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DE2719280A1 - Verfahren zur herstellung von ferrit-magnetkernen - Google Patents

Verfahren zur herstellung von ferrit-magnetkernen

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Publication number
DE2719280A1
DE2719280A1 DE19772719280 DE2719280A DE2719280A1 DE 2719280 A1 DE2719280 A1 DE 2719280A1 DE 19772719280 DE19772719280 DE 19772719280 DE 2719280 A DE2719280 A DE 2719280A DE 2719280 A1 DE2719280 A1 DE 2719280A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oxide
ferrite
sintering
cobalt
grinding
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19772719280
Other languages
English (en)
Inventor
Gerard Gomez
Yves Lescroel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Lignes Telegraphiques et Telephoniques LTT SA
Original Assignee
Lignes Telegraphiques et Telephoniques LTT SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Lignes Telegraphiques et Telephoniques LTT SA filed Critical Lignes Telegraphiques et Telephoniques LTT SA
Publication of DE2719280A1 publication Critical patent/DE2719280A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B35/00Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products
    • C04B35/01Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics
    • C04B35/26Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics based on ferrites
    • C04B35/265Compositions containing one or more ferrites of the group comprising manganese or zinc and one or more ferrites of the group comprising nickel, copper or cobalt

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Magnetic Ceramics (AREA)
  • Soft Magnetic Materials (AREA)

Description

Patentanwälte
Dipl.-Ine Dipl.-Chem. Dtpl-Ing
E. Prinz - Dr. G. Hauser - G. Leiser 2 / 1 Ü 2 8 Q
Ernsbergerstras se 19
8 München 60
27. April 1977
LIGNES TELEGRAPHIQUES ET TELEPHONIQUES 89f Rue de la Faisanderie
75016 Paris / Frankreich
Unser Zeichen: L 1022
Verfahren zur Herstellung von Ferrit-Magnetkernen
Die Erfindung betrifft die Herstellung von Magnetkernen für Spulen für Fernsprechfilter, die bis zu einer Frequenz von 10 MHz brauchbar sind.
Es ist bekannt, bei der Herstellung von Resonanzkreisen und Anti-Resonanzkreisen, deren Kennlinien von der Temperatur unabhängig sein sollen, Spulen mit Ferritkern und Kondensatoren mit temperaturabhängigen Änderungskoeffizienten von gleichem Wert und umgekehrtem Vorzeichen zu kombinieren. Nachdem der Kondensator gewählt wurde, leitet man daraus den Wert des Temperaturfaktors der Ausgangspermeabilität Xp- . 4^- ab, welchen der Magnetkern der Spule besitzen muß. In dem vorstehenden Ausdruck bedeutet u die relative Ausgangspermeabilität des Ferrits, aus dem man den Kern herstellte, und t die Temperatur in
709845/1073 Dr.Ha/Ma
271S28Ü
Grad Celsius. Bekanntlich wird durch Einführung von Kobalt in Nickelferriten vom Spinelltyp, die partiell durch Zink substituiert sind, die maximale Betriebsfrequenz bis auf etwa 10 MHz erhöht. Andere Oxide, z.B. Manganoxid, Molybdänoxid und Vanadinoxid, können dem vorstehend erwähnten Ferrit noch zugesetzt werden. Bekannt ist auch, daß die Kurve der Ausgangspermeabilität der genannten Ferrite als Funktion der Temperatur zwei Maxima zeigt. Das erste befindet sich unmittelbar vor dem Curiepunkt und seine Temperatur hängt von dem Verhältnis der Molprozent NiO/ZnO ab. Die Lage des zweiten Maximums hängt von der Konzentration an Kobaltoxid ab. Die Erfahrung zeigt, daß die Streuung der Ergebnisse um den Mittelwert bezüglich des Temperaturfaktors zu hoch ist, als daß die nach der derzeitigen Methode erhaltenen Magnetkerne noch die Kompensation des Temperaturkoeffizienten des zugeordneten Kondensators in dem Filter erlauben. Beispielsweise streut der Temperaturfaktur der Ausgangspermeabilität von 50 Ferritproben gleicher Zusammensetzung, deren Mittelwert Ο,5Ο·1Ο"6 0C"1 beträgt, entlang einer Gauß1sehen Kurve, deren Standardabweichung gleich 6.10"6 0C"1 ist, was anzeigt, daß die Möglichkeit, eine Serie mit einem gegebenen Temperaturfaktor herzustellen, gering ist.
