DE2729963C2 - Vorrichtung zum Lagern eines in einem Boot innenbords installierten Motors an einer Spiegelplatte - Google Patents
Vorrichtung zum Lagern eines in einem Boot innenbords installierten Motors an einer SpiegelplatteInfo
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Description
2. Vorrichtung nach Anspruch I. dadurch gekennzeichnet,
daß das Element (15) an den Stirnseiten in den Einspaii.ibereichen geschlossen umlaufende
Wülste (17,17'; 18,18'\aufwei-.t, zwischen denen die
als Verformungsbeschrinkung vorgesehenen Ringe (19, 19'; 20, 20') jeweils nebs· ;inander in einem
gegenseitigen Abstand angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, daß das Element (15) über seinen
Außenumfang in einer Ausnehmung eines im Querschnitt L-förmig gestalteten Spannringes (22)
reibschlüssig gehalten und über den durch Zentriermittel (31, 35) geführten Spannring mittels Verschraubung
gegen eine innenbords angeordnet! Anschlagfläche (30) der Spiegelplatte (4) axial
eingespannt isl. wobei die Verschraubung des Spannringes (22) von außenbords her vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3. dadurch gekennzeichnet, das Element (15) und
Spannring (22) mit einer am Bootsmotor (7) befestigbaren, den Hals (12) aufweisenden Kupplungsglocke
(11) zu einer Montageeinheit (32) zusammengefaß' sind und eine am Hals zentrierte,
das Element in seiner halsseitigen Einspannstelle gegen eine Stufe (25) im Übergangsbereich vom
Hals zur Kupplungsglocke pressende Spannhülse (24) mit einem Flansch (27) für einen zur
Verbindungswelle (8) im wesentlichen koaxial angeordneten Faltenbalg (28) ausgebildet isl.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruches I.
Bei einer aus der US·PS 38 93 407 bekannten Bauart
der Vorrichtung wird das elastische Element in seinem inneren, dem Hals benachbarten Umfangsbereich axial
eingespannt. Bei dieser Vorrichtung wird mit der axialen Einspannung des Elementes eine radial gerichtete
Werkstoffverdrängung angestrebt, um ein sattes Anliegen des Elementes in der Durchbrechung der Spiegelplatte
zu erzielen. Durch die radiale Anpressung und eine umlaufende, äußere Nut wird das elastische
Element 3m äußeren Umfang kraft- und formschlüssig gehalten. Mit dieser Maßnahme soll ein Abdichten
gegen Seewasser, eine Zentrierung des Halses in der Durchbrechung für ein Fluchten der Verbitidungswelle
mit dem Flansch des Antriebes sowie eine elastische Abstützung des Bootsmotors über den Hals gegen die
Spiegelplatte erreicht werden. Von den vorgenannten Forderungen stehen die Abdichtung sowie eine genaue
Zentrierung im Vordergrund. Diese Forderungen werden im Stand der Technik durch ein erhebliches Maß
in axialer Einspannung erreicht, so daß für die weitere Forderung einer relativ weichen Abstützung des
Bootsmotors in der Durchbrechung der Spiegelplatte kaum Spielraum bleibt Für die Erfüllung der ersten
beiden Forderungen ergeben sich relativ stark gepreßte Elemente, über die in nachteiliger Weise hochfrequente
Schwingungen des Böötsniüiors weitgehend ungedämpft
durch die Spiegelplatte in den Bootsspiegel übergehen, von dem aus die Schwingungen abgestrahlt
oder in den übrigen Bootskörper weitergeleitet werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Lagern eines Bootsmotors gemäß dem
Oberbegriff des Hauptanspruches so weiterzubilden, daß bei axialer Einspannung des Elementes eine
ausreichende elastische Nachgiebigkeit des Elementes in radialer und axialer Richtung für den Bootsmotor
beim Betrieb des Bootes erzielt sowie eine zügige Montage des Bootsmotors an der Spiegelplatte bei
einwandfreier Abdichtung gegen Seewasser erreicht ist.
Diese Aufgabe wird für ein elastisches Element mit den vorgenannten. z.T. einander widersprechenden
Forderungen mit den im Kennzeichen des Hauptanspruches angegebenen Mitteln gelöst.
