DE2940757A1 - Verfahren und vorrichtung zum abdichten von schadstellen bei tankfahrzeugen, containern und stationaeren tanks. - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum abdichten von schadstellen bei tankfahrzeugen, containern und stationaeren tanks.Info
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Description
-
- Verfahren und Vorrichtung zum Abdichten von
- Schadstellen bei Tankfahrzeugen, Containern und stationären Tanks Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abdichten von Schadstellen bei Tankfahrzeugen, Containern und stationären Tanks im Rahmen der Lagerung und des Transports von Flüssigkeiten und Gasen, wobei die Schadstelle von außen verschlossen wird.
- Bisher erfolgte das Abdichten derartiger Leckstellen mit äußerst unzulänglichen Mitteln wie Rundholzkeilen, Textilien und dergleichen. Eine befriedigende Abdichtung der Leckstellen läßt sich damit nicht erreichen, wobei darüber hinaus diese Art der Abdichtung für die betreffenden Personen mit großen Gefahrenmomenten verbunden ist. In vielen Fällen bleibt als einzige Möglichkeit nur das Umpumpen des Tankinhalts in andere Behälter, wie beispielsweise Faltbehälter, die jedoch ebenfalls rasch ersetzt werden müssen, da die Faltfähigkeit und Dichtigkeit alsbald nicht mehr den Anforderungen genügen.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung vorzuschlagen, mit dem bzw. mit der das Abdichten schnell, einfach, gefahrlos und sicher erfolgen kann.
- Diese Aufgabe wird verfahrensgemäß dadurch gelöst, daß in die Schadstelle ein in einer Umhüllung angeordneter Schaumstoff eingeführt wird, der vor dem Einsetzen aktiviert wird und daß die Umhüllung zu beiden Seiten der Schadstelle aufgebläht wird.
- Vorteilhaft verwendet man als Schaumstoff Polyurethanschaum. Man kann auch einen 1-Komponenten-Schaum benutzen, dessen Schaumbildung auf anderem Wege in Gang gesetzt wird.
- Eine vorteilhafte Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens besteht darin, daß an einem Einführungsstab eine sich ballonartig erweiternde Umhüllung an beiden Seiten dicht befestigt ist und daß der Umhüllung die Reaktionskomponenten des Schaumstoffes zuführbar sind.
- Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform besteht darin, daß die Reaktionskomponenten des Schaumstoffes in mechanisch zerstörbaren Beuteln innerhalb der Umhüllung angeordnet sind.
- Weiterhin wird vorgeschlagen, daß die Reaktionskomponenten des Schaumstoffes über eine Dosiereinrichtung mit Mischrohr und den mit Bohrungen versehenen Einführungsstab der Umhüllung zuführbar sind.
- Schließlich ist es vorteilhaft, daß der Einführungsstab mit einer Bohreinrichtung versehen ist.
- Das erfindungsgemäße Verfahren und eine entsprechende Vorrichtung dienen in erster Linie der Gefahrenabwehrbzw. der Schadensminderung bei Unfällen an mobilen bzw. stationären Tankanlagen und führt entscheidend zu einer Verminderung von Folgeschäden, wie Luftverschmutzung, Bodenverunreinigung oder Grundwasserschäden. Es wird hierbei auf einfache Art und Weise erreicht, daß derartige Schadstellen rasch und problemlos abgedichtet werden können. Dabei kann die Abdichtung ohne Gefährdung derjenigen Personen erfolgen, die die Abdichtung ausführen. Es braucht sich hierbei nicht um besonders geschulte Personen handeln, die das Verfahren ausführen. Der Einsatz des Verfahrens ist weitestgehend unabhängig von der Leckumgebung, wie beispielsweise glatte Oberflächen, Flanschansätze, Knautschzonen und dergleichen und ebenso unabhängig von der Form der Schadstelle. Das Verfahren läßt sich bis zu Größen der Schadstellen entsprechend gängiger Tankstutzen einsetzen. Das Verfahren ist sowohl bei drucklos als auch unter Uberdruck stehenden Flüssigkeiten und Gasen einsetzbar, wobei durch geeignete Wahl des Schaumstoffes die Anwendung für ein großes Spektrum von gasförmigen und flüssigen Chemikalien möglich ist. Weiterhin ist es vorteilhaft, daß die Leckabdichtung sehr schnell erfolgen kann, wobei die Beständigkeit wenigstens so lange anhält, bis Ersatzfahrzeuge oder Ersatzbehälter bereitsgestellt werden. Durch den Einsatz des erfindungsgemäßen Verfahrens werden der Tankbehälter und der Pnkin halt nicht weiter beeinträchtigt, so daß eine Wiederverwendbarkeit gewährleistet ist. Die dafür vorgesehenen Geräte können ohne Schwierigkeiten als Bestandteil einer Notausrüstung ähnlich wie ein Feuerlöscher mitgeführt oder stationär angebracht werden.
