DE29503682U1 - Vorfach - Google Patents
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Classifications
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- A01K—ANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
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Description
M/36036
Vorfach
Die Erfindung betrifft ein Vorfach, das den Angelhaken mit der Hauptschnur der Angel verbindet.
In der Angelfischerei und beim Sportangeln wird der Angelhaken im allgemeinen nicht direkt mit der Hauptschnur verbunden,
sondern an einem kurzen Schnurstück, dem Vorfach, befestigt, das seinerseits wieder mit der Hauptschnur verbunden wird.
Eine Hauptaufgabe des Vorfachs ist der Schutz der Hauptschnur vor übermäßig starken Belastungen, die zum Reißen der
Hauptschnur führen können. Dazu ist das Vorfach, zum Beispiel aufgrund eines geringen Schnurdurchmessers, auf eine
niedrigere Zugfestigkeit als die Hauptschnur ausgelegt. Sollten beim Einholen des Fisches sehr starke Kräfte auftreten,
so reißt das Vorfach, bevor an der Hauptschnur Schaden entstehen kann.
In einem bestimmten Bereich der Sportfischerei, beim Fliegenfischen nämlich, hat sich ein Vorfach, das durchgehend
den gleichen Durchmesser aufweist, als ungünstig erwiesen. Das Vorfach sollte vielmehr verjüngend sein und in der Spitze weich
0 und flexibel, um ein möglichst naturgetreues Landen der Fliege auf der Wasseroberfläche zu ermöglichen.
Am dicken Ende dagegen sollte das verjüngende Vorfach hart und steif sein, um beim Auswerfen der Schnur ein Verheddern zu
verhindern. Außerdem hat ein steifes Vorfach den Vorteil, in einer geradlinigen Lage auf dem Wasser zu liegen und so den
Anhieb zu verkürzen.
Die Verbindung von Weichheit und Steifigkeit des Vorfachs wurde
früher so realisiert, daß das Vorfach aus kurzen Schnurstücken mit unterschiedlicher Stärke geknüpft wurde. Dabei wurde das
dicke Ende des Vorfachs (Butt) mit der Hauptschnur und das dünne Ende (Tippet) mit dem Haken verknüpft.Die mechanischen
Eigenschaften eines derartig geknüpften Vorfachs sind allerdings noch nicht befriedigend. Da das Vorfach aus einem
einheitlichen Material besteht, kann die Steifigkeit des Vorfachs nur über die Dicke der einzelnen Schnurstücke
reguliert werden. Dem damit zugänglichen Variationsbereich sind aber enge Grenzen gesetzt.
Ein weiterer Fortschritt bestand in der Einführung eines knotenlosen sich verjüngenden Vorfachs. Dadurch konnte das
aufwendige Verknüpfen mehrerer Schnurstücke vermieden werden und die Steifigkeit der Schnur nahm zwischen Butt und Tippet
ab, weil die Schnurstärke immer dünner wurde. Aber auch hier
besteht das Vorfach aus einem einheitlichen Material, so daß die Steifigkeit des Monofils nur über die Dicke der Schnur
0 reguliert wird. Das sich knotenlos verjüngende Vorfach ist gegenüber dem geknüpften Vorfach zwar einfacher herstellbar,
führt aber auch nicht zu größeren Variationsmöglichkeiten hinsichtlich des Steifigkeitsprofils.
Zur Überwindung dieser Nachteile werden vom Stand der Technik
unterschiedliche Lösungen vorgeschlagen.
Die deutsche Patentanmeldung DE-A-33 08 715 beschreibt ein
Vorfach aus einem sich verjüngenden Monofil, das im Bereich des Butt zur Erhöhung der Steifigkeit mit einer Ummantelung
versehen ist.
Das amerikanische Patent US 3,453,769 beschreibt ein Vorfach, das aus zwei zusammengeknüpften, sich verjüngenden
5 Schnurstücken besteht, wobei das das Butt bildende Schnurstück aus einem Material mit höherer Steifigkeit als das Material des
Tippets hergestellt ist.
