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DE2638795C3 - Verfahren zur Herstellung von Endlosfaden-Buntgarn - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Endlosfaden-Buntgarn

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Publication number
DE2638795C3
DE2638795C3 DE19762638795 DE2638795A DE2638795C3 DE 2638795 C3 DE2638795 C3 DE 2638795C3 DE 19762638795 DE19762638795 DE 19762638795 DE 2638795 A DE2638795 A DE 2638795A DE 2638795 C3 DE2638795 C3 DE 2638795C3
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DE
Germany
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yarn
yarns
colored
tension
threads
Prior art date
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Application number
DE19762638795
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DE2638795B2 (de
DE2638795A1 (de
Inventor
Thomas Larson Georgetown Del. Nelson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
EIDP Inc
Original Assignee
EI Du Pont de Nemours and Co
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Publication date
Application filed by EI Du Pont de Nemours and Co filed Critical EI Du Pont de Nemours and Co
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Publication of DE2638795B2 publication Critical patent/DE2638795B2/de
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Publication of DE2638795C3 publication Critical patent/DE2638795C3/de
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    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02GCRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
    • D02G3/00Yarns or threads, e.g. fancy yarns; Processes or apparatus for the production thereof, not otherwise provided for
    • D02G3/22Yarns or threads characterised by constructional features, e.g. blending, filament/fibre
    • D02G3/34Yarns or threads having slubs, knops, spirals, loops, tufts, or other irregular or decorative effects, i.e. effect yarns
    • D02G3/346Yarns or threads having slubs, knops, spirals, loops, tufts, or other irregular or decorative effects, i.e. effect yarns with coloured effects, i.e. by differential dyeing process
    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02GCRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
    • D02G1/00Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics
    • D02G1/16Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics using jets or streams of turbulent gases, e.g. air, steam
    • D02G1/165Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics using jets or streams of turbulent gases, e.g. air, steam characterised by the use of certain filaments or yarns
    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02JFINISHING OR DRESSING OF FILAMENTS, YARNS, THREADS, CORDS, ROPES OR THE LIKE
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    • D02J1/08Interlacing constituent filaments without breakage thereof, e.g. by use of turbulent air streams

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  • Textile Engineering (AREA)
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  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)

Description

35
Die Erfindung betrifft ein Verfahren entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein Verfahren dieser Art ist aus der US-PS 38 11 263 bekannt. Ein aus mehreren unterschiedlich gefärbten Fadenbündeln zusammengesetztes, gekräuseltes Verbundgarn wird nach Anlegen einer Glättungsspannung von 0,03 bis 0,20 g/den in einer Düse bei einer Garnspannung von 0,008 bis 0,03 g/den einer Wirbelbehandlung unterworfen. Dabei gibt jedes der Fadenbündel Fäden ab, die ein kohärentes Sekundärbündel bilden, während die übrigen Fäden der Fadenbündel in ihrer Anzahl längs der Garnachse variieren und mit den anderen Fadenbündeln verflochten und regellos um die Garnachse herum orientiert sind. Das hat zur Folge, daß die Dominanz der verschiedenen Farben variiert und das so hergestellte Buntgarn zu kontrastreich ist. Bei Buntgarnen ist ein Bunteffekt erwünscht, der in seiner Farbwirkung ausgeglichen, d. h. weder zu kontrastarm noch zu kontrastreich ist. In eine Florware eingearbeitet kommt die Farbe der Fäden hauptsächlich an der Spitze der Flornoppen zum Vorschein. Das gemäß US-PS 38 11 263 hergestellte Garn ist zu kontrastreich, d. h. zu lebhaft und grell, weil die einzelnen Endlosfäden, aus denen das Buntgarn hergestellt ist, nur wenig miteinander vermengt sind. b0
Ein anderes Verfahren zur Herstellung eines Buntgarnes ist aus DE-OS 23 32 773 bekannt. Nach diesem Verfahren wird ein zusammengesetztes gezwirntes Garn von meliertem Aussehen hergestellt, bei dem ein aus mehreren Komponenten unterschiedlicher Färbung ω zusammengesetztes gekräuseltes Garn nach Spannen des Garnes in zwei Stufen ineinandergemengt wird. Dieses Verbundgarn ist ebenfalls sehr lebhaft gefärbt, es
fehlt ihm die erwünschte Ausgewogenheit.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, ein Endlosfaden-Buntgarn mit einem Bunteffekt herzustellen, das einerseits nicht aufgrund einer vollständigen Durchmischung einfarbig, d.h. kontrastarm wirkt, andererseits aber nicht zu lebhaft ynd kontrastreich ist, sondern einen ausgewogenen Bunteffekt bietet
Diese Aufgabe ist ausgehend von dem durch die US-PS 3811263 bekannten Verfahren durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst und beruht auf der Erkenntnis, daß das Fadengut vor der Vermengung nicht nur geglättet, sondern auch entwirrt werden muß, wozu eine erheblich höhere Garnspannung als zum bloßen Glätten nötig ist und das Fadengut dabei über Bremsstifte geführt werden muß, und daß die entwirrten Endlosfäden bei Zufuhrüberschuß vermengt werden.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen näher erläutert
F i g. 1 ist ein schematischer Aufriß einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung;
F i g. 2 ist eine geschnittene perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der bei dem Verfahren gemäß der Ei-findung verwendeten Düse zum Vermengen des Garnes.
