GESELLSCHAFT FÜR AUTOMATION UND ORGANISATION MBH
Verfahren zum automatischen Sortieren von dünnem Blattgut
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Verfahren zum automatischen Sortieren von dünnem Blattgut
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum automatischen Sortieren von
dünnem Blattgut, insbesondere von Wertpapieren, Banknoten u. dgl., bei dem die einzelnen Blätter der Reihe nach von einem Stapel abgezogen,
nach verschiedenen Kriterien geprüft und in Abhängigkeit von der Prüfung bestimmten Sortierklassen zugeordnet werden.
Aus der DT-OS 24 46 280 ist eine Banknoten-Sortiervorrichtung bekannt,
mit der große Mengen von Banknoten eines vorgegebenen Wertes und vorgegebener Währung darauf geprüft werden können, ob sie für den weiteren
Banknoten-Verkehr noch brauchbar sind oder ob sie aus dem Verkehr gezogen
und vernichtet werden sollen. Banknoten einer anderen Währung oder eines anderen Wertes werden als ungültig erkannt und ausgesondert.
Zur Durchführung dieser Sortiervorgänge werden die Banknoten, die in
100er Päckchen banderoliert von den Banken angeliefert werden, manuell entbanderoliert
in eine Eingabestation eingelegt, vereinzelt, geprüft und je nach Beschaffenheit in verschiedenen Stapelfächern abgelegt.
Damit evtl. Unstimmigkeiten in einem Päckchen nachträglich noch zu rekonstruieren
sind bzw. um evtl. Fehler im Päckchen der zugehörigen Banderole, auf der die Bank vermerkt ist, von der das Päckchen stammt, zuordnen
zu können, werden
1. die 100er Päckchen in der Eingabestation der Sortiervorrichtung durch
sogenannte Trennkarten getrennt,
2. die Banderolen bei der manuellen Entbanderolierung mit maschineninternen
Informationen versehen und in der Reihenfolge, in der sie verai—
bettet werden, in einem mechanischen, seriellen Speicher eingegeben
und 809882/0421
3. die maschineninternen Daten der Banderole auf einem Magnetstreifen
der zugehörigen Trennkarte aufgezeichnet (nur Päckchen-Nummer in Eingabemagazin).
Durch Lesen der Trennkarten-Daten und Heraussuchen der Banderole ist
die Päckchenrekonstruktion damit prinzipiell möglich.
Zur weitgehenden Automatisierung des Sortiervorganges werden außerdem
auf der Trennkarte
die Päckchen-Nummer des eingegebenen Stapels,
die Zahl der ungültigen Banknoten (falsche Währung, falscher Wert)
sowie
anhand einer Binärinformation die Angabe, ob der Durchlauf ohne Unregelmäßigkeiten
abgeschlossen werden konnte, vermerkt.
Nach der Sortierung, bei der die nicht umlaufsfähigen Banknoten mit einem
entsprechenden Aufdruck versehen wurden, werden die jeweils zu 100 gesammelten Banknoten stapelweise über ein Transportband an eine Banderolierstation
geführt, in der die Stapel mit neuen Banderolen versehen und je nach Beschaffenheit wieder in Umlauf gesetzt oder ausgesondert werden.
Obwohl mit der bekannten Vorrichtung der bisher nur manuell durchzuführende Sortiervorgang eine nicht unwesentliche Automatisierung erhält,
weist die Sortiervorrichtung jedoch noch einige wesentliche Nachteile auf.
So ist beispielsweise durch die Sortierung in "ungültige, nicht umlaufsfähige
und Umlaufs fähige" Banknoten eine automatische Bearbeitung möglich. Es
kann aber aufgrund der aufwendigen, manuellen Vorbereitungsarbeiten,
der nur mangelhaften Dokumentation und der in der Praxis sehr aufwendigen Banderolenzuordnung mit dieser bekannten Sortiervorrichtung nur eine Erleichterung
einzelner Teilschritte des Sortiervorgangs erzielt werden. Die Automatisierung der gesonderten Banknoten-Bearbeitung ist jedoch nicht
möglich.
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So sind wegen der umständlichen Entbanderolierung und der Banderolen-Abspeicherung
der Personalaufwand durch die manuelle Vorarbeit und die aufwendige Päckchen-Rekonstruktion noch ganz erheblich.
Schließlich kann dadurch, daß Trennkarten vorgesehen sind, zwar die
Trennung der Eingabepäckchen im Eingabestapel gewahrt bleiben; durch die dafür notwendige Vorbereitungsarbeit und die spätere Bearbeitung
der Trennkarten wird jedoch der Ablauf der Einzelphasen unnötig kompliziert, was sich insbesondere in den Fällen besonders negativ bemerkbar
macht, in denen durch irgendwelche maschinelle oder personelle Fehler der übliche Ablauf unterbrochen wird.
Da in den zu sortierenden Banknoten-Päckchen außer unrichtigen Banknoten
(falscher Wert usw.) auch gefälschte Banknoten vorliegen können, und da derartiges Falschgeld von der Sortiervorrichtung nicht mit Sicherheit erkannt
werden kann, weist die genannte Vorrichtung neben der noch immer personal intensiven Banknoten-Bearbeitung einen Unsicherheitsfaktor auf,
der die alleinige Banknoten-Sortierung durch diese bekannte Vorrichtung nicht zuläßt.
Von einer weiteren aus der DT-OS 23 28 126 bekannten Banknoten-Sortiervorrichtung,
mit der die Banknoten ohne Zuordnung zu den Banderolen auf Umlauffähigkeit geprüft und sortiert werden sollen, können laut Beschreibung
zwar auch Fälschungen erkannt werden. Außer der allgemeinen Angabe, daß die Auswertung der Prüfergebnisse mit elektronischen Geräten erfolgt,
gibt diese Vorrichtung jedoch keine zusätzliche Lehre zum technischen Handeln,
mit der die Banknoten-Sortierung von manuellen Tätigkeiten weitgehend unabhängig gemacht werden kann. Abgesehen von diesem Mangel
weist die Vorrichtung auch keinerlei Sicherheiten auf, mit denen die betrügerische
Manipulation durch das Bedienpersonal erkannt bzw. verhindert werden kann.
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Aufgabe der Erfindung ist es daher, neben der Vermeidung der Nachteile
der bekannten Sortierverfahren bzw. Sortiervorrichtungen ein Sortiei
verfahren und eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens zu
schaffen, das eine vollautomatische und gegen betrügerische Manipulationen sichere Bearbeitung und Sortierung gewährleistet. Außerdem soll eine
schnelle und rationelle Bearbeitung derjenigen Banknoten-Päckchen, in denen Unstimmigkeiten vorliegen, möglich sein, da bei Unstimmigkeiten
die Rückverfolgung der Banknoten-Päckchen zum Einzahler über die Banderole von besonderer Bedeutung ist.
Gegenstand der Erfindung ist also ein Verfahren zum automatischen Sortieren
von dünnem Blattgut, insbesondere von Wertpapieren, Banknoten und dergleichen, bei dem die einzelnen Blätter der Reihe nach von einem Stapel
abgezogen, nach verschiedenen Kriterien geprüft und in Abhängigkeit von der Prüfung bestimmten Sortierklassen zugeordnet werden.
Der allgemeine Erfindungsgedanke besteht also darin, daß das zu mehreren
banderolierten Päckchen mit vorgegebener Blattzahl zusammengefaßte Blattgut in die Sortiereinrichtung eingeführt und die Päckchen nacheinander maschinell
entbanderoliert werden, daß das Blattgut des jeweils entbanderolierten
Päckchens vereinzelt wird und die vereinzelten Blätter einem Transportsystem zugeführt werden, durch das sie, abhängig von den Prüfergebnissen,
einer Meßstrecke sowie von zusätzlichen, von den Prüfergebnissen der Meßstrecke unabhängigen, Kriterien zu den verschiedenen Zielorten geführt werden,
daß parallel dazu die jeweils zu den in Arbeit befindlichen Banknotenpäckchen gehörenden Banderolen über ein zweites Transportsystem in Wartepositionen
geführt werden, aus denen sie bei Unstimmigkeiten im zugehörigen Päckchen ohne Unterbrechung des allgemeinen Sortiervorgangs diesem Päckchen
zugeordnet in ein Rejectmagaztn und bei Päckchen ohne Unstimmigkeiten
in einen allgemeinen Sammelbehälter abgelegt werden und daß schließlich alle Vorgänge in Protokollen zusammengefaßt werden.
Die Erfindung bringt eine Reihe von Vorteilen; so ist es vorteilhaft, daß die
Bearbeitung der Päckchen derart durchgeführt wird, daß zu jedem Zeitpunkt
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-Stdirekte körperliche Zuordnung von Banderole und Päckchen für die
Banknoten eines Päckchens möglich ist, für die die Banderoleninformationen notwendig sind. Zur weiteren Steigerung der Maschinenkapazität wird
durch das erFindungsgemaße Verfahren außerdem noch die für die Weiterbearbeitung
der sortierten Banknoten benötigte Arbeitszeit durch Ausgabe von direkt weiterverwendbaren banderolierten Päckchen umlaufsfähiger Banknoten
bzw. von vollständig entwerteten nicht umlaufsfähigen Banknoten auf ein Minimum beschränkt. Durch die körperliche Zuordnung von Unstimmigkeits-Banknoten
zur zugehörenden Banderole und durch alle Vorgänge dokumentierende Protokolle wird ferner der gesamte Prüfablauf derart festgehalten,
daß auch nach Abschluß eines Banknoten-Durchlaufs jede wichtige Phase der Prüfung zu einem beliebigen Zeitpunkt kontrolliert werden kann.
Durch systemvariable Konzeption des mechanischen und datentechnischen
AuFbaus wird letztlich die einFache Anpassung an nahezu beliebige Kundenwünsche (Banken) und an beliebige Banknoten-Typen möglich.
Es ist weiterhin vorteilhaft, daß die automatische Banknoten-Bearbeitung
durch eine Reihe von Maßnahmen gegen betrügerische Manipulationen gesichert ist. So ist der ZugriFF zu den Banknotenpäckchen und damit zu den
Banknoten nach der Füllung der Magazine sowie während der Vereinzelung der Banknotenpäckchen in der Sortiervorrichtung ausgeschlossen.
Unmittelbar nach der Vereinzelung der einzelnen Banknoten vom Stapel wird jede Banknote registriert, so daß keine Banknote beispielsweise durch
manuelle Entnahme unerkannt abhanden kommen kann.
Da jeder externe BeFehl sowie alle technischen Störungen während des Arbeitsablaufes
zusammen mit dem Namen (Kennzahl) der Bedienperson protokolliert werden, ist eine Rekonstruktion der bearbeiteten Päckchen sowie
aller ArbeitsabläuFe jederzeit, d. h. auch zu späteren Zeitpunkten, möglich.
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Eine zweckmäßige Ausführungsform sowie weitere Merkmale der Erfindung
ergeben sich aus den Unteransprüchen und aus der nachfolgenden Beschreibung, mit der die Erfindung anhand einer Banknoten-Sortiervorrichtung
beschrieben wird.
Es zeigen:
Fig. 1 das Blockschaltbild der neuen Sortiervorrichtung mit dem informationsverarbeitenden
System,
Fig. 2 die Transporteinheit mit den einzelnen Bausteinen,
Fig. 3 den Baustein "Päckchenvereinzelung und Entbanderolierung",
Fig. 4 das Päckchenmagazin,
Fig. 5a-5f die Phasen der Päckchenvereinzelung,
Fig. 6 den Baustein "Banknotenvereinzelung",
Fig. 7 die Vereinzelungsvorrichtung,
Fig. 7a den Rückhalterechen in der Seitenansicht,
Fig. 7b den Rückhalterechen in der Vorderansicht,
-ig. 8 die Vereinzelungsvorrichtung in der Draufs icht,
Fig. 9 die Vereinzelungsvorrichtung im Schnitt entlang der Linie A-B
in Fig. 7,
Fig. 10 eine Freiflugstrecke,
Fig. 11 die Freiflugstrecke im Schnitt entlang der Linie A-B in Fig. 10,
Fig. 12 den Baustein "Banknotenprüfung" ,
Fig. 13 eine sehen-.atische Darstellung eines Sensors,
Fig. 14 einer Sensor zur Zustandserkennung,
Fig. 15 eine schernatische Anordnung des Sensors aus Fig. 14,
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Fig. 16 eine Schaltungsanordnung des Sensors aus Fig. 14,
Fig. 17 eine geprüfte Banknote mit dem entsprechenden Signal verlauf
einer Banknote,
Fig. 18 einen Sensor zur Echtheitserkennung,
Fig. 19 eine Banknote mit Wasserzeichen und Sicherheitsfaden,
Fig. 20 den Signalverlauf des Sensors aus Fig. 18,
Fig. 21 den Baustein "Shredder",
Fig. 22 den Baustein für "nicht umlauffähige Banknoten",
Fig. 23 den Baustein für "umlauffähige Banknoten",
Fig. 24 den Baustein für die "Handnacharbeit",
Fig. 25 ein Magazin der Handnacharbeits-Vorrichtung im Baustein in
Fig. 24,
Fig. 26 die Handnacharbeits-Vorrichtung,
Fig. 27 einen Schnitt der HN-Vorrichtung entlang der Linie A-B
in Fig. 26,
Fig. 28 einen Umlenkmechanismus in der Ruhephase,
Flg. 29 den Umlenkmechanismus in der Arbeitsphase,
Fig. 30 den Umlenkmechanismus aus Fig. 29 in einer Seitenansicht,
Fig. 31 ein Blockschaltbild des informationsverarbeitenden Systems,
Fig. 32 die Transporteinheit mit den in Frage kommenden Licht
schranken und Sensoren,
Flg. 33 den Aufbau eines Datensatzes,
Fig. 34 eine Datei für die Datensätze (Banknotenmerkmale),
Fig. 35 eine Entscheidungstabelle,
Fig. 36 eine schematische Darstellung "Streckenfüllung" ,
Fig. 37 eine schematische Darstellung "Laufzeitüberwachung",
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Fig. 38 einen Ablauf plan "Stapler -Auswahl",
Fig. 39 einen Ablaufplan "Weichenansteuerung" und
Fig. 40 eine schematische Darstellung "Überprüfung Synchroni tat",
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Allgemeine Beschreibung (Fig. 1)
Gemäß Fig. 1 umfaßt die neue Banknoten-Sortiervorrichtung 1 drei wesentliche
Systemeinheiten: Die Transporteinheit 2, die Transport-Steuereinheit und die System-Steuereinheit 7 mit den Peripherieeinheiten 8,9.
Die Transporteinheit 2 ist dabei als rein mechanische Systemeinheit für die
Bewegung der Banknotenpäckchen, Banknoten und Banderolen verantwortlich. Sie nimmt in einer Aufnahme- und Bereitstellungseinheit 3 die in Päckchenmagazinen
verpackten und banderolierten Eingabepäckchen (z. B. je 100 BN) auf, vereinzelt die Päckchen aus dem Magazin und entbanderoliert sie. Die
entbanderolierten Stapel werden daraufhin vereinzelt und mittels eines Banknoten-Transportsystems durch eine Prüfeinheit 4 geführt, in der jede
Banknote individuell mit Hilfe mehrerer Prüfeinrichtungen hinsichtlich ihrer Echtheit und Ihres Zustandes geprüft wird. An die Prüfeinheit 4 schließt
sich eine Sortiereinheit 5 an, die drei unterschiedliche Sortierklassen aufweist.
Eine Klasse für nicht umlaufsfähige Banknoten (NU-BN), eine Klasse
für umlaufsfähige Banknoten (U-BN) und schließlich eine Klasse für Banknoten,
die der Handnacharbeit bedürfen (HN-BN). In die letztgenannte Klasse
gehören beispielsweise Banknoten, die falschgeldverdächtig, schwer beschädigt oder nicht identifizierbar sind. Neben den Unstimmigkeiten bezüglich
bestimmter Banknoten sind auch Unstimmigkeiten hinsichtlich der Päckchenstückzahl möglich.
Innerhalb der Sortiereinheit 5 sind nun entsprechende Weichen im Banknotentransportsystem
vorgesehen, die die einzelnen Banknoten abhängig vom Ergebnis der Prüfeinheit 4 den genannten Sortierklassen zuordnen.
Die bei der anfangs erwähnten Päckchen-Entbanderolierung anfallenden Banderolen
werden in einem vom Banknoten-Transportsystem unabhängigen Banderolen-Transportsystem
aufgenommen und in diesem durch Zwischenspeicherung solange dem zugehörigen Päckchen zugeordnet, bis das dazugehörende
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Päckchen vollständig abgearbeitet ist, d. h. bis alle Banknoten des Päckchens
das Banknoten-Transportsystem verlassen haben und damit in eine der oben genannten Sortierklassen abgelegt worden ist. Lag auch nur eine Unstimmigkeit
bezüglich des abgearbeiteten Päckchens vor, wird die Banderole ebenfalls über das Banderolen-Transportsystem in der Sortierklasse für Banknoten
abgelegt, die der Handnacharbeit bedürfen. Damit ist die direkte körperliche Zuordnung der Banderole zu dem Päckchen, in dem eine Unstimmigkeit vorlag,
immer gewährleistet.
Neben dem gerade beschriebenen mechanischen System (Transporteinheit 2) ist
als zweiter Bestandteil der Sortiervorrichtung 1 das informations verarbeitende System mit den Systemeinheiten der Transport-Steuereinheit 6 (S) und der
System-Steuereinheit 7 zu nennen. Die Transport-Steuerinheit 6 überwacht
und steuert den Durchlauf der Banknotenpäckchen, der Banknoten sowie der Banderolen durch die Transporteinheit 2.
Sie verarbeitet dabei die in der Prüfeinheit 4 gemessenen Ergebnisse, ermittelt
anhand der Ergebnisse die für die geprüften Banknoten in Frage kommenden Sortierklassen, verfolgt jede im Banknoten-Transportsystem befindliche Banknote
hinsichtlich des von der Prüfeinheit 4 determinierten Weges und sorgt schließlich dafür, daß die Zuordnung der Banknoten zum entsprechenden Eingabe-Päckchen
sowie zur korrespondierenden Banderole jederzeit erhalten bleibt.
Im Gegensatz zur Transport-Steuereinheit 6, die die jeweils aktuellen, d. h.
die gerade in der Transporteinheit 2 befindlichen Banknotenpäckchen, Banknoten und Banderolen überwacht und steuert, führt die System-Steuereinheit
mit ihren Peripherieeinheiten, nämlich Handnacharbeitsplatz 8 und Bedienkonsole 9 die gesamte Organisation der Banknoten-Bearbeitung über einen
längeren Bearbeitungszeitraum (Schicht) durch.
Sie empfängt und verwaltet alle während eines Bearbeitungszeitraums anfallenden
Daten und sorgt für die Einhaltung eines nach Organisationsvorschriften festgelegten Arbeitsablauf es. Q 09882/042 1
Sie erstellt bei Bedarf aus den empfangenen Daten Protokolle (beispielsweise
das Handnacharbeits-Protokoll über den Handnacharbeits-Platz θ und ist in
der Lage, über die Bedienkonsole 9 mit dem Bedienpersonal der Sortiervorrichtung
1 zu kommunizieren.
Nach der allgemeinen Beschreibung der Banknoten-Sortiervorrichtung 1 seien
nun der Reihe nach die Transporteinheit 2, die Transport-Steuereinheit 6 und die System-Steuereinheit 7 mit ihren Peripherieeinheiten 8,9 näher erläutert.
Transport-Einheit (Fig. 2)
Die Transport-Einheit 2 der vorliegenden AusFührungsform besteht aus neun Bausteinen
10 - 18. Sie Ist in der Fig. 2 beispielhaft dargestellt und umfaßt folgende
Bausteine:
- Den Baustein 10 zur Vereinzelung und Entbanderolierung der in verriegelten
Päckchenmagaztnen 19 antransportierten Banknotenpäckchen,
- den Baustein 11 zur Vereinzelung der Banknoten von den entbanderolierten
Banknoten-Stapeln mittels eines Vereinzlers 20 sowie zur Vorprüfung und gegebenenfalls zur rekonstruierbaren Zurückweisung derjenigen Banknoten
in ein erstes Rückweisungs-Magazin 29a, deren Durchlauf durch die Transporteinheit
2 die Beschädigung nachfolgender Einheiten verursachen kann,
- den Baustein 12 zur Prüfung der Banknoten hinsichtlich ihrer Umlaufsfähigkeit
(allgemeiner Zustand z. B. Grad der Verschmutzung) in einer ersten Prüfstrecke 22 sowie ihrer Echtheit (Falschgeldverdacht aufgrund fehlerhafter
oder nicht vorhandener Echtheitsmerkmale) in einer zweiten Prüfstrecke 23,
- den Baustein 13 zur irreversiblen Zerstörung echter, nicht umlaufsfähiger
Banknoten (NU-BN) mittels eines Doppelshreddersystems 24 sowie die Sammlung
der entstehenden Schnipsel in einem Schnipselbehälter 25,
- zwei Identisch aufoobaute und Im Tandembetrieb arbeitende Bausteine 14,15
zur Stapelung und unbanderolierten Ablage nicht umlaufsfähiger Banknoten (NU-BN) Iη entsprechenden Behältern 26,27,
- zwei identisch aufgebaute und ebenfalls im Tandembetrteb arbeitende Bausteine
16,17 zur Stapelung und banderolierten Ablage umlaufsfähiger Banknoten (U-BN) in einer Banderolierstation 28 und
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- den Baustein 18 zur rekonstruierbaren Ablage gesondert zu bearbeitender
Banknoten einschließlich der korrespondierenden Banderole in ein zweites
Rückweisungs- oder Handnacharbeitsmagazin (HN-Magazin) 29b sowie zur Sammlung derjenigen Banderolen, die zu nicht beanstandeten Banknotenpäckchen
gehören.
Das gesamte System ist modular aufgebaut. Alle Bausteine 10 - 18, die Transport-,
Prüf- und Sortierfunktionen an Banknoten, Banderolen oder Banknotenpäckchen vornehmen, sind sowohl hinsichtlich ihrer mechanischen als auch
ihrer elektrischen Schnittstellen einheitlich aufgebaut, d. h. standardisiert. Dies ermöglicht einerseits die individuelle Auswahl sowie Kombination der
Transporteinheit und damit die Anpassung an unterschiedliche Anforderungen hinsichtlich der Organisation der Banknoten-Bearbeitung und andererseits die
Anpassung an die spezifischen Merkmale unterschiedlicher Banknotentypen und Währungen.
Wie tn der Flg. 2 durch Flußlinien angedeutet, weist die Transporteinheit 2 zwei
voneinander unabhängige, über alle Bausteine 10 - 18 verlaufende, Transportsysteme
- das Banknoten-Transportsystem 30 und das Banderolen-Transportsystem 32 - auf.
Dabei transportiert das Banknoten-Transportsystem 30 - ausgehend vom Baustein
10 der Päckchen vereinzelung -die einzelnen Banknoten quasi vom Päckchenmagazin 19 über die Bausteine 10,11 durch die einzelnen Prüfstationen 22,23
des Bausteins 12 hin zu den jeweiligen, In den Prüfstationen ermittelten, Bestimmungs-
bzw. Zielorten der Sortierbausteine 13 - 18. Wie durch die Abzweigungen 31b - 31g innerhalb der Sortierbausteine 13-18 erkennbar, kann der Transport
der einzelnen Banknoten, je nach dem, in welchem Sortierbaustein sie abgelegt werden, von sehr unterschiedlicher Länge sein, was besondere Anforderungen
an die Transportsteuerung und -überwachung stellt.
Neben den in den Sortierbausteinen 13 - 18 vorgesehenen Sortierabzweigungen
31b - 31g weist der Baustein 11 bereits zu Beginn des Banknoten-Transports eine
weitere Abzweigung 31a auf, in der diejenigen Banknoten aussortiert werden, die eine Beschädigung nachfolgender Einheiten verursachen könnten.
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Das oberhalb des Banknoten-Transportsystems 30 angeordnete Banderolen-Transportsystem
32 geht ebenfalls vom Baustein 10 aus. Im Gegensatz zum Banknotentransportsystem 30 weist es allerdings nur im letzten Baustein 18
eine Verzweigung 33 auf.
Zur gezielten Wärme- und Staubabführung ist schließlich in jedem Baustein
10 - 18 ein Abluft-Kanalsystem 34 (schematisch dargestellt) vorgesehen.
Aufbau und Funktion der einzelnen, in Fig. 2 gezeigten Bausteine seien nachfolgend
detailliert erläutert.