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Diese bekannten Vorfächer sind herstellungstechnisch jedoch sehr aufwendig und mit entsprechend hohen Produktionskosten
verbunden. Es müssen nämlich stets unterschiedliche Materialien verarbeitet werden, sei es als Ummantelung des Monofils, sei es
als Schnurstücke des geknüpften Vorfachs. Zudem weisen das Vorfach der DE-A-33 08 715 wie auch das Vorfach der US
3,453,769 einen merklichen Sprung im Steifigkeitsprofil entlang
des Vorfachs auf. Im ersteren Fall tritt dieser Sprung am Übergang des ummantelten zum nicht ummantelten Abschnitt des
Vorfachs auf, im letzteren Fall an der Verbindungsstelle der beiden Teilabschnitte des Vorfachs aus unterschiedlichem
Material. Daraus resultiert aber eine unbefriedigende Auswurfcharakteristik der Angelschnur und eine natürliche
Präsentation der "Fliege" auf der Wasseroberfläche ist nicht
möglich.
Aufgrund der Nachteile des aus der US 3,453,769 bekannten Vorfachs wird in dem amerikanischen Patent US 3,758,979 eine
drastische Konsequenz gezogen und ein Vorfach vorgeschlagen, 0 das eine relativ starre Seele und eine sich zum Tippet hin
verjüngende Ummantelung aus einem flexibleren Material aufweist, so daß das Tippet steifer als das Butt ist
(vergleiche dort Anspruch 1). Die Eigenschaften dieses Vorfachs sind aber nicht befriedigend, so daß sich diese Ausführungsform
nicht durchsetzen konnte.
Ein weiterer Nachteil bekannter Vorfächer ist die glänzende Oberfläche des Monofils bzw. der Schnurstücke, die den Fisch
aufgrund von Lichtreflexionen irritieren kann.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Vorfach anzugeben, dessen Steifigkeits- und Weichheitsprofil den Erfordernissen
des Fliegenfischens optimal angepaßt sind. Dabei soll das Vorfach preiswert herstellbar sein.
Außerdem soll die Oberfläche des Vorfachs so gestaltet sein, daß das Vorfach für Fische nicht oder nur sehr schwer
wahrnehmbar ist.
Diese Aufgabe wird durch das erfindungsgemäße Vorfach gelöst,
wobei das bekannte, sich verjüngende Vorfach so modifiziert ist, daß das Tippet flexibel ist, das Butt etwa die Härte und
Steifigkeit der Hauptschnur hat und das Vorfach eine matte Oberfläche aufweist. Dabei besteht das Vorfach aus einem
einzigen Material, das durch Zugabe von Additiven im Butt- bzw. Tippetbereich in seiner Steifigkeit beeinflußt werden kann.
Das erfindungsgemäße Vorfach kann ein sich verjüngendes Monofil
oder ein aus einzelnen Schnurstücken geknüpftes oder verschweißtes Vorfach sein.
Die Vorteile des erfindungsgemäßen Vorfachs sind vor allem
darin zu sehen, daß das Tippet flexibler und das Butt steifer gestaltet werden können als bei einem herkömmlichen, sich
verjüngenden oder geknüpften Vorfach. Gleichzeitig tritt kein extremer Sprung in der Steifigkeit entlang des Vorfachs auf.
Dadurch kann die "Fliege" in einer natürlichen Bewegung auf dem Wasser präsentiert werden. Andererseits erlaubt ein steifes
0 Butt sowohl das sichere Auswerfen der Schnur, ohne daß ein Verheddern befürchtet werden muß, als auch eine relativ
geradlinige Anordnung dieses Teils des Vorfachs auf dem Wasser. Verbunden mit der matten Oberfläche kann der Fisch das
Vorfach nicht oder nur sehr schwer erkennen. Da auf unterschiedliche Materialien oder auf eine ummantelte Struktur
verzichtet wird und die Modifizierung des Vorfachmaterials
statt dessen durch einfaches Imprägnieren mit geeigneten Hilfsstoffen erreichbar ist, kann das Vorfach äußerst
ökonomisch hergestellt werden.
