DE2840940A1 - Zahnradschleifmaschine sowie verfahren zum schleifen von zahnflanken auf einer solchen maschine - Google Patents
Zahnradschleifmaschine sowie verfahren zum schleifen von zahnflanken auf einer solchen maschineInfo
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Description
PATENTANWÄLTE '
JESTHOFF - ν. PECHMANN - BEHRENS - GOETZ
OFhSSIONAL KKTRFSENTATtVES BEFORE THE EUROPEAN PATENT OFFICE
MANDATAIRES AGREES PRES l'oFFICE EUROPEEN DES BREVETS
5840940
Γ"·. PHIL. FRED/ TUESTHOFF
D-SOOO-MÜNCHEN SCHWEIGERSTRASSE
telefon: (089) 66 20 jr
telex: 5:2407a
1A-50 979 20.9.ί978
Patentanmeldung
Anmelderin:
Maag-Zahnräder & -Maschinen, Aktiengesellschaft
Hardstraße 219 r Zürich, Schweiz
Titel:
Zahnradschleifmaschine sowie Verfahren zum Schleifen von Zahnflanken auf einer solchen Maschine
030008/0551
L DR. ING. FI.ANZ VUESTHOFFy Q 4 Q 3 A Ü
PATENTANWÄLTE dr. fhil. freda wuesthoff (1927-1956)
WUESTHOFF - ν. PECHMANN - BEHRENS - GOETZ dipl-ing. gerhard puls (W2-Wi)
DIPL.-CHEM. DR. E. FREIHERR VON PECHMANN
PROFESSIONAL REPRESENTATIVES BEFORE THE EUROPEAN PATENT OFFICE DR.-ING. DIETER BEHRENS
D-8000 MÜNCHEN 90 SCHWEIGERSTRASSE 2
telefon: (089) 66 20 ji telegramm: protectpatent
telex: 524070
ΊΑ-51 306
Beschreibung
Zahnrädschleifmaschine sowie Verfahren zum Schleifen
von Zahnflanken auf einer solchen Maschine
Die Erfindung betrifft eine Zahnradschleifmaschine mit einem Werkstückträger und einer Werkzeugbasis, die in bezug aufeinander
für Teilbewegungen des Werkstücks, zum Einstellen der Verzahnungsdaten für Bewegungen zur Ausbildung eines Zahnprofils, sowie für
hin- und hergehende Längshübe längs der zu schleifenden Zahnflanken beweglich sind,
einem an der Werkzeugbasis um eine Schwenkachse schwenkbar gelagerten Schleifsupport und
einer am Schleifsupport drehantreibbar gelagerten Schleifscheibe,
deren Drehachse quer zur Schwenkachse verläuft.
Die Anmelderin hat eine Zahnradschleifmaschine dieser Gattung vorgeschlagen (DE-OS 2 6 41 554), bei der zum gleichzeitigen Schleifen
einer rechten und einer linken Zahnflanke zwei tellerförmige Schleifscheiben an je einem schwenkbaren Schleifsupport gelagert
sind. Die Schwenkachse jedes Schleifsupports kreuzt die Drehachse
der zugehörigen Schleifscheibe im rechten Winkel und verläuft zumindest annähernd durch den Schleifpunkt, in dem die Schleifscheibe
die Zahnflanke berührt und auch dann noch berühren würde, wenn die mehr oder weniger ausgedehnte Berührungsfläche zwischen
Schleifscheibe und Zahnflanke im Stirnschnitt bei unendlich klei-
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ner Zustellung auf einen Punkt reduziert würde. Zum Erzeugen evolventenförmiger Zahnprofile weist die früher vorgeschlagene
Maschine ein Wälzgetriebe auf, mit dem sich in üblicher Weise eine Wälzbewegung zwischen dem zu schleifenden Zahnrad und den
beiden Schleifscheiben erzeugen läßt. Die Schwenkbarkeit der beiden Schleifsupporte hat allein den Zweck, daß die beiden
Schleifscheiben in bezug aufeinander und in bezug auf die Wälzebene schräg eingestellt werden können; die einmal gewählte Einstellung
bleibt während des Schleifens eines bestimmten Zahnprofils ständig erhalten. Gemäß dem älteren Vorschlag wird die Verbindungslinie
der Schleifpunkte oder Kontaktzonen der beiden Schleifscheiben während des Schleifens stets in einem solchen Abstand
vom Grundkreis der zu schleifenden Verzahnung gehalten, daß in jeder Endlage der Wälzbewegung eine Schleifscheibe an einem
Zahnkopf und gleichzeitig die andere Schleifscheibe an einem Zahnfuß arbeitet. Diese Einstellung der Schleifscheiben hat zur
Folge, daß der Schleifeingriffswinkel jeder Schleifscheibe sich
während der Wälzbewegung ständig ändert, und zwar bei radial innerhalb der Tangentialebene an den Grundkreis liegendem Abstand von
einem Maximum am Zahnkopf zu einem Minimum am Zahnfuß und umgekehrt, und bei radial außerhalb der Tangentialebene an den Grundkreis
liegendem Abstand von einem Minimum am Zahnkopf zu einem Maximum am Zahnfuß und umgekehrt.