F i g. 1 zeigt drei Spulen 2, 4 und b, von denen gekräuselte Endlosfadengarne 8, 10 und 12, die unterschiedliche Farben und/oder ein unterschiedliches Farbstoffaufnahmevermögen aufweisen, durch eine Konvergenzführung 11 einem Zugwalzenpaar 14 und 18 mit den dazugehörigen Trennwalzen 16 bzw. 20 zugeführt werden. Die Garne 8, 10 und 12 werden der Zugwalze 14 Seite an Seite zugeführt, worauf sie sich zunächst um die Zugwalze 14 und die Trennwalze 16 nebeneinanderliegend und sodann um die Zugwalze 18 und die Trennwalze 20, ebenfalls nebeneinanderiiegend, oft genug herumwickeln, so daß kein Schlupf der Garne auf den Walzenoberflächen stattfindet. Die Zugwalze 18 und die Trennwalze 20 laufen mit einer höheren Oberflächengeschwindigkeit als die Zugwalze 14 und die Trennwalze 16, so daß die Endlosfäden eines jeden der Garne 8,10 und 12 auf ihrem Weg von der Walze 14 zur Walze 18 unter Spannung gesetzt werden. Durch dieses Spannen der Garne wird die Kräuselung in den Ausgangsgarnen 8, 10 und 12 »ausgeglättet« mit der Wirkung, daß die Fäden der Garne parallel gerichtet werden und die Verschlingung zwischen den Fäden in einem jeden Garn beseitigt wird. Die Zugwalze 18 und die Trennwalze 20 laufen in bezug auf die Zugwalze 14 und die Trennwalze 16 nicht mit einer so hohen Geschwindigkeit, daß die Endlosfäden der Garne verstreckt werden, weil dies den Zweck der Fadenkräuselung in den Ausgangsgarnen 8, 10 und 12 vereiteln würde.
Zwischen den Zugwalzen 14 und 18 befindet sich eine Bremsvorrichtung 22, die aus einer Reihe von Bremsstiften 24 besteht, zwischen denen die Garne 8,10 und 12 derart hindurchlaufen, daß die Endlosfäden eines jeden der Garne weiter entwirrt werden. In F i g. 1 sind die Garne 8, 10 und 12 als Einzelgarne dargestellt, wie sie durch die Bremsvorrichtung 22 laufen. Im Idealfall ist es erwünscht, daß jeder Endlosfaden eines jeden dieser Garne ebenfalls als Einzelfaden vorliegt, d.h. sich in Parallellage unter Entwirrung benachbarter Fäden bei ihrem Durchgang durch die Bremsvorrichtung befindet. Diese Parallellage der Fäden in den Garnen bleibt erhalten, wenn sie um die Zugwalze 18 und die
Trennwalze 20 herumlaufen.
Von der Zugwalze 18 laufen die Garne 8, 10 und 12 Seite an Seite parallel zueinander durch eine Wasserauftragsvorrichtung mit den Sprühdüsen 26, wodurch die Fäden der Garne für die nachfolgende Behandlung in der Vermengungszone 28 befeuchtet werden, und schließlich wird das aus den vermengten Garnen bestehende Buntgarn 29 auf die Walze 30 aufgewickelt
In der Vermengungszone 28 werden die Endlosfäden derart vermengt, daß sich Garnbereiche von regelloser Fadenlänge mit vermischten Endlosfäden bilden, die zwischen Garnbereichen von regelloser Fadenlänge mit unvermischten Endlosfäden eingesprenkelt sind, wobei diese Bereiche ein solches Verhältnis zueinander haben, daß aus dem Garn hergestellte Florware keine merklichen Streifen oder Gräten aufweist und (nachdem die Garne, falls sie nicht bereits farbig sind, gefärbt worden sind) einen gefälligen ausgewogenen Bunteffekt zeigt.
