DE29608002U1 - Kraftfahrzeugtürverschluß mit Türschloß und Betätigungseinrichtung - Google Patents
Kraftfahrzeugtürverschluß mit Türschloß und BetätigungseinrichtungInfo
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Description
Andrejewski, Honke & Partner, Patentanwälte in Essen
Beschreibung
Die Erfindung betrifft einen Kraftfahrzeugtürverschluß mit
Türschloß und Betätigungseinrichtung, insbesondere für eine Hintertür eines Kraftfahrzeuges, bei dem das Türschloß die
Funktionsstellungen "verriegelt", "entriegelt" und "geöffnet" aufweist und bei dem für die Betätigung des Türschlosses
ein Bowdenzug, ein Innenverriegelungshebel sowie ein Innenbetätigungshebel vorgesehen sind.
Bei einem bekannten Kraftfahrzeugtürverschluß (EP 0 475
037) werden die drei Funktionsstellungen "verriegelt", "entriegelt" und "geöffnet" über einen einzigen Hebel
eingerichtet. Aus der verriegelten Position heraus kann die Kraftfahrzeugtür mit einer durchgehenden Bewegung dieses
Hebels geöffnet werden. Verriegeln und Entriegeln sind bei der Bedienung vom Kraftfahrzeuginnenraum aus physikalisch
nicht getrennt.
In der Praxis sind auch Kraftfahrzeugtürverschlüsse bekannt, die in bezug auf Innenbetätigung und Innenverriegelung
physikalisch getrennte Einbauteile aufweisen, die auch eine separate Montage erforderlich machen. Wo die Innenverriegelung
mit einem Innenverriegelungsknopf ausgerüstet ist, stört dieser häufig.
Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, mit einem einzigen Einbauteil auf einfache Weise eine physikalische
Trennung von Innenverriegelung und Innenbetätigung zu erreichen.
Andrejewski, Honke & Partner, Patentanwälte in Essen
Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung, ausgehend von dem eingangs beschriebenen Kraftfahrzeugtürverschluß,
daß der Innenverriegelungshebel und der Innenbetätigungshebel aufeinander und auf der gleichen Lagerachse gelagert
sind, wobei der Innenbetätigungshebel einerseits der Lagerachse seinen Betätigungshebelarm und andererseits der
Lagerachse einen Funktionshebelarm aufweist, daß zwischen dem Innenverriegelungshebel und dem Innenbetätigungshebel
eine ein- und ausrückbare Kupplung derart angeordnet ist, daß im eingekuppelten Zustand der Innenbetätigungshebel und
der Innenverriegelungshebel sich synchron um die Lagerachse bewegen sowie im ausgekuppelten Zustand der Innenbetätigungshebel
einen Leerhub aufweist, daß in der Funktionsstellung "entriegelt" durch Drehen des Innenbetätigungshebels
der Bowdenzug über den Innenverriegelungshebel betätigt und das Türschloß geöffnet wird und daß in der
Funktionsstellung "verriegelt" der Innenbetätigungshebel den Leerhub ausführt. - Der Betätigungshebelarm ist der
Griff für die Innenbetätigung. Das freie Ende des Innen-Verriegelungshebels,
der L-Schenkel bildet den Griff für die Innenverriegelung.
Mit anderen Worten wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, den
aus der Praxis bekannten Hebel für die drei Funktionsstellungen, der mit dem Türschloß zusammenwirkt, zweiteilig zu
gestalten. Das kann im Detail auf verschiedene Weise verwirklicht werden. Nach bevorzugter Ausführungsform der
Erfindung ist dazu die Anordnung so getroffen, daß der Innenverriegelungshebel als L-förmiger Hebel ausgeführt
ist, dessen L-Fuß auf der Lagerachse gelagert ist und
Andrejewski, Honke & Partner, Patentanwälte in Essen
dessen L-Fußende mit der Seele des Bowdenzuges verbunden
ist, daß die Kupplung eine Kupplungsstange aufweist, die mit ihrem einen Ende im Bereich der Abwinklung des L-Fußes
von dem L-Schenkel an den Innenverriegelungshebel gelenkig angeschlossen sowie mit ihrem anderen Ende in eine
L-förmige Ausnehmung im Funktionshebelarm des Innenbetätigungshebels einfaßt.