Die Erfindung bezweckt ein Verfahren zur Herstellung von Magnetkernen, deren Streuung des Temperaturfaktors der Ausgangspermeabilität mindestens viermal geringer ist als diejenige von derzeitigen Kernen, wodurch der Ausschuß vermindert wird.
709845/1073
Das Verfahren zur Herstellung von bis zu 10 MHz verwendbaren Magnetkernen aus Nickelferrit vom Spinelltyp, der noch Kobalt- und Vanadinoxid enthält, wobei diese Magnetkerne einen gegebenen Temperaturfaktor der magnetischen Ausgangpermeabilität besitzen, besteht aus einem ersten Mahlen der Ausgangsstoffe, einer Trocknung, einer Vorsinterung bei 10000C in oxidierender Atmosphäre während einer Stunde, einem zweiten Mahlen, gefolgt von einer zweiten Trocknung, einer Kaltverformung und einer Sinterung in Sauerstoffatmosphäre während drei Stunden oberhalb 11500C, und die Erfindung wird darin gesehen, daß das Verfahren außerdem noch eine mindestens einstündige Vorsinterung mindestens einer Vorstufe eines Ausgangsprodukts bei 9000C in oxidierender Atmosphäre umfaßt, wobei dieses Vorprodukt Kobaltoxid in einem Molanteil von über 40 % und mindestens Eisenoxid enthält, und Bestandteil der Ausgangsstoffe bildet, die außerdem noch die zur Bildung des gewünschten Ferrits erforderlichen Mengen an Nickeloxid, Eisenoxid und Zinkoxid enthalten.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindm.^ kann das Vorprodukt noch ein drittes Oxid enthalten, dessen relative Konzentration im Verhältnis zu dem Kobaltoxid derjenigen entspricht, die es in dem als Endprodukt erhalte: Ferrit besitzt.
Gemäß einem weiteren Merkmal kann mehr als ein Vorprodukt mit hohem Gehalt an einem anderen Metall als Eisen verwendet werden, wenn der Ferrit mehrere Oxide in geringen Anteilen enthält, so daß mehrere Eigenschaften in optimaler Weise erhalten werden können. 709845/1073
Die Erfindung besitzt die folgenden Vorteile:
- sie ermöglicht die Herabsetzung der Änderungen der Ausgangspermeabilität des Ferrits als Funktion der Temperatur;
- sie ermöglicht die Verringerung der magnetischen Verluste und der Streuung der gemessenen Verlustwerte in einem Verhältnis von etwa 2, ohne den Wert der Ausgangspermeabilität zu ändern.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung ersichtlich.
In der Zeichenung zeigen:
Fig. 1 die Reihenfolge der Verfahrensschritte bei der bekannten Herstellung eines Ferrit-Magnetkerns,
Fig. 2 die Reihenfolge der Verfahrensschritte bei der erfindungsgemäßen Herstellung eines Ferrits,
Fig. 3 die Änderungskurve der Ausgangspermeabilität und des Temperaturfaktors der Verluste von zwei auf bekannte Weise bzw. gemäß der Erfindung hergestellten Ferriten und
Fig. 4 die Reihenfolge der Verfahrensschritte bei der Herstellung eines Ferrits gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung.
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Fig. 1 zeigt die Stufenfolge des bekannten Herstellungsverfahrens für Magnetkerne, wie es z.B. in der französischen Patentschrift 1 148 963 beschrieben ist.
Stufe 1 bedeutet die Einwaage der Ausgangsstoffe in den der Formel des zur Herstellung der Magnetkerne dienenden Ferrits entsprechenden Anteilen.
Stufe 2 bedeutet ein erstes Mahlen in wäßrigem Milieu in einer Kugelmühle bis zur Erzielung einer Korngröße von etwa 0,5 Mikrometer.
Stufe 3 bedeutet das Trocknen der erhaltenen Masse in einem Atomisator zur Bildung von Kügelchen mit einem Durchmesser von etwa 100 Mikroketer.
Stufe 4 ist eine Vorsinterung bei einer Temperatur von 10000C in oxidierender Atmosphäre während einer Stunde.
Stufe 5 ist ein zweites Mahlen in wäßrigem Milieu in einer Kugelmühle während sechs Stunden.
Stufe 6 bedeutet eine Trocknung der in der vorhergehenden Stufe erhaltenen breiartigen Masse mittels eines Atomisators .
Stufe 7 bedeutet eine in Anwesenheit eines Weichmachers unter einem Druck von etwa 3 Tonnen/cm erfolgte Kaltverformung zur Erzielung der Magnetkerne.
