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Eingabevorrichtung für Mangeln o.dgl.
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Eingabevorrichtung für Mangeln
oder sonstige Wäschestück-Bearbei tungsmaschinen, insbesondere fUr Wäschekleinteile,
bestehend aus einem endlos umlaufenden Eingabeförderer mit einen auf das einzugeben
de Wäschestück bremsend wirkendem Ruckhalteorgan und einem Ausstreifschacht, dessen
Eintrittsöffnung sich im Raum zwischen der bedienungsseitig liegenden Umlenkwalze
des Eingabeförderers und einer dz von distanzierten, vorzugsweise schräg darunter
liegenden Förderwalze befindet.
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Die Erfindung geht von der DE-PS 1 224 690 aus, bei der die Förderwalze
mit einem Reibbelag versehen und mit einem Rotationsantrieb verbunden ist, der die
Förderwalze stillsetzen und in eine schnelle Rotation~ bewegung versetzen kann.
Wenn das Wåschestück mit seinem vorausliegenden Rand auf den Eingabeförderer, der
siöndig umläuft, aufgelegt wird, verhindert die stillstehende Förderwalze mit ihrem
Reibbelag die Mitnahme des daran anliegenden Wäkhestückes durch den sfindig umlaufenden
Eingabeförderer. Wenn aber die Förderwalze nach Auflegen des W#schestDckes in rasche
Rotation versetzt wird, vermag sie das herabhängende Wöschestück Uber Frektionswirkung
in den Ausstreifschacht hineinzubefördern, während der vorderere Randbereich des
Wäschestückes vom Eingabeförderer mitgenommen wird, weil die Reibwirkung der Förderwalze
aufgehoben ist.
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Diese vorbekannte Einrichtung ist konstruktiv aufwendig und in der
Handhabung kompliziert.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Eingabevorrichtung
zu entwickeln, die einen winkelgerechten Einzug des Wäschestückes in die Mangel
oder eine sonstige Bearbeitungsmaschine ermöglicht, konstruktiv weniger aufwendig
ist und eine mittige Auflage des Waschestückes auf den Eingabeförderer zvloBtf Ausgehend
vom eingangs erwähnten SStand der Technik besteht das Wesen
der
Erfindung darin, daß oberhalb des Eingabeförderers ein gegen diesen schwenkbarer
Mitnahmeförderer und als Rückhalteorgan eine die Eintrittsöffnung des Ausstreifschachtes
überdeckende, verstellbar geführte Lochblende vorgesehen sind und daß der Ausstreifschacht
mit einem Sauggebläse verbunden ist.
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Beim Gegenstand der Erfindung wird der Vorteil erzielt, daß ein leichtes
Auflegen des Wächestückes auf den ständig umlaufenden Eingabeförderer winkelgerecht
möglich ist, ohne daß der Eingabeförderer das Wäschestück mitnimmt, weil das Wäschestück
Uber die an der Ltchblende wirkende Saugströmung gebremst wird. Die Lochblende schützt
außerdem die Förderwalze, welche das Wäschestück in den Ausstreifschocht hineinbefördern
soll. Dadurch ist es möglich, die Förderwalze ständig umlaufend anzutreiben und
ein kompliziertes Getriebe für die Stillsetzung und die Rotation der Förderwalze,
wie beim Stand der Technik, zu vermeiden.
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Erst dann, wenn durch eiwubesondere Schaltmechanik die Lochblende
so verstellt wird, daß die Eintrittsöffnung des Ausstreifschachtes sowie die Förderwalze
freigesetzt werden, wird unter der kombinierten Wirkung der Rotation der Förderwalze
und des Saugstromes innerhalb des Ausstreifschshtes das WåschestUck in den Ausstreifschacht
geschleudert, wbihrend der vorausliegende Rand des Wäschestückes vom Eingabeförderer
mitgenommen wird.
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Im Rahmen von Ausführungsbeispielen ist vorgesehen, daß die Lochblende
gekrümmt ausgebildet und in der Anlegestellung auch die Förderwalze Uberdeckt. Dabei
empfiehlt es sich, wenn die Lochblende um eine von der Förderwalze in Richtung zum
Ausstreifschacht distanziert angeordnete Achse schwenkbar gelagert und mit einem
Hubmotor verbunden ist.
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Gegenstand der Erfindung ist auch eine gemeinsame Steuerung des Mitnahmeförderers
und der Lochblende, derart, daß bei Absenken des Mitnahmeförderers eine die Eintrittsöffnung
des Ausstreifschachtes sowie die Förderwalze freigebende Bewegung der Lochblende
stattfindet.
