DE19944887A1 - Sperrschloss - Google Patents
SperrschlossInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B17/00—Accessories in connection with locks
- E05B17/005—Preventing accidental lock-out, e.g. by obstruction in the striker
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B59/00—Locks with latches separate from the lock-bolts or with a plurality of latches or lock-bolts
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Schloß zum Schließen von Haus- oder Wohnungstüren. DOLLAR A Bei einem normalen Wohnungs- oder Haustürschloß, also mit normaler Schließ- bzw. Fallenfunktion, passiert es häufig, daß bei geöffneter Tür der Schlüssel innerhalb der Räume wie Wohnung oder Haus bleibt und die Tür unbeabsichtigt ins Schloß fällt. DOLLAR A Am Riegel des Schlosses befinden sich bewegliche Rasten, die so eingestellt werden können, daß der Riegel eine Sperr- oder eine Normalfunktion hat. In Sperrfunktion steht der Riegel immer mindestens eine Schließraste aus dem Schloß heraus, so daß die Tür nicht beabsichtigt oder unbeabsichtigt zuschlagen kann. Bei der Normalfunktion hat das Schloß die Funktion der heute bekannten Schlösser. Soll die Tür bei der Sperrfunktion geschlossen werden, muß zwangsläufigerweise eine Person mit dem Schlüssel den Riegel vollständig ins Schloß zurückziehen. Der Schlüssel kann innen nicht stecken bleiben und die Tür beabsichtigt oder unbeabsichtigt schließen. DOLLAR A Schloß mit Normal- oder Sperrfunktion zum Schließen von Wohnungs- oder Haustüren.
Description
Die Erfindung betrifft ein Schloß zum Schließen von Haus- oder Wohnungstü
ren.
Schlösser sind aus dem täglichen Leben bekannt. Sie bestehen aus einem
Riegel, einer Zuhaltung, einem Wechsel, einer Falle, einer Fallenfeder, einer
Nuß, einer Nußfeder und einem Schloßgehäuse. Zum Schließen bzw. Betätigen
des Riegels und der Falle wird ein Schließzylinder verwendet. Ist das Schloß in
einer Haus- oder Wohnungstür eingebaut und der Riegel vollständig in das
Schloßgehäuse zurückgezogen, hält die Falle die Tür geschlossen. Ist die Nuß,
die die Falle vollständig in das Schloßgehäuse zurückziehen kann, nur innerhalb
des Wohnraumes oder Gebäudes mit einer Klinke und außen mit einem Knopf
versehen, kann die Tür von Außen nur mit einem Schlüssel über den Schließzy
linder, den Wechsel und die Falle geöffnet werden. Mit der Bewegung des Rie
gels in das Schloßgehäuse wird der Wechsel, der im Riegel drehbar gelagert ist,
zum Schließzylinder hingeführt. Bei entgegengesetzter Riegelbewegung wird
der Wechsel vom Schließzylinder weggeführt. Ist der Riegel ganz zurückgezo- .
gen und der Wechsel steht am Schließzylinder, dann wird der Wechsel vom
Schließfinger des Schließzylinders in Richtung Falle bewegt, wobei der Wechsel
sich in der Wechsellagerung des Riegels dreht und die Falle in das Schloß
gehäuse zieht. Beim Zurückziehen der Falle wird die Fallenfeder gespannt, die
bei der Freigabe des Schließzylinders die Falle und den Wechsel in die Aus
gangsposition zurückführt:
Es sind auch Schlösser bekannt, bei denen durch Umlegen eines Hebels die
Falle gegen die Schließrichtung geöffnet werden kann. Hierbei kippt die Fälle
unter leichtem Zug/Druck gegen die Schließrichtung ins Schloßgehäuse und gibt
die Tür zum Öffnen frei.
Bei einem normalen Haus- oder Wohnungstürschloß, also mit normaler Schließ
funktion, passiert es häufig, daß bei geöffneter Tür der Schlüssel im Raum/Haus
bleibt und die Tür unbeabsichtigt ins Schloß fällt. Alleinstehenden Personen, die
sich dann außerhalb des Raums/Hauses befinden, haben sich dann ausge
schlossen.
In den meisten Fällen ist es mit erheblichem unangenehmen Aufwand und
Kosten verbunden, die Tür öffnen zu lassen und ein neues Schloß einzubauen.