Stufe 8 bedeutet die Sinterung der Kerne bei einer Temperatur zwischen 1100 und 12000C, die drei Stunden lang aufrechterhalten wird, worauf eine fünfzehnstündige Abkühlung f olg^Q 9 8 A 5 / 1 0 7 3
OR/eiNAL INSPECTED
Fig. 2 zeigt die Stufenfolge bei einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Stufe 11 bedeutet das Einwiegen von Eisen-, Nickel-, Zinkoxid in den molaren Anteilen a, b, c des herzustellenden Ferrits. Diesen Ausgangsstoffen gibt man p* bzw. q· Mol Kobaltoxid und Vanadinoxid zu, so daß das Verhältnis p'/(a+b+c+p·) mindestens 40 % beträgt und das Verhältnis q1 /p1 genau dem Verhältnis q/p des herzustellenden Ferrits entspricht.
Stufe 12 ist das Mahlen der so hergestellten Stoffe in wäßrigem Milieu bis zur Herabsetzung der Korngröße auf etwa 0,5 Mikrometer.
Stufe 13 bedeutet eine Zerstäubungstrocknung.
Stufe 14 umfaßt ein Vorsintern, um im Kristallgittermaßstab eine homogene Verteilung des Kobaltoxids in dem Eisenoxid infolge Festkörperdiffusion zu erzielen. Diese Stufe wird bei 9000C in oxidierender Atmosphäre durchgeführt und dauert nur eine Stunde, um das Kornwachstum zu begrenzen.
Stufe 15 ist die Herstellung eines Oxidgemischs in den der Formel des herzustellenden Ferrits entsprechenden Anteilen, wobei man das während der vorhergehenden Sinterung erhaltene Vorprodukt .mit der Zusammensetzung aFe2O,; bNiO; cZnO; ρ 1CoO; Q1V2 0S η*0111* u*10 inm eine der Formel M FaFe2O,; bNiO; cZnOJ entsprechende Oxidmenge zusetzt, welche die Erzielung eines Gemische mit den der Formel des herzustellenden Ferrits entsprechenden Molanteilen aFeP0,, bNiO; cZnO; pCoO; qV~0c gestattet. fOS8A5/1O73 5
Dann wird das bekannte Verfahren ausgehend von dessen Stufe 2 durchgeführt, indem man das in der Verfahrensstufe 13 erhaltene Gemisch mahlt; das Verfahren läuft dann ohne Änderung ab, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist.
Nachstehend werden nach der bekannten Methode hergestellte Magnetkreise mit einem Ferrit der Zusammensetzung: 35,40 NiO; 14,20 ZnO; 49,30 Fe2O,; 1,10 CoO; 0,07 V3O5 mit unter Anwendung der ersten Ausführungsform der Erfindung erhaltenen Kreisen mit einem Ferrit der gleichen Zusammensetzung verglichen. In beiden Fällen wurden 50 Proben von Magnetkernen hergestellt und mit jedem Satz von Magnetkernen wurden einige kreisförmige Magnetkerne mit einem Außendurchmesser von 99 mm, einem Innendurchmesser von 16 mm und einer Dicke von 5 mm zwecks Durchführung von Kontrollmessungen hergestellt. Die Messung der Ausgangspermeabilität erfolgte bei 800 Hz in einem Magnetfeld von 0,16 A/m. Der Verlustfaktor tg δ/u, noch gleich 1/uQ, wurde von der Messung des Überspannungskoeffizienten Q abgeleitet, den fünf Wickelwindungen auf einem Kontrollmagnetkern ergaben. Die Durchschnittswerte der magnetischen Eigenschaften der nach dem bekannten Verfahren erhaltenen Magnetkreise sind nachstehend zusammengestellt:
- der Durchschnittswert der magnetischen Ausgangspermeabilität beträgt 150 mit einer Streuung in dem vorstehend definierten Sinn von 19;
- der Durchschnittswert des magnetischen Verlustfaktors, gemessen bei 5 MHz, beträgt 56.10" mit einer Streuung von 12.10~6;
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icr
der Durchschnittswert des magnetischen Verlustfaktors, gemessen bei 10 MHz, beträgt 54.10"* mit einer Streuung von 8.10 ;
der Durchschnittswert des Teraperaturfaktors der Ausgangspermeabilität Au/ (u . At) zwischen 5 und 550C beträgt + 0,50·10~6 0C" mit einer Streuung von 6.10"6;
der Mittelwert der Desakkommodation der Anfangspermeabilität DF beträgt 9·10~6.