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Dadurch ist der Vorteil gegeben, daß das angelegte Wäschestück zwangsschlüssig
zufolge der Einspannung zwischen dem Eingabeförderer und dem Mitnahmeförderer der
Mangel zugeführt wird, so daß die Schleuderbewegung und die Saugströmung beim Befördern
des übrigen Wäschestückteiles in den Ausstreifschacht nicht zur Lageveränderung
des Wäschestückes führen kann.
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Auf diese Weise wird eine winkelgerechtc Eingabe des Wäschestückes
in die Mangel oder eine sonstige Behandlungsvorrichtung gevdhrleistet.
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In einem weiteren Attuhrungsbeispiel der Erfindung ist im Bereich
der Eintrittsöffnung des Ausstreifschachtes ein vom nachlaufenden Rand des den Aust'reifschacht
verlassenden WöschestUckesbeeinflußbarer Kantentaster vorgesehen, von dem aus das
Anheben des Mitnahmeförderers und das Rückstellen der Lochblende in die Ausgangsstellung
steuerbar ist.
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Darüberhinaus sieht die Erfindung vor, daß der Eingabefórderer und
der Mitnahmeförderer eine gegenüber der Mangel-FördergeschwingAigkeit geringere
Vorschubgeschwindigkeit aufweisen. Auf diese Weise wird der VOrteil erzielt, daß
das Wäschestück beim Ubergeben an die Mangel einer Straffung unterworfen wird, die
das Bilden von Falten beim Durchlaufen der Mangel verhindert.
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Gegenstand der Erfindung ist schließlich eine Anordnung zum zwangshäufigen
mittigen Anlegen des Wäschestückes, wobei diese Anordnung auch bei anderen Eingabevorrichtungen,
beispielsweise bei denjenigen nach dem Stand der Technik, mit Vorteil angewandt
werden kann.
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Hierzu sieht die Erfindung vor, daß oberhalb der bedienungsseibgen
Umlenkwalze des Eingabeförderers ein sich etwa parallel zum Eingabeförderer erstreckendes,
in Richtung zur Bedienungsperson sich im spitzen Winkel verjüngendes Hebelpaar angeordnet
ist, das gegeneinander durch eine Feder o.dgl.verspannt und Uber eine Koppel verbunden
ist, die in gleichen Abständen von den Schwenkachsen der Hebel an diesen derart
angelenkt ist, daß die Schwenkbewegung des einen Hebels eine in der Drehrichtung
gegensinnige Schwenkbewegung des anderen Hebels verursacht. Vorzugsweise sind die
freien Hebelenden mit : Anlageflächen, z.B. Polsterungen, für eine manuelle Schwenkbetötigung
beim Auflegen des Wäschestückes auf den Eingabeförderer versehen.
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Es versteht sich von selbst, daß das Hebelpaar so anzuordnen ist,
daß die Bewegung des Mitnahmeförderers, sofern ein solcher vorgesehen ist, nicht
behindert wird.
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Das mittige Anlegen des WöschestUckes wird mit dieser oder einer ähnlichen
Vorrichtung nach dem Prinzip des geringsten Widerstandes mit beträchtlicher Genauigkeit
herbeigeführt. Wenn eine Bedienungsperson das Wäschestück auf den Eingabeförderer
auflegen will, muß sie den vorauslaufenden, an den Ecken erfaßten Rand des Wäschestückes
ausbreiten. Bei dieser Bewegung stößt die Bedienungsperson mit den Händen an die
freien Enden der Hebel an und schwenkt diese gegen die Wirkung der verspannenden
Feder voneinander weg. Wenn nun ein Wäschestück außermittig angelegt wird, findet
die den größeren Abstand zur Mitte einnehmende Hand einen spürbaren größeren Widerstand
an dem ihr zugeordneten Hebel, was automatisch dazu führt, daß die Bedienungsperson
das Wo..schestCtk so anlegt, daß auf beide Hände ungefahr der gleiche Widerstand
der Hebel, die durch die Feder gegeneinander verspannt sind, einwirkt. Dies führt
aber zumittigen Auflage des Wöschestückes auf den Eingabeförderer, was besonders
dann von Wichtigkeit ist, wenn sich an die Mangel eine Faltmaschine oder dgl. anschließt,
die eine mittige Eingabe des Wäschestückes erforderlich macht.
