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DE1796225B1 - Verfahren zur herstellung von mn-zn-ferrit als magnetisches material - Google Patents

Verfahren zur herstellung von mn-zn-ferrit als magnetisches material

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Publication number
DE1796225B1
DE1796225B1 DE19681796225 DE1796225A DE1796225B1 DE 1796225 B1 DE1796225 B1 DE 1796225B1 DE 19681796225 DE19681796225 DE 19681796225 DE 1796225 A DE1796225 A DE 1796225A DE 1796225 B1 DE1796225 B1 DE 1796225B1
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DE
Germany
Prior art keywords
ferrite
heat treatment
mno
zone
treatment
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19681796225
Other languages
English (en)
Inventor
Tsuneo Akashi
Taneaki Okuda
Toshihiro Onoda
Izuru Sugano
Toshiro Tsuji
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
NEC Corp
Original Assignee
Nippon Electric Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Nippon Electric Co Ltd filed Critical Nippon Electric Co Ltd
Publication of DE1796225B1 publication Critical patent/DE1796225B1/de
Ceased legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B35/00Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products
    • C04B35/01Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics
    • C04B35/26Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics based on ferrites
    • C04B35/2658Other ferrites containing manganese or zinc, e.g. Mn-Zn ferrites

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Magnetic Ceramics (AREA)
  • Soft Magnetic Materials (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Mn-Zn-Ferrit als magnetisches Material, das sich durch bestimmte magnetische Eigenschaften gegenüber bekannten Ferriten auszeichnet.
Mn-Zn-Ferrite werden in großem Umfang für Zwecke der elektromagnetischen Übertragungstechnik verwendet. Hier bedingt der Einsatz als Material für Übertragerkerne u. dgl. hohe Anforderungen hinsichtlich geringer Hysteresisverluste und einer geringen zeitlichen Änderung der Anfangspermeabilität.
Es ist bekannt, zur Verminderung der Hysteresisverluste bei Ferriten eine Temperung durchzuführen, d. h. eine der Abkühlung aus dem Sinterprozeß nachfolgende Wärmebehandlung. Eine solche Verbesserung der magnetischen Eigenschaften durch Temperung, wie sie aus der britischen Patentschrift 803 625 bekannt ist, wurde jedoch bisher nur bei kobalthaltigen Ferriten beobachtet und für möglich gehalten. Außerdem werden hier vergleichsweise hohe Temperaturen angewendet. Zwar ist — ebenfalls bei kobalthaltigen Ferriten — eine Temperung auch in vergleichsweise niedrigen Temperaturbereichen ab 12O0C aus der USA.-Patentschrift 2 906 979 bekannt, jedoch wird hier nicht die Verminderung der Hysteresisverluste, sondern eine schärfere Ausprägung der Rechteckform der Hysteresisschleife für Zwecke der Informationsspeicherung erstrebt. Außerdem ist diese Wirkung vom Vorhandensein eines in den Ferritkörper eingeprägten Magnetfeldes während der Temperung abhängig, weil es sich hier im wesentlichen um einen Ausrichtungseffekt handelt.
Zur Verbesserung der Verlusteigenschaften von Ferriten ist ferner bereits vorgeschlagen worden, bestimmte zusätzliche Komponenten neben Kobalt einzuführen. Keiner dieser Vorschläge bezieht sich somit auf Mn-Zn-Ferrite entsprechend dem Gattungsbegriff vorliegender Erfindung.
Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung eines Herstellungsverfahrens für Mn-Zn-Ferrit, mit dem sich eine Verminderung der Hysteresisverluste, insbesondere im Mittelfrequenzbereich, bei vergleichsweise hoher Konstanz der Anfangspermeabilität erreichen läßt. Die letztgenannte Eigenschaft ist im Hinblick auf den bekannten Effekt der Desakkommodation von Bedeutung, wonach sich die Permeabilität und damit auch die Anfangspermeabilität von Ferriten im Anschluß an das An- oder Abschalten stärkerer magnetischer Felder, insbesondere also nach einer Wechselstromentmagnetisierung, innerhalb vergleichsweise kurzer Zeiträume stark ändert.
