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DE19609196C2 - Kunstköder zum Angeln - Google Patents

Kunstköder zum Angeln

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    • A01KANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
    • A01K85/00Artificial bait for fishing
    • A01K85/16Artificial bait for fishing with other than flat, or substantially flat, undulating bodies, e.g. plugs
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    • A01K85/14Artificial bait for fishing with flat, or substantially flat, undulating bodies, e.g. spoons

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  • Environmental Sciences (AREA)
  • Marine Sciences & Fisheries (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Biodiversity & Conservation Biology (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft einen Kunstköder zum Angeln, der einen Hauptkörper und einen sich durch den Hauptkörper hindurcherstreckenden Hohlstab aufweist, in dem eine Angelschnur geführt ist.
Derartige Kunstköder werden insbesondere zum Fangen vom Raubfischen verwendet. Eine bekannte Ausführungsform wird in der DE 40 12 717 A1 beschrieben. Die dort angegebenen Kunstköder weisen jedoch hohe Verlustraten beim Angeln auf, da der Fisch nach einem Beißen sowohl den Haken als auch den Kunstköder im Maul hat. Die Er­ fahrung zeigt, daß auch die Fangquoten bei Verwendung der bekannten Kunstköder nicht zufriedenstellend sind.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher, eine Vor­ richtung der einleitend genannten Art derart zu kon­ struieren, daß die Fangergebnisse verbessert werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Hohlstab und der Hauptkörper starr miteinander verbunden sind und daß ein Endstück der Angelschnur von einem Arretierungselement aufgenommen ist, das relativ zum Hauptkörper beweglich ist und daß der Hauptkörper relativ zur Angelschnur in einer Längsrichtung frei beweglich ist.
Durch die Hindurchführung der Angelschnur durch den Hohlstab und die Aufnahme des Endstückes der Angel­ schnur vom Arretierungselement ist es möglich, daß eine Bewegung des Hauptkörpers relativ zur Angelschnur stattfindet. In einer Ausgangspositionierung stößt der Hauptkörper gegen das Arretierungselement und lockt den zu fangenden Fisch in den Bereich des Hakens.
Die Erfindung betrifft Kunstköder, die nach dem Anbiß eines Raubfisches nicht mehr durch ihr Eigengewicht oder deren Wasserwiderstand vom Fisch aus dem Maul gehebelt werden können. Die neuen Köder sind dadurch gekennzeichent, daß diese beim Anbiß eines Fisches frei auf dem Vorfach gleiten, der Fisch aber somit nur den Haken im Maul hat.
Zur Vermeidung eines Abriebes an der Angelschnur ist es zweckmäßig, daß der Hohlstab in beiden Richtungen mit einem Durchlaufkonus versehen ist.
Eine weitere Abriebverminderung kann dadurch erreicht werden, daß der Hohlstab in Richtung auf einen Wirbel mit einem Durchlaufkonus versehen ist.
Zur Bereitstellung eines modularen Systems wird vorge­ schlagen, daß der Hauptkörper mehrteilig ausgebildet ist.
Ein guter Kompromiß zwischen einer Modularität und einer Vermeidung einer zu großen Teilevielfalt wird dadurch bereitgestellt, daß der Hauptkörper ein Vorder­ teil, ein Mittelteil sowie ein Hinterteil aufweist.
Eine einfache Ausführungsform wird dadurch unterstützt, daß das Arretierungselement als Haken ausgebildet ist.
Zur Verbesserung von Rotationsdämpfungen wird vorge­ schlagen, daß als Arretierungselement eine Gummiperle zwischen Haken und Kunstköder montiert ist.
Eine weitere Erhöhung der Anwendungsvielfalt wird da­ durch erreicht, daß zusätzlich zum Hauptkörper ein Spinnerblatt vorgesehen ist.
Zur Erzeugung von Lockströmungen wird vorgeschlagen, daß in mindestens einem Bereich des Hauptkörpers Boh­ rungen zur Strömungsführung vorgesehen sind.
