DE29709827U1 - Schloß-Beschlag-System - Google Patents
Schloß-Beschlag-SystemInfo
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Description
♦ ".&Ggr;** ."..** ,'\ *♦·* DIPL. -ING. AXELH. CH. DRAUDT
&idigr; . *. . j ::♦·, . -..: · Patentanwalt
*..',..' ■,,*' J .>
? EUROPEAN PATENT ATTORNEY
D1000-D/sb 05.06.1997
Anmelder: Adolf Dolezel GmbH
Sedanstr. 13
81667 München
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Schloß-Beschlag-System
MAXIMILIANSTR. 58 D-80S38 MÜNCHEN GERMANY TEL 089/21 23 50 FAX 089/22 02 87 TELEX 529 380 MONA D
• * ·■*♦;;
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schloß-Beschlag-System mit einem Einsteckschloß,
das eine Falle, einen Riegel, einen ersten, einem Stülp benachbarten Profilzylinder
sowie einen zweiten Profilzylinder aufweist, der auf der dem Stülp entgegengesetzten
Seite des ersten Profilzylinders angeordnet ist.
Wie aügemein bekannt, dienen Schioß-Beschlag-Systeme dazu, lediglich berechtigten
Personen Zutritt zu den mit diesen Schloß-Beschlag-Systemen verschlossenen Räumen
zu verschaffen. Daher werden nur berechtigte Personen mit den entsprechenden, Zutritt verschaffenden Schlüsseln versehen.
In den meisten Fällen weisen die Schioß-Beschlag-Systeme lediglich einen Profilzylinder
auf, der dann von den berechtigten Personen mit den entsprechenden Schlüsseln betätigt werden kann. Ein Beispiel von vielen sind dabei öffentliche Behindertentoiletten.
Es gibt aber auch Fälle, in denen Schioß-Beschlag-Systeme benötigt werden, die in
zwei voneinander getrennte Schließanlagen einbezogen werden müssen. Ein Beispiel
dafür sind z.B. spezielle Türen, die von Mitarbeitern der Stadtwerke und der Energieversorgung
getrennt voneinander betätigt werden müssen. Ein weiteres Beispiel dafür besteht aus Räumen, die sowohl von berechtigten Personen als auch, insbesondere
in Notfällen, von Angehörigen der Rettungsdienste unabhängig von dem Schließzustand
der Schioß-Beschlag-Systeme betätigt werden müssen. Denkbare Anwendungen sind dabei die Schioß-Beschlag-Systeme für Türen, sanitäre Anlagen in Krankenhäusern,
von Hoteltüren, evtl. Dunkelkammern von Umkehranstalten, von Sicherheitstrakten oder auch von öffentlichen Behinderten-Toiletten.
Diese Probleme konnten von Spezial-Einsteckschlössern gelöst werden, die für die
Betätigung des Riegels zwei nebeneinander angeordente Profilzylinder aufweisen. Damit können jeweils unabhängig voneinander die mit diesem Spezial-Einsteckschloß
versehenen Türen von zwei unterschiedlichen Berechtigungspersonenkreisen betätigt
werden. Ein derartiges Spezial-Einsteckschloß bildet auch das Schloß-Beschlag-System
der eingangs genannten Art.
Diese Schloß-Beschlag-Systeme haben allerdings den Nachteil, daß sie jederzeit von
den beiden unterschiedlichen Berechtigungspersonenkreisen betätigt werden können.
Dies ist insbesondere dann von Nachteil, wenn kein Notfall vorliegt und die mit dem
oben genannten Schloß-Beschlag-System verschlossene Tür zwar von einem berechtigten
Personenkreis geöffnet wird, der damit verschlossener Raum, allerdings auch schon von einer berechtigten Person besetzt ist. So kann z.B. der sanitäre
Raum eines Krankenhauses bereits von einem Patienten besetzt sein, der dann von einer anderen berechtigten Person gestört wird. Auch ist es dabei denkbar, daß in einem
verschlossenen Hotelzimmer unliebsame Begegnungen auftreten, oder in einer verschlossenen Dunkelkammer der zu entwickelnde Film zerstört wird. Des weiteren
kann eine unvermutete Öffnung eines Hochsicherheitstraktes zu ungewollten Verwicklungen
führen. Außerdem ist es möglich, daß eine bereits besetzte öffentliche Behindertetoilette
von einer anderen berechtigten Person geöffnet wird, obwohl diese öffentliche Behindertentoilette bereits besetzt ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Schloß-Beschlag-System der
eingangs genannten Art anzugeben, das es ermöglicht, daß von einer Seite, beispielsweise
vom Inneren eines mit einer mit dem Schloß-Beschlag-System ausgestatteten Tür eines Raumes aus, derart verriegelt werden kann und gleichzeitig eine normalerweise
berechtigte Person keinen Zutritt mehr zu diesem Raum hat, dieser Raum allerdings in Notfällen, beispielsweise von Rettungsdiensten, geöffnet werden kann.
