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Sortiervorrichtung mit nach oben schwenkbaren Förderbahnabschnitten
Das Sortieren verschiedener Arten von Gegenständen wird entsprechend den unterschiedlichen
Anferderungen entweder mit der Hand oder maschinell mittels Sortiervorrichtungen
unter der Kontrolle einer Bedienungsperson durchgeführt. Eine typische Anwendungsmöglichkeit
für Sortiervorrichtungen besteht bei zu waschenden oder chemisch zu reinigenden
Gegenständen, die möglicherweise einer oder mehreren von einer Vielzahl verschiedener
Behandlungen unterzogen werden sollen, z. B. je nach der Art der betreffenden Gewebe,
oder je nach der Art der Kleidungsstücke, oder unter Berücksichtigung der Frage,
ob es sich um farbige oder gefärbte Gegenstände handelt. Analoge Anforderungen ergeben
sich beim Sortieren von Gegenständen, die gewaschen oder chemisch gereinigt worden
sind.
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Sortiervorrichtung, insbesondere
für Wäschereien, mit einer über Sammelbehältern geführten Förderbahn zur Beweg gung
der zu behandelnden Gegenstände, welche mehrere verhältnismäßig kurze, sich in Förderrichtung
erstreckende endlose Förderbänder aufweist, deren, in Förderrichtung gesehen, hinten
liegende Umlenkrollen einzeln und unabhängig voneinander an Tragarmen derart nach
oben schwenkbar sind, daß die Gegenstände an vorher bestimmbaren Stellen der Förderbahn
wahlweise nach unten in Sammelbehälter fallen.
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Bei einer bekannten Beschickungsvorrichtung für die Einlegeschächte
von Holzschleifern für die Papierherstellung wechseln ausschwenkbare und nicht ausschwenkbare
Förderbandelemente einander ab, wobei die Schwenkachsen der nach oben ausschwenkbaren
Förderbandelemente mit den Drehachsen der Umlenkrollen für das betreffende Band
zusammenfallen, so daß die Förderbänder immer unter gleicher Spannung stehen. Bei
dieser bekannten Fördereinrichtung erfordert jeder Förderbandabschnitt seitliche
Ketten mit Antriebselementen auf jeder Seite eines Tragriemens, und die beweglichen
Förderbandabschnitte sind wesentlich schmäler als die feststehenden. Eine solche
Fördereinrichtung ist für solche Gegenstände verwendbar, die stangenartig ausgebildet
sind, weil die Eigenart dieses Materialgutes die Benutzung von Bändern unterschiedlicher
Breite ermöglicht, weil auch an den Obergabestellen die quergerichteten Stangen
in jedem Bewegungsabschnitt von mehreren Förderbändern getragen werden können. Für
anderes Stückgut, z. B. für Wäschestücke, ist eine solche Einrichtung jedoch nicht
anwendbar.
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Bei einer anderen bekannten Fördervorrichtung, die zur Bildung eines
kontinuierlichen Materialstroms
aus portionsweise zugeführtem Material, insbesondere
für Tabak, dient, sind hintereinander mehrere Förderbänder angeordnet, die in zwei
Bewegungsrichtungen antreibbar sind. Die vordere Umlenkrolle liegt jeweils unter
der hinteren Umlenkrolle des nächstfolgenden Förderbandes, so daß bei gleicher Bewegungsrichtung
aller Förderbänder das Material von einem Förderband auf das nächste übergeben wird.
Bei dieser bekannten Vorrichtung ist jedoch nur eine einzige Entnahmestelle vorgesehen,
an welcher der gebildete Materialstrom ausgetragen wird. Bei der erfindungsgemäßen
Ausbildung wird demgegenüber angestrebt, mehrere Abgabestellen auf möglichst engem
Raum anzuordnen, um eine Sortierung bewirken zu können.