Bevorzugt ist das Vorfach an Butt und Tippet verschieden gefärbt, wobei das Tippet vorteilhaft hell und das Butt
vorteilhaft dunkel gefärbt sind.
5 Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsformen des
erfindungsgemäßen Vorfachs anhand der beigefügten Zeichnung näher beschrieben. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine Aufsicht der beiden stark vergrößert
dargestellten Enden einer ersten Ausführungsform der Erfindung, wobei das Vorfach ein sich knotenlos
verjüngendes Monofil ist.
Fig. 2 eine Aufsicht einer zweiten Ausführungsform, bei der
das Vorfach aus einzelnen Schnurstücken mit unterschiedlichem Durchmesser geknüpft ist, wobei die
Dicke der Schnurstücke bezogen auf die Länge des Vorfachs stark überhöht dargestellt ist.
10
Das in Figur 1 dargestellte erfindungsgemäße Vorfach 1 besitzt
typischerweise eine Länge von circa 200 - 450 cm, wobei das hell gefärbte Tippet 2 gewöhnlich eine Länge von circa 60 - 70
cm aufweist. Das Vorfach 1 verjüngt sich knotenlos vom Butt 3 in Richtung auf das Tippet. Der Durchmesser am dicken Ende 3
des Vorfachs liegt bevorzugt im Bereich von 0,4 - 0,7 mm und am dünnen Ende 2 im Bereich von 0,1 - 0,4 mm.
Das Vorfach besteht bevorzugt aus einem Kunststoff, insbesondere einem Polyamid, Polyester, Polyurethan oder
Polyolefin, vorteilhaft in Form eines gereckten Monofils. Besonders bevorzugt besteht das Vorfach aus einem Polyamid.
Das erfindungsgemäße, geknüpfte Vorfach 10 ist der Figur 2
dargestellt. Es besitzt typischerweise eine Länge von circa 200 - 450 cm und besteht gewöhnlich aus 5-10 einzelnen
Schnurstücken 41,42,43,44. Die Schnurstücke weisen in der Regel unterschiedliche vom Butt 30 zum Tippet 20 abnehmende
Durchmesser auf und sind in den Bereichen 50 miteinander 0 verknüpft. Der Durchmesser eines einzelnen SchnurStücks ist
über seine Länge im wesentlichen konstant. Die dünnste Schnur des Vorfachs, das hell gefärbte Tippet 20, weist gewöhnlich
eine Länge von circa 60 - 100 cm auf. Die Länge der einzelnen Schnurstücke nimmt bevorzugt zum Butt hin ab. Der Durchmesser
am dicken Ende 30 des Vorfachs liegt je nach Verwendungsart bevorzugt im Bereich von 0,35 - 0,7 mm und am dünnen Ende 20 im
Bereich von 0,1 - 0,4 mm.
Das erfindungsgemäße Vorfach besteht auch hier bevorzugt aus
einem Kunststoff, insbesondere einem Polyamid, Polyester, Polyurethan oder Polyolefin, wobei die einzelnen Schnurstücke
bevorzugt Stücke aus einem gereckten Monofil sind. Besonders bevorzugt besteht das geknüpfte, verjüngende Vorfach aus einem
Polyamid.
Das beanspruchte knotenlos verjüngende Vorfach 1 ist dadurch
erhältlich, daß man das Tippet 2 in an sich bekannter Weise mit einem Weichmacher behandelt. Das geknotete, verjüngende
Vorfach 10 ist erhältlich, indem man die Monofile, aus denen die einzelnen Schnurstücke 41,42,43,44 zugeschnitten werden, in
an sich bekannter Weise mit Weichmachern behandelt. Geeignete Weichmacher und ihre Anwendung auf alle hier in Frage
kommenden Schnurmaterialien sind bekannt, vgl. z.B. Ullmanns Enzyklopädie der technischen Chemie, 4. Aufl., Bd. 24, S.