Die erfindungsgemäße Lösung der genannten Aufgabe kennzeichnet sich bei einem Verfahren der eingangs erwähnten Art dadurch, daß bereits gesinterter Mn-Zn-Ferrit einer Wärmebehandlung bei Temperatüren unterworfen wird, die für eine Zusammensetzung des Ferrits aus derjenigen Zone des Dreistoffdiagramms für das System MnO-ZnO-Fe2O3, in der der Fe2O3-Gehalt geringer ist als auf einer durch die Diagrammpunkte MnO: ZnO: Fe2O3 = 30:12:58 und MnO: ZnO: Fe2O3 = 34:6,6:59,4 für das molare Verhältnis bestimmten Grenzlinie, im Bereich zwischen 400 und 15O0C oder für eine Zusammensetzung des Ferrits aus derjenigen Zone, in der der Fe2O3-Gehalt höher ist als auf der bezeichneten Grenzlinie, im Bereich zwischen 280 und 15O0C liegen.
Die Wirksamkeit dieser Verfahrensmaßnahmen hinsichtlich Verminderung der Hysteresisverluste bei vergleichsweise geringer Desakkommodation ist möglicherweise auf die Umgruppierung von Ionen zurückzuführen. Die Wirkung ist unabhängig vom Vorhandensein eines Magnetfeldes während der Wärmebehandlung.
Zur quantitativen Bestimmung des erfindungsgemäß erzielten Fortschritts wird im folgenden auf den »Hysteresisverlustfaktor /z10«, definiert bei einer bestimmten Frequenz, und auf den »Desakkommodationsfaktor« Bezug genommen. Letzterer ist ein Maß für die Änderung der Anfangspermeabilität innerhalb eines bestimmten Zeitraumes im Anschluß an eine Wechselstromentmagnetisierung.
Der Hysteresisverlustfaktor A10 ist unter Bezugnahme auf eine wechselstromdurchflossene Spule mit einem Ferritkern definiert durch die Gleichung
F Spule =
tan ö
M/l/i.
der Desakkommodationsfaktor durch die Gleichung
μ 10" - μ 100"
μ2 10"
Hierin bedeutet
10" - 100" ,
R = Wechselstromwiderstand (Ohm), ω = Kreisfrequenz,
L = Induktivität der Spule (H), tan δ — Verlustfaktor der Spule,
μ = Anfangspermeabilität des Magnetkerns, με = Effektive Permeabilität des Magnetkerns, V = Effektives Volumen des Magnetkerns, / = Meßstrom (A)
μ 10" = Anfangspermeabilität 10 Sekunden nach
der Wechselstromentmagnetisierung, μ 100" = Anfangspermeabilität 100 Sekunden nach der Wechselstromentmagnetisierung.
Durch die erfindungsgemäße Verfahrensweise läßt sich, wie entsprechende Untersuchungen gezeigt haben, bei Mn-Zn-Ferriten beispielsweise ein Hysteresis-Verlustfaktor hw bei 100 kHz von weniger als 15 bei gleichzeitig erheblicher Verminderung des Desakkommodationsfaktors gegenüber den üblichen Werten erreichen.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird weiter an Hand spezieller Ausführungsbeispiele erläutert.
An Hand von Beispielen 1 und 2 werden die Einflüsse der Wärmebehandlung bei relativ niedrigen Temperaturen von gesinterten Materialien auf die Eigenschaften der Erzeugnisse beschrieben. Weitere Beispiele 3 und 4 sollen den Bereich der Behandlungsbedingungen klären, unter denen sich die Wärmebehandlung bei niedriger Temperatur von Materialproben, die durch gewisse Gegebenheiten bei der Sinterung erhalten wurden, in Verbesserungen hinsichtlich der Hysteresisverluste und des Desakkommodationsfaktors der Proben auswirken kann. Diese Beispiele zeigen, daß eine geeignete Wärmebehandlung bei niedriger Temperatur den Mangan-Zink-Ferrit in einem weiten Bereich der Zusammensetzung sowohl hinsichtlich der Hysteresisverluste als auch hinsichtlich des Desakkommodationsfaktors erheblich verbessern kann. Ein fünftes Beispiel zeigt schließlich den Umstand, daß die Wärmebehandlung bei niedriger Temperatur auch unabhängig von den Gegebenheiten bei der vorangegangenen Sinterung in hohem Maße zur gleichzeitigen Verbesserung der Hysteresisverluste und des Desakkommodationsfaktors des Ferrits beiträgt. Der in den Beispielen für die vorliegende Erfindung verwendete Mangan-Zink-Ferrit ist ein Material, in dem CaO und SiO2 auf Grund eines der technischen Prozesse, die für die Verbesserung der Eigenschaften von Ferriten hervorragend geeignet sind, nebeneinander existieren. Diese Technik ist aus der deutschen Auslegeschrift 1 123 243 bereits bekannt. Die Materialproben wurden durch Abwägen der Grundkomponenten Fe2O3, MnO3 und ZnO und der Zusätze CaO und SiO2 hergestellt, um bestimmte Mol-Verhältnisse zu erreichen, durch 60stündiges Mischen und Mahlen der gesamten Mischung in einer Kugelmühle, wobei Alkohol als Dispersionsmittel diente, durch 4stündige Vorerhitzung der Mischung in Luft bei 800° C, durch Preßformung der erhaltenen Mischung und schließlich durch Sinterung des geformten Körpers unter den Gegebenheiten, die in den folgenden Beispielen beschrieben werden.
