkoxygruppe, Hydroxylgruppe oder Aminogruppe,
unter der Voraussetzung, daß das infrage stehende Material kein Gift gegenüber dem Rhodiumkatalysator darstellt
und auch keine unerwünschten Nebenreaktionen bedingt.
Beispiele für sekundäre Phosphinoxide der allgemeinen Formel (I) sind folgende: I
.* ', ™ ίττ-C H ) PH (n-C1oHo.)9PH
Cn-C4Hg)2PH 'n 8 17 2« . ^2 25 2"
O 0 .
,PH(Ph=phenyl)
Der Zustand, in denen das sekundäre Phosphinoxid in dem Reaktionssystem
vorliegt, ist nicht klar, gemäß "Tetrahedron", 23, 1065 (1967) , es ist jedoch bekannt, daß das sekundäre
Phosphinoxid in einer tautomeren Beziehung zu der entsprechenden phosphinigen Säure steht, während die Ketoform (linke
Seite in der unten folgenden Gleichung) vorzugsweise im Gleichgewichtszustand vorliegt (siehe die Gleichung).
JL- · ■ . R1" ■
*H P-O-H
(Sekundäres Phosphinoxid) (Phosphinige Säure)
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Es ist ferner bekannt, daß das sekundäre Phosphinoxid der
allgemeinen Formel (I), wenn es in Kontakt mit einem Aldehyd oder Keton gebracht wird, gemäß der nachfolgenden Gleichung
(Ä) Organophosphorverbxndungen der allgemeinen Formel (II) ergibt (vgl. J. Ämer. Chem. Soc, 79, 424 (1957)).
P - C. I (II)
« ι ^n. 4
0 OH R
1 2
In der vorstehenden Gleichung haben R und R die angegebenen Bedeutungen, R ist ein Wasserstoffatom oder ein Kohlenwasserstoff
rest mit nicht mehr als 20 Kohlenstoffatomen,
4
während R für einen Kohlenwasserstoffrest mit nicht mehr als ungefähr 20 Kohlenstoffatomen steht.
während R für einen Kohlenwasserstoffrest mit nicht mehr als ungefähr 20 Kohlenstoffatomen steht.
R3
PH · + O =.C ' ν - ι: (A)
R~' ο "R κ ύ OH
Untersuchungen des Hydroformylierungssystems haben ergeben,
daß ein Teil des sekundären Phosphinoxids der allgemeinen Formel (I) wenigstens teilweise in eine Organophosphorverbindung
der allgemeinen Formel (II) als Ergebnis seiner Reaktion mit dem als Produkt auftretenden Aldehyd umgewandelt
wird. Ein großer Teil der Organophosphorverbindung der allgemeinen
Formel (II) wird thermisch zu dem sekundären Phosphinoxid während der Destillation des Produkts zersetzt, wobei
jedoch das Ausmaß der Zersetzung dieser Organophosphorver-
12 3 bindung strikt von der Art der Substituenten R , R , R und
4
R abhängt. Dies bedeutet, daß der Zusatz einer Organophosphorverbindung der allgemeinen Formel (II) zu dem Hydroformy-
R abhängt. Dies bedeutet, daß der Zusatz einer Organophosphorverbindung der allgemeinen Formel (II) zu dem Hydroformy-
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lierungssystem bezüglich seiner Wirkung der Zugabe des entsprechenden
sekundären Phosphinoxids der allgemeinen Formel (I) entspricht. Daher kann erfindungsgemäß eine Organophosphorverbindung
der allgemeinen Formel (II) anstelle des sekundären Phosphinoxids der allgemeinen Formel (I) zugesetzt
werden, falls dies gewünscht wird.
Das sekundäre Phosphinoxid der allgemeinen Formel (I) kann dasjenige sein, das zuvor nach einer herkömmlichen Methode
synthetisiert worden ist, es kann jedoch auch ein Phosphinoxid sein, das in einem Reaktionsgefäß getrennt hergestellt
und ohne Isolation dem Hydroformulierungsgefäß zugeführt wird. Ferner kann es in situ in dem Hydroformylierungsreaktionssystem
oder in einer Destillationsstufe der Produkte hergestellt werden. Bevorzugte Beispiele für die Organophosphorverbindungen,
die in den Fällen eingesetzt werden, in denen das sekundäre Phosphinoxid nicht das zuvor synthetisierte
ist, sind sekundäre Phosphine der allgemeinen Formel (III)
2/PH j (IH)
1 2
worin R und R die vorstehend angegebenen Bedeutungen be
sitzen, sowie Phosphinite der allgemeinen Formel (IV)
FOR5! (IV)
1 2
worin R und R die vorstehend angegebenen Bedeutungen besitzen
und R ein gesättigter aliphatischer Kohlenwasserstoff rest ist. Das sekundäre Phosphin der allgemeinen Formel
(III) erfährt leicht eine Oxidation durch Sauerstoff, wie aus "J. Org. Chem., 25, 4626 (1961) beispielsweise
bekannt ist und kann beispielsweise in das entsprechende
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sekundäre Phosphinoxid gemäß nachfolgender Gleichung (B) umgewandelt werden.
PH + 1/2 O_ -» PH-I
2 ο ^y ι« !
(m) (D
Das Phosphinit der allgemeinen Formel (IV) läßt sich leicht in Gegenwart von Wasser gemäß folgender Gleichung (C) hydrolysieren,
v/obei das entsprechende sekundäre Phosphinoxid erhalten wird, wie von G. M. Kosolapoff und L. Maier: "Organic
Phosphorus Compounds",Band 4, Seite 497 (John Wiley
& Sons, Inc., 1972 bekannt ist.