Unter Schleifeingriffswinkel ist im Sinne des älteren Vorschlags wie auch im Sinne der vorliegenden Erfindung der Winkel
zwischen der Tangente an das Zahnflankenprofil des Werkstücks und der Planfläche der Schleifscheibe zu verstehen.
Die ständige Änderung des Schleifeingriffswinkels hat den
Vorteil, daß wesentlich mehr Schleifkörner an der Zerspanung beteiligt sind als bei älteren Verfahren, bei denen die bzw
jede Schleifscheibe mit einer Kante, die ständig scharf gehalten werden muß, unter einem festgelegten Schleifeingriffswinkel auf
das Werkstück einwirkt. Dies bedeutet, daß schon gemäß dem älteren Vorschlag die Anzahl der am Schleifen beteiligten Schleifkörner
vervielfacht wird, wodurch auch dann, wenn die Schleifscheiben nur verhältnismäßig selten abgerichtet werden, stets eine genügende
Zahl scharfkantiger Schleifkörner zur Verfügung steht
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mit der Folge,· daß vom Werkstück eine Vielzahl kleiner Einzelspäne
abgehoben wird. Wegen der ständigen Änderung des Schleifeingriffswinkels
wird das Porenvolumen der Schleifscheibe zum Abführen der Späne besser genutzt. Wegen des sich ändernden
Schleifeingriffswinkels ändert sich auch der Fließwinkel der Späne ständig; infolgedessen ist die Gefahr, daß sich Späne in
den Poren verkeilen> geringer, was wiederum zur Folge hat, daß
die Gefahr der Entstehung von Schleifbrand vermindert ist. Wegen
des mit dem sich ständig ändernden Schleifeingriffswinkel verbundenen
Wiegeeffekts brechen die Schleifkörner aus, ehe sie übermäßig stumpf geworden sind» All dies führt dazu, daß gemäß dem
älteren Vorschlag eine höhere Schleifleistung erzielt und der durch Abrichten hervorgerufene Schleifscheibenverbrauch vermindert
wird.
Gemäß dem älteren Vorschlag ist die bei der Abwälzbewegung zwischen Schleifscheiben und Werkstück auftretende Änderung des
Schleifeingriffswinkels ausschließlich eine Folge des erwähnten Abstandes zwischen der Verbindungslinie der Schleifpunkte der
beiden. Schleifscheiben und dem Grundkreis der Verzahnung. Dieser Abstand darf- nicht beliebig groß gewählt werden, da andernfalls
das geschliffene Zahnprofil in unerwünschtem Maß von einem reinen Evolventenprofil abweichen würde. Infolgedessen lassen sich die
mit Änderungen des Schleifeingriffswinkels während jedes Wälzhubes
verbundenen Vorteile einer erhöhten Schleifleistung, dh eines erhöhten Zerspanungsvolumens je Zeiteinheit, und eines verminderten
Schleifscheibenverbrauchs je Einheit des zerspanten Werkstoffvolumens nur in begrenztem und von den Daten der zu
schleifenden Verzahnung abhängigem Maß erzielen.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Zahnradschleifmaschine
der eingangs beschriebenen Gattung derart zu gestalten, daß sie weitgehend unabhängig von den Daten der
zu schleifenden Verzahnung eine noch größere Steigerung der Schleifleistung ermöglicht.
Die Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der
Schleifsupport mit der Werkzeugbasis durch einen Schwenkantrieb verbunden ist, der während des Schleifens einer .Zahnflanke Willys
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kürliche Veränderungen des Schlexfeingriffswinkels zwischen der
Schleifscheibe und der Zahnflanke ermöglicht.
