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"Automatische Einrichtung zum Zusammennähen zweier elastischer Stoffteile
mit unterschiedlicher Elastizität" Die Erfindung betrifft eine automatische Einrichtung
zum Zusammenähen zweier elastischer Stoffteile mit unterschiedlicher Elastizität,
wobei das Stoffteil mit geringerer Elastizität im wesentlichen eine ringartige Form
besitzt0 Es handelt sich dabei insbesondere um die Herstellung von Bekleidungsstücken
wie Korsetts, Unterwäsche, Strümpfe, Strumpfhosen, Badebekleidung oOdgl.O Zum Verständnis
der vorliegenden Erfindung wird darauf hingewiesen, daß mit dem Ausdruck "Stoffteile"
gewebte oder gestrickte Stoffe <Wolle, Seide, Leinenstoffe, Synthetics oOdglO)
gemeint sind, deren Elastizität von der Elastizität der Garne
oder
im Herstellungsverfahren (Weben, Stricken o.dglO) abhängt0 Mit dem Ausdruck "Teil"
ist Produkt zu verstehen, welches aus zwei miteinander vernähten Stoffteilen besteht,
welches dem weiteren Arbeitsverfahren ausgesetzt werden kann0 Bisher erfolgt ein
solches Nähen durch die manuelle Verbindung zweier Stoffteile mit einer ans ich
bekannten Nähmaschine, die von einer Bedienungsperson kontrolliert und gesteuert
wird0 Um eine qualitativ gute Naht zu erreichen, muß die Bedienungsperson die beiden
miteinander zu verbindenden Stoffteile unter den Kopf einer Nähmaschine bringen
und dafür sorgen, daß die korrekte Stellung der Teile zueinander solange gehalten
wird, bis der Nähvorgang beendet ist.
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Es ist bereits versucht worden, die Nachteile einer solchen Handarbeit
mit verschiedenen Vorrichtungen zu vermeiden, die am Kopf der Maschine angeordnet
sind und die den letzten Teil der Handarbeit der Bedienungsperson ausführen. Solche
Vorrichum/ tungen fassen gewöhnlich mechanische Spannungsregulierungen, Gleitplatten,
Unterstützungsvorrichtungen und Andrückfüße.
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Diese Vorrichtungen unterstützen die Bedienungsperson, es ist jedoch
immer noch für die Erzielung einer guten Verbindung der Stoffteile das Eingreifen
der Bedienungsperson notwendig.
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Aus diesen Gründen sind die Kosten der fertigen Stoffteile entsprechend
den Arbeitskosten hoch. Nicht immer wird zuverlässig
eine ausreichende
Qualität erreicht. Die notwendige Arbeitszeit einer einzigen Bedienungsperson verursacht
die hohen Herstellungskosten der fertigen Teile. Außerdem ist eine beträchtliche
Zeit für die Ausbildung der Bedienungspersonen für die spezielle Aufgabe zu berücksichtigen,
wobei nicht zu übersehen ist, daß diese Aufgabe eine gute Fertigkeit voraussetzt.
Außerdem kann die Qualität der fertigen Teile, die von der gleichen Bedienungsperson
hergestellt werden, von Stück zu Stück sich ändernd In jedem Falle ändern sie sich
zeitweilig, wenn die Bedienungsperson wechselt, Aufgabe der Erfindung ist es daher,
eine geeignete Einrichtung vorzuschlagen, welche in vollständig automatischer Weise
die Vorgänge des Annähens eines elastischen Stoffteiles an ein anderes Stoffteil
mit geringerer Elastizität und im wesentlichen ringartiger Form ausführt.
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Zur Lösung der Erfindungsaufgabe ist die automatische Einrichtung
zum Zusammennähen zweier elastischer Stoffteile mit unterschiedlicher Elastizität
gekennzeichnet durch Trag-und Führungsvorrichtungen für die miteinander zu verbindenden
Stoffteile auf einem Arbeitstisch einer ans ich bekannten Nähmaschine, wobei diese
Vorrichtungen mit den Antriebseinrichtungen der Nähmaschine verbunden sind; durch
Positioniervorrichtungen zur Einrichtung der Stoffteile in der Nähe des Nähkopfes;
und durch Vorrichtungen für die automatische Abnahme der fertigen Teile aus den
beiden miteinander verbundenen Stoffteilen.