POR + H0O '<* 9- -PH + R OH
"BT^ . ■ R^"O j
(IV) (I) I
Das sekundäre Phosphinoxid der allgemeinen Formel (I) kann daher in situ während der Hydroformylierungsreaktion oder
während der Stufe der Destillation der Produkte durch Zugabe eines sekundären Phosphins der allgemeinen Formel (ΙΙΪ)
oder eines Phosphinits der allgemeinen Eormel (IV) zu dem System in Gegenwart von Sauerstoff oder Wasser hergestellt
werden.
In der allgemeinen Formel (II) sind weitere Beispiele
für R zusätzlich zu einem Wasserstoffatom gesättigte aliphatische
Kohlenwasserstoffreste, wie Methyl, Äthyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl, Heptyl, Octyl, Nonyl, Decyl sowie Dodecyl,
aromatische Kohlenwasserstoffreste, wie Phenyl, Tolyl,
Äthylphenyl und Xylyl sowie alicyclische Kohlenwasserstoffreste
wie Cyclohexyl und Methy!cyclohexyl. Beispiele für R
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sind gesättigte aliphatische Kohlenwasserstoffreste, wie Methyl, Äthyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl, Heptyl, Octyl,
Nonyl, Decyl sowie Dodecyl, aromatische Kohlenwasserstoffreste,
wie Phenyl, Tolyl, Äthylphenyl sowie XyIyI sowie alicyclische
Kohlenwasserstoffreste, wie Cyclohexyl und Methylcyclohexyl.
In der allgemeinen Formel (IV) ist R vorzugsweise ein gesättigter aliphatischer Kohlenwasserstoffrest mit nicht
mehr als ungefähr 20 Kohlenstoffatomen, wie Methyl, Äthyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl oder Octyl.
Das sekundäre Phosphinoxid der allgemeinen Formel (I) muß in dem Reaktionssystem in einer Menge von wenigstens 1 Mol
pro Grammatom Rhodium vorliegen. Kleinere Mengen an dem erwähnten sekundären Phosphinoxid als 1 Mol sind ungünstig,
da keine wesentliche Wirkung auf die Stabilisierung des Rhodiumkatalysators erzielt wird. Obwohl keine kritische obere
Grenze bezüglich der Menge des sekundären Phosphinoxids besteht, ist es im Hinblick auf die Reaktionsgeschwindigkeit
sowie auf wirtschaftliche Erwägungen vorzuziehen, daß die Menge nicht mehr als ungefähr 500 Mol pro Grammatom Rhodium
beträgt. Der bevorzugteste Bereich der einsetzbaren Menge liegt zwischen 2,5 und 100 Mol pro Grammatom Rhodium.
Das vorstehend im Zusammenhang mit dem sekundären Phosphinoxid Ausgeführte läßt sich auch auf die Menge an Organophosphorverbindung
der allgemeinen Formel (II) beziehen.
Der eingesetzte Rhodiumkatalysator kann ein Rhodiumcarbonylkomplex
oder irgendeine andere bekannte Rhodiumverbindung sein, welche einen Rhodiumkomplex in dem Reaktionssystem zu
erzeugen vermag. Konkrete Beispiele aus einer Vielzahl von Rhodiumverbindungen, die als Katalysatoren einsetzbar sind,
sind Rhodiumoxid, Rhodiumacetylacetonat, Rhodiumchlorid, Rhodiumsalze von organischen Carbonsäuren, Rh, (CO) ..^'
Rh6(CO)16, RhCl(PPh3J3(PPh3 steht für Triphenylphosphin),
/RhCl(CO)~7O, ZRhCl(COD)-7O (COD ist Cyclooctadien) sowie
ORIGINAL INSPECTED
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HRh(CO)(PPh3J3- Es ist auch möglich, den Rhodiumkatalysator
in einem getrennten Katalysatorherstellungsgefäß nach einer herkömmlichen Methode herzustellen und die Reaktionsmischung,
welche den erhaltenen Rhodiumcarbony!komplex enthält, dem
Hydroformylxerungsgefäß ohne weitere Behandlung der Reaktionsmischung
zuzuleiten. Technisch ist es vorteilhaft, die Konzentration des Rhodiumkatalysators in dem Reaktionssystem innerhalb des Bereiches von 0,01 bis 10 Milligrammatom
Rhodium (berechnet als metallisches Rhodium) pro Liter der Reaktionsmischung auszuwählen.
Die olefinischen Verbindungen, auf welche die Erfindung anwendbar ist, bestehen beispielsweise aus Olefinen, Alkoholen,
Estern und Äthern, die eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung in dem Molekül aufweisen. Konkrete Beispiele
sind Äthylen, Propylen, 1-Buten, 4-Methyl-1-penten, 1-Hexen,
1-Octen, 1-Dodecen, 1,11-Dodecadien, 0{-Olefine aus einer
Äthylenpolymerisation, Propylentrimeres, Allylalkohol, Acroleinacetal,
Vinylacetat, AlIylmethylather, Isobutylen, Diisobutylen,
Isobutylen-1-butencodimeres, 2-Methyl-1-buten-4-ol,
2-Hexen, 2-Penten, 4-Methyl-2-penten, Cyclopenten, Cyclohexen sowie Cyclohepten.
Die erfindungsgemäße Hydroformylierungsreaktion kann in herkömmlicher
Weise sowie unter allgemein angewendeten Bedingungen durchgeführt werden, mit der Ausnahme, daß die Reaktion
in Gegenwart des sekundären Phosphinoxids der allgemeinen Formel (I) ausgeführt wird.