Mit der Erfindung ist eine Vorrichtung mit einem elastischen Element geschaffen, das für die Zentrierung
und Abdichtung des Halses ohne zusätzliche Dichtmitte! in der Durchbrechung der Spiegelplatte über zwei im
radialen Abstand angeordnete Einspannbereiche für axiale Einspannung verfügt und das für die elastische
Abstützung des Bootsmotors zwischen den Einspannbereichen einen gesonderten Abschnitt aufweist. Ein
besonderer Vorteil der Erfindung liegt darin, daß der gesonderte Abschnitt von Auswirkungen der axialen
Einspannung in ein^m wünschenswerten Maß freigehalten werden kann, und so die für die elastische
Abstützung vorgegebenen Kennwerte sich erzielen lassen, beispielsweise im Hinblick auf das Gewicht des
Bootsmotors, der Art des Bootbetriebes sowie der Schwingungsdämpfung.
Schließlich ergibt sich für den die Montage des Elementes Durchführenden durch diese die Verformungen
des Elementes in den Einspannbereichen beschränkenden Einrichtungen in vorteilhafter Weise eine
bedeutende Vereinfachung bei der Montage.
Eine einfache und zügig durchzuführende Montage ist mit einem nach kennzeichnenden Merkmalen des
Anspruches 2 gestalteten Element erreicht. Die Einlagen im Element können nahe der radial inneren und
äußeren Begrenzung des Arbeitsbereiches des Elementes angeordnet werden. Dies hat zur Folge, daß das
Material der beim Einspannen sich verformenden Wülste in den Einspannbereichen radial nach innen zum
Hals und radial nach außen zur Spiegelplatte gedrängt wird, wodurch das Element in vorteilhafter Weise
sowohl mit dem Hals des Bootsmotors als auch mit der
Spiegelplatte gut dichtend zusammenwirkt
Eine im Aufbau vorteilhaft einfache Gestaltung der Vorrichtung ist mit den im Anspruch 3' angegebenen
Mitteln erreicht. Vorzugsweise ist die Anschlagfläche, gegen die das Element über den Spannring mit einem
seiner äußeren, stirnseitigen Wülste verspannt wird, zur Erzielung geringerer Herstellkosten eben ausgebildet.
Die von außenbords her durchführbare Verschraubung ergibt eine gute Zugänglichkeit zu dem für Schrauben in
der Spiegelplatte vorgesehenen Lochbild und ermöglicht von außenbords ohne besonderen Aufwand eine
Sichtkontrolle aller Schrauben. Dies ist für die Vorrichtung zum Lagern in Verbindung mit ihrer
weiteren Funktion der Abdichtung gegen Seewasser von erheblicher Bedeutung.
Kürzeste Montagezeit und einwandfreies Fluchten des Bootsmotors mit dem außenbords angebrachten
Antrieb ist in weiterer Ausgestaltung nach Merkmalen des Anspruches 4 erzielt. Mit der Ausbildung des
Flansches für den Faltenbalg an dev Spannhülse einerseits und der ebenen Anschlagfläche an der
Spiegelplatte andererseits ergibt sich in vorteilhafter Weise eine Spiegelplatte von äußerst einfacher
Gestaltung, was zu niedrigen Herstellkosten der vorzugsweise in Guß ausgeführten Spiegelplatte führt.
Schließlich ist auch der Aufwand an mechanischer Bearbeitung der Spiegelplatte für die Vorrichtung zum
Lagern eines Innenbord-Motors an der Spiegelplatte erheblich geringer.
Die Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels beschrieben. Die
Zeichnung zeigt in
F i g. 1 das Heck eines Bootes mit einem innenbords angeordneten Bootsmotor und einem Außenbordantrieb,
Fig.2 eine vergrößerte Darstellung des in obiger
Figur aufgezeigten Längsschnittes durch eine Lagervorrichtung :'es Bootsmotors an einer Spiegelplatte.
F i g. 3 einen Lagerring der Lagervorrichtung im Querschnitt,
Fig.4 einen Montagevorgang der Lagervorrichtung
an der Spiegelplatte.
Das in F i g. 1 von einem nicht näher aufgezeigten Boot 1 dargestellte Heck weist eignen Bootsspiegel 2 auf.
Im Bootsspiegel 2 ist eine Ausnehmung 3 vorgesehen, die von einer Spiegelplatte 4 abgedeckt ist. An der
Spiegelplatte 4 ist außenbords ein Antrieb 5 für einen Propeller 6 angebracht. Der Antrieb 5 steht mit einem
innenbords im Boot 1 installierten Motor 7 über eine die Spiegeiplatte 4 durchsehende Welle in Verbindung. Die
Verbindungswelle kann gemäß der Ausführung nach F i g. 2 gestaltet sein und ist mit 8 bezeichnet. Mit einem
Schwungrad 9 des Bootsmotors 7 ist die Verbindungswelle 8 über eine Kupplung 10 verbunden. Eine das
Schwungrad 9 und die Kupplung 10 abdeckende Glocke 11 verfügt über einen Hals 12, in dem die Verbindungswelle 8 beispielsweise über ein Wälzlager 13 drehbar
gelagert ist. Die Kupplungsglocke 11 ist vorzugsweise mit dem Hals 12 einteilig ausgeführt und am
Bootsmotor 7 zu befestigen.
