-
HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
-
Diese
Erfindung bezieht sich auf Druckmaschinen im Allgemeinen und auf
eine Offset-Bahnpresse mit Rollenzuführung, die mehrere übereinander
gestapelte Widerdruckeinheiten für
den gleichzeitigen Druck besitzt, wobei das vertraute Gummi-zu-Gummi-Verfahren
zur Übertragung
der Druck-Abdrücke
auf beide Seiten einer kontinuierlichen Papierbahn angewendet wird,
die zwischen den Gummizylindern der aufeinanderfolgenden Druckeinheiten
verläuft.
Die Erfindung betrifft den Entwurf einer solchen Offset-Widerdruckpresse
mit Rollenzuführung
für eine
leichtere Wartung, wobei ein vollständiger Zugang des Wartungspersonals
zu ihren kritischen Arbeitskomponenten gestattet wird.
-
Je
höher die
Produktion und je besser die Druckqualität der fraglichen Maschinen
ist, umso mehr hängt
es in einem großen
Maß davon
ab, wie leicht es ist, die Druckträger auf den Druckzylindern zu
ersetzen, die Gummitücher
auf den Gummizylindern zu reinigen und die Farbrollen zu warten.
Versuche sind bislang unternommen worden, um diese Ziele erreichen.
Unter diesen befindet sich die ungeprüfte japanische Gebrauchsmusterveröffentlichung Nr.
3-23438, welche lehrt, die Einfärbeinrichtungen trennbar
von den Druckzylindern zu machen, um den Druckplattenaustausch und
die Farbrollenwartung besser zu erleichtern. Ein Einwand zu dieser
bekannten Lösung
ist der, dass die Einfärbeinrichtungen
insgesamt nicht trennbar sind. Die Wartungsperson hat die aufeinanderfolgenden
Einfärbeinrichtungen
eine zu jeder Zeit von den entsprechenden Druckzylindern zu trennen,
die notwendige Wartung auszuführen
und sodann die Einfärbeinrichtungen
mit den Druckzylindern eine nach der anderen wieder zu verbinden.
-
Dieser
Nachteil fehlt bei der japanischen Patentveröffentlichung Nr. 9-509905,
welche eine Staplung einer gewünschten
Anzahl von Offset-Widerdruck-Presseinheiten
vorschlägt.
Der vollständige Stapel
von Druckeinheiten ist vertikal zwischen den Gummizylindern und
den Druckzylindern trennbar und die Druckzylinder sind horizontal
von den Druckzylindern wegbewegbar, um Arbeitsraum für das Wartungspersonal
zu schaffen. Die Druckzylinder und die Gummizylinder sind daher
leichter zugänglich
und zu warten, wobei keine Notwendigkeit für die Bedienungsperson besteht,
von einer Druckeinheit zu einer anderen zu gehen. Keine Verbesserung
wurde jedoch vorgenommen bezüglich
des Zugangs der Rollen der Einfärbeinrichtungen,
wobei solche Rollen ungetrennt von den Plattenzylindern bleiben.
-
In
der Technik sind zusätzliche
Probleme ungelöst
geblieben betreffend die Art, wie die trennbaren Teile der Druckmaschine
während
des Druckbetriebs fest miteinander verbunden gehalten werden können. Die
oben genannte japanische Patentveröffentlichung Nr. 9-509905 lehrt
die Verwendung von von einem Motor angetriebenen Leitspindeln für die Bewegung
der beweglichen Rahmeneinrichtungen, die die Zylinder und Rollen
der Druckeinheiten tragen, in einen Zwangskontakt mit dem festen
Rahmenwerk der Maschine.
-
Leitspindeln,
wie sie für
diesen Zweck verwendet werden, besitzen einige Nachteile. Zunächst müssen die
Leitspindeln ausreichend lang sein, um genügend Raum vorzugeben zur Aufnahme
des Wartungspersonals zwischen den Druckzylindern und den Gummizylindern.