Alle Arten von organischen Lösungsmitteln können zur Durchführung der erfindungsgemäßen Hydroformylierung eingesetzt
werden, sofern diese Lösungsmittel nicht die Hydroformylierungsreaktion beeinflussen. Aus wirtschaftlichen Erwägungen
ist es zweckm'ißig, wenn die Ausgangsolefine, die als Produkt
auftretenden Aldehyde sowie ihre Kondensationsprodukte
als Lösungsmittel für die Reaktion dienen. Andere bevorzug-
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te Beispiele für Lösungsmittel sind aromatische Kohlenwasserstoffe,
wie Benzol, Toluol, Xylol sowie Dodecylbenzol, alicyclische Kohlenwasserstoffe, wie Cyclohexan, Äther,
wie Dibutyläther, Äthylenglykoldimethyläther, Diäthylenglykoldiäthylather,
Triäthylenglykoldimethyläther sowie Tetrahydrofuran, sowie Ester, wie Diäthylphthalat
oder Dioctylphthalat. Bei der Auswahl des Lösungsmittels
sind natürlich physikalische Eigenschaften zu beachten, beispielsweise Siedepunktunterschiede zwischen dem Ausgangsmaterial
und den Reaktionsprodukten und dem Lösungsmittel.
Die Reaktionstemperatur sowie die Temperatur in dem Destillationsgefäß
sind zur Stabilisierung des Rhodiumkatalysators von Bedeutung. Zur Durchführung der Erfindung wird die
Reaktionstemperatur vorzugsweise bei 50 bis 1500C und die
Temperatur in dem Destillationsgefäß bei 50 bis 2000C gehalten.
Obwohl die thermische Zersetzung des Rhodiumkatalysators durch das erfindungsgemäße Verfahren unterdrückt wird, können
höhere Reaktionstemperaturen als 1500C und/oder höhere Destillationstemperaturen
als 2000C eine Verminderung der katalytischen Aktivität, eine teilweise thermische Zersetzung des
Rhodiumkatalysators und/oder eine teilweise Degenerierung der als Produkte auftretenden Aldehyde bewirken.
Besitzen die als Produkte auftretenden Aldehyde relativ niedrige Siedepunkte, dann kann der größte Teil von ihnen zusammen
mit dem Abgas aus dem Reaktionssystem abgezogen werden, so daß die Katalysatorkomponenten leicht erneut eingesetzt
werden können. Besitzen die als Produkte auftretenden Aldehyde relativ höhere Siedepunkte, dann werden sie im allgemeinen
durch Destillation (unter vermindertem Druck) abgetrennt, wobei der Destillationsrückstand, welcher die Katalysatorkomponente enthält, erneut der Hydroformylierungsstufe zugeführt
wird.
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Das Wasserstoff/Kohlenmonoxid-Partialdruckverhältnis, das
zur Durchführung der Erfindung eingehalten werden soll, liegt vorzugsweise zwischen 1/2 und 5/1, bezogen auf das
Beschickungsgas. Gase, die gegenüber der Hydroformyiierungsreaktion
inert sind, wie Stickstoff, Helium, Argon, Methan, fithan, Propan und Butane, können in dem Reaktionssystem vorliegen.
Der Reaktionsdruck wird je nach der Art der olefinischen Ausgangsverbindung zwischen Atmosphärendruck und ungefähr
300 Atmosphären ausgewählt. Als Ergebnis der Zugabe des sekundären Phosphinoxids der allgemeinen Farmel (I) kann
jedoch die katalytische Aktivität sogar bei Drucken aufrechterhalten werden, die niedriger sind als diejenigen, die bei
der Durchführung herkömmlicher Methoden angewendet werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich vorzugsweise auf diejenigen olefinischen Verbindungen anwenden, die eine
CH2=CH-GrUpPe besitzen. Im Falle dieser olefinischen Verbindungen
wird die Katalysatorlebensdauer stationär gehalten, wobei eine hohe Selektivität gegenüber normalen Aldehyden
erzielt wird, wenn die Reaktion in Gegenwart eines trisubstituierten Phosphins in einem Überschuß im Vergleich
zu der Menge an Rhodiumkatalysator durchgeführt wird. Im allgemeinen wird das trisubstituierte Phosphin in einer solchen
Menge eingesetzt, daß seine Konzentration in dem Reaktionssystem 10 bis 500 Millimol pro Liter und vorzugsweise
25 bis 300 Millimol pro Liter beträgt.
Von einer großen Anzahl von trisubstituierten Phosphinen, die verwendbar sind, werden bezüglich der katalytischen Aktivität,
der Selektivität sowie der Katalysatorlebensdauer etc. diejenigen trisubstituierten Phosphine und Phosphite
bevorzugt, die der allgemeinen Formel
PR1R11R"1
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entsprechen, worin R1, R" und R1" gleich oder verschieden
sind und jeweils für Aryl, Aryloxy, Alkyl oder Alkoxy stehen. Besonders bevorzugt werden Triphenylphosphin, Tritolylphosphin,
Trinaphthylphosphin, Diphenyl-propylphosphin, Triphenylphosphit,
Trimethylphosphit, Triäthylphosphit sowie Tributylphosphit.