Im eingebauten Zustand des Bootsmotors 7 ist dessen Hals 12 in eine Durchbrechung 14 der Spiegelplatte 4
eingeführt. Ein den Hals 12 umschließendes elastisches Element 15 dient zur Lagerung des Bootsmotors 7 an
der Spiegelplatte 4. Das Element 15 ist aus gummiartigem Material und vorzugsweise ringförmig gestaltet,
F i g. 3. Der Lagerring 16 nach F i g. 3 ist am äußeren wie am inneren Umfang zylindrisch gestaltet. Er weist an
beiden Stirnseiten geschlossen umlaufende innere Wülste 17,17' und äußere Wülste 18,18' auf. Zwischen
den jeweiligen Wülsten 17, 17' und 18, 18' sind jeweils nebeneinander in einem gegenseitigen Abstand angeordnete
Ringe 19, 19' und 20, 20' vorgesehen. Der Lagerring 16 wird zur Festlegung am Hals 12 sowie
auch an der Spiegelplatte 4 jeweils axial eingespannt. Die dem halsseitigen Einspannbereich des Lagerringes
16 zugeordneten Ringe 19, 19' und die dem spiegelplattenseitigen Einspannbereich zugeordneten Ringe 20,20'
dienen jeweils zur Beschränkung der mit der axialen Einspannung in den vorgenannten Einspannbereichen
verbundenen Verformung. Dadurch kann der für die
is radiale und axiale Nachgiebigkeit vorgesehene Zwischen-
oder Arbeitsbereich 21 des Lagerringes 16 in seinen vom Konstrukteur festgelegten Werten weitgehend
von einer Beeinflussung durch die in den beiden Einspannbereichen gegebenen Verformungen freigehalten
werden. Um diesen Einfltfj in radialer Richtung
auf den Arbeitsbereich 21 möglichst klein zu halten, sind sämtliche als Einlagen im Lagerring 16 konzipierten
Ringe 19,19', 20,20' als Rohrabschnitte vorgesehen, die
zweckmäßigerweise von unterschiedlicher Länge sind.
Dahiit lassen sich die Ringe 19,19' und 20,20' einander
so zuordnen, daß die Abstände benachbarter Ringe 19, 19' bzw. 20, 20' gegeneinander in axialer Richtung
versetzt sind. Vorzugsweise sind die halsseitigen Ringe 19, 19' von der inneren Umfangsbegrenzung des
Lagerringes 16 und die spiegelplattenseitigen Ringe 20, 20' von seiner äußeren Umfangsbegrenzung jeweils in
einem Abstand angeordnet. Dadurch ergibt sich, daß das Material der beim Einspannen sich verformenden
Wülste 17, 17' und 18, 18' in den Einspannbereichen im wesentlichen radial nach innen zum Hals 12 bzw. radial
nach außen zu einem mit der Spiegelplatte 4 verbindbaren Spannring 22 gedrängt wird. Das hat den
Vorteil, daß der Lagerring 16 sowohl mit dem Hals 12 des Bootsmotors 7 als auch mit der Spiegelplatte 4 und
dem Spannring 22 gut dichtend zusammenwirkt.
Zur Festlegung des Lagerringes 16 am Hals 12 weist der Hals 12 einen zylindrischen Absatz 23 auf. Der
Lagerring 16 wird auf den Absatz 23 aufgeschoben und mittels einer am Absatz 23 zentrieren Spannhülse 24
gegen eine Stufe 25 im Übergangsbereich des Halses 12 zur Kupplungsglocke 11 gepreßt. Die Spannhülse 24
verfügt über einen radial gerichteten Spannflansch 26 zur Verschraubung mit dem Hals 12. Über den
Spannflansch 26 ist zugleich das Wälzlager 13 der Verbindungsweile 8 im Hals 12 fixiert. Schließlich hat
die rundum geschlossen ausgebildete Spannhülse 24 einen axial gerichteten Flansch 27 zur Befestigung eines
die Verbindungswelle 8 zwischen der Spannhülse 24 und dem Außenbordantrieb 5 kapselnden Fa'tenbalges 28.