Solche länglichen
Leitspindeln erfordern entsprechend verlängerte Zeitperioden für die Trennung
und die Wiedervereinigung der in Frage kommenden Zylinder. Zweitens
treten mit der unvermeidlichen Abnutzung der Leitspindeln im Verlauf
der Zeit Veränderungen
in der Anzahl von Umdrehungen auf, die durch die Antriebsmotoren auszuführen sind
bis die Zusammenführung
vervollständigt
ist. Drittens wurden Schwierigkeiten bei der Einstellung der Kräfte angetroffen,
mit denen die Druckzylinder gegen die Gummizylinder gedrückt wurden.
-
Die
japanische Patentveröffentlichung
Nr. 52-19481 schlägt
die Verwendung von Haken vor, die an starren Rahmeneinrichtungen
montiert sind, und von Verriegelungsstiften, die an beweglichen
Rahmeneinrichtungen montiert sind und Teile der Druckeinrichtung
tragen. Ebenfalls mit den starren Rahmeneinrichtungen sind durch
ein Fluid-betätigte
Zylinder montiert zum Drehen der Haken in und außer Eingriff mit den Verriegelungsstiften.
Die Haken sind so geformt, dass sie die bewegliche Rahmeneinrichtung
gegen die starre Rahmeneinrichtung beim Eingriff mit den Verriegelungsstiften
drücken.
-
Obgleich
das Verhaken der Verriegelungsstifte schneller erfolgt als die Drehung
der Leitspindeln, müssen
die Haken die doppelte Funktion des positiven Eingriffs mit den
Verriegelungsstiften und des Drückens
derselben mit Kraft ausführen.
Die Haken mussten daher so geformt werden, dass sie Nockenkanten
umfassen, die in Lage sind, die Verriegelungsstifte gegen die Gelenkpunkte
der Haken zu drücken,
wenn sie in tieferen Eingriff mit den Verriegelungsstiften im gleitenden
Kontakt mit diesen gedreht werden. Die Haken mit solchen kritisch
gewinkelten Nockenkanten waren schwierig herzustellen und im Gebrauch
wurde ihre Form leicht abgetragen. Es war darüber hinaus schwierig, über die
Haken hinreichend große
Zugkräfte
allein mittels der Fluidbetätigten
Zylinder auszuüben.
-
Eine
Offset-Widerdruckpresse gemäß dem Gattungsbegriff
des Patentanspruchs 1 ist in dem Dokument WO-A-95/24313 offenbart.
-
ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
-
Im
Hinblick auf den vorgenannten Stand der Technik macht es sich die
vorliegende Erfindung zur Aufgabe, die Offset-Widerdruckpresse der
vorgenannten Art für
eine Wartung leichter zugänglich
zu machen.
-
Eine
spezifischere Aufgabe der Erfindung liegt in einem Entwurf der Druckpresse
so, dass eine Wartungsperson in der Lage ist, die Druckplatten auszutauschen,
die Gummizylinder zu reinigen und die Einfärbeinrichtungen zu warten,
insbesondere die End-Einfärbrollen
von allen oder irgendwelchen Druckeinheiten und dies alles auf einmal.
-
Eine
weitere Aufgabe der Erfindung liegt darin, die bewegliche Rahmeneinrichtung,
die irgendwelche Arbeitskomponenten der Druckmaschine trägt, mit der
starren Rahmeneinrichtung, die andere Arbeitskomponenten trägt, starrer
und positiver befestigbar durch Mittel zu machen, die leichter herzustellen
sind, abnutzungsfreier sind und im Betrieb länger halten, als dies bislang
der Fall war.
-
Kurz
vermerkt, gibt die Erfindung eine Offset-Widerdruckpresse vor, die
alle Merkmale des unabhängigen
Patentanspruches 1 umfasst.