Eine Variation des spezifischen Gewichtes des Haupt­ körpers kann dadurch unterstützt werden, daß der Haupt­ körper mindestens bereichsweise hohl ausgebildet ist.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Er­ findung schematisch dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1 ein als Blinkerblatt hergestellter Kunstköder, der mit Beschwerungsplatten versehen ist und bei dem die Beschwerungsplatten mit dem Blinkerblatt druckknopfartig verbunden sind,
Fig. 2 eine Seitenansicht des Kunstköders gemäß Fig. 1,
Fig. 3 eine Darstellung eines den Kunstköder durch­ dringenden Hohlstabes mit vergrößert darge­ stelltem Endbereich zur Veranschaulichung der Ausbildung eines Einführtrichters,
Fig. 4 eine Darstellung zur Veranschaulichung der Herstellung eines Spinners mit Schnurtubus,
Fig. 5 eine Seitenansicht eines mehrteiligen Kunst­ köders,
Fig. 6 eine Darstellung des mehrteiligen Kunstköders gemäß Fig. 5 in auseinandergenommenen Zustand,
Fig. 7 einen Querschnitt gemäß Schnittlinie VII-VII in Fig. 4 und
Fig. 8 einen Querschnitt gemäß Schnittlinie VIII-VIII in Fig. 6.
Fig. 1 zeigt einen Kunstköder, der einen Hauptkörper (3) aufweist, der als Blinkerblatt ausgebildet ist. Eine Angelschnur (1) erstreckt sich durch den Haupt­ körper (3) hindurch und wird von Durchlaufkonen (2) geführt. Die in Fig. 1 im rechten Bereich eingezeich­ neten Durchlaufkonen (2) begrenzen einen Hohlstab (8). Im linken Bereich von Fig. 1 ist am Ende der Angel­ schnur (1) ein Haken (5) eingezeichnet, im rechten Zeichnungsbereich sind Wirbel (4) gekennzeichnet. Im Bereich einer Oberseite und einer Unterseite des Haupt­ körpers (3) sind Beschwerungsplatten (7) angeordnet. Die Beschwerungsplatten (7) sind mit dem Hauptkörper (1) von Verbindungszapfen (6) gekoppelt.
Der Hauptkörper (3) kann aus Kunststoff hergestellt sein und für die Beschwerungsplatten (7) ist Metall, beispielsweise Blei verwendbar. Die Verbindungszapfen (6) sind druckknopfartig ausgebildet und greifen in vorgebohrte Löcher ein.
Aus Fig. 2 ist erkennbar, daß die Beschwerungsplatten (7) eine geringere Flächenausdehnung als der Haupt­ körper (3) aufweisen. Ebenfalls sind in der Draufsicht die Verbindungszapfen (6) erkennbar. Grundsätzlich ist es bezüglich des Hohlstabes (8) auch möglich, lediglich Endbereiche des Hohlstabes (8) durch die beiden Durch­ laufkonen (2) auszubilden und zwischen den Durchlauf­ konen (2) einen Freilauf oder einen mindestens be­ reichsweisen Freilauf vorzusehen.
In Fig. 3 ist der Hohlstab (8) isoliert vom Hauptkörper (3) dargestellt. Insbesondere in der rechts in Fig. 3 dargestellten vergrößerten Abbildung des Durchlaufkonus (2) ist erkennbar, daß eine kontinuierliche Erweiterung des Durchlaufkonus (2) vorgesehen ist, um eine schonende Führung der Angelschnur (1) zu unterstützen.
Der Durchlaufkonus (2) beziehungsweise der Hohlstab (8) können aus Plastik oder Kohlefaser ausgebildet sein. Es erfolgt jeweils eine Längenanpassung des Hohlstabes (8) an die Dimensionierung des jeweiligen Hauptkörpers (3). Innenbereiche der Durchlaufkonen (2) sind sehr glatt ausgebildet, um ein Aufrauhen der Angelschnur (1) zu vermeiden.
Die Bohrung des Schnurdurchlasses im Bereich des Hohl­ stabes (8) beträgt vorzugsweise 0,2 bis 0,4 mm zu­ züglich dem Durchmesser der Angelschnur (1). Bei einer Angelschnur der Dimension 40 ergibt sich somit ein Bohrungsdurchmesser von 0,6 mm bis 0,8 mm.