Diese Lösung ist grundsätzlich unabhängig davon, ob die Schleifmaschine mit einer oder zwei Schleifscheiben ausgerüstet
ist, ob die Relativbewegungen zwischen dem Werkstück und der Schleifscheibe bzw den Schleifscheiben durch ein Abwälzgetriebe
oder beispielsweise durch eine Schablone oder, gemäß Programm nach Koordinaten, von einem Rechner gesteuert
werden. Die Vorteile einer willkürlichen Schwenkung der Schleifscheiben sind auch unabhängig davon, ob die Verbindungslinie
der Schleifpunkte zweier gleichzeitig an einer rechten und an
einer linken Zahnflanke arbeitender Schleifscheiben in einem Abstand vom Grundkreis der Verzahnung gehalten wird.
Wenn eine Zahnradschleifmaschine mit den Erfindungsmerkmalen
ebenso wie bekannte Maschinen der eingangs beschriebenen Gattung ein Abwälzgetriebe zum Erzeugen einer evolventenförmigen Relativbewegung
zwischen Werkstückträger und Schleifscheibe aufweist, dann erstreckt sich die Schwenkachse des Schleifsupports übereinstimmend
mit dem beschriebenen älteren Vorschlag zweckmäßigerweise zumindest annähernd durch den Schleifpunkt der zugehörigen
Schleifscheibe; in diesem Fall sind Korrekturbewegungen der Schleifscheibe jedenfalls dann entbehrlich, wenn Abweichungen
vom Evolventenprofil wie zB Zahnkopf- und/oder Zahnfußrücknahme nicht erforderlich sind. Es ist sogar möglich, Zahnkopf- und
Zahnfußrücknahmen durch eine bestimmte Abweichung des Schleifpunktes von der Schwenkachse des zugehörigen Schleifsupports
planmäßig zu erzielen.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung einer Maschine der
eingangs beschriebenen Gattung wird darüberhinaus die Möglichkeit geschaffen, den Vorteil einer beachtlich gesteigerten
Schleifleistung auch ohne eines der üblichen Wälzgetriebe zu
erzielen. Dies geschieht gemäß einer Weiterbildung der Erfindung dadurch, daß die Schwenkachse des Schleifsupports sich in einem
Abstand vom Schleifpunkt der zugehörigen Schleifscheibe er-
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streckt und die Schleifscheibe auf einem Lagerbock gelagert ist, der in bezug auf den Schleifsupport in zwei Richtungen
verstellbar ist, die miteinander einen rechten Winkel einschließen.
Wenn Zahnflanken auf einer Maschine der eingangs beschriebenen Gattung geschliffen werden sollen, die ein Getriebe für
hin- und hergehende Teilwälzbewegungen zwischen Zahnflanke und Schleifscheibe aufweist, so kann gemäß dem älteren Vorschlag
der Schleifeingriffswinkel jeweils auf dem Weg vom Zahnfluß zum mittleren Bereich der Zahnflanke zunehmen. Erfindungsgemäß
wird dieses Schleifverfahren dadurch weitergebildet, daß der Schleifeingriffswinkel jeweils auch auf dem Weg vom Zahnkopf
zum mittleren Bereich der Zahnflanke gesteigert wird und dort sein Maximum erreicht. Mit anderen Worten nimmt der Schleifeingriffswinkel
erfindungsgemäß auf dem Weg des Schleifpunktes über die Zahnflanke vom Zahnkopf zum mittleren Bereich der Zahnflanke
zu und von dort zum Zahnfuß hin wieder ab. Beim Teilwälzschleifen ist die Werkstückgeschwindigkeit im mittleren Bereich
der Zahnflanke am größten, während sie in den Umkehrpunkten der Wälzbewegung am Zahnkopf und am Zähnfuß vorübergehend den Wert
Null erreicht. Die erfxndungsgemäße Steigerung des Schleifeingriffswinkels
auf ein Maximum im mittleren Bereich der Zahnflanke bedeutet, daß die Schleifscheibe dort, wo die Werkstückgeschwindigkeit
am größten ist, auch ein rasches Entleeren der Schleifscheibenporen am besten gewährleistet ist und daher
das Zerspanungsvolumen gesteigert werden kann-
Wenn dagegen eine erfxndungsgemäße Zahnradschleifmaschine mit den Merkmalen des Anspruchs 2 verwendet wird, kann von dem
herkömmlichen TeilwäIzverfahren in der Weise abgewichen werden,
daß hin- und hergehende Abwälzbewegungen zwischen Zahnflanke und Schleifscheibe simuliert werden, indem die Schleifscheibe
um die Schwenkachse hin- und hergeschwenkt wird, die sich annähernd durch den Schnittpunkt zweier Tangenten an den Grundkreis
der zu schleifenden Verzahnung erstreckt, von denen die
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eine Tangente durch den Zahnkopfpunkt und die andere Tangente durch den Zahnfußpunkt des Zahnprofils verläuft, und daß zum
Erzielen des gewünschten Zahnprofils der Abstand der Schwenkachse vom Arbeitspunkt der Schleifscheibe während des Schwenkens
variiert wird.