-
Mit
diesem Aufbau der Offset-Widerdruckpresse gemäß der Erfindung sei vermerkt,
dass Räume
zwischen der ersten Einfärbeinrichtung
und den ersten Druckzylindern und zwischen der zweiten Einfärbeinrichtung
und den zweiten Druckzylindern bei der Zurückziehung des ersten und des
zweiten beweglichen Paares von Trägerwänden weg von dem festen Paar
von Trägerwänden gebildet
werden. Es versteht sich, dass diese Räume jeweils groß genug sind,
um eine Wartungsperson aufzunehmen. Durch Betreten dieser Räume kann
diese daher solche üblichen
Wartungsjobs ausführen,
wie z. Bsp. den Austausch der Druckplatten, die Reinigung des Gummituches
und die Wartung der Einfärbrollen,
wobei dies alles zu einer Zeit erfolgen kann. Insbesondere besitzt
diese den vollen Zugriff auf die End-Einfärbrollen, da der Stapel von
Offset-Druckeinheiten zwischen den Einfärbeinrichtungen und den Druckzylindern
getrennt ist.
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ebenfalls die Verriegelungseinrichtung
der verbesserten Konstruktion, die Verriegelungsstifte umfasst,
die schnell auf wenigstens einem von jedem der zwei beweglichen
Paare von Trägerwänden montiert
sind und Haken umfasst, die auf dem Rahmentragwerk montiert sind
zur Bewegung in und außer
Verriegelungseingriff mit den entsprechenden Verriegelungsstiften. Jeder
Haken ist nicht direkt an dem Rahmentragwerk montiert, sondern über einen
Träger,
der an dem Rahmentragwerk montiert ist und der eine lineare Hin-
und Herbewegung in Bezug auf das Rahmentragwerk in der Richtung
der Bewegung der beweglichen Trägerwände zu und
weg von den festen Trägerwänden ausführen kann.
Betätigungseinrichtungen
wirken zwischen dem Rahmentragwerk und jedem Träger, um eine zugeordnete bewegliche
Trägerwand,
die den Verriegelungsstift an sich im Eingriff mit dem Haken auf
dem Träger
aufweist, zu veranlassen, gegen das Rahmentragwerk gedrückt zu werden.
-
Obgleich
typischerweise jeder Haken durch einen Fluid-betätigten Zylinder in Verriegelungseingriff
mit einem Verriegelungsstift gedreht wird, wird bei dem bevorzugten
Ausführungsbeispiel
der Erfindung dieser Zylinder nicht verwendet, um den Verriegelungsstift
zu ziehen. Der vollständige
Haken zusammen mit dem Träger,
auf welchem er montiert ist, wird statt dessen in der Richtung bewegt,
um die zugeordnete bewegliche Trägerwand
gegen die starre Trägerwand
zu drücken.
Der Haken kann daher einfacher in der Form sein als im Stand der
Technik, wobei es nur erforderlich ist, dass er sich in positivem Eingriff
mit dem Verriegelungsstift befindet.
-
Vorzugsweise
kann die Betätigungseinrichtung
einen Fluid-betätigten
Zylinder umfassen, der mit jedem Träger über eine das Drehmoment verstärkende Nockenwelle
gekoppelt ist. Die Trägerwände werden
sodann alle fester gegen die starren Trägerwände gedrückt, wodurch die Offset-Widerdruckeinheiten
positiv zusammengehalten werden und in guter Arbeitsreihenfolge
bei jeden längeren
Ablauf der Druckoperation gehalten werden.
-
Die
obigen und anderen Ziele, Merkmale und Vorteile der Erfindung und
die Art und Weise ihrer Verwirklichung gehen besser hervor und die
Erfindung selbst wird besser verständlich aus der folgenden Beschreibung,
wenn sie zusammen mit den beigefügten
Zeichnungen genommen wird, die das bevorzugte Ausführungsbeispiel
der Erfindung zeigt.
