DE2814391A1 - Farbbildroehre - Google Patents
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Description
29
H391
- 2 N. Y. Philips'Gloeilampenfabrieken, Eindhoven/Holland
Farbbildröhre
Die Erfindung bezieht sich auf eine Farbbildröhre zur Wiedergabe farbiger Bilder, enthaltend in einer evakuierten Umhüllung
Mittel zum Erzeugen mindestens eines Elektronenstrahls, einen Bildschirm mit einer Vielzahl in verschiedenen Farben
aufleuchtender Gebiete und Farbauswahlmittel mit einer aus Metall bestehenden, eine Vielzahl von Öffnungen aufweisende
Platte,auf der elektrisch gegen die Platte isolierte langge- ' streckte Leiter angeordnet sind.
Eine derartige Farbbildröhre vom Nachfokussierungstyp ist aus der NL-OS 74 09 642 bekannt.
PHN 8753 - 3 -
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Durch eine Nachfokussierung soll die Helligkeit des wiedergegebenen
Bildes durch die Vergrößerung der Durchlässigkeit der Farbauswahlmittel vergrößert werden. Bei Röhren ohne
Nachfokussierung wird ein sehr großer Teil der Elektronen, z.B. 80 bis 85 % von der sogenannten Lochmaske abgefangen.
Bei Anwendung einer Nachfokussierung können die Öffnungen in den Farbauswahlmitteln vergrößert werden, weil infolge
der Fokussierung in den Öffnungen die Elektronenauftreffflecke auf dem Schirm erheblich kleiner als die Öffnungen
sind, so daß dennoch eine genügende Landungstoleranz besteht. Nach der genannten NL-OS 74 09 642 werden in den Öffnungen
der Lochmaske elektrostatische Vierpollinsen gebildet, die die Elektronenstrahlen in einer bestimmten Richtung fokussieren.
In einer Ausführungsform dieser bekannten Röhre werden die Farbauswahlmittel durch ein Gitter gebildet, das aus zwei
sich kreuzenden und gegebenenfalls miteinander verflochtenen Sätzen paralleler Leiter besteht, wobei diese Leiter an den
Kreuzungspunkten gegeneinander isoliert sind und die Leiter jedes Satzes miteinander verbunden sind. Der Nachteil dieser
Ausführungsform ist der, daß wegen der nebeneinander auf einer waagerechten Linie liegenden Öffnungen sogenannte Moirebänder
im wiedergegebenen Bild erzeugt werden können.
Eine andere ebenfalls in der NL-OS 74 09 642 beschriebene Ausführungsform enthält Farbauswahlmittel, die aus einer
Metallplatte bestehen, die die genannten Öffnungen und leitende Streifen zwischen diesen Reihen von Öffnungen aufweist,
wobei diese Streifen miteinander verbunden und gegen die Metallplatte isoliert sind. Wenn die Öffnungen in der
Maske pro Reihe in senkrechter Richtung gegeneinander versetzt angeordnet sind, wodurch diese nicht mehr waagerecht nebeneinander
auf einer Linie liegen, kann der Moire-Effekt vermieden werden. Bei dieser Ausführungsform ist aber zum Erhalten
einer genügend starken Nachfokussierung ein Potentialunterschied zwischen der Metallplatte und den leitenden Streifen
PHN 8753 - 4 -
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erforderlich, der erheblich größer als der Potentialunterschied zwischen den zwei Sätzen paralleler Leiter in der
obenbeschriebenen bekannten Ausführungsform ist. Ein großer Potentialunterschied ist aber unerwünscht, weil er zu Durchschlägen
und Überschlägen beim Betrieb der Röhre führt.
Die Aufgabe nach der Erfindung bestand daher darin, eine Farbbildröhre mit einer Maskenstruktur zu schaffen, bei der
der Potentialunterschied zwischen der Platte und den Leitern nicht so groß zu sein braucht und bei der es möglich ist,
durch gegenseitige Versetzung der Öffnungen Moire-Effekte zu vermeiden.