Beispiel 1
Die Fig. 1 und 2 beziehen sich auf Materialproben mit einer Zusammensetzung aus 34 Molprozent MnO und einem Molprozentsatz Fe2O3 zwischen 52 und 58, die 8 Stunden lang bei 118O0C in N2 gesintert wurden, der 0,4% O2 enthielt. Fig. 1 zeigt, wie sich die Hysteresisverluste A10 bei einer 4stündigen Wärmebehandlung bei der niedrigen Temperatur von 350°C ändern. Fig. 2 zeigt die Änderung des Desakkommodationsfaktors (ζΐμ/μ2) 10" — 100" nach der gleichen Wärmebehandlung. Man erkennt aus diesen Figuren, daß die Zusammensetzungen, bei denen der Gehalt an Fe2O3 kleiner als A in F i g. 1 bzw. kleiner als A' in F i g. 2 ist (zwischen den durch die Punkte A und A' markierten Gehalten an Fe2O3 besteht kein erheblicher Unterschied), hinsichtlich der Hysteresisverluste und des Desakkommodationsfaktors erheblich besser liegen. Bei Fe2O3-Gehalten oberhalb A oder A' sind die Zusammensetzungen hinsichtlich dieser Eigenschaften verschlechtert.
Die F i g. 3 und 4 zeigen, daß die gleichen, bisher schon benutzten Materialproben durch 4stündige Wärmebehandlung bei niedriger Temperatur von diesmal nur 200° C ebenfalls sowohl hinsichtlich der Hysteresisverluste als auch des Desakkommodationsfaktors verbessert werden. In diesem Falle sind die Verbesserungen im gesamten Bereich der untersuchten Zusammensetzungen zu beobachten, insbesondere bei den Zusammensetzungen, bei denen der Fe2O3-Gehalt oberhalb A oder Ä liegt.
Beispiel 2
In den F i g. 5, 6, 7 und 8 sind die Ergebnisse von in der gleichen Weise wie bei Beispiel 1 ausgeführten Experimenten mit Materialproben aus Mangan-Zink-Ferrit der Zusammensetzung 38 Molprozent MnO zwischen 52 und 59 Molprozent Fe2O3 wiedergegeben. Wie in den F i g. 5 und 6 gezeigt, weisen Zusammensetzungen, bei denen der Gehalt an Fe2O3 unterhalb des Punktes B in F i g. 5 bzw. des Punktes B' in F i g. 6 liegt (die durch B und B' markierten Gehalte an Fe2O3 sind wenig voneinander verschieden), nach 4stündiger Wärmebehandlung bei 350° C erhebliche Verbesserungen hinsichtlich der Hysteresisverluste und des Desakkommodationsfaktors auf. Bei Fe2O3-Gehalten oberhalb von B oder B' sind diese Eigenschaften verschlechtert. Wenn die 4stündige Wärmebehandlung bei 200 0C ausgeführt wird, so werden die Zusammensetzungen im gesamten Bereich hinsichtlich beider Eigenschaften verbessert, wie dies aus den F i g. 7 und 8 hervorgeht. Die Verbesserungen treten am deutlichsten bei Zusammensetzungen hervor, deren Gehalte an Fe2O3 oberhalb der Punkte B bzw. B' liegen.