349ff. Das Tippet wird dabei so behandelt, daß es am weichsten und flexibelsten ist, während die Konzentrationen der
Weichmacher in der Schnur, bzw. in den Schnurstücken zum Butt hin abnehmen, die Härte dieser Schnur bzw. Schnurstücke also
zunimmt.
In einer bevorzugten Ausfuhrungsform sind Tippet 2,20 und Butt
3,3 0 eines knotenlosen oder eines geknoteten Vorfachs verschieden gefärbt. Bevorzugt sind das Tippet 2,20 hell und
das Butt 3,3 0 dunkel gefärbt. Bevorzugt ist auch die Schnur 4 bzw. sind auch die Schnurstücke 41,42,43,44 zwischen Tippet und
Butt an der Färb- bzw. Helligkeitsabstufung beteiligt. Die Schnur 4,40 weist dann eine vom Butt 3 zum Tippet 2 zunehmende
0 Helligkeit auf. Die Farbpigmente für das Tippet 2,20 können auch so gewählt sein, daß sie als Weichmacher für den
Kunststoff der Schnur wirken.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das Vorfach
1,10 eine matte Oberfläche auf. Die matte Oberfläche kann in an sich bekannter Weise z.B. durch Füllstoffe oder eine
Oberflächenbehandlung erreicht werden.
Geeignete Farbstoffe und Modifizierungsmittel für die
Kunststoffe, die für die Herstellung einer Angelschnur und des hier beschriebenen Vorfachs verwendet werden, sind bekannt.
Auch die Verfahren zum Auf-oder Einbringen dieser Mittel auf oder in den Kunststoff sind bekannt,vgl. z.B. Ullmann
Enzyklopädie der technischen Chemie, Bd. 11, S. 291ff.
Claims (8)
1. Vorfach (1,10) zum Verbinden eines Angelhakens mit der Hauptschnur einer Angel, wobei das Vorfach eine aus nur einem
Material bestehende, sich verjüngende Schnur (4,40) ist, deren dickes Ende (Butt) (3,30) mit der Hauptschnur und deren dünnes
Ende (Tippet) (2,20) mit dem Haken verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß
das Tippet (2,20) weich und flexibel und das Butt (3,30) härter und steifer als das Tippet ausgebildet sind.
2. Vorfach gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schnur (4) ein sich knotenlos verjüngendes Monofil ist.
dadurch gekennzeichnet, daß die Schnur (4) ein sich knotenlos verjüngendes Monofil ist.
3. Vorfach gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schnur (40) aus monofilen Schnurstücken (41,42,43,44) geknotet ist, wobei die Durchmesser der Schnurstücke zwischen Butt (30) und Tippet (20) abnehmen, während der Durchmesser der Schnur (40) entlang eines SchnurStücks im wesentlichen konstant ist.
dadurch gekennzeichnet, daß die Schnur (40) aus monofilen Schnurstücken (41,42,43,44) geknotet ist, wobei die Durchmesser der Schnurstücke zwischen Butt (30) und Tippet (20) abnehmen, während der Durchmesser der Schnur (40) entlang eines SchnurStücks im wesentlichen konstant ist.
0 4. Vorfach gemäß einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet,
daß Tippet (2,20) und Butt (3,3 0) verschieden gefärbt sind.
5. Vorfach gemäß Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das Tippet (2,20) hell und das Butt (3,30) dunkel gefärbt sind.
dadurch gekennzeichnet, daß das Tippet (2,20) hell und das Butt (3,30) dunkel gefärbt sind.
6. Vorfach gemäß einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Vorfach (1,10) ein Kunststoff ist.
7. Vorfach gemäß Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoff ein Polyamid ist.
8. Vorfach gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Oberfläche des Vorfachs (1,10) matt ist.
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Publications (1)
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