-
KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
-
1 ist
eine schematische Darstellung der Offset-Widerdruckpresse, die die
neuen Konzepte dieser Erfindung beinhaltet und die zwei Paare von beweglichen
Trägerwänden in
ihren Arbeitspositionen zeigt, wobei die Einfärbeinrichtungen der Druckmaschine
gegen die Druckzylinder für
den Druck gehalten werden;
-
2 ist
eine Veranschaulichung ähnlich wie
in 1 mit der Ausnahme, dass die beweglichen Trägerwände für Wartungszwecke
zurückgezogen
sind;
-
3 ist
eine Veranschaulichung in etwa ähnlich
zu 1, aber das Rahmentragwerk der Druckmaschine zusammen
mit den Paaren von beweglichen Trägerwänden zeigt;
-
4i ist eine vergrößerte teilweise Vorderansicht
der Druckmaschine, die insbesondere eine Hand-Antriebseinrichtungen
zur Bewegung der zwei Paare von beweglichen Trägerwänden zwischen der Arbeitsposition
und der zurückgezogenen
Position zeigt;
-
5 ist
ein noch weiter vergrößerter Teilschnitt
entlang der Linie V-V in 4, der insbesondere die gleichen
Hand-Antriebseinrichtungen zeigt;
-
6 ist
eine vergrößerte Teilansicht,
die zeigt, wie jede bewegliche Trägerwand der Druckmaschine von 1 sich
mit ihrer Oberkante im Eingriff mit dem Rahmentragwerk für eine glatte
Bewegung befindet;
-
7 ist
ein noch weiter vergrößerter Teilschnitt
entlang der Linie VII-VII
in 6;
-
8 ist
ein ähnlicher
Schnitt entlang der Linie VIII-VIII in 6;
-
9 ist
ein vergrößerter horizontaler
Teilschnitt durch die Druckmaschine von 1, der insbesondere
eine Verriegelungseinrichtung zum Rückhalten der beweglichen Trägerwände gegen
die starren Trägerwände zeigt;
-
10 ist
eine Ansicht der in 9 gezeigten Anordnung in Richtung
des Pfeils X; und
-
11 ist
eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht der in 9 gezeigten
Einrichtung in der Richtung des Pfeils XI.
-
BESCHREIBUNG
DES BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELS
-
Die
vorliegende Erfindung sei nunmehr in Einzelheiten beschrieben, wobei
sie spezifisch an eine Vierfarben-Offset-Widerdruckpresse mit Rollenzuführung angepasst
ist. Wie in 1 veranschaulicht, besitzt die
dargestellte Druckmaschine ein Rahmentragwerk 1, in welchem
in einer sich fortsetzenden Weise vier Offset-Widerdruckeinheiten 2a, 2b, 2c und 2d in
einem Stapel montiert sind. Jede Druckeinheit umfasst zwei Gummizylinder 3a und 3b,
die miteinander in Kontakt gehalten werden, zwei Druckzylinder 4a und 4b in
rollendem Kontakt mit den entsprechenden Gummizylindern 3a und 3b und
Einfärbeinrichtungen 6a und 6b einschließlich End-Einfärbrollen 5,
die sich in direktem Kontakt mit den Druckzylindern 4a und 4b zum
Einfärben
der Druckplatten auf diesen befinden.
-
Eine
kontinuierliche Papierbahn 7 wandert nach oben durch den
Stapel von Druckeinheiten 2a–2d, wobei sie zwischen
den Paaren von gegenüberliegenden
Gummizylindern 3a und 3b jeder Einheit verläuft. Die
Druckeinheiten 2a–2d bedrucken beide
Seiten der Bahn 7 durch das Gummi-an-Gummi-Verfahren, wobei
die Gummizylinder auf den der Bahn gegenüberliegenden Seiten als die
Druckzylinder verwendet werden.
-
Wie
aus den 1–3 hervorgeht,
umfasst das Rahmentragwerk 1 eine Plattform 1a,
zwei Paare von vertikalen Rahmenelementen 1b und 1c, die
sich an den gegenüberliegenden
Enden der Plattform nach oben erstrecken, ein Paar von vertikalen Trägerwänden 1d,
die in der Mitte der Plattform errichtet sind und ein Paar von Koppelbalken 1e zwischen
dem vertikalen Rahmenelementpaar 1b und dem Trägerwandpaar 1d und
ein anderes Paar von Koppelbalken 1f zwischen dem vertikalen
Rahmenelementpaar 1c und dem Trägerwandpaar 1d.