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Mit der erfindungsgemaß'en Einrichtung ist das ständige Eingreifen
der Bedienungsperson in den Nähvorgang nicht mehr notwendig. Die gleiche Bedienungperson
sonst lediglich die Aufgabe der Kontrolle der Einrichtung, so daß eine spezielle
Ausbildung nicht mehr erforderlich Das Der Nähvorgang ist daher schneller und die
Nahe von gleichbleibender Qualität. Aufgrund der Automatisation der Einrichtung
kann eine Bedienungsperson verschiedene Einrichtungen zu gleicher Zeit bedienen
bei voller Ausnutzung der Arbeitszeit der Nähmaschine.
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Anhand eines abgebildeten Ausführungsbeispieles werden im folgenden
weitere Vorteile, Merkmale und Einzelteile der Erfindung naher beschrieben.
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Es zeigen: Figur 1 in einer schratischen Darstellung eine Einrichtung
für eine erste bevorzugte Ausführungsart von Trag-und Transportvorrichtungen fur
die Stoffteile; Figur aa eine Seitenansicht der Kontur einer Riemenscheibe, die
Teil der Einrichtung nach Figur 1 ist; Figuren 2,3 und 4 schematische Darstellungen
einer Einrichtung, die mit weiteren Trag-und Führungsvorrichtungen für die Stoffteile
ausgerüstet ist;
Figuren 5 und 6 in schematischer Darstellung zwei
weitere Ausführungsarten der Einrichtung, die mit zwei oder vier Einheiten von Trag-und
Führungsvorrichtungen für die Stoffteile ausgerüstet sind; Figur 7 ein schematisches
Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Positionierung der Stoffteile im Annähbereich
und Figur 8 eine schratische Darstellung einer automatischen Abnahmevorrichtung
für die fertigen Teile.
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nit der erfindungsgemäßen Näheinrichtung können zwei unterschiedliche
Grundnäharten ausgeführt werden, nämlich: 1. Annähen von elastischen Stoffteilen
mit ringartiger Form <nachfolgend als "elastisches Band" bezeichnet) an einen
anderen elastischen Stoff mit einer geringeren Elastizität und einer im wesentlichen
ringartigen Form; 2o Annähen eines langgestreckten Teiles eines elastischen Bandes
an einem elastischen Stoffteil mit geringerer Elastizität und im wesentlichen ringartiger
Form.
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Der erste Teil der nachfolgenden Beschreibung betrifft den ersten
der beiden genannten Fälle. Die beiden Näharten sind sehr ähnlich0 Der gerade Teil
des elastischen Bandes des zweiten Falles ist ebenfalls zu einer Ringform geschlossen
durch einen zusatzlichen Arbeitsgang, der nach dem Hauptnähvorgang der beiden Stoffteile
erfolgt, Ein Kennzeichen der erfindungsgemSen Vorrichtung ist die Verwendung einer
gebräuchlichen Nähmaschine, die in geeigneter Weise abgeändert ist, wobei die Automatisation
dieser herkömmlichen Maschinen möglich ist0 Die Nähmaschine wird im folgenden nicht
detalliert beschrieben, lediglich der Kopf und die zugehörige aheinrichtung werden
gezeigt.
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Die Vorrichtung nach Figur 1 umfaßt eine Nähmaschine, an der nur der
Nähkopf t mit der zugehörigen Nadel 2 und dem Andrückschuh 3 gezeigt ist, der gegen
den Tisch 4 arbeitet0 in der Nähe des Nähkopfes 1 der Maschine sind Trag- und Führungseinrichtungen
5 für die zu verbindenden Stoffteile vorgesehen. Diese Einrichtungen bestehen aus
drei Riemenscheiben 6,7 und 8, die jeweils um ihre Achse rotieren und in einem Dreieck
angeordnet sind.