Nach solchen Vorfällen wird dann häufig ein Schlüssel an einem vermeintlich
sicheren Ort außerhalb der Wohnung versteckt oder bei Verwandten, Bekan
nten bzw. Nachbarn hinterlegt. Hier besteht dann die Gefahr, daß der Schlüssel
im "sicheren Versteck" von Dieben gefunden, oder daß der deponierte Schlüssel
von unlauteren Personen mißbraucht wird. Da in der heutigen Zeit viele jüngere
und ältere Menschen alleinstehend sind, ist der betroffene Personenkreis relativ
groß.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Schloß so zu gestalten, daß es
eine Normalfunktion wie heute übliche Schlösser und eine Sperrfunktion hat,
wobei ein unbeabsichtigtes Schließen der Tür in der Sperrfunktion nicht mehr
möglich ist. Die Normalfunktion erlaubt den heute bekannten Gebrauch des
Schlosses.
Die heute üblichen Schlösser haben im Riegel 1 starre Schließrasten 12, in
denen je nach Stellung der Sperrfinger 13 der Zuhaltung 5 eingreift und damit
den Riegel 1 sperrt (siehe Fig. 1). Die Anzahl der starren Schließrasten 12 ist
um 1 höher als die Anzahl der Schließen 14. Das heißt, ein 1-fach schließendes
Schloß hat 2 starre Schließrasten 12, ein 2-fach schließendes Schloß hat 3
starre Schließrasten 12 und ein n-fach schließendes Schloß hat n + 1 starre
Schließrasten 12. In Fig. 1 ist ein 2-fach schließendes Schloß dargestellt.
Als Lösung wird ein Sperrschloß vorgeschlagen, bei dem der Riegel 1 so ausge
bildet ist, daß mindestens 1 bzw. maximal n-1 starre Schließrasten 12 vorhan
den sind. Weiterhin ist der Riegel 1 so ausgebildet, daß er den Sperrkörper 6
einschließlich der beweglichen Schließrasten 15 aufnehmen, mittels der Arretie
rung 8 in Normal- und Sperrposition fixieren kann. Hierbei ergibt die Anzahl der
beweglichen Schließrasten 15 plus der entsprechenden Anzahl starrer Schließ
rasten 12 in Summe n (siehe Fig. 9 und 3).
Der Sperrkörper 6 ist so ausgebildet, daß er durch die Verstellung 7 aus der
Normalstellung in Sperrstellung gebracht und mittels der Arretierung 8 in dieser
Stellung fixiert werden kann (siehe Fig. 10 und 11). Weiterhin ist der Sperr
körper 6 so ausgeführt, daß in Sperrstellung eine Sperr-Raste 18 unter die
Führungsnase 19 des Wechsels 3 positioniert wird (siehe Fig. 3 und 6), womit
die Bewegung des Wechsels 3 um die Wechsellagerung 17 beim Zurückziehen
des Riegels 1 mittels des Schließfingers 16 in das Schloßgehäuse 11 in
Richtung des Schließzylinders 10 unterbunden wird. Der Sperrkörper 6 besitzt in
Richtung des Schließzylinders 10 eine Aufnahme 20 (siehe Fig. 3 und 9), die
beim Positionieren in Sperrstellung die Rückstellfeder 9 leicht vorspannt (siehe
Fig. 6). Wird der Riegel 1 mittels des Schließfingers 16 aus dem
Schloßgehäuse 11 hinaus bewegt, ist der Wechsel 3 um die Wechsellagerung
17 frei beweglich (siehe Fig. 5). Mittels des Schließfingers 16 wird die
Zuhaltung 5 und damit der Sperrfinger 13 aus den starren Schließrasten 12
geschoben, erst dann kann der Riegel 1 bewegt werden. Bei der Bewegung des
Sperrfingers 13 aus den starren Schließrasten 12 des Riegels 1, wird der
entsprechende Teil der Fallenfeder 4 gespannt.
Der in Sperrstellung stehende Sperrkörper 6 sperrt den Wechsel 3 bei der
Bewegung des Riegels 1 in die hinterste Stellung des Schloßgehäuses 11. Es
entsteht ein starrer Verband, wobei der Wechsel 3 die Falle 2 in das
Schloßgehäuse 11 zieht. Hierbei wird der entsprechende Teil der Fallenfeder 4
und die Rückstellfeder 9 gespannt (siehe Fig. 7).