-
Die
Gummizylinder 3a und 3b und die Druckzylinder 4a und 4b aller
Druckeinheiten 2a–2d sind drehbar
durch und zwischen dem Paar von festen Trägerwänden 1d abgestützt. Die
ersten Einfärbeinrichtungen 6a der
Druckeinheiten 2a–2d sind
andererseits betriebsmäßig durch
und zwischen einem ersten Paar von beweglichen Trägerwänden 10a abgestützt, die
beweglich an dem Rahmentragwerk 1 gelagert sind. Die zweiten
Einfärbeinrichtungen 6b der
Druckeinheiten 2a–2b sind
in gleicher Weise betriebsmäßig durch
und zwischen einem zweiten Paar von beweglichen Trägerwänden 10b abgestützt, die beweglich
an dem Rahmentragwerk 1 abgestützt sind.
-
Die
zwei Paare von beweglichen Trägerwänden 10a und 10b sind
zu und weg von dem Paar von starren Trägerwänden 1d beweglich. 1 zeigt
beide Paare von beweglichen Trägerwänden 10a und 10b,
die gegen das Paar von starren Trägerwänden 1d gehalten sind.
Wenn sich die Trägerwände 10a und 10b in
diesen Positionen befinden, befinden sich die ersten und die zweiten
Einfärbeinrichtungen 6a und 6b,
die durch diese getragen werden, in ihren Arbeitspositionen, wobei
die End-Einfärbrollen 5 gegen die
ersten und zweiten Druckzylinder 4a und 4b der Druckeinheiten 2a–2d gehalten
werden.
-
Es
kann ebenfalls aus 1 entnommen werden, dass Räume 12 zwischen
den Paaren vertikaler Rahmenelemente 1b und 1c und
den Paaren der beweglichen Trägerwände 10a und 10b vorliegen,
wenn sich die letzteren in der Arbeitsposition befinden. Diese Räume sind
hinreichend groß,
um eine Wartungsperson aufzunehmen, was ihm gestattet, irgendeinen
erforderlichen Wartungsjob an den Einfärbeinrichtungen 6a und 6b insbesondere
vorzunehmen.
-
In 2 sind
beide Paare von beweglichen Trägerwänden 10a und 10b gezeigt,
wobei sie von dem Paar der starren Trägerwände 1d wegbewegt sind.
Die Einfärbeinrichtungen 6a und 6b sind
nunmehr alle in ihre zurückgezogenen
Positionen geführt,
weg von den Druckzylindern 4a und 4b der Druckeinheiten 2a–2d.
Räume 12a werden
nun zwischen den Druckzylindern 4a und 4b und
den Einfärbeinrichtungen 6a und 6b aller
Druckeinheiten 2a–2d für die Aufnahme
einer Wartungsperson gebildet.
-
Für eine solche
Bewegung in Bezug auf das Rahmentragwerk 1 sind die beweglichen
Trägerwände 10a und 10b jeweils
mit einem Paar von Schuhen 16 versehen, 3–5,
die an ihrer Bodenkante mit einem Antireibungsmaterial versehen
sind. In der Form eines umgekehrten U im Querschnitt ist jedes Paar
von Schuhen gleitend und aufgespreizt in einer geradlinigen Führungsschiene 17 auf
der Plattform 1a gelagert.
-
Wie
in 6 gestrichelt angezeigt und in einem vergrößerten Schnitt
in 7 ist ein Paar von Rollen 18 auf der
Oberkante einer jeden der beweglichen Trägerwände 10a und 10b in
horizontal beabstandeten Positionen darauf gelagert, um sich um
horizontale Achsen im rechten Winkel zu der Wanderrichtung dieser
Wand zu drehen. Das Paar von Rollen 18 auf jeder beweglichen
Wand befindet sich im Rolleingriff mit der Unterseite einer Führungsschiene 20,
die überhängend mit
einem zugeordneten Koppelbalken 1e oder 1f befestigt
ist.