Diese Aufgabe wird bei einem Schloß-Beschlag-System der eingangs genannten Art
erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der erste Profilzylinder ein Profil-Halbzylinder
ist, der bei einem Schließweg von 360° einen Schließbartweg von 180° aufweist.
Dadurch äst es möglich, daß das Schloß-Beschlag-System von einer berechtigten
Person von einer ersten Seite aus geöffnet und von einer zweiten Seite aus über den
zweiten Profilzylinder derart verschlossen werden kann, daß von der ersten Seite aus
die entsprechend damit ausgestattete Tür beispielsweise von Rettungsdiensten ledig-
lieh über den zweiten Profilzyiinder geöffnet werden kann. Wenn also ein mit einer
Tür, die das erfindungsgemäße Schloß-Beschlag-System aufweist, bereits besetzter
Raum von innen verschlossen ist, kann dieser lediglich von Rettungsdiensten oder
dergleichen geöffnet werden.
Um einen unberechtigten Zugang zu erschweren, ist es von Vorteil, wenn der erste
Profilzylinder mittels eines Zylinderschlüssels bzw. Sicherheitsschlüssels betätigbar
ist.
Da in Notfällen eine entsprechend verschlossene Tür rasch geöffnet werden muß, ist
es von Vorteil, wenn der zweite Profilzylinder mittels eines Spezial-Steckschlüssels
betätigbar ist, der rasch und einfach einsteckbar ist.
Um die Handhabung zu erleichtern, ist es möglich, daß sowohl der erste Profilzylinder
als auch der zweite Profilzylinder mit den entsprechenden Schlüsseln nur von einer
ersten Seite des Schloßsystems aus betätigbar sind. Obwohl verschiedene Betätigungsarten
denkbar sind, ist es bevorzugt, daß zur Betätigung der Falle mindestens eine Türklinke angeordnet ist.
Aus Erleichterungsgründen ist es von Vorteil, daß zur Betätigung des zweiten Profilzy-Ünders
von der der ersten Seite entgegengesetzten Seite aus ein Handhebel angeordnet ist.
Die Betätigung des Handhebels kann dadurch in vorteilhafter Weise angepaßt werden,
daß ein Verbindungsstück des Handhebels zum zweiten Profilzylinder um einen Winkel zwischen 1° bis 89° verdreht ist, wobei ein Winkel von 21° bevorzugt ist.
Obwohl eine Vielzahl von Formen für das Verbindungsstück denkbar sind, ist es bevorzugt,
daß das Verbindungsstück ein Verbindungsvierkant ist, der in eine entsprechende Vierkantöffnung des zweiten Profilzylinders eingreift.
Insbesondere für behinderte Personen ist es von Vorteil, wenn der Handhebel behindertengerecht
geformt ist.
Um zu vermeiden, daß eine berechtigte Person vergeblich versucht, einen bereits besetzten
Raum zu öffnen, ist es vorteilhaft, wenn auf der ersten Seite des Schloßsystems bzw. in einem auf dieser Seite angebrachten Beschlag eine Anzeige für den
Schließzustand des Schloßsystems angeordnet ist.
Obwohl es durchaus denkbar ist, zur Einbringung, insbesondere bei einer Auswechslung,
des ersten Profilzylinders diesen in einem nicht eingebauten bzw. aus der entsprechenden
Tür entfernten Einsteckschloß einzusetzen, ist es vorteilhaft, daß in einer Schloßdecke bzw. in einem Schloßboden eine Aussparung zur Aufnahme einer
Schließnase des ersten Profilzylinders ausgeformt ist, da dadurch der erste Profilzylinder
auch dann eingesetzt werden kann, wenn das Einsteckschloß bereits in der entsprechenden Tür montiert ist.