Die erforderliche Koordination zwischen den Schwenkungen der Schleifscheibe und den Änderungen des Abstandes der Schwenkachse
vom Arbeitspunkt wird zweckmäßigerweise von einem Rechner gesteuert, in dem das gewünschte Zahnflankenprofil sowie die
gewünschten Veränderungen des Schlexfeingriffswinkels und die im Hinblick auf den zur Verfügung stehenden Arbeitsraum zulässigen
Änderungen des Abstandes der Schwenkachse vom Arbeitspunkt
der Schleifscheibe gespeichert sind. Es ist selbstverständlich, daß in einen solchen Rechner in mehr oder weniger kurzen
Zeitabständen auch Daten eingegeben werden können, die durch Abtasten der Arbeitsfläche der Schleifscheibe ermittelt werden,
über deren Abnutzung Aufschluß geben und dazu dienen, die Abnutzung der Schleifscheiben durch kompensierende Maßnahmen zu
berücksichtigen.
Zum Durchführen des im Vorstehenden beschriebenen erfindungsgemäßen
Verfahrens wird die Lage der Schwenkachse der Schleifscheibe vorzugsweise so gewählt, daß der Betrag, um den der
Abstand der Schwenkachse vom Arbeitspunkt variiert werden muß, zehn Millimeter nicht überschreitet. Vorzugsweise beträgt die
Variation des Abstandes der Schwenkachse vom Arbeitspunkt während des Schleifens einer Zahnflanke etwa 0,5 mm.
Bei den verschiedenen Ausführungsformen des 'erfindungsgemaßen
Verfahrens ist es ferner zweckmäßig, wenn der Unterschied
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zwischen dem größten und dem kleinsten Schlexfexngrxffswinkel
beim Schleifen einer Zahnflanke auf 0,5bis 25° beschränkt wird; · vorzugsweise beträgt dieser Unterschied 1 bis 4°.
Ausführungsbeispiele, der Erfindung werden im folgenden
anhand schematischer Zeichnungen erläutert. Es zeigt:
Fig.1 eine Schrägansicht einer Zahnradschleifmaschine zum
Schleifen geradverzahnter Stirnräder;
Fig.2 die Eingriffsverhältnisse zwischen einer Zahnflanke
und der Schleifscheibe der in Fig.1 dargestellten Maschine,
im Stirnschnitt des Zahnrades gezeichnet,
Fig.3 Einzelheiten einer gegenüber Fig.1 vereinfachten Zahnrads chM fmas chine ;
Fig.4 die Veränderungen des Schlexfexngrxffswxnkels während
eines Wälzhubes der in Fig.3 dargestellten Maschine; und
Fig.5 eine Schrägansicht einer Zahnradschleifmaschine zum
Schleifen schrägverzahnter Stirnräder. .
Die in Fig.1 dargestellte Zahnradschleifmaschine hat ein
Maschinenbett 2, auf dem eine Werkstücklagerung 4 befestigt ist. In der Werkstücklagerung 4 ist ein Werkstückträger 6 um eine
waagerechte Werkstückachse A drehbar gelagert. Der Werkstückträger 6 ist zum Aufspannen eines Zahnrades 8 ausgebildet,
dessen Zahnflanken geschliffen werden sollen. Zur Werkstücklagerung 4 gehört ein nicht dargestellter Teilapparat, der es
ermöglicht, das Zahnrad 8 schrittweise entsprechend der Zahnteilung weiterzudrehen.
Am Maschinenbett.2 sind waagerechte Führungen 10 ausgebildet,
die sich im rechten Winkel zur Werkstückachse A erstrecken. Längs der Führungen 10 ist ein Bettschlitten 12 verschiebbar, der
seinerseits parallel zur Werkstückachse A verlaufende Führungen 14 aufweist. Parallel zu den Führungen 14 ist im Bettschlitten
eine Gewindespindel 16 gelagert, die mit einem am Bettschlitten 12 befestigten Motor 18 antreibbar ist und mit einem auf dem
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Bettschlitten Ϊ2 längs der Führungen 14 verschiebbaren Ständer
20 in Eingriff steht. Der Ständer 20 weist senkrechte Führungen . 22 auf, längs derer eine Werkzeugbasis 24 verstellbar ist.