Die Anwendung der ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens führt im Verlauf der Stufe 11 zur Herstellung eines Gemischs mit den folgenden Molanteilen: 49,30 Fe2O^; 35,40 NiO; 14,20 ZnO, welchem man 50 Gew.% Kobaltoxid CoO und 8 Gew.% Vanadinoxid VpO5 zugibt. Auf diese Weise erhält man 18442 g eines Gemischs der Zusammensetzung 49,30 Fe2O,; 35,40 NiO; 14,20 ZnO; 77,8 CoO; 5,1 V2Oc. Diese Materialmenge wird dann während einer Stunde in oxidierender Atmosphäre in der Stufe 12 auf 900°C gebracht, während welcher eine Vorsinterung erfolgt. Dann wird in der Stufe 13 die durch die vorstehende Formel dargestellte Menge mit einer der Formel 69,6 C49,30 Fe2O,; 35,40 NiO; 14,20 Zno] entsprechenden Menge zur Erzielung eines Ferrits mit den Anteilen 49,30 Fe2O3; 35,40 NiO; 14,20 ZnO; 1,1 CoO; 0,07 V2O5, welche denjenigen des nach den bekannten Verfahren hergestellten Ferrits entsprechen, gemischt.
Die mit den Kontrollkernen durchgeführten Messungen ergaben die folgenden Ergebnisse:
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41 271S28Ü
- der Mittelwert der magnetischen Ausgangspermeabilität beträgt 153 mit einer Streuung von 11 (obere Kurve, Fig. 3);
- der Mittelwert des bei 5 MHz gemessenen magnetischen Verlustfaktors beträgt 25·10" mit einer Streuung von 2.10"6;
- der Mittelwert des bei 10 MHz gemessenen magnetischen Verlustfaktors beträgt 35·10" mit einer Streuung von 4.10'6;
- der Mittelwert des Temperaturfaktors der Ausgangspermeabilität zwischen 5 und 550C beträgt + 0,40.10"6 0C"1 mit einer Streuung von 1,2.10" (untere Kurve, Fig. 3);
- der Mittelwert der Desakkommodation der Ausgangspermeabilität Dp beträgt 3·10" .
Der Vergleich der Streuung des Temperaturfaktors der Permeabilität des nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen Ferrits, die 1,2.10" beträgt, mit der Streuung des nach dem bekannten Verfahren erhaltenen Ferrits, die 6·10" beträgt, zeigt die durch das erfindungsgemäße Verfahren bewirkte beträchtliche Verbesserung.
Fig. 3 zeigt die Kurven 16 und 17 der Ausgangspermeabilität U und die Kurven 18 und 19 des Temperaturfaktors der Ausgangspermeabilität Au / u At in Abhängigkeit von der Temperatur von zwei Ferritproben. Die Kurven 16 und 18 betreffen die erste Probe, die nach dem bekannten Verfahren erhalten wurde. Die Kurven 17 und 19 betreffen die zweite
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Probe, die unter Anwendung der ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens erhalten wurde. Die Kurve 18 zeigt, daß die Kompensierung des Temperaturfaktors eines Kondensators zwischen 5 und 55°C nur angenähert sein kann, da in einem Teil des Intervalls der Kern einen Temperaturfaktor mit gleichen Vorzeichen wie der Kondensator besitzt. Im Gegensatz dazu zeigt die Kurve 19, daß die Kompensierung in einem viel weiteren Temperaturbereich möglich ist. Außerdem kann der Mittelwert des Temperaturfaktors diesseits und jenseits des Wertes Null eingestellt werden, indem man die Kobaltkonzentration ändert. So besitzt beispielsweise ein Ferrit mit einem Gehalt ρ = 1,40 Mol einen Temperaturfaktor der Ausgangspermeabilität von - 4,2·10 , während ein Ferrit mit einem Gehalt ρ = 1,10 Mol einen Wert von + 0,40.10 für den gleichen Faktor zeigt.
Fig. 4 zeigt den Verfahrensablauf einer zweiten AusfUhrungsform der Erfindung, wobei während der Stufe 11 im Gegensatz zu der ersten Ausführungsform ein Oxidgemisch lediglich aus Eisen- und Kobaltoxid in den Anteilen Fe2O,, CoO hergestellt wird. Dieses Gemisch wird dann bis zur Erzielung einer Korngröße von 0,5 Mikrometer gemahlen und wie vorstehend durch Zerstäubung getrocknet.
