DE2718299C2 - Mehrfarben-Rotations-Druckmaschine - Google Patents
Mehrfarben-Rotations-DruckmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Mehrfarben-Rotations-Druckmaschine nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE-AS 22 34 089 bekannt. Bei ihr wird die Halterung senkrecht
zur Ebene der zu bedruckenden Bahn verfahren. Der entstehende begehbare Raum soll vor allen Dingen das
Einlegen der Bahn erleichtern, außerdem jedoch auch die Gummituch- und Druckplattenzylinder zugänglich
machen. Letzteres wird nur in unbefriedigendem Ausmaß erzielt. Insbesondere die Druckplattenzylinder
sind kaum zugänglich, da sie zum Teil von den Gummituc'izylindern versperrt werden. Auch ein
Zugang von der anderen Seite aus ist nicht möglich, da sich dort die Farbwerke befinden.
Ferner ist es aus der DE-AS 12 49 292 und aus der DE-AS 14 36 541 im Zusammenhang mit Druckmaschinen
anderer Bauart bekannt, die Gummituch- und DruckpIsUenzylmder durch Teildimontage der Vorrichtungen
zugänglich zu machen. Dies ist zeit- und arbeitsaufwendig und erfordert darüber hinaus viel
Platz zum Absetzen der ausgebauten Baugruppen entfernt von den Druckmaschinen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1 derart zu verbessern, daß bei kompaktem, einfachem Aufbau der Zugang zu den Gummituch- und Druckplattenzylindern
erleichtert wird.
Die Merkmale zur Lösung dieser Aufgabe ergeben sich aus dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs
I.
Wenn die Halterung der erfindungsgemäßen Druckmaschine herausgefahren ist, was keine Schwierigkeiten
bereitet, so sind von der einen Seite die Gummituchzylinder und von der anderen Seite die Druckplattenzylinder
unbehindert zugänglich. A'jch ist der jeweilige
Arbeitsplatz nicht begrenzt, wie es bei dem begehbaren Raum der eingangs genannten Vorrichtung der Fall war,
und zwar dort durch die empfindlichen Gegendruckzylinder und gegebenen;jlls durch die darüber geführte
Bahn.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Patentansprüchen 2 bis 10. Hierzu
gehören Vorrichtungen, um die Zylinder nach dem Auswechseln der Druckplatten automatisch getrennt
oder für alle Druckwerke auf einmal unter Druck zu setzen.
Hervorgehoben sei ferner, daß man wegen der geringen Abstandes der verschiedenen Druckwerke bei
ίο der Vorrichtung nach der Erfindung auf eine elektronische
Einrichtung zur Registerhaltung der Farbauszüge verzichten kann. Eine genaue Registerhaltigkeit der
verschiedenen Farben wird nämlich automatisch durch eine einfache mechanische Einrichtung der verschiedeis
nen Druckplattenzylinder nach dem Wechseln der Druckplatten gewährleistet.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher
erläutert Es zeigt
F i g. 1 eine teilweise weggebrochene, schematische Seitenansicht einer Mehrfarben-Dmckmaschine gemäß
einer Ausführungsform der Erfindung,
Fi g. 2 einen Vertikal-Schnitt in einer Ebene H-II der Fig. 1,
F i g. 3 einen horizontalen Teilschnitt auf der Höhe
eines Druckwerkes in einer Ebene MI-III der F ι g. 1,
F i g. 4 einen vertikal und longitudinal verlaufenden, in vergrößertem Maßstab gezeichneten Teilschnitt in
einer Ebene IV-IV der F i g. 2,
F i g. 5 eine von der Seite gesehene Teilansicht einer Einrichtvorrichtung eines Druckplattenzylinders,
F i g. 6 ein vertikaler longitudinaler Teilschnitt einer abgewandelten Ausführungsform eines Druckwerkes
einer Rotations-Druckmaschine,
3-3 F i g. 7 ein Schaltbild einer pneumatischen Steuereinrichtung
für die Maschine.
Die Ausführungsform der Rotations-Druckmaschine gemäß der Erfindung, deren genereller Aufbau in den
F i g. 1 und 2 dargestellt ist, enthält ein Gestell mit einem hinteren Ständer I und einem vorderen Ständer 2, die
senkrecht und parallel zueinander verlaufen und zwischen denen mehrere, bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel vier. Druckwerke 3,4,5 und 6 zum
Bedrucken einer Bahn 7 mit mehreren Farben übereinander angeordnet sind. Der hinteie Stand I
und der vordere Ständer 2 sind zweckmäßigerwc 0
durch Querstreben verbunden und stehen unten aal Schraubfüßen 8, die eine Ausrichtung bezüglich des
Bodens erlauben. Die Bahn 7 wird von einer Rolle 9 abgezogen, die am hinteren Teil des Gestelles drehbar
gelagert ist, und durchläuft die Druckwerke 3,4,5 und 6
in der angegebei>en Reihenfolge vom unteren Druckwerk 3 zum oberen Druckwerk 6.
Nach dem Verlassen des Druckwerkes kann die Bahn
Nach dem Verlassen des Druckwerkes kann die Bahn
V) aut irgendeine geeignete Weise weiterverarbeitet
werden, z. B. kann sie mittels einer Rotpt.ions-Schneidvorrichtung 11 bekannter Bauart in Blätter zerschnitten
werden, die dann von einer Auslagevorrichtung 12 aufgenommen werden.