Baustein 10 zur Vereinzelung und Entbanderolierung der Banknoten-Päckchen (Flg. 2/Fig. 3)
Der in den Fig. 2 und 3 gezeigte Baustein 10 zur Päckchenvereinzelung und
-entbanderolierung stellt den notwendigen Banknotenvorrat für eine kontinuierliche
Beschickung der Sortiervorrichtung bereit. Der Baustein umfaßt folgende spezifische Funktionseinheiten:
- Eine Vielzahl kontinuierlich an-und abtransportierbarer Päckchenmagazine 19,
in denen die zu be> bettenden Banknoten mittels Banderolen 69 zu Päckchen
mit je 100 Banknoten zusammengefaßt sind,
- einen Ein- bzw. Ausgabetisch 39,43 mit einer in der Zeichnung nicht dargestellten
Fördermöglichkeit zur automatischen Zu- und Abfuhr der Päckchenbehälter
19,
- eine Päckchenvereinzelungs- und Entbanderolierstation 35 zur Vereinzelung
der Banknoten-Päckchen 44 aus den Päckchenbehältern 19 und zur Entbanderolierung
der Päckchen,
- zwei Transportsysteme 30a,32a für den Abtransport der entbanderolierten
Banknotenpäckchen und deren Banderolen.
Die automatische Banknoten-Bearbeitung wird vorbereitend damit eingeleitet,
daß die von einer Bedienperson gefüllten und anschließend verriegelten Päckchenmagazine
19 auf den Eingabetisch 39, der mehrere Magazine gleichzeitig
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in Warteposition aufnehmen kann, gestellt werden. Ein Päckchenmagazin
wird daraufhin in die Päckchenvereinzelungs- bzw. Entbände rollers ta ti on
befördert und durch eine Hebevorrichtung 40 entriegelt. Anschließend führt die Hebevorrichtung die einzelnen Banknoten-Päckchen nacheinander vor einen
Ausstoßhebel 41, der die Päckchen aus dem Magazin 19 in den Baustein 10
schiebt. Anschließend wird jedes aus dem Magazin 19 herausgeschobene Päckchen 44 von der Banderole befreit und über den Banknotentransportabschnitt
30a zur Banknotenvereinzelung im nachfolgenden Baustein 11 geführt.
Die vom Päckchen abgezogene Banderole wird über einen nicht dargestellten Umlenkmechanismus in den räumlich über dem Päckchentransportabschnitt
befindlichen Transportabschnitt 32a geschleust. Nach der Leerung eines Päckchenmagazins 19 senkt sich die Hebevorrichtung 40
und das leere Magazin 19 gelangt zum Ausgabetisch 43. Das nächste volle Magazin 19 wird automatisch nachgefüllt und in der oben beschriebenen
Weise entriegelt und geleert.
Die Fig. 4 zeigt in einer räumlichen Darstellung ein Päckchenmagazin 19,
das durch seinen besonderen Aufbau sowie durch einen integrierten Verriegelungsmechanismus
(nicht dargestellt)Sicherheit vor unerkanntem und unbefugtem Zugriff bietet. Wurde das Magazin 19 von einer Bedienperson
mit Banknotenpäckchen 44 gefüllt und verriegelt, so ist der manuelle Zugriff zu den Banknotenpäckchen ohne sichtbare Zerstörung des
Magazins nicht mehr möglich. Allein die Sortiervorrichtung ist in der Lage, das Magazin zu entriegeln, um danach die einzelnen Banknotenpäckchen
44 durch einen päckchenbreiten Schlitz (Päckchenvereinzelungs spalt 50) aus dem Magazin herauszustoßen. Durch die nur päckchenbreite
öffnung 50 des Magazins 19 ist somit auch während der Leerung der im
Magazin verbleibende Inhalt dem manuellen Zugriff entzogen.
Die Fig. 4 zeigt das Päckchenmagazin 19, das aus zwei Elementen, einem
schubladenförmig ausgebildeten Einschubelement 45 und einem das Einschubelement 45 aufnehmenden Trägerelement 46, besteht, in seiner Arbeitsphase.
In dieser Phase ist das Einschubelement 45, welches sich
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im übrigen ähnlich einer Schublade zur Füllung mit Banknotenpäckchen 44
vollständig aus dem Trägerelement 46 herausziehen läßt, mit Hilfe der Hebevorrichtung
gegenüber dem Trägerelement 46 soweit angehoben, daß die offene Seite des Einschubelements 45 etwa päckchenbreit freiliegt. Durch den somit
entstehenden Vereinzelungsspalt 50 kann jeweils das oberste Päckchen 44a des Päckchenstapels, wie noch erläutert wird, aus dem Einschubelement
herausgedreht werden. Die darunterliegenden Päckchen verbleiben dabei im
Einschubelement 45.
Zur Anpassung an das Format des jeweils zu bearbeitenden Banknotentyps
ist der Innenraum des Einschubelements 45,das grundsätzlich auf das Einheitsformat
des Trägerelements 46 abgestimmt ist, durch die Verwendung eines entsprechenden Anpassungsstückes 47 in seiner Größe einstellbar.
Das Ausstoßen des im Einschubelement 45 an oberster Stelle liegenden Päckchens
44a erfolgt mittels des in der Fig. 3 gezeigten Ausstoßarmes 41, der
in den gegenüber dem Vereinzelungsspalt 50 liegenden und über eine Ecke verlaufende Ausstoßschlitz 49 geführt wird. Dabei wird die mit der Banderole
69 versehene Seite des obersten Päckchens 44a (Fig. 4) aus dem Einschubelement 45 herausgedreht. Um die Drehung des Päckchens während
der Ausstoßphase zu ermöglichen, ist das Anpassungsstück 47 an der dem Ausstoßschlitz 49 gegenüberliegenden Schmalseite mit einer Aussparung 51
versehen. Im Boden 52,53 beider Elemente sind fluchtend übereinander
jeweils zwei Bohrungen 52a,53a angeordnet, durch die zwei Stäbe 54,55
(Flg. 3) der Hebevorrichtung 40 über eine Stützplatte 48 die im Stapel
liegenden Banknotenpäckchen 44 und damit auch das Einschubelement 45 aus dem Trägerelement 46 herausdrücken. Gleichzeitig wird damit bei der
Inbetriebnahme eines Magazins 19 und nach jeder Päckchenvereinzelung das jeweils oberste im Stapel liegende Banknotenpäckchen 44a vor den Ausstoßhebel
41 geschoben.
Das Einschubelement 45 wird zur Füllung mit Banknotenpäckchen 44 in einer
nicht dargestellten Füllvorrichtung entriegelt und vollständig aus dem Trägei—
element 46 herausgezogen. Nach dem Füllen wird das Einschubelement 45
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wieder in das Trägerelement 46 hineingeschoben und mit Hilfe eines in der
Figur nicht dargestellten Verriegelungsmechanismus verriegelt. Dieser ist in dem an der Schmalseite des Trägerelements 46 vorgesehenen Hohlraum
untergebracht. In der Länge sind beide Elemente 45,46 so aufeinander abgestimmt,
daß sowohl der Ausstoßschlitz 49 als auch der Vereinzelungsspalt des Einschubelements 45 im zusammengeschobenen Zustand durch die entsprechenden
Längsseiten des Trägerelements 46 vollständig abgedeckt werden. Der beim Zusammenschieben beider Elemente betätigte Verriegelungsmechanismus
verhindert von nun an den manuellen Zugriff zu den Banknotenpäckchen 44. Ein erneutes Herausziehen des Einschubelements 45 ist ohne
die speziell ausgebildete Entrtegelungsvorrichtung, die sowohl in der Füllvorrichtung
als auch in der Päckchenvereinzelungsstation des Bausteins 10 vorgesehen ist, nicht mehr möglich.
Eine mögliche Ausführungsform der Magazinverriegelung sowie einige weitere
Maßnahmen zur Sicherung des Magazininhalts vor unberechtigtem Zugriff
sind der DT-OS 22 02 930 zu entnehmen. Der Verriegelungsmechanismus
ist nicht Gegenstand diesen Anmeldung, weshalb in diesem Zusammenhang nicht näher darauf eingegangen werden soll. Da die unberechtigte
Entnahme einzelner Banknoten oder Banknoten-Päckchen ohne Beschädigung
des Magazins nicht möglich ist, ist die unerkannte Manipulation der Magazininhalte
zwischen der Magazinfüllung und der Banknoten-Sortierung nicht möglich. Damit stellt das Gesamtsystem von der Magazinfüllung bis zur
Ausgabe der sortierten Banknoten eine lückenlos überwachbare Einheit dar, die ohne zusätzlichen Personalaufwand zu handhaben ist.
Anhand der Flg. 3,4 und 5 sowie der schematischen Darstellung in den Fig.
6a - 6f sei nun der Ablauf der Päckchenvereinzelung ausführlich beschrieben.
Zunächst wird ein mit Banknotenpäckchen 44 gefülltes und verriegeltes Magazin
19 durch ein geeignetes, nicht dargestelltes Transportsystem vom Eingabetisch 39 in die Päckchenvereinzelungs-Station 35 des Bausteins 10 gefahren
(Fig. 3). Dies geschieht jeweils dann, wenn das vorhergehende Ma-
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gazin entleert und zum Ausgabetisch 43 transportiert worden ist. Befindet
sich das volle Magazin, nachdem es an einen versenkbaren Anschlag 37 gestoßen
ist, in der Entleerungsposition (Stellung des Magazins 19a in der Fig. 3),
werden nach Freigabe des Verriegelungsmechanismus die Stäbe 54 und 55 der Hebevorrichtung 40 in Richtung des Pfeils 56 hochgefahren. Dabei stoßen sie,
nachdem sie durch die Öffnungen 52a,53a des Träger- und des EinschubelemenLs
46,45 hindurchgeführt sind, auf die Stütztplatte 48 und damit auf die darüberliegenden
Banknotenpäckchen 44 und schieben sowohl die im Stapel liegenden Päckchen 44 als auch das Einschubelement 45 soweit aus dem Trägerelement 46 heraus,
bis der Ausstoßschlitz 49 sowie der Vereinzelungsspalt 50, in deren Ebene
sich das oberste im Stapel liegende Päckchen 44a befindet, freiliegen. In dieser
Position steht das Magazin 19a,wie die Fig. 3 zeigt, in der Vereinzelungsund
Entbanderolierstation 35 des Bausteins 10. Gegenüber der Fig. 4 wurde dabei das Magazin um seine Längsachse gedreht, so daß in der Fig. 3 der Ausstoßschlitz
49 dem Betrachter zugewandt ist.
Um das Einführen der Stäbe 54,55 in das Päckchenmagazin 19 in Abhängigkeit
von der Stapelhöhe steuern zu können, wird das Signal eines oberhalb des Magazins tn der Entbanderolierstation 35 befestigten und vom Einschubelement
45 betätigten Druckfühlers 58 genutzt, um bei Erreichen einer vorgegebenen Druckkraft des Einschubelements gegen den Druckfühler die Hebevorrichtung 40
stillzusetzen.(s. dazu auch Fig.5a ). Ein auf der Höhe des Ausstoßschlitzes 49
drehbar gelagerter Ausstoßarm 41 dreht daraufhin gemäß der Darstellung in Fig.5b soweit in Richtung des Pfeils 59, daß die mit der Banderole 69 versehene
Seite des obersten Päckchens 44a vollständig aus dem Einschubelement herausgedreht wird. Aufgrund des nur päckchenbreiten Vereinzelungsspaltes 50
(Flg. 4) verbleibt das darunterliegende Päckchen im Einschubelement 45. Befindet sich das halbseitig ausgestoßene Päckchen in der in Fig. 5b gezeigten
Lage, die Im übrigen die Notwendigkeit der bereits erwähnten Aussparung 51
verdeutlicht, so wird der Ausstoßhebel 41 wieder in die in Fig.5a gezeigte Ausgangslage zurückgeführt. Im Anschluß daran werden zwei Saugstempel
60a,60b (s. auch Fig. 3) der Entbanderoliereinheit 35 soweit in die durch die
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Pfeile 61,62 angegebenen Richtungen zusammengefahren, daß sie daß einseitig
aus dem Magazin 19a herausgedrehte Päckchen 44a an der mit der Banderole versehenen Seite zusammenpressen. Zusätzlich werden beide Saugstempel durch
Anschluß an eine in den Figuren 3 und 5 nicht dargestellte Vakuumpumpe mit
Saugluft beaufschlagt.
Ist das Päckchen 44a durch die Anpreßkraft fest eingeklemmt, werden beide Saugstempel
60a,60b synchron in Richtung des Pfeils 63 um ihre eigene Achse gedreht
(Fig. 5b), bis sie das eingeklemmte Päckchen in die in Fig. 5c gezeigte
Lage gedreht haben.
Abhängig von der Päckchengröße ist die Längskante 64 des Päckchens 44a in der
in Fig. 5c erreichten Lage mehr oder weniger weit von der Montagewand 65 des Bausteins 10 entfernt. Um daher für jede Päckchengröße eine einheitlich positionierte
Lage zu erhalten, ist eine abschließende Bewegung beider Saugstempel 60a,60b in Richtung auf die Montagewand (Pfeil 66) erforderlich. Die positionierte
Lage des Päckchens 44a ist in der Fig. 5d gezeigt, in der positionierten Lage,
die nochmals in der Fig. 5e dargestellt ist, befindet sich die in Päckchentransportrichtung
(Pfeil 67) weisende Vorderkante des Päckchens 44a zwischen den ersten beiden, beweglich angeordneten Transportrollen 68a,68b des Päckchentransportabschnittes
30a (s. dazu auch Fig. 3). Im Anschluß an die letztgenannte Bewegung wird die Preßkraft der Saugstempel 60a,60b aufgehoben, so daß
die mit der Banderole 69 versehene Seite des Päckchens nun nur noch durch die Saugkraft der beiden Saugstempel 60a,60b gehalten wird. Erfolgt nun das
Signal zur Entbanderolierung des Päckchens, so werden die über und unter dem Päckchen angeordneten ersten Transportrollen 68a,68b des Päckchentransport-Abschnittes
30a aufeinander zubewegt (Pfeile 70 in der Fig. 3), bis sie nach einer kurzen Drehbewegung das Päckchen fest einklemmen. Daraufhin
werden die Transportrollen 68a,68b angetrieben, wodurch das Pächchen 44a
aus der von den Saugstempeln 60a,60b festgehaltenen Banderole 69 herausgezogen
und in Richtung des Pfeils 67 zu einer Wartestation in der nachfolgenden Einheit geführt wird. Die dabei freigewordene Banderole 69 wird,
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wie die Fig. 5f zeigt, mit Hilfe der Saugstempel 60a,60b in Richtung des
Pfeils 73 durch eine öffnung 72 in der Montagewand 65 in ein Umlenktransportsystem
(nicht dargestellt) geführt. Über das Umlenktransportsystem gelangt die Banderole 69 auf einen Banderolentisch 74 (Fig. 3),der sich
oberhalb des Päckchentransport-Abschnittes 30a befindet. Vom Banderolentisch 74 aus gelangt die Banderole 69 dann durch einen in der Fig. 3 auf der linken
Seite des Tisches 74 angeordneten Schieber 77 in den sich an den Tisch anschließenden
Banderolentransport-Abschnitt 32a. Dabei wird der pneumatisch wirkende Schieber 77 horizontal in Richtung des Pfeil 78 über den
Tisch hinwegbewegt, so daß er die Banderole 69 von Tisch weg in den sich anschließenden Banderolentransport-Abschnitt 32a schiebt. Aufgrund der
Wirkung des Schiebers 77 wird die Banderole stets ausgerichtet, d. h. quer zu den Transportriemen, In den Banderolentransport-Abschnitt 32
eingeführt.
Das oben beschriebene System der Päckchenvereinzelung und -entbanderolierung
ist als Folgesteuerung aufgebaut. Es ist mit dem übrigen informationsverarbeitenden
System lediglich über einen Startbefehl und über eine Fertig-Rückmeldung verknüpft.
Baustein 11 zur Vereinzelung der Banknoten (Fig. 2, Flg. 6)
Der in den Fig. 2 und 6 dargestellte Baustein 11 zur Banknotenvereinzelung
stellt die kontinuierliche Beschickung der Sortiervorrichtung mit Banknoten sicher. Er umfaßt folgende Funktionseinheiten:
DieBanknoten-Vereinzelungsvorrlchtung 20, die Banknoten- bzw.
Banderolentransport-Abschnitte 30b,30c bzw. 32b,
- den Rückwelsungssensor S 0 zur Feststellung der Rückweisung von Banknoten und
- das Rückwelsungsmagazln 29a (R-Mag.).
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2b -
Die vom Päckchenvereinzelungsbaustein 10 in Richtung des Pfeils 81 antransportierten,
entbanderolierten Banknotenstapel werden vom Transportabschnitt 30b des Bausteins 11 zunächst aufgenommen und jeweils so
lange gehalten (gespeichert), bis der vorhergehende Stapel vollständig vereinzelt Ist. Dadurch wird eine gute Auslastung der Sortiervorrichtung
erreicht. In der Banknoten-Vereinzelungsvorrichtung 20 werden die einzelnen
Banknoten der Reihe nach vom Stapel abgezogen und mit hoher Geschwindigkeit in den sich an den Vereinzeier anschließenden Banknoten-Transportabschnitt
30c geführt. Unmittelbar nach der Vereinzelung passieren die Banknoten den Rückweisungssensor S 0, in dem festgestellt
wird, ob die Banknoten alle Kriterien für einen störungsfreien Transport durch die Sortiervorrichtung erfüllen. Wurden also beispielsweise mit
Heftklammern oder Stecknadeln behaftete Banknoten vereinzelt, durch die die Beschädigung nachfolgender Bausteine möglich Ist, so wird die entsprechende
Banknote nicht, wie durch den Pfeil 82 angedeutet, dem nachfolgenden Baustein 12, sondern mit Hilfe einer Weiche 83a über den abzweigenden
Banknotentransport-Abschnitt 31a einem Rückweisungsmagazln
29a zugeführt. Aufbau und Wirkungsweise des Rückweisungsmagazins
werden aus der Beschreibung des im letzten Baustein 18 noch zu behandelnden
Handnacharbelt-Magazins ersichtlich. Da die Rückweisung von
Banknoten nur in besonderen Fällen, z. B. beim Vorliegen von mit Heftoder Büroklammern versehenen Banknoten notwendig ist, treten Rückwelsungsfälle
äußerst selten auf. Trotzdem Ist es zweckmäßig, derartige Fälle zu identifizieren und die in Frage kommenden Banknoten von den
folgenden Bausteinen fernzuhalten, da eine nicht zurückgewiesene Banknote
während ihres Durchlaufs durch die nachfolgenden Bausteine mit großer Wahrscheinlichkeit Störungen oder Beschädigungen herbeiführt,
die den kontinuierlichen Banknoten-Fluß durch die Sortiervorrichtung
In unnötiger Weise unterbrechen.
Wie die Fig. 6 zeigt, ist über dem Banknoten-Vereinzier 20 ein Transportabschnitt
32b des Banderolen-Transportsystems angeordnet. Wie durch die Pfeile 84 angedeutet, wird die Banderole vom Banderolentransport-
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abschnitt 32a des vorhergehenden Bausteins 10 übernommen und über den
Transportabschnitt 32b dem nachfolgenden Baustein 12 zugeführt.
Schließlich ist der Fig. 6 zu entnehmen, daß im Transportabschnitt 32b
des Banderolen-Transportsystems sowie in den entsprechenden Abschnitten 30b,30c und 31a des Banknoten-Transportsystems Lichtschranken 86,85 vorgesehen
sind. Ihre Aufgaben werden weiter unten im Zusammenhang mit der Beschreibung des informations verarbeitenden Systems detailliert erläutert.
Im folgenden sei die Funktion der Banknoten-Vereinzelungsvorrichtung 20
beschrieben.
Die in den Fig. 7,8 und 9 dargestellte Vereinzelungsvorrichtung 20 wird im
wesentlichen durch eine Vereinzelungswalze 90, eine Rückhaltewalze 91 mit Rückhalterechen 92, eine den Banknoten-Stapel 93 tragende und die
einzelnen Banknoten zur Vereinzlerwalze 90 befördernde Luftleitplatte 94,
eine den Banknotenstapel formierende Andruckplatte 95 sowie eine an der
Luftleitplatte 94 befestigte und mehrere Blasöffnungen 96 aufweisende Blasluftplatte
99 gebildet.
Der Antransport des zu vereinzelnden Banknoten-Stapels erfolgt aus Richtung des
Pfeils 100 durch den aus dem Riemen 102a/102b und den Walzen 103 bestehenden Banknoten-Transportabschnitt 30b.
Gemäß der Fig. 7 dreht sich die Vereinzelungswalze 90 in Richtung des
Pfeils 104 auf einem feststehenden, konzentrischen Drehschieber 105. Dieser hat mehrere Kanäle 106, die in einen Öffnungsbereich 107 münden.
Der Öffnungsbereich Ist über die Kanäle 106 mit einer Vakuumpumpe (nicht
dargestellt) verbunden. Die Vereinzelungswalze 90 weist nur eine - axial
verlaufende -Reihe von Ansauglöchern 108 auf, die in einen Gummistreifen 109 eingelassen sind. Der mit der Mantelfläche 110 der Vereinzlerwalze 90
abschließende Gummistreifen 109 dient der Erhöhung der Reibung beim Ansaugen der Banknote. Der Öffnungsbereich 107 des Drehschiebers 105 gibt
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die Saugluft solange frei und ist so eingestellt, daß jeweils die unterste zu
vereinzelnde Banknote 119 im Bereich ihrer Vorderkante sicher angesaugt
wird und nach etwa einer viertel Drehung der Vereinzlerwalze 90 wieder gelöst werden kann, um an die Riemen 111,112 des sich an den Vereinzier
anschließenden Banknotentransport-Abschnittes 30c übergeben zu werden. Über der Vereinzlerwalze 90 ist zur Vermeidung von Doppelabzügen gemäß
der Fig. 7 eine Rückhaltewalze 91 vorgesehen, die auf einem feststehenden Drehschieber 113 rotiert. Die Rückhaltewalze 91 dreht entgegen der Vereinzelungsrichtung
in Richtung des Pfeils 114. Die Rückhaltewalze 91 ist als Saugwalze ausgebildet und trägt, wie auch die Fig. 8 zeigt, nebeneinander
angeordnete Saugringe 115, die gleichmäßig auf ihrem Umfang verteilt
Saugöffnungen 116 aufweisen. Da der feststehende Drehschieber 113
nur eine Öffnung 117 aufweist, die über eine Hohlachse 118 mit einer Vakuumpumpe
(nicht dargestellt) verbunden ist, werden alle nicht zu vereinzelnden Banknoten, die sich bereits in dem durch den Abstand des Rückhalterechens
und der Vereinzlerwalze 90 entstehenden Vereinzelungsspalt 133 befinden,
durch die entgegen die Vereinzelungsrichtung drehende Rückhaltewalze angesaugt und intermittierend in den Stapel 93 zurückgeschoben. Der Rückhalterechen
92, der dafür sorgt, daß immer nur die untersten im Stapel 93 liegenden Banknoten durch den Vereinzelungsspalt 133 zur Vereinzlerwalze 90 gelangen,
hält die weiter oben im Stapel 93 liegenden Banknoten von der Rückhaltewalze 91 fern. Dabei ist es gerade beim Einlauf eines Stapels in die
Vereinzelungsvorrichtung möglich, daß sich zu viele Banknoten in den Vereinzelungsspalt
133 schieben und sich darin verkeilen oder daß sich Banknoten vor dem Rückhalterechen 92 hochschieben. Um die beiden Fälle auszuschließen,
weist der Rückhalterechen 92, wie in den Figuren 7a und 7b gezeigt, an der dem einlaufenden Stapel 93 zugewandten Rundung eine aufgerauhte
Oberfläche in Form einer Zähnung 87 auf. Die aus mehreren Stufen bestehende Zähnung 87 ist so ausgelegt, daß jeweils
die Stufentiefen parallel zur Luftleitplatte 94 und die Stufenhöhen senkrecht zur Luftleitplatte 94 und damit parallel zur Vorderkante des Stapels 93 verlaufen.
Damit hebt die Zähnung durch seine parallel zur Stapel vorderkante
stehenden Stufenhöhen die Schubkomponenten auf, die ohne Zähnung an der
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-aa—
Rundung des Rückhalterechens 92 entstünden. Ein Hochschieben der Banknoten
am Rückhalterechen 92 sowie ein Abgleiten derjenigen Banknoten, die über dem Veretnzelungsspalt 133 vor dem Rückhalterechen 92 liegen, wird vei—
hindert.
Die Zähnung kann je nach Papierdicke und Papierqualität der zu verarbeitenden
Banknoten eine unterschiedliche Anzahl von Stufen aufweisen. In den
Figuren 7a und 7b ist beispielhaft eine Zähnung 87 mit fünf Stufen eingezeichnet.