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Ein Ziel der Erfindung besteht darin, eine Sortiereinrichtung zu
schaffen, die von einfacher Konstruktion ist und das Sortieren oder Klassifizieren
verschiedener Arten von Gegenständen ermöglicht, wobei es sich auch um Gegenstände
handeln kann, die gewaschen oder chemisch gereinigt werden sollen. Ein weiteres
Ziel der Erfindung besteht in der Schaffung einer Sortiereinrichtung, die sich in
Verbindung mit einer Maschine zum Kennzeichnen von Wäschestücken betreiben läßt,
wobei diese Maschine an den Wäschestücken z. B. eine Markierungslasche oder ein
Etikett anbringt. Eine solche Kennzeichnung erfolgt z. B. mit Hilfe einer Lasche
oder eines Etiketts, das einen thermoplastischen Bestandteil aufweist, wobei bewirkt
wird, daß dieser Bestandteil unter der Einwirkung von Wärme und Druck an dem betreffenden
Gegenstand oder Kleidungsstück festhaftet.
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Gemäß der Erfindung ist die Sortiervorrichtung der eingangs genannten
Bauart in der Weise ausgebildet, daß die nach oben schwenkbaren Förderbänder unmittelbar
aneinandergereiht und von gleicher Breite sind und daß die Schwenkachse jeder ihrer
nach oben bewegbaren Umlenkrollen parallel und mit Abstand zur Achse der fest angeordneten
angetriebenen Umlenkrolle so angebracht ist, daß der Abstand zwischen diesen Rollen
bei hochgeschwenktem Förderband kleiner ist als in dessen Förderstellung.
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Hierdurch wird der Vorteil erreicht, daß die gesamte Förderlänge
ohne Bildung von Zwischenräumen für die Entnahme nutzbar gemacht werden kann, wobei
die einzelnen Gegenstände, z. B. Wäschestücke, sicher zu der jeweiligen Entnahmestelle
gelangen, die durch das jeweils hochgeschwenkte Förderband bestimmt wird.
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Ein weiterer Vorzug liegt darin, daß der Riemen des jeweils ausgeschwenkten
Förderbandes entspannt wird.
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Zweckmäßigerweise sind die Tragarme der nach oben bewegbaren Umlenkrollen
über Ferneinstellmittel steuerbar, und in der Steuerleitung sind Verzögerungsmittel
wirksam, durch welche die Auslösegeschwindigkeit der Fördergeschwindigkeit angepaßt
wird.
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Das Verstellen der Elemente oder Abschnitte der Fördereinrichtung
geschieht auf beliebige Weise, z.B. auf mechanischem, elektrischem, hydraulischem
oder pneumatischem Wege oder mit Hilfe anderer Steuermittel, die geeignet sind,
das den sich nähernden Gegenständen zugewandte Ende jedes Förderbandabschnitts durch
eine um das entgegengesetzte Ende erfolgende Schwenkbewegung derart anzuheben, daß
eine Führung entsteht, die geeignet ist, die erwähnten Gegenstände an der gewählten
Stelle durch das Förderband hindurchzuleiten.
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Vorzugsweise ist für die Schwenkbewegung eine pneumatische Betätigung
vorgesehen; hierdurch ergibt sich der Vorteil, daß die von der Ankunftsstelle der
Gegenstände am weitesten entfernten Teile der Fördereinrichtung mit einer Verzögerung
betätigt und ausgelöst werden, die auf diejenige Zeit abgestimmt ist, welche der
Gegenstand benötigt, um sich von der Ankunftsstelle zu der Abgabestelle zu bewegen.
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Wenn eine gemäß der Erfindung ausgebildete, zum Sortieren dienende
Fördereinrichtung mit einer Maschine gekuppelt wird, welche die Gegenstände kennzeichnet,
bevor sie auf die Fördereinrichtung gelangen, kann man in der Nähe der Kennzeichnungsmaschine
mehrere Steuertasten anordnen, mittels deren das Verstellen der aus den einzeln
hochschwenkbaren Förderbändern bestehenden Förderbahnabschnitte zum Zwecke des Sortierens
gesteuert wird. Während des Betriebes drückt eine Bedienungsperson je nach der Art
des gerade gekennzeichneten Gegenstandes und je nach der für diesen Gegenstand vorgesehenen
Behandlung eine Taste herunter, woraufhin der betreffende Förderbahnabschnitt hochgestellt
wird und in dieser Stellung verbleibt, während sich der Gegenstand längs der Fördereinrichtung
bewegt, so daß der Gegenstand dann durch die Fördereinrichtung hindurch in den richtigen
Sammelbehälter gelangt. Wenn der nächste Gegenstand gekennzeichnet wird, wird eine
etwa vorher niedergedrückte Wähltaste freigegeben, so daß der betreffende Förderbahnabschnitt
wieder in seine normale Stellung in Fluchtung mit den anderen Abschnitten zurückkehren
kann, so daß
die Betriebsbereitschaft für den nächsten Sortiervorgang wiederhergestellt
ist.
