DE602004002089T2 - Förderkabel - Google Patents
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Description
- Die Erfindung betrifft ein Förderkabel mit scheibenförmigen Förderteilen zur Verwendung in endlosen Rohrfördersystemen, wobei das Kabel aus einer Anzahl gedrehter Kardeele besteht, die jeweils aus dünnen Fäden oder Fasern gefertigt sind, und einen äußeren Mantel aufweist, an dem die Förderteile durch Spritzgießen direkt befestigt sind.
- Die Druckschrift EP-A1-0 659 661 beschreibt ein aus Polyesterfasern hergestelltes Förderkabel, das zur Verwendung beim Transport von Material in Rohrfördersystemen gedacht ist, wobei scheibenförmige Förderteile aus Polyurethan direkt an einem äußeren Mantel befestigt sind, der ebenfalls aus Polyurethan besteht.
- Die Verwendung von Werkstoffen mit der gleichen Schmelztemperatur (gleichen Werkstoffen) sowohl für den äußeren Mantel als auch für die scheibenförmigen Förderteile hat den Nachteil, dass über den Mantel keine ausreichende Haftung zwischen den Förderteilen und den Fasern des Förderkabels erreicht wird. Dies führt dazu, dass die Förderteile während des Gebrauchs zu geringe Haftung aufweisen und daher unter Belastung so verschoben werden, dass auch der Mantel zerstört wird.
- Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Förderkabel der in der Einleitung beschriebenen Art zu schaffen, bei dem es in einfacher Weise ermöglicht ist, eine ganz außerordentliche Haftung der scheibenförmigen Förderteile durch den äußeren Mantel und an den Fasern des Förderkabels zu erreichen.
- Das erfindungsgemäße Förderkabel ist dadurch gekennzeichnet, dass der äußere Mantel aus einem Polymer besteht, dessen Schmelztemperatur niedriger als die Schmelztemperatur des Kunststoffwerkstoffs ist, aus dem die Förderteile spritzgegossen sind. In einer besonders einfachen Weise wird hierdurch zwischen den scheibenförmigen Förderteilen über den äußeren Mantel mit den Fasern im Kabel eine ganz außerordentlich gute Haftung erreicht. Die Tatsache, dass die Schmelztemperatur des Scheibenwerkstoffs höher als die Schmelztemperatur des Mantelwerkstoffs ist, bedeutet ein örtliches Weichwerden des äußeren Mantels an den Förderteilen, so dass eine geradezu optimal gute Verbindung zwischen den Förderteilen und dem Kabel über den Mantel hergestellt wird.
- Im Allgemeinen ist es überdies sehr vorteilhaft, mit einem Förderkabel arbeiten zu können, bei dem sowohl der äußere Mantel als auch die Förderteile aus Werkstoffen hergestellt sind, die zur Verwendung bei der Handhabung von Lebensmitteln zugelassen sind.
- Das erfindungsgemäße Förderkabel ist zweckmäßig so aufgebaut, dass die Förderteile aus synthetischen Werkstoffen bestehen, deren Schmelztemperatur 10–40°C höher als die Schmelztemperatur des äußeren Mantels ist, der aus einem Polymer besteht. Mit anderen Worten gibt es eine ziemlich kleine, jedoch ausreichende Differenz der Schmelztemperatur der Förderteile beziehungsweise des äußeren Mantels.
- Das erfindungsgemäße Förderkabel ist jedoch vorzugsweise so ausgelegt, dass die Förderteile aus Polyamid (Nylon) bestehen, dessen Schmelztemperatur 20°–30°C höher als die Schmelztemperatur des äußeren Mantels ist, der aus Polyurethan besteht.
- Zweckmäßig ist das erfindungsgemäße Förderkabel ferner so konstruiert, dass das Kabel als ausgeglichenes (torsionsneutrales) Kabel gefertigt wird, welches aus mindestens drei Kardeelen besteht, die jeweils aus sehr dünnen synthetischen Fasern gefertigt sind, die einzeln mit einem Polymer oberflächenbehandelt sind, was den Fasern hohe Biegeverschleißfestigkeit und gute Haftfähigkeit am äußeren Mantel verleiht, der aus einem Polymer besteht. In diesem Zusammenhang ist es natürlich sehr wichtig, dass eine sehr gute Haftung zwischen den Kardeelen des Kabels selbst und dem äußeren Mantel gewährleistet ist, so dass die Verbindung zwischen dem Kabel und den Förderteilen dadurch ebenfalls stabil und optimal ist.