Wie der Figur 7b außerdem zu entnehmen ist, weist der Rückhalterechen
nur in seinem Mlttelberelch die erwähnte Zähnung 87 auf. Die beiden äußeren
Enden des Rückhalterechens tragen keine Zähnung, damit sich Banknoten mit Eselsohren (aufgewölbte Seitenkanten) nicht vor demRückhalterechen
stauen, sondern geführt durch die gekrümmten äußeren Enden des Rückhalterechens
In den Vereinzelungsspalt gleiten. Schließlich Ist noch zu
erwähnen, daß der Rückhalterechen 92, wie die Figuren 7b und 8 zeigen, nebeneinander angeordnete Schlitze 120 aufweist, in die die der Rückhaltewalze
91 zugewandte Seite der Andruckplatte 95 kammartig eingreift und die somit über die Vorderkante des Stapels 93 hinausragt.
Dabei wird vermieden, daß sich die Vorderkanten der einzelnen Banknoten
beim Absinken des Stapels 93 während der Vereinzelung an dem Rückhalterechen 92 stauen.
Wie oben erwähnt, erfüllt die Rückhaltewalze 91 hinsichtlich der Vermeidung
von Doppelabzügen eine wichtige Funktion, indem sie nicht zu vereinzelnde
Banknoten in den Stapel 93 zurückschiebt. Bei der Vereinzelung vom liegenden
Stapel und bei der möglicherweise notwendigen Verarbeitung besonders
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lappiger Banknoten, gelingt das Zurückschieben nicht zu vereinzelnder Banknoten
jedoch nur dann, wenn die auf die zurückzuschiebenden Banknoten wirkende Reibung, die durch das Eigengewicht des Stapels sowie durch die Reibungskoeffizienten
der Banknoten untereinander entsteht, durch entsprechende Auflockerung des Stapels auf ein Mindestmaß reduziert wird. Das Zurückschieben
nicht zu vereinzelnder Banknoten wird außerdem dadurch erleichtert, daß die entsprechenden Banknoten zusätzlich versteift werden.
Als weiteres Kriterium hinsichtlich einer schnellen und sicheren Banknotenvereinzelung
ist die Vermeidung von Fehlvereinzelungen zu nennen. Dazu ist es notwendig, die zu vereinzelnden Banknoten jeweils in eine definierte Vereinzelungsposition
zu führen und außerdem die Banknoten von dem übrigen Stapel derart zu entlasten, daß sie leicht durch die Vereinzlerwalze 90 von
der Unterseite des Stapels 93 abgezogen werden können.
Die oben genannten Bedingungen werden durch zwei wesentliche Elemente der
in den Fig. 7,8 und 9 dargestellten Vereinzelungsvorrichtung erfüllt. Nämlich einerseits durch die den Banknotenstapel 93 tragende Luftleitplatte 94,
die für die Versteifung der untersten Banknoten sorgt und die zu vereinzelnden Banknoten in eine definierte, noch zu erläuternde Vereinzelungsposition
führt und andererseits durch eine Blasluftplatte 99, die durch seitliche Blasluft
den Banknoten-Stapel auflockert und außerdem gemeinsam mit der Luftleitplatte 94 dafür sorgt, daß die jeweils unterste zu vereinzelnde Banknote 119
vom übrigen Banknotenstapel 93 entlastet wird.
Zunächst seien Aufbau und Funktton der Luftleitplatte 94 detailliert erläutert.
Wie die Fig. 8 und 9 in einer Schnittdarstellung A-B der Fig. 8 bzw. in der
Draufsicht auf die Vereinzelungsvorrichtung zeigen, besteht die Luftleitplatte 94 aus einer Kombination von drei parallel in Längsrichtung der Platte verlaufenden
Luftleitbereichen 121,122 und 123. Alle Bereiche sind gleichei—
maßen mit Blasluftbohrungen 124 versehen, die nach dem bekannten physikalischen Prinzip des hydrodynamischen Paradoxons über jedem Bereich
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eln definiertes Luftkissen erzeugen^ Dazu wird durch die in Transportrichtung der Banknoten geneigten (Richtung des Pfeils 125) Bohrungen
tangential zwischen die Luftleitplatte 94 und die daraufliegenden Banknote Druckluft geblasen. Da sich der Luftstrom nach dem Austritt aus
der Bohrung nach allen Seiten ausbreitet, ist seine Geschwindigkeit an der Bohrungsöffnung wesentlich großer als in deren Umgebung. Aufgrund
dessen entsteht über der Bohrung ein Unterdruck, der die Banknote zur Luftleitplatte 94 hinzieht. Erst wenn die Banknote die Bohrungsöffnungen
zu verschließen droht, erhöht sich der Druck über der Bohrung, so daß die Banknote wieder von der Plattenoberfläche weggedrückt wird. Im
stationären Fall stellt sich ein Gleichgewicht ein, bei dem die unterste
Im Stapel 93 liegende Banknote In sehr geringer Höhe über der Luftleitplatte 94 schwebt. Die tangential austretende Strömung bewirkt nun, daß
auf die untersten Banknoten im Stapel zusätzlich eine Schubkraft wirkt,
deren Richtung der jeweiligen Austrittsrichtung der Bohrungen 124 entspricht.
Gemäß der Fig. 9 sind die beiden In der Nähe der Montagewand 126 des
Bausteins 11 liegenden Luftleltberelche 121,122 der Luftleitplatte 94 bezügllch der Anordnung Ihrer Bohrungen 124 Identisch aufgebaut. Die Blasluftbohrungen erzeugen hler eine Vorschubkomponente In Richtung auf die
Montagewand 126 sowie eine Vorschubkomponente In Richtung auf die Verelnzlerwalze 90, bzw. In Richtung auf die Rückhaltewalze 91, da sie von der in
Richtung auf die Vereinzlerwalze 90 welsende Transportrichtung (Pfeil 125)
abweichend zur Montagewand 126 hin geneigt sind.
Die Bohrungen 124 des dritten Luftleltberelches 123 der Luftleitplatte
sind von der Transportrichtung abweichend zur Blasluftplatte 99 hin geneigt,
wobei sie eine Vorschubkomponente in Richtung auf die Vereinzlerwalze
und eine Vorschubkomponente - abgewandt von der Montagewand 126 - in
Richtung auf die Blasluftplatte 99 erzeugen.
Durch die auseinanderdriftende Anordnung der Bohrungen 124 werden die jeweils untersten auf der Luftleitplatte 94 liegenden Banknoten gewissermaßen
durch Streckung in eine Planlage gezwungen, die die Steifigkeit der ent-
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sprechenden Banknoten erhöht. Um Unregelmäßigkeiten in der Planlage durch
Luftstauungen zu vermeiden, sind zwischen den Luftleitbereichen 121,122 der Luftleitplatte Entlüftungsbohrungen 127 vorgesehen, die ein Abfließen
der sich dort evtl. ansammenden Stauluft (Pfeil 98) ermöglichen. Entsprechend wird durch Bohrungen 128 in der Rückmontagewand 126 sowie
durch Entlüftungsbereiche 129 in der Blasluftplatte 99 dafür gesorgt, daß die Längskanten der untersten auf der Luftleitplatte 94 liegenden Banknoten
nicht "flattern" oder sich durch dort ansammelnde Stauluft aufwölben. Neben der unterschiedlichen Strömungsrichtung unterscheidet sich der dritte Luftleitbereich
123 der Luftleitplatte 94 von den übrigen Bereichen 121,122 außerdem dadurch, daß seine Oberfläche in dem der Montagewand 126 gegenüberliegenden
Längskantenbereich zu der vom Stapel 93 abgewandten Seite hin abgeschrägt ist, wodurch, wie Flg. 8 zeigt, die unterste auf der Luftleitplatte
liegende Banknote 119 ebenfalls an ihrer Längskante durch den - wie oben erläutert
- dort entstehenden Unterdruck vom Stapel weg nach unten gezogen wird. In die dabei entstehende keilförmige öffnung 130 wird gezielt Druckluft
geblasen, so daß die unterste auf der Luftförderplatte 94 liegende Banknote 119 von dem darüberliegenden Stapel 93 entlastet ist.
Neben der Aufgabe, die Banknoten ganzflächig zu versteifen, ist die Luftleitplatte
94 außerdem dafür verantwortlich, die im unteren Bereich des Stapels liegenden Banknoten durch thre unterschiedlich wirkenden Vorschubkomponenten
in eine definierte Vereinzelungsposition zu führen. Die Vereinzelungsposition ist dabei erreicht, wenn die betreffenden Banknoten einerseits mit einer
Längskante an die senkrecht stehende Montagewand 126 anstoßen und andererseits mit der in Transportrichtung (Pfeil 125) weisenden Vorderkante vor der
Rückhaltewalze 91 über den Saugöffnungen 108 der Vereinzlerwalze 90 (Fig. 8)
liegen, bevor sie von der Vereinzlerwalze 90 erfaßt und aus dem Stapel 93 herausgezogen werden.
Wie die Flg. 8 in einer Schnittdarsteilung zeigt, ist das letzte noch zu erläuternde
Element - die Blasluftplatte 99 -, seitlich an der Luftleitplatte 94 mit zwei Halterungen 97 befestigt. Sie weist eine Reihe von waagerecht neben-
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-&Γ-
einander angeordneten Blasluftbohrungen 96 auf, die, wie die Figur 8 zeigt,
in Höhe der Luftleitplatten-Oberfläche und parallel zum abgeschrägten Längskanten-Bereich
der Luftleitplatte verlaufen. Wie aus der Figur 9 ersichtlich wird, sind die Blasluftbohrungen 96 außerdem in Transportrichtung (Pfeil 125)
geneigt angeordnet, um die allgemeine Vorschubwirkung der Luftleitplatte 94
zu unterstützen. Die Blasluftbohrungen 96 sind über eine gemeinsame Rohrleitung 131 mit einer nicht dargestellten getakteten Druckquelle verbunden. Die
Taktung ist vereinzelungssynchron, d. h. die seitliche Blasluft wird nur während
des Ver ei nzelungs vor gangs zwischen die zu vereinzelnde Banknote 119 und
den darüberliegenden Stapel 93 in die keilförmige Öffnung 130 geblasen, um dort ein zweites Luftkissen zu erzeugen. Somit kann dann die unterste im Stapel
liegende Banknote 119 unter sehr geringen Reibungsverhältnissen durch die
Vereinzlerwalze 90 aus dem Stapel 93 herausgezogen werden. Unter den Blasluftbohrungen 96 sind, wie erwähnt, zur Vermeidung des Luftstaus
auf dem abgeschrägten Teil der Luftleitplatte 94 Entlüftungsbereiche 129
angeordnet, mittels derer die Stauluft in Richtung des Pfeils 89 entweichen kann.
Nach der Beschreibung der zum Verständnis wichtigen Funktionselemente der
Vereinzelungsvorrichtung selen die einzelnen Vereinzelungsphasen vom Stapeleinlauf
bis zur Banknotenausgabe beschrieben.
Als Ausgangspunkt gelte der Tatbestand, daß die letzte Banknote eines in der
Vereinzelungsvorrichtung befindlichen Stapels gerade vereinzelt wurde. Nach der Vereinzelung der letzten Banknote wird eine über der Luftleitplatte 94 positionierte
Reflexions-Lichtschranke 134 betätigt, woraufhin ein neues entbanderoUertes Päckchen über den Transport-Abschnitt 30b auf die Luftleitplatte 94 transportiert
wird. Der Transport-Abschnitt 30b ist so ausgelegt, daß seine unteren
Riemen 102a etwas schneller als die oberen Riemen 102b laufen. Dadurch werden die unten int Stapel liegenden Banknoten gegenüber den darüberliegenden etwas
aus dem Stapel herausgezogen, so daß sich eine In Transportrichtung welsende
keilförmige Banknotenvorderkante ergibt. Neben der bereits erläuterten besonderen
Ausgestaltung des Rückhalterechens 92 (Zähnung 87) dient auch diese Maßnahme dazu, ein Verkeilen von Banknoten im Vereinzelungsspalt 133 zu verhindern.
Der Einlauf des Stapels in die Vereinzelungsvorrichtung wird durch einen in die untere Transportrolle 103 hineinragenden Rechen 135 und durch die kammartig
in die obere Transportrolle 103 eingreifende Andruckplatte 95 gesichert.
Die Weiterführung des Stapels bis zum Rückhalterechen 92 bzw. zur Rückhaltewalze
91 wird nun einerseits durch die Massenträgheit des Stapels 93,
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- 38"-
andererseits durch das Luftkissen der Luftleitplatte bewerkstelligt. Nach
der Einführung des Stapels wird eine Stapelandruckplatte 95 in Richtung des Pfeils 137 abgesenkt, wodurch der Banknoten-Stapel durch sanften Druck
formiert und während der gesamten Vereinzelung mit einem einheitlichen Auflagedruck versehen wird.
Schon während des S tap el einlauf s werden die im Stapel unten liegenden Banknoten
aufgrund der besonderen Charakteristik der Luftleitplatte 94 entlang der senkrecht stehenden Montagewand 126 soweit in den Vereinzelungsspalt 133
geschoben, bis sie mit ihren Vorderkanten gegen die Saugringe 115 der Rückhaltewalze
91 stoßen. Aufgrund des durch die Luftleitplatte 94 inzwischen aufgebauten Luftkissens und der damit verbundenen Saug- und Transportwirkung
ruht der Stapel damit vorpositioniert in der Vereinzelungsvorrichtung. Die über dem abgeschrägten Bereich 123 der Luftleitplatte 94 angeordnete Längskante
der untersten im Stapel liegenden Banknote ist nach unten geklappt. Die in Vereinzelungsrichtung weisende Vorderkante der Banknote 119 liegt mit
ihrer Unterseite auf der Vereinzlerwalze 90. Sobald nun die öffnungen 108
der Vereinzlerwalze 90 in den Öffnungsbereich 107 des Drehschiebers 105 gelangen,
wird die Vorderkante der untersten im Stapel liegenden Banknote 119
angesaugt. Etwa zum gleichen Zeitpunkt werden die nebeneinander in der Blasluftplatte
94 angeordneten Blasluftbohrungen 96 mit einer Druckluftquelle verbunden, so daß entlang des gesamten Banknoten-Stapels zusätzlich Druckluft
zwischen die zu vereinzelnde Banknote und den da rüberl legend en Stapel geblasen
wird. Somit kann die Banknote entlastet durch zwei Luftkissen leicht aus dem Stapel herausgezogen werden. Sobald die Öffnungen 108 den Öffnungsbereich
107 des Drehschiebers 105 überquert haben, wird das Vakuum Innerhalb der öffnungen 108 aufgehoben. Die Vorderkante der Banknote löst
sich von der Vereinzlerwalze und kann somit ungehindert in den sich anschließenden
Transportabschnitt 30c mit den Riemen 111,112 eintreten. Ist
die Banknote vollständig aus dem Stapel herausgezogen, wird die durch die
seitliche Blasöffnung 96 der Blasluftplatte 99 strömende Druckluft unterbrochen.
Somit ist gewährleistet, daß die nachfolgend zu vereinzelnde Banknote ungehindert an ihrer Längskante gemäß dem abgeschrägten Element 123
der Luftleitplatte 94 und dem dort entstehenden Unterdruck abknicken kann.
Durch die Verlängerung 92a des Rückhalterechens 92 wird das Umlenken
der vereinzelten Banknoten sowie die Einführung der Vorderkanten der jeweils vereinzelten Banknoten In den sich anschließenden rransportabschnitt 30c
unterstützt.
Jeweils die restlichen Banknoten des Stapels werden durch aie Rückhaltewalze
91 zurückgehalcen uzw. in den Stapel zurückgeschoben. Dabei Ist der
Wirkungsbereich der Rückhalcesduglurt auf die Ornungsbreite 117 des Drehschiebers
113 der Rückhaltewalze 91 begrenzt.
Unmittelbar nach der Vereinzelung durchlaufen die einzelnen Banknoten
den Rückweisungssensor S O, dessen Aufgabe eingangs erläutert wurde.
All diejenigen Banknoten, die aufgrund der Prüfung des Rückwelsungssensors
S 0 für den weiteren störungslosen Transport geeignet sind, treten
daraufhin, wie die Flg. 6 zeigt, an der durch den Pfeil 137 gekennzeichneten
Stelle in Richtung des Pfeils 82 in den nachfolgenden Baustein 12 ein, In dem die allgemeine Prüfung der Banknoten vorgenommen wird.
Um die Einzelbausteine 10 - 18 in der beabsichtigten Weise austausch- und
kombinationsfähig zu gestalten, weist jeder Baustein für sich getrennte selbständige Transportabschnitte auf. Insbesondere an den Übergängen
(Pfeil 137) der Transportsysteme 30,32 von einem auf den anderen Baustein entstehen dadurch kurze Transportsystemunterbrechungen, in denen die
Banknoten für kurze Zelt mit verringerter Führung transportiert werden
und In denen aus diesem Grund grundsätzlich Transportstörungen möglich
wären. Um eine reibungslose Transportübergabe zu gewährleisten, wird
den Banknoten daher in diesen Bereichen durch die besondere Ausgestaltung der Rollenpaare ein reversibles Rlllenprofil aufgeprägt, durch das die Längssteifigkeit
des Papiers wesentlich erhöht und damit ein Wegklappen der Banknoten-Vorderkante
vor Eintritt in das Transportsystem des anschließenden Bausteins verhindert wird. Damit sich die Banknote beim Eintritt in das
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-■ecr-
gegenüberl i eg ende Rollenpaar nicht staucht, weist das übernehmende Rollenpaar
jeweils die gleiche Profilierung auf wie das übergebende Rollenpaar.
In den Fig. 10 und 11 ist ein derartiger führungsloser Übergang zwischen
den Bausteinen 11 und 12 mit den Transportrollen 143,144 bzw. 145,146
dargestellt. Fig. 11 zeigt dabei in einer Schnittdarstellung (Schnitt A-B
aus Fig. 10) eine Möglichkeit in der Profilbildung an den Rollen 143,144. Diese wird dadurch erreicht, daß die Transportriemen 141,142 über die
Oberfläche der Rollen 143,144 hinausragen. Weiterhin ist zu erkennen, daß die Transportriemen 141 der Rolle 143 gegenüber den Transportriemen
142 der Rolle 144 versetzt sind, so daß die durch die Riemen gebildeten
Profile Ineinandergreifen. Hierdurch ergibt sich beim Transport die gezeigte Verformung der Banknote 140.
Baustein 12 zur allgemeinen prüfung der Banknoten (Fig. 2, 12)
In dem in der Fig. 12 gezeigten Baustein 12 ist die Meßstrecke der Sortiervorrichtung
mit den Sensoren S 1 - S 8 untergebracht. Dieser Systemteil ist für die Zustands- bzw. Echtheitserkennung der Banknoten verantwortlich.
Er ist in zwei Abschnitte 22,23 unterteilt. Dabei werden im ersten Abschnitt 22 nur die Kriterien geprüft, die über den Erhaltungszustand
einer Banknote Auskunft geben, im Abschnitt 23 dagegen Merkmale, die die Echtheit einer Banknote kennzeichnen. Zur Prüfung treten die einzelnen
Banknoten an der durch den Pfeil 151 markierten Stelle in den Banknoten-Transportabschnitt
3Od des Bausteins 12 ein, durchlaufen der Reihe nach die acht Sensoren S1-S4, S5-S8 und werden an der durch den
Pfeil 152 gekennzeichneten Stelle zum nachfolgenden Baustein 13 weitergelettet.
Ein wesentliches Element aller im Baustein 12 verwendeten Sensoren besteht
darin, daß sie standardisierte, d. h. einheitliche Schnittstellen aufweisen. Die Standardisierung ist dabei durch drei spezifische Schnittstelleneigenschaften
gesichert; 809882/0421
- Die mechanische Schnittstelle,
- die elektrische Schnittstelle und
- die logische Schnittstelle.
Die mechanische Standardisierung der Sensoren sorgt für einheitliche
äußere Abmaße der Sensorengehäuse unabhängig vom Sensorenaufbau sowie für gleiche Befestigungsmechanismen, wie Steckeranordnungen und
dergleichen. Damit wird sichergestellt, daß theoretisch jeder Sensortyp an jeden Prüfplatz der Meßstrecke ohne zusätzliche Abänderungen montiert
werden kann.
Um In ähnlicher Weise auch die elektrische Inbetriebnahme der Sensoren
zu sichern, sind die Sensoren in elektrischer Hinsicht so aufgebaut, daß sie ebenfalls völlig einheitlich, d. h. mit den gleichen Steckerverbindungen
und den gleichen Kontaktbelegungen von dem gemeinsamen Versorgungsteil der Sortiervorrichtung gespeist werden. Um externe Störungen
von den Sensoren fern zu halten, ist dabei in jedem Sensor eine eigene entkoppelte Stromversorgung vorgesehen, in der die für die verschiedenen
Sensoren benötigten stabilisierten und sensorspezifischen Spannungs- und Strompegel aufbereitet werden.
Die logische Schnittstelle jedes Sensors ist wie in Fig. 13 im Blockschaltbild
beispielhaft dargestellt, ebenfalls in einheitlicher Weise so ausgelegt, daß die Prüfinformation eines Sensors in einem acht Bit umfassenden
Prüfwort dargestellt wird. Zur einfachen Weiterverarbeitung wird jedes Prüfergebnis vom Sensor als Binärinformation (Prüfung positiv/negativ)
bereitgestellt. Zum Nachweis der Arbeitsfähigkeit wird ein weiteres Bit 153 benötigt. Damit hat man die Möglichkeit pro Sensor bis
maximal sieben Beurteilungen (Bit "2" - Bit "8") vorzunehmen, was beispielsweise
bei der Zusammenfassung mehrerer Prüfungen in einem Gehäuse
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notwendig sein kann.
Mit den im Baustein 12 verwendeten Sensoren wird jedoch nur jeweils ein
spezifisches Kriterium einer Banknote gemessen, so daß jeder Sensor, wie in der Fig. 13 in einem Blockschaltbild gezeigt, eine Vorrichtung 155
aufweist. Dabei kann der Aufbau einer Prüfvorrichtung allgemein durch einen Aufnehmer 156, eine Signalaufbereitungsstufe 157 sowie durch eine
Signalauswertungsstufe 158 dargestellt werden. Der Informationsfluß innerhalb der Prüfvorrichtung ist durch Pfeile 159 gekennzeichnet. Der Aufnehmer
156 der prüfvorrichtung 155 hat die Aufgabe, das zu prüfende Merkmal
der Banknote zu erfassen und in ein elektrisches Signal umzuwandeln. Die Signalaufbereitungsstufe 157 formt das Signal des Aufnehmers derart
um, daß es zur Signalauswertung verwendet werden kann, in der letzten
Stufe der Prüfstrecke 155, der Signalauswertungs-Stufe 158, wird das von
der Signalaufbereitungs-Stufe kommende Signal schließlich hinsichtlich
vorgegebener Kriterien bewertet und zur weiteren Verarbeitung in eine Ja/Nein-Aussage umgeformt. Damit ist das Schnittstellensignal der Prüfstrecke
155 auf ein Bit reduziert. Dieses Bit wird, wie Fig. 13 zeigt, auf
die Bitstelle "Bit 2" , gekennzeichnet mit der Pos. 154a, der gemeinsamen
Schnittstelle des Sensors S 1 geführt. Die übrigen unbelegten Bitstellen 154b 154g
werden in dem gezeigten Sensor S 1 durch einen entsprechenden Anschluß auf konstantem Protential gehalten.
In der in der Fig. 12 dargestellten Ausführungsform der die Sensoren S 1 S
8 umfassenden Meßstrecke des Bausteins 12 durchlaufen nun die Banknoten zunächst die Sensoren S 1 - S 4 zur Zustandserkennung. Hler wird festgestellt,
ob die Banknoten aufgrund des allgemeinen Aussehens und des Erhaltungszustandes
für die Weiterverarbeitung als umlauffähig oder nicht umlauffähig zu betrachten sind. Neben der Erkennung von Löchern in den Banknoten,
von Eselsohren, Klebestreifen oder anderen Zustandscharakteristika wird hier beispielsweise auch der Grad der Verschmutzung der Banknoten zur Beurteilung
des Zustandes mit herangezogen. Da je nach Währung und Banknotentyp
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die optimale Prüfung durch sehr unterschiedliche Sensoren durchgeführt werden kann, und da Prüfvorrichtungen zur Beurteilung der Echtheit sowie des Zustandes von Banknoten in den unterschiedlichsten Ausführungen bereits bekannt
sind, soll im folgenden jeweils nur einer der beiden Sensortypen (Zustand,
Echtheit) beschrieben werden.
Somit ist in der Fig. 14 eine Prüfvorrichtung dargestellt, mit der die Verschmutzung einer Banknote nach dem Schema der in Fig. 13 gezeigten Prüfvorrichtung 155 ermittelt werden kann. Aufgrund der Verschmutzung lassen
sich dann Rückschlüsse auf die Umlaufsfähigkeit bzw. Nichtumlaufsfähigkeit
der Banknote ziehen.