- Die Erfindung wird in der nachfolgenden Beschreibung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
- Es zeigen, Figur 1 einen Tank in schaubildlicher Darstellung mit der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren vorgenommenen Abdichtung der Schadstelle, Figur 2 eine vergrößerte Ansicht der abgedichteten Schadstelle, Figur 3 eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens gemäß einer ersten Ausführungsform, Figur 4 die Darstellung der mechanischen Zerstörung der die Reaktionskomponenten enthaltenden Beutel und Figur 5 eine weitere Ausführungsform für eine derartige Vorrichtung.
- In Figur 1 ist mit dem Bezugszeichen 1 ein Tank gekennzeichnet, der eine Schadstelle 2 besitzt, durch die der Tankinhalt austreten kann. In diese Schadstelle 2 wird der sich in einer Umhüllung 3 befindliche Schaumstoff derart eingeführt, daß er sich zu beiden Seiten der Wandung 4 des Behälters 1 entsprechend aufblähen kann und sich somit ein Schaumstoffkörper 5 bildet, der die Schadstelle 2 sicher abdichtet. Vor dem Einsetzen, beispielsweise mit Hilfe eines Einführungsstabes 6 wird der Schaumstoff 5 aktiviert.
- Als vorteilhaft hat sich beispielsweise Polyurethanschaum erwiesen, wobei dieses Reaktionsgemisch bereits nach 45 Sekunden aufschäumt und die Aushärtung wenige Minuten nach der Schaumbildung erfolgt. Für die Auswahl des geeigneten Schaumstoffes ist auch darauf zu achten, daß dieser gegeniber dem abzudichtenden Tankinhalt resistent ist, sofern die Umhüllung 3 zerstört wird.
- Die Umhüllung 3 muß ebenfalls aus einem entsprechend resistenten Material bestehen, wobei die Möglichkeit eines Aufblähen gegeben sein muß, damit die Schadstelle 2 ausreichend von beiden Seiten her ausgefüllt werden kann. Dazu kann die ballonartige Umhüllung 3 entweder aus einem gummielastischen Stoff bestehen oder aber aus einem entsprechenden flexiblen Stoff, dem bereits die entsprechende Größe vorgegeben ist.
- Bei der in den Figuren 3 und II dargestellten Ausfülirungs form befinden sich innerhalb der UjaIrnllung 3 Beutel 7, die die beiden Komponenten eines 2-Komponenten-Schaumes enthalten. Die Umhüllung 3 ist an den Stellen 8 dicht am Einführungsstab G befestigt, der außerdem an der Spitze ein Bohrwerkzeug 9 enthält. Durch eine mechanische Einwirkung, beispielsweise mit dem Fuß (Figur 4) lassen sich die Beutel 7, die beispielsweise aus Polyäthylen bestehen, zerstören, so daß sich die beiden Komponenten iteinslder vermischen können.
- Bei der weiteren Ausfiihiungsform nach Figur 5 ist eine besondere Dosier- und Mischeinrichtung für einen derartigen 2-Komponenten-Schaum vorgesehen, wobei mit dem Bezugszeichen 10 eine Dosiereinrichtung für die beiden Komponenten dargestellt ist. Die Kolben der Dosierer 10 können mittels einer Druckluftçelle 11 betätigt werden. Daran anschließend befindet sich ein Mischrohr 12, durch das der Schaumstoff in den hohl ausgebildeten Einführungsstab 6 eintritt.