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Die Riemenscheibe 8 ist gegenüber den beiden anderen Scheiben verstellbar,
so daß die gegßseitigen Entfernungen der drei Scheiben entsprechend dem Umfang der
zwei miteinander zu vernähenden Stoffteile eingerichtet werden kann. Auf diese Weise
kann die Vorrichtung auf verschiedene Außendurchmessermaße des weniger elastischen
Stoffteiles und die sich von selbst ergebene Streckung des Materiales eingerichtet
werden.
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Die Einrichtung der Scheibe 8 wird auf bekannte Weise durch Verspannen
der Rotationsachse und der Welle 10 erreicht, die in verschiedenen Positionen auf
der Schiene 9 am Rahmen der Maschine, beispielsweise mit einem pneumatischen Zylinder
9a, verschoben werden kann0 Die gleiche Scheibe 8 könnte mit einer Feder eingerichtet
werden, die die Scheibe und ihre Welle 10 von den anderen beiden Scheiben auf Abstand
hältO Die Achsen der Scheiben 6 und 7 sind auf Trägern 15 und 16 befestigt, die
in verschiedenen Positionen am Rahmen der Maschine mit Schraubmitteln 17,18 und
in entsprechenden Ausnehmungen in den Trägern 15 und 16 festgelegt werden können.
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Die Scheibe 6 ist mit den Antriebsmitteln der Nähmaschine verbunden
und stellt dar die Antriebsscheibe dar, während die Scheiben 7 und 8 über den Riemen
13 angetrieben werden0 Die Scheiben 6,7 und 8 können aus einem geeigneten Material
hergestellt sein, wie beispielsweise Kunststoff, Holz, Metall oder Hartgummi, Sie
besitzen vorzugsweise eine Profilform, wie sie in Figur 1a dargestellt ist. Dieses
Profil weist einen ebenen Teil 51 auf mit Nuten und einem weiteren Teil, der aus
zwei Kegelstümpfen 52 und 52a gebildet ist, die eine gemeinsame Basis flache besitzen,
Für die Aufbringung der Stoffe auf den Trag-und Führungseinrichtungen 5 sind nur
folgende Arbeitsgänge notwendig: Das elastische Band wird zunächst auf den drei
Scheiben positioniertO Die einrichtbare Scheibe 8 ist dabei in ihrer nächsten
Stellung
zu den beiden anderen Scheiben (höchste Stellung in Figur 1), um die Aufbringung
des elastischen Bandes zu erleichtern. Jedes elastische Band ist nicht nur an der
äußeren Zone der entsprechend geformten Scheibe (vorzugsweise an der Zone 51 entsprechend
Figur la) gehalten, sondern liegt außerdem in einer Positionierungsvorrichtung 14,
die in der Nähe des Nähkopfes angeordnet ist. Diese Positionierungsvorrichtung wird
im folgenden noch näher beschrieben. Auf die genannten drei Scheiben werden dann
die ringförmigen Stoffteile mit geringerer Elastizität aufgebracht. Entsprechend
der besonderen Ausbildung der äußeren Zonen der Scheiben, insbesondere des Abschnittes
52, positioniert sich der weniger elastische Stoff von selbst mit seiner äußeren
Kante an dem elastischen Band, welches dort vorher aufgebracht ist. Vor Arbeitsbeginn
der Nähmaschine wird die Welle 10 der Scheibe 8 beispielsweise durch den pneumatischen
Zylinder 9a, von den zwei anderen Scheiben weggeschoben, bis sie ihre äußere Position
einnimmt, die von der relativen Elastizität der beiden Stoffteile abhängt.