Gemäß der Flg. 14 werden bei der Schmutzmessung durch eine Kontrastmessung am Banknotenrand die in den Knickstellen vorhandenen Schmutzzonen
relativ zu den unbeschmutzten Stellen beurteilt und somit zur Feststellung
des Verschmutzungsgrades herangezogen.
Die Vorrichtung, die in einem lichtdichten Gehäuse 160 untergebracht ist,
besteht aus einer Lichtquelle 161 mit einem Ellipsoidspiegel 162, dem Transportsystem 3Od für Banknoten und einem Empfangssystem. Das Gehäuse 160 weist lediglich zur Eingabe bzw. zur Ausgabe der Banknoten
einen schmalen Ein- bzw. Ausgabeschlitz 165 auf. Der Ellipsoidspiegel 162 konzentriert, wie durch den gestrichelt dargestellten Strahlengang 166 der
Lichtquelle 161 angedeutet, die Strahlung der Lichtquelle 161 auf die Mitte des unteren Randes 167 der Banknote 170, die mit Hilfe der Prüfvorrichtung
160 geführt wird.
Das Empfangssystem 164 ist auf einer Grundplatte auf der der Lichtquelle
gegenüberliegenden Seite fest montiert. Es ist im Prinzip als Mikroskop ausgebildet, welches durch sein Linsensystem 169 die Bildpunkte des unteren
Randes der Banknote 170 vergrößert auf die an einer hinteren Abdeckplatte befindliche Sensoreinheit 172 projeziert. Die Sensoreinheit 172 besteht, wie
Flg. 15 zeigt, aus drei unmittelbar nebeneinander liegenden Fotodioden 172a, 172b, 172c, die in der Fig. 14 senkrecht zu Zeichenebene hintereinander
angeordnet sind. Eine zwischen dem Linsensystem 169 und der Sensorein-
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- SO-
heit 172 liegende FiUerkombination 173 wählt aus der einfallenden Strahlung
die spektralen Anteile des Lichtes aus, die für eine Schmutzbewertung am günstigsten sind.
Fig. 15 zeigt einen Teil der zu prüfenden Banknote 170, bei dem eine beschmutzte
Knickstelle 174 übertrieben groß dargestellt ist. Wie aus der Fig. 15 zu entnehmen ist, grenzt sich eine derartige Schnittstelle 174 gerade
an einem unbedruckten Banknotenrand 167 sehr gut von ihrer Umgebung ab. Das schematisch dargestellte Linsensystem 169 ist so ausgelegt, daß die tatsächlich
vorhandene, aus drei Fotodioden 172a, 172b, 172c bestehende Sensorelnhelt 172 so in Ihrer Größe auf die Größe des Banknotenrandes transformiert
wird, daß die einzelnen virtuell vorhandenen - in der Fig. 15 gestrichelt dargestellten
- Fotodioden 172'a, 172*b, 172*c etwa die Breite der verschmutzten
Knickstelle aufweisen.
Ein Sicherheitsfaden in der Banknote ist mit der Position 175 bezeichnet.
Bewegt sich nun die Banknote 170 in die durch den pfeil 176 gekennzeichnete
Richtung, so wird der untere Banknotenrand 167 nach und nach von den Fotodioden 172a, 172b, 172c erfaßt. Dabei nehmen die einzelnen Fotodioden
das von der Lichtquelle 161 durchscheinende Licht über das Linsensystem 169 auf und erzeugen entsprechend der empfangenen Lichtmenge
ein elektrisches Signal.
in der Fig. 15 ist die Augenblickssituation dargestellt, in der gerade die
mittlere der drei Fotodioden 172b bzw. 172^ von einer verschmutzten
Knickstelle 174 fast ganz abgedeckt wird und somit eine wesentlich geringere Lichtmenge erhält als die benachbarten Fotodioden 172a, 172c und
daher auch ein wesentlich geringeres Ausgangssignal erzeugt. Setzt man die Fotodiodensignale zueinander ins Verhältnis, erhält man ein Signal,
das sich von dem einer unbeschmutzten Fläche eindeutig unterscheidet.
Dazu zeigt Fig. 16 eine Möglichkeit, bei der die Ausgangssignale der drei
Fotodioden so miteinander verknüpft werden, daß die Differenz zwischen
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-SA -
der Summe der Signale der beiden äußeren Fotodioden 172a, 172c und dem
doppelten Signalwert der mittleren Fotodiode 172b gebildet wird. Dabei werden die Signale der beiden äußeren Fotodioden 172a, 172c über Widerstände
177a, 177b zusammengefaßt auf eine Summierstufe 178 gegeben. Die Widei—
stände 180a, 18Ob einer Verstärkerstufe 179 sind so gewählt, daß das an diese Verstärkerstufe geführte Signal der mittleren Fotodiode 172b verdoppelt
wird. Die Ausgänge der Summler- und der Verstärkerstufe werden
daraufhin über Widerstände 181a, 181b den beiden Eingängen einer Subtrahierstufe
182 zugeführt.
Der beim Durchlauf einer Banknote durch die Prüfvorrichtung am Ausgang
der Subtrahierstufe 182 entstehende Signalverlauf 183 ist in der Fig. 17
schematisch dargestellt. Der Einfachheit halber ist die in der Fig. 17 gezeigte Banknote 170 nur mit drei unterschiedlich stark verschmutzten
Knickstellen 174,184, 185sowie mit dem Sicherheitsfaden 175 versehen.
Deutlich sind In dem erwähnten Signalverlauf 183 die von der Stärke der
Verschmutzung abhängigen und daher unterschiedlich starken Signalschwankungen 186 - 189 zu erkennen. Der Sicherheitsfaden 175 dunkelt
eine Fotodiode vollständig ab und sorgt daher für eine entsprechend starke
Signalschwankung 187.
Die oben erläuterte Schaltungsanordnung (Flg. 16) liefert also ein Signal,
welches lediglich die partiellen Kontraste am Banknotenrand berücksichtigt.
Die von Banknote zu Banknote unterschiedlichen Papierhelligkeiten oder
Opazitäten werden durch Subtraktion der Fotozellensignale nicht bewertet.
Der am Ausgang der Subtrahierstufe 182 entstehende Signalverlauf 183
wird abschließend einer (In den Figuren nicht dargestellten) auswertenden
Einheit zugeführt, die aus einem die Signalspitzen aufsummierenden Integrator
und aus einem sich daran anschließenden Komparator besteht, der das von der Stärke und der Anzahl der Schmutzzonen in den Knickstellen
abhängige, nach Durchlauf der Banknote aufsummierte Ausgangssignal
des Integrators mit einem einstellbaren Schwellwert vergleicht.
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Dabei werden die Signalspitzen, die aufgrund des Sicherheitsfadens 175
sowie beim Ein- und Auslauf der Banknote in bzw. aus der Vorrichtung entstehen, ausgeblendet. Bleibt das aufsummierte Ausgangssignal des
Integrators unter einem eingestellten Schwellwertniveau des Konnparators,
so ist die geprüfte Banknote als brauchbar und damit umlaufsfähig bewertet. Im anderen Fall wird durch eine zu hohe Anzahl stark verschmutzter Knickstellen
der Schwellwert überschritten und die Banknote als unbrauchbar bewertet.
Mit dem oben beschriebenen Prüfverfahren wird also zu jeder Banknote ein
Gut-Schlecht-Slgnal erzeugt, welches In noch zu erläuternder Weise zunächst
gemeinsam mit den Ergebnissen der übrigen Sensoren gespeichert wird, um es dann in den nachfolgenden Sortiereinheiten zur Steuerung der
entsprechenden Weichen heranzuziehen.
Nach der Beurteilung des Zustandes wird In den Sensoren S 5 - S 8 des
zweiten Prüfabschnittes 23 die Echtheit der Banknoten festgestellt. Stellvertretend
für die Sensoren S 5 - S 8 sei beispielsweise eine Vorrichtung beschrieben, die zur Überprüfung der Echtheit einer Banknote die Dickenunterschiede
im Bereich des Wasserzeichens der Banknote mißt.
Fig. 18 zeigt eine Dickenmeßvorrichtung, mit der eine mit einem Wasserzeichen
190 ausgestattete Banknote 170 geprüft werden kann (s. auch Fig. 19). Die Vorrichtung besteht aus einer Walze 191, die mit dem Festlager im Gehäuse
(nicht dargestellt) der Prüfvorrichtung drehbar gelagert ist und eine elastische Oberfläche 192 besitzt, einem mit einer Abtast- oder Meßrolle
ausgestatteten Meßfühler 194 und einem Kraftaufnehmer 196 der, als Piezokraf tauf nehm er ausgeführt, zum Festlager starr und Im festen Kontakt zum
Meßfühler 194 angeordnet Ist. Der Meßfühler 194 und der Kraftaufnehmer
196 sind vorzugsweise so über der vom Transportsystem angetriebenen Walze 191,192 befestigt, daß selbst die dünnste Stelle des Prüflings 170
einen auswertbaren Stgnalantell erbringt.
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WIe der Flg. 18 welter zu entnehmen ist, wird die aus Richtung des Pfeils
antransportierte Banknote 170 bei Erreichen des Punktes, an dem sich die
Meßrolle 193 und die In Richtung des Pfeils 198 angetriebene Walze 191,192
gegenüberstehen, erfaßt und zwischen Meßrolle und Walze hindurchgezogen. Je nach Papierdicke wird dabei das elastische Material 192 der Walze 191
mehr oder weniger stark zusammengedrückt bzw, je nach Papierstärke wirkt auf die Meßrolle 193 und damit über den Kraftaufnehmerstift 195 auf
den KraPtaufnehmer 196 eine mehr oder weniger große Kraft, die Im Kristallgefüge des Piezokristall eine proportionale Spannung erzeugt. Damit die jeweiligen Kräfte auf den Piezokristall des KraftauPnehmers 196 wirken können,
Ist es zwar notwendig, den Kraftaufnehmerstift 195 In axiale Richtung, d. h.
In Richtung des Kristalls geringfügig auszulenken, was durch den relativ
dünnen und In Grenzen elastischen Arm 199 der Meßfühl ei— und Kraf taufnehm erhalterung ermöglicht wird. Da diese Auslenkungen je nach verwendetem Kraftaufnehmer selbst bei Dickenunterschieden von einigen Zehntel Millimetern höchstens Im Bereich von einem Tausendstel Millimeter liegen, können sie jedoch bei den weiteren Betrachtungen vernachlässigt werden. Zur
Kennzeichnung dieser Tatsache wird der Meßfühler 194 daher als quasistarr bezeichnet.
Da piezoelektrische Kraftaufnehmer handelsüblich sind, soll hier nicht näher
auf deren Funktion eingegangen wenden.
Bewegt man nun die Banknote 170 zwischen der Walze 191,192 und dem
Meßfühler 194 In Richtung des Pfeils 197 hindurch, so wird die Banknote 170
von der Meßrolle 193 des quasistarr angeordneten Meßfühlers 194 in das
elastische Material 192 der Walze 191 je nach momentaner Papierdicke mehr oder weniger tief eingedrückt. Da die elastische Walzenoberfläche als Feder
wirkt, entstehen dabei Kräfte, die Im Kraftaufnehmer 196 die gewünschten
dlckenproportlonalen Spannungssignale erzeugen, welche in bekannter Weise und zur weiteren Verarbeitung aufbereitet werden.
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Die Erzeugung der Meßstgnale soll nun anhand der Fig. 19,20 näher erläutert
wenden. Fig. 19 zeigt schematisch eine Banknote 170 mit verschiedenen
Dickenunterschieden. Dabei folgt auf das Portraitwasserzeichen der Sicherheitsfaden 175.
Flg. 20 zeigt den Signalverlauf des Kraftaufnehmers 196 bei der Messung
der in Fig. 19 dargestellten Banknote 170. Im Ausgangszustand ist die
Signalspannung 200 des Kraftaufnehmers 196, von einem leichten Rauschpegel abgesehen, nahezu null. Nach Eintritt der Banknote in die Meßvoi—
richtung steigt die Signalspannung 200 steil auf einen Pegel an, der der Paplerdlcke
entspricht. Da das Banknotenpapier zum Teil aus sehr groben Papierfasern besteht und da der Stahl tiefdruck das Dickenprofil des Papiers
ebenfalls beeinflußt, entstehen auch In den Bereichen, in denen keine bewußte
Dickenänderungen vorliegen, mehr oder weniger große Signalspannungen 200a. Da dieses von der Papierwolkigkeit und dem Druck bedingte
Rauschen sehr viel feiner ist und wesentlich geringere Amplituden aufweist,
unterscheidet es sich jedoch eindeutig von den Dickenänderungssignalen 200 b des Wasserzeichenbereiches 190 und des Sicherheitsfadens 175.
Somit kann auch der unterschiedliche Signalverlauf in bestimmten Bereichen
zur Entscheidung über die Echtheit einer Banknote herangezogen werden.
Zur Auswertung werden die Signalspitzen 200b im Bereich 201 des Wassei—
zeichens 190 mittels eines Integrators (nicht dargestellt) aufsummiert. Das Ausgangssignal des Integrators wird daraufhin jeweils mit dem Ausgangssignal
eines zweiten Integrators verglichen, der in einem anderen Bereich - in der Fig. 20 mit Pos. 202 bezeichnet - den Signalverlauf auf integriert.
Summiert der Wasserzeichenintegrator mehr auf als der Vergleichs integrator,
so wird die Banknote als echt erkannt.
Eine weitere Möglichkeit, das in der Fig. 20 gezeigte Signal 200 auszuwerten,
besteht darin, den gesamten Signalverlauf mit einer in einer Vergleichsschaltung (nicht dargestellt) gespeicherten Sollkurve zu vergleichen.
Dabei weist die Sollkurve einen Signalverlauf auf, der sich bei der Prüfung einer echten Banknote ergibt. ...
Analog zur Zustande erkennung wird die Ja/Nein-Aussage der oben beschriebenen
Prüfvorrichtung (Echtheits-Sensor) zusammen mit den Aussagen der übrigen Echtheits-Sensoren (S 5 - S Θ) - Fig. 12 - zunächst
in einem zur geprüften Banknote gehörenden Datensatz gespeichert. Nachdem eine Banknote alle Meßstrecken 22 - 23 durchlaufen hat, werden alle Ei—
gebnisse der Sensoren (S 1 - S 8; Fig. 12) zur Steuerung der entsprechenden Weichen in den nachfolgenden Sortier-Bausteinen 13 - 18 ausgewertet.
Die Auswertung der Ergebnisse wird weiter unten im Zusammenhang mit der Beschreibung des informationsverarbeitenden Systems näher
erläutert. Neben der Beurteilung des Zustandes sowie der Echtheit von Banknoten überprüft die durch die Sensoren S 1 - S 8 repräsentierte Meßstrecke
22,23 im Baustein 12 (Fig. 12) außerdem, ob die zu sortierenden Banknoten dem gerade in Arbeit befindlichen Banknotentyp entsprechen. Es werden
also der Banknotenwert und die WährungsZugehörigkeit der Banknote
überprüft, so daß alle Banknoten, die dem Wert und/oder der Währung des gerade in Arbeit befindlichen Banknotentyps nicht entsprechen, in noch zu erläuternder
Weise aussortiert werden.
Im folgenden werden nun die Sortierbausteine 13 - 18 (s. Fig. 2) detailliert
beschrieben.
Baustein 13 zur Zerstörung nicht umlaufsfähiger, echter Banknoten (Flg. 2, Fig. 21)
Der In den Flg. 2 und 21 gezeigte Baustein 13 ist für die irreversible, vollständige
Zerstörung der in den vorhergehenden Meßstrecken 22,23 des Bausteins
12 als echt, aber nicht umlaufsfähig identifizierten Banknoten verantwortlich.
Dazu gelangen die geprüften Banknoten an der durch den Pfeil 203 gekennzeichneten
Stelle in den Transportabschnitt 3Oe des Bausteins 13. Unmittel·
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bar nach ihrem Eintritt treffen sie auf eine Weiche 83b, die die in der Meßstrecke
22,23 des vorhergehenden Bausteins 12 als umlauFFähig identifizierten
Banknoten in dem ursprünglichen, in Richtung des Pfeils 205 zum nachfolgenden Baustein 14 führenden Transportabschnitt 3Oe beläßt und die als
nicht umlauffähig erkannten über einen abzweigenden Transportabschnitt
31b zur Zerstörung in ein Doppelshreddersystem 206 führt.
Der Shredder-Bausteln 13 kann alternativ oder in Kombination
mit den beiden nachfolgenden, noch zu erläuternden Bausteinen 14,15 eingesetzt werden. In den Bausteinen 14,15 werden die nicht Umlaufs fähig en
Banknoten in wählbarer Menge auch ohne Zerstörung in Stapeln gesammelt.
Das Doppel-Shreddersystem 206 des Bausteins 13 sei nachfolgend anhand
der Fig. 21 erläutert.
Es besteht aus zwei übereinander angeordneten Shreddersystemen 207 und
208. Das erste Shreddersystem 207 wird aus zwei Ineinandergreifenden,
rotierenden Messerwalzen 209,210 gebildet. Es übernimmt die Banknoten
direkt aus dem Transportabschnitt 31b und schneidet sie in schmale Längsstrelfen.
Da die Messerwalzen 209,210 über Transportriemen 211a,211b
direkt mit den Endwalzen 212a,212b des Transportabschnittes 31b verbunden
sind, drehen die Messerwalzen 209,210 mit der Transportgeschwindigkeit
des übrigen Systems. Außerdem Ist durch die direkte Verbindung des ersten
Shreddersystems 207 mit dem Transportabschnitt 31b sichergestellt,
daß die für den Baustein 13 vorgesehenen Banknoten mit Sicherheit durch
das erste Shreddersystem geführt werden. Ein unerkanntes Abhandenkommen
von Banknoten Ist somit nicht möglich.
An das erste Shreddersystem 207 schließt sich ein zweites 208 an, das die
mit Transportgeschwindigkeit antransportierten Längsstreifen über einen trichterförmig ausgebildeten Eingabeschacht 214 aufnimmt und zu Schnipseln
kleinster Größe verarbeitet. Seine Messerwalzen 215 sind - wie Fig. 21 zeigt quer
zu den Messerwalzen 209,210 des ersten Shreddersystems vom Betrachter aus gesehen hintereinander angeordnet und rotieren im Gegensatz zum ersten
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Shreddersystem mit einer langsameren Drehzahl. Damit wird die
bewußte Mischung der angelieferten Streifen erreicht. Um Staubildungen zu vermelden, Ist die Durchsatzkapazität des zweiten Shreddersystems aufgrund
seiner größeren Walzen wesentlich höher als die des ersten Shreddersystems, wodurch die Geschwindigkeitsdifferenz ausgeglichen wird.
Durch das zweite Shreddersystem 208 werden die Banknoten-Streifen nochmals
längs sowie auch quer geschnitten. Die das zweite Shreddersystem verlassenden Schnipsel werden in einem Schnipselbehälter 25 gesammelt.
Durch die minimale Größe der Schnipsel weist der Behälterinhalt stets eine
hohe Packungsdichte auf, was für die Weiterverarbeitung - beispielsweise
für den Abtransport zu einer Verbrennungsanlage - von großem Vorteil ist. Da nach Durchlauf durch das Doppelshreddersystem 206 selbst die größten
Schntpsel höchstens einige qmm groß sind, kann mit nahezu absoluter Sicherheit
die Möglichkeit der betrügerischen Weiterverarbeitung des Shredderinhalts
ausgeschlossen werden.
Baustein 14 und 15 zur Aufnahme nicht umlaufsfähiger, echter Banknoten
(Flg. 2, Flg. 22)
Der In der Flg. 22 dargestellte Baustein 14 zur AuPnahme nicht Umlaufs fähiger
Banknoten umfaßt neben dem Banderolen-Transportabschnitt 32e und den Banknoten-Transportabschnitten
3Of und 31c Im wesentlichen eine Welche 31c zur Ausschleusung der nicht umlaufsfähigen Banknoten (NU-BN) sowie eine Staplei—
trommel 217a und eine Ablageelnhelt 218 mit Behälter 26. Dieses Stapelsystem
Ist in doppelter Ausführung (Tandembetrieb) als Alternative zum Shredder-Bausteln
13 vorgesehen und weist, wie die Fig. 2 zeigt, einen Baustein mit der Position 14 und einen Baustein mit der Pos. 15 auf. In den Bausteinen werden je
nach Notwendigkeit entweder alle nicht umlaufsfähigen Banknoten in großen, meist 3000 oder 5000 Banknoten fassenden Behältern 26,27 gesammelt - in diesem
Fall ist der Shredder-Baustein 13 stillgelegt - oder es werden in bestimmten
Zeitabständen Testserien gesammelt, anhand derer die richtige Arbeitsweise und der Sortiergrad der Gesamtvorrichtung überprüft werden kann. Bei routine-
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mäßigen Probeläufen der Sortiervorrichtung sowie während aller Servicearbeiten
ist die Umgehung des Shredder-Bausteins 13 in den meisten Fällen unumgänglich.
Die doppelte Ausführung des Stapelsystems für nicht umlaufsfähige Banknoten ist
wegen der hohen Transportgeschwindigkeit der Sortiervorrichtung notwendig. Die Möglichkeit der Umschaltung vom ersten Baustein 14 für nicht umlaufsfähige
Banknoten auf den nachfolgenden, identisch aufgebauten Baustein 15 läßt selbst beim Wechsel der Behälter 26 bzw. 27 die ununterbrochene volle Arbeitsgeschwindigkeit
zu.
Die in der Meßstrecke 22,23 des Bausteins 12 als nicht umlaufsfähig klassifizierten
Banknoten werden also bei abgeschaltetem Shredder-Baustein 13 im Baustein
14 durch die Weiche 83c über den Transportabschnitt 31c in eine Staplertrommel 217a geführt. In der Staplertrommel 217a werden die mit hoher Geschwindigkeit
antransportierten Banknoten zunächst abgebremst und schließlich in einem an den Stapler 217a angrenzenden Behälter 26 je nach Banknotentyp zu
3000 oder 5000 Stück abgelegt. Der volle Behälter 26 kann schließlich dem Baustein 14 entnommen und durch einen leeren ersetzt werden. Während dieser
Bearbeitungsphase gelangen die als nicht uml aufsfähige erkannten Banknoten in
den Behälter 27 des nachfolgenden Bausteins 15 zur Ablage.
Ein wesentliches Element beider Bausteine ist die Staplertrommel 217a.
Wie die Flg. 22 zeigt, weist die Trommel zur Bildung der einzelnen Ablage-Fächer
Trennwände 220 auf, die spiralförmig gebogen sind. Über den abzweigenden
Banknoten-Transportabschnitt 31c werden die für den Baustein in Frage kommenden Banknoten der Staplertrommel 217a zugeführt und aufgrund
der spiralförmigen Charakteristik der Trennwände 220 von der sehr hohen Transportgeschwindigkeit auf kürzestem Weg auf die Geschwindigkeit 0
abgebremst. Mittels eines Abstreifers 221, der senkrecht in die Trennwände
der Trommel 217a eingreift, werden die Banknoten aus der Trommel ausgeschleust und in einem geordneten Stapel auf einem in den Behälter 26 eingreifenden
Steg 228 abgelegt.
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Für die ordnungsgemäße Aufnahme der Banknoten ist es einerseits notwendig,
daß die Staplertrommel 217a mit konstanter Winkelgeschwindigkeit in Richtung des Ffeils 222 angetrieben wird und daß andererseits die Winkelgeschwindigkeit
so bemessen ist, daß sich die Trommel während der sogenannten Taktzeit - dem zeitlichen Abstand der Vorderkanten zweier Banknoten
- um jeweils ein Fach weiterdreht. Damit ist die Staplertrommel auf
jede antransportierte Banknote synchronisiert.
Bei der Aufnahme einer Banknote In eines der Fächer bremst die Staplertrommel
die Banknoten ohne Beschädigung von der hohen Transportgeschwindigkeit
auf null ab und legt sie ordnungsgemäß gestapelt in dem unter dem Stapler angeordneten Behälter ab. Sollte nun eine Banknote, die für die
Ablage in den Bausteinen 14 oder 15 vorgesehen ist, gegenüber der Staplertrommel
eine Asynchronität aufweisen, so ist zwar in den meisten Fällen eine Aufnahme durch die Staplertrommel noch möglich. Da In diesen Fällen aber
nicht ausgeschlossen werden kann, daß die Banknoten aufgrund Ihrer Asynchronität
von der Stapler trommel unsauber formiert abgelegt werden, wird
bei vorliegender Asynchronität von der Stapelung in den Bausteinen 14-17
Abstand genommen.