Darüber hinaus wird in einigen Fällen die Aktivität des Katalysators
für die Hydroformylierung von olefinischen Verbindungen mit einer CH2CH-Gruppe in einem noch größeren Ausmaße
stabilisiert, wenn 0,20 bis 2,5 Mole pro Grammatom Rhodium in dem Rhodiumkatalysator eines Diphosphinalkans der
allgemeinen Formel (V)
P-Z - P
(V)
in Kombination mit dem sekundären Phosphinoxid der allgemeinen Formel (I) und dem trisubstituierten Phosphin zugegeben
£5 7 werden. In der allgemeinen Formel (V) bedeuten R und R je-
8 9 weils einen aromatischen Kohlenwasserstoffrest, R und R
sind jeweils ein aromatischer Kohlenwasserstoffrest oder ein gesättigter Kohlenwasserstoffrest, der eines oder mehrere
Kohlenstoffatome enthält, während Z für einen Alkylenrest steht, dessen gerader Hauptkettenanteil 2 bis 5 Kohlenstoff
atome enthält, wobei dieser Rest durch eine oder mehrere niedere Alkylgruppen substituiert sein kann. In dem
Diphosphinalkan, das eine stabilisierende Wirkung ausübt,
sind R und R jeweils beispielsweise Phenyl, Tolyl, XyIyI
8 9
oder Naphthyl. Beispiele für R und R sind aromatische Kohlenwasserstoffreste,
wie Phenyl, Tolyl und XyIyI, ferner gesättigte Kohlenwasserstoffreste, wie Methyl, Äthyl, Propyl,
Butyl, Pentyl, Hexyl, Heptyl, Octyl und Cyclohexyl. Bevorzugte
Beispiele für Diphosphinalkane sind folgende:
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,-, , 2322757
2PCH2CH2CH2P(-(^)2l
CH.
Χ3
PCH0CHCH-CH0Pv
ph ^ 2 2 Z N
Im Falle der olefinischen Verbxndungen der CH„=CH-Gruppe
werden bei Aufrechterhaltung des Reaktionsdrucks auf einem Wert zwischen Atmosphärendruck und ungefähr 30 Atmosphären
bei zusätzlicher Zugabe von trisubstituiertem Phosphin und Diphosphinalkan zu dem Reaktionssystem normale
Aldehyde mit hoher Selektivität erhalten.
Im Falle der Hydroformylierung von anderen olefinischen
Verbindungen als solchen mit einer CH2=CH-Gruppe in dem Molekül
ist ihre Reaktivität klein im Vergleich zu den olefinischen Verbindungen mit einer CH?=CH-Gruppe. Daher ist
ein höherer Reaktionsdruck (beispielsweise ungefähr 100 Atmosphären) zur Erzielung technisch zufriedenstellender
Reaktionsgeschwindigkeiten erforderlich. Im Falle der Hydroformylierung wird eine derartige Wirkung der Zugabe von trisubstituierten
Phosphinen, wie sie im Falle von olefinischen Verbindungen mit einer CH2=CH-GrUpPe im Molekül beobachtet
wird, nicht festgestellt infolge von Einflüssen der Gerüststruktur der olefinischen Ausgangsverbindungen, so daß es
nicht immer notwendig ist, das trisubstituierte Phosphin
dem Reaktionssystem zuzugeben.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung näher. In den Beispielen und Vergleichsbeispielen wird jede Hydroformylierungsreaktion
in einem rostfreien 1-1-Stahlautoklaven
durchgeführt, der mit einem Thermometer, Magnetrührer,
Gaseinlaß, Rückflußkühler sowie Öffnungsventilen zur Probe-
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entnahme und einem Gasauslaß versehen ist. In Beispiel 5 sowie in den nachfolgenden Beispielen wird der Autoklav
mit einem äußeren Gasreservoir verbunden, das mit einem Gas gefüllt wird, welches die gleiche Zusammensetzung hat
wie das Gas in dem Autoklaven. Die Verbindung erfolgt über ein Druckeinstellventil, so daß der Gasanteil, der durch
die Reaktion verbraucht wird, ergänzt werden kann. Ferner kann der Druck in dem Autoklaven während der Reaktion auf
einem konstanten Wert gehalten werden.
Der Autoklav wird mit einer gemischten Lösung beschickt, die aus 250 ml einer Dioctylphthalatlösung besteht, welche
0,40 Millxmol HRh(CH)(PPh3)3, 20 Millxmol PPh3, 4/0 Millxmol
Ph9PH, 25 ml Nonylaldehyd und 0,80 Mol 1-Octen enthält.
Der Autoklav wird gründlich mit einer Gasmischung aus H9
und CO (Molverhältnis H2/CO=3/1) gespült und dann auf eine
konstante Temperatur von 900C (Temperatur innerhalb des Autoklaven)
erhitzt. Anschließend wird ein gemischtes H9/C0-Gas (Molverhältnis 3/1) in den Autoklaven eingeführt, worauf der
Autoklaveninhalt gerührt wird, während der Druck innerhalb des Autoklaven auf 4,0 kg/cm2 (absoluter Druck, der durch
das. gemischte Gas eingestellt wird) und die Fließgeschwindigkeit des ausströmenden Gases auf 20 Nl/Stunde (der Zeitpunkt,
an welchem mit dem Rühren begonnen wird, wird nachfolgend als Anfangszeitpunkt der Reaktion bezeichnet) gehalten
wird. Nach 1,5 Stunden wird mit dem Rühren aufgehört, worauf
man den Autoklaven abkühlen läßt und entspannt. Dann wird die Reaktionsmischung durch GasChromatographie analysiert. Man
stellt fest, daß das zurückbleibende nicht umgesetzte 1-0cten 0,016 MqI beträgt und die Ausbeute an Normal- und Iso-nonylaldehyden
(nachfolgend als Nony!aldehyde bezeichnet) insgesamt
0,729 Mol beträgt.
Dann werden das nichtumgesetzte Ausgangsmaterial und die Pro-
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dukte während einer Zeitspanne von 1 Stunde in einer Wasserstoff atmosphäre abdestilliert, wobei die Autoklaventemperatur
bei 130 bis 1400C gehalten und der Druckverminderungsgrad
in Abhängigkeit von der Fließgeschwindigkeit des Destillats variiert wird. Eine gaschromatographische Analyse
des Rückstands zeigt, daß in dem Rückstand kein 1-Octen vorliegt,
daß jedoch 0,040 Mol Nonylaldehyde vorhanden sind.