Zur Lösung dieser Aufgabe überbrücken daher bei einer Farbbildröhre
der eingangs genannten Art nach der Erfindung die Leiter die Öffnungen und unterteilen diese in zwei nahezu
symmetrische Hälften. Die Leiter sind vorzugsweise auf der Bildschirmseite der Platte angeordnet. In jeder Hälfte einer
öffnung wird durch das Anlegen eines Potentialunterschiedes zwischen den Leitern und der Platte ein elektrostatisches
Prisma durch ein Dipolfeld gebildet. Abhängig von der Form der Öffnung sind außerdem einige elektrostatische Mehrpolfelder
höherer Ordnung in den Öffnungshälften vorhanden, die die Form des Auftreffflecks mitbestimmen und einen fokussierenden
Einfluß auf den Strahl ausüben können.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 schematisch und im Querschnitt eine Farbbildröhre nach der Erfindung,
Fig. 2 eine Erläuterung des Prinzips der Erfindung, Fig. 3 schematisch eine Ausführungsform einer Röhre nach der
Erfindung,
Fig. 4 einen Schnitt durch Fig. 3,
Fig. 5 schematisch eine andere Ausführungsform einer Röhre nach
Fig. 5 schematisch eine andere Ausführungsform einer Röhre nach
der Erfindung und
PHN 8753 - 5 -
PHN 8753 - 5 -
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Fig. 6 und 7 die Herstellung eines Ausführungsbeispiels nach der Erfindung.
Die in Fig. 1 dargestellte Bildröhre enthält eine Glasumhüllung 1, Mittel 2 zum Erzeugen dreier Elektronenstrahlen 3,
4 und 5, einen Bildschirm 6, Farbauswahlmittel 7 und Ablenkspulen 8. Die Elektronenstrahlen 3, 4 und 5 werden in
einer Ebene (der Zeichnungsebene der Fig. 1) erzeugt und mit Hilfe der Ablenkspulen 8 über den Bildschirm 6 abgelenkt.
Der Bildschirm 6 besteht aus einer Vielzahl Rot, Grün und Blau aufleuchtender Leuchtstoffstreifen, deren Längsrichtung
senkrecht auf der Zeichnungsebene der Fig. 1 steht. Beim Normalbetrieb der Röhre stehen die Leuchtstoffstreifen
senkrecht und die Fig. 1 zeigt also einen waagerechten Schnitt durch die Röhre. Die Farbauswahlmittel 7, die anhand der
Figuren 3, 4, 6 und 7 näher beschrieben werden, enthalten eine Vielzahl von Öffnungen 9, die in Fig. 1 nur schematisch
angegeben sind. Die drei Elektronenstrahlen 3, 4 und 5 passieren die Öffnungen 9 unter einem kleinen Winkel zueinander und
jeder von ihnen trifft daher nur Leuchtstoffstreifen einer bestimmten Farbe. Die Öffnungen 9 in den Farbauswahlmitteln 7sind
also sehr genau in bezug auf die Leuchtstoffstreifen des Bildschirms 6 positioniert.
In der zur Zeit allgemein verwendeten Schlitzmaskenröhre werden die Elektronenstrahlen 3, 4 und 5 beim Passieren der
Öffnungen 9 nicht fokussiert. Auch wurde einmal vorgeschlagen, die Nachfokussierung mit Hilfe eines Potentialunterschiedes
zwischen den Farbauswahlmitteln 7 und dem Bildschirm 6 anzuwenden, wobei sich aber Sekundärelektronen als sehr störend
erwiesen.
Nach der vorliegenden Erfindung wird jede Öffnung in den Farbauswahlmitteln von den Leitern in zwei nahezu symmetrische
Hälften unterteilt. In jeder Hälfte wird eine elektrostatische Mehrpollinse gebildet, die im wesentlichen eine Dipollinse ist
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und also vorwiegend eine Prismawirkung auf den Elektronenstrahl ausübt. Da die Dipole in den zwei Öffnungshälften
zueinander spiegelbildlich angeordnet sind, ist also auch die Prismawirkung in einer Öffnungshälfte der in der anderen
Öffnungshälfte entgegengesetzt. Wenn die Leiter ein positives Potential in bezug auf die Platte aufweisen, werden
die Auftreffflecke der durch die zwei Öffnungshälften hindurchtretenden
Teile des Elektronenstrahls einander überlappen.