Asynchron antransportierte Banknoten, deren Asynchronität mit Hilfe noch
zu erläuternder Mittel vor dem Eintritt in den Baustein 14 oder 15 festgestellt
wird, sind durch entsprechende Weichenstellung daher nicht dem
Stapler und damit der Ablage In einem der Bausteine, sondern dem letzten Baustein
18 und damit denn Handnacharbeits-Magazin zuzuführen. Dieser Baustein 18 Ist, wie noch gezeigt wird, in der Lage, auch asynchron antransportierte
Banknoten mit Hilfe einer Zusatzeinrichtung ordnungsgemäß zu verarbeiten.
Wie erwähnt, werden die Im Stapler 217a befindlichen nicht umlaufsfähigen Banknoten
durch einen Abstreifer 221 aus dem Stapler ausgeschleust und gleiten daraufhin auf einem Leitblech 223 entlang in den Behälter 26. Der seitlich in den Behälter
gabelförmig eingreifende Steg 228, auf dem die Banknoten gestapelt
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.b0.
AJ
werden, ist über eine Gewindespindel 224 mit der Stapel-Nachführeinheit
verbunden, die um einen an ihrem oberen Ende durch eine lagernde Befestigung entstehenden Drehpunkt 226 in Richtung des Pfeils 227 schwenkbar ist.
Über dem Drehpunkt 226 ist ein fest mit der Gewindespindel 224 verbundener Motor 219 angeordnet, mit dem sich über die Drehbewegung der Spindel 224
der Steg 228, der in einer nicht dargestellten, hinter der Spindel angeordneten Führung läuft, absenken sowie auch anheben läßt.
Je nach der anfallenden Menge der abzulegenden nicht umlaufsfähigen Banknoten
im Baustein 14 wird der Steg 228 durch entsprechende Ansteuerung des Motors 219 mehr oder weniger stark abgesenkt, so daß der auf ihm ruhende
Stapel 229 mit Banknoten unabhängig von der Stapelhöhe mit der Stapelebene bzw. den jeweils obersten Banknoten immer mit gleichbleibendem Abstand
unter der Stapler trommel 217a positioniert ist. Nach der Ablage der vorgegebenen
3000 oder 5000 Banknoten hat der Stapel etwa die Höhe erreicht, die der Länge des Behälters 26 entspricht. Nach Umschalten auf den Parallelbaustein
15 wird nun mittels eines Pneumatik-Zylinders 230 die Nachführeinheit in Richtung des Pfeils 227 seitlich ausgeschwenkt. Dabei wird der Steg 222 aus
dem Behälter herausgezogen, so daß der Stapel 229 nun mit seinem gesamten Gewicht auf dem Behälterboden 231 ruht. Der anfangs noch zwischen einem
federnd gelagerten Behältertisch 232 und einer Andruckplatte 233 fest eingeklemmte
Behälter drückt nun durch das erhöhte Auflagegewicht den Behältertisch 232 entgegen der Federkraft in Richtung des Pfeils 234 nach unten und
kann daraufhin leicht der Ablageeinheit 218 entnommen werden. Nach dem Einsetzen
eines neuen, leeren Behälters und nach dem Zurückfahren des Stegs in seine Ausgangsposition ist der Baustein 14 wieder zur Übernahme der nachfolgenden
antransportierten nicht umlaufsfähigen Banknoten bereit.
Die jeweils gefüllten Behälter, die aus steifem Karton gefertigt sind, werden
(in den Fig. nicht dargestellt) verschlossen und versiegelt. Somit ist auch hier bis zur Zerstörung (evtl. Verbrennung) der nicht Umlaufsfähigen
Banknoten zusammen mit dem Behälter der Zugriff zu den Banknoten ohne eine sichtbare Zerstörung des Behälters ausgeschlossen.
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-aar-
Baustein 16 und 17 zur Ablage und Banderolierung umlaufsfähiger, echter
Banknoten (Fig. 2, Fig. 23)
Die beiden in den Fig. 2 und 23 dargestellten, ebenfalls für Tandembetrieb
konzipierten Bausteine 16,17 übernehmen abwechselnd diejenigen Banknoten, die in der Meßstrecke 22,23 des Bausteins 12 als echt und umlaufsfähig erkannt wurden. Die dabei erfaßten Banknoten gelangen ähnlich wie die nicht
umlaufsfähigen Banknoten, ausgelenkt durch eine Weiche 83e im Baustein 16, aus ihrem ursprünglichen Transportabschnitt 30a über den Transportabschnitt
31 e und über eine weitere bereits im vorhergehenden Baustein 15 beschriebene
Staplertrommel 217c auf einen Stapelformierer 236, auf dem sie zu kleinen Banknotenpäckchen zusammengefaßt werden, die die direkte Weiter verwendung
durch die Banken gestatten. Derartige Banknotenpäckchen umfassen in der Regel 100 Banknoten, in Analogie zur Stapelung nicht umlaufsfähiger Banknoten wird jeweils nach der Ablage von 100 Banknoten in jeweils einem der
Bausteine automatisch auf den Parallel-Baustein umgeschaltet. Nach Erreichen der vorgesehenen Stückzahl und nach dem Umschalten auf den Parallel-Baustein werden die Päckchen vom Stapelformierer 236 abgezogen und in die
jeweilige Banderolierstation 28a bzw. 28b geführt. Die in den BanderoUerstatlonen banderolierten Päckchen gelangen schließlich in einen für beide
Stationen gemeinsamen Zusammentrager 250, von dem aus die direkte Weiterverarbeitung der Päckchen möglich ist.
Es sei nun davon ausgegangen, daß beispielsweise der Baustein 16 gerade
100 Banknoten angesammelt hat. Die nachfolgend antransportierten umlaufsfähigen Banknoten werden zum Baustein 17 geführt, während der Baustein 16
die Banderolierung des gerade angesammelten Stapels einleitet. Schon während der Ablage wurden die Banknoten in dem Stapelformierer 236 derart ausgerichtet, daß alle Kanten der gesammelten Banknoten im Stapel
bündig abschließen. Nach der Ablage der lOOsten Banknote wird - betätigt
durch einen Drehmagneten 237 - ein Haltebügel 238 in Richtung des Pfeils 239 in den Stapelformierer 236 gedreht, der den formierten Banknotenstapel 246
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zusammenpreßt. Anschließend wird der Stapelformierer 236 mit Hilfe eines
Pneumatik-Zylinders 240 soweit in Richtung des Pfeils 241 abgesenkt, bis sich der Banknoten-Stapel 246 auf der Höhe eines aus zwei Walzenpaaren 242,243
bestehenden Transportsystems befinden. Daraufhin wird der Banknoten-Stapel durch Drehung des oberen Walzenpaares 242 zunächst zusammengepreßt und
schließlich in Richtung des Pfeils 235 in die zum Baustein 16 gehörende Banderolierstation
28a geführt, in der der Stapel banderoliert wird. Während nun der gerade eingeführte Banknotenstapel eine Banderole erhält,
wird das obere Walzenpaar 245 entgegen der Pfeilrichtung 245 zurückgedreht,
so daß der Stapelformierer 236 zur erneuten Ablage mit umlaufsfähigen Banknoten
in die Ausgangsposition unmittelbar unter den Stapler 217c zurückgeführt werden
kann. Von der Banderolierstation 28a gelangt das banderolierte Päckchen in Richtung
des Pfeils 249 in den Zusammentrager 250. An den Zusammentrager 250, der In einem päckchenbreiten Schlitz 251 eine Paketformierung der von beiden
Banderolierstationen 28a,28b angelieferten Päckchen 247 vornimmt, kann
eine in der Zeichnung nicht dargestellte Paket-Verpackungseinheit angeschlossen
werden, die jeweils eine gewisse Anzahl von Päckchen zu einem Paket verpackt.
Baustein 18 zur Bearbeitung der Handnacharbeitsfälle (Fig. 2, Fig. 24)
Der letzte zur Transporteinheit 2 gehörende Baustein 18 in dem die Unstimmigkeits-Banknoten und -banderolen der Päckchen abgelegt werden,
ist in den Fig. 2 und 24 dargestellt. Er umfaßt die folgenden spezifischen Funkti ons ei nhe i ten:
- Das Ablagefach 253 für Banderolen nicht beanstandeter Eingabepäckchen,
- die Staplertrommel 217e für Bandnoten sowie für die Banderolen beanstandeter
Päckchen,
- die Stapelformier- und Umlenkvorrichtung 255 zur Aufnahme und Weiterleitung
der vom Stapler 217e gesammelten Banknoten und Banderolen in das Handnacharbeits-Magazin 29b und
- das Handnacharbeits-Magazin (Reject-Magazin) 29b mit codierten Fächern
zur Ablage beanstandeter Banknoten zusammen mit den korrespondierenden Ursprungsbanderolen. 809882/042 1
-pr-
Die Hauptaufgabe des Bausteins 18 besteht darin, all diejenigen Banknoten,
bei denen während des gesamten Bearbeitungsablaufs Unstimmigkeiten aufgetreten
sind, aufzunehmen, päckchenweise zu sammeln und schließlich in separaten Ablagefächern 251 des Handnacharbeits-Magazins 29b abzulegen.
Unstimmigkeiten liegen vor bei falschgeldverdächtigen und schwer beschädigten und deswegen nicht maschinell identifizierbaren Banknoten, d. h. Banknoten,
die nicht eindeutig als nicht umlaufsfähig oder umlaufsfähig erkannt werden können sowie bei Stückzahldifferenzen (Mehl—, Minderbetrag) oder
bei asynchron durch das Transportsystem laufenden Banknoten. In all diesen Fällen wird die zum beanstandeten Päckchen gehörende Banderole
zusammen mit den jeweiligen Banknoten in ein Ablagefach befördert. In den Fällen, In denen zu wenig oder zu viele Banknoten in einem Päckchen
waren (Mehr-, Minderbetrag) oder in denen ein Reject-Fall vorlag, wird die
Banderole allein abgelegt. Letztgenannte Fälle werden in entsprechenden, noch zu erläuternden, Protokollen erfaßt.
Wie in der Einleitung erwähnt, ist für den allgemeinen Sortiervorgang die
Behandlung der Banderole gerade in diesem letzten Baustein 18 von entscheidender
Bedeutung.
Es soll nämlich grundsätzlich gesichert sein, daß im Falle von Umstimmigkeiten
bezüglich eines Banknotenpäckchens bzw. bezüglich der Banknoten des Päckchens, die zu dem Päckchen gehörende Banderole unmittelbar nach der
Abarbeitung des Päckchens ohne eine Unterbrechung des schnell ablaufenden Sortiervorganges ausgewählt und gegebenenfalls zusammen mit den Banknoten
des Päckchens abgelegt wird.
Es sei an dieser Stelle auf die mechanischen Besonderheiten zur Lösung der
oben genannten Aufgaben eingegangen. Die außerdem notwendigen datentechnischen Mittel werden im Zusammenhang mit der Beschreibung des informationsverarbeitenden
Systems der Sortiervorrichtung eingehend erläutert.
Um jederzeit die in Frage kommende Banderole auswählen bzw. abrufen zu
können, ist das über die gesamte Transporteinheit 2 verlaufende Banderolen-Transportsystem
32 in vier getrennt aktivierbare Teilabschnitte unterteilt.
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Dabei bilden die Transportabschnitte 32a - 32e der Bausteine 10-14 den ersten
Abschnitt, die Transportabschnitte 32 P und 32g der Bausteine 15 und 16 den
zweiten und dritten Abschnitt und die Transportabschnitte 32h und 32i der Bausteine
17 und 18 den vierten und letzten Abschnitt. Die Banderolen werden nun jeweils nach der Entbanderolierung durch den ei—
sten, direkt mit dem Entbanderolierbaustein 10 gekoppelten Transportabschnitt 32a - 32e übernommen und in den Transportabschnitt geführt, der nachfolgend
noch unbesetzt ist.
Ausgehend von einem leeren Banderolen-Transportsystem ist dies (Fig. 2,
Flg. 23) der Transportabschnitt 32h des vorletzten Bausteins 17. Die Banderole bleibt solange In diesem Transportabschnitt 32h gespeichert, bis das
zu Ihr gehörende Banknotenpäckchen vollständig abgearbeitet ist. Sind gleichzeitig
mehrere Banderolen im Umlauf, so werden diese entsprechend der Reihenfolge ihrer Entbanderolierung In den Transportsegmenten 32g bzw.
32f der Bausteine 16 und 15 (dritter bzw. zweiter Transportabschnitt) gespeichert
und rücken jeweils nach, sobald ein nachfolgender Transportabschnitt frei wird. Grundsätzlich befindet sich die Banderole des ältesten,
noch in Arbeit befindlichen Banknoten-Päckchens im Transportabschnitt 32h
des vorletzten Bausteins 17.
Ist nun ein in Arbeit befindliches Päckchen vollständig abgearbeitet, d. h.
alle Banknoten des Päckchens haben das Banknoten-Transportsystem 30,31 verlassen, dann wird die im vorletzten Baustein 17 im Transportsegment 32h
gespeicherte Banderole abberufen und in Richtung des Pfeils 252 in den Banderolen-Transportabschnitt
32i (s. dazu Fig. 24) des tetzten Bausteins 18 geführt. Lagen in dem abgearbeiteten Päckchen keine Unstimmigkeiten vor,
gelangt die Banderole In das Ablagefach 253 für ordnungsgemäße Banderolen.
Im anderen Fall wird die Banderole von einer Welche 83g aus dem Transportabschnitt
32i ausgeschleust und über den Transportabschnitt 33 und die Staplertrommel 217e auf einem als Zwischenspeicher ausgebildeten Stapelformier- und
Umlenkmechanismus 255 abgelegt. Auf denn Stapelformier- und Umlenkmechanismus 255, der weiter unten detaillierter erläutert wird, liegen zu diesem Zeitpunkt
alle zu dem abgearbeiteten Päckchen gehörenden Banknoten, die eine oder
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mehrere der obengenannten Unstimmigkeiten aufweisen. Diese wurden aus der
in Richtung des Pfeils 256 über den Banknoten-Transportabschnitt 31g in den
Baustein 18 eingeführt und ebenfalls über die Stapler trommel 217e abgelegt.
Sollte in einem Päckchen ein Reject-Fall aufgetreten sein, so wird, wie bereits
erwähnt, nur die Banderole des entsprechenden Päckchens auf dem Stapelformier- und Umlenkmechanismus 255 abgelegt.
Nachdem die Banderole abgelegt ist, wird der Stapelformier- und Umlenkmechanismus
255 in noch zu erläuternder Weise aktiviert. Dieser befördert dabei schließlich die gesammelten Banknoten und die Banderole in ein Ablagefach
251 des Handnacharbeits-Magazins 29b. Anschließend wird das gefüllte
Ablagefach 251 automatisch geschlossen und das im Magazin 29b nachfolgende Fach geöffnet unter den Stapel formier- und Umlenkmechanismus
geführt. In den durch die Ablage der Banderole freigewordenen Banderolen-Transportabschnitt
32h wurde inzwischen die ursprünglich im davorl legenden Transportabschnitt 32g gespeicherte Banderole geführt, um dem nun in Arbeit
befindlichen Banknotenpäckchen zugeordnet werden zu können.
Handnacharbeits-Magazin (zweites Reject-Magazin) (Fig. 24 - Fig. 27)
Das In der Fig. 25 in einer Seitenansicht sowie in einer Draufsicht dargestellte
Handnacharbeits-Magazin 29b besteht aus flachen, rechtwinkligen Ablagefächern
251. Die Abdeckung eines Ablagefaches wird dabei durch den Boden des
darüberliegenden Faches gebildet. Jeweils im oberen, in der Fig. 25 beispielsweise
mit der Magazin-Nummer 15 versehene Ablagefach eines Magazins, ist
ein herausklappbarer Haltegriff 257 vorgesehen, wodurch dieses Fach für die Ablage von Banknoten bzw. Banderolen ausscheidet. Die einzelnen Ablagefächer
251 des Magazins sind in ihrer Gesamtheit durch zwei Elemente miteinander verbunden. Einerseits findet sich an der Stirnseite 258 des Magazins
an jedem Ablagefach 251 ein an einer Abstandshalterung 259 befestigter
Verschluß 260. Außerdem erstreckt sich über die gesamte Magazinlänge, an der der Stirnseite 258 gegenüberliegenden Seite ein flexibles Band 261, das
durch die an den Ablagefächern vorgesehenen Führungs-T-Stücke 262 - deren
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Bedeutung noch erläutert wird - mit denselben fest verbunden ist. Weiterhin
weist jedes Ablagefach an seinen hinteren Seitenflächen - bezogen auf die Stirnseite - in der Nähe der Führungs-T-Stücke 262 je zwei Mitnehmei—
winkel 263a,263b auf, die den Transport des Magazins durch die Ablagevorrichtung
ermöglichen. Ebenfalls an den Seitenflächen sind die Ablagefach-Nummern 264 sowie am letzten Fach die Magazin-Nummer - in der
Fig. 25 beispielsweise die Nummer 15 - mittels selbstklebender, mit der entsprechenden
Zahl bedruckter Etiketten angebracht. Auf diesen Etiketten befindet sich auch, wie in der Fig. 25 schematisch dargestellt, die zur automatischen
Identifikation notwendige, codierte Form der Ablagefach- bzw. Magazin-Nummer.
Der jeweils an der Abstandshalterung 259 befestigte Verschluß 260 wird
durch einen Verriegelungswinkel 266 und durch eine Spannfeder 267a gebildet, die an ihrem nicht befestigten Ende einen im Schnitt dreiecksförmigen
Verschlußhaken 267b trägt. Je ein Verriegelungswinkel und eine Spannfeder sind gemeinsam an der Abstandshalterung 259 befestigt. Sind die Ablagefächer
geschlossen, wie auch in Fig. 25 demonstriert, so greift jeweils der an der Spannfeder 267a befestigte Verschlußhaken 267b eines Ablagefaches
in den Verriegelungswinkel 266 des sich anschließenden Faches und wird durch die Spannfeder 267a in dieser Lage fixiert.
Vor der Funktionsbeschreibung seien die wichtigsten Elemente der Ablagevorrichtung
kurz erläutert;
So wird aus den Fig. 26,27 ersichtlich, daß die Handnacharbeits-Vorrichtung
zwei hintereinander angeordnete, durch Distanzleisten 268a,268b auf Abstand gehaltene
Rahmenplatten 269,270 aufweist, an denen alle Funktionsteile befestigt oder lagernd aufgehängt sind. Auf der Eingabeseite ist am unteren Ende
der Rahmenplatte senkrecht zu dieser der Eingabetisch 271 befestigt. Auf der rechten Seite - der Ausgabeseite des Magazins - befindet sich der Ausgabetisch
272. Hauptbestandteile der Ablagevorrichtung sind das Antriebssystem 273 und die zwischen den beiden, übereinanderliegenden Antriebspaaren
274,275 befestigten Führungsleisten 276. Das Antriebssystem 273 ist in der
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kleineren der beiden Rahmenplatten 270 lagernd aufgehängt, wobei es durch
eine Aussparung der Rahmenplatte 269 ragt.
Die auf den Achsen 277,278 befestigten Antriebsradpaare 274,275 tragen
jeweils gleichmäßig auf ihren Umfang verteilt nach innen und parallel zur Antriebsachse gerichtete Mitnehmernecken 279. Der Abstand der Mitnehmernocken
279 zueinander Ist bei beiden Antriebsradpaaren 274,275
so groß, wie der Abstand zweier benachbarter Mitnehmerwinkel 263a,263b
am Magazin 29, um die Vorschubkraft auf alle im Eingriff befindlichen Mitnehmernocken
gleichmäßig zu verteilen. Das gesamte Antriebssystem 273 wird über die Achse des oberen Antriebsradpaares 277 mittels eines Motors
(nicht dargestellt) angetrieben. Der Antrieb des unteren Antriebsradpaares 275 erPolgt über Zahnriemen 280 (s. Flg. 27).
Zwischen den Antriebsrädern des oberen sowie des unteren Antriebradpaares
274,275 befinden sich hufeisenförmig gebogene und mit der Öffnung auf den Eingabe- bzw. Ausgabetisch 271,272 nach unten gerichtete Führungsleisten
276.
Um das lückenlose Nachrücken der Magazine zu veranschaulichen, sind in
der Flg. 27 die zwei Magazine 29D1,29D2 gezeigt. Davon befindet sich das Magazin
29bj In der Vorrichtung, während das zweite Magazin 29t>) in der Wartestellung
auf dem Eingabetisch 271 steht. Die Magazine werden Im übrigen
Im Gegensatz zur Flg. 25 jeweils auf dem Kopf stehend In die Vorrichtung
geführt, damit sie nach Ihrem Durchlauf durch die Vorrichtung in der In
Fig. 25 gezeigten Lage (Haltegriff 257 oben) auf dem Ausgabetisch 272 stehen. Durch das Magazin 29b In der Wartestellung Ist ein auf dem EIngabetlsch
271 eingelassener Schalter 281 geschlossen. Wenn nun zusätzlich ein Schalter 282, der an der Rahmenplatte 269 etwa In Höhe des unteren Antrlebradpaares
275 befestigt Ist (Flg. 26), dadurch geöffnet wird, daß das
letzte Ablagefach (Ablagefach mit der Magazln-Nr. 15) des In der Handnacharbelts-Vorrlchtung
befindlichen Magazins 29b genau um ein Ablagefach höher steht als der Schalter 282, dann sind zwei Schaltzustände erreicht, die einen
Einzugsmechanismus 283 In ^"^ΟΡ^ί^δΠ/ Pf bei wird das Magazin 29b2
mit den Querstreben 284 des Einzugsmechanismus aus der Wartestellung in
die Handnacharbeits-Vorrichtung gezogen.
Während nun das Magazin durch den über einen nicht dargestellten pneumatischen
Druckzylinder betätigten Einzugsmechantsmus 283 in der durch den Pfeil angedeuteten Richtung in die Vorrichtung gezogen wird, gleitet es zunächst entlang
der vorderen Führungsplatte 286, die senkrecht auf dem Eingabetisch 271 steht Dadurch kann das Magazin an dem unteren Antriebs rad paar 275 vorbeigeführt
werden. Im weiteren Bewegungsablauf trifft das Magazin 29br,dann auf die an
der Rahmenplatte 269 angebrachte Positionierleite 287. Durch die Schräge in der Posttionierleiste - in der Fig. 27 in der Draufsicht dargestellt - ei—
fährt das Magazin eine auf den eingezeichneten pfeil 285 bezogene Rechtsbewegung, so daß es mit seinen oberen Führungs-T-Stücken 262 und den entsprechenden
Mitnehmerwinkeln 263a,263b zwischen die Antriebsräder des unteren Antriebsradpaares 275 geschoben wird. Darauf stößt das Magazin
schließlich mit der der Vorrichtung zugekehrten Längsseite an die Rahmenplatte 269 und mit seinen Führungs-T-Stücken 262 an die hintere Positionierplatte
288, so daß es nun zwischen der Positionierplatte 288 und dem der Schräge folgenden geraden Teil der Positionierleiste 287 unter den Führungsleisten
276 liegt.
Das gerade in die Vorrichtung eingeschobene Magazin 29t>jwird nun zunächst
von dem unteren Antriebsradpaar 275 angehoben. Die Mitnehmernocken 279 des Antriebsradpaares erfassen dabei die beidseitig des obersten Ablagefaches
angebrachten Mitnehmerwinkel 263a,263b (Fig. 27). In dieser Phase stützt sich das Magazin gegen die Positionierleiste 287^ und kann daher nicht
verrutschen. Sobald das erste Mitnehmernockenpaar 279 mit den entsprechenden Mitnehmerwinkeln 263a,263b voll im Eingriff ist - etwa auf mittlerer
Höhe des unteren Antriebsradpaares 275 -wird das Führungs-T-Stück des obersten Ablagefaches in die an dieser Stelle beginnenden, hufeisenförmigen
Führungsleisten 276 geführt.
Im weiteren Verlauf wird durch die Drehbewegung des Antriebssystems 273
in Richtung des Pfeils 289 (Fig. 26) des Magazin nach und nach mit seinen Führungs-T-Stücken weiter d^rch den zunächjst noch geraden Teil der Füh-
rungslelsten 276 geschoben. Unmittelbar, nachdem ein Ablagefach mit seinem
Führungs-T-Stück 262 in den Bereich der Krümmung der Führungsleisten gelangt ist, wird es durch Entriegeln seines Verschlusses 260 von dem nachfolgenden
Ablagefach gelöst. Die einzelnen entriegelten Ablagefächer müssen sich In dieser Phase zwangsläufig in einem bestimmten Winkel zueinander
spreitzen und damit fächerförmig öffnen, da sie aufgrund der genau an die Führungsleisten 273 angepaßten Führungs-T-Stücke 262 stets senkrecht auf
den Führungsleisten stehen. Zusammengehalten wird das geöffnete Magazin durch das an der dem Verschluß 260 gegenüberliegenden Seite befestigte,
flexible Metallband 261.