Die Montage des zweiten Profilzylinders in das Einsteckschloß kann dadurch erleichtert
werden, daß in einer Schloßdecke bzw. in einem Schloßboden zwei Anschläge angeordnet sind, die den Schließbartweg des zweiten Profilzylinders begrenzen.
Dabei ist es aus ergonomischen Gründen von Vorteil, daß die Anschläge derart angeordnet
sind, daß sie den Schließbartweg des zweiten Profilzylinders auf einen Winkel von 111 ° begrenzen.
Ein besonders kostengünstiges Schloß-Beschlag-System ist dadurch erzielbar, wenn
sowohl das Schloßsystem als auch der erste Profilzylinder handelsübliche Bauteile
sind.
Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung einer Ausführungsform, sowie aus den Zeichnungen, auf die Bezug genommen wird. Es zeigen:
Fig. 1 ein Schloß-System, das mittels des ersten Profilzylinders verschlossen ist;
Fig. 2 das Schloß-System gem. Fig.1, das mittels des ersten Profilzylinders geöffnet
ist;
Fig. 3 das Schloß-System gem. Fig.1 bzw. Fig.2, das mittels des zweiten Profilzylinders
verschlossen ist;
Fig. 4 eine Schloßdecke bzw. einen Schloßboden des Schloßsystems gem. der
Fig.1 bis 3.
Die Fig.1 bis 3 zeigen skizzenhaft verschiedene Schließzustände des erfindungsgemäßen
Schloß-Beschlag-Systems.
in der Fig.1 ist das Schloß-Beschlag-System in dem Zustand dargestellt, in dem es
mittels eines ersten Profilzylinders 18 verschlossen ist. Dieser Zustand ist beispielsweise
dann gegeben, wenn die mit dem erfindungsgemäßen Schloß-Beschlag-System versehene Tür einen unbesetzten Raum verschließt.
Ein in der Fig.1 skizzenhaft dargestelltes Einsteckschloß 10 weist dabei eine Falle 12
sowie einen Riegel 14 auf, die aus Verriegelungsgründen einen Stülp 16 durchdringen
und von diesem nach außen herausragen können.
Des weiteren ist ein, dem Stülp 16 benachbarter erster Profilzylinder 18 gezeigt, der
ein Halb-Profilzylinder ist, der bei einem Schließweg von 360° einen Schließbartweg
von 180° aufweist. Es ist selbstverständlich, daß dieser Schließbartweg derart angeordnet
ist, daß eine an dem ersten Profilzylinder 18 angebrachte Schließnase 26 in
eine in dem Riegel 14 ausgeformte erste Aussparung 26a eingreifen kann, um den Riegel 14 zu betätigen.
Da die Fig.1 den Zustand zeigt, in dem das Schloß-Beschlag-System mittels des ersten
Profilzylinders 18 verschlossen ist, weist selbstverständlich die Schließnase 26
des ersten Profilzylinders 18 zu dem Stülp 16 hin.
Ferner ist aus der Fig.1 erkennbar, daß eine Schließnase 30 eines zweiten Profilzylinders
20, der auf der dem Stülp 16 entgegengesetzten Seite des ersten Profilzylinders
18 angeordnet ist, nicht in eine, in dem Riegel 14 für die Schließnase 30 des zweiten
Profilzylinders 20 ausgeformte Aussparung 30a eingreifen kann.
Selbstverständlich ist es auch möglich, das Einsteckschloß 10 derart auszugestalten,
daß die Schließnase 30 des zweiten Profilzylinders 20 auch in diesem in Fig.1 gezeigten
Zustand den Riegel 14 betätigen kann.
Dies ist allerdings bei der gezeigten Ausführungsform nicht notwendig, da dieser Zustand
lediglich bei einem unbesetzten Raum auftreten kann, so daß ein Zugriff auf diesen Raum durch Rettungspersonal oder ähnlichem nicht notwendig ist, und das
Einsteckschloß 10 über den ersten Profilzylinder 18 ganz normal betätigt werden kann.
In der Fig.2 ist ein Zustand des Einsteckschlosses 10 gezeigt, in dem das Einsteckschloß
10 mittels des ersten Profilzylinders 18 geöffnet, aber noch nicht mittels des
zweiten Profilzylinders 20 verschlossen wurde.
Dieser Zustand ist dann gegeben, wenn eine berechtigte Person einen entsprechenden
Schüssel in den ersten Profilzylinder 18 eingesteckt und diesen betätigt hat, um
Zugang zu einem entsprechenden damit verschlossenen Raum zu erlangen.