Die Werkzeugbasis 2 4 hat die Form einer im wesentlichen ebenen Platte, die sich im rechten Winkel zur Werkstückachse A
erstreckt. In die Werkzeugbasis 24 sind zueinander konzentrische Kreisbogenführungen 26 eingearbeitet, deren im folgenden als
Schwenkachse B bezeichnete Achse sich parallel zur Werkstückachse A erstreckt. An den Kreisbogenführungen 2 6 ist ein ebenfalls
plattenförmiger Schleifsupport 28 derart geführt, daß er um die Schwenkachse B schwenkbar ist. Der Schleifsupport 28
ist mit der Werkzeugbasis 24 durch einen Schwenkantrieb 30 verbunden, der einen an der Werkzeugbasis 24 angeordneten Motor
32, einen von diesem antreibbaren Kurbelzapfen 34 von einstellbarer Exzentrizität und ein Pleuel 36 aufweist, das einerseits
auf dem Kurbelzapfen 34 und andererseits am Schleifsupport 28 gelagert ist und eine einstellbare Länge hat.
Der Schleifsupport 28 hat an seiner von der Werkzeugbasis 24
abgewandten Seite Führungen 38, die sich im rechten Winkel zur Schwenkachse B erstrecken. Längs der Führungen 38 ist mittels
eines am Schleifsupport 28 angeordneten Motors 40 ein Radialschlitten
42 verschiebbar. Der Radialschlitten 42 weist seinerseits Führungen 44 auf, die sich ebenfalls im rechten Winkel
zur Schwenkachse B und zugleich im rechten Winkel zu den Führungen 38 erstrecken. Längs der Führungen 44 ist mittels eines am Radialschlitten
42 angeordneten Motors 46 ein Lagerbock 48 verstellbar. Auf dem Lagerbock 48 ist eine Schleifspindel 50 gelagert, die
sich parallel zu den Führungen 44 erstreckt, eine Schleifscheibe 52 trägt und mittels eines am Lagerbock 48 angeordneten Motors
54 drehantreibbar ist; die geometrische Achse der Schleifspindel 50 und der Schleifscheibe 52 wird im folgenden als Drehachse
C bezeichnet.
Der Radialschlitten 42 weist eine weitere, zu den Führungen 44 parallele Führung 56 auf, längs der mittels eines Motors 58
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ein Abrichtschlitten 60 verstellbar ist. Auf dem Abrichtschlitten 60 ist ein Führungsbolzen 62 geführt, der sich im rechten Winkel
zur Drehachse C erstreckt und in seiner Längsrichtung mittels eines Motors 64 verstellbar ist. Der Führungsbolzen 62 trägt
einen Lagerbügel 66, in dem eine Diamantrolle 68 zum Abrichten der Schleifscheibe 52 gelagert ist. Die Diamantrolle 68 ist
mittels eines am Lagerbügel 66 angeordneten Motors 70 gleich- oder gegensinnig in bezug auf die Drehrichtung der Schleifseheibe
52 drehantreibbar.
Auf dem Abrichtschlitten 60 ist ferner ein Tasterschlitten
parallel zur Schwenkachse B verstellbar geführt? zum ¥erstellen des Tasterschlittens 72 ist am Äbrichtsehlitten 60 ein Motor
angeordnet. Im Tasterschlitten 72 ist eine Tasterwelle 76 gelagert,
die sich im rechten Winkel zur Schwenkachse B und zur Drehachse C erstreckt und an ihrem einen Ende einen Taster 78,
an ihrem anderen Ende dagegen einen Hebel 80 trägt. Der Taster 78 ist zum Abtasten der Schleifscheibe vorgesehen, und dem Hebel
80 ist ein -am Tasterschlitten 72 angeordneter Schalter 82 zugeordnet/ der vom Hebel jeweils dann betätigt wird, wenn sich
die Schleifscheibe 52 um einen bestimmten Betrag abgenützt hat.