Zur Entriegelung der Ablagefächer werden im übrigen deren Verschlüsse
an einem Entriegelungsmechanismus 290 vorbei geführt. Dieser bildet im Prinzip eine schiefe Ebene, über die die Spannfeder 267 aus dem Verriegelungswinkel
266 des nächstfolgenden Ablagefaches herausgedrückt wird.
Nachdem die entriegelten Fächer den Entriegelungsmechanismus 290 passiert haben, gelangen sie mit Ihren Führungsstücken 262 in den gekrümmten
Teil der Führungsleisten 276. Erreicht nun beispielsweise bei der Bewegung des Magazins durch die Kreiskrümmung der Führungsleisten
ein Ablagefach die in der Flg. 26 dargestellte Füllposltion (Fach-Nummer
1), so betätigt der äußere Mitnehmerwinkel 263b des Faches einen Schalter 291, der sich an der Halterung 292 befindet. Durch Betätigen
des Schalters 291 wird der Vorschub des Magazins unterbrochen. Das
Ablagefach befindet sich In Füllstellung. In dieser Stellung wird durch
die ebenfalls an der Halterung 292 befestigte Diodenmatrix 293 die auf dem Ablagefach in codierter Form aufgeklebte Fach-Nummer 264 identifiziert.
Ist die Befüllung eines Faches erfolgt, so registriert dies eine an der
Rahmenplatte 269 befestigte Lichtschranke 294, die den Befehl zum Weitertransport des Magazins erteilt. Der Weitertransport wird erst
dann wieder unterbrochen, wenn das nachfolgende Fach (Fach mit der Nummer
2^ die oben beschriebene Position eingenommen hat. So werden
}
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In der gleichen Weise alle Ablagefächer an der Füllstation vorbeigeführt und
anschließend wieder verriegelt.
Hat das gesamte Magazin das Antriebssystem 273 durchlaufen, gelangt es auf
den Ausgabetisch 272, auf dem es mit seinem untersten Fach den Schalter betätigt. Dadurch wird der Ausgabemechanismus 296 über einen pneumatischen,
in der Zeichnung nicht dargestellte, Druckluftzylinder zum Ausstoßen des Magazins bewegt. Sobald das Magazin den Ausgabetisch 272 verlassen
hat, kann es auf einem Transportband (nicht dargestellt) zur weiteren Bearbeitung
abtransportiert werden.
Mit der Ausgabe des Magazins wird ein Protokoll (Handnacharbeits-Protokoll)
erstellt, auf dem folgende Daten zur weiteren Bearbeitung registriert sind:
- Die Nummer des Magazins.
- Die Nummer der Ablagefächer.
- Die Anzahl der abgelegten Banknoten pro Ablagefach.
- Die Unstimmigkeiten, die zur Ablage geführt haben.
Die weitere Bearbeitung des Hand nacharbe its-Magazins mit Hilfe des dazugehörigen
Protokolls wird im Zusammenhang mit der Beschreibung des informationsverarbeitenden
Systems beschrieben.
Bevor in dem letzten Baustein 18 die Banknoten sowierBanderolen in die Fächer des Magazins gelangen, werden sie auf dem über dem Magazin
angeordneten Stapelformier- und Umlenkmechanismus 255 zwischengespeichert (s. dazu Fig. 24 und die Fig. 28, 29,30). Der Stapelformier- und
Umlenkmechanismus ist notwendig, da der Baustein 18 sowohl schwer beschädigte als auch asynchron antransportierte Banknoten zu verarbeiten hat.
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2729330
Fig. 28 zeigt den unter der Staplertrommel 217e angeordneten Mechanismus
255. Dieser weist im wesentlichen einen aus drei, nebeneinander angeordneten
Flachriemen 297 gebildeten Sammeltisch (s. auch Fig. 30) und zwei beidseitig des Sammeltisches an einer Halterung 298 befestigte Viergelenke
299,300 auf. Unter den Flachriemen 297, die über die Walzen 301 und 302 laufen, befindet sich eine Auffangplatte 303, die die Lücken zwischen
den Flachriemen schließt und damit ein Hindurchrutschen von evtl. schräg
auf die Riemen fallenden Stapelgutes verhindert. Das gilt insbesondere für die Ablage von Banderolen. Die Viergelenke 299,300, die in der Fig. 28 in
der Ruhestellung dargestellt sind, weisen jeweils zwei einseitig an der Montageplatte
298 in den Punkten 304,305 und 306,307 lagernd befestigte Arme 308,309 und 310,311 sowie je eine Querverstrebung 312,313 auf, die jeweils
mit den frei beweglichen Enden der Arme 308,309 bzw. 310,311 gelenkig
verbunden ist. In den Gelenkpunkten beider Viergelenke sind jeweils
Umlenkrollen 314,315 bzw. 316,317 befestigt, über deren gesamte Breite, wie auch die Flg. 30 zeigt, in entsprechenden Nuten jeweils drei Rundriemen
318 bzw. 319 laufen. Dabei sind die Rundriemen, die schließlich in der Arbeltsphase des Umlenkmechanismus zusammen mit den Flachriemen
297 den Transport des abgelegten Stapelgutes übernehmen, jeweils versetzt zu den Flachriemen (Fig. 30) des Sammeltisches angeordnet.
Der Antrieb der Rundriemen sowie der Flachriemen des Sammeltisches erfolgt über die Hauptantriebswalze 301, deren Achse mit einem in der
Zeichnung nicht dargestellten Motor über ein Start-Stop-Getriebe verbunden
Ist. Dabei Ist die Hauptantriebswalze 301 über einen gekreuzten Riemen
320 (in der Fig. 20 schematisch dargestellt) mit einer, weiteren Walze 321
gekoppelt, über die die bereits erwähnten Rundriemen 319 des linksseitig
vom Sammeltlsch (Flachriemen 297) angeordneten Viergelenks 299 laufen. Die Lage der neben der Hauptantriebs walze 301 angeordnete Nebenwalze
Ist im Bezug auf die Umlenkrolle 315 des Viergelenks 299 so gewählt, daß die
Rundriemen 318 des Viergelenks in entsprechenden Nuten der Hauptantriebs walze 301 laufen. Damit ist sichergestellt, daß die Rundriemen 318 beim Herunterfahren
des Viergelenks in Richtung des Pfeils 322 in die Arbeitsphase eine Führung erhalten. Der Antrieb der Rundriemen 319 des rechtsseitig vom
Sammeltisch (Flachriemen 297) angeordneten Viergelenks 300 wird eben-
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Falls über einen gekreutzten Riemen 323 eräelt. Dieser ist mit der Walze
verbunden (s. auch Fig. 30), die ihrerseits mit Hilfe der den Sammeltisch bildenden Flachriemen 297 über die Hauptantriebswalze 301 angetrieben wird.
Zur Drehung der Viergelenke entsprechend der Pfeile 322,324, in die in der
Fig. 29 dargestellte Arbeitsphase ist jeweils der Kolben eines Pneumatik-Zylinders
325,326 mit der als Hebel wirkenden Verlängerung eines der Viergelenkarme 308,310 in den Punkten 327,328 lagernd verbunden.
Die Ruhestellung des Umlenkmechanismus 255 (Fig. 28) ist dadurch gegeben,
daß die Hauptantriebswalze 301, die Flachriemen 297 sowie die Rundriemen
318,319 stillstehen und daß die Viergelenke 299,300 sich in einer hochgefahrenen
(Fig. 28), den Sammeltisch (Flachriemen 297) freigebenden Stellung befinden. In dieser Phase fallen die mit Hilfe des Abstreifers 329 aus der
Staplertrommel 217e ausgeschleusten Banknoten sowie schließlich auch die
Banderole auf den durch die Flachriemen 297 gebildeten Sammeltisch.
Ist als letztes Element eines jeden Päckchens die Banderole auf dem Sammeltisch
abgelegt, so werden beide Viergelenke 299,300 über die Pneumatik-Zylinder 325,326 in Richtung der Pfeile 322,324 gedreht. Dabei erhält der
mit dem rechtsseitig angeordneten Viergelenk 300 verbundene Pneumatik-Zylinder 326 gegenüber dem mit dem linksseitig angeordneten Viergelenk
verbundene Pneumatik-Zylinder325 den doppelten Arbeitsdruck, so daß das rechtsseitig wirkende Viergelenk zuerst in Richtung des Pfeils 324 um die
Festpunkte 306,307 gedreht wird. Nach einer kurzen Drehbewegung drückt dann das Viergelenk 300 mit seinen Rundriemen 319 auf den auf den Flachriemen
297 liegenden Stapel. Um den möglicherweise stark aufgewölbten Stapel beim Zusammendrücken in seiner gesamten Länge zu erfassen, ist
am Viergelenk ein als verlängerter Arm ausgebildeter Niederhaltebügel 331
vorgesehen. Dieser fährt bei der Drehbewegung des Viergelenks 300 durch (Pfeil den Öffnungsbereich 332 der Staplertrommel 217 (s. auch Fig. 30). Inzwischen
Ist auch das linksseitig angeordnete Viergelenk 299 so weit in Richtung des
Pfeils 322 um die Festpunkte 304 bzw. 305 gedreht worden, daß seine Rund-
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2729Ö30
rlemen den linksseitigen, teils schon durch den Niederhaltebügel 331 herun-
tergedrückten Teil des Stapels fest gegen den aus den Flachriemen 297
gebildeten Sammeltisch pressen. Zu diesem Zeitpunkt haben die Viergelenke die in der Fig. 29 gezeigte Arbeitslage, in der sie den aus den Banknoten
und der Banderole bestehenden Stapel durch das Anpressen ihrer Rundriemen gegen die Flachriemen 297 ganzflächig einklemmen. In der
nun folgenden Ablaufphase wird über das Start-Stop-Getriebe die Hauptantriebswalze
301 in Richtung des Pfeils 333 in Bewegung gesetzt (Fig. 29). Dabei bewegen sich, bewirkt durch die oben erläuterte Koppelung der einzelnen
Antriebselemente (Walzen 321,302, gekreuzte Riemen 320,323) die Flachriemen 297 In Richtung des Pfeils 334, die Rundriemen 318 des Viergelenks
299 In Richtung des Pfeils 335 und die Rundriemen 319 des Viergelenks
300 In Richtung des Pfeils 336. Der somit in Richtung des Pfeils zwischen den Rundriemen 318 und der Hauptantriebswalze 301 aus dem Stapelform
I er-und Umlenkmechanismus herausgeführte Stapel gelangt daraufhin,
registriert durch die Lichtschranke 294 (s. dazu Flg. 26) In ein Ablagefach
des Handnacharbeits-Magazins.
Informationsverarbeitendes System (Fig. 1.31)
Nach der Beschreibung der Bausteine der Transporteinheit 2 - das mechanische
System - sei nun das informationsverarbeitende System (6,7,8,9) der Sortiervorrichtung 1 näher erläutert.
Entsprechend dem eingangs in der Fig. 1 gezeigten Blockschaltbild zeigt
die Flg. 31 die Transport-Steuereinheit 6 und die System-Steuereinheit 7
mit den Peripherieeinheiten 8,9 als Hauptelemente des informationsverarbeitenden
Systems in detaillierter Form.
Im folgenden selen zunächst die Aufgaben der Transport- und der System-Steuereinheit
6 und 7 umrissen. Daraufhin soll die Funktionsweise beider Systemeinheiten zur Bewältigung der genannten Aufgaben ausführlich erläutert
werden«
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Aufgaben der Transport-Steuereinheit
Die Transport-Steuereinheit hat innerhalb des informations verarbeitenden
Systems folgende Aufgaben;
- Sie nimmt alle Ergebnisse der Sensoren der Meßstrecke 22,23 (s. Fig. 2)
hinsichtlich der Echtheit und des Zustandes der Banknoten auf, faßt sie der jeweils geprüften Banknote zugeordnet in einem Datensatz zusammen.
- Nach Durchlauf einer Banknote durch die Meßstrecke 22,23 erstellt sie durch
logische Verknüpfungen für die jeweilige Banknote ein sogenanntes Auswertbyte, welches ebenfalls im Datensatz gespeichert der Herleitung der Stapelkriterien
und damit (Fig. 2) der Auswahl einer der Sortierbausteine oder Zielorte (Bausteine 13 - 18) dient.
Sie verfolgt außerdem jede im Transportsystem befindliche Banknote entsprechend
der im Datensatz festgelegten Zielorte, wobei Unregelmäßigkeiten und Abweichungen von den vorgeschriebenen Transportwegen registriert wer—
den, um gegebenenfalls den Sortiervorgang zu unterbrechen.
- Sie sorgt weiterhin dafür, daß die Zuordnung der in Arbeit befindlichen und
der abgearbeiteten Banknoten zum entsprechenden Eingabepäckchen sowie zur korrespondierenden Banderole jederzeit erhalten bleibt. Im Fall einer
Beanstandung werden Banderole und die zutreffenden Banknoten in einem Fach des Handnacharbeits-Magazins (2. Reject-Magazin) zusammengeführt.
- Sie steuert letztlich alle als Folgesteuerungen aufgebauten peripheren Einheiten,
wie beispielsweise die Steuerung zur Päckchenvereinzelung (Baustein 10).
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-s«r-
Auf gaben der Sys tem -S teuere inheit
Die System-Steuereinheit 7 übernimmt bezüglich des informationsverarbeitenden
Systems nachstehend aufgeführte Aufgaben·
- Sie erfaßt die von der Sortiervorrichtung gelieferten Daten und speichert
sie in einem Langzeitgedächtnis ab.
- Sie bereitet die aufgenommenen Daten zu verschiedenen Protokollen und
Abrechnungsunterlagen auf, wie:
Handnacharbeitsprotokolle,
Schichtprotokolle,
Protokolle über Eingriffe und Störungen, Stastistiken über die Funktion der Banknoten-Sortiervorrichtung.
- Sie führt Operator-Anweisungen zur Steuerung des Betriebsablaufes aus
wie:
Schichtbeginn,
Ausgabe von Informationen über den Zustand der Anlage, Sonderprozeduren zur Behebung von Betriebsstörungen,
Schichtende.
- Über die peripheren Einheiten (HN-Platz 8 und Bedienkonsole 9) hat sie
die Möglichkeit, die aufgeführten Protokolle auszudrucken sowie Anweisungen
des bedienden Personals (Operator-Anweisungen) aufzunehmen.
Aufbau der Transport-Steuereinheit (Fig. 31, 32)
Zur Bewältigung der genannten Aufgaben bezüglich der Transportsteuereinheit
ist diese, wie Fig. 31 zeigt, in vier Untersysteme 345 - 348 unterteilt.
Jedes Untersystem ist charakterisiert durch eine oder mehrere Datenquellen,
wie beispielsweise die Sensoren S O - S 8 oder Lichtschranken 85a ..., 86a ...) und durch eine oder mehrere Datensenken, wie beispiels-
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weise Datenspeicher (Dateien D. ... D_.) oder Steuerleitungen zur Ansteuerung
1 D
der Weichen (83a ...).
Einige der Datenquellen (Lichtschranken, Sensoren) oder auch Datensenken
(Steuerleitungen zur Weichenansteuerung) sind vom geometrischen Aufbau der Sortiervorrichtung 1 betrachtet der Transporteinheit 2 (Fig. 32) zuzuordnen.
Aus informations verarbeitender Sicht sind die oben genannten Datenquellen bzw. Datensenken jedoch Elemente der Untersysteme 345,346,347 und 348
der Transport-Steuereinheit und werden somit auch im Folgenden als dieser Einheit zugehörig betrachtet.
Ein für alle Systeme gemeinsamer Zentralspeicher 349, zu dem auch, wie
weiter unten erläutert wird, die System-Steuereinheit 7 Zugriff hat, ist ein
Speicher mit geringer Kapazität, der seine Daten im Betrieb nur zwischen^
speichert. Er umfaßt eine Datei (D ) für Banknotenmerkmale 350 sowie eine Datei (D ) für Ereignisse 351, die die peripheren Vorgänge der Sortiervorrichtung
1 betreffen. Hierzu gehört beispielsweise die Meldung, daß rechtzeitig leere Handnacharbeits-Magazine 29b bereitgestellt werden, damit der
Sortiervorgang nicht unterbrochen werden muß.
Die als Mehrprozessorsystem konzipierte Transport-Steuereinheit 6 weist jeweils
als Verbindungsglied zwischen den Datenquellen und den Datensenken eines
jeden Untersystems 345 - 348 einen Mikroprozessor (/UP1 - Α·ΡΛ>
^6^ auf, der den anfallenden Datenfluß des jeweiligen Systems steuert. Alle Mikroprozessoren
352 - 355 werden mit Hilfe eines Taktgenerators 356 zentral getaktet, um den Zugriff zum gemeinsamen Zentralspeicher 349 zu ermöglichen.
Beschreibung der Untersysteme der Transport-Steuereinheit (Fig. 31)
Nachfolgend werden nun die Aufgaben der Untersysteme 345 - 348 der Transport-Steuereinheit
in folgender Reihenfolge beschrieben;
- Erstes Untersystem 345: Allgemeine Prüfung der Banknoten, Speichern und
Auswerten der Ergebnisse,
- zweites Untersystem 346: Überwachung des Banknoten-Transports,
- drittes Untersystem 347: Überwachung des Banderoi en-Transports,
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- viertes Untersystem 348; Steuerung der peripheren Einheiten der Banknoten-Sortlervorrichtung 1. '
Erstes Untersystem 345 der Transport-Steuereinheit (Fig. 31,32,33,34,35)
Das erste Untersystem 345 erfaßt individuell für jede Banknote die während
des Durchlaufs durch die Sensoren S O (Baustein 11) bzw. S 1 - S 8 (Baustein 12)
anfallenden Prüfergebnisse, speichert diese und ermittelt anhand der Prüfergebnlsse den in Frage kommenden Zielort (Sortlerbausteine 13-18 oder
Reject-f="ach 29a) der Banknote.
Das erste Untersystem 345 besteht aus:
- Einem als Datenquelle wirkenden Block, in dem der Rückweisungssensor S O,
die Zustandssensoren S 1 - S 4 und die Echtheitssensoren S 5 - S 8 zusammengefaßt sind,
- der zusammen mit den anderen Untersystemen verwendeten Datei für Banknotenmerkmale (D ) 350, die sowohl als Datenquelle als auch als Datensenke
anzusehen ist und in der die von den Sensoren S 0 - S 8 bereitgestellten Daten zwischengespeichert werden,
- einer Entscheidungsdatei (D_) 365 und
- einem Mikroprozessor(/JP1) 352, durch den der Datenfluß zwischen den
Datenquellen und den Datensenken innerhalb des Untersystems 345 geregelt wire
Im Zusammenwirken von Datenquellen, Datensenken und Mikroprozessor wird
während des Banknotendurchlaufs für jede Banknote ein noch zu erläutender Datensatz erstellt, der alle für den Sortiervorgang und für die ProtokoUierung
notwendigen Informationen besitzt.
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Die Zusammenstellung eines In der Fig. 33 schematisch dargestellten Datensatzes
366 erfolgt parallel zum Banknotendurchlauf. Wie In der Fig. 33 gezeigt, werden dabei in jedem Datensatz folgende Informationen
gespeichert·
- die Nummer des Päckchens (P.-Nr.), zu dem die zu sortierende Banknote
gehört,
- die Prüfergebnisse der Sensoren S O - S 8, die der Reihe nach entsprechend
dem Durchlauf der Banknoten durch die Sensoren gespeichert werden,
- das Auswertbyte (A.-Byte), in dem die Ergebnisse der Sensoren S1 - S 8
zusammengefaßt sind (das A.-Byte wird erstellt, wenn die betreffende
Banknote den Sensor S 8 im Baustein 12 passiert hat, vorliegende Ergebnisse von S 0 wurden schon vorher bearbeitet),
- die "Stapler-Soll"-Entscheidungen (SD, NU, U, HN),die Aufschluß über
die In Frage kommenden Zielorte (Bausteine 13 - 18) der geprüften Banknote
geben und
- die "Stapler-Ist"-Entscheidungen(SD, NU, U, HN), die bezüglich einer
Banknote Aufschluß über den Vollzug der Ablage an einem der gewünschten Zielorte geben.
Alle Datensätze werden in der Datei (D ) 350 Für Banknoten-Merkmale (Fig. 31)
gespeichert und mindestens so lange zur Verfügung gehalten, bis alle zu einem Päckchen gehörenden Banknoten ordnungsgemäß bearbeitet sind bzw. bis die
Bearbeitung eines Päckchens abgeschlossen ist.
Um dte Sortiervorrichtung auch In überlappender Arbeltsweise betreiben zu
können, bei der sich die letzten Banknoten eines Päckchens noch In der Transportstrecke
befinden, während die ersten Banknoten des nachfolgenden Päckchens
schon vereinzelt werden, sollte die Datei (D ) 350 mindestens Platz für die
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Datensätze zweier Banknoten-Päckchen, also 200 Plätze aufweisen. Durch die
in der Datei (D ) 350 vorliegende Bereitstellung von 256 Speicherplätzen können außerdem auch noch die Fälle problemlos bearbeitet werden, in denen die
Päckchen mehr als die zulässige Zahl von Banknoten enthalten.
Der Aufbau des für die Erfüllung der gestellten Speicheraufgaben erfordei—
liehen Datei wird In der Flg. 34 anhand einer dreidimensionalen Speichertrommel veranschaulicht.
Jeder Punkt auf der Zylinderoberfläche Ist dabei bestimmt durch die Zylinderkoordinaten des Winkels Ψ und der Länge I. Die Daten der Banknoten sind
auf Längsllnlen der Zyllnderoberfläche datensatzweise so angeordnet, daß
einem Wert von °f eine Banknote und einem Wert I ein bestimmter Infoi—
matlonstyp Innerhalb des Datensatzes, z. B. das Meßergebnis eines Sensors,
zugeordnet Ist. Die Nummern der jeweils geprüften Banknoten sind Im Datensatz selbst nicht aufgeführt. Sie sind aber über die Werte der Winkel f
Indirekt bestimmt. Jedem Informationstyp Im Datensatz kann daher quasi
ein Zeiger (beispielsweise 367a für P-Nr.) eines Zelgerfeldes zugeordnet
werden, der durch seine Position des Drehpunktes auf der Zylinderachse (maßgebend für die Zugehörigkeit eines Zeigers zu einem speziellen Informationstyp) und seinen jeweiligen Winkel 369 (maßgebend für den Datensatz
der In Frage kommenden Banknote) eindeutig definiert ist. Damit ist durch
Summe der voneinander unabhängigen Zeiger 367a... jede Adresse des Speichers anwählbar.
Die Bewegung der Zetger 367a... erfolgt zyklisch, wodurch ausgehend von
einem Ausgangswert nach 256 Schritten, d. h. nach der Bearbeitung von 256 Banknoten und damit Datensätzen automatisch der Ausgangswert wieder erreicht wird. Sind also die Datensätze von 256 Banknoten gespeichert,
so wird der älteste Im Speicher befindliche Datensatz für die Bearbeitung
einer neu einlaufenden Banknote gelöscht. Da mit 256 Speicherplätzen
die Datei so ausgelegt Ist, daß sie Ihre Daten mit Sicherheit so lange speichern kann, bis alls zu einem Päckchen gehörenden Banknoten ordnungs-
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gemäß bearbeitet sind, Ist somit eine kontinuierliche Datenverwaltung möglich.
Das Sammeln der zu einem Datensatz gehörenden Informationen geschieht
also durch Abspeichern der beim Durchlauf einer Banknote durch die Transporteinheit
entstehenden Daten, in den durch die Winkelstellung der jeweiligen Zeiger 367a... bestimmten Speicherplätzen der Datensätze der Datei
Das Drehen der einzelnen Zeiger In die jeweilige Winkelstellung erfolgt dabei
mittels den Zeigern zugeordneten Meßwertgebern, die im Transportsystem verteilt, beim Durchlauf der Banknoten diese registrieren. Meßwertgeber in die Lichtschranken 85a ... im Banknoten-Transportsystem und die
Lichtschranken (in der Zeichnung nicht spezifiziert dargestellt), die sich in den Sensoren S 0 bis S 8 befinden.
Die als Lichtschranken ausgeführten Meßwertgeber sind jeweils an den Stellen
des Transportsystems vorgesehen, an denen für den Datensatz der Banknoten benötigte Informationen entstehen.