Im einzelnen ist die Vermengungszone 28 in Fig.2 dargestellt Sie umfaßt eine Düse 31, durch die ein Düsenkanal 32 und ein Fluidkanal 34 verlaufen, welcher sich von außen senkrecht zu dem Düsenkanal 32 erstreckt Ein Teil der Einlaßseite des Düsenkanals 32 ist von einer Garneinlaßführung 36 bedeckt, über deren glatte Oberfläche die parallel gerichteten Garne 8, 10 und 12 bei ihrem Eintritt in den Düsenkörper dicht nebeneinander hinweggleiten. Die Einlaßführung 36 hat ferner eine gekrümmte Fläche 38, die die Garne 8, 10 und 12 glatt in den Düsenkanal leitet
In dem Düsenkanal kommt durch den Fluidkanal 34 ein Druckfluidstrahl von etwa Raumtemperatur und von ausreichender Kraft zur Einwirkung, um die soeben beschriebene regellose Vermengung der Garne 8, 10 und 12 herbeizuführen. Die Verengung des Einlasses des Düsenkanals 32 durch die Einlaßführung 36 hat zur Folge, daß das durch den Kanal 34 zugeführte Fluid, das die Fäden der Garne 8,10 und 12 vermengt, vorwiegend ebenfalls durch den Düsenkanal an der anderen Seite des Düsenkörpers austritt. Diese mit der Garnfördening in dem Düsenkanal gleichgerichtete Fluidströmung hat zur Folge, daß das Fluid gleichzeitig die Funktion hat die Garne von der Zugwalze 18 weiterzufördern und unter Spannung zu halten. Beim Austritt aus dem Düsenkörper (vgl. F i g. 2) bildet das vermengte Buntgarn 29 in bezug auf die Düse 31 einen Bereich, in dem die Fäden der Garne von dem Druckfluidstrahl noch ausgespreizt werden, so daß auch hier noch eine Vermengung stattfindet. Das Buntgarn 29 liluft langsamer als die der Strahlvermengungszone zugeführten Garne 8,10 und 12 und wird von der Aufwickelwalze 30 aufgenommen. Es ist ein ausschlaggebendes Merkmal des Verfahrens gemäß der Erfindung, daß die Oberflächengeschwindigkeit der Aufwickelwalze 30 um 4 bis 30% geringer ist als diejenige der Zugwalze 18, sonsi käme es nicht zu der gewünschten regellosen Vermengung der Fäden, und man erhielte ein zu lebhaftes Buntgarn.
Die Anzahl der Ausgangsgarne braucht nicht, wie in Fig. 1 dargestellt, drei zu betragen; es sind mindestens zwei gekräuselte Endlosfadengarne erforderlich, man kann aber auch mit einer größeren Anzahl von gekräuselten Endlosfadengarnen arbeiten, z. B. vier oder mehr Garnen. Die gekräuselten Endlosfaden-Ausgangsgarne können aus Endlosfadengarnen durch <,5 Verarbeitung nach beliebigen bekannten Kräuselmethoden hergestellt werden, z. B. durch Zahnradkräuselung, Stopfbüchsenkräuselung und Heißstrahl-Düsenkräuselung. Das Ausgangsgarn kan'a aber auch dadurch gekräuselt werden, daß es aus Zweikomponentenfäden besteht deren Kräuselung durch unterschiedliche Schrumpfung zustande kommt Jedenfalls werden die Fäden in jedem einzelnen Garn auch durch das Kräuselverfahren, insbesondere im Falle der Heißstrahlkräuselung und der Stopfbüchsenkräuselung des Ausgangsgarns, miteinander verwirrt Wenn diese Verwirrung nicht beseitigt wird, findet die erwünschte Garnvermengung nicht statt Diese Verwirrung wird beseitigt indem die Ausgangsgarne mit Hilfe einer Bremsvorrichtung gespannt (aber nicht verstreckt) werden.
Der Gesamttiter der Ausgangsgarne beträgt mindestens 400, da die Buntgarne gemäß der Erfindung in erster Linie für Tufting- und Webwaren, wie Polster- und Teppichwaren, in Betracht kommen. Allgemein liegt der Fadentiter eines jeden Garns im Bereich von 4 bis 25 den. Der Anteil eines jeden, dem Verfahren zur Herstellung eines Buntgarns zugeführten Ausgangsgarns kann je nach dem gewünschten Bunteffekt abgeändert werden.