Eine durch den Hohlstab (8) hindurchgeleitete Wasser­ strömung wirkt als Gleitmittel für die Angelschnur (1) und vermeidet zusätzlich einen Schnurabrieb. Durch eine freilaufende Führung der Angelschnur (1) innerhalb des Hohlstabes (8) ist es möglich, den Hauptköder (3) frei­ laufend entlang der Angelschnur (1) zu bewegen. In Richtung auf den Haken (5) wird die Bewegung durch ein Arretierungselement (9) begrenzt, das entweder als Teil des Hakens (5) ausgebildet sein kann oder ein eigen­ ständiges Element ausbildet.
Bei einer Benutzung des Kunstköders kann sich der Hauptkörper (3) somit entlang der Angelschnur (1) be­ wegen und täuscht einen Köderfisch vor. Durch eine feste Verbindung des Hohlstabes (8) beziehungsweise der Durchlaufkonen (2) mit dem Hauptkörper (3) wird eine Rotation des Hauptkörpers (3) um die Angelschnur (1) vermieden. Zusätzlich wird die Rotation durch den Wirbel (4) im Bereich eines von der Angelschnur (1) ausgebildeten Vorfaches begrenzt. Eine weitere Ab­ bremsung kann durch eine Ausbildung des Arretierungs­ elementes (9) als Gummiperle erfolgen.
In Fig. 4 ist die Herstellung eines als Spinner ausge­ bildeten Hauptkörpers (3) unter Verwendung des Hohl­ stabes (8) dargestellt. Um ein Rotieren des Haupt­ körpers (3) zu vermeiden, weist dieser eine Form auf, die in lotrechter Richtung nach unten mit einem Zapfen­ vorsprung (11) versehen ist.
Der Hauptkörper (3) kann aus Bleiguß ausgebildet sein und auf den Hohlstab (8) aufgeschoben werden. Zu­ sätzlich ist eine Befestigung (19) zur Halterung eines Spinnerblattes (13) verwendet. Die Befestigung (1) weist eine Bohrung (10) zur Halterung des Spinner­ blattes (13) auf. Zur Erleichterung einer Rotation der Befestigung (19) relativ zum Hohlstab (8) ist zwischen der Befestigung (19) und dem Hauptkörper (3) eine Unterlegscheibe (12) angeordnet.
Fig. 5 veranschaulicht einen mehrteiligen und als Wobbler ausgebildeten Hauptkörper (3), der vorzugsweise aus Kunststoff ausgebildet ist.
Der Hauptkörper (3) besteht aus einem Vorderteil (30) einem Mittelteil (26) und einem Hinterteil (25). Im Bereich des Mittelteiles (26) ist ein Lochteil (27) angeordnet. Zur Verbindung der Elemente wird eine Steckhülse (28) verwendet. Im Vorderteil (30) und im Hinterteil (25) sind Bohrungen (29) vorgesehen, die sich in Richtung einer Längsachse erstrecken.
Aus der gegenüber Fig. 5 auseinandergenommenen Dar­ stellung in Fig. 6 ist die Geometrie der einzelnen Bau­ teile erkennbar. Insbesondere ist erkennbar, daß im Bereich des Vorderteiles (30) und des Hinterteiles (25) Verdickungen (31) zur Klemmbeaufschlagung des Mittel­ teiles (26) vorgesehen sind. Zur Verbindung kann das Mittelteil (26) in das Vorderteil (30) und das Hinter­ teil (25) eingeschoben werden.
Fig. 7 veranschaulicht in einer Querschnittdarstellung die Gestaltung des Mittelteiles (26). Insbesondere sind der Hohlstab (8) und der Zapfenvorsprung (11) erkenn­ bar.
In Fig. 8 ist in einem Querschnitt der Aufbau des Lochteiles (27) veranschaulicht. Es ist erkennbar, daß sich durch das Lochteil (27) der Hohlstab (8) hindurch­ erstreckt und daß eine Vielzahl von Ausnehmungen (16) im Lochteil (27) angeordnet sind.