Aus den Beispielen 1 und 2 geht hervor, daß es durch die Behandlung bereits gesinterter Materialproben bei einer geeigneten Temperatur möglich ist, Mangan-Zink-Ferrit in einem ausgedehnten Zusammensetzungsbereich sowohl hinsichtlich der Hysteresisverluste als auch des Desakkommodationsfaktors erheblich zu verbessern.
So ist, wie das Beispiel 2 zeigte, durch die Wärmebehandlung bei niedriger Temperatur gemäß der vorliegenden Erfindung ein ganz ausgezeichneter Mangan-Zink-Ferrit realisiert worden, der Hysteresisverluste A10 von 3 und einen Desakkommodationsfaktor (Λμ/μ2)10"-100" von 3 · ΙΟ"6 aufweist. Solche Werte sind bei Anwendung üblicher Erhitzungsmethoden niemals erreicht worden.
Bisher ist also gezeigt worden, daß die Wärmebehandlung bei niedriger Temperatur zur Verbesserung der Hysteresisverluste und des Desakkommodationsfaktors von Mangan-Zink-Ferrit in Zusammensetzungen wirksam ist, die aus 34 oder 38 Molprozent MnO und variierenden Anteilen von Fe2O3 und ZnO bestehen. Nunmehr sollen die Bedingungen erläutert werden, unter denen die Wärmebehandlung bei niedriger Temperatur in einem sogar noch ausgedehnteren Bereich der Mangan-Zink-Ferrite wirksam sein kann.
Beispiel 3
In F i g. 9 ist für Mangan-Zink-Ferrit für einen breiteren Bereich von Verhältnissen zwischen den Anteilen an MnO und Fe2O3 eine Grenzlinie gezeigt zwischen einer Zone, in der die Eigenschaften verbessert werden, und einer Zone, in der sie verschlechtert werden, wenn die 8 Stunden lang bei 118O0C in N2, der 0,4 °/0 O2 enthält, gesinterten Materialproben der Wärmebehandlung bei 350° C unterworfen werden. Diese Grenzlinie ergab sich aus Experimenten mit Zusammensetzungen aus dem obenerwähnten breiteren Bereich. Der Punkt A der F i g. 1, der 34 Mol-
5 6
prozent MnO entspricht, und der Punkt B der F i g. 5, tionsfaktor der gleichen Zusammensetzungen erheblich der 38 Molprozent MnO entspricht, liegen auf dieser verbessert werden.
Grenzlinie, wie in der Figur durch ausgefüllte Kreise Wie aus den F i g. 10, 11, 12 und 13 hervorgeht,
angedeutet ist. Die leeren Kreise in der gleichen sind die bei der Wärmebehandlung erzielten Wirkun-Figur sind aus einer Anzahl von Versuchen mit anderen 5 gen um so größer, je länger die Dauer der Behandlung MnO-Zusammensetzungen stammende Vergleichs- ist. Jedoch erweist sich auch eine Behandlungszeit von punkte. nur 10 Minuten als wirksam, und somit ist es klar, daß
Die Materialproben von Zusammensetzungen, die Materialproben aus Mangan-Zink-Ferrit hinsichtlich der Zone links von der Grenzlinie der F i g. 9 ange- der Hysteresisverluste und des Desakkommodationshören, in der der Gehalt an Fe2O3 geringer ist als auf io faktors verbessert werden können, wenn sie nur für der Grenzlinie (diese Zone wird im folgenden die begrenzte Zeitspannen bei Temperaturen unterhalb Fe-arme Zone genannt), werden durch eine Wärme- 400 bzw. 2800C behandelt werden, behandlung bei 350° C in ihren Eigenschaften erheblich Andererseits wächst bei abnehmender Behandlungs-
verbessert. Dagegen werden die Materialproben mit temperatur die Behandlungszeit, die erforderlich ist, Zusammensetzungen, die der rechten Zone angehören, 15 um die Hysteresisverluste und den Desakkommodain der der Gehalt an Fe2O3 größer ist als auf der tionsfaktor zu verbessern. Bei Temperaturen unterhalb Grenzlinie (im folgenden die Fe-reiche Zone genannt), 1500C ist die für eine wirksame Verbesserung dieser durch eine Wärmebehandlung bei 3500C verschlech- Eigenschaften von Ferriten benötigte Behandlungszeit tert; sie werden aber durch eine Wärmebehandlung erheblich größer. So wird beispielshalber bei 150aC bei 2000C in ihren Eigenschaften erheblich verbessert. 20 und einer Behandlungsdauer von 100 Stunden eine Ver-Die Wirkungen der Wärmebehandlung bei niedriger besserung hinsichtlich der Hysteresisverluste und des Temperatur werden nicht nur bei der 4stündigen Be- Desakkommodationsfaktors von höchstens je 3 % er" handlung bei 35O°C oder 2000C erzielt. Auch Behänd- reicht. Sollen bei einer Behandlungstemperatur unterlungen bei anderen Temperaturen unterhalb 4000C halb 15O0C Verbesserungen von mehr als 3% erreicht erweisen sich hinsichtlich der Verbesserung der Eigen- 25 werden, so wächst die erforderliche Behandlungszeit schäften der Materialien als wirksam. Auch diese derart an, daß die kommerzielle Anwendung der vorTatsache soll nunmehr am Beispiel gezeigt werden. liegenden Erfindung praktisch nicht mehr in Betracht
kommt.