Die Druckwerke 3, 4, 5 und 6 sind alle gleichartig ausgebildet, so daß es genügt, eines dieser Druckwerke,
z. B. da? obere Druckwerk 6, näher zu erläutern. Dieses
Druckw crk enthält einen Gegendruckzylinder 13, einen
Gummituchzylinder 14, einen Druckplattenzylinder 15,
to einen Farbzylinder 16, einen Feuchtzylinder 17 und
einen Wischzylinder 18. Die vier Zylinder 13, 14.. 15 und 16, also der Gegendruckzylinder, Gummituchzylinder,
Druckplattenzylinder und Farbzylinder (Farbwalze)
sind horizontal in Bezug aufeinander ausgerichtet und stehen in der Druckstellung, die in Fig. 1 dargestellt ist,
miteinander in Berührung. Der Gegendruckzylinder 13 und der Farbzylinder 16 sind drehbar in dem die Ständer
1, 2 enthaltenden Gestell gelagert, während die beiden mittleren Zylinder, der Gummituchzylinder 14 und der
Druckplattenzylinder 15. in einem Rahmen 19 drehbar gelagert sind, welcher transversal bezüglich der Bahn 7
sowie horizontal beweglich ist. Mit anderen Worten gesagt, kann der Rahmen 19 horizontal in einer zu den
Ständern 1, 2 des Rahmens senkrechten Richtung verschoben werden. Der Rahmen 19 enthält einen
hinteren vertikalen Flansch 21 und einen vorderen vertikalen Flansch 22. die parallel zueinander verlaufen
und durch obere bzw. untere Querstreben 23, 24 miteinander verbunden sind.
In der Druckstellung befindet sich der Rahmen 19
ganz im Inneren des Gestelles der Maschine, sein hinterer Flansch ?' lipgt am hintrrpn Stänrlrr 1 dps
Gestelles an. während sich sein vorderer Flansch 22 in einem senkrechten rechteckigen Fenster 25 befindet,
welches im vorderen Ständer 2 des Gestelles vorgesehen ist. damit der Rahmen 19 ausgefahren werden kann.
In F i g. 2 ist der Rahmen 19 mit etwas stärkeren Strichen in der Druckstellung und mit etwas schwächeren
Strichen in der aus der Druckmaschine ausgefahrenen Stellung dargestellt.
Die unteren Querstreben 24 des Rahmens 19 sind auf den Seiten mit um horizontale Achsen drehbaren Rollen
26 versehen, welche auf zwei horizontal sowie transversal bzw. quer verlaufenden Schienen 27 laufen,
die vorne aus der Maschine herausführen und den Rahmen 19 in der ausgefahrenen Stellung aufnehmen.
Die Schienen 27 sind an ihren vorderen Enden über zwei vertikale Stützen 28 und zwei Schraubfüße 29 auf dem
Boden abgestützt.
Der Rahmen 19 ist in seinem unteren Teil durch Rollen 31 mit senkrechten Achsen geführt, welche an
den unteren Querstreben 24 angebracht sind und in den jeweiligen Schienen 27 und einer horizontal und quer
verlaufenden Führung 32 laufen. An seinem oberen Teil enthält der Rahmen 19 eine zwischen den beiden
Flanschen 2i und 22 verlaufende Mitteltraverse 33. die Rollen 34 mit senkrechten Achsen trägt, die in zwei
horizontal und quer verlaufenden parallelen Führungen 35 laufen, die an den Ständern 1 und 2 des Gestelles der
Maschine befestigt sind. Die Mitteltraverse 33 und die beiden schienenartigen Führungen 35 erstrecken sich
hinten in der Maschine über den hinteren Ständer 1 hinaus, wie in F i g. 2 ersichtlich ist. damit der Rahmen 19
in der vorderen, ausgefahrenen Stellung nicht ganz aus der seitlichen oberen Führung austreten kann.
Die Druckwerke 3—6 werden alle durch einen hinter der Maschine angeordneten Elektromotor 36 angetrieben,
der über ein drehzahlveränderliches Getriebe 37 und ein Winkelvorgelege 38 mit einer vertikalen
Hauptantriebswelle 39 gekoppelt ist, welche sich über die ganze Höhe der Maschine erstreckt An ihrem
oberen Ende ist die Welle 39 über einen Freilauf 42 mit einem Handrad 41 verbunden, mit dem die Welle von
Hand gedreht werden kann. Die Hauptsteuer- oder Hauptantriebswelle 39 ist mit allen Druckwerken
gekoppelt bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel insbesondere mit den Farbzylindern 16 (Färb- oder
Auftragswalzen). Sie trägt zu diesem Zweck auf der Höhe der verschiedenen Druckwerke Schnecken 43,
welche mit Schneckenrädern 44 kämmen, die auf Wellen 45 (F i g. 3) der jeweiligen Farbzylinder 16 sitzen. Diese
Zylinder sind in vorderen und hinteren Lagern 46 in den jeweiligen Ständern 1, 2 des Gestelles drehbar gelagert.
Die Farbwerke der verschiedenen Druckwerke 3—6
enthalten jeweils einen Farbkasten 47, dessen vordere
\ und hintere Seitenwand 48 jeweils an den Seitenflächen
des Farbzylinders 16 anliegen. Der Farbkasten 47 ruht auf zwei horizontalen Leisten 49, die im Gestell an den
Ständern 1, 2 befestigt sind. Die Farbwerke enthalten ferner jeweils einen runden Metallstab 50, welcher
κι durch einen drehzahlveränderlichen elektrischen
Gleichstrommotor gedreht wird. Der Metallstab 50 wird gegen den mit Kautschuk beschichteten Farbzylinder 16
gedrückt und dreht sich im gleichen Sinne wie dieser, um
ein Auswalzen der Druckfarbe zu bewirken. An den
ι > Ständern 1 und 2 sind Schrauben angebracht, die auf den
Farbkasten 47 wirken und das Eindringen bzw. Eindrücken des Metallstabes 50 in den Farbzylinder 16
einzustellen und damit die Dicke der Farbschicht zu beeinflussen gestatten.
ji Die Feucht/ylinder 17 und Wischzylinder 18 bilden
Teile eines bekannten Feuchtwerkes und sind zwischen den beiden Ständern 1, 2 des Maschiiiengestelles
gelagert.