Für die spiegelplattenseitige Festlegung des Lagerringes 16 ist der Spannring 22 vorgesehen, der im
Querschnitt L-förmig gestaltet ist. Vorzugsweise vird der Lagerring 1r3 zuerst im Spannring 22 montiert, wozu
der Lagerring 16 mit dem Spannring 22 mehr oder
weniger reibschlüssig zusammenwirken kann. Über eine
Stirnfläche 29 auf der offenen Seite df:s Spannringes 22 liegt dieser gegen eine an der Spiegelplatte 4
innenbords angeordnete, ebene Anschlagfläche 30 an. Über Paßstifte Zi ist dsr Spannring 22 zudem an der
Spiegelplatte 4 zentriert. Befestigt ist der Spannring 22 an der Spiegelplaite 4 über eine von außenbords her
vorzunehmende Verschraubung, wobei der Lagerring 16 spiegelplattenseitig axial eingespannt wird.
Mit der in Fig.2 im eingebauten Zustand gezeigten
Vorrichtung zum Lagern eines Innenbord-Bootsmotors 7 an einer Spiegelplatte 4 für einen Außenbordantrieb
ist neben einer einwandfreien elastischen Lagerung ohne Achsversetzungen aus fehlerhafter Montage eine
montagefreundliche, zuverlässige Abdichtung der Durchbrechung 14 in der Spiegelplatte 4 für den die
Verbindungswelle 8 aufnehmenden Hals 12 des Bootsmotors 7 erzielt.
Wie bereits oben erwähnt, bilden Spannring 22 und to Lagerring 16 eine Montageeinheit. Eine weitere
Montageeinheit bildet die Kupplungsglocke 11 mit der im Hals 12 über das Wälzlager 13 gehaltenen
Verbindungswelle 8. Beide Montageeinheiten zusammen, wobei die Spannhülse 24 die erste Montageeinheit
an der zweiten sowie die Verbindungswelle 8 über das Wälzlager 13 an der Kupplungsglocke 11 fixiert,
ergeben die nächst größere Montageeinheit, die in Γ i g. 4 mit 32 beze-iCimci iäi. Die möfiiugcciniieii 32 wirii
mit dem Bootsmotor 7 verbunden, der in seinem anderen Endabschnitt zu beiden Seiten mit weiteren
elastischen Abstützungen ausgerüstet ist. In Fig. 1 ist eine der mit 33 bezifferten Abstützungen zu erkennen.
Ein in dieser Weise vom Hersteller komplett angelieferter Bootsmotor 7 ist beim Einbau in das Boot I — mit
der Verbindungswelle 8 voraus — mit seinem Hals 12 i.i die Durchbrechung 14 der Spiegelplatte 4 einzuführen
und lediglich Ober den Spannring 22 — die Verbindungswelle 8 ist mittels einer Keilverzahnung mit einem
Antriebstunnel 34 des Außenbordantriebes S bereits gekuppelt — mit der Spiegelplatte 4 von außenbords
her zu verschrauben. Paßstifte 31 zentrieren über den Spannring 22 und Paßbohrungen 35 in der Spiegelplatte
4 den Bootsmotor 7 zum Antriebstunnel 34 des Außenbordantriebes 5 während des gemäß Pfeil »M«
ausgerichteten Zusammenbaues. Damit sind kürzeste Montagezeit und ein einwandfreies Fluchten des
Bootsmotors 7 mit dem Außenbordantrieb 5 gewährleistet. Mit der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der
Lagervorrichtung des Bootsmotors 7 an der Spiegeiplatte 4 ist auch eine einfache Montage des Faltenbalges
28 gegeben.
Claims (1)
1. Vorrichtung zum Lagern eines in einem Boot innenbords installierten Motors an einer mit einem
Bootsspiegel verbundenen Spiegelplatte für einen außenbords angebrachten Antrieb eines Propellers,
wobei am Bootsmotor ein die Verbindungswelle zwischen Bootsmotor und Antrieb aufnehmender
HaLs angeordnet ist, der unter Zwischenschaltung eines den Hals umschließenden, elastischen Elementes
in einer Durchbrechung der Spiegelplatte gelagert und durch axiale Einspannung des Elementes
in der Durchbrechung gehalten ist, dadurch
gekennzeichnet,
15
— daß das Element il5) einen ersten Einspannbereich
zur Festlegung am Hals (12) und einen im radialen Abstand dazu zweiten Einspannbereich
zur Festlegung in der Durchbrechung (14) der Spiegelplatte (4) sowie einen zwischen
beiden Einspannbereichen als Arbeitsbereich (21) dienenden, radial und axial nachgiebigen
Abschnitt aufweist, und
— daß in beiden Einspannbereichen druckfeste, die axialen Verformungen der Einspannbereiche
des Elementes beschickende Einrichtungen (Ringe 19,19', 20,20') angeordnet sind.
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