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Bei einer gemäß der Erfindung ausgebildeten Sortiereinrichtung bzw.
einem Sortierförderband, das gemäß der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung
mit einer Kennzeichnungsmaschine betrieben wird, ist das so entstandene Aggregat
für Gegenstände geeignet. die gewaschen oder chemisch gereinigt werden sollen; dieses
Aggregat umfaßt eine Kennzeichnungsmaschine. die es ermöglicht, auf aufeinanderfolgende
Gegenstände unter der Einwirkung von Wärme und Druck Laschen oder Etiketten aufzubringen,
die thermoplastische Garne enthalten. Die die Kennzeichnungsmaschine verlassenden
Gegenstände werden von einem nach oben gerichteten ersten Gurt oder einer anderen
Fördereinrichtung erfaßt, um die Gegenstände in eine solche Höhenlage zu bringen,
daß es möglich ist, die Gegenstände durch den zum Sortieren dienenden Teil der Fördereinrichtung
hindurch in darunter angeordnete Wagen oder Kästen fallen zu lassen.
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Dieses Sortierförderband erstreckt sich vom oberen Ende des erwähnten
ersten Förderbandes aus und kann seinerseits etwas nach oben geneigt sein. Es umfaßt
mehrere getrennte Förderbänder bzw. Förderbahnabschnitte, deren Oberseiten sämtlich
in einer gemeinsamen Ebene liegen, wobei die verschiedenen Abschnitte verhältnismäßig
nahe beieinander angeordnet sind, so daß ein die Kennzeichnungsmaschine verlassender
Gegenstand zuerst durch das erste Förderband nach oben gefördert und dann von den
aufeinanderfolgenden Förderbahnabschnitten übernommen wird, so daß sich die Gegenstände
von dem ersten Förderband weg und längs der Oberseite des Sortierförderbandes bewegen.
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Jeder Abschnitt des Sortierförderbandes umfaßt eine angetriebene
Rolle an dem von dem ersten Förderband abgewandten Ende sowie eine Umlenkrolle am
entgegengesetzten Ende.
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Sämtliche Antriebsrollen sind auf am Rahmen der Einrichtung befestigten
Achsen gelagert, und sämtliche Rollen werden gemeinsam durch geeignete Antriebsmittel
wie Riemen, Ketten od. dgl. angetrieben.
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Bei jedem Abschnitt ist die Umlenkrolle durch einen schwenkbaren Tragarm
unterstützt, der in der Nähe der Antriebsrolle, jedoch nicht gleichachsig mit dieser
drehbar gelagert ist, und dieser Tragarm ist auf der Seite des Förderbandes mit
einem Arm gekuppelt, an dem die Betätigungsmittel angreifen. Diese Betätigungsmittel
umfassen zweckmäßigerweise ein Kolben-und Zylinderaggregat, das sich mittels Druckluft
über eine Druckluftleitung betätigen läßt, die mit einem Steuerventil an einer in
der Nähe der Kennzeichnungsmaschine angeordneten Steuerstation verbunden ist.
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Es sei bemerkt, daß die Bedienungsperson beim Erfassen eines Gegenstandes
zum Zwecke der Kennzeichnung auch die für diesen Gegenstand in Frage kommende Behandlung
wählt und den entsprechenden Knopf auf der Schalttafel niederdrückt, wodurch das
dem betreffenden hochschwenkbaren Förderband zugeordnete Kolben- und Zylinderaggregat
verstellt wird, so daß die dem sich nähernden Gegenstand zugewandte Umlenkrolle
ein gutes Stück über die Bahn der Sortierförderbahn hinaus angehoben wird. Dadurch,
daß der die Umlenkrolle tragende Schwenkarm in der Nähe der Antriebsrolle, jedoch
nicht gleichachsig mit dieser gelagert ist, wird das diesen Förderbahnabschnitt
bildende Förderband entspannt,
so daß durch die Antriebsrolle im
wesentlichen keine wirksame Antriebskraft mehr auf dieses Förderband aufgebracht
wird.