Im folgenden werden die Gestaltung eines erfindungsgemäßen
Kraftfahrzeugtürverschlusses und die funktionellen Zusammenhänge anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel
darstellenden Zeichnung ausführlicher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 das Schema eines bekannten Aggregates für die Innenverriegelung und Innenbetätigung des Türschlosses
bei einem Kraftfahrzeugtürverschluß des eingangs beschriebenen Aufbaus,
Fig. 2 das Schema eines anderen bekannten Aggregates für die Innenverriegelung und Innenbetätigung des Türschlosses
,
Fig. 3 entsprechend dem Schema der Fig. 1 und 2 das Aggregat für die Innenverriegelung und Innenbetäti-5
gung bei einem erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugtürverschluß,
Fig. 4 in gegenüber der Fig. 3 wesentlich vergrößertem Maßstab das Aggregat der Fig. 3 mit weiteren Einzelheiten,
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Fig. 5 das Aggreagt aus Fig. 3 mit dem Türschloß,
Funktionsstellung "entriegelt/ nicht betätigt",
Fig. 6 einen Ausschnitt aus dem Gegenstand der Fig. 5, jedoch in der Funktionsstellung "entriegelt und
betätigt",
Fig. 7 einen Ausschnitt aus dem Gegenstand der Fig. 5, jedoch in der Funktionsstellung "verriegelt und
nicht betätigt",
Fig. 8 einen Ausschnitt aus dem Gegenstand aus der Fig. 5, jedoch in der Funktionsstellung "verriegelt und
betätigt".
In den Figuren ist das Schema eines Kraftfahrzeugtürverschlusses
mit Türschloß 1 und Betätigunseinrichtung angedeutet, bei dem das Türschloß 1 die Funktionsstellungen
"verriegelt", "entriegelt" und "geöffnet" aufweist und bei dem für die Betätigung des Türschlosses 1 ein Bowdenzug 2,
ein Innenverriegelungshebel 3 und ein Innenbetätigungshebel 4 vorgesehen sind. Das Türschloß 1 ist in den Fig. 1 bis 3
lediglich als Kasten angedeutet. Der Innenverriegelungshebel 3 und der Innenbetätigungshebel 4 bilden das
Aggregat für die Innenverriegelung bzw. Innenbetätigung.
In der Fig. 1 erkennt man ein bekanntes Aggregat mit getrenntem Innenbetätigungshebel 4 und Knopf 5 für die
Innenverriegelung. Der Innenbetätigungshebel 4 geht nach jeder Betätigung in seine Ruhelage zurück.
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Fig. 2 zeigt ein Aggregat mit einem einzigen Hebel 6, der die Funktionen Innenverriegelung und Innenbetätigung erfüllt.
Dieser kann die beiden stabilen Funktionsstellungen "entriegelt" und "verriegelt" einnehmen und außerdem in
Richtung Funktionsstellung "geöffnet" betätigt werden. Der Pfeil 7 zeigt die Bewegung, die zur Verriegelung erforderlich
ist, der Pfeil 8 zeigt die Bewegung um aus der Funktionsstellung "verriegelt" die Funktionsstellung "entriegelt"
einzurichten, - und der Pfeil 9 zeigt die Bewegung, die zur Einrichtung der Funktionsstellung "geöffnet"
durchgeführt werden muß.