Unter besonderer Bezugnahme auf die F i g. 3 — 5 soll
:~. nun das obere Druckwerk 6 im einzelnen beschrieben
werden. Bei allen Druckwerken werden die verschiedenen Zylinder vom Farbzylinder 16 aus angetrieben. Zu
diesem Zweck ist auf der Welle 45 des Farbzylinders 16 ein spiralverzahntes Ritzel 51 befestigt, das mit einem
in weiteren spiralverzahnten Ritzel 52 kämmt, welches im
hinteren Teil des Rahmens 19 an einer Welle 53 des Druckplattenzylinders 15 befestigt, z. B. aufgekeilt ist.
Die Welle 53 des Druckplattenzylinders 15 ist ihrerseits am vorderen Teil des Rahmens mit einem geradzähnigen
Ritzel 54 verbunden, das mit einem weiteren geradzähnigen Ritzel 55 kämmt, das auf einer Welle 56
des Gummituchzylinders 14 und zwar vor diesem sitzt.
Die Wellen 53 und 56 des Druckplattenzylinders 15
bzw. des Gummituchzylinders 14 sind hinten in Lagern
•ίο 57 und 58 sowie vorne in Lagern 59 und 61 drehbar
gelagert. Diese Lager sind jeweils in horizontalen Schienen 62, 63 verschiebbar gelagert, welche an den
Innenseitendes hinteren bzw. vorderen Flansches 21,22
des Rahmens 19 angebracht sind.
Der Gegendruckzylinder 13 ist gegenüber dem Farbzylinder 16 wiederum an den beiden Ständern 1 und
2 des Gestelles drehbar gelagert. Er ist hierfür über Wälzlager auf einer festen Welle 64 gelagert, die an
ihren Enden an zwei vertikalen Flanschen ^ und 66
so befestigt ist, die horizontal verschiebbar in Gleitbahnen laufen, welche durch hintere und vordere horizontale
Schienenpaare 67 und 68 gebildet werden. Die beiden Flansche 65 und 66 sind über eine zum Gegendruckzylinder
13 parallele Querstrebe 69 verbunden, welche über Stangen 71 und 72 mit zwei Membrangefäßen 73
und 74 verbunden sind, die ihrerseits an einem vertikal und querverlaufenden Flansch 75 angebracht sind, der
zwischen den beiden Ständen 1 und 2 verläuft Die Stangen 71 und 72 verlaufen horizontal sowie senkrecht
zum Gegendruckzylinder 13 und dienen dazu, auf ihn eine horizontale, auf die anderen Zylinder des
Druckwerkes gerichtete Kraft auszuüben.
Normalerweise strebt der Gegendruckzylinder 13 sich vom Gummituchzylinder 14 unter der Wirkung von
Federn 76 zu entfernen, welche in den Ständern 1 und 2 des Gestelles angeordnet sind und an Ansätzen 77, 78
anliegen, die von den Flanschen 65 bzw. 66 seitlich nach außen vorspringen. Diese Rückholwirkung der Federn
76 wird durch Federn in den MembrangefäQen 73 und 74
unterstützt, die die Stangen 71 und 72 zurückzuziehen streben.
Die Flansche fi5 und 66 werden dazu verwendet, die Anordnung aus dem Gummituchzylinder 14 und dem
Druckplattenzylinder 15 in bezug aufeinander und bezüglich des Farbzylinders 16 unter Druck zu setzen.
Hierfür liegen die Flansche 65 und 66 mit ihren vertikalen Stirnflächen an Schuhen 79 an, die durch die
hinteren und vorderen Lager 58 bzw. 61 des Gummituchzylinders 14 getragen werden· Die Schuhe
79 sind jeweils gleitfähig auf einer Schraubenspindel 81 gelagert, die in das entsprechende l-agerstück 58 bzw.
61 eingeschraubt und blockiert sind und deren Kopf den Weg des Schuhs 79 nach außen begrenzt. Zwischen dem
Schuh und dem Lager oder einer Sperrschraube ist eine Druckfeder 83 angeordnet, die beispielsweise aus einem
Stapel Belleville-Tellerfedern besteht.
An den linken Stirnflächen der l.agerstücke 58 und 61
sind Stützen 80 verstellbarer Länge angebracht, die den Druck des Gegendruckzylinders 13 auf den Gummituchzylinder
14 und damit die Berührungsfläche an dieser Fläche begrenzt.
Auf den rechten Stirnflächen der Lagerstücke 58 und 61 ist jeweils entgegengesetzt zu der Schraubenspindel
81. die den Schuh 79 trägt, ein weiterer Schuh 84 gleitfähig auf einer Schraubenspindel 85 gelagert.
Zwischen dem Schuh 84 und dem entsprechenden Lagerstück ist wieder eine Druckfeder 86, z. B. ein
Stapel Belleville-Tellerfedern angeordnet, um den Sch'-h nach außen zu drücken.