In Stufe 14 erfolgt die bereits vorstehend in bezug auf die ersten Variante beschriebene Vorsinterung. Sie wird gefolgt von Stufe 15, in welcher die Oxide Fe2O,, NiO und ZnO in Mengen eingewogen werden, welche die Anteile 49,30 Fe2O3; 35,40 NiO; 14,20 ZnO; 1,1 CoO ergeben. Die folgenden Stufen 2, 3, 4 sind identisch mit der ersten AusfUhrungsform der Erfindung. Während der auf die Stufe
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folgenden Stufe 20 wird eine 1/1000 % des Gewichts
des hergestellten Gemischs entsprechende Menge Vanadinoxid VpOc zugegeben. Das neue Gemisch durchläuft dann
die Stufen 5t 6, 7 und 8 ohne weitere Änderung.
Ebenso wie bei der ersten Ausführungsform wurden Serien von 50 von Magnetkernen nach der zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens hergestellt und jede
Serie war von einigen für Kontrollmessungen vorgesehenen Ferritkernen begleitet. Die Mittelwerte der magnetischen Eigenschaften der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
hergestellten Schaltkreise sind nachstehend zusammengefaßt:
- der Mittelwert der magnetischen Ausgangspermeabilität beträgt 148 mit einer Streuung von 13;
- der Mittelwert des bei 5 MHz gemessenen magnetischen
Verlustfaktors beträgt 23·10" mit einer Streuung von 3.10-6;
der Mittelwert des bei 10 MHz gemessenen magnetischen Verlustfaktors beträgt 32.10 mit einer Streuung von 3.10-6;
- der Mittelwert des Temperaturfaktors der Ausgangspermeabilität zwischen 5 und 55°C beträgt
- 0,50.10 C mit einer Streuung von 1,5·10 ;
- der Mittelwert der Desakkommodation der Anfangspermeabilität beträgt 6.10"6.
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Claims (4)

Faienianwäite Opl.-Ing Dtpl-Chem Dipl.-Ing. E. Prinz - Dr. G. Hauser - G. Leiser 2 7 1 Ü 2 8 Q Ernsbergerstrasse 19 8 München 60 27. April 1977 LIGNES TELEGRAPHIQUES ET TELEPHONIQUES 89ι Rue de la Faisanderie 75016 Paris / Frankreich Unser Zeichen; L 1022 Patentansprüche
1. Verfahren zur Herstellung von bis zu 10 MHz verwendbaren Magnetkernen aus Nickelferrit mit Spinellstruktur, enthaltend Kobalt- und Vanadinoxid, mit einem gegebenen Temperaturfaktor der magnetischen Ausgangspermeabilität, wobei ein erstes Mahlen der Ausgangsstoffe, eine Trocknung, eine einstündige Vorsinterung bei 1000°C in oxidierender Atmosphäre, ein von einem zweiten Trocknen gefolgtes zweites Mahlen, eine Kaltverformung und eine dreistündige Sinterung in Sauerstoffatmosphäre oberhalb 1150°C erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich mindestens eine einstündige Vorsinterung bei 9000C in oxidierender Atmosphäre eines ersten Vorprodukts durchgeführt wird, das Kobaltoxid in einem Molanteil von über 40 % und mindestens noch Eisenoxid enthält, wobei dieses Vorprodukt Bestandteil der Ausgangsstoffe wird, welche die zur Erzielung der Zusammensetzung des Ferrits erforderlichen Mengen an Nickeloxid, Eisenoxid und Zinkoxid enthalten.
709845/1073
Dr.Ha/Ma
ORieiNAL INSPECTED - )
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2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorprodukt Eisenoxid Fe2O,, Nickeloxid NiO und Zinkoxid ZnO in den dem herzustellenden Ferrit entsprechenden jeweiligen Molanteilen a, b, c sowie ρ Mol Kobaltoxid CoO enthält, welche ein Verhältnis p/(a+b+c+p) von mindestens 0,40 ergeben.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorprodukt außerdem noch mindestens q Mol Vanadinoxid enthält, wobei das Verhältnis q / ρ gleich dem Verhältnis der relativen Anteile von Vanadin- und Kobaltoxid in dem fertigen Ferrit ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorprodukt ein Mol Kobaltoxid CoO auf ein Mol Eisenoxid Fe2O, enthält, und daß das Vanadinoxid zwischen der Vorsinterung und dem zweiten Mahlen zugegeben wird.
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DE19772719280 1976-05-05 1977-04-29 Verfahren zur herstellung von ferrit-magnetkernen Pending DE2719280A1 (de)

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