In den Fig. 3 bis 8 sind die erfindungsgemäßen Ausführungsformen
und deren Funktionen erläutert. Die schon erläuterten Pfeile 7, 8 und 9 wurden eingetragen. Man erkennt,
daß der Innenverriegelungshebel 3 und der Innenbetätigungshebel 4 aufeinander und auf der gleichen Lagerachse 10
gelagert sind. Der Innenbetätigungshebel 4 weist einerseits der Lagerachse 10 seinen Betätigungshebelarm 4.1 und andererseits
der Lagerachse 10 einen Funktionshebelarm 4.2 auf. Zwischen dem Innenverriegelungshebel 3 und dem Innenbetätigungshebel
4 ist eine ein- und ausrückbare Kupplung 11 angeordnet, und zwar derart, daß im eingekuppelten Zustand
der Innenbetätigungshebel 4 und der Innenverriegelungshebel 3 sich synchron um die Lagerachse 10 bewegen und im
ausgekuppelten Zustand der Innenbetätigungshebel 4 einen Leerhub aufweist. Wird er in diesem Zustand betätigt, so
führt er den Leerhub aus. Das Ein- und Auskuppeln geschieht durch die entsprechende Hebelbetätigung. In der Funktions-
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Stellung "entriegelt" ist durch Drehen des Innenbetätigungshebels 4 der Bowdenzug 2 über den Innenverriegelungshebel
3 betätigt und das Türschloß 1 wird geöffnet. In der Funktionsstellung "verriegelt" führt der Innenbetätigungshebel
4 den Leerhub aus, wie noch weiter erläutert wird.
Im Ausfühungsbeispiel ist der Innenverriegelungshebel 3 als L-förmiger Hebel ausgeführt, dessen L-Fuß 3.1 auf der
Lagerachse 10 gelagert ist und dessen L-Fußende mit der Seele des Bowdenzuges 2 verbunden ist. Die Anordnung ist so
getroffen, daß die Kupplung 11 eine Kupplungsstange 12 aufweist, die mit ihrem einen Ende im Bereich der Abwinklung
des L-Fußes 3.1 von dem L-Schenkel 3.2 an den Innenverriegelungshebel 3 gelenkig angeschlossen ist. Sie
faßt mit ihrem anderen Ende in eine L-förmige Ausnehmung 13 im Funktionshebelarm 4.2 des Innenbetätigungshebels 4 ein.
Die L-förmige Ausnehmung 13 ist in besonderer Weise gestaltet. Sie weist einen L-Fuß 13.1, einen L-Schenkel
13.2 und an dem L-Schenkel 13.2 eine Nase 13.3 auf. Das in Fig. 4 obere Ende der Kupplungsstange 12 hat einen
quadratischen oder rechteckigen Querschnitt. Die Anordnung ist so getroffen, daß die Nase 13.3 bei Betätigung des
Innenbetätigungshebels 4 mit einem kurzen Leerhub das quadratische Ende der Kupplungsstange 12 erfaßt und somit
die Kupplungsstange 12 und der Innenverriegelungshebel 3 in Richtung "öffnen" mitgenommen werden. Dabei bilden die in
Fig. 4 eingetragenen Punkte A bis C zueinander ein möglichst gleichwinkliges Dreieck. Es versteht sich, daß
die Kupplungsstange 12 linksdrehend gefedert ist.
Anclrejewski, Honke & Partner, Patentanwälte in Essen
- 7
In dem Türschloß des in Fig. 5 dargestellten Kraftfahrzeugtürverschlusses
erkennt man zunächst den Schloßkasten 14, die Gabelfalle 15, die Sperrklinke 16, den Betätigungshebel
17 für die Sperrklinke 16 und den Verriegelungshebel 18. Diese Bauteile wirken in überlicher Weise zusammen. Der
nicht gezeichnete Schloßhalter faßt in das sogenannte Schloßmaul 19 des Türschlosses 1. Man erkennt in der Fig.
5, daß der Bowdenzug 2 an dem Verriegelungshebel 18 und an dem Betätigungshebel 17 angeschlossen ist.
Die Fig. 5 verdeutlicht die Funktionsstellung "entriegelt nicht betätigt". Wird aus dieser Funktionsstellung heraus
das Aggregat aus Innenverriegelungshebel 3 und Innenbetätigungshebel 4, die aufeinander und auf der gleichen Lagerachse
10 gelagert sind, in die Position bewegt, die in Fig. 6 dargestellt wurde, so ist offenbar der Funktionszustand
"entriegelt und betätigt" verwirklicht.