In die Dioctylphthalatlösung (Destillationsrückstand), welche die Katalysatorkomponente enthält, werden 0,80 Mol frisches
1-Octen unter Druck eingeführt. Die Hydroformylierungsreaktion
wird während einer Zeitspanne von 1,5 Stunden bei der Ausführung des ersten Versuchs durchgeführt. Eine Analyse
der Reaktionsmischung durch Gaschromatographie zeigt, daß die Ausbeute an Nonylaldehyden bei der Durchführung des zweiten
Versuchs 0,728 Mol und die Menge an nichtumgesetztem 1-Octen 0,017 Mol betragen.
Die Reaktionsmischung wird einer Destillation unter vermindertem Druck unter Anwendung der Methode des ersten Versuchs
unterzogen, worauf der Rückstand analysiert wird. Der Autoklav wird dann erneut mit 0,80 Mol 1-Octen beschickt, worauf
die Hydroformylierung während einer Zeitspanne von 1,5 Stunden
nach der Methode des ersten Versuchs ausgeführt wird. Eine Analyse der Reaktionsmischung zeigt,- daß die Ausbeute
an Nonylaldehyden bei diesem dritten Versuch 0,721 Mol beträgt, und die Menge des zurückbleibenden nichtumgesetzten
1-Octens 0,025 Mol ausmacht.
Aus den vorstehenden Ausführungen ist zu ersehen, daß die katalytische Aktivität nicht merklich bei den wiederholten
drei Versuchen abnimmt. Bei diesen drei Versuchen besitzt jede Reaktionsmischung eine gelbe Farbe.
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_ 21 _
Zwei nacheinanderfolgende Hydroformylierungen von 1-Octen
werden nach der in Beispiel 1 beschriebenen Methode sowie unter den dort angegebenen Bedingungen durchgeführt, mit
der Ausnahme, daß kein Ph9PH zugesetzt wird. Die Nonylal-
■^ Il
0
dehydausbeuten beim ersten und zweiten Versuch betragen 0,730 bzw. 0,370 Mol, während die Mengen an nichtumgesetztem 1-0cten beim ersten und zweiten Versuch zu 0,015 bzw. 0,381 Mol ermittelt werden.
dehydausbeuten beim ersten und zweiten Versuch betragen 0,730 bzw. 0,370 Mol, während die Mengen an nichtumgesetztem 1-0cten beim ersten und zweiten Versuch zu 0,015 bzw. 0,381 Mol ermittelt werden.
Ohne die Zugabe von Ph-PH nimmt daher die katalytische Aktivität
merklich ab. O Die Reaktionsmischung besitzt eine dunkelbraune Farbe.
Der Autoklav wird mit einer gemischten Lösung beschickt, die aus 150 ml n-Butyraldehyd und einer Lösung von 0,40
Millimol HRh(CO)(PPh3)3, 30 Millimol PPh3, 16 Millimol
(n-C8H17)2PH und 0,20 Millimol Ph3P(CH2)2PPh2 in 250 ml
Dioctylphthalat besteht. Das System wird gründlich unter Verwendung eines gemischten H„/CO-Gases (Molverhältnis
2/1) gespült, worauf der Inhalt auf 1000C erhitzt und auf
dieser Temperatur gehalten wird, während Propylen, Kohlenmonoxid, Wasserstoff und Stickstoff durch den Gaseinlaß
mit Fließgeschwindigkexten von 50, 30, 60 bzw. 70 l/Stunde eingeführt werden. Der Druck innerhalb des Autoklaven wird
auf 17,0 kg/cm2 (absoluter Druck) gehalten. Die erhaltenen Butyraldehyde (Normal- und Iso-butyraldehyde) werden kontinuierlich
zusammen mit dem ausströmenden Gas entnommen. Man stellt mit Hilfe eines an dem Autoklaven befestigten Pegelmeßgerätes
fest, daß die Menge der flüssigen Phase in dem Reaktionsgefäß nach Erreichen eines stationären Zustands
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immer konstant bleibt. Die als Produkt auftretenden Butyraldehyde
werden in der Weise gesammelt, daß das ausströmende Gas durch eine Toluolfalle geleitet wird, die in einem
Aceton/Trockeneis-Bad in bestimmten Intervallen gekühlt wird. Der Inhalt der Falle wird gaschromatographxsch ermittelt.
Die Butyraldehydbildungsgeschwindigkeiten 20 Stunden sowie 200 Stunden nach Beginn der Reaktion werden zu 1,022
bzw. 1,001 Mol pro Stunde ermittelt.
Die Hydroformylierung von Propylen wird nach der Methode von
Beispiel 2 sowie unter den dort angegebenen Bedingungen durchgeführt, mit der Ausnahme, daß kein (n-CgH _)3PH
und kein Ph3P(CH2)2PPh2 zugesetzt 0
wird. Die Butyraldehydbildungsgeschwindigkeiten 20 Stunden
und 200 Stunden nach Beginn der Reaktion betragen 1,036 Mol pro Stunde bzw. 0,642 Mol pro Stunde.
Der Autoklav wird mit 350 ml einer Toluollösung, die 0,40 MiI-limol
HRh(CO)(PPh3)3, 20 Millimol PPh3, 2,0 Millimol Ph3PH
O und 0,10 Millimol Ph3P (CH2) 4PPh3 sowie 0,40 ifol Allylalkohol
enthält, beschickt. Der Autoklav wird gründlich unter Verwendung eines gemischten H2/CO-Gases (Molverhältnis 3/1) gespült,
worauf der Inhalt auf eine konstante Temperatur von 75°C erhitzt wird. Dann wird ein gemischtes H2/CO-Gas
(Molverhältnis 3/1) in den Autoklaven eingeführt. Anschließend wird mit dem Rühren begonnen, während der Druck auf
3,0 kg/cm2 (absoluter Druck) gehalten wird. Die Fließgeschwindigkeit de;; ausströmenden Gases wird bei 10 Nl/Stunde gehalten.