Bei der in Fig.1 dargestellten Zahnradschleifmaschine steht
das Zahnrad 8 still, während eine seiner Zahnflanken geschliffen wird. Der Lagerbock 48 ist derart eingestellt, daß der Schleifpunkt
P1^ in dem die vom Motor 54 angetriebene Schleifscheibe
52 eine Zahnflanke berührt, einen Abstand r„ von der Schwenkachse
B hat. Während des Schleifens führt der Schleifsupport
samt Lagerbock 48 und Schleifscheibe 52 hin- und hergehende Schwenkungen um die Schwenkachse B aus, die vom Schwenkantrieb
30 hervorgerufen werden. Diesen Schwenkungen sind Bewegungen des Lagerbocks 48 längs der Führungen 44 derart überlagert, daß
der Schleifpunkt P sich zwischen einem Punkt P am Zahnkopf
. Ί a
und einem Punkt P am Zahnfuß hin- und herbewegen würde, wenn
der Ständer 20 still stünde. Tatsächlich wird jedoch der Ständer 20 während des Schleifens kontinuierlich längs der Führungen
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der Schleifpunkt P zickzackförm
Zahnflanke wandert.
verschoben, so daß der Schleifpunkt P zickzackförmig über die
Die Bewegungen des Lagerbocks 48 längs der Führungen 44 sind erforderlich, weil das zu schleifende Zahnprofil mehr oder
weniger stark von einem Kreisbogen abweicht und deshalb durch die Schwenkungen der Schleifscheibe 52 um die Schwenkachse B
allein nicht geschliffen werden kann. Die Größe der erforderlichen Bewegungen des Lagerbocks 48 längs der Führungen 44, die
im Ergebnis Axialbewegungen der Schleifscheibe 52 sind, hängt davon ab, wo die Schwenkachse B in bezug auf die zu schleifende
Zahnflanke angeordnet ist. Gemäß Fig.2 verläuft die Schwenkachse B vorzugsweise in der-Nähe eines Punktes P?, in dem zwei bestimmte
Tangenten an den Grundkreis (Radius r, ) der zu schleifenden
Verzahnung einander schneiden, nämlich die Tangente t durch
den Zahnkopf punkt P und die Tangente t,. durch den Zahnfußpunkt
a χ
P . Die mit dem Schwenkantrieb 30 erzeugten Schwenkungen der Schleifscheibe 52 um die Schwenkachse Bwerden während des Schleifens
mit Axialverschiebungen der Schleifscheibe, also mit vom Motor 56 erzeugten Verschiebungen des Lagerbocks 48 längs der
Führungen 44 und mit vom Motor 40 hervorgerufenen Verschiebungen des Radialschlittens 42 längs der Führungen 38 ständig so kombiniert,
daß sich einerseits das gewünschte Zahnflankenprofil ergibt
und andererseits der Schleifeingriffswinkel 2f sich ständig
ändert»
Die im Vorstehenden in Ihrem Aufbau und ihrer Wirkungsweise beschriebene Zahnradschleifmaschine gemäß Fig.1 braucht ein Wälzgetriebe
üblicher Art zum Erzeugen von Abwälzbewegungen zwischen dem Zahnrad 8 und der Schleifscheibe 52 nicht aufzuweisen, da
alle erforderlichen Bewegungen bei stillstehendem Zahnrad 8 als Bewegungen der Schleifscheibe 52 vom Schwenkantrieb 30 sowie von
den Motoren 40 und 46 erzeugt werden können.
Im Gegensatz dazu setzt die Ausführungsform gemäß Fig.3 voraus,
daß ein Wälzgetriebe üblicher Bauart vorhanden ist, das Abwälzbe-
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wegungen zwischen dem Zahnrad 8 und der Schleifscheibe 52 erzeugt,
wobei rotatorische und translatorische Komponenten dieser Wälzbewegungen ' auf das Zahnrad 8 und
die Schleifscheibe 52 aufgeteilt sein können. Es ist beispielsweise-möglich,
daß das Zahnrad 8 die rotatorischen Komponenten
der Wälzbewegung in Gestalt hin- und hergehender Drehungen um die Werkstückachse A a.usführt, während die Schleifscheibe die
translatorischen Bewegungskomponenten dadurch erhält, daß der Bettschlitten.. T2 längs tder Führungen TO hin-und herbewegt
wird. Die Maschine gemäß Fig.3 weist wie diejenige gemäß Fig.1
eine. Werkzeugbasis 24 mit Kreisbogenführungen 26 auf. An den Kreisbogenführungen 26 ist ein vereinfachter Schleifsupport 28'
um die Schwenkachse B schwenkbar geführt. Zum Schwenken des Schleifsupports 2 8 ist:auch hier ein Schwenkantrieb 30 vorgesehen η der wie in Fig.1 gestaltet, aber auch beispielsweise von
einer Kolben-Zylindereinheit gebildet sein kann, die einerseits mit der Werkzeugbasis, 24 und andererseits mit, dem Schleif support
28' gelenkig verbunden ist.