Die Schuhe 84 liegen jeweils an den linken Stirnflächen des hinteren bzw. vorderen Lagerstückes
57 bzw. 59 des Druckplattenzylinders an. An den rechten Stirnflächen dieser Lagerstücke liegen in
entsprechender Weise Druckf'idern 87 an, die z. B. jeweils aus einem Stapel Believille-Federn bestehen,
welche auf eine Schraubenspindel 88 aufgesteckt sind. Die Druckfedern 87 stützen sich auf einen Anschlag 90
ab, der beispielsweise aus einer vertikalen Traverse besteht, die zwischen den rechten Enden der beiden
waagerechten Schienen 62 angeordnet ist.
Auf den rechten Stirnseiten der Lagerstücke 57 und 59 sind ebenfalls Stützen 91 angeordnet, die zur
Einstellung des Ausmaßes der Berührung dienen, wie weiter unten noch erläutert wird, und die zum Anschlag
an die linken Stirnflächen der Lager 46 bestimmt sind.
Um die verschiedenen Druckplattenzylinder nach einem Wechsel der Druckplatten oder Klischees in ihre
richtige Lage bringen zu können, tragen die Wellen 53 dieser Zylinder außerhalb des vorderen Flansches 22
Index- oder Einstellscheiben 9Z die mit Stellrädern 93 verbunden sind. Die Einstellscheiben 92 weisen an ihrem
Umfang jeweils eine Kerbe 94 auf, in die eine Kugelraste 95 oder eine auf einem federbelasteten
Hebel gelagerte Raste eingreifen kann.
Im folgenden soll nun erläutert werden, wie man die Druckplatten oder Klischees nach der Fertigstellung
eines Druckauftrages in Vorbereitung des nächsten Druckauftrages bequem und schnell wechseln kann.
Am Ende der vorangegangenen Druckserie befinden sich die verschiedenen Bauelemente der Maschine in
der in der Zeichnung dargestellten Druckstellung. Die Farbzylinder werden alle von der gemeinsamen
Hauptantriebswelle 39 aus angetrieben, und ihre P.otation wird über die spiralgezähnten Ritzel 51,52 auf
die Druckplattenzylinder und über die Ritzel 54 und 55 auf die Gummituchzylinder übertragen. Die Gegendruckzylinder
13 werden durch die Membrangefäße 73 und 74 gegen die Gummituchzylinder 14 gedrückt Die
durch diese Membrangefäße ausgeübte Kraft wird in jedem Druckwerk über die seitlichen Flansche 65 und 66
s auf die verschiebbaren Lager 57, 58, 59 und 61 übertragen. Hierdurch werden die Druckfedern 83, 85
und 87 zusammengedrückt und die Druckplattenzylinder 15 werden gegen die zugehörigen Farbzylinder 16
gedrückt und bewirken ein gewisses Eindrücken des
ίο Gummimantels dieser Zylinder. Das Ausmaß dieser
Eindrückung und damit das Ausmaß oder die Größe der Berührung wird durch die Länge der verstellbaren
Stützen 91 bestimmt, die als Anschläge zwischen den hinteren verschiebbaren Lagern 57, 59 des Druckplats
tenzylinders und den festen Lagern 46 des Farbzylinders
16 wirken.
Nach Beendigung der letzten Druckserie wird die Druckmaschine stillgesetzt und die Speisung der
Membrangefäße 73 und 74 wird unterbrochen, so daß dementsprechend der auf die Zylinder der verschiedenen
Druckwerke ausgeübte Druck verschwindet Die Gegendruckzylinder 13 werden daher durch die
Rückholkraft der im Gestell angeordneten Federn 76 und der in den Membrangefäßen 73 und 74 angeordne-
2ϊ ten Federn in den Zeichnungen nach links verschoben.
Die verschiedenen Druckfedern 83, 86 und 87 können sich dadurch entspannen, wobei durch die Entspannung
der Druckfedern 87 die Druckplattenzylinder 15 jeweils nach links vom zugehörigen Farbzylinder 16 wegge-
w drückt werden und die Gummituchzylinder 14 in entsprechender Weise durch die Entspannung der
Druckfedern 86 nach links vom Druckplattenzylinder 15 weggedrückt werden. Die Verschiebung des Druckplattenzylinders
15 nach links bezüglich des Farbzylinders
)■> 16 ist wesentlicher als die Verschiebung zwischen dem
Gummituchzylinder 14 und dem Druckplattenzylinder 15, da der Druckplattenzylinder 15 den Farbzylinder 16
nicht berühren darf, wenn der Rahmen 19 schließlich herausgezogen wird. Nach der Druckentlastung der
4P verschiedenen Zylinder der Druckwerke kann man den
Rahmen 19 aus der Maschine herausziehen, indem man ihn bis zur völlig herausgezogenen Stellung, die in
Fig.2 mit dünnen Linien dargestellt ist, nach vorne
herausrollt. Der Rahmen 19 wird beim Herausziehen durch die Rollen 31 und 34 seitlich geführt.
Wenn sich der Rahmen 19 in der herausgezogenen, vorderen Stellung befindet kann man die Druckplatten
der verschiedenen Druckplattenzylinder 15 schnell und leicht für die nächste Druckserie auswechseln. Bevor der
Rahmen 19 wieder in die Maschine eingeschoben wird, werden die verschiedenen Teile, insbesondere die
Rotations-Schneidvorrichtung 11, in die richtige Lage gebracht. Die bedruckte Bahn 7 läuft dort über einen
avigetriebenen oberen Zylinder 96 (F i g. 1) an dem eine Index- oder Einstellscheibe 97 befestigt ist, die an ihrer
Peripherie eine Kerbe 98 aufweist In diese Kerbe kann ein Index-Finger 99 eingreifen, der beispielsweise an
einem schwenkbar gelagerten Hebel angebracht ist Der Transportzylinder 96 ist über ein Zahnradgetriebe 100
mit der Hauptantriebswelle 39 gekoppelt Vor dem Einschieben des Rahmens 19 werden die Bauteile der
Maschine dadurch in die richtige Lage gebracht, indem man das Handrad 41 so lange dreht, bis der
Index-Finger 99 in die Rast-Kerbe 98 eingreift Die Ritzel 51 der Farbzylinder 16 befinden sich dann genau
in der richtigen Lage bezüglich ihres letztlichen Eingriffes in die Ritzel 52 der Druckplattenzylinder 15
und die anderen Elemente der Maschine haben die
richtige Stellung bezüglich der neuen Druckplatten.