Ausgehend von einem definierten Aus gangs zustand wird nun der einem Meßwertgeber
zugeordnete Zeiger um eins wettergesetzt, sobald der Meßwertgeber
eine Banknote registriert. Um In den Fällen, in denen eine Banknote
das Transportsystem vor Erreichen eines Meßwertgeoers verlassen hat,
z. B. bei der Anlage In einem davor befindlichen Sortlerbaustein, das
richtige Weiterschalten der Zeiger 367a... bei nachfolgenden Banknoten zu gewährleisten, werden die entsprechenden Zeiger, wie später noch beschrieben,
in diesen Fällen auch ohne die Registrierung dieser Banknoten entsprechend weitergestellt. Damit Ist sichergestellt, daß für alle Banknoten
die erstmalige Zuordnung des Datensatzes während des gesamten Durchlaufs erhalten bleibt.
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-ÄS -
Im folgenden sei die Entstehung eines Datensatzes 366 beim Durchlauf einer
Banknote durch die Sensoren S O - S 8 (Fig. 32) näher erläutert. Dabei sei davon ausgegangen, daß sich keine Banknote in der Transporteinheit
2 befindet, die DaIaI(P1) 350 gelöscht ist und alle Zeiger 367a... des
Zeigers In einer definierten Ausgangsstellung stehen.
Bei der erstmaligen Regt stierung einer Banknote unmittelbar nach der Vereinzelung
durch die Lichtschranke 85a wird der für den Aufbau eines neuen Datensatzes
notwendige Speicherplatz in der Datei für Banknotenmerkmale 350 reserviert. Diese Situation sei In der Flg. 34 durch einen schematisch
auf der Mantelfläche des Zylinders dargestellten Datensatz 366 verdeutlicht.
Dieser Datensatz gehört ausgehend von dem oben erläuterten Zeigerfeld der Datei zur Banknote mit der Nr. 1, da der Zeiger 367a der Lichtschranke
bei Ankunft der Vorderkante der Banknote 1 von "0" auf "1" gesprungen ist. Dabei
soll die "Null-Lage" als diejenige Lage definiert sein, die in der Fig. 34
die Zeiger 367b,c,d usw. einnehmen. Als erste Information wird nun entsprechend
der Position des Drehpunktes des Zeigers 367a auf der Zylindei—
achse die Päckchen-Nr. (P.-Nr.), zu der die registrierte Banknote gehört,
in den Datensatz 366 eingetragen. Im weiteren Verlauf passiert die Banknote den Sensor S 0. Die Aktivierung der im Sensor S 0 befindlichen Lichtschranke
(nicht dargestellt) schaltet den entsprechenden Zeiger 367b ebenfalls In die Pos. "Banknote 1", worauf das Prüfergebnis des Sensors S 0 auf dem
In der Flg. 34 entsprechend markierten Platz des Datensatzes gespeichert
wird. Es sei hier davon ausgegangen, daß kein Rückweisungsfall vorliegt,
so daß die Banknote in den nachfolgenden Baustein 12 der Transporteinheit
2 eintritt und der Reihe nach die Prüfsensoren S 1 - S 8 passiert. Während des Durchlaufs durch die Sensoren S 1 - S 8 werden durch die
In den jeweiligen Sensoren befindlichen Lichtschranken jeweils die ihnen
zugeordneten Zeiger 367c,d usw. jeweils In die Pos. "Banknote 1" gesetzt und
anschließend die anfallenden Prüfergebnisse an den entsprechenden Stellen
Im Datensatz gespeichert.
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-θΐΤ-
Hat die besagte Banknote den letzten Sensor S 8 passiert, was die im letzten
Prüfsensor vorhandene Lichtschranke registriert, so werden bis zum Eintritt der Banknote in die nachfolgenden Bausteine (Fig. 32) folgende Operationen
durchgeführt:
- Erstellen eines Auswertbyte (Α-Byte) anhand der Prüfergebnisse der Sensoren
S 1 - S 8.
- Herleitung der Zielorte (Auswahl einer der Bausteine 13 - 18) für die jeweilige
Banknote mit Hilfe des Auswertbyte und einer Entscheidungs tabelle,
die in der Entscheidungsdatei (D ) 365 gespeichert ist.
Die Erstellung eines Auswertbyte besteht im Prinzip in der Zusammenfassung
der Prüfergebnisse der einzelnen Sensoren S 1 - S 8. Das Ergebnis des Sensors S 0 wird dabei nicht berücksichtigt, da im Rückweisungsfall,
d. h. beim Ansprechen des Rückweisungssensors S o, die entsprechende Banknote in das Rückweisungsfach 29a gelangt und damit dem weiterführenden
Transportsystem entzogen ist.
Die Zusammenfassung der Meßergebnisse ist zweckmäßig, da dadurch mit
einem einzigen Datenwort eine eindeutige Aussage über Zustand und Echtheit jeder Banknote gemacht werden kann. Somit werden die Ergebnisse
aller Sensoren zur Erstellung des Auswertebyte durch logische Verknüpfungen derart zusammengefaßt, daß mit Hilfe einer einfachen Entscheidungstabelle jede Banknote einem der Zielorte innerhalb der Sortierbausteine
13 - 18 eindeutig zuzuordnen ist.
Im folgenden sei erläutert, wie mit dem acht Merkmale umfassenden Auswertbyte
anhand einer in der Datei (D ) 365 gespeicherten Entscheidungstabelle die Stapelkriterien hergeleitet werden. Dabei sei vereinfachend ein
Auswertbyte mit nur zwei Merkmalen herangezogen; Einem Echtheitsmerkmal (E) und einem Zustandsmerkmal (Z).
Entsprechend der aufgeführten Übersicht in Fig. 35 sind als Zielorte die Bausteine
16 und 17 (s. auch Fig. 2) für Umlaufs fähige Banknoten (U-Bst), die Bausteine
14 und 15 für nicht umlaufsfähige Banknoten (NU-Bst.), der Baustein
für Banknoten, die der Handnacharbeit bedürfen (HN-Bst.) und der Baustein
zum Shreddern nicht umlaufsfähiger, aber echter Banknoten (SD-Ost.) gewählt.
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Weiterhin bedeutet· E = log. 1, daß eine entsprechend bewertete Banknote aufgrund
Ihrer Echtheitsmerkmale als echt und: Z = log. 1, daß der Zustand einer entsprechenden
Banknote als brauchbar bzw. umlaufsfähig identifiziert wurde. Nicht als echt erkannte und damit falschgeldverdächtige Banknoten werden in
das Handnacharbeits-Magazin 29b geführt. Sie sind in jedem Fall vorrangig zu behandeln. Aufgrund der Auswahl von nur zwei Merkmalen kann das Auswertbyte,
welches jeweils als Adresse für die in der Datei (D ) 365 gespeicherten Tabelle dient, vier unterschiedliche Konfigurationen annehmen. Dabei wird beispielsweise
für diejenigen Banknoten, deren Auswertbyte 370 die Konfiguration; Z = log. 1 und E = log. 1 aufweist gemäß der gewählten Tabelle der Zielort für
umlaufsfählge Banknoten (U-Bst.) vorgesehen usw.
Durch die Verwendung unterschiedlicher Tabellen 381 gelingt es nun, jede sinnvolle
Kombination zwischen den Banknotenmerkmalen und den jeweiligen Zielorten herzustellen. So ist es beispielsweise ohne weiteres möglich, für nicht
umlaufsfählge Banknoten nicht die Bausteine 14,15 (NU-Bst.), sondern den
Baustein 13 zum Shreddern der Banknoten (SD-Bst.) vorzusehen, womit die
nicht umlaufsfähigen Banknoten nicht gestapelt, sondern zerstört werden. Andererseits Ist es gleichfalls möglich, weitere Kriterien zur Auswertung
heranzuziehen und diese je nach Interpretation durch die Verwendung einer entsprechenden Tabelle 381 entweder als Zustands- oder als Echtheitsmerkmal
zu werten. Außerdem ist es möglich, durch Eingabe verschiedener Entscheidungstabellen
und wechselweise gezielte Auswahl derselben unterschiedliche Banknoten-Typen und Währungen In kurzer Folge nacheinander zu prüfen.
Damit ist auch das informationsverarbeitende System dem modulen Aufbau
der Transporteinheit und damit der Auswahl und Kombination der Bausteine sowie der Verarbeitung unterschiedlicher Banknoten-Typen und Währungen
angepaßt.
Die Eingabe der gewünschten Entscheidungstabelle 381 in die entsprechende
Datei (D ) geschieht über die Bedienkonsole 9, die an die System-Steuereinheit
6 angeschlossen ist.
Die aufgrund der Prüfergebnisse und der Entscheidungstabelle ermittelten
Zielorte werden ebenfalls im Datensatz 366 der jeweiligen Banknote an der Stelle "Stapler-Soll" gespeichert (Flg. 32, 33).
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Auf die Untergruppen in den "Staplei—Soll"-Entscheidungen (NU../NU bzw.
U /U2) im Datensatz 366 der Fig. 33 sowie auf die Bedeutung der "Stapler-Ist"·
Entscheidung wird weiter unten eingegangen.
Mit den Ausführungen über die Herleitung der Stapelkriterien bzw. der Auswahl
der Zielorte anhand der beim Durchlauf durch die Sensoren S 1 - S 8
aufgebauten und für jede Banknote spezifischen Datensätze 366 sind die eingangs erwähnten Aufgaben des ersten Untersystems 345 der Transport-Steuereinheit
6 beschrieben.
Damit ist jedoch noch nicht sichergestellt, daß jede in die Transporteinheit
einlaufende Banknote individuell geprüft und den aufgrund der Prüfung determinierten
Weg zu einem der Zielorte auch beibehält. Zur Bewältigung letztgenannter Aufgabe ist in der Transport-Steuereinheit 6 ein zweites Untersystem
346 vorgesehen.
Zweites Untersystem 346 der TransportrSteuerelnheit 6 (Fig. 31,32)
Das zweite Untersystem 346 hat im einzelnen folgende Aufgaben:
- Es hat festzustellen, ob Banknoten innerhalb der Transportstrecke durch
Nichteinhaltung des Taktabstandes "auflaufen" und damit einen Stau bilden. In diesenn Fall ist die individuelle Prüfung sowie das Ausschleusen der
Banknoten aus dem Transportsystem behindert bzw. nicht möglich. Es kann außerdem geschehen, daß die Päckchenzugehörigkeit der Banknoten
gestört wird und daß Banknoten innerhalb der Transporteinheit beschädigt werden.
- Es hat weiterhin dafür zu sorgen, daß keine Banknote die Transporteinheit
unregistriert verläßt, d. h. ohne registriert zu werden aus dem Transportsystem verschwindet oder an irgend einer Stelle im Transportsystem
stecken bleibt.
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-
Es hat letztlich zu überwachen, daß die durch die "Stapler-Soll"-Entscheidungen der Datensätze determinierten Wege eingehalten (Weichenstellung) und daß die Banknoten synchron zu den mit den Banknoten in
Berührung kommenden Elementen (Weichen, Stapler) durch das Transportsystem transportiert werden.
Die Datenquellen des zweiten Untersystems 346 sind gemäß der Fig. 31,34
die Lichtschranken 85 a ... Im Banknoten-Transportsystem und eine Maschinenuhr (MU) 371 zur Erzeugung des Grundtaktes, der Pur alle Abläufe innerhalb der Sortiervorrichtung die Bezugs zelt darstellt. Weitere Datenquellen sind
die Staplerfach-Freigabemelder (STF) 372a..., die feststellen, ob ein für die
Ablage vorgesehenes Staplerfach sich synchron zu den antransportierten Banknoten bewegt- die Datei (D.) 350 mit den Datensätzen sowie eine Datei (D )
zur Überprüfung der Banknotenlaufzeit.
Datensenken des zweiten Untersystems sind die auch als Datenquellen wirkenden
Datei en (Ο Λ 350(D i373. Weitere Datensenken sind Steuerleitungen 374 beispielsweise zur Weichenansteuerung oder zum Auslösen eines Nothalts.
Die Aufgaben des zweiten Untersystems 346 der Banknoten-Transportüberwachung werden durch drei Überwachungsmechanismen während des Banknotentransports erfüllt:
- Überwachung der Füllung von Transportabschnitten,
- Überwachung der Laufzeit von Banknoten im Transportsystem bezogen
auf den Grundtakt der Maschinenuhr 371,
- Überwachung des durch die "Stapler-Soll"-Entscheidungen determinierten
Weges (Weichenansteuerung) sowie der Synchronität der abzulegenden Banknoten zu den Ablagefächern des in Frage kommenden Staplers.
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-Jfir-
Überwachung der Füllung von Banknoten-Transportabschnitten (Fig. 32,36)
Die Überwachung der Füllung von Transportabschnitten ist notwendig, um
das Auflaufen von Banknoten innerhalb eines Transportabschnittes zu erkennen.
Der kontinuierlich ablaufende Überwachungsvorgang, der bezüglich aller
jeweils durch zwei Lichtschranken begrenzten Transportabschnitte durchgeführt wird, sei am Beispiel des durch die Lichtschranken 85a,85b begrenzten
Transportabschnittes erläutert (Fig. 32). Durch den geometrischen Abstand der Lichtschranken sowie durch den Taktabstand (T ) der
Banknoten zueinander - Abstand von Banknoten-Vorderkante zur Vorderkante der nachfolgenden Banknote - ist die Anzahl derjenigen Banknoten
bestimmt, die für einen ordnungsgemäßen Ablauf max. zwischen den jeweiligen Lichtschranken eines Transportabschnitts Platz Finden. Eine
Überfüllung wird nun mit Hilfe zweier an die Lichtschranken angeschlossener Zähler festgestellt, deren Zählerstände ständig miteinander vei—
glichen werden.
Zur Erläuterung der Überwachung der Transportabschnittsfüllung (Fig. 36)
sei einAnfangszustand definiert, der dadurch bestimmt ist, daß noch keine Banknote in den oben definierten Transportabschnitt eingelaufen ist, und
daß der Zähler 375 der Eintritts-Lichtschranke 85a den Zählerstand "O"
und der Zähler 376 der Austritts-Lichtschranke 85b der entsprechenden Transportstrecke den Zählerstand "1" aufweist. Wird bei dem genannten
Zählerzustand in einem für beide Zähler gemeinsamen Subtrahierer 377 die Differenz (D) der Zählerstände gebildet, so ergibt sich ein negativer
Wert, der damit aussagt, daß sich keine Banknote in dem angegebenen Transportabschnitt befindet. Registriert nun die Eintritts-Lichtschranke 85a
die erste antransportierte Banknote (BN1) 382a, so schaltet der angeschlossene
Zähler 375 von "0" auf "1". Die Differenz der Zählerstände ist nun:
D=O, was dahingehend interpretiert wird, daß eine Banknote in den Trans-
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portabschnltt eingelaufen Ist. Entsprechend der im Transportabschnitt befindlichen Banknoten erreicht die Differenz der Zählerstände einen positiven
Wert: (D^ O).
Ist es nun gemäß der Darstellung in Fig. 36 aufgrund der geometrischen Bedingungen beispielsweise möglich, daß die Eintritts-Lichtschranke 85a max.
drei In den Transportabschnitt eingelaufene Banknoten 382a,382b,382c registriert, bevor die Austritts-Lichtschranke 85b den Auslauf der ältesten
Im Transportabschnitt befindlichen Banknote(BN ) 382a erkennt, so darf
die Differenz der Zählerstände nicht größer als "2" werden. Wird die Differenz dennoch größer als "2", so muß der Sortlervorgang unterbrochen
werden, da das Transportsystem aufgrund der oben gemachten Voraussetzungen "überfüllt" Ist.
Überwachung der Laufzeit von Banknoten im Transportsystem (Fig. 31,32,37)
Die Überwachung der Laufzeit der im Transportsystem befindlichen Banknoten
bezogen auf den Grundtakt der Maschinenuhr 371 ist notwendig, um sicherzustellen, daß jede Banknote, die in einen durch zwei Lichtschranken begrenzten
Transportabschnitt eingelaufen ist, diesen nach einer festgelegten "Sollaufzeit"
wieder verläßt. Dabei ist die Sollaufzeit wiederum durch die geometrischen Abmaße des jeweiligen Transportabschnittes bestimmt.
Gemäß der schematischen Darstellung in Fig. 37 soll erneut der durch die
Lichtschranken 85a,85b begrenzte Transportabschnitt zur Erläuterung der
Laufzeltüberwachung herangezogen werden.
Entsprechend der Fig. 37 weist der an die Eintritts-Lichtschranke 85a angeschlossene Zähler 375 (Eintritts-Zähler) - ausgehend von der oben definierten
Anfangsstellung - den Zählerstand "0" und der an die Austritts-Lichtschranke 85b angeschlossene Zähler 376 (Austritts-Zähler) den Zählerstand "1" auf.
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Der bei Eintritt einer Banknote in den Transportabschnitt angezeigte Zählerstand
des Eintritts-Zählers 375 gibt an, an welcher Adresse der angeschlossenen Laufzeitdatei(D ) 373 die zum Eintritt der Banknote aktuelle Zeit einer
Maschinenuhr 371 gespeichert werden muß. Der Zählerstand des Austritts-Zählers 376 gibt andererseits an, aus welcher Adresse der Laufzeitdatei 373
die für den Vergleich benötigte gespeicherte Eintritts-Zeit jeweils abberufen werden muß, um die Laufzeitüberwachung für eine in den Transportabschnitt
eingelaufene Banknote durchführen zu können.
Da alle Transportabschnitte des gesamten Banknotentransportsystems hinsichtlich
der Banknotenlaufzeit zu überwachen sind, werden die Abfragezeitpunkte für die einzelnen Transportabschnitte durch ein übergeordnetes, zyklisch organisiertes
Abfrageprogramm gesteuert. Dabei ist das Programm, welches hier nicht näher spezifiziert werden soll, so ausgelegt, daß eine Banknote
während des Durchlaufs durch einen Transportabschnitt in sehr kurzen Zeitabständen
mehrere Male durch Vergleich der Ist- mit der Soll-Laufzeit überwacht wird, um möglichst schnell auf einen Laufzeitfehler reagieren zu
können. Bei den einzelnen Überwachungen wird dabei jeweils festgestellt, ob die Ist-Laufzeit, die durch die Differenz der bei der Abfrage aktuellen
Maschinenzeit und der gespeicherten Eintrittszeit einer Banknote gebildet wird, kleiner oder gleich der für den Transportabschnitt konstanten SoIl-Laufzeit
ist.
Nachfolgend sei die Laufzeitüberwachung bezüglich des durch die Lichtschranken
85a,85b begrenzten Transportabschnittes detailliert erläutert
(Fig. 37).
Dabei sei davon ausgegangen, daß zu einem Zeitpunkt t^ eine Banknote
(BN ) 382a die Eintritts-Lichtschranke 85a des besagten Transportabschnittes passiert. Mit der Registrierung der Banknote schaltet der angeschlossene
Eintritts-Zähler 375 von dem ursprünglichen Zustand "0" in den Zustand""!". Gleichzeitig wird die beim Einlauf der Banknote aktuelle Maschinenzeit (MZ )
der Maschinenuhr 371 in der an den Eintritts-Zähler 375 angeschlossenen Laufzeitdatei (D ) 373 an der Position "1" gespeichert. Zu einem späteren
Zettpunkt t , zu dem sich die Banknote (BN ) 382a zwischen den Lichtschranken
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.g9. 27 29630
Dazu wird entsprechend dem Zählerstand des Austritts-Zählers 376 - dieser
zeigt den Zählerstand "1" an - die in der Laufzeitdatei 373 gespeicherte Eintrittszeit
der Banknote (BN ) 382a abberufen und von der zum Abfragezeitpunkt t aktuellen Maschinenzeit (MZ ) abgezogen (MZ - MZ ). Die Differenz
bildet die jeweils aktuelle Ist-Laufzeit (ILZ). Diese muß, wie erwähnt, kleiner
oder gleich der Soll-Laufzeit (SLZ) sein (MZ - MZ * SLZ). Erreicht
CX C I
die Banknote(BN t)zum Zeitpunkt t die Austritts-Lichtschranke 85b, so
schaltet der angeschlossene Zähler 376 von "1" auf "2". Gemäß dem neuen Zählerstand wird von nun an die zweite, inzwischen in das Transportsystem
eingelaufene Banknote (BN 2) 382b hinsichtlich ihrer Laufzeit überwacht. Aufgrund
des speziellen Anfangszustandes der Zählerstände wird damit immer die Laufzeit der jeweils als testen im Transportabschnitt befindlichen Banknote
erfaßt.
Erreicht die erstgenannte Banknote (BN 1) 382a nicht in der geforderten Soll-Laufzeit
die Austritts-Lichtschranke 85b, weil sie z. B. im Transportsystem
stecken blieb, so wird - entsprechend dem oben erläuterten Überwachungsmechantsmus
- die Soll-Laufzeit bald überschritten sein, was unmittelbar eine Unterbrechung des Sortiervorgangs zur Folge hat.
Mit der Registrierung einer Banknote durch die Austritts-Lichtschranke 85b
wird in dem geometrisch vor der Lichtschranke liegenden Transportabschnitt
die Laufzeitüberwachung der Banknote abgeschlossen. Da aber die Austritts-Lichtschranke
85b eines Transportabschnittes gleichzeitig als Eintritts-Lichtschranke für den folgenden Transportabschnitt verwendet wird, kann
mit Hilfe eines zweiten, ebenfalls mit dieser Lichtschranke verbundenen Zählers sowie einer weiteren Laufzeitdatei - in der Fig. 37 strichliert angedeutet
- die Laufzeitüberwachung für den nachfolgenden Transportabschnitt eingeleitet werden.
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Überwachung der durch die "Stapler-Soll"-Entscheidungen determinierten
Wege (Fig. 31, 32, 38, 39)
Als letztes sei im Rahmen der Banknoten-Transportüberwachung beschrieben,
wie die Einhaltung des von den "Stapler-Soll"-Entscheidungen Festgelegten Transportweges zu einem der Sortierbausteine überwacht wird.
BeispielhaFt sei in diesem Zusammenhang die Ablage von nicht umlauFsfähigen
Banknoten In einem der im Tandembetrieb arbeitenden Bausteine Für nicht umlauFsFähige
Banknoten anhand von AblauFplänen näher erläutert (Fig. 38,39).
Hat eine Banknote (Fig. 32) die Meßstrecke und damit die Sensoren S 1 - S
im Baustein 12 der Transporteinheit 2 verlassen, so gelangt sie, Falls sie nicht
Für den Shredderbaustein 13 vorgesehen ist (wird durch Entscheidungstabelle
bestimmt) zur Ausgangs-Lichtschranke 85g des Shredderbausteins 13. Mit der Registrierung der Banknote durch die Austritts-Lichtschranke 85g wird im
Datensatz der jeweiligen Banknote - bestimmt durch die Stellung des Zeigers der Austrittslichtschranke - die "Stapler-Soll"-Entscheidung der in Frage
kommenden Banknote hinsichtlich der NichtumlauFsFahigkeit der Banknote überprüFt(BN:
= NU?). Siehe dazu das AblauFdiagramm "Stapler-Auswahl" in der
Fig. 38. Wird die UmlauFsFähigkeit der Banknote Festgestellt, so gelangt
die Banknote, was an dieser Stelle nicht weiter verFolgt werden soll, zu den nachFolgenden Bausteinen 16,17 Für umlauFsFähige Banknoten. Wird dagegen
die NichtumlauFFähigkeit erkannt, dann muß zunächst Festgestellt werden,
welcher der beiden Bausteine 14,15 Für nicht umlauFsFähige Banknoten
Für die Ablage der Banknote arbeitsbereit ist. Im Folgenden sei der erste Baustein 14 Für nicht umlauFsFähige Banknoten
mit "NU -Bst." bezeichnet und der zweite Baustein 15 Für nicht umlauFsFähige Banknoten mit "NU -Bst.". Um die Bausteinauswahl zu ermöglichen,
ist jedem Baustein 14,15 ein sogenannter Soll-Zähler (NU SZ bzw. NU2 SZ)zugeordnet. Der Zählerstand des Sollzählers gibt jeweils an,
wie viele nicht umlauFsFähige Banknoten im jeweiligen Baustein 14 oder 15 bereits
abgelegt wurden. Die DiFFerenz zur Sollzahl, die durch die Kapazität der verwendeten Bausteinmagazine 26,27 Für die Ablage der Banknoten bzw.
durch organisatorische Richtlinien der Banknotenbearbeitung Festgelegt ist, gibt AuFschluß darüber, ob die Ablage noch in dem zur Zeit in Betrieb
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befindlichen Baustein oder im Parallelbaustein erFolgen soll.
Ergibt nun, wie im AblauFdiagramm in der Fig. 38 dargestellt, die AbFrage nach
dem Stand des Sollzählers (NU SZ: = NU S?), daß die Sollzahl noch nicht erreicht
ist, so wird der Zähler um "1" erhöht (NU SZ + 1). Mit der letztgenannten
AbFrage ist die nicht umlauFsFähige Banknote zur Ablage Für den Baustein 14 bestimmt, was im Datensatz der in Frage kommenden Banknote an der
Stelle "Stapler-Soll" entsprechend gespeichert wird: (Staplei—Soll: NU -Bst).