Beispiel 4 Daher ist die untere Grenze des Temperaturbereiches
30 für eine wirksame Wärmebehandlung mit Rücksicht
Um die Verhältnisse bei der Wärmebehandlung mit auf die Brauchbarkeit der vorliegenden Erfindung auf niedriger Temperatur zu klären, sind Ergebnisse 1500C anzusetzen.
graphisch dargestellt, die durch planmäßiges Studium Die vorangegangenen Beispiele zeigen, daß die
der Effekte der Behandlung bei niedriger Temperatur Wärmebehandlung von gesintertem Mangan-Zinkerhalten wurden. 35 Ferrit innerhalb eines ausgedehnten Bereiches hin-Die F i g. 10 und 11 beziehen sich auf eine Material- sichtlich der Gehalte an MnO und Fe2O3 bei geeigneten probe mit 35 Molprozent MnO und einer Zusammen- Temperaturen innerhalb eines Bereiches von 400 bis Setzung im Molverhältnis MnO: ZnO: Fe2O3 1500C) außerordentlich nützlich für erhebliche Ver- = 35:10,7:54,3. Sie gehört somit zur Fe-armen Zone. besserungen hinsichtlich der Hysteresisverluste und Sie wurde 8 Stunden lang in N2 mit 0,4% O2 bei 40 des Desakkommodationsfaktors ist. 11800C gesintert. Durch Wärmebehandlung bei Tem- Im Zusammenhang mit den vorangegangenen Beiperaturen unterhalb 4000C wird diese Materialprobe spielen wurde die Atmosphäre während der Wärmehinsichtlich der Hysteresisverluste und des Desakkom- behandlung bei niedriger Temperatur nicht erwähnt, modationsf aktors verbessert. Die ausgezogenen Kurven Ein Resultat der Versuche ist jedoch, daß die günstigen der Figuren beziehen sich auf den Fall, daß die 45 Wirkungen der vorliegenden Erfindungen von der Materialproben 4 Stunden lang auf den einzelnen Behandlungstemperatur und -zeit abhängen, nicht Temperaturen gehalten wurde, die gestrichelten Kur- aber von der Behandlungsatmosphäre, und zwar nicht ven auf denjenigen, daß die Temperaturbehandlung einmal dann, wenn die Wärmebehandlungen in einer nur 10 Minuten dauerte. Atmosphäre verschiedenen Sauerstoffgehaltes von
Die F i g. 12 und 13 zeigen die Ergebnisse ent- 50 reinem N2 bis reinem O2 durchgeführt werden, sprechender Versuche, die mit einer Materialprobe Im allgemeinen werden — wie dem Fachmann
ausgeführt wurden, die wiederum 35 Molprozent MnO wohlbekannt ist — die Eigenschaf ten _von Manganenthielt, aber eine Zusammensetzung im Molverhältnis Zink-Ferrit schon durch geringfügige Änderungen in von MnO: ZnO: Fe2O3 = 35:9,25:55,75 aufwies, also den Sinterungsbedingungen stark beeinflußt, in die Fe-reiche Zone gehört. 55 Die Wärmebehandlung bei niedriger Temperatur
Aus den F i g. 10 und 11 geht klar hervor, daß die gemäß der vorliegenden Erfindung ist nicht nur wirk-Materialproben, die zur Fe-armen Zone gehören, so- sam, wenn die der Wärmebehandlung vorausgehende wohl hinsichtlich der Hysteresisverluste als auch hin- Sinterung in N2 mit 0,4% O2 8 Stunden lang bei sichtlich des Desakkommodationsfaktors durch eine 11800C durchgeführt wird, sondern sie ist bei allen Wärmebehandlung bei Temperaturen unterhalb 400° C 60 Zusammensetzungen von Mangan-Zink-Ferrit anerheblich verbessert werden. Die F i g. 12 und 13 lassen wendbar, die bei irgendwelchen üblichen Bedingungen erkennen, daß die Eigenschaften von Materialproben, gesintert worden sind. Die Anwendbarkeit und ihre die der Fe-reichen Zone angehören, durch eine Wärme- Grenzen werden nunmehr an einem weiteren Beispiel behandlung bei Temperaturen oberhalb etwa 2800C aufgezeigt.