- Dieser besitzt an seinem Umfang zu beiden Seiten der Schadstelle 2 Durchtrittsbohrungen 13, durch die der Schaumstoff in die Umhüllung 3 austreten und diese aufblähen kann.
- L e e r s e i t e
Claims (7)
- P a t e n t a n s p r ü c h e 1) Verfahren : um Abdichten von Schadstellen bei Tankfahrzeugen, Containern und stationären Tanks im Rahmen der Lagerung und des 'Dransports von Flüssigkeiten und Gasen, wobei die Schadstelle von außen verschlossen wird, da-@urch gekennzeichnet, dçlS in clic Schadstelle ein in einer Umhüllung angeordneter Scha@mstoff eingeführt wird, der vor den Einsetzen aktiviert wird und daß die Umhüllung zu beiden Seiten der Schadstelle aufgebläht wird.
- @) Verfahren nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß als Schaumstoff Polyurethanschaum verwendet wird.
- ) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein 1-Komponenten-Schaum benutzt wird.
- 4) V@rrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an einem Einführungsstab (G) ein sich ballonartig-erweiternde Umhüllung (3) an beide Sei@@n (8) dicht befestigt ist und daß der Umhüllung (3) die Reaktionskomponenten des Schaumstoffes (5) zuführbar si;;l.
- 5) 7orrichtung nach Anspruch ts, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionskomponenten des Scha mstoffes (5) in mechan sch zerstörbaren Beuteln (7) innerhalb der Umhüllung (3) angeordnet sind.
- G) Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionskomponenten des Schaumstoffes () über eitle Dosiereinrichtung (10) mit Mischrohr (12) und den mit Bohrungen (13) verschenen Einführungsstab (6) der Umhüllung ()) zuführbar sind.
- 7) Vorrichtung nach Anspruch 4 bis G, dadurch gekennzeichnet, daß der Einführungsstab (G) mit einer Bohreinrichtung (9) versehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19792940757 DE2940757A1 (de) | 1979-10-08 | 1979-10-08 | Verfahren und vorrichtung zum abdichten von schadstellen bei tankfahrzeugen, containern und stationaeren tanks. |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19792940757 DE2940757A1 (de) | 1979-10-08 | 1979-10-08 | Verfahren und vorrichtung zum abdichten von schadstellen bei tankfahrzeugen, containern und stationaeren tanks. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2940757A1 true DE2940757A1 (de) | 1981-04-16 |
Family
ID=6082982
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19792940757 Withdrawn DE2940757A1 (de) | 1979-10-08 | 1979-10-08 | Verfahren und vorrichtung zum abdichten von schadstellen bei tankfahrzeugen, containern und stationaeren tanks. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2940757A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3816573A1 (de) * | 1988-05-14 | 1989-11-16 | Vepro Gmbh | Vorrichtung zum abdichten schadhafter waende von behaeltern oder rohren |
| EP0460489A1 (de) * | 1990-06-08 | 1991-12-11 | TRW United-Carr GmbH & Co. KG | Verfahren zur Befestigung eines aus Kunststoff bestehenden Verschlussdeckels in einer Trägeröffnung |
| WO2002090101A3 (fr) * | 2001-05-04 | 2003-01-30 | Dominique Lepvrier | Procede de realisation d'une double paroi par stratification a partir d'une paroi initiale |
-
1979
- 1979-10-08 DE DE19792940757 patent/DE2940757A1/de not_active Withdrawn
Cited By (3)
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| DE3816573A1 (de) * | 1988-05-14 | 1989-11-16 | Vepro Gmbh | Vorrichtung zum abdichten schadhafter waende von behaeltern oder rohren |
| EP0460489A1 (de) * | 1990-06-08 | 1991-12-11 | TRW United-Carr GmbH & Co. KG | Verfahren zur Befestigung eines aus Kunststoff bestehenden Verschlussdeckels in einer Trägeröffnung |
| WO2002090101A3 (fr) * | 2001-05-04 | 2003-01-30 | Dominique Lepvrier | Procede de realisation d'une double paroi par stratification a partir d'une paroi initiale |
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