- Ein Förderkabel dieser Art, bei dem das Kabel aus synthetischen Fasern besteht, ist darüber hinaus sehr vorteilhaft, weil sein Eigengewicht im Vergleich zu einem herkömmlichen Förderkabel, bei dem das Basiskabel aus Stahldraht besteht, stark verringert ist.
- Am zweckmäßigsten ist das erfindungsgemäße Förderkabel so konstruiert, dass das Kabel als ausgeglichenes (torsionsneutrales) Kabel gefertigt wird, welches aus mindestens sieben Kardeelen besteht, die jeweils aus sehr dünnen Paraamidfasern gefertigt sind, die einzeln mit einem Polymer oberflächenbehandelt sind, was den Fasern hohe Biegeverschleißfestigkeit und gute Haftfähigkeit am äußeren Mantel verleiht, der aus einem Polyurethan besteht. Ein weiterer sehr wichtiger Vorteil eines Förderkabels mit einem Basiskabel aus synthetischen Fasern und einem glatten äußeren Mantel und damit verbundenen glatten Förderteilen besteht darin, dass das Förderkabel sehr leicht sauber zu halten und zu reinigen ist, zum Beispiel mittels eines Durchgangs durch eine automatische Reinigungsstation.
- Mit dem Zweck, die Dehnung des Förderkabels zu minimieren, kann dieses erfindungsgemäß so ausgelegt sein, dass das Kabel aus Kardeelen mit einer Schlaglänge in der Größenordnung von 50–150 mm, vorzugsweise 100 mm gefertigt wird, so dass die Dehnung des Kabels minimiert wird.
- Im Vergleich mit bekannten Faserkabeln der fraglichen Art wird hierdurch ein sehr wichtiger Vorteil erzielt, nämlich eine hohe Steifigkeit, die es ermöglicht, das erfindungsgemäße Förderkabel durch Rohrabschnitte zu schieben, im Gegensatz zu anderen bekannten, geflochtenen Faserkabeln ohne äußeren Mantel, die so weich und biegsam sind, dass es völlig unmöglich ist, sie durch sogar relativ kurze Rohrabschnitte zu schieben, d.h., dass dem Stand der Technik gemäße geflochtene Faserkabel ohne äußeren Mantel durch Rohrabschnitte gezogen werden müssen, was ein relativ lästiger und zeitaufwändiger Vorgang ist.
- Alternativ kann das erfindungsgemäße Förderkabel als ausgeglichenes, d.h. torsionsneutrales Kabel gefertigt werden, welches vorzugsweise aus sieben Kardeelen besteht, die jeweils aus dünnen Fäden aus Stahl gefertigt sind, wobei das Kabel unter Erwärmung durch Extrudieren mit dem äußeren Mantel versehen wird, der aus Polyurethan besteht und der dadurch integral mit dem Kabel ausgebildet ist.
- Mit anderen Worten scheint beim erfindungsgemäßen Förderkabel auf, dass es extrem gute Gebrauchseigenschaften aufweist, was dadurch gekennzeichnet ist:
- – dass es aus für die Lebensmittelhandhabung zugelassenen Werkstoffen gefertigt werden kann,
- – dass es weniger Längsdehnung aufgrund von Zugwirkung aufweist und leicht gespannt gehalten werden kann,
- – dass es weniger Gewicht aufweist, was im Vergleich mit großer Flexibilität und geringer Biegekraft bedeutet, dass ein System 20% mehr Kurven aufweisen kann, und dass es unproblematisch ist, wenn verschiedene Krümmungen aufeinander folgen,
- – dass es eine bessere Beschichtung mit einer glatten Oberfläche aufweist und dass es sich sogar bei feuchtem Material selbst rein hält, und
- – dass es eine hohe Lebensdauer aufweist, die im Vergleich zu bekannten Förderkabeln um einen Faktor 8 höher ist.
- Im Folgenden wird die Erfindung ausführlicher in Verbindung mit der Zeichnung beschrieben, die eine Seitenansicht einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Förderkabels darstellt.