Die Maschine gemäß Fig.3 unterscheidet sich von derjenigen
gemäß Fig.1 vorallem dadurch, daß die Schleifspindel 50 nicht
unmittelbar, sondern über einen Riementrieb 84 mit einem Motor 54' zum Antreiben der Schleifscheibe 52 .verbunden ist. Der
Motor 54' ist an der Werkzeugbasis 24 befestigt, nimmt also an den Schwenkbewegungen des Schleifssupports 28' nicht feil; der
Riementrieb 84 - ist ohne weiteres in der Lage, die verhältnismäßig kleinen Winkeländerungen zwischen der Drehachse C der
Schleifscheibe 52 und der Achse des Motors 54 auszugleichen. Die Schleifscheibe 52 ist so eingestellt, daß ihr Schleifpunkt P1
stets auf der Schwenkachse B liegt. Die Schwenkungen der Schleifscheibe 52 um die Schwenkachse B haben infolgedessen keinerlei
Einfluß auf die Zahnform, die sich aus den Abwälzbewegungen zwischen dem Zahnrad 8 und der Schleifscheibe 52 ergibt. Einziger
Zweck des Schwenkens der Schleifscheibe 52 um die Schwenkachse B sind Veränderungen des Schleifeingriffswinkel Zf^, durch die immer
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wieder andere Ringzonen der Schleifscheibe mit der Zahnflanke in Eingriff kommen, wodurch sich die Schleifleistung erhöht.
Ein Beispiel für einen zweckmäßigen Verlauf des Schleifeingriffswinkels
"&*„ über dem Wälzhub H ist in Fig. 4 dargestellt.
Die in Fig.5 dargestellte Zahnradschleifmaschine entspricht
derjenigen gemäß Fig.1 mit dem Unterschied, daß sie auch zum Schleifen eines schrägverzahnten Zahnrades 81 geeignet ist.
Hierzu ist eine schraubenförmige Relativbewegung zwischen dem schrägverzahnten Zahnrad 8' und der Schleifscheibe 52 erforderlich,
die mit den Bewegungen des Ständers 20 längs der Führungen 14 des Bettschlittens 12 synchronisiert sein müssen. Zu diesem
Zweck ist in bekannter Weise am Werkstückträger 6 ein Rollbogen 86 befestigt, der durch Rollbänder' 88 mit einem Rollbandschlitten
90 verbunden ist. Die Rollbänder 88 laufen über am Rollbandschlitten
90 gelagerte Umlenkrollen 92. Der Rollbandschlitten ist in einer der Führungen 10 des Maschinenbettes 2 im rechten
Winkel zur Werkstückachse A verschiebbar geführt und durch einen an ihm gelagerten Kulissenstein 94 mit einer Kulissenführung
verbunden, die sich in einer waagerechten Ebene erstreckt und entsprechend dem gewünschten Zahnschrägungswinkel schrägeinstellbar
am Ständer 20 befestigt ist.
Entsprechend dem gewünschten Zahnschrägungswinkel muß auch die Schleifscheibe 52 schräggestellt werden. Zu diesem Zweck
ist die Schleifspindel 50 einerseits in einem Ring 100 und andererseits in einer Hülse 110 gelagert. Die Hülse 110 ist an
einem starren Schenkel 102 des hier mit 48" bezeichneten Lagerbocks
um eine Achse schwenkbar gelagert, die sich im rechten Winkel zur Schwenkachse B und zur Drehachse C erstreckt. Um eine
dazu parallele Achse ist der Ring 100 an einer Lasche 104 schwenkbar gelagert, die an einem gelenkigen Schenkel 106 des Lagerbocks
48' mittels einer Klemmvorrichtung 108 verstellbar befestigt ist. Auf der Hülse 110 ist ein Support 98 gelagert,
der sich über ein Zahnstangengetriebe 112 mit einem Motor 114
zur Schleifscheibe 52 hin oder von ihr weg bewegen läßt.
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Somit läßt sich der axiale Schleifscheibenverschleiß durch axiales Verstellen der Schleifscheibe 52 über den Motor 46'
kompensieren, wobei synchron auch immer der Support 98 um den gleichen Betrag nachgeführt wird.
kompensieren, wobei synchron auch immer der Support 98 um den gleichen Betrag nachgeführt wird.