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Die Scheibe 8 erreicht eine osition, die vom Zentrum des von den drei
Scheiben gebildeten Zentrums um so weiter entfernt ist, je höher die Elastizität
der beiden zu vernähenden Stoffteile ist, so daß die daraus resultierende Streckung
am Nähpunkt aufrechterhalten wird, und zwar so konstant wie möglich bei jeder Spannung,
denen die Stoffteile unterworfen sind.
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Die Nadel 2 des Nähkopfes kann so zu nähen beginnen, wobei die Antriebsscheibe
6, die mit den Antriebsmitteln der Nähmaschine verbunden ist, die beiden anderen
Scheiben 7 und 8 antreibt,
so daß die beiden sich überlappenden
Stofftile zusammengenäht werden0 Am Ende einer vollständigen Umdrehung von 3600
wird das Nähgarn von einer Schneidvorrichtung der gleichen Nähmaschine abgeschnitten
und das genähte Stück automatisch von einer Abnahmevorrichtung, wie sie schematisch
in Figur 8 gezeigt ist, abgenommen0 Bevor der Nähkreislauf beendet ist, etwa während
der letzten 20 - 300 der Drehung der beiden Stoffteile vor dem Nähbeginn, wird die
Positionierungseinrichtung, die in den Figuren 1-7 insgesamt mit Bezugsziffer 14
versehen ist, in Gang gesetzt0 Wie insbesondere Figur 7 zeigt, umfaßt diese Vorrichtung
14 eine ortsfeste Gleitplatte 53 und einen oberen verschiebbaren Andrückfuß 54,
welcher in zwei entgegengesetzten Richtungen parallel zu der Achse der Scheiben
6,7 und 8 verschiebbar ist, doho senkrecht zu einer ideellen Nähebene, die bestimmt
wird durch das Dreieck, welches von den drei Scheiben gebildet wird.
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Die ortsfeste Gleitplatte 53 trägt während des Nähzyklus das weniger
elastische Stoffteil, während das elastische Band in unmittelbarer Nähe des Nähpunktes
von dem Andrückfuß 54 unterstützt wird. Auf diese Weise sind während des Nähzyklus
von 20-30° vor dem Nähstartpunkt die beiden Stoffteile in der Zone der Vorrichtung
14 getrennt mit einer Entfernung von ungefähr 5-6 cm von der Nadel 2O Bei Beginn
des letzten Teiles des Nähzyklus wird der Fuß 54 durch bekannte Einrichtungen zurückbewegt,
etwa über einen Mikroschalter, der einen pneumatischen Kolben 55 steuert, der mit
dem Fuß 54 verbunden ist, so daß das elastische Band freikommt und die Möglichkeit
hat, sich mit kaum nennenswerter Spannung mit dem weniger elastischen Stoffteil
zu vereinigen, welches durchnäht wird, während des letzten Abschnittes (wenige mm)
des
Nähzyklus. Die sich aufgrund der tantferrung zwischen der Gleitplatte 53 und dem
oberen Andrückfuß 54 vorher ergebene Streckung ist in jedem Falle so klein, daß
sie den letzten Teil des Nähzyklus nicht beeinflußt0 Der obere bewegliche Fuß 54,
der von einer Feder oOdgl. bewegt werden kann, wird am Ende des Nähzyklus von 3600
in seine Ausgangsposition zurückgebracht, etwa lurch pneumatische Kolben oder andere
Hilfsmechanismen, die von Mikroschaltern gesteuert werden, so daß die Aufbringung
eines neuen Stoffteiles möglich ist.
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In Figur 8 ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer automatischen
Vorrichtung zur Abnahme der fertigen Stoffteile nach der Vollendung des Nähzyklus
gezeigt. Diese Vorrichtung umfaßt ein Rohr 60, welches mit einem trichterförmigen
Einlaß 61 versehen ist, welcher in der Nähe der vorherbeschriebenen Einrichtung
angeordnet ist und ständig unter Vakuum gehalten wird von einem Sauggebläse 62.
Sobald die Stoffteile auf der Einrichtung 5 entsprechend Figur 1 eingerichtet sind,
wird das freie Ende eines dieser Stoffteile, insbesondere das freie Ende des weniger
belasteten Stoffteiles im Trichter 61 festgehalten.