- Das in der Zeichnung dargestellte Förderkabel
2 ist als ausgeglichenes, d.h. torsionsneutrales Kabel3 gefertigt, das aus einer Anzahl von Kardeelen bzw. Einzeldrähten4 , zum Beispiel sieben Kardeelen4 , geschlagen ist, die jeweils aus einer sehr hohen Anzahl von dünnen Fasern aus Paraamid bestehen, die einzeln oberflächenbehandelt und mit einer Oberflächenbeschichtung aus einem Polymer versehen sind, das den Zweck hat, hohe Biegenverschleißfestigkeit, lange Lebensdauer und außerordentlich gute Haftung an dem äußeren Mantel6 zu gewährleisten, der aus Polyurethan besteht. - Dadurch, dass die einzelnen Fasern der Kardeele
4 mit dem Polymer oberflächenbehandelt sind, wird gleichzeitig eine optimale Oberflächenbehandlung der Kardeele4 erreicht, so dass die Haftung zwischen dem Kabel3 und dem äußeren Mantel optimal ist, was folglich eine optimale Kraftübertragung zwischen dem Kabel3 und den scheibenförmigen Förderteilen8 bedeutet, die durch Spritzgießen direkt auf dem äußeren Mantel6 gefertigt sind. - Die Förderteile
8 bestehen aus Polyamid (Nylon), dessen Schmelztemperatur 20°–30°C höher als die Schmelztemperatur des äußeren Mantels6 ist, der, wie erwähnt, aus Polyurethan besteht. Durch Spritzgießen der Förderteile8 direkt auf den äußeren Mantel6 , tritt ein sehr kurzzeitiges Erwärmen und Aufweichen des äußeren Mantels6 im Kontaktbereich mit den Förderteilen8 auf, so dass die letzteren über den äußeren Mantel6 einen besseren Kontakt mit den Fasern des Förderkabels erzielen. - Durch Versuche wurde ferner festgestellt, dass die Dehnung des Kabels zwischen ungefähr 0,32% bei einer Zugkraft von 1000 N und ungefähr 1,4% bei einer Zugkraft von 5000 N variiert, weil das Kabel insgesamt eine Zugfestigkeit in der Größenordnung von 30.000 N aufweist. Andere Versuche haben gezeigt, dass zum Abreißen eines scheibenförmigen Förderteils vom Förderkabel eine Zugkraft in der Größe von 1700 – 2000 N erforderlich ist.
Claims (7)
- Förderkabel mit scheibenförmigen Förderteilen zur Verwendung in endlosen Rohrfördersystemen, wobei das Kabel aus einer Anzahl gedrehter Kardeele besteht, die jeweils aus dünnen Fäden oder Fasern gefertigt sind, und einen äußeren Mantel aufweist, an dem die Förderteile durch Spritzgießen direkt befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, dass der äußere Mantel aus einem Polymer besteht, dessen Schmelztemperatur niedriger als die Schmelztemperatur des Kunststoffwerkstoffs ist, aus dem die Förderteile spritzgegossen sind.
- Förderkabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderteile aus einem synthetischen Werkstoff bestehen, dessen Schmelztemperatur 10°C–40°C höher als die Schmelztemperatur des äußeren Mantels ist, der aus einem Polymer besteht.
- Förderkabel nach Anspruch 1–2, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderteile aus Polyamid (Nylon) bestehen, dessen Schmelztemperatur 20°C–30°C höher als die Schmelztemperatur des äußeren Mantels ist, der aus Polyurethan besteht.
- Förderkabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kabel als ausgeglichenes (torsionsneutrales) Kabel gefertigt ist, welches aus mindestens drei Kardeelen besteht, die jeweils aus sehr dünnen synthetischen Fasern gefertigt sind, die einzeln mit einem Polymer oberflächenbehandelt sind, was den Fasern hohe Biegeverschleißfestigkeit und gute Haftfähigkeit am äußeren Mantel verleiht, der aus einem Polymer besteht.
- Förderkabel nach Anspruch lund 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Kabel als ausgeglichenes (torsionsneutrales) Kabel gefertigt ist, welches aus mindestens sieben Kardeelen besteht, die jeweils aus sehr dünnen Paraamidfasern gefertigt sind, die einzeln mit einem Polymer oberflächenbehandelt sind, was den Fasern hohe Biegeverschleißfestigkeit und gute Haftfähigkeit am äußeren Mantel verleiht, der aus einem Polyurethan besteht.
- Förderkabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kabel aus Kardeelen mit einer Schlaglänge in der Größenordnung von 50–150 mm, vorzugsweise 100 mm gefertigt ist, so dass die Dehnung des Kabels minimiert wird.
- Förderkabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kabel als ausgeglichenes (torsionsneutrales) Kabel gefertigt ist, welches aus einer Anzahl von Kardeelen besteht, die jeweils aus sehr dünnen Fäden aus Stahl gefertigt sind, wobei das Kabel unter Erwärmung durch Extrudieren mit dem äußeren Mantel versehen ist, der aus Polyurethan besteht und der dadurch integral mit dem Kabel ausgebildet ist.
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