-
Wie
ebenfalls gestrichelt in 6 und in einem vergrößerten Schnitt
in 8 angezeigt ist, ist ein weiteres Paar von Rollen 19 an
der Oberkante einer jeden der beweglichen Trägerwände 10a und 10b in
horizontal beabstandeten Positionen darauf gelagert für eine Drehung
um vertikale Achsen. Das Paar von Rollen 19 auf jeder beweglichen
Wand befindet sich im Rolleingriff mit der Innenoberfläche eines
zugeordneten Koppelbalkens 1e oder 1f. Somit sind
die zwei Paare von beweglichen Trägerwänden 10a und 10b in
der Lage, zwischen den Arbeits- und den zurückgezogenen Positionen ohne
vertikale oder seitliche Verschiebung zu wandern.
-
Unter
Bezugnahme zurück
auf 3 sind die zwei Paare von beweglichen Trägerwänden 10a und 10b beide
mit manuellen Antrieben 14a oder 14b entsprechend
versehen, um hierdurch von Hand zwischen den Arbeitspositionen von 1 und
den zurückgezogenen
Positionen von 2 bewegt zu werden. Da die zwei
Handantriebe 14a und 14b von gleichem Aufbau mit
Ausnahme von ihren entgegengesetzten Ausrichtungen sind, sei nur
der Handantrieb 14a für
das erste Paar von beweglichen Trägerwänden 10a in Einzelheiten
beschrieben mit dem Hinweis, dass die gleiche Beschreibung im Wesentlichen
für den
anderen Antrieb 14b gilt.
-
Wie
in einem vergrößertem Maßstab in
den 4 und 5 veranschaulicht, umfasst der
entsprechende Handantrieb 14a eine Zahnstange 23, die
auf die Plattform 1a gelegt ist und ein Ritzel 22 in positivem
Eingriff mit der Zahnstan ge. Das Ritzel 22 ist fest auf
einer Ritzelwelle 21 gelagert, die drehbar an dem Paar
von Trägerwänden 10a gelagert
ist. Eine endlose Kette 26 erstreckt sich zwischen einem Zahnkranz 25a auf
der Ritzelwelle 21 und einem anderen Zahnkranz 25b an
einer Handradwelle 24, die ebenfalls an dem Paar von beweglichen
Trägerwänden 10a drehbar
gelagert ist. Ein Handrad 27 ist fest mit der Handradwelle 24 montiert.
-
Somit
wird die Drehung des Handrades 27 in zwei Richtungen über die
Ketten- und Zahnradanordnung auf das Ritzel 22 übertragen.
Die sich ergebende Drehung des Ritzels 22 in positivem
Eingriff mit der Zahnstange 23 veranlasst das Paar von
beweglichen Trägerwänden 10a zur
Wanderung zu und weg von dem Paar von starren Trägerwänden 1d. Das andere
Paar von beweglichen Trägerwänden 10d ist
in gleicher Weise beweglich durch die Drehung des Handrades, das
in 3 bei 14b gezeigt ist.
-
Die
vorliegende Erfindung sieht ferner zwei Paare von Verriegelungsmechanismen 15a, 3, vor,
die zwischen dem Paar von starren Trägerwänden 1d und dem ersten
Paar von beweglichen Trägerwänden 10a wirken
und weitere zwei Paare von Verriegelungsmechanismen 15b,
die zwischen dem Paar von starren Trägerwänden 1d und dem zweiten Paar
von beweglichen Trägerwänden 10b wirken,
um die zwei Paare von beweglichen Trägerwänden in ihren Arbeitspositionen
zurückzuhalten
gegen das Risiko der Zurückbewegung
während
des Druckes. Zwei Verriegelungsmechanismen 15a sind in
vertikal beabstandeten Positionen für jede Trägerwand des ersten Paares von
beweglichen Trägerwänden 10a vorgesehen
und zwei Verriegelungsmechanismen 15b in vertikal beabstandeten
Positionen sind für jede
Trägerwand
des zweiten Paares von beweglichen Trägerwänden 10b vorgesehen.
Da alle diese Verriegelungsmechanismen im wesentlichen den identischen
Entwurf aufweisen, wird nur eine von ihnen, 15a, der obere
Mechanismus von zwei solchen Mechanismen für eine Trägerwand 10a in Einzelheiten
beschrieben, wobei es sich versteht, dass die gleiche Beschreibung
im wesentlichen für
jeden der anderen Verriegelungsmechanismen zur Anwendung gelangt.