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Der Vorteil dieser Anordnung besteht darin, daß die Bedienungsperson
ohne wesentlichen konstruktiven Aufwand in die Lage versetzt wird,
sich
den Krbftereaktionen anzupassen und damit das Wäschestück mittig aufzulegen.
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Einzelheiten der Erfindung sind in der Zeichnung schematisch und beispielsweise
dargestellt. Es zeigen: Fig. 1: eine schematische Seitenansicht einer Eingabevorrichtung
im Auflagezustand des Wåschestückes, Fig. 2: eine Seitenansicht der Anordnung gemäß
Fig. 2 im Einzugszustand des Wäschestückes und Fig. 3: eine Draufsicht auf den Eingabeförderer
mit einer Anordnung zum zwangslaufigen mittigen Anlegen des Wäschestückes.
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Im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ist ein ständig umlaufender Eingabeförderer
1 dargestellt, der beispielsweise aus im Abstand zueinander angeordneten Treibriemen
besteht, die um die Umlenkwalzen 2,3,4 umlaufen. Die Umlenkwalze 4 ist dazu best#mmt,
daß Wäschestück 18 mit Hilfe eines Leitbleches 9 an eine Mangel 5 oder eine sonstige
Bearbeitungsvorrichtung für Wäschestücke weiterzugeben.
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Im Abstand oberhalb des Eingabeförderers 1 befindet sich ein Mitnahmeförderer
6, dessen Förderorgane um die Lknlenkwalzen 7, 8 endlos
geführt
sind. Dieser Mitnahmeförderer 6 ist um die Achse der Umlenkwalze 8 schwenkbar gelagert
und kann aus der in Fig. 1 dargestellten distanzierten Stellung in die in Fig. 2
gezeigte Mitnahmestellung verschwenkt werden.
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Schräg unterhalb der Umlenkwalze 2 des Eingabeförderers 1 befindet
sich, der Bedienungsperson zugewandt, eine ständig umlaufende Förderwalze 13. Zwischen
dieser Förderwalze 13 und der Umlenkwalze 2 ist eine Eintrittsöffnung 12 eines Ausstreifschachtesll
vorgesehen, an den ein Sauggebläse 20 angeschlossen ist, der eine Saugströmung in
Richtung der Pfeile 21 erzeugt.
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Diese Eintrittsöffnung 12 wird in der Grundstellung von einer Lochblende
14 überdeckt, die ihrerseits auch die Förderwalze 13 umgreift.
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Das einem Wäschevagen 19 oder einem sonstigen Behältnis entnommene
Wäshestück 18 wird mit seinem vorauslaufenden Rand auf den ständig umlaufenden Eingabeförderer
1 aufgelegt. Eine Mitnahme des Wäschestückes
18 durch den Eingabeförderer
1 kann aber deswegen nicht erfolgen, weil das Wäschestück 18 durch die an der Lochblende
14 wirkende Saugströmung z gebremst wird. Die Bedienungsperson hat daher die Möglichkeif,
das Wäschestück kantengerecht auf den Eingabeförderer 1 abzulegen.
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Sobald dieser Auflegevorgang beendet ist, kann man durch Betätigen
eines Schalters, beispielsweise eines Fußschalters, den Mitnahmeförderer 6 aus der
in Fig. 1 gezeigten distanzierten Stellung in die in Fig. 2 gezeigte Mitnahmestellung
absenken, so dd3 nun eine zwangsläufige Vorschubbewegung des vorauslaufenden Wäschestückrandes
herbeigeführt wird. Mit dieser Absenkbewegung des Mitnahmeförderers 6 ist eine Schwenkbewegung
(beim Ausführungsbeispiel) der Lochblende 14 verbunden. Zu diesem Zweck ist die
Lochblende 14 an einem Schwenklager 15 schwenkbar gelagert und mit einem Hubmotor
16 über das Gelenk 17 verbunden. Die Absenkbewegung des Mitnahmeförderers 6 bewirkt
gleichzeitig durch eine geeignete Steuerung de Verschwenkung der Lochblende 14 in
die in Fig. 2 gezeigte Stellung , so daß nunmehr das Wäschestück 18 einerseits mit
dem vorauslaufenden Rand durch die Förderer 1,6 vor anbewegt und andererseits durchbie
Förderwalze 13 in den Ausstreifschacht 11 geschleudert wird. Dieser Ausstreifschacht
11 ist mit vorbekannten Vorrichtungen zum Glattstreifen des Wäschestückes versehen,
die vorzugsweise zugleich eine Ausbreitungswirkung des WöschestUckes 18 herbeifUhren.