Der Support 98 übernimmt bei der Maschine gemäß Fig.5 einen
Teil der Funktionen des bei der Maschine gemäß Fig.1 vorgesehenen Radialschlxttens 42. So ist an dem Support 98 eine Führung 56'
vorgesehen, längs derer mittels eines Motors 58' ein Abrichtschlitten
60' verstellbar ist; auf dem Abrichtschlitten 60' ist
auch hier eine Diamantrolle 68' gelagert und mittels eines Motors 70' drehantreibbar. Längs der Führung 56" ist - auf der anderen
Seite der Schleifscheibe 52 - ein Tasterschlitten 72' mittels eines
Motors 74' verstellbar; auf dem Tasterschlitten 72' ist ein Taster
78' in ähnlicher Weise gelagert wie der Taster 78 gemäß Fig.3.
030008/0551
Claims (8)
- Patentansprücheeinem Werkstückträger und einer Werkzeugbasis, die in bezug aufeinander für Teilbewegungen des Werkstücks, zum Einstellen der Verzahnungsdaten für Bewegungen zur Ausbildung eines Zahnprofils , sowie für hin- und hergehende Längshübe längs der zu schleifenden Zahnflanken beweglich sind,einem an der Werkzeugbasis um eine Schwenkachse schwenkbar gelagerten Schleifsupport undeiner am Schleifsupport drehantreibbar gelagerten Schleifscheibe, deren Drehachse quer zur Schwenkachse verläuft,dadurch gekennzeichnet , daß der Schleifsupport (2 8) mit der Werkzeugbasis (24) durch einen Schwenkantrieb (30) verbunden ist, der während des Schleifens einer Zahnflanke willkürliche Veränderungen des Schleifeingriffswinkels (<j*cj zwischen der Schleifscheibe (52) und der Zahnflanke ermöglicht.
- 2. Zahnradschleifmaschine nach Anspruch 1, dadurch g e k e η η zeichnet , daß die Schwenkachse (B) des Schleifsupports (28) sich in einem Abstand vom Schleifpunkt (P1) der zugehörigen Schleifscheibe (52) erstreckt und die Schleifscheibe (52) auf einem Lagerbock (48) gelagert ist, der in bezug auf den Schleifsupport (28) in zwei Richtungen verstellbar ist, die miteinander und mit der Schwenkachse ,(B) einen rechten Winkel einschließen.030008/0551ORIGINAL INSPECTED50 979 - 2 -I84094Q
- 3. Verfahren zum Schleifen von Zahnflanken auf einer Maschine nach Anspruch 1, die ein Getriebe für hin- und hergehende Teilwälzbewegungen zwischen Zahnflanke und Schleifscheibe aufweist, wobei der Schleifeingriffswinkel jeweils auf dem Weg vom Zähnfuß zum mittleren Bereich der Zahnflanke zunimmt, dadurch gekennzeichnet r daß der Schlexfexngriffswinkel ("2Jf-U) jeweils auch auf dem Weg vom Zahnkopf zum mittleren Bereich der Zahnflanke gesteigert wird und dort sein Maximum erreicht.
- 4. Verfahren zum Schleifen von Zahnflanken auf einer Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß hin- und hergehende Abwälzbewegungen zwischen Zahnflanke und Schleifscheibe (52) simuliert werden, indem die Schleifscheibe (52) um die Schwenkachse (B) hin- und hergeschwenkt wird, die sich annähernd durch den Schnittpunkt (P„) zweier Tangenten (t , t^)& a. ιan den Grundkreis der zu schleifenden Verzahnung erstreckt, von denen die eine Tangente (t ) durch den Zahnkopfpunkt (P ) unda η.die andere Tangente (tf) durch den Zahnfußpunkt (P^) des Zahnprofils verläuft, und daß zum Erzielen des gewünschten Zahnprofils der Abstand (r ) der Schwenkachse <B) vom Arbeitspunkt (P ) der Schleifscheibe (52) während des Schwenkens variiert wird.
- 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Lage tier Schwenkachse (B) so gewählt wird, daß der Betrag, um den der Abstand (rM) der Schwenkachse (B) vom Arbeitspunkt (P ) variiert werden muß, 10mm nicht überschreitet.
- 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Lage der Schwenkachse (B) so gewählt wird, daß die Variation des Abstandes (r ) der Schwenkachse (B) vom Arbeitspunkt (P-) während des Schleifens einer Zahnflanke etwa 0,5mm beträgt.
- 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet , daß der Unterschied zwischen dem größten und dem kleinsten Schlexfexngriffswinkel beim Schleifen einer Zahnflanke auf 0,5 bis 25° beschränkt wird.030008/0551/350 979
- 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterschied zwischen dem größten und dem kleinsten Schleifeingriffswinkel 1 bis 4° beträgt.03Ö008/0551
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