-
Wie
in einem vergrößerten Maßstab in
den 9–11 veranschaulicht,
umfasst der entsprechende Verriegelungsmechanismus 15a einen
Verriege lungsstift 31, der fest mit der beweglichen Trägerwand 10a befestigt
ist und einen Haken 33, der schwenkbar an einem Träger 32 gelagert
ist, zur Bewegung in und außer
Verriegelungseingriff mit dem Verriegelungsstift 31. Eine
Linear-Betätigungseinrichtung,
wie z. Bsp. ein pneumatischer Zylinder 34 ist zwischen
dem Träger 32 und
dem Haken 33 zur Betätigung
des letzteren angeordnet. Der Haken 33 wird sich in 11 betrachtet
im Uhrzeigersinn in Verriegelungseingriff mit dem Verriegelungsstift 31 beim
Ausschub des Zylinders 34 drehen und im Gegenuhrzeigersinn
außer
Eingriff mit diesem bei einer Zusammenziehung des Zylinders. Gelagert
an der starren Trägerwand 1d ist
der Träger 32 eingeschränkt auf
eine Linearbewegung relativ zu dieser Wand in der Bewegungsrichtung
der beweglichen Trägerwand 10a zu
und weg von der starren Trägerwand 1d.
-
Für eine solche
Bewegung des Trägers 32 wird
eine das Drehmoment verstärkende
Nockenwelle 35 und eine Linear-Betätigungseinrichtung wie z. Bsp.
ein hydraulischer Zylinder 36 verwendet. Die Nockenwelle 35 erstreckt
sich drehbar durch die starre Trägerwand 1d und
besitzt einen Nocken 35a, der sich exzentrisch von einem
Ende desselben erstreckt. Der exzentrische Nocken 35a steht
im Eingriff mit dem Träger 32,
um diesen zu veranlassen zu und weg von dem Verriegelungsstift 31 bei
der Drehung der Nockenwelle 35 in zwei Richtungen zu wandern.
Da der Nocken 35a auf einem Bogen wandert, nimmt der Träger 32 den
Nocken in seinem Schlitz 32a auf, welcher sich vertikal
längs erstreckt,
und er nimmt die vertikale Komponente der Nockenbewegung auf und
verwendet seine Horizontalkomponente für die Verschiebung zu und weg
von dem Verriegelungsstift 31.
-
Das
andere Ende der Nockenwelle 35 ist mit einem Flansch versehen
und über
einen Stift bei 36b mit dem einen Ende des Hydraulikzylinders 36 verbunden,
dessen anderes Ende schwenkbar bei 36a an der starren Trägerwand 1d abgestützt ist.
Der Ausschub des Hydraulikzylinders 36 ist der Leistungshub,
der die Nockenwelle 35 veranlasst, sich, wie in 10 betrachtet,
im Uhrzeigersinn zu drehen. Die Drehung der Nockenwelle im Uhrzeigersinn führt ihrerseits
zur Wanderung des Trägers 32 weg von
dem Verriegelungsstift 31. Ein einstellbarer Anschlag ist
bei 37 an der starren Trägerwand 1d vorgesehen,
um den Leistungshub des Zylinders 36 zu begrenzen.
-
Ein
Studium der 9 zeigt insbesondere, dass die
Stiftverbindung 36b, die den Hydraulikzylinder 36 mit
der Nockenwelle 35 koppelt, sich in einem größeren Abstand
von der Achse der Nockenwelle 35 befindet, als dies dem
exzentrischen Nocken 35a entspricht. Demzufolge arbeitet
die Nockenwelle 35 zur Verstärkung des Eingangs-Drehmomentes
für die Ansteuerung
des Trägers 32.