Nachdem die neuen Druckplatten eingesetzt sind, braucht man nur die Druckplattcnzylinder in ihre
richtigen Lagen zu bringen, d. h. in die Lagen, in denen die Kugelrasten 95 in die Kerben 94 der Einstellscheiben
92 eingreifen. Die verschiedenen Druckplatten haben dann die richtige Stellung in bezug aufeinander für die
verschiedenen Farben.
Man schiebt dann den Rahmen 19 wieder in die Maschine ein, bis sein hinterer Flansch 2t an dem
hinteren Ständer 1 anliegt. Dann setzt man die Membrangefäße 7.3 und 74 unter Druck, wodurch die
Gegendruckzylinder 13 nach rechts gedruckt werden. Die seitlichen Flansche 65 und 66 schieben dann
ihrerseits die verschiebbaren Lagerstücke 57, 58, 59 und 61 nach rechts, wobei die Druckfedern zusammengedrückt
werden. Die zwischen den Druckplattenzylindem 15 und den Farb/ylindern 16 vorgesehenen Federn
87 üben, bis sie vollständig zusammengedrückt sind, eine
Druckfedern 83 und 86 ausgeübte Kraft. Wenn, um ein typisches Beispiel zu nennen, die Membrangefäße 73
und 74 jeweils auf die zugehörige Lagerreihe eine Kraft von 1000 daN ausüben, verteilt sich diese Gesamtkraft
auf eine Kraft von 400 daN, die von den Druckfedern 83 zwischen dem Gegendruckzylinder 13 und dem
Gummituchzylinder 14 aufgenommen wird, eine kraft von 400 daN, die durch die Federn 86 /.wischen dem
Gummituchzylinder 14 und dem Druckplattenzylinder 15 aufgenommen wird und schließlich eine Kraft von
100 daN, die durch die Federn 87 aufgenommen wird. auf.
Beim Unterdrucksetzen der Membrangefaße 73 und 74 werden daher also die Federn 87, die am schwächsten
sind, zuerst zusammengedrückt, so daß der Druckplattenzyiinder
15 in Berührung mit dem Farbzylinder 16 kommt und das spiralgezahnte Ritzel 52 in das am
Farbzylinder 16 angebrachte andere spiralge/ähnte
Ritzel 51 eingreift. Das Eindrücken des Farb?ylinders 16 wird, wie erwähnt.durch die Einstellstützen 91 begrenzt.
Anschließend werden die anderen Druckfedern 83 und 85 zusammengedrückt, so daß der Gummituchzylinder
14 und der Druckplattenzylinder 15 sowie der Gegendruckzylinder 13 und der Gummituchzylinder 14
unter Druck miteinander in Berührung gebracht werden.
Bei der Druckmaschine gemäß der Erfindung kann man, wie ersichtlich, auf die Verwendung einer
elektronischen Registerhaltung für die verschiedenen Farbauszüge verzichten, da die Druckwerke sehr nahe
beieinander angeordnet sind. Nichts desto weniger ist selbstverständlich eine genaue Registerhaltigkeit der
Druckplatten auf den Zylindern 15 bzw. der Farbauszüge auf diesen Platten erforderlich. Um eine exakte
Positionierung zu gewährleisten, kann man die verschiedenen Unterlagen (Filme, Auszüge), die für die Gravur
der Platten verwendet werden, auf ein und derselben Lehre genau gleichartig perforieren, so daß sie dann
durch Zapfen oder Stifte exakt positioniert werden können. Im Falle eines Vierfarben-Druckes werden die
vier Filme genau aufeinandergelegt und zusammen perforiert Nach dem Gravieren auf einer Klischiermaschine,
die Positionierungszapfen enthält, decken sich die Farbauszüge genau hinsichtlich der Perforationen.
Die Perforationslehre wiederholt sich genau in der Zapfenbefestigungsvorrichtung der Druckplatten auf
den Druckplattenzylindem und die Registereinstellung für die Farben beschränkt sich daher auf die oben
beschriebene mechanische Positionierung der Zylinder. Anstatt, wie oben erwähnt, die Druckplatten bei aus
der Maschine· herausgezogenem Rahmen 19 auszuwechseln
und den Rahmen dann mit den neuen Platten
% wieder in die Maschine einzuführen, kann man, um Zeit zu gewinnen, einen zweiten Rahmen 19 mit den
Druckplatten für die nächste Druckserie vorbereiten und diesen zweiten Rahmen dann sofort nach dem
Entfernen des ersten Rahmens aus der Maschine in
κι diese einsetzen und weiterdrucken.
In F i g. 6 sind die Bauelemente der vorliegenden Maschine, die bereits in F i g. 4 vorgekommen waren,
mit den gleichen Bezugszahlen bezeichnet. In F i g. 6 ist insbesondere ein Gependruckzylinder 13, ein Gummituchzylinder
14. ein Druckplattenzylinder 15 und ein Farbzylinder 16 dargestellt, mit dem ein zum Auftragen
bzw. Verteilen der Druckfarbe dienender Metallntnb 50
und ein Feuchtzylinder 17 in Berührung stehen.