Die Gesamtmenge des ausströmenden Gases wird in eine Toluolfalle in einem Aceton/Trockeneis-Bad eingeführt,
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so daß die Begleitkomponenten Allylalkohol, Propanal und andere niedrigsiedende Produkte in dieser Falle gesammelt
werden können. Die Hyxlroformylierung von Allylalkohol wird
auf diese Weise während einer Zeitspanne von 2 Stunden fortgesetzt. Eine gaschromatographische Analyse der Reaktionsmischung
zeigt, daß 0,016 Mol des Allylalkohols nicht umgesetzt zurückbleiben.
Der Autoklav wird dann mit weiteren 0,40 Mol Allylalkohol beschickt und die Hydroformylierungsreaktion während einer
Seitspanne von 1 Stunde nach der gleichen Methode durchgeführt.
Eine Analyse durch Gaschromatographie zeigt, daß die Reaktionsmischung 0,020 Mol nichtumgesetzten Allylalkohol enthält.
Anschließend werden zwei weitere Hydroformylierungsversuche in der Weise durchgeführt, daß jeweils 0,40 Mol
Allylalkohol in stündlichen Intervallen zugegeben werden, wobei die vorstehend beschriebene Methode angewendet wird.
Die Gehalte an nichtumgesetztem Allylalkohol in der Reaktionsini schung nach den jeweiligen stündlichen Reaktionszeitspannen
betragen 0,022 bzw. 0,026 Mol.
Vier sich wiederholende Hydroformylierungsyersuche von Allylalkohol
werden nach der in Beispiel 3 beschriebenen Methode sowie unter den dort angegebenen Bedingungen durchgeführt,
mit der Ausnahme, daß die Zugabe von Ph-PH und die Zugabe
von Ph2P(CH2)4PPh2 unterbleiben. Der nichtumgesetzte Allylalkohol
im ersten, zweiten, dritten und vierten Versuch beträgt 0,008, 0,032, 0,065 bzw. 0,096 Mol.
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Der Autoklav wird mit 275 ml einer Dodecylbenzollosung, die
0,40 Millimol HRh(CO) (PPh3) 3, 25 Millimol P(
und 6,0 Millimol (n-CgH^) 2? (=0)CH(OK)CgH13 enthält, ferner mit
1,0 Mol 1-Hexen gefüllt. Während ein gemischtes H2/CO-Gas (Molverhältnis
3/1) in einer solchen Menge zugeführt wird, daß die Fließgeschwindigkeit des ausströmenden Gases bei 20 Nl/
Stunde gehalten wird, wird die Reaktion während einer Zeitspanne von 1,5 Stunden unter einem Druck von 5,0 kg/cm2 (ab
soluter Druck) sowie bei 900C (Temperatur des Inhalts) durchgeführt. Die Reaktionsmischung wird einer Destillation
unter vermindertem Druck nach der in Beispiel 1 beschriebenen Methode unterzogen, wobei die Temperatur im Autoklaven
auf 120 bis 1300C gehalten wird.
Insgesamt fünf Hydroformylxerungsversuche von 1-Hexen werden nach der vorstehend beschriebenen Methode wiederholt,
wobei 1,0 Mol 1-Hexen bei jedem Versuch zugegeben wird. Die Heptanalausbeuten im ersten und im fünften Versuch betragen
0,897 bzw. 0,879 Mol, während die Mengen an nichtumgesetztem 1-Hexen bei diesen Versuchen 0,030 bzw. 0,039 Vsol
ausmachen.
Wird die Hydroformylierung von 1-Hexen mit anschließender Destillation unter den gleichen Bedingungen wie in Beispiel
4 wiederholt, mit der Ausnahme, daß die Zugabe von (H-CgH1^)2Pi=O)CH(OH)CgH13 weggelassen wird, dann beträgt
die Heptanalausbeute bei der Durchführung des dritten Versuchs nur 0,581 Mol, während das restliche 1-Hexen zu 0,358
Mol ermittelt wird.
Daraus erkennt man, daß dann, wenn (n-CgH.j.,) 2P(=O) CH(OH) CgH1
verwendet wird, ebenfalls die katalytische Aktivität keine
merkliche Verminderung erfährt.
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Der Autoklav wird mit 250 ml einer Dodecylbenzollösung, die 0,10 Millimol /RhCl(CO) ^]0 und 2,5 Millimol Ph0PH,
— Zr Z
Zn
O ferner mit 170g Diisobutylen (Gehalt des eine endständige
Doppelbindung aufweisenden Olefins = 87 %) gefüllt. Der Autoklav wird dann gründlich mit einem gemischten H2/CO-Gas
(Molverhältnis 1/1) gespült, worauf die Reaktion während einer Zeitspanne von 4 Stunden unter einem Druck des gemischten
H2/C0-Gases (Molverhältnis 1/1) von 120 kg/cm2
(absoluter Druck) sowie bei 125°C unter kräftigem Rühren durchgeführt wird. Eine sehr kleine Menge der Reaktionsmischung wird als Probe entnommen und durch Gaschromatographie
analysiert. Der Umsatz von Diisobutylen beträgt 85 % und die Ausbeute an Isononylaldehyd 1,279 Mol.