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Während der Gegenstand gekennzeichnet wird, wird der übrige Teil
des Gegenstandes auf das erste Förderband so aufgelegt, daß sich das gekennzeichnete
Ende unten befindet; sobald die Kennzeichnung beendet ist und das untere Ende des
Gegenstandes freigegeben wird, wird der Gegenstand durch das erste Förderband nach
oben bewegt und dann an den zum Sortieren dienenden Teil der Fördervorrichtung abgegeben;
auf der Sortierförderbahn wandert der Gegenstand entlang, bis er an dem von der
Steuerstation aus gewählten und hochgestellten Förderbahnabschnitt anstößt. An dieser
Stelle wird der Gegenstand nach unten abgelenkt und trifft auf eine Führung oder
einen Abweiser aus Blech auf, der so ausgebildet ist, daß der Gegenstand in einen
von mehreren unterhalb der Sortierförderbahn angeordneten Wagen oder Kasten fällt.
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Es sind zwei Reihen solcher Wagen oder Kästen zu beiden Seiten der
Mittellinie des Sortierabschnitts der Fördereinrichtung angeordnet, und die Führungen
oder Abweiser sind abwechselnd so ausgebildet, daß beim Hochstellen eines Sortierförderbahnabschnittes
ein Gegenstand an einen Kasten auf der einen Seite der Mittellinie abgegeben wird,
während die diesem Abschnitt benachbarten Förderbahnabschnitte jeweils dann, wenn
einer von ihnen hochgestellt wird, die Gegenstände in Kästen oder Wagen auf der
anderen Seite der Mittellinie leiten usw., so daß genügend Raum zur Unterbringung
sämtlicher Kästen oder Wagen vorhanden ist, die möglicherweise benötigt werden,
ohne daß man eine übermäßig lange Förderbahn vorzusehen braucht. Mit anderen Worten,
die Länge jedes der Förderbahnabschnitte entspricht etwa der Hälfte der Abmessung
der einzelnen Kästen oder Wagen in der Längsrichtung der Förderbahn.
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Die Steuerstation für das Verstellen der verschiedenen Förderbahnabschnitte
umfaßt mehrere Druckluftventile mit Wähltasten, die durch die Bedienungsperson betätigt
werden können; wenn jeweils eine dieser Tasten niedergedrückt wird, wird der gewählte
Abschnitt der Sortierförderbahn in der beschriebenen Weise verstellt, und zwar vorzugsweise
durch Zuführen von Druckluft zu dem betreffenden Kolben- und Zylinderaggregat über
eine diesem zugeordnete Rohrleitung.
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Sobald eine Taste niedergedrückt worden ist, wird dem betreffenden
Zylinder Druckluft zugeführt, und der zugehörige Förderbahnabschnitt verbleibt in
seiner hochgestellten Lage, in der er bereit ist, den betreffenden Gegenstand nach
der Beendigung der Kennzeichnung nach unten abzulenken.
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Wenn der nächste Gegenstand gekennzeichnet wird, scrgen mit der Kennzeichnungsmaschine
verbundene Mittel dafür, daß die vorher niedergedrückte Taste in ihre normale Stellung
zurückgeführt wird, wodurch die Druckluft entlüftet wird, so daß der vorher hochgestellte
Förderbahnabschnitt wieder in seine Ruhestellung zurückkehren kann.
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Wie bereits bemerkt, ist die Verwendung von Druckluft zum Verstellen
der Förderbahnabschnitte in der beschriebenen Weise vorteilhaft, da sich die Verzögerung
bei der Betätigung und beim Freigeben nach der räumlichen Entfernung des betreffenden
Förderbahnabschnitts von der Kennzeichnungsmaschine richtet und diese Verzögerung
annähernd auf diejenige
Zeit abgestimmt ist, die ein Gegenstand benötigt, um auf
der Sortierförderbahn bis zu der vorbestimmten Abgabestelle entlangzuwandern. Selbst
dann, wenn der am weitesten entfernte Förderbahnabschnitt für einen bestimmten Gegenstand
hochgestellt wird, behält er diese Stellung genügend lange bei, und zwar auch dann,
wenn die Kennzeichnung eines weiteren Gegenstandes begonnen wird, so daß der erste
Gegenstand den Endpunkt erreichen kann, von wo aus er in den vorgesehenen Kasten
oder Wagen gelangt.