Der Gegendruckzylinder 13 ist auf einer festen Welle
2:i £4 drehbar σίΐ!2σ£Γ!, \νρ!^Πρ Λ.Τ\ ihrpn F.nHpn an ?wpi
vertikalen Flanschen 65 montiert ist. die horizontal verschiebbar in Gleitbahnen gelagert sind, die z. B.
durch Paare von horizontalen Schienen 67 gebildet werden. Die beiden Flansche (Flansch 65) sind über eine
zum Gegendruckzylinder 13 parallele Querstrebe 69 verbunden, an der Stangen 71 von Membrangefäßen 73
verbunden sind. Die Verbindung zwischen den Stangen 71 und der Querstrebe 69 erfolgt durch Schrauben oder
Stifte 69a.
in Wie im Falle der F i g. 4 werden die Flansche (Flansch
65) dazu verwendet, den Gummituchzylinder 14 und den Druckplattenzylinder 15 gegeneinander sowie gegen
den Farbzylinder 16 zu drücken. Zu diesem Zweck liegen die Flansche 65 mit ihren rechten vertikalen
ü Stirnflächen an Schuhen 79a an. die mittels Schrauber.
81a an den linken vertikalen Flächen der Lagerstücke, wie des Lagerstückes 58 des Gummitiichzylindcrs 14
befestigt sind. Man sieht, daß bei dieser Ausiührungsform
die bei der Ausführungsform gemäß F i g. 4
*o vorgesehenen Federn 83 weggelassen sind.
Die zweiten Druckfedern 86 (die beispielsweise aus Belleville-Tellerfederstapeln bestehen können) sind
jedoch zwischen den Lagerstücken 58 des Gummituchzylinders 14 und den Lagerstücken 57 des Druckplattenzylinders
15 vorgesehen. Ebenfalls vorgesehen sind die dritten Druckfedern 87 zwischen den rechten Stirnflächen
der Lagerstücke 57 und dem Anschlag 90. Bei dieser abgewandelten Ausführungsform sind also nur
noch die Federr 86 und 90 vorhanden, wobei die Tellerfederstapel od. dgl. so gewählt sind, daß die
Federn 86 schwächer sind als die Federn 87.
Wenn man also das Druckwerk vom Druck entlastet, d. h. die verschiebbaren Flansche 65 durch die
Membrangefaße 73 nach links zieht, während die verschiedenen Zylinder weiterhin in Rotation angetrieben
werden, bewirken die dritten Federn 87 zuerst daß der Druckplattenzylinder 15 vom Farbzylinder 16
entfernt wird, während der Druckplattenzylinder 15 immer noch in Berührung mit dem Gummituchzylinder
14 bleibt, der am Gegendruckzylinder 13 anliegt und die Papierbahn 7 läuft weiter zwischen den beiden zuletzt
erwähnten Zylindern hindurch. Die auf dem Druckplattenzylinder 15 vorhandene Druckfarbe wird daher
weiter auf den Gummituchzylinder 14 und von diesem auf die Bahn 7 aus Papier übertragen.
Wenn dann der Gegendruckzylinder 13 durch die Membrangefäße 73 genügend weit zurückgezogen
worden ist laufen die Lagerstücke 58 des Gummituchzy-
Ιιπ-'ers 14 v>oter der Wirkung der schwächeren Federn
8b gegen die Anschläge 96. Wenn man dann den beweglichen Rahmen 19 aus dt-m Gestell der Maschine
quer herauszieht, ist der Üruckplattenzylinder 15 daher schon teilweise gereinigt, was die für die Reinigung
erforderliche Zeit beträchtlich verkürzt.
Gemäß einer anderen Weiterbildung, insbesondere
dieser Ausführungsform, der Erfindung wird der Farbkasten 47. der den durch einen Elektromotor
rotierend angetriebenen runden Metallstab 50 enthält, i mittels zweier Pneumatik-Kolben 110 unter Druck an
den Farbzylinder 16 gepreßt. Die Pneumatik-Kolben 110 sind auf beiden Seiten des FarbkaMcns senkrecht
angeordnet, wobei jeder mit dem Ende seiner Kolbenstange 111 auf das Ende eines Armes 112,? eines
Hebels 11Γ druckt, der um eine horizontal und quer /ur
Maschine verlaufende Achse 113 schwenkbar gelagert ist. Die Hebel 112 enthalten jeweils noch einen weiteren
Arm 112b. mit dem der Farbkasten 47 verbunden ist.
Wenn also die beiden Pneumatik-Kolben 110 \inter
Druck gereizt werden, üben die Kolbenstangen 111 auf
die HeKil 112 Kräfte aus, die die Hebel im
Uhrzeigersinn um die Achse 113 zu drehen streben,
wodurch die Anordnung mit dem Farbkasten und insbesondere der Metallstab 50 gegen den Faltzylinder
16 gedrückt wird.
Unter Bezugnahme auf F i g. 7 soll nun erläutert werden, wie die Arbeitsweise der vorliegenden Druckmaschine
unter Verwendung einer pneumatischen Anlage automatisiert werden kann.
Die verschiedenen pneumatischen Vorrichtungen der Maschine sind mit einer Druckiuftquelle 114 verbunden.
Unten in F i g. 7 sind die vier Paare von Pneuniatikkolben
110 dargestellt, weiche das Andrücken der den vier
verschiedenen Farben entsprechenden Farbkasten 47 steuern und mit der Druckluftquelle 114 über ein
Magnetventil 115 verbunden sind. Die Membrangefäße
73 ij ρ ·' 74. die die Zylinder der verschiedenen
Farb.vi"kc- zusammendrücken, sind mit der Druckluft·
quelle 114 über eigene Durchsatzbegrenzer 116.,. 116h
116c und 116c/ sowie eigenen Magnetventilen 117a,
1176, 117c und 11 7 c/ verbunden. Die vier Magnetventile
sind ihrerseits an den Ausgang eines Druckfreigabemagnetventils 118 angeschlossen.