Das nichtumgesetzte Ausgangsmaterial sowie die Reaktionsprodukte werden dann während einer Zeitspanne von 1 Stunde
abdestilliert, wobei die Temperatur in dem Autoklaven auf 130 bis 140°C gehalten wird, und wobei ferner der Druckverminderungsgrad
in Abhängigkeit von der Abdestillationsgeschwindigkeit in Beispiel 1 verändert wird. In die Katalysator
enthaltende Dodecylbenzollösung, die nach der Destillation zurückbleibt, werden weitere 170 g Diisobutylen
gegeben, worauf die Reaktion während einer Zeitspanne von 4 Stunden unter den gleichen Bedingungen, wie sie vorstehend
dargelegt wurden, durchgeführt wird. Eine Analyse der Reaktionsmischung zeigt, daß die Ausbeute an Isononylaldehyd
1,259 Mol beträgt. Durch Wiederholen der gleichen Methode (bei dem Versuch werden 170 g Diisobutylen zugegeben)
werden insgesamt fünf Versuche ausgeführt. Die Isononylaldehydausbeute beim fünften Versuch beträgt 1,220 Mol. Die
Reaktionsmischung beim fünften Versuch besteht aus einer offensichtlich homogenen gelben Lösung.
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Zwei Hydroformylxerungsversuche von Diisobutylen werden nach der in Beispiel 5 beschriebenen Methode sowie unter
Einhaltung der dort angegebenen Bedingungen durchgeführt/
mit der Ausnahme, daß die Zugabe von Ph9PH entfällt. Die
Isononylaldehydausbeuten beim ersten und zweiten Versuch betragen 1,290 Mol bzw. 0,864 Mol. Auf diese Weise verursachen
ohne Zugabe von Ph9PH nur zwei Wiederholungen der Reaktion eine merkliche O Verminderung der katalytischen
Aktivität. Die Reaktionsmischung im zweiten Versuch weist eine dunkelbraune Farbe auf.
Der Autoklav wird mit 350 ml einer Dioctylphthalatlösung, die 4,0 mg Rh.(CO)10 und 0,173 g Ph9PH enthält, sowie mit
130 g 2-Methyl-1-buten-4-ol beschickt.Ό Nach einem gründlichen
Spülen des Autoklaven mit einem gemischten H2/CO-Gas
(Molverhältnis 1/1) wird die Reaktion bei einem Druck von 140 kg/cm2 (absoluter Druck) durchgeführt, wobei dieser
Druck auf das gemischte H^/CO-Gas (Molverhältnis 1/1) zurückgeht.
Ferner wird die Reaktion bei einer Temperatur von 1000C unter Rühren während einer Zeitspanne von 4 Stunden
ausgeführt. Nach df;r Reaktion wird eine sehr kleine Menge der Reaktionsmischung entnommen und durch Gaschromatographie
analysiert. Dabei stellt man fest, daß 0,045 Mol des 2-Methyl-1-buten-4-ols in nichtumgesetztem Zustand zurückgeblieben
sind (der Umsatz beträgt 97 %). Die Ausbeute an 2-Hydroxy-4-methyltetrahydropyran wird zu 1,320 Mol ermittelt.
Die Ausbeuten an 2-Methyl-2-buten-4-ol und Isovaleraldehyd betragen 0,058 bzw. 0,073 Mol.
Das nichtumgesetzte Ausgangsmaterial sowie die Produkte werden
während einer Zeitspanne von 1 Stunde abdestilliert, wobei die Temperatur innerhalb des Autoklavens auf 120 bis
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130°C gehalten wird, und wobei ferner der Druckverminderungsgrad
in Abhängigkeit von der Destillationsrate wie in Beispiel 1 verändert wird.
In die Katalysator-enthaltende Dioctylphthalatlösung, die
nach der Destillation zurückbleibt, werden erneut 130 g 2-Methyl-1-buten-4-ol unter Druck eingeführt, worauf die
Reaktion unter den gleichen Bedingungen, wie sie vorstehend beschrieben worden sind, während einer Zeitspanne
von 4 Stunden ausgeführt wird. Eine Analyse der Reaktionsmischung ergibt eine Ausbeute an 2-Hydroxy-4-methyltetrahydropyran
von 1,303 Mol. Durch Wiederholen der gleichen Methode (130 g 2-Methyl-1-buten-4-ol werden bei jedem Versuch
zugegeben), werden insgesamt fünf Versuche ausgeführt. Die Ausbeute an 2-Hydroxy-4-methyltetrahydropyran beim
fünften Versuch beträgt 1,238 Mol. Die Reaktionsmischung bei der Durchführung des fünften Versuches ist eine homogene
hellgelbe Flüssigkeit.
Zwei Hydroformylierungsversuche von 2-Methyl-1-buten-4-ol
werden nach der in Beispiel β beschriebenen Methode sowie unter den dort angegebenen Bedingungen durchgeführt, mit
der Ausnahme, daß die Zugabe von Ph9PH entfällt. Die Aus-
^ Il
O beuten an 2-Hydroxy-4-methyltetrahydropyran beim ersten
und zweiten Versuch betragen 1,323 Mol bzw. 0,820 Mol. Daher haben ohne Zugabe von Ph9PH nur zwei Wiederholungen
^ Il
O
der Reaktion eine merkliche Verminderung der katalytischen
der Reaktion eine merkliche Verminderung der katalytischen
Aktivität zur Folge.