Bei diesem Vorgang bildet sich im Ausstreifschacht 11 zunächst
eine
Faltung des Wäschestückes, die aber durch die Förderwirkung der Förderwalze 13 und
durch die Saugströmung 21 aufgelöst wird. Der Hubmotor 16 greift Uber das Gelenk
17 an der Lochblende 14 bzw. einem daran befindlichen Hebel an.
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Während der Förderbewegung der Förderer 1,6 wird das Wåschestück 18
der Mangel 5 oder einer sonstigen Behandlungsvorrichtung Ubergeben, bis der nachlaufende
Rand des WöschestUckes 18 einen Kantentaster 32 passiert, der im Bereich der Eintrittsöffnung
12 angeordnet ist. Dieser Kantentaster 32, beispielsweise eine Lichtschranke, verursacht
das Anheben des Mitnahmeförderers 6 in die in Fig. 1 gezeigte Stellung. Außerdem
wird dadurch die Lochblende 14 wieder in die in Fig. 1 gezeigte Stellung zurückbewegt.
Es kann nunmehr ein nächstes Wäschestück auf den Eingabeförderer 1 aufgelegt werden,
selbst dann, wenn sich noch der nachlaufende Rand des vorangehendes Wäschestückes
18 auf dem Eingabeförderer 1 befindet, weil die Lochblende 14 wiederum ihre bremsende
Wirkung ausUbt. Auf diese Weise können Wäschestücke Stoß an Stoß in die Mangel oder
eine sonstige Betatigungsvorrichtung eingelassen werden.
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Anstelle einer Schwenkbewegung der Lochblende 14 kann auch eine Schiebebewegung
vorgesehen werden. Die Erfinbng ist auf das gezeigte AusfUhrungsbeispiel jedenfalls
nicht beschrankt.
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Im Ausführungsbeispiel der Fig. 3 ist eine Anordnung zum zwongsläufigen
mittigen
Anlegen des Wäschstückes 18 auf den Eingabeförderer 1 gezeigt, von dem lediglich
die Umlenkwalze 2 schematisch angedeutet ist. Diese Anordnung weist zwei Hebel 22,23
auf, die in den Schwenklagern 24,25 so drehbar gelagert sind, daß sich die Hebel
22,23 oberhalb des Eingabeförderers 1 und parallel zu diesem erstrecken. Die Hebel
22,23 sind beim AusfUhrungsbeispiel durch eine Zugfeder 26 miteinander verspannt.
Außerdem sind die Hebel 22,23 durch eine Koppel 27 miteinander Uber die Gelenke
28,29 in der Weise verbunden, daß die Schwenkbewegung des einen Hebels 22 eine im
Drehsinn gegensinnige Schwenkbewegung des anderen Hebels 23 zur Folge hat und umgekehrt.
Zu diesem Zweck ist die Koppel 27 an einem Hebelarm 30 des Hebels 23 angelenkt.
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Wenn nun eine Bedienungsperson den vorausliegenden Rand des Wäschestückes
manuell auf den Eingabeförderer 1 auflegt und das bRåschestück 18 ausbreitet, treffenpie
Hände der Bedienungsperson auf die Anlageflächen 31 der Hebel 22,23 auf. Beim Ausbreitvorgang
werden die Hebel 22,23 um ihre Achsen 24,25 voneinander weggeschwenkt.
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Wird nun das WäschestBck außermittig angelegt, dann wirkt auf die
eine Hand der Bedienungsperson eine größere Rückstelikraft als auf die andere Hand
ein. In der Praxis hat sich ergeben, daß die Bedienungspersonen sofort auf die unterschiedlichen
Rückstelikräfte auf die Hände reagieren. Jede Bedienungsperson wird schon von sich
aus, erst recht nach Anweisung, danach trachten, auf beide Hände,
die
beim Ausbreiten des Wdschestückes 18 an den Anlageflächen 31 anstoßen, gleiche Widerstände
wirken zu lassen. Ist dies aber der Fall, dann folgt notwendig, daß das Wdschestück
18 mittig auf den Eingabeförderer 1,2 aufgelegt wird.
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Die in Fig. 3 dargestellte, bzw. eine ahnliche Vorrichtung, eignet
sich auch zur Anwendung bei anderen Eingabevorrichtungen, beispielsweise nach dem
Stand der Technik, so daß die Lehre nach der Fig. 3 unabhängig von der Eingabemethode
nach den Fig. 1 und 2 ist.