Schließlich ist die Druckluftquelle 114 mit zwei Pneumatikzylindern 119 für den Antrieb der Bann 7
verbunden, die das Einklemmen der Bahn zwischen einen unteren Andruckzylinder und den oberen
Antriebszylinder 96 bewirken und mit der Druckluftqnclle 114 über einen pneumatischen Verteiler bzw. ein
llmsteuerventil 121 verbunden sind.
Beim Anfahren des Druckwei kcs werden zuerst die
Farbkästen unter Druck gesetzt, indem die Pneumatikkolben 110 über das Magnetventil 115 Druckluft
erhalten. Nach einer /wischen /.. B. 0,1 und 30 SeK.
einstellbaren Verzögerung wird dann der Hauptantricbsmotor eingeschaltet, Druck über das Llmsteuerventil
121 auf die Pneumatikzylinder 119 für den Bahnanlrieb gegeben und das Druckfreigabe-Magnetventil
118 geöffnet. Nun kann man die verschiedenen Druckwerke von Hand unter Druck setzen, indem man
die beiden zugehörigen Membrangefäße 73 und V4 über das zugehörige Steuer-Magnetventil 117a bis 117d mit
Druckluft sneist. Die Druckwerke können erst dann von Hand unter Druck gesetzt werden, wenn das Färb- bzw.
Feuchtwerk läuft und selbst unter Druck steht.
Das normale Stillsetzen der Druckmaschine erfolgt mittels tines auf einer Steuerkonsole vorgesehenen
Druckknopfes. Die Betätigung dieses Druckknopfes bewirkt, daß die Druckwerke gleichzeitig vom Druck
entlastet werden (indem die Druckluft von de Membrangefäßen 73 und 74 abgeschaltet wird) und dab
nach einer einstellbaren Verzögerung gleichzeitig der Antrieb abgeschaltet (Abschaltung der Druckluft von
den Pneumatikzylindern 119), die Druckfreigabe aufgehoben
wird (durch Schließen des Magnetventils 118). der Motor abgestellt wird und die Farbkästen vom
Druck entlastet werden (Unterbrechung der Druckluftzufuhr zu den Pneumatikkolben 110).
Die Djrchsatzbegrenzer 116a, 116t>, 116c und 116c/
dienen zur Steuerung der Zeit, während der der Kontakt
des Gummituchzylinders nach dem Ausrücken des Dn, kwerkes erhalten bleibt, um möglichst viel
Druckfarbe von den Platten zu beseitigen. Die Durchsatzbegrenzer können jeweils eine Drosselstelle
enthalten, denen ein Einwegventil parallel geschaltet ist.
das bei Druckentlastung spern.
Hierzu 6 Blatt Zeichnuneen
Claims (10)
1. Mehrfarben-Rotations-Druckmaschine, insbesondere für den Offset-Druck, mit mehreren
übereinander angeordneten Druckwerken, die jeweils einen Gegendruck-, einen Gummituch- und
einen Druckplattenzylinder sowie ein Farbwerk umfassen und von der zu bedruckenden Bahn
vertikal durchlaufen werden, wobei die Gummituch- und Druckplattenzylinder in einer gemeinsamen
Halterung gelagert sind, welche entlang horizontaler Schienen relativ zu den im Rahmen der Druckmaschine
gelagerten Gegendruckzylindern verfahrbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die ii
Halterung (19) nach Aufhebung des Zylinder-Anpreßdrucks parallel zur Ebene der zu bedruckenden
Bahn (7) quer zur Laufrichtung der Bahn verfahrbar ist und daß die Farbwerke (16,17,18) neben der den
Gegendruckzylindern (13) abgewandten Seite der Halterung (19) im Rahmen (1,2) der Druckmaschine
gelagert sind.
2. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die horizontal verschiebbare
Halterung (19) durch einen Rahmen mit einem hinteren und einem vorderen Flansch (21 bzw. 22)
gebildet ist, welche parallel zu Ständern (1,2) des Gestells der Maschine verlaufen und durch obere
und untere Querstreben (23,24) transversal verbunden sind; daß die unteren Querstreben (24) auf der
Seite mit Rollen (26) versehen sind, die auf den beiden horizontal und quer verlaufenden Schienen
(27) laufen, die an ihren vonleren, sich nach vorne über die Druckmaschine hinaus erstreckenden
Enden am Boden abgestützt sind; daß die unteren Querstreben (24) ferner seitliche Führungsrollen (31)
tragen, die zwischen jeweils einer der Schienen (27) und einer horizontal und transversal verlaufenden
Führungsleiste (32) laufen; daß der Rahmen (19) in seinem oberen Teil eine Traverse (33) enthält, die
sich zwischen den beiden Flanschen (21, 22) erstreckt und Rollen (34) trägt, die zwischen zwei
horizontal und transversal verlaufenden, parallelen Führungen (35) laufen, die an den Ständern (1,2) des
Gestells befestigt sind; und daß die Traverse und die beiden Führungen (35) hinten über die Maschine
hinausreichen.
3. Druckmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Hauptsteueroder
Hauptantriebswelle (39) enthält, die vertikal verläuft, durch einen Elektromotor rotierend antreibbar
ist und auf der Höhe der verschiedenen Druckwerke (3—6) Antriebsschnecken (43) trägt, die
mit Schneckenrädern (44) im Eingriff stehen, welche an Wellen (45) der verschiedenen Farbzylinder (16)
befestigt sind; daß jede dieser Wellen (45) ein Ritzel (51) trägt, das im Eingriff mit einem auf einer Welle
(53) des zugehörigen Druckplattenzylinders (15) sitzenden Ritzel (52) in Eingriff steht, und daß die
Welle (53) des Druckplatten-Zylinders außerdem mit einem weiteren Ritzel (54) verbunden ist, welche mit
einem Ritzel (55) im Eingriff steht, welches auf einer Welle (56) des zugehörigen Gummituchzylinders
(14) sitzt.
4. Druckmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wellen (53 bzw. 56) des
Druckplattenzylinders (15) und des Gummituchzylinders (14) jeweils in Lagern (57, 59 bzw. 58, 61)
gelagert sind, welche in horizontalen Schienenpaaren (62,63), welche Gleitbahnen an den Innenseiten
der Flansche (21, 22) des Rahmens (19) bilden, verschiebbar gelagert sind; daß die verschiebbaren
Lager auf der Höhe des jeweiligen Druckwerkes (3—6) horizontal einerseits mit festen Lagern (46)
des Farbzylinders (16), die an den Ständern (1,2) des
Gestelles befestigt sind, und andererseits mit in an den Innenseiten der Ständer (1, 2) des Gestelles
befestigte Gleitbahnen bildenden Schiene« (67, 68) horizontal verschiebbaren Flanschen (65,66), welche
die Welle (64) des Gegendruckzylinders (13) iiragen und über eine Traverse (69) mit mindestens einer
Stange (71, 72) eines Membrangefäßes (73, 74) verbunden sind, horizontal fluchten, welches auf den
Gegendruckzylinder (13) und über diesen auf die anderen Zylinder (14, 15, 16) des betreffenden
Druckwerkes eine Kraft auszuüben gestatten.
5. Druckmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den verschiebbar
gelagerten Flanschen (65, 66), die den Gegendruckzylinder (13) tragen, und den Lagern (58, 61) des
Gummituchzylinders (14) erste Druckfedern (83) angeordnet sind; daß zwischen den Lagern (58, 61)
des Gummituchzylinders (14) und den Lagern (57, 59) des Druckplattenzylinders (15) zweite Druckfedern
(86) angeordnet sind und daß zwischen den Lagern (57, 59) des Druckplattenzylinders (15) und
Anschlägen (90), die auf dem die Halterung bildenden Rahmen (19) vorgesehen sind, dritte
Druckfedern angeordnet sind, welche eine schwächere Kraft ausüben, als die ersten und zweiten
Druckfedern (83, 86) und dementsprechend bei der Unterdrucksetzung der verschiedenen Zylinder vor
dem Zusammendrücken der ersten und zweiten Druckfedern (83, 86) als erstes zusammengedrückt
werden.
6. Druckmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschiebung der Lager
(58, 61) des Gummituchzylin'ers (14) unter der Wirkung der zweiten und dritten Druckfedern (86,
87) nach außen durch Anschlagfinger (98) begrenzt ist.
7. Druckmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Lager (57, 59) der
Druckplattenzylinder (15) Anschlagstützen (91) einstellbarer Länge enthalten, die bei der Unterdrucksetzung
der Zylinder das Zusammendrücken des Mantels des Farbzylinders (16) durch Anschlag
an die Lager (46) des Farbzylinders (16) begrenzen.
8. Druckmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Lager (58, 61) des
Gummituchzylinders (14) Anschlagstützen (80) verstellbarer Länge tragen, die den verschiebbaren
Flanschen (65, 66) zugewandt sind und) das Zusammendrücken des jeweiligen Gegendruckzylinder
(13) begrenzen.
9. Druckmaschine nach mindestens einem der Ansprüche 1—8, dadurch gekennzeichnet, d;iß die
Welle (53) jedes Druckplattenzylinders (15)ι eine Einstellscheibe (12) mit einer Einstellkerbe (94) trägt,
in die ein Rastfinger (95) eingreifen kann, der elastisch am vorderen Flansch (22) des die Halterung
bildenden Rahmens (19) gelagert ist; daß die Welle (53) ferner an ihrem Ende mit einem Handrad (93)
versehen ist; und daß eine am Gestell (1, 2) der Maschine gelagerte drehbare Welle, beispielsweise
die Welle eines Transportzylinders (96) für die Bahn,
welche mit der Hauptantriebswelle (39) der Maschine verbunden ist, eine weitere Einstellscheibe (97)
trägt, welche an ihrer Peripherie mit einer Kerbe (98) versehen ist, in die ein Rastfinger (99) eingreifen
kann.
10. Druckmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in jedem Druckwerk (3—6) die
beiden verschiebbaren Flansche (65), die die Welle (64) des Gegendruckzylinder (13) tragen, ohne
Zwischenschaltung von Federn direkt mit. Blöcken (79a) in Berührung stehen, welche mit den die Welle
des Gummituchzylinders (14) tragenden Lagern (58) verbunden sind; daß relativ schwache Druckfedern
(86) zwischen den Lagern (58) des Gummituchzylinders (14) und den Lagern (57) des Druckplattenzylinders
(15) angeordnet sind und daß verhältnismäßig starke Federn (87) auf der den schwachen Federn
(86) entgegengesetzten Seite zwischen den Lagern (57) des Druckplattenzylinders (15) und Anschlägen
(90) am Rahmen (19) angeordnet sind, wobei die letzterwähnten Federn (87) auf die Lager (57) des
Druckplattenzylinders (15) eine größere Kraft ausüben als die anderen Federn (86).
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