Claims (15)
1.| Verfahren zur Hydroformylierung von olefinischen Ver-1^-'
bindungen, dadurch gekennzeichnet, daß olefinische Verbindungen mit Kohlenmonoxid und Wasserstoff in Gegenwart
eines Rhodiumkatalysators sowie in Gegenwart eines zugesetzten sekundären Phosphinoxide der allgemeinen Formel
(I) . ,
Ö09849/0936
ι MttiTCHEH 88 · SIEBEHTSTH. 4· POSTFACH 860730 · KABEl: MtTEBOPAT · T3SI.. (089) 474005 ■ TELEX 5-24B8S
ORIGINAL INSPfer
-2- 2522757
in einer Menge von wenigstens 1 Mol pro Gramm-
1 2
atom Rhodium kontaktiert wird, wobei R und R gleich oder verschieden sind und jeweils für einen substituierten
oder nichtsubstituierten Kohlenwasserstoffrest stehen, der nicht mehr als ungefähr 20 Kohlenstoffatome
enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
1 2
die Reste R und R in dem sekundären Phosphinoxid der allgemeinen Formel (I) aus gesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffresten, aromatischen Kohlenwasserstoffresten und/oder alicyclischen Kohlenwasserstoffresten bestehen, wobei sie gegebenenfalls einen oder mehrere Substituenten aufweisen können, die aus Heteroatomen und/oder Heteroatom-enthaltenden Gruppen, wie Fluoratom, niederen Alkoxygruppen, Hydroxylgruppen oder Aminogruppen, bestehen.
die Reste R und R in dem sekundären Phosphinoxid der allgemeinen Formel (I) aus gesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffresten, aromatischen Kohlenwasserstoffresten und/oder alicyclischen Kohlenwasserstoffresten bestehen, wobei sie gegebenenfalls einen oder mehrere Substituenten aufweisen können, die aus Heteroatomen und/oder Heteroatom-enthaltenden Gruppen, wie Fluoratom, niederen Alkoxygruppen, Hydroxylgruppen oder Aminogruppen, bestehen.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das eingesetzte sekundäre Phosphinoxid der allgemeinen
Formel (I) in einer Menge von 1 bis 500 Mol pro Grammatom Rhodium zugesetzt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das sekundäre Phosphinoxid in einer Menge von 2,5 bis
100 Mol pro Grammatom Rhodium zugesetzt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Organophosphorverbindung der allgemeinen Formel (II)
p — C ! u ι *\ 4 ι
O OH R
als Vorläufer des sekundären Phosphinoxide der allgemei-
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nen Formel (I) in einer Menge von 1 bis 500 Mol pro Grammatom Rhodium zugesetzt wird, wobei in der allge-
1 2
meinen Formel (II) R und R gleich oder verschieden sind und jeweils für einen substituierten oder nichtsubstituierten Kohlenwasserstoffrest stehen, der nicht mehr als ungefähr 20 Kohlenstoffatome enthält, R ein Wasserstoffatom oder ein Kohlenwasserstoffrest ist, der nicht mehr als ungefähr 20 Kohlenstoffatome enthält,
meinen Formel (II) R und R gleich oder verschieden sind und jeweils für einen substituierten oder nichtsubstituierten Kohlenwasserstoffrest stehen, der nicht mehr als ungefähr 20 Kohlenstoffatome enthält, R ein Wasserstoffatom oder ein Kohlenwasserstoffrest ist, der nicht mehr als ungefähr 20 Kohlenstoffatome enthält,
4
und R ein Kohlenwasserstoffrest ist, ungefähr 20 Kohlenstoffatome enthält.
und R ein Kohlenwasserstoffrest ist, ungefähr 20 Kohlenstoffatome enthält.
4
und R ein Kohlenwasserstoffrest ist, der nicht mehr als
und R ein Kohlenwasserstoffrest ist, der nicht mehr als
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die eingesetzte Organophosphorverbindung der allgemeinen
Formel (II) in einer Menge von 2,5 bis 100 Mol pro Grammatom Rhodium zugesetzt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die eingesetzte olefinische Verbindung eine Verbindung mit einer CE^CH-Gruppe ist.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein trisubstituiertes Phosphin dem Reaktionssystem in
Kombination mit dem sekundären Phosphinoxid der allgemeinen Formel (I) zur Einstellung einer Konzentration
des trisubstituierten Phosphins in dem Reaktionssystem
von 10 bis 500 Millimol pro Liter zugesetzt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß' ein Diphosphinalkan der allgemeinen Formel (V)
P-Z-P
(V)
dem Reaktionssystem in Kombination mit dem sekundären
Phosphinoxid sowie mit dem trisubstituierten Phosphin in einer Menge von 0,20 bis 2,5 Mol pro Grammatom Rho-
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dium zugesetzt wird, wobei in der allgemeinen Formel (V) R und R jeweils für aromatische Kohlenwasserstoffre-
8 9
ste stehen, R und R jeweils aromatische Kohlenwasserstoffreste
oder gesättigte Kohlenwasserstoffreste, die eines oder mehrere Kohlenstoffatome enthalten, bedeuten,
und Z ein Alkylenrest ist, dessen gerade Hauptkette 2 bis 5 Kohlenstoffatome enthält, wobei dieser Rest gegebenenfalls
mit einer oder mehreren niederen Alkylgruppen substituiert sein kann.
10. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Reaktionsdruck auf einen Wert zwischen Atmosphärendruck
und ungefähr 30 Atmosphären eingestellt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration des Rhodiumkatalysators, berechnet
als metallisches Rhodium, zwischen 0,01 und 10 Milligrammatom pro Liter liegt.
12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionstemperatur 50 bis 1500C beträgt.
13. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das PartialdiUckverhältnis von Wasserstoff zu Kohlenmonoxid
zwischen 1/2 und 5/1 in dem Beschickungsgas liegt.
14. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Reaktionsdruck eingehalten wird, der zwischen Atmosphärendruck
und ungefähr 300 Atmosphären schwankt.
15. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Katalysatorkomponente-enthaltende Flüssigkeit, die
nach der Abtrennung des nichtumgesetzten Ausgangsmaterials und der Reaktionsprodukte von der Hydroformy.lierungsreaktionsmischung
durch Destillation erhalten wird,
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erneut in der Weise verwendet wird, daß sie der Hydroformylierungsstufe
ohne weitere Behandlung zugeführt wird.
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