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Wenn keiner der Förderbahnabschnitte hochgestellt worden ist, werden
die Gegenstände natürlich bis zu dem letzten Abschnitt der Sortierförderbahn gebracht
und dann in Richtung auf einen in dessen Nähe angeordneten Kasten abgeworfen. In
Wäschereien kann es zweckmäßig sein, dafür zu sorgen, daß BettücOr u. dgl. zu einem
solchen Sammelkasten oder Wagen am Ende der Sortierförderbahn gebracht werden.
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Ferner kann man eine zusätzliche Sortierung zur Unterscheidung von
schweren Gegenständen wie Betttüchern u. dgl. und leichten Gegenständen wie Taschentüchern
u. dgl. dadurch erzielen, daß man am Ende des letzten Förderbandes der Sortierbahn
einen leichten beweglichen Abweiser derart anordnet, daß die leichten Gegenstände
von diesem Förderband aus in einen Sammelkasten fallen, während die schwereren Gegenstände
eine solche Bewegungsenergie aufweisen, daß sie über diesen Sammelkasten hinweg
in den Kasten oder Wagen am Ende der Sortieranlage geworfen werden.
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Bezüglich der Anwendung der beschriebenen Sortieranlage in Verbindung
mit einer Vorrichtung zum Kennzeichnen von Wäschestücken sei allgemein bemerkt,
daß die Kennzeichnungsmaschine eine Hauptwelle umfaßt, die während eines Arbeitsspiels
zum Kennzeichnen eines Gegenstandes betätigt wird; diese Welle ist dann bis zur
Außenseite der eigentlichen Maschine verlängert und trägt einen oder mehrere Nocken,
die geeignet sind, jede niedergedrückte Taste der Steuerstation der Sortierförderbahn
wieder in ihre Ausgangsstellung zu bringen, nachdem sie niedergedrückt wurde, um
eine vorbestimmte Wahl zu bewirken. Oder es ist eine Druckstange vorgesehen, die
durch einen einzigen Nocken betätigt wird, der bei jedem Arbeitsspiel der Kennzeichnungsmaschine
sämtliche vorher verstellten Tasten der Steuerstation zurückstellt.
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Die Merkmale der Erfindung beschränken sich nicht auf Fördervorrichtungen,
die für Wäschestücke bestimmt und geeignet sind, und sie beschränken sich ferner
nicht auf die Sortierung bei einer Steuerung mit der Hand. Beispielsweise kann die
Fördervorrichtung so ausgebildet sein, daß sie für andersartige Gegenstände geeignet
ist, und die zugeführten Gegenstände können durch automatisch arbeitende Mittel,
z. B. durch photoelektrische oder auf das Gewicht ansprechende Geräte geprüft werden,
wobei die genannten Geräte die Schwenkbewegungen der Förderbahnabschnitte über geeignete
Steuermittel bewirken. Ferner kann das Verschwenken der Förderbahnabschnitte auch
durch elektrische oder andere Betätigungsmittel erfolgen.
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Die Erfindung wird im folgenden an Hand schematischer Zeichnungen
an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert: Fig. 1 ist eine schematische Ansicht
einer mit einer Kennzeichnungsmaschine gekuppelten Förderbahn zum Sortieren;
Fig.
2 zeigt in größerem Maßstabe Einzelheiten der Steuermittel für die einzelnen Förderbahnabschnitte.
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Gemäß Fig. 1 ist eine zum Kennzeichnen von Gegenständen z. B. von
Wäschestücken, geeignete Maschine 3 in der Nähe des unteren Endes eines ersten Förderbandes
4 angeordnet, das die Gegenstände längs einer ansteigenden Bahn zu dem zum Sortieren
dienenden Teil der Förderbahn bringt, welch letzterer mehrere getrennte, nach oben
schwenkbare Förderbänder 51, 52, 53 bis 60 umfaßt. Die Oberseiten dieser hintereinanderliegenden
Förderbahnabschnitte 51 bis 60 liegen in einer gemeinsamen Ebene, die vom oberen
Ende des ersten Förderbandes 4 aus noch etwas weiter nach oben geneigt ist.