In der Fig.2 ist deutlich zu erkennen, daß die Schließnase 26 des ersten Profilzylinders
18 in eine gegenüber derjenigen in Fig.,1 gezeigten Position um 180° verschwenkt
ist. Wie deutlich erkennbar, ist es lediglich in dieser Position möglich, daß die Schließnase 30 des zweiten Profilzylinders 20 in die entsprechende Aussparung
30a des Riegels 14 eingreifen kann, um den Riegel 14 in seine Schließposition zu
verfahren.
Wie des weiteren aus der Fig.2 entnehmbar, ist die Schließnase 30 des zweiten Profilzylinders
20 bezüglich der Position der Schließnase 26 des ersten Profilzylinders, al-
··· &igr; &idigr;
so bezüglich der Horizontalen, um einen bestimmten Winkel in Richtung auf den Riegel
14 verschwenkt, der in dieser Ausführungsform 21 ° beträgt.
Wie in der Fig.3 gezeigt, hat die Schließnase 30 über die Aussparung 30a für den
zweiten Profilzylinder 20 den Riegel 14 in eine Schließstellung verfahren. Dabei beträgt
der Schließbartweg für den zweiten Profilzylinder 20 in dieser Ausführungsform 90°. Um diese Schließstellung mittels einer 90°-Schwenkbewegung über beispielsweise
einen Handhebel (nicht in den Figuren gezeigt) zu erzielen, kann vorteilhafterweise
ein beispielsweise Verbindungsvierkant eines Handhebels um 21° zur entsprechenden,
ebenfalls nicht dargestellten, Vierkantöffnung des zweiten Profilzylinders 20 versetzt
sein, um mit einer 90°-Schwenkbewegung des Handhebeis den Riegel 14 in
seine Schließposition zu verfahren.
Wie sich aus der Fig.3 ergibt, ist es in diesem Fall nicht möglich, den Riegel 14 mittels
der Schließnase 26 des ersten Profilzylinders 18 zu betätigen. Damit ist sichergestellt,
daß eine andere berechtigte Person von der, dem Handhebel gegenüberliegenden Seite des Schloß-Beschlag-Systems über den ersten Profilzylinder 18 keinen Zugang
erlangen bzw. den Riegel 14 nicht entriegeln kann.
Des weiteren ist aus dieser Fig.3 entnehmbar, daß der Riegel 14 mittels des zweiten
Profilzylinders 20 über die Schließnase 30 von beiden Seiten das Einsteckschloß 10
betätigt werden kann.
In der Fig.4 ist skizzenhaft eine Schloßdecke bzw. ein Schloßboden 22 des Einsteckschlosses
10 dargestellt. Aus dieser Fig.4 sind Maßnahmen erkennbar, die den Einbau
beider Profilzylinder 18 und 20 erieichtern.
So ist z.B. für den Einbau, aber auch für die Auswechslung des ersten Profilzylinders
18 in einer Schloßdecke bzw. in einem Schloßboden 22 eine zusätzliche Aussparung
24 vorgesehen, durch die die Schließnase 26 des ersten Profilzylinders 18 hindurchgeführt
werden kann. Da der erste Profilzylinder 18 ein Halb-Profilzylinder ist, kann
seine entsprechende Schließnase 26 nicht in eine, in den Figuren senkrecht nach
unten weisende Position verfahren werden, so daß seine Schließnase 26 immer aus
der normalen Kontur des Profilzylinders 18 herausragt.
Wenn diese Aussparung 24 nicht ausgearbeitet ist, muß das Einsteckschloß 10 evtl.
aus einer Tür ausgebaut und auseinandergenommen werden, um den entsprechenden Profilzylinder 18 einzusetzen. Durch die Ausformung der Aussparung 24 ist dies
nicht mehr notwendig, da die entsprechende Schließnase 26 des ersten Profilzylinders
18 unabhängig von dem Einbauzustand des Einsteckschlosses 10 eingesetzt
werden kann.
Des weiteren ist aus der Figur 4 entnehmbar, daß die Schloßdecke bzw. der Schloßboden
22 in der Nähe des kreisförmigen Bereiches zwei Anschläge 28 aufweist, die einen Einbau des zweiten Profilzylinders 20 erleichtern, da diese einen Schwenkbereich
der Schließnase 30 des zweiten Profiizylinders 20 festlegen.