in stärkstem Maße verschlechtert werden, während die 65 B e i s r> i e 1 5
Wärmebehandlung bei Temperaturen unterhalb 2800C
außerordentlich wirksam dahingehend ist, daß sowohl Materialproben aus einem weiten Bereich der
die Hysteresisverluste als auch der Desakkommoda- Zusammensetzung von Mangan-Zink-Ferrit wurden
jeweils 8 Stunden lang bei und 118O0C unter verschiedenen Bedingungen gesintert, nämlich in N2, in N2 mit 0,4 °/0 O2 und in N2 mit 0,8% O2, und anschließend der Wärmebehandlung bei niedriger Temperatur unterworfen. Die Grenzlinien zwischen der Fe-armen Zone und der Fe-reichen Zone sind in der F i g. 14 für die einzelnen Fälle als a a',b b' und c c' bezeichnet.
Die Grenzlinien liegen im einzelnen wie folgt: Die für 8 Stunden lang bei 1180° C in N2 gesinterte Materialproben experimentell bestimmte Grenzlinie ist eine Gerade, die durch die Punkte
MnO/Fe2O3 = 30/52,7 (F i g. 14, a) und
MnO/Fe2O3 = 40/54,3 (F i g. 14, a')
hindurchgeht.
Die Grenzlinie für 8 Stunden lang bei 118O0C in N2 mit 0,4% O2 gesinterte Materialproben, wie dies für dieses Beispiel oben beschrieben wurde, ist eine Gerade durch die Punkte
MnO/Fe2O3 = 30/54,3 (Fig. 14, b) und
MnO/Fe2O3 = 38/56,3 (F i g. 14, b').
Auch die Grenzlinie für 8 Stunden lang bei 118O0C in N2 mit 0,8 % O2 gesinterte Materialproben ist eine Gerade. Sie geht gemäß den Ergebnissen der Versuche durch die Punkte
MnO/Fe2O3 = 30/58 F i g. 14, c) und
MnO/Fe2O3 = 34/59,4 (F i g. 14, c').
Wie im Beispiel 4 erläutert, ist die Behandlung bei einer Temperatur zwischen 400 und 1500C im Sinne einer gleichzeitigen Verbesserung der Hysteresisverluste und des Desakkommodationsfaktors von Materialproben wirksam, die gemäß ihrer Zusammensetzung in die Fe-arme Zone gehören. Für Materialproben mit Zusammensetzungen, die in die Fe-reiche Zone gehören, ist andererseits die Behandlung bei Temperaturen im Bereich voa28ftbis 15O0C wirksam. An Hand des hier behandelten Beispieles zeigte es sich, daß die Grenzlinie zwischen der Fe-armen Zone und der Fe-reichen Zone gemäß bestimmten Gegebenheiten bei der Sinterung nur verschoben werden kann, während die oben geschilderte Erscheinung durch Änderungen in den Sinterungsgegebenheiten vor der Wärmebehandlung bei niedriger Temperatur unbeeinflußt bleibt.