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Es kann jedoch nicht in das Rohr 60 hineingesaugt werden, da das andere
Ende des gleichen Stoffteiles von den Scheiben 6,7 und 8 festgehalten wird0 Es ist
darauf hinzuweisen, daß insbesondere im Falle des Zusammennähens von Strümpfen oder
Strumpfhosen der Trichter 61 in einer bestimmten Entfernung von der Einrichtung
5 und dem Nähbereich angeordnet sein kann, entsprechend der besonderen Länge und
der Leichtheit der miteinander zu vernähenden wile. Sobald der Nähzyklus vollendet
ist, wird die Scheibe 8 vorzugsweise durch automatische Vorrichtungen in ihre Ausgangsposition
zurückgebracht, also näher an die beiden anderen Scheiben heran, um die Spannung
am Ende des genähten Stückes zu lockern. Diese
Lockerung erlaubt
die Einsaugung in das Rohr 60 des fertigen Stückes und den Transport in die Abnahmevorrichtung
63. Diese Vorrichtung 63 umfaßt einen Behälter, vorzugsweise aus transparentem Material,
dessen Länge der Länge der vernähten Stoffteile entspricht und dessen Boden 64 verschiebbar
und mit einer bekannten Hilfseinrichtung verbunden ist. Wenn ein Stoffteil 65 in
die Abnahmevorrichtung 63 hineingelangt, wird ein Fotozellenschaltkreis geschlossen
und der atmosphärische Druck in der Vorrichtung 63, in der sonst ein Unterdruck
herrscht, wieder hergestellt, beispielsweise über einen pneumatischen Kolben und
ein Gebläse. In dieser Phase und nach dem vollständigen Transport des genähten Stückes
auf den Boden 64 der Vorrichtung 63, wird durch bekannte mechanische Mittel (nicht
gezeigt) der Boden 64 geöffnet, so daß die Teile 65 in den darunter aufgestellten
Container 66 fallen. In Figur 8 sind zwei Stoffteile 65 gezeigt, in diesem Falle
zwei Strumpfhosen 65, von denen die eine bereits fertig genäht sich in der Stellung
vor dem Hineinfallen von der Vorrichtung 63 in den Container 66 befindet und die
andere, die noch dem Nähvorgang unterzogen wird, noch vom Saugdruck im Trichter
61 und im Rohr 60 festgehalten wird.
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Statt der Dreischeibenvorrichtung, wie sie in Figur 1 gezeigt ist,
können andere Ausführungsarten für die Vorrichtung 5 vorgesehen werden. Diese Vorrichtung
kann beispielsweise, wie es in Figur 2 gezeigt ist, mit nur zwei Riemenscheiben
ausgerüstet sein, die mit ihrem oberen Umfangsteil in der Höhe des Arbeitstisches
4 der Nähmaschine eingerichtet und durch einen flachen Treibriemen 13 miteinnAdne/vtertnued1ee
sind0 Die Rotationsachsen
lla und 12a sind auf Trägern 19 und 20
montiert, die in ver r schiedenen Stellungen am Rahmen 21 der Einrichtung in verschiedenen
Positionen entsprechend befestigt werden können, beispielsweise durch die Schrauben
22 und 23, die jeweils in einer Nut der Träger 19 und 20 geführt sind. Die Achse
einer der Scheiben kann so eingerichtet sein, daß die Spannung des Treibriemens
13 eingestellt werden kann, wie es für die Scheibe 8 des Ausführungsbeispieles nach
Figur 1 möglich ist.
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Analog ist eine der Scheiben 11,12 mit den Antriebsgliedern der Nähmaschine
verbunden, so daß eine Scheibe die Antriebsscheibe ist und die andere Scheibe angetrieben
wird und leerlaufend auf ihrer Drehachse sitzt. Der Treibriemen 13 steuert nicht
nur die Vorwärtsbewegung der zwei zu vernähenden Stoffteile auf dem Arbeitstisch
14, sondern er hat zusätzlich die Unterstützungsfunktion der Teile während der Vorwärtsbewegung.