Vorteiihafterweise beschreibt der Schließbartweg der Schließnase 30 des zweiten
Profilzylinders 20 einen bestimmten Winkel, damit die obengenannten Verschwenkbedingungen
des Handhebels eingehalten werden können.
Bevorzugt beträgt dieser Winkel 111°.
Von besonderem Vorteil ist bei dem erfindungsgemäßen Schloß-Beschlag-System,
daß sowohl für das Einsteckschloß 10 als auch für den ersten Profilzylinder 18 handelsübliche
Bauteile verwandt werden können. Dabei kann für den ersten Profilzylinder ein Schließsystem mit einem sogenannten Sicherheitsschlüssel verwandt werden,
während für das System des zweiten Profilzylinders ein SpezialSteckschlüssel verwandt
werden kann.
Erfindungsgemäß ist daher sichergestellt, daß mit dem beschriebenen Schloß-Beschlag-System
eine Betätigung durch eine berechtigte Person ermöglicht ist, allerdings nach dieser zulässigen Betätigung eine weitere berechtigte Person keinen Zugriff
auf dieses System hat. Trotzdem kann während einer Benutzung durch eine berechtigte
Person dieses System durch Rettungsdienste oder ähnlichem entriegelt werden.
Claims (15)
1. Schloß-Beschlag-System mit einem Einsteckschloß (10), das eine Falie (12), einen
Riegel (14), einen ersten, einem Stülp (16) benachbarten Profilzylinder (18) sowie einen
zweiten Profilzylinder (22) aufweist, der auf der dem Stülp (16) entgegengesetzten
Seite des ersten Profilzylinders (18) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der erste Profilzylinder ein Profil-Halbzylinder ist, der bei einem Schließweg von
360° einen Schließbartweg von 180° aufweist.
2. Schloß-Beschlag-System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
erste Profilzylinder (18) mittels eines Zylinderschlüssels bzw. Sicherheitsschlüssels
betätigbar ist.
3. Schloß-Beschlag-System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der zweite Profilzylinder (20) mittels eines SpezialSteckschlüssels betätigbar ist.
4. Schloß-Beschlag-System nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl
der erste Profilzylinder (18) als auch der zweite Profilzylinder (20) mit den entsprechenden
Schlüsseln nur von einer ersten Seite des Schloßsystems aus betätigbar sind.
5. Schloß-Beschlag-System nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Betätigung der Falle (12) mindestens eine
Türklinke angeordnet ist.
6. Schloß-Beschlag-System nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß
zur Betätigung des zweiten Profilzylinders (20) von der der ersten Seite entgegengesetzten
Seite aus ein Handhebel angeordnet ist.
7. Schloß-Beschlag-System nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Verbindungsstück des Handhebels zum zweiten Profilzylinder (20) um einen Winkel zwischen 1 ° bis 89° verdreht ist.
8. Schloß-Beschlag-System nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der
Winke! 21° beträgt.
9. Schloß-Beschlag-System nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß
das Verbindungsstück ein Verbindungsvierkant ist, der in eine entsprechende Vierkantöffnung
des zweiten Profilzylinders (20) eingreift.
10. Schloß-Beschlag-System nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche 6
bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Handhebel ein behindertengerecht geformt
ist.
11. Schloß-Beschlag-System nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche 4
bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß auf der ersten Seite des Schloßsystems bzw.
in einem auf dieser Seite angebrachten Beschlag eine Anzeige für den Schließzustand
des Schloßsystems angeordnet ist.
12. Schloß-Beschlag-System nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche 1
bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Schloßdecke bzw. in einem Schloßboden
(22) eine Aussparung (24) zur Aufnahme einer Schließnase (26) des ersten Profilzylinders (18) ausgeformt ist.
13. Schloß-Beschlag-System nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche 1
bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Schloßdecke bzw. in einem Schloßboden
(22) zwei Anschläge (28) angeordnet sind, die den Schließbartweg für die Schließnase (28) des zweiten Profilzylinders (20) begrenzen.
14. Schloß-Beschlag-System nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß sie
den Schließbartweg des zweiten Profilzylinders (20) auf einen Winkel von 111 ° begrenzen.
15. Schloß-Beschlag-System nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche 1
bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl das Schloßsystem als auch der erste
Profilzylinder (18) handelsübliche Bauteile sind.
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