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Jeder dieser Förderbahnabschnitte ist entsprechend Fig. 2 ausgebildet
und umfaßt eine Antriebsrolle 6, eine Umlenkrolle 7 und eine aus Tragarmen gebildete
Unterstützung 8 für die Umlenkrolle.
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Sämtliche Antriebsrollen sind in einem hier nicht gezeigten feststehenden
Rahmen angeordnet und werden über Riemen oder andere Mittel angetrieben.
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Die Tragarme 8 sind auf Bolzen oder Schwenkachsen 9 gelagert die in
der Nähe der Achse der Antriebsrolle 6 und parallel zu dieser, jedoch innerhalb
des Raums zwischen den oberen und unteren Strängen der Förderbänder angeordnet sind.
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Die Achse 9 erstreckt sich bis zur Außenseite des Rahmens und trägt
einen nach oben ragenden Arm 10, der mit einem Kolben 11 verbunden ist; dieser Kolben
ist in einem Zylinder 12 beweglich, der bei 13 an dem Rahmen der Vorrichtung angelenkt
und mit einer Luftleitung 14 verbunden ist.
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Wenn der Leitung 14 Druckluft zugeführt wird, wird der Kolben 11
verschoben, so daß die Unterstützung bzw. die Tragarme 8 zusammen mit der Umlenkrolle
7 angehoben werden, wobei der Fördergurt gleichzeitig entspannt wird. Diese Stellung
ist in Fig. 1 bei dem FörderbahnabschnittS4 wiedergegeben.
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Unter jedem der Förderbahnabschnitte bzw. der einzelnen Förderbänder
51 bis 60 ist jeweils eine Führung oder Rutsche 15 aus Blech angeordnet, und diese
sind so ausgebildet, daß sie die Gegenstände abwechselnd in entgegengesetzten Richtungen
an zwei Reihen von Wagen oder Kästen 16 abgeben; in Fig. 1 is. nur die vordere Reihe
von Wagen oder Kästen sichtbar.
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An dem am weitesten entfernten Ende der Sortierfördeibalin mit den
Abschnitten 51 bis 60 ist ein Abweiser 17 aufgehängt, der aus einem verhältnismäßig
steifen Gewebematerial. z. B. aus Segeltuch, bestehen kann. und unterhalb dieses
Abweisers ist ein Kasten 18 zur Aufnahme von Taschentüchern oder anderen leichten
Gegenständen angeordnet. Hinter dem Ende der Förderbahn steht ein Wagen 19 zur Aufnahme
von Bettüchern und anderen schwereren Gegenständen.
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Die Steuerung der Zufuhr von Druckluft zu den Kolben- und Zylinderaggregaten
gl, 12 über die Leitungen i4 erfolgt mit Hilfe einer Tastatur 20, die der Kennzeichnungsmaschine
3 zugeordnet ist, und die Hauptbetätigungswelle dieser Maschine ist nach außen verlängerL
und trägt hier nicht gezeigte Nocken, durch die jede niedergedrückte Taste in ihre
Ruhestellung zurückgeführt wird, so daß jeder der Förderbahnabschnitte51 bis 60
nach dem Verschwenken in seine Ruhelage, in der er mit den anderen Bahnabschnitten
fluchtet, zurückgeführt wird.
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Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel wird eine selbsttätige
Sortierung von Taschentüchern einerseits und Bettüchern od. dgl. andererseits bewirkt.
Bei diesen beiden Arten von Gegenständen braucht die Bedienungsperson keine der
Wähltasten zu betätigen, mit dem Ergebnis, daß keiner der Förderbahnabschnitte verstellt
wird und daß beide Arten von Gegenständen bis zum Ende des zum Sortieren dienenden
Teils der Förderbahn mitgeführt werden, wo die Unterscheidung im wesentlichen nach
dem Gewicht bzw. der Bewegungsenergie der Gegenstände erfolgt.