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Dabei ist die Vorrichtung so gestaltet, daß die Arbeitsbewegung der
Nadel 2 nicht vom Riemen behindert wird. Da sich die beiden Stoffteile in einer
schwankenden Verbindung mit dem Riemen 13 befinden, kann eine Positionierungsvorrichtung
(in Figur 2 nicht gezeigt), in der Nähe des Nähpunktes angeordnet sein, wie sie
insbesondere mit der Bezugsziffer 14 im Detail in Figur 7 dargestellt worden ist.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsart der Erfindung ist als Trag-und
Führungsvorrichtung für die miteinander zu vernähenden Stoffteile, wie schematisch
in Figur 3 gezeigt, ein im wesentlichen rohrförmiges Element 25 vorgesehen, welches
von einem konischen Teil 26 mit einem anschließenden im wesentlichen zylindrischen
Teil
27 im hinteren Bereich gebildet wird. Der Durchmesser des zylindrischen Teiles 27
muß so gewäht sein, daß die Stoffteile, die darauf angeordnet werden, eine solche
Spannung besitzen, daß sie mit dem Element 25 rotieren. Das Element 45 kann gegebenenfalls
durch eine Vielzahl von radialen Abschnitten gebildet werden, die zur Rotationsachse
28 des Elementes 25 relativ bewegbar sind, so daß die Streckung der Stoffteile geändert
werden kann, um ihre Aufbringung auf dem Element 25 zu erleichtern und um die Vorrichtung
an die unterschiedlichen Umfangsmaße der ringförmigen Kante des weniger elastischen
Stoffteiles anzupassen. Die Achse 28 ist in beliebiger Weise mit den rotierenden
Gliedern der Nähmaschine verbunden. Das trichterförmige Element 25 besitzt außerdem
an seinem zylindrischen Ende 27 eine Klemmeinrichtung 29 zur Halterung der Stoffteile.
Am Umfang des Abschnittes 27 ist eine Nut 30 vorgesehen, die den Durchtritt der
Nadel 2 erlaubt und damit den entsprechenden Nähvorgang.
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Der zylindrische Abschnitt 27 ist zweigeteilt, der äußere Teil 31
ist am inneren Teil durch Zapfen, Bolzen o.dgl. (nicht gezeigt) befestigt.
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Mit Figur 4 ist eine weitere Ausführungsart der Trag-und Führungsvorrichtungen
für die miteinander zu vernähenden Stoffteile gezeigt. Diese Ausführungsart besitzt
zwei Paare von sich gegenüberliegenden Greifern 32, 33, von denen jeder zwei Backen
besitzt, die entsprechend um einen zentralen Bolzen 36 und 37 drehbar sind. Die
beiden miteinander zu vernähenden Stoffteile werden um das Paar der sich gegenüberliegenden
Greifer 32,33
positioniert wenn ihre Backen in der geschlossenen
Stellung eingerichtet sind0 Danach werden die Backen geöffnet, so daß jeder Greifer
die halbkreisförmige Form, wie sie in Figur 4 gezeigt ist, einnimmt. Falls notwendig,können
Druckfedern vorgesehen werden0 Von der Nähmaschine her gesehen ist auswärts gerichtet
von dem Greiferpaar 32,33 ein zweites Paar von Greifern 34 oder 35 vorgesehen, deren
Drehpunkte 36' und 37' koaxial zu den Bolzen 36 und 37 des ersten Greiferpaares
eingerichtet sind. Die Greifer 34 und 35 ragen über die Greifer 32 und 33 hinaus
und sind im wesentlichen parallel dazu. Sie können jedoch zusätzlich eine Drehbewegung
um eine senkrechte Achse zu den Drehpunkten 36' und 37' ausführen, so daß jede Backe
der Greifer 34 und 35 mit den entsprechenden Backen der Greifer 32 und 33 in Kontakt
kommen kann. Die an den Greifern 32 und 33 gehaltenen Stoffteile werden daher von
diesen Greifern 32 und 33 gehalten, einmal also von dem ersten Greiferpaar und außerdem
von dem zweiten Greiferpaar 34 und 35.