In Fig. 2 ist die Dipolwirkung schematisch dargestellt. Es
sind ein Teil der Farbauswahlmittel 7 und eine der Öffnungen 9 gezeigt, die von dem Leiter 10 in zwei Hälften 12 und 14 unterteilt
ist. Der Potentialverlauf entlang der Ränder der Öffnungshälften ist mit Plus- und Minuszeichen angegeben. Der Teil 11
des Elektronenstrahls, der durch die Öffnungshälfte 12 hindurchtritt, wird nach links abgelenkt (Pfeil a), während der Teil 13
des Elektronenstrahls, der durch die Öffnungshälfte 14 hindurchtritt, nach rechts abgelenkt wird (Pfeil b). Die Auftreffflecke
der durch die zwei Öffnungshälften hindurchtretenden Teile des Elektronenstrahls überlappen sich dadurch und
bilden einen einzigen AuftreffiLeck 15 auf dem Bildschirm 16.
Die Form des Auftreffflecks 15 kann dem Muster von Leuchtstoffstreifen
durch Anpassung der Form der Öffnung angepaßt werden. Die Form der Öffnung bestimmt nämlich die An- oder Abwesenheit
eines oder mehrerer elektrostatischer Mehrpolfelder in den Öffnungshälften sowie die Stärke dieser Mehrpolfelder. Diese
Mehrpolfelder üben einen Einfluß auf den Elektronenstrahl und somit auf die Form des Auftreffflecks aus.
Durch diese fokussierende Wirkung kann die Öffnung 9» wie bei den bekannten Bildröhren, bei denen eine Nachfokussierung
mittels Vierpollinsen erfolgt, viel größer als in der bisher verwendeten Lochmaskenröhre ohne Nachfokussierung sein, wodurch
viel mehr Elektronen den Bildschirm 6 treffen und ein helleres Bild erhalten wird.
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In Fig. 3 ist eine Ausführungsform einer Farbbildröhre nach der Erfindung dargestellt. Die Farbauswahlmittel bestehen
hier aus einer Platte 17 z.B. aus Eisen, die mit gegeneinander versetzten rechteckigen Öffnungen 18 und einer Vielzahl
leitender Drähte 19, die die Öffnungen'18 in zwei nahezu
symmetrische Hälften 20 und 21 unterteilen, versehen ist. Die leitenden Drähte 19 sind gegen die Platte 17 mit Hilfe
von Isoliermaterial 22 isoliert. In diesem Falle wurde Glas als Isoliermaterial verwendet. Die Platte 17 ist 0,15 mm
dick. Die Glasisolierschicht ist 0,05 nun dick. Die leitenden Drähte 19 bestehen in diesem Falle aus Wolfram und weisen
einen Durchmesser von 0,05 mm auf. Die Öffnungen sind 0,56 χ 0,56 mm groß und ihr Teilungsabstand ist 0,8 mm, wodurch
die Elektronendurchlässigkeit dieser Farbauswahlmittel etwa 50 % beträgt. Bei einem Potential des Bildschirmes 23
von 25 kV, einem Potential der Platte 17 von ebenfalls 25 kV und einem Potential der Drähte 19 von 25,9 kV wird eine gute
Fokussierung auf den in einem Abstand von etwa 10 mm liegenden Bildschirm 23 erhalten.
Auf dem Bildschirm 23 sind die drei zu der Öffnung 18 gehörenden Leuchtstoffstreifen mit R (Rot), G (Grün) und B (Blau)
bezeichnet. Wie anhand der Fig. 1 beschrieben wurde, gibt es für jede Farbe einen Elektronenstrahl. In Fig. 3 sind
nur einige Teilstrahlen des mittleren Elektronenstrahls dargestellt,
der auf dem grünen Leuchtstoffstreifen G einen Auftreff
fleck bildet. Ohne die Dipolwirkung würde die Öffnung auf dem Bildschirm 23 gemäß der gestrichelten Linie abgebildet
werden. Durch die Dipolwirkung nach Fig. 4 findet eine Ablenkung der Teile 24 und 25 des Elektronenstrahls statt,
wodurch diese auf dem grünen Leuchtstoffstreifen zusammentreffen und einen einzigen Auftrefffleck bilden.