Hatte der Soll-Zähler bereits die Sollzahl erreicht, so wird in einem weiteren AblauFschritt der entsprechende Soll-Zähler des nachFolgenden Bausteins 15
darauF überprüFt, ob auch er die SoUzahl erreicht hat (NU SZ: = NUg S?).
Hat dieser Zähler die Sollzahl nicht erreicht, wird er um 1 erhöht (NU SZ:
= NU- SZ + 1). Entsprechend zum Baustein 14 wird im Datensatz der in Frage
kommenden Banknote die vorgesehene Ablage gespeichert (Staplei—Soll =
NUp-Bst.). Hat dagegen aus irgendwelchen von der Norm abweichenden Gründen
auch der zweite Soll-Zähler die Sollzahl erreicht, so gelangt die betreffende
Banknote in ein Ablagefach des letzten Bausteins 18 (HN-Bst.).
Bei der Abfrage der jeweiligen Soll-Zähler wird außerdem überprüFt, ob hinsichtlich
der mechanischen Funktionsweise der Baustein 14,15 die Ablage überhaupt möglich Ist. Es wird also beispielsweise überprüft, ob die Weichen
der in Frage kommenden Bausteine bisher FunktionsFahig waren und ob der
Stapler bisher betriebsbereit war.
Nach der Auswahl des Bausteins 14 für eine nicht umlauFsFähige Banknote sei
nachfolgend die Weichenansteuerung anhand des in der Fig. 39 gezeigten Ablaufplans
erläutert.
Dabei wird davon ausgegangen, daß die in Frage kommende Banknote inzwischen
in den Baustein 14 eingetreten ist. Unmittelbar nach ihrem Eintritt wird die Banknote von der Eingangs-Lichtschranke 85i des Bausteins 14 registriert
(Fig. 32). Mit der Registrierung wird nun zunächst Festgestellt, ob die entsprechende Banknote auch der von der Lichtschranke interpretierten
Banknote entspricht. Hat die Lichtschranke die ankommende Banknote beispielsweise
durch einen Sprung ihres Zeigers von n-1 auF η als n-te Bank-
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note interpretiert, so wird durch Abfrage des Datensatzes der η-ten Banknote
festgestellt, ob bereits ein "Stapler-Ist"-Eintrag vorliegt bzw. ob die n-te
Banknote in diesem speziellen Fall schon im Shredderbaustein 13 abgelegt
wurde. In diesem Fall weist die Banknote einen "Stapler-Ist"-Eintrag auf.
Wurde die entsprechende Banknote bereits abgelegt, so muß zur Auffindung der richtigen Banknoten-Nummer die Abfrage - und folglich das Weitersetzen
des Zeigers - so lange wiederholt werden, bis der in Frage kommende Datensatz mit der fehlenden "Stapler-Ist"-Eintragung erreicht ist. Damit ist dann
sichergestellt, daß der Zeiger der Lichtschranke 85i auf einen Datensatz weist, der zu der von der Lichtschranke registrierten Banknote gehört. Somit kann
nun gemäß dem in der Fig. 39 gezeigten Ablaufplan die Abfrage erfolgen, ob
die antransportierte Banknote (BN) Im ersten Baustein 14 für nicht umlaufsfähige
Banknote abgelegt werden soll (BN: = NU -Bst. ?). Weist der Datensatz
der entsprechenden Banknote einen "Stapler-Soll"-Eintrag für den Baustein
14 (NU.-Bst.) auf, so erfolgt nachfolgend die Überprüfung der Synchronisation
(BN: = SYN?), die weiter unten detaillierter erläutert wird.
Bewegt sich die Banknote synchron zum vorgesehenen Ablagefach des Staplers
217a des Bausteins 14, so wird die Weiche 83c des Bausteins 14 in der
Welse aktiviert, daß sie die Banknote aus dem ursprünglichen Transportabschnitt
ausschleust und in das vorgesehene Fach des Staplers 217a führt ("Welche": = NU1-BSt., Fig. 32).
Unmittelbar vor der Ablage In ein Staplerfach durchläuft die Banknote eine
letzte Lichtschranke 85j in dem zum Stapler 217a führenden Transportabschnitt,
wodurch letztlich folgende Operationen vollzogen werden.
- Erhöhen des "Stapler-Ist"-Zählers (NU1IZ) um 1 (der "Stapler-Ist"-Zähler
zeigt an, wieviele nicht umlaufsfähige Banknoten tatsächlich zum ersten Baustein
14 befördert wurden (NU IZ: = NU IZ + 1).
- Durchführen des "Stapler-Ist"-Eintrags im Datensatz der abgelegten Banknote,
- Vergleich der "Stapler-Soll"-und "Stapler-Ist"-Eintragung im Datensatz
der abgelegten Banknote zur Überprüfung der korrekten Ablage,
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- Weltersetzen der mit der Lichtschranke 85j korrespondierenden Ausgangs-Lichtschranke 85k des Bausteins 14 um 1, womit auch diese Lichtschranke
aufgrund eines für beide Lichtschranken gemeinsamen Zeigers automatisch die Ablage der Banknote registriert.
Wie dem Ablaufplan zur "Weichenansteuerung" in Fig. 39 zu entnehmen ist,
wird vor der Ablage einer Banknote deren Synchronität überprüft, da unter Aufrechterhaltung des schnellen Sortiervorgangs eine Banknote nur dann
abgelegt bzw. gestapelt werden kann, wenn sie sich synchron zu dem in
Frage kommenden Ablagefach des ausgewählten Staplers bewegt. Die Synchronität wird, wie am Baustein 14 erläutert sei, durch den zeitlichen Abstand
zweier Signale ermittelt (s. dazu Flg. 40), nämlich durch das Signal 383 des Staplerfach-Freigabemelders (STF-NU ) und das Signal 385 der Eingangs-Lichtschranke 851 des Bausteins 14, welches inn Augenblick der Registrierung
einer Banknote erscheint.
Der Staplerfach-Freigabemelder ist ein Näherungs taster (in den Figuren nicht
dargestellt) am Stapler 217a, der jeweils dann ein Signal erzeugt, wenn ein Ablagefach des Staplers eine definierte Stellung zu den direkt vor dem Stapler angeordneten Transportrollen des zum Stapler führenden Transportabschnittes einnimmt. Erscheint das Signal 383 des Staplerfach-Freigabemelders, so muß im Fall der Synchronität nach einem bestimmten zeitlichen
Abstand innerhalb eines Toleranzbereiches At 385 das Signal 384 der Eingangs-Lichtschranke 85i erfolgen.
Dieser Sachverhalt ist in der Fig. 40 schematisch dargestellt. Der zeitliche
Abstand beider Signale wird mit einem Zähler 378, der mit dem Grundtakt der Maschinenuhr 371 gekoppelt ist, freigestellt. Mit dem Erscheinen des
Signals 383 wird der Zähler 378 freigegeben. Läuft die Banknote synchron zum Ablagefach, so erscheint die Banknoten-Vorderkante nach der festgelegten Zelt Innerhalb des Toleranzbereiches 4t 385 an der Eingangs-Lichtschranke 881 des Bausteins 14, die dann das Stop-Signal für den Zähler 378
liefert.
Anhand eines Auswertprogramms wird schließlich überprüft, ob der erreichte
Zählerstand Innerhalb des Toleranzbereiches At liegt. Ein außerhalb des
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Toleranzbereichs liegender Zählerstand deutet auf eine asynchron laufende
Banknote hin, die dann gemäß dem Ablaufplan in Fig. 39 durch entsprechende Aktivierung der Weiche zum Handnacharbe its-Magazin des Bausteins 18 (HN-Bst.)
geführt wird: ("Weiche": = NU1).
Beim Feststellen des Tatbstandes der Asynchronität wird im Datensatz der
entsprechenden Banknote vermerkt, daß die Banknote im Baustein 18 für Handnacharbeits-Banknoten
(HN-Bst.) abgelegt werden soll ("Stapler-Soll": = HN-Bst.).
Außerdem wird der bereits vorher gesetzte Sollzähler des ersten Bausteins 14 für nicht umlaufsfähige Banknoten (NU SZ) um "eins" zurückgesetzt
(NU SZ = NU SZ - 1) sowie eine den Vorgang betreffende Meldung an die System-Steuereinheit 7 (Fig. 31) weitergeleitet, die, im Langzeitgedächtnis
der System-Steuereinheit unter der Nummer des Päckchens gespeichert, später der Erstellung des Handnacharbeits-Protokolls dient.
Drittes Untersystem 347 der Transport-Steuereinheit 6 (Fig. 31,32)
Die in der oben beschriebenen Weise nicht in eine der Sortierbausteine 13-17
abgelegten Banknoten gelangen in das Handnacharbeits-Magazin des letzten Bausteins
18 der Sortiervorrichtung. Jeweils die Banknoten eines Päckchens werden zusammengefaßt mit der zum Päckchen gehörenden Banderole - wie im
Zusammenhang mit der Beschreibung des Bausteins 18 erläutert - gemeinsam in einem Fach des Handnacharbeits-Magazins 29b abgelegt, wenn folgende Sonderfälle
vorliegen;
- Schwerbedchädigte Banknoten,
- falschgeldverdächtige Banknoten,
- asynchron einlaufende Banknoten und
- Banknoten, die zu einem Päckchen gehören, das einen Mehrbetrag (Banknotenzahl
größer 100) aufweist.
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Zeigt ein Päckchen einen Fehlbetrag oder liegt in einem Päckchen ein RückweisungsFall
vor, so wird nur die zu diesem Päckchen gehörende Banderole in einem Fach des Handnacharbeits-Magazins 29b abgelegt.
Um mit Sicherheit jederzeit zum entsprechenden Eingabepäckchen korrespondierende
Banderole mit den Handnacharbeits-Banknoten zusammen ablegen zu
können, Ist eine Überwachung und Steuerung des Banderolentransports notwendig.
Die Datenquellen dieses dritten, die oben genannten Aufgaben erfüllenden, Untersystems
347 der Transport-Steuereinheit 6 sind gemäß der Fig. 31 die Lichtschranken 86a ... Im Banderolentransportsystem 32, die Maschinenuhr
(MU) 371 zur Erzeugung des Maschinentaktes, der Staplerfach-Freigabemelder
(STF) 372 des Staplers 217e, die Datei (D ) 350 mit den Datensätzen sowie die Laufzeit-Dateien für Banknoten (D ) 373 und Banderolen (D ) 379.
Datensenken des dritten Untersystems sind die Datei (D ) 350 mit den Datensätzen,
die Datelen (D , D) 373,379 für Banknoten- bzw. Banderolen-Laufzeiten und
S teuerungs elemente 374.
Ähnlich wie in der Banknoten-Transport-Überwachung ist es auch in der Banderolen-Transport-Überwachung
notwendig, die Streckenfüllung sowie die Laufzeit der Banderolen zu überwachen. Da die Prüfungsmechanismen im
Rahmen der Banknoten-Transport-Überwachung ausführlich beschrieben wurden,
soll hier nicht näher darauf eingegangen werden. Somit bleibt, die Steuerung des Banderolentransports im Fall einer Unstimmigkeit in einem Päckchen
anhand der Flg. 32 zu erläutern.
Wie bereits Im Rahmen der Beschreibung des Handnacharbeits-Bausteins 18 ausgeführt,
befindet sich die Banderole des gerade in Arbeit befindlichen Banknoten-Päckchens
im Banderolentransport-Abschnitt 32 (Fig. 32)des vorletzten Bausteins 17 bezogen auf die Transportrichtung hinter der Lichtschranke
861 in einer Warteposition. Lag bisher kein Fehler bezüglich der eingangs genannten Prüfungsmechanlsmen (Überfüllung von Streckenab-
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9G ** '
schnitten, Überprüfung der Laufzeit) vor, so muß die in der Warteposition 32h
gespeicherte Banderole zwangsläufig zu dem in Arbeit befindlichen Päckchen gehören. Nun wird zunächst festgestellt, zu welchem Zeitpunkt die letzte Banknote
eines Päckchens im ungünstigsten Fall, d. h. bei der Ablage in ein Fach des letzten Bausteins, das Transportsystem verlassen hat. Die Bestimmung
des Zeitpunktes "Päckchenende" ist leicht möglich, da sowohl der Zeitpunkt, zu dem die letzte Banknote eines Päckchens vereinzelt wird, als auch die Zeit,
die die Banknote maximal benötigt, um evtl. den längsten Transportweg zurückzulegen,
bekannt sind (Laufzeit-Überwachung). Ist der Zeitpunkt (Päckchenende) erreicht, wird der Banderolentransport-Abschnitt
32h des vorletzten Bausteins 17 aktiviert, so daß die Banderole vom Banderolentransport-Abschnitt
32i des letzten Bausteins 18 übernommen werden kann. Unmittelbar nach Eintritt der Banderole in den Baustein 18 durchläuft sie die Eintritts-Lichtschranke
86j dieses Bausteins, womit die Durchsicht aller Datensätze der zum gerade abgearbeiteten Banknotenpäckchen gehörenden Banknoten
nach Handnacharbeits-Einträgen eingeleitet wird. Weist eine der Banknoten in ihrem Datensatz (siehe Fig. 33) an der Stelle
"Stapler-Ist" einen Handnacharbeits-Vermerk (HN) auf oder liegt ein Handnacharbeitsfall
aufgrund eines Minder-, Mehrbetrags im Päckchen oder einer Ablage im ersten Reject-Magazin 29a vor, so wird die Banderole durch entsprechende
Aktivierung der Weiche 83g aus dem ursprünglichen Transportabschnitt 32i ausgeschleust und über den Transportabschnitt 33 und den Stapler
217e zu der oder zu den bereits unter dem Stapler auf dem Stapelformier- und Umlenkmechanismus 255 gesammelten Banknoten geführt. Gemeinsam mit den
abgelegten Banknoten wird die Banderole schließlich in ein Ablagefach des Handnacharbeits-Magazins
29b befördert.
Liegt andererseits kein Handnacharbelts-Eintrag in dem gerade abgearbeiteten
Banknotenpäckchen vor, wird die Weiche 83g nicht aktiviert, wodurch die Banderole
in einen Behälter 253 für ordnungsgemäße Banderolen transportiert wird.
Jedes Mal, wenn der vorletzte Banderolentransport-Abschnitt 32h des Bausteins
durch Abruf der darin zwischengespeicherten Banderole geleert wird, rücken die in den davorliegenden Transportabschnitten 32g bzw. 32f gespeicherten
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Banderolen durch Aktivierung der jeweiligen Transportabschnitte automatisch
nach, so da8 jeweils die Banderole des "aktuellen Banknoten-Päckchens" stets zugriffsbereit Im vorletzten Transportabschnitt 32h gespeichert ist.
Viertes Untersystem der Transport-Steuereinheit (Fig. 31 ,32)
Abschließend sei das vierte Untersystem 348 der Transport-Steuereinheit 6 erläutert, von welchem die Überwachung und Steuerung der mechanischen Peripherie der Banknoten-Sortiervorrichtung 1 übernommen wird.
Die Steuerung der mechanischen Peripherie-Einheiten, wie beispielsweise die
Steuerung des Handnacharbelts-Magazins 29b im Baustein 18 wird über die als Datenquellen bzw. Datensenken dienenden Steuerungselemente (Lichtschranken,
Schalter usw., s. beispielsweise Flg. 26 die Lichtschranke 294 oder den Schalter 291), die für alle Peripherie-Einheiten in der Fig. 31 in einem Block zusammengefaßt, mit der Position 386 bezeichnet sind sowie über die ebenfalls
als Datenquelle und Datensenke wirkende Datei (D ) 351 bewerkstelligt. In der
Datei (D0) 351 werden die Maschinenereignisse gespeichert, die die Peripherie
der Banknoten-Sortiervorrichtung 1 betreffen.
Dieperipheren mechanischen Einheiten arbeiten nach reinen Folgesteuerungen
mit verhältnismäßig niedrigen Schaltzeiten. Jede dieser Einheiten ist hinsichtlich der notwendigen Informationsverarbeitung ein abgeschlossenes System,
das in der Regel mit dem restlichen System über nur 2 Bit, Startbefehl und einer Fertigrückmeldung verknüpft ist. Beispielhaft sei hier
die Steuerung der Handnacharbelts-Magazine kurz erläutert (Fig. 31, 24, 26).
Liegen in einem Päckchen Unstimmigkeiten vor, so wird als letztes Element
des Päckchens stets die Banderole über den Banderolen-Transportabschnitt 33, den Stapler 217pauf dem Stapelformier- und Umlenkmechantsmus 255 abgelegt
(s. Flg. 24). Registriert dieEnd-Llchtschranke 861 im Banderolen-Transportabschnitt 33 eine Banderole, so wird nach einer entsprechenden Verzögerungszelt der Stapelformier- und Umlenkmechanismus 255 aktiviert, der die ggf.
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angesammelten Banknoten mit der Banderole in ein bereitstehendes Ablagefach
des HN-Magazins 29b befördert. Diese Ablage registriert die Lichtschranke 294 (s. Fig. 26), woraufhin zunächst über die Diodenmatrix 293 die Fach-Nr. 264
identifiziert wird, um sie zusammen mit der Nr. des gerade bearbeiteten Päckchens
in der Datai(D ) 351 abzuspeichern. Nachfolgend wird das Magazin mit Hilfe des Antriebsystems 273 weiterbefördert, bis sich das nächste Ablagefach
in der Füllstellung befindet. Die Füllstellung meldet ein Schalter 291 ,
der durch den Mitnehmerwinkel des jeweils zu füllenden Faches betätigt wird. Der Vorgang wiederholt sich, wenn die End-Lichtschranke 861 erneut eine Banderole
registriert.
Weitere periphere Einheiten sind beispielsweise die Päckchenvereinzelungsund
Entbände roliers ta ti on im Baustein 10 sowie die Banderolierstation 28 in
den Bausteinen 16,17, worauf hier jedoch nicht näher eingegangen werden soll.
Mit dem vierten Untersystem sind alle Systeme 345,346,347,348 der Transport-Steuereinheit
6 beschrieben. Abschließend sei nun noch auf die System-Steuei—
einheit 7 mit seinen peripheren Einheiten 8,9 eingegangen.
System-Steuereinheit 7 (Fig. 31")
Im Gegensatz zur Transport-Steuereinheit 6, die den Einzeldurchlauf von
Banknoten-Päckchen, Banknoten und Banderolen durch die Transporteinheit 2 überwacht und steuert, führt die Sys tem-Steuereinheit 7 mit ihren Peripherie-Einheiten
8,9 die gesamte Organisation der Banknoten-Bearbeitung in einer Bearbeitungsschicht
durch.
Sie sorgt für die Einhaltung des nach Organisationsvorschriften festgelegten
Arbeitsablaufes der Banknoten-Bearbeitung und übernimmt über Ihre Peripherie-Einheiten
die Kommunikation mit dem bedienenden Personal.
Datenquellen des Systems sind die Datai(D.j)350 und die Datei (D ) 351 des Kurzzeit-SDeichers,
die l_angzeitdati(D )357 sowie Dateneingabegeräte (Tastatur 359,360)
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am Handnacharbeits-Platz 8 und an der Bedienkonsole 9. Datensenken sind die
Datei (D ) 350 und die Datei (D ) 351, die Langzeitdatei (D ) 357 sowie Datenausgabegeräte
(Drucker 361,362 und das Sichtgerät 363) am Handnacharbeits-Platz 8 und an der Bedienkonsole 9. Ein Prozeßrechner (R) 359 übernimmt die
Steuerung des Datenflusses zwischen den Datenquellen und Datensenken nach Maßgabe der Organisationsvorschriften.
Schon während der Bearbeitung eines Banknoten-Päckchens, spätestens jedoch
nach Abarbeitung des Päckchens übernimmt die System-Steuereinheit aus der Datei (D ) 350, in der die Datensätze aller bearbeiteten Banknoten gespeichert
sind, die zu den abgearbeiteten Banknoten gehörenden Datensätzte und speichert
diese unter Angabe der zugehörenden Päckchen- und Eingabebehälter-Nummer In der Langzeltdatei (D ) 357, die beispielsweise als Plattenspeicher ausgebildet
sein kann. Außerdem werden die Daten aus der Datei (D_) 351 übernommen.
Mit den Im Langzeitgedächtnis gespeicherten Daten werden im Bedarfsfall über
die Ausgabegeräte (Drucker, Sichtgerät) der Peripherie-Einheiten die nachfolgend
aufgeführten Protokolle erstellt:
- Das Handnacharbelts-Protokoll,
- das Betriebsprotokoll,
- das SchichtprotokoU.
Das Handnacharbeits-Protokoll wird jeweils dann erstellt, wenn ein Magazin 29b
im letzten Baustein 18 der Transporteinheit 2 gefüllt ist oder wenn andere organisatorische
Richtlinien vorliegen (z. B. Päckchen-Ende). Das Protokoll wird
über den Drucker 361 des Handnacharbeits-Platzes 8 ausgegeben und beinhaltet
Folgende Informationen·
- Datum und Zeltangabe der Ausgabe des Protokolls,
- die Nummer des Eingabebehälters,
- die Ausgabe der bearbeiteten Währung und Denomination,
- die Nummer des Päckchens, in dem eine Unstimmigkeit vorlag,
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- die Nummer des Handnacharbeits-Magazins (2. Reject-Magazin 29b)
- die Fach-Nummer des Handnacharbeits-Magazins,
- die Anzahl derjenigen Banknoten, die einen Mindei— oder Mehrbetrag kennzeichnen,
- die Anzahl derjenigen Banknoten, die nicht der gerade bearbeiteten Währung
oder Denomination entsprechen,
- die Anzahl derjenigen Banknoten, bei denen Falschgeldverdacht besteht,
- die Anzahl der Banknoten, in den jeweils in Frage kommenden Fächern
des Handnacharbeits-Magazins,
- die Anzahl der als brauchbar oder unbrauchbar abgelegten und der geshredderten
Banknoten,
- die Angabe eines Rückweisungsfalls durch Registrierung der jeweiligen
Fach-und Magazin-Nr. des Rückweisungsmagazins (1. Reject-Magazin 29a).
Das gefülllte Handnacharbeits-Magazin wird zusammen mit dem Protokoll am
Handnacharbeits-Platz 8 einer abschließenden manuellen Bearbeitung unterzogen.
Dabei werden beispielsweise diejenigen Banknoten in einem Ablagefach, die
nach Aussage des Protokolls zu einem "unbestimmten" Eingabepäckchen gehören (Anzahl der Banknoten im Päckchen konnte aufgrund einer Maschinenstörung oder aufgrund von Mehrfachabzügen nicht ermittelt werden), manuell
gezählt und sortiert. Das Ergebnis wird über die Tastatur 359 am Handnacharbeits-Platz
8 zur Vervollständigung der Daten des in Frage kommenden Päckchens unter der Kenn-Nummer des Päckchens in die Langzeitdatei (D ) 357 eingegeben.
Neben dem Handnacharbeits-Protokoll wird über den Drucker 262 der Bedienkonsole
9 bei Bedarf ein Betriebsprotokoll ausgegeben, das über menschliche Eingriffe
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Maschinenstörungen und deren Ursachen sowie über Sonderanweisungen oder
Testläufe Auskunft gibt.
Aktuelle Maschinenereignisse, wie beispielsweise das Bereitstellen neuer
Magazinbehälter oder auch die Angabe von Störungen sowie deren Lokalisierung werden über das Datensichtgerät 363 der Bedienkonsole 9 dem bedienenden Personal übermittelt, womit eine schnelle System-Diagnose in
Störungsfällen möglich ist.
Schließlich ist zu erwähnen, daß nach Abschluß einer Schicht (Verarbeitung
einer bestimmbaren Anzahl von Eingabebehältern) ein Schichtprotokoll erstellt wird, in dem Folgende Daten auFgeFührt sind:
- Datum und Zeitancabe der Ausgabe des Protokolls,
Anzahl der bearbeiteten Eingabebehälter mit Angabe der jeweiligen
Behälter-Nummer,
- Anzahl der bearbeiteten Eingabebepäckchen,
- Angabe der Währung und Denomination der bearbeiteten Banknoten,
- Angabe, ob die jeweiligen Behälterinhalte vollständig waren,
- Anzahl der insgesamt in die Vorrichtung eingelaufenen Banknoten,
Anzahl der als brauchbar oder unbrauchbar abgel egten oder geshredderten
Banknoten,
Anzahl der Falschgeldverdächtigen Banknoten und der Banknoten mit Falscher
Währung oder Denomination,
- Gesamtzahl der Banknoten, die einen Minder- oder Mehrbetrag kennzeichnen.
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