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Die Trag- und Transportmittel für die Stoffteile in der oben beschriebenen
und gezeigten Vorrichtung oder bei anderen möglichen Vorrichtungen können fest eingerichtet
oder relativ zum Nähkopf der Einrichtung bewegbar sein. Falls diese festen Vorrichtungen
in der Nähe des Nähkopfes 1 eingerichtet sind, ist es zweckmäßig, nur eine einzige
Einheit aus drei oder zwei Riemenscheiben zu montieren, oder ein richterförmiges
Teil, oder zwei Greiferpaare wie sie in den Figuren 1,2,3 und 4 gezeigt sind. In
diesem Falle kann die Bedienungsperson verschiedene Nähköpfe beschicken und kontrollieren,
ihre Aufgabe besteht lediglich darin, an jeder
Nähmaschine am Ende
eines jeden Nähvorganges die fertiggestellten Stoffteile durch neue zu ersetzen
oder darin, die zwei neuen zusammengenähten Teile zur vorgesehenen Abnahmeeinrichtung
für die fertigen Teile zu führen.
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Es ist vorteilhaft, die Trag- und Führungsvorrichtungen für die Stoffteile
gegenüber dem Kopf 1 der Nähmaschine beweglich anzuordnen. In den Figuren 5 und
6 sind zwei bevorzugte Ausführungsbeispiele für die Trag- und Fortbewegungsmittel
5 gezeigt, die relativ zur Nähmaschine beweglich sind. Die Figur 5 zeigt schematisch
eine Anordnung in der Nähe des Nähkopfes 1 aus zwei Trag- und Transporteinheiten
5, die am Ende eines Verbindungsgliedes 39 unterstützt sind, welches in einer parallelen
Ebene zum Arbeitstisch der Nähmaschine liegt. Jede Einheit 5 kann eine der vorherbeschriebenen
und gezeigten Vorrichtungen besitzen Das Verbindungsglied 39 ist mit den Antriebseinrichtungen
(nicht gezeigt) verbunden, die das Glied um 1800 drehen am Ende eines jeden Nähzyklus0
Diese Lösung führt zur Herabsetzung der Arbeitszeit, da während der Beladung einer
der beiden Einheiten 5 die andere Einheit sich im Nähzyklus befindet, Gegebenenfalls
können mehr als zwei von der gleichen Bedienungsperson kontrollierte Einheiten vorgesehen
werden, um die Arbeitszeit der Nähmaschine maximal auszunutzen.
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In Figur 6 sind vier Trag- und Führungsvorrichtungen 5 gezeigt, die
jeweils um 90° versetzt auf einer Plattform 40 schrittweise um die zentrale Achse
41 rotieren. Jeder Schritt beträgt 9000
Die Plattform liegt in
einer parallelen Ebene zum Arbeitstisch 4 der Nähmaschine. Auch in diesem Falle
kann jede Einheit 5 irgendeine der beschriebenen und gezeigten Vorrichtungen entsprechend
den Figuren 1 bis 4 umfassen. Mit dieser Anordnung kann die Produktionszeit weiter
herabgesetzt werden. Die Arbeitszeit der Nähmaschine wird praktisch voll ausgenutzt.
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Es besteht die Möglichkeit, auf der Plattform 40 eine Vielzahl von
abstandsgleichen Einheiten vorzusehen, wobei die Plattform schrittweise am Ende
eines jeden Zyklus entsprechend rotiert.