Beim Sperrschloß befindet sich der Riegel 1 in einer Position, wo der Sperrkör
per 6 ohne hinderliche Berührung anderer Schloßteile mittels der Verstellung 7
in die Sperrposition bewegt und durch die Arretierung 8 fixiert wird (siehe Fig.
6). Gleichzeitig setzt sich die Sperr-Raste 18 unter die Führungsnase 19 und
unterbindet die Bewegung des Wechsels 3 um die Wechsellagerung 17 beim
weiteren Zurückziehen des Riegels 1 in Richtung des Schließzylinders 10. Die
Aufnahme 20 am Sperrkörper 6 spannt die Rückstellfeder 9 leicht vor.
Wird der Schließfinger 16 des Schließzylinder 10 so gedreht, daß sich der Riegel
1 in das Schloßgehäuse 11 bewegt, wird zunächst die Zuhaltung 5 und damit
der Sperrfinger 13 aus der starren Schließraste 12 vom Schließzylinder 10 weg
bewegt und der relevante Bereich der Fallenfeder 4 gespannt. Der Riegel 1 wird
freigegeben und kann vom Schließfinger 16 in das Schloßgehäuse 11 gezogen
werden. Durch die Sperrung kann sich der Wechsel 3 nicht in der
Wechsellagerung 17 drehen und es entsteht ein starrer Verband zur Falle 2. Die
Falle 2 muß zwanghaft der Bewegung des starren Verbandes folgen und wird
auch in das Schloßgehäuse 11 gezogen. Dabei wird der relevante Bereich der
Fallenfeder 4 sowie die Rückstellfeder 9 vollständig gespannt. Wird der
Schließfinger 16 weiter bewegt, drückt der relevante gespannte Bereich der
Fallenfeder 4 die Zuhaltung 5 nach unten und damit den Schließfinger 16 aus
der Schließe 14. Der ganze Verband ist freigegeben, die gespannte Fallenfeder
4 und die gespannte Rückstellfeder 9 entspannen sich und bringen den ganzen
Verband in die Ausgangsposition. Der Sperrfinger 13 der setzt sich in die
entsprechende starre Schließraste 12 und sperrt den Riegel 1.
Wird der Schließfinger 16 bei der Drehbewegung in der Schließe 14 nicht weiter
bewegt, dann entspannen sich zunächst der relevante Bereich der Fallenfeder 4
und gleichzeitig die Rückstellfeder 9 und drücken den ganzen Verband ein
schließlich des Schließfingers 16 in die Ausgangsposition. Erst dann wird die
Zuhaltung 5 durch den relevanten gespannten Bereich der Fallenfeder 4 in
Richtung des Schließzylinders 10 geführt, wobei sich der Sperrfinger 13 in die
starre Schließraste 12 des Riegels 1 setzt und diesen sperrt. Die beweglichen
Schließrasten 15 werden in Sperrstellung des Sperrkörpers 6 nicht genutzt.
Bewegt der Schließfinger 16 den Riegel 1 aus dem Schloßgehäuse 11 hinaus,
wird zunächst die Zuhaltung 5 und damit der Sperrfinger 13 vom Schließzy
linder 10 weg bewegt und der relevante Bereich der Fallenfeder 4 gespannt.
Der Riegel 1 wird freigegeben und kann vom Schließfinger 16 über die Schließe
14 aus dem Schloßgehäuse 11 geschoben werden. Der Wechsel 3 ist in der
Bewegung frei. Wird der Schließfinger 16 weiter bewegt, drückt der relevante
gespannte Bereich der Fallenfeder 4 die Zuhaltung 5 nach unten und damit den
Schließfinger 16 aus der Schließe 14. Der Sperrfinger 13 setzt sich in die
entsprechende starre Schließraste 12 und sperrt den Riegel 1.
Wird der Schließfinger 16 in der Schließe 14 nicht weiter bewegt, dann wird die
Zuhaltung 5 durch den relevanten gespannten Bereich der Fallenfeder 4 in
Richtung des Schließzylinders 10 geführt, wobei der Schließfinger 16 aus der
Schließe 14 gedrückt wird und sich der Sperrfinger 13 der in die starre
Schließraste 12 des Riegels 1 setzt und diesen sperrt.