Im Bereich des von der Angelschnur (1) ausgebildeten Vorfaches wird vorzugsweise ein Bewegungsbereich für den Hauptkörper (3) von 30 cm bis 1,5 m vorgesehen. Als Haken (5) können beispielsweise Einzelhaken oder Drillinge verwendet werden. In Abhängigkeit von den zu fangenden Fischarten können unterschiedliche Mate­ rialien für das Vorfach verwendet werden. Beispiels­ weise sind für den Fang von Hechten Vorfächer aus Stahl oder Kevlar zweckmäßig.
Bei der Verwendung für Schleppfischen, Blinkern oder Spinnfischen sind Vorfachlängen von 70 cm bis 1,5 m zweckmäßig.
Insbesondere ist daran gedacht, ein modulares System von Hauptkörpern (3) bereitzustellen. Der jeweilige Angler kann somit in Abhängigkeit von seinen jeweiligen Verwendungsanforderungen die jeweilige Zusammenstellung frei bestimmen. Bei einer Verwendung des in Fig. 5 und in Fig. 6 dargestellten zusammensteckbaren Hauptkörpers (3) können Hohlräume im Vorderteil (30) und im Hinter­ teil (25) mit Beschwerungsmaterialien oder Lockstoffen gefüllt werden. Bei einer Beschwerung nur im Bereich des Hinterteiles (25) erfolgt eine Eigenschaftsänderung des Wobblers zum Zocker und bei einer Beschwerung nur im Bereich des Vorderteiles (30) entstehen Eigen­ schaften wie bei einem Jig.
Wird der Hauptkörper (3) ohne Beschwerungen zum Down­ riggerfischen verwendet, so treten durch die Bohrung (29) Wasserwirbel auf, die eine zusätzliche Stimu­ lierung der Sinnesorgane der Fische bewirken. Wird mit Hilfe der Downrigger ein Schleppfischen durchgeführt, so kann eine vorgegebene Höhe des Schleppbleies äußerst genau eingehalten werden. Leinenlängen bis zu 50 m hinter dem Schiff bei genauer Höheneinhaltung sind möglich.

Claims (10)

1. Kunstköder zum Angeln, der einen Hauptkörper und einen sich durch den Hauptkörper hindurcher­ streckenden Hohlstab aufweist, in dem eine Angel­ schnur geführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlstab (8) und der Hauptkörper (3) starr mitein­ ander verbunden sind und daß ein Endstück der Angelschnur (1) von einem Arretierungselement (9) aufgenommen ist, das relativ zum Hauptkörper (3) beweglich ist und daß der Hauptkörper (3) relativ zur Angelschnur (1) in einer Längsrichtung frei beweglich ist.
2. Kunstköder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlstab (8) in beiden Richtungen mit einem Durchlaufkonus (2) versehen ist.
3. Kunstköder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Hohlstab (8) in Richtung auf einen Wirbel (4) mit einem Durchlaufkonus (2) ver­ sehen ist.
4. Kunstköder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da­ durch gekennzeichnet, daß der Hauptkörper (3) mehr­ teilig ausgebildet ist.
5. Kunstköder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptkörper (3) ein Vorderteil (30), ein Mittelteil (26) sowie ein Hinterteil (25) aufweist.
6. Kunstköder nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da­ durch gekennzeichnet, daß das Arretierungselement (9) als Haken (5) ausgebildet ist.
7. Kunstköder nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da­ durch gekennzeichnet, daß als Arretierungselement (9) eine Gummiperle zwischen Haken und Kunstköder montiert ist.
8. Kunstköder nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da­ durch gekennzeichnet, daß zusätzlich zum Haupt­ körper (3) ein Spinnerblatt (13) vorgesehen ist.
9. Kunstköder nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da­ durch gekennzeichnet, daß in mindestens einem Bereich des Hauptkörpers (3) Bohrungen (29) zur Strömungsführung vorgesehen sind.
10. Kunstköder nach einem der Ansprüche 1 bis 9, da­ durch gekennzeichnet, daß der Hauptkörper (3) mindestens bereichsweise hohl ausgebildet ist.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE4012717A1 (de) * 1990-04-21 1991-10-24 Manfred Cyfer Kunstkoeder fuer den raubfischfang

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