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Die zweite Arbeitsweise eines Nähvorganges, der auf der erfindungsgemäßen
Einrichtung durchgeführt werden kann, besteht darin, einen geradlinigen Teil eines
elastischen Stoffteiles an einem elastischen Stoffteil mit einer geringeren Elastizität
und einer im wesentlichen ringartigen Form anzunähern4 Die Einrichtung für diese
zweite Nähart ist im wesentlichen identisch mit der vorherbeschriebenen Einrichtung,
insbesondere im Hinblick auf die Trag-und Führungsvorrichtungen, die Positionierungsvorrichtungen
und die automatische Abnahmevorrichtung für die fertigen Teile.
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Es reicht daher bereits aus, den Nähkopf der Maschine mit einer herkömmlichen
Führungsvorrichtung für das elastische Stoffteil oder Band, welches von einer Rolle
abläuft, zu kombinieren9 Eine solche Führungsvorrichtung umfaßt in bekannter Weise
Trag-oder Unterstützungsvorrichtungen für das Abrollen des elastischen Bandes, Führungsvorrichtungen
in der Nähe des Nähkopfes und Schneidvorrichtungen zum Abschneiden des Bandes auf
gewünschte
Längen, die der Umfangslänge des Stoffteiles mit geringerer
Elastizität entsprechen0 Der Nähvorgang der beiden Stoffteile mit unterschiedlicher
Elastizität wird in gleicher Weise ausgeführt wie im Falle eines ringförmigen elastischen
Stoffteiles. Der einzige Unterschied besteht darin, daß am Ende des Hauptnähzyklus
die beiden Enden des elastischen Bandes zusammengenäht werden müssen, um einen geschlossenen
Ring zu erhalten. Für die Ausführung dieses Nähvorganges werden zwei Lösungen an
der erfindungsgemäßen Einrichtung vorgeschlagen0 Die erste Lösung beruht darauf,
daß in der Nähe des Nähkopfes der Hauptnähmaschine eine zusätzliche Nähmaschine
eingerichtet ist, deren Kopf die beiden Enden des elastischen Bandes zusammennäht9
Dieser zweite Nähvorgang erfolgt nach der Beendigung des ersten Hauptnähvorganges
nach einem Transport, möglicherweise auf automatischem Wege, der beiden Enden unter
den Kopf der zusätzlichen Maschine0 Alternativ ist es möglich,auf bekannte Weise
die Trag-und Führungsvorrichtungen der Hauptnähmaschine zu dem Nähkopf der zusätzlichen
Maschine zu verschieben, so daß die Vernähung der beiden Enden des elastischen Bandes
mit den beiden bereits vernähten Stoffteilen möglich ist, die von den bereits beschriebenen
Trag-und Führungseinrichtungen gehalten werden.
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Eine zweite Lösung besteht darin, daß der Nähkopf der Hauptnähmaschine,
die für das Zusammennähen der beiden Stoffteile benötigt wird, so abgeändert ist,
daß der gleiche Kopf um 900 querbewegt werden kann in Anpassung an die Bahn der
beiden Stoffteile am Ende des Hauptnähzyklus, so daß die gleiche Maschine, die die
beiden
Stoffteile zusammengenäht hat, ebenfalls die Enden des elastischen Bandes in Querrichtung
zu dem Band zusammennähen kann. Diese Modifikation des Nähkopfes der Nähmaschine
für die Querbewegung ist in der Beschreibung nicht eingeschlossen, da sie bereits
aus dem Stand der Technik bekannt ist.
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Folgende Vorteile ergeben sich beim Einsatz der erfindungsgemäßen
Einrichtung: 1. Herabsetzung der Produktionszeiten und volle Ausnutzung der Maschinenarbeitszeit.
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2. Die Möglichkeit des Einsatzes von nicht spezialisiertem Personal.
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3O Konstante Qualität der fertiggestellten Teile unabhängig von der
Tatsache, daß diese Teile von einer oder mehreren Bedienungspersonen hergestellt
worden sind.
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4. Die Anpassungsfähigkeit der Einrichtung an verschiedene Abmessungen
der herzustellenden Teile, insbesondere an unterschiedliche Durchmesser der kreisförmigen
Außenkanten von weniger elastischen Stoffteilen.