-
Mit
diesem verbesserten Aufbau der Vierfarben-Offset-Widerdruckpresse
gemäß der Erfindung werden
die zwei Paare von beweglichen Trägerwänden 10a und 10b gegen
das Paar von starren Trägerwänden 1d für den Druck
gehalten, wie dies in 1 gezeigt ist. Die Paare von
beweglichen Trägerwänden 10a und 10b können in
Kontakt mit dem Paar von starren Trägerwänden 1d gesteuert
werden, indem die zwei Handräder 27 auf
der Plattform 1a gedreht werden. Keine große Kraft
ist erforderlich zum Drehen der Handräder 27, da die beweglichen
Trägerwände 10a und 10b über die
Führungsschienen 17 und über die
Antireibungsschuhe 16 gemäß den 4 und 5 gleiten.
Da ferner diese beweglichen Trägerwände mit
ihren Oberkanten sowohl vertikal als auch quer über die Rollen 18 und 19 geführt sind,
wie dies in den 7 und 8 gezeigt
ist, werden sie alte sehr leicht verschoben.
-
Wenn
die zwei Paare von beweglichen Trägerwänden 10a und 10b in
die Arbeitspositionen gemäß 1 gelangen,
können
die pneumatischen Zylinder 34, 9–11,
aller Verriegelungsmechanismen 15a und 15b ausgeschoben
werden, um die Haken 33 in Verriegelungseingriff mit den
Verriegelungsstiften 31 zu schwenken. Sodann können die Hydraulikzylinder 36 auf
den starren Trägerwänden 1d ausgeschoben
werden, um die Träger 32 weg
von den Verriegelungsstiften 31 zu bewegen, wodurch die
Haken 33 veranlasst werden, die Paare von beweglichen Trägerwänden 10a und 10b in
zwangsweisen Kontakt mit dem Paar von starren Trägerwänden zu ziehen. Nun sind die
End-Einfärbrollen 5, 1, der
Einfärbeinrichtung 6a und 6b aller
Druckeinheiten 2a–2d in
geeigneten Eingriff mit den Druckzylindern 4a und 4b gebracht
worden, wodurch die Maschine bereit zum Druck ist.
-
Es
sei vermerkt, dass die Kräfte
der Hydraulikzylinder 36 in großem Umfang durch die Nockenwellen 35 bei
der Übertragung
auf die Träger 32 verstärkt werden.
Die Einfärbrollen 5 werden
daher gegen die Druckzylinder 4a und 4b während jedem
längeren
Lauf des Druckbetriebs gedrückt.
-
Um
die Maschine nach dem Druck zu warten, können die zwei Paare von beweglichen
Trägerwänden 10a und 10b von
dem Paar von starren Trägerwänden 1d durch
die Umkehrung der vorstehenden Prozedur entriegelt werden. Dann
können
die Handräder 27 gedreht
werden, um die beweglichen Trägerwände 10a und 10b aus
der Position in 1 in die Position von 4 zurückzuführen, wodurch Räume 12a zwischen
der Einfärbeinrichtung 6a und 6b und
den Druckzylindern 4a und 4b gebildet werden.
Durch Betreten dieser Räume 12a kann
die Wartungsperson vollständigen
Zugang zu den Druckzylindern 4a und 4b und zu
den End-Einfärbrollen 5 der
Einfärbeinrichtungen 6a und 6b für eine leichte Wartung
insbesondere erlangen.
-
Ungeachtet
der vorstehenden detaillierten Beschreibung ist es nicht erwünscht, dass
die vorliegende Erfindung auf die genaue Darstellung in den Zeichnungen
oder die Beschreibung derselben beschränkt wird. Zum Beispiel kann
anstelle der manuellen Bewegung der Paare von beweglichen Trägerwänden 10a und 10b zusammen
mit den Einfärbeinrichtungen 6a und 6b,
die damit verbunden sind, diese durch einen Motor angesteuert werden,
wie z. Bsp. durch Koppeln von Motor-Ansteuereinheiten mit den Stiftwellen 21, 5,
entweder direkt oder über ein
geeignetes Antriebsgestänge.
-
Die
obigen und anderen Modifikationen, Veränderungen und Anpassungen der
veranschaulichten Ausführungsbeispiele
ergeben sich von selbst für den
Fachmann. Es ist daher beabsichtigt, dass die Erfindung breit und
in einer Weise ausgelegt wird, die mit dem Rahmen der Ansprüche übereinstimmt,
die folgen.