Der Sperrkörper 6 ist so ausgebildet, daß er in Normalposition stehend und
durch die Arretierung 8 fixiert mit seinen beweglichen Schließrasten 15 die
Funktion der fehlenden starren Schließrasten 12 übernimmt (siehe Fig. 2, 4
und 10). Das Sperrschloß funktioniert wie ein Normalschloß.
In den Figuren sind Ausführungsbeispiele dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 Normalschloß, Riegel ist voll aus dem Schloßgehäuse geschoben.
Fig. 2 Normalschloß, Riegel ist voll in das Schloßgehäuse eingezogen.
Fig. 3 Sperrschloß, Sperrkörper in Normalstellung, Funktion des Normal
schlosses Riegel voll aus dem Schloßgehäuse geschoben.
Fig. 4 Sperrschloß, Sperrkörper in Normalstellung, Funktion des Normal
schlosses Riegel voll in das Schloßgehäuse eingezogen.
Fig. 5 Sperrschloß, Sperrkörper in Sperrstellung, Riegel voll aus dem
Schloßgehäuse geschoben.
Fig. 6 Sperrschloß, Sperrkörper in Sperrstellung, Riegel in Mittelposition
zur Verstellung des Sperrkörpers.
Fig. 7 Sperrschloß, Sperrkörper in Sperrstellung, Verband (Riegel,
Wechsel, Falle) voll in das Schloßgehäuse eingezogen.
Fig. 8 Wie Fig. 7; Wechsel nur teilweise dargestellt.
Fig. 9 Sperrschloß, Sperrkörper in Sperrstellung, Teildarstellung.
Fig. 10 Sperrschloß, Sperrkörper in Normalstellung, Teildarstellung.
Fig. 11 Sperrschloß, Sperrkörper in Sperrstellung, Teildarstellung.
Claims (6)
1. Schloß bestehend aus Riegel 1, Falle 2, Wechsel 3, Fallenfeder 4,
Zuhaltung 5, Schließzylinder 10, Schloßgehäuse 11, Starre Schließraste
12, Sperrfinger 13, Schließe 14, Schließfinger 16, Wechsellagerung 17
und der Führungsnase 19.
2. Nach Anspruch 1, mit starren Rasten 12, die so gestaltet sind, daß der
Riegel 1 permanent mit mindestens einer Schließstellung außerhalb
des Schloßgehäuses 11 steht, wobei die starre Raste 12 in dieser
Stellung so ausgebildet ist, daß der Riegel 1 arretiert ist.
3. Nach Anspruch 2, mit einer Rückstellfeder 9, die gewährleistet, daß
der Riegel 1, wenn er vollständig ins Schloßgehäuse eingezogen ist
und der Schließfinger 16 sich aus der Schließe 14 hinausbewegt
automatisch in mindestens einer Schließstellung außerhalb des Schloß
gehäuses 11 positioniert wird.
4. Nach Anspruch 3, ohne Falle 2 und ohne Wechsel 3.
5. Nach Anspruch 3 oder 4, mit Sperrkörper 6, Verstellung 7, Arretierung
8, und Bewegliche Schließraste 15.
6. Nach Anspruch 3, mit Sperrkörper 6, Verstellung 7, Arretierung 8,
Bewegliche Schließraste 15, Sperr-Raste 18 und Aufnahme 20.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999144887 DE19944887A1 (de) | 1999-09-18 | 1999-09-18 | Sperrschloss |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999144887 DE19944887A1 (de) | 1999-09-18 | 1999-09-18 | Sperrschloss |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19944887A1 true DE19944887A1 (de) | 2001-03-22 |
Family
ID=7922561
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999144887 Withdrawn DE19944887A1 (de) | 1999-09-18 | 1999-09-18 | Sperrschloss |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19944887A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN112780111A (zh) * | 2021-02-09 | 2021-05-11 | 苏州德仕耐五金技术有限公司 | 带安全功能的拉紧锁 |
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-
1999
- 1999-09-18 DE DE1999144887 patent/DE19944887A1/de not_active Withdrawn
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