Wenn ein Mangan-Zink-Ferrit unter oxydationsgünstigeren Bedingungen gesintert wird als 8 Stunden lang bei 118O0C in N4 mit 0,8% O2 (d. h. 8 Stunden lang in einer Atmosphäre mit mehr als 0,8% Sauerstoff bei 118O0C oder in einer Atmosphäre mit 0,8% O2 bei einer Temperatur unterhalb 11800C), dann wird der Ferrit hinsichtlich seiner Eigenschaften so verschlechtert, daß er für praktische Zwecke nicht mehr verwendbar ist. Auch wenn der Ferrit unter reduktionsgünstigeren Bedingungen gesintert wird als 8 Stunden lang bei 11800C in N2 (d. h. 8 Stunden lang in N2 bei 11800C oder in N2 bei einer Temperatur
ίο oberhalb 118O0C), erhält er für die praktische Anwendung zu schlechte Eigenschaften. Aus diesem Grunde ist der Bereich der Zusammensetzungen, für den die Behandlung bei einer Temperatur von nicht mehr als 4000C, aber nicht weniger als 1500C wirksam anwendbar ist, auf eine Zone zu begrenzen, in der der Gehalt an Fe2O3 weniger beträgt als auf der Grenzlinie, die durch die Punkte c und c' der F i g. 14 verläuft und die sich auf die Sinterung in N2 mit 0,8 % O2 bezieht.
ao Der Bereich der Zusammensetzungen, für die die Behandlung bei der Temperatur nicht mehr als 2800C, aber nicht weniger als 1500C wirksam anwendbar ist, ist die Zone, in der der Gehalt an Fe2O3 größer als auf der Grenzlinie ist, die durch die Punkte α und ä in F i g. 14 verläuft, und die sich auf die Sinterung in reinem N2 bezieht. In der Zone, in der der Gehalt an Fe2O3 größer ist als auf der Grenzlinie, die durch die Punkte α und a' verläuft, aber geringer als derjenige auf der Grenzlinie, die durch die Punkte c und c' verläuft, ist die Behandlung bei einer Temperatur innerhalb des Bereiches von 400 bis 15O0C wirksam, und zwar in Abhängigkeit von den Sinterungsbedingungen vor der Wärmebehandlung. Daraus ergibt sich, daß der Bereich von Zusammensetzungen, für den die Behandlung bei einer Temperatur innerhalb des Bereiches von 280 bis 1500C sich als wirksam erweisen kann, auf die Zone begrenzt ist, in der der Gehalt an Fe2O3 größer ist als auf der Grenzlinie, die durch die Punkte c und c' verläuft.
Aus den fünf oben beschriebenen Beispielen für die vorliegende Erfindung geht klar hervor, daß die Wärmebehandlung von bereits gesinterten Materialproben bei geeigneten Temperaturen unterhalb 40O0C sowohl die Hysteresisverluste als auch den Desakkommodationsfaktor von Mangan-Zink-Ferrit in einem sehr weiten Zusammensetzungsbereich erheblich verbessern kann und daß die vorliegende Erfindung bei der Herstellung von oxydischen magnetischen Materialien mit ausgezeichneten magnetischen Eigenschaften außerordentlich vorteilhaft ist.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
209 523/397

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Mn-Zn-Ferrit als magnetisches Material, dadurch gekennzeichnet, daß bereits gesinterter Mn-Zn-Ferrit einer Wärmebehandlung bei Temperaturen unterworfen wird, die für eine Zusammensetzung des Ferrits aus derjenigen Zone des Dreistoffdiagramms für das System MnO-ZnO-Fe2O3, in der der Fe2O3-Gehalt geringer ist als auf einer durch die Diagrammpunkte MnO: ZnO: FcO3 = 30:12:58 und Mn: ZnO: Fe2O3 = 34:6,6:59,4 für das molare Verhältnis bestimmten Grenzlinie, im Bereich zwischen 400 und 15O0C oder für eine Zusammensetzung des Ferrits aus derjenigen Zone, in der der Fe2O3-Gehalt höher ist als auf der bezeichneten Grenzlinie, im Bereich zwischen 280 und 1500C liegen.
DE19681796225 1967-09-26 1968-09-25 Verfahren zur herstellung von mn-zn-ferrit als magnetisches material Ceased DE1796225B1 (de)

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