Wird aus der in Fig. 5 dargestellten Funktionsstellung heraus der Innenverriegelungshebel 3 in die in Fig. 7
gezeichnete Stellung bewegt, so ist der Funktionszustand "verriegelt und nicht betätigt" verwirklicht. Wird die
Außenbetätigungsstange betätigt, so führt diese offenbar einen Leerhub aus. Anders sind die Verhältnisse in der Fig.
8, die den Funktionszustand "verriegelt und betätigt"
darstellt. Wird hier der Innenbetätigungshebel 4 bewegt, so führt er offensichtlich einen Leerhub aus. Die Pfeile VH
und OH verdeutlichen jeweils den Verriegelungshub und den Öffnungshub.
Claims (2)
1. Kraftfahrzeugtürverschluß mit Türschloß und Betätigungseinrichtung,
insbesondere für eine Hintertür eines Kraftfahrzeuges, bei dem das Türschloß die Funktionsstellungen
"verriegelt", "entriegelt" und "geöffnet" aufweist und bei dem für die Betätigung des Türschlosses ein Bowdenzug, ein
Innenverriegelungshebel und ein Innenbetätigungshebel vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet,
daß der Innenverriegelungshebel (3) und der Innenbetätigungshebel (4) aufeinander und auf der gleichen Lagerachse
(10) gelagert sind, wobei der Innenbetätigungshebel (4) einerseits der Lagerachse (10) seinen Betätigungshebelarm
(4.1) und andererseits der Lagerachse (10) einen Funktionshebelarm (4.2) aufweist,
daß zwischen dem Innenverriegelungshebel (3) und dem Innenbetätigungshebel (4) eine ein- und ausrückbare
Kupplung (11) derart angeordnet ist, daß im eingekuppelten Zustand der Innenbetätigungshebel (4) und
der Innenverriegelungshebel (3) sich synchron um die Lagerachse (10) bewegen und im ausgekuppelten Zustand
der Innenbetätigungshebel (4) einen Leerhub aufweist,
daß in der Funktionstellung "entriegelt" durch Drehen des Innenbetätigungshebels (4) der Bowdenzug (2) über den
Innenverriegelungshebel (3) betätigt und das Türschloß (1) geöffnet wird und daß in der Funktionsstellung "verriegelt"
der Innenbetätigungshebel (4) den Leerhub ausführt.
Andrejewski, Honke & Partner, Patentanwälte in Essen
2. Kraftfahrzeugtürverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenverriegelungshebel (3) als
L-förmiger Hebel ausgeführt ist, dessen L-Fuß (3.1) auf der Lagerachse (10) gelagert ist und dessen L-Fußende mit der
Seele des Bowdenzuges (2) verbunden ist, daß die Kupplung (11) eine Kupplungsstange (12) aufweist, die mit ihrem
einen Ende im Bereich der Abwinklung des L-Fußes (3.1) von dem L-Schenkel (3.2) an den Innenverriegelungshebel (3)
gelenkig angeschlossen ist sowie mit ihrem anderen Ende in eine L-förmige Ausnehmung (13) im Funktionshebelarm (4.2)
des Innenbetätigungshebels (4) einfaßt.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE29608002U DE29608002U1 (de) | 1995-05-12 | 1996-05-03 | Kraftfahrzeugtürverschluß mit Türschloß und Betätigungseinrichtung |
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Publications (1)
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Family
ID=7761439
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1995
- 1995-09-23 DE DE19535468A patent/DE19535468A1/de not_active Withdrawn
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1996
- 1996-05-03 DE DE29608002U patent/DE29608002U1/de not_active Expired - Lifetime
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19960822 |
|
| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 19990720 |
|
| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
Effective date: 20030314 |
|
| R158 | Lapse of ip right after 8 years |
Effective date: 20041201 |