In Fig. 5 ist schematisch eine andere Anwendung einer Bildröhre nach der Erfindung gezeigt. Statt der Drähte 19 sind
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200 /um breite Aluminiumstreifen 26 über der 600 /um breiten
Öffnung angeordnet. Die zwischen den Öffnungen liegenden Stege sind gleichfalls 200 /um breit. Es ist möglich, mit
derartigen Farbauswahlmitteln mit einer Durchlässigkeit von etwa 45 % eine Farbauswahl nach dem bekannten Chromatronprinzip
anzuwenden. In derartigen Röhren werden nicht drei Elektronenstrahlen, die einen kleinen Winkel miteinander
einschließen, sondern es wird nur ein einziger Elektronenstrahl angewendet. Die Farbauswahl wird dadurch erhalten, daß die
Streifen 26, die die Öffnungen in der Platte 17 in zwei Öffnungshälften 20 und 21 unterteilen, je nach der gewünschten
Farbe positiv, neutral oder negativ gegenüber der Platte 17 gemacht werden, wodurch die Strahlteile 24 und 25 voneinander
ab abgelenkt werden und auf die blauen Leuchtstoffstreifen B fallen, nicht abgelenkt werden und auf die grünen Leuchtstoffstreifen
G gelangen bzw. zueinander hin abgelenkt werden und somit auf die roten Leuchtstoffstreifen R fallen. Bei derartigen
nach dem Chromatronprinzip wirkenden Bildröhren sind
Bildschirme mit angepaßten Leuchtstoffmustern erforderlich.
Ein Bildschirm für eine Röhre nach der Erfindung kann durch
ein bekanntes Belichtungsverfahren hergestellt werden, bei dem die Farbauswahlmittel auf einer lichtempfindlichen
Schicht auf einem Frontglasteil der Röhre abgebildet werden.
Im Zusammenhang mit der großen Durchlässigkeit der Farbauswahlmittel nach der Erfindung muß das angewandte Belichtungsverfahren
jedoch dazu geeignet sein, daß es die Öffnungen 9 stark verschmälert und nicht durch den "Schatten" der Leiter
geteilt abbildet. Ein dazu geeignetes Belichtungsverfahren benutet zwei oder mehr in einiger Entfernung voneinander
liegende Lichtquellen, wie in der DT-OS 22 48 878 beschrieben ist.
Eine Röhre nach der Erfindung eignet sich auch besonders gut zur sogenannten elektronischen Belichtung, bei der die empfind-
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liehe Schicht auf dem Frontglasteil mit Hilfe eines Elektronenstrahls
"belichtet" wird.
In den Figuren 6 und 7 ist veranschaulicht, wie Farbauswahlmittel für eine Farbbildröhre nach der Erfindung zusammengestellt
werden können. Fig. 6 zeigt eine 0,15 mm dicke Eisenplatte 26 mit rechteckigen Öffnungen 27, die im Gegensatz
zu den Öffnungen in Fig. 3 nicht gegeneinander versetzt sind. In Fig. 7 ist dargestellt, wie die 0,05 mm dicken Wolframdrähte
29 mit Hilfe von Glasisolierungen 28 gegen die Platte isoliert sind, die Öffnungen 27 überbrücken und in zwei nahezu
symmetrische Hälften unterteilen. Das Glas kann mit bekannten Glaspulvertechniken angebracht werden. Für die Herstellung
der Farbauswahlmittel können auch andere Techniken angewendet werden, wie sie in den NL-Patentanmeldungen 76 00 420,
76 00 421, 76 00 422, 76 00 418 und 7600 417 beschrieben sind.
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L e e r s e i t e
Claims (2)
1. Farbbildröhre zur Wiedergabe farbiger Bilder, enthaltend in einer evakuierten Umhüllung Mittel zum Erzeugen mindestens
eines Elektronenstrahls, einen Bildschirm mit einer Vielzahl in verschiedenen Farben aufleuchtender Gebiete und Farbauswahlmittel
mit einer aus Metall bestehenden, eine Vielzahl von Öffnungen aufweisende Platte, auf der elektrisch gegen
die Platte isolierte langgestreckte Leiter angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiter die öffnungen überbrücken
und diese in zwei nahezu symmetrische Hälften unterteilen.
2. Farbbildröhre nach Anspruch 1, dadurch, gekennzeichnet,
daß die Leiter auf der Bildschirmseite der Platte liegen.
PHN 8753 --'"^''fcD- 2 -
8098A2/07B8
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