Obwohl zwischen den Zugwalzen 14 und 18 keine Verstreckung stattfindet, wird durch den Umstand, daß die Walze 18 mit einer höheren Oberflächengeschwindigkeit läuft als die Walze 14, eine Spannung auf die Garne ausgeübt die die oben beschriebene Entwirrung und Parallelrichtung herbeiführt. Die ausgeübte Spannung beträgt 0,5 bis 1,25 g/den und vorzugsweise 0,75 bis l,i g/den. Man kann die Spannung auch anders erzeugen, z. B. durch ein Paar von Klemmrollen.
Der Grad der Abbremsung richtet sich nach der Verschlingung, die die Ausgangsgarne aufweisen, und die sich durch bloßes Spannen zwischen den Walzen 14 und 18 allein nicht beseitigen läßt. Die Anzahl der Bremsstifte kann 2 bis 10 betragen.
Die entwirrten und parallel gerichteten, gekräuselten Endlosfäden befinden sich beim Verlassen der Walze 18 in einem solchen Zustand, daß sich die einzelnen Garnfäden unter höchstens einer geringen Störung des restlichen Garns voneinander trennen lassen. Die Beziehung zwischen den Fäden eines Endlosfadengarns kann durch den Zusammenhaltfaktor ausgedrückt werden, der in der US-PS 29 85 995 beschrieben ist. In typischer Weise haben die der Zugwalze 14 zugeführten Kräuselgarne einen Zusammenhaltfaktor von mehr als 35. Je niedriger der Zusammenhaltfaktor der von der Walze 18 abgezogenen Ausgangsgarne ist, desto besser ist im Sinne der Erfindung das entstehende Buntgarn. Die Zugwalzen 14 und 18 bewirken mit Hilfe der Bremsvorrichtung eine solche Entwirrung, daß die von der Walze abgezogenen Ausgangsgarne einen Zusammenhaltfaktor (Mittelwert aus den Zusammenhaltfaktoren eines jeden Ausgangsgarnes) von nicht mehr als 5 aufweisen.
Die Befeuchtung der Ausgangsgarne mittels der Sprühdüsen 26 erhöht den Wirkungsgrad der in der Strahlvermengungszone erzielten Vermengung. Man kann jede beliebige Flüssigkeit verwenden, die den Vermengungsgrad erhöht
Der Zuführungsüberschuß beträgt mindestens 4%. Ein Zuführungsüberschuß von mehr als 30% ist unerwünscht Je höher in diesem Bereich der Zuführungsüberschuß ist, desto stärker ist die Vermengung der Endlosfäden. Der bevorzugte Bereich des Zuführungsüberschusses beträgt 6 bis 25%. Der Zuführungsüberschuß wird dadurch erzielt, daß die Aufwickelwalze langsamer läuft als die Zugwalze 18. Ebenfalls von
Bedeutung ist die Förderwirkung, die die Vermengungszone auf das Garn ausübt. Dies ermöglicht den Fäden, sich unmittelbar nach dem Austritt aus dem Auslaßende des Düsenkanals 32 ungeachtet des Winkels, in dem das austretende Garn 29 den Düsenkörper 31 verläßt, auszuspreizen und weiter miteinander zu vermengen. Die Spannung, die auf die von der Zugwalze 18 abgezogenen Garne durch die Förderwirkung der Vermengungszone ausgeübt wird, ist geringer als die zwischen den Zugwalzen 14 und 18 ausgeübte Spannung, reicht aber aus, um die Garne unter Vermeidung einer Rückumwicklung von der Zugwalze 18 abzuziehen und die Vermengungszone zu beliefern. Wenn die zwischen den Walzen 14 und 18 auf die Garne ausgeübte Spannung auch noch in der Strahlvermengungszone vorherrschen würde, dann würde kaum eine Vermengung der Fäden stattfinden.
Die Einlaßführung 36 hat eine solche Lage, daß sie die Einlaßöffnung des Düsenkanals zu 30 bis 80%, vorzugsweise zu 45 bis 60%, abdeckt. Als Fluid für die Vermengung wird ein Gas, wie z. B. Luft, verwendet Im allgemeinen wird die Luft unter einem Druck von 7 bis 14 bzw. von 7,7 bis 123 kg/cm2, zugeführt
Durch die Einwirkung des turbulenten Fluids auf die aneinander angrenzenden entwirrten Endlosfadengarne in der Düse 31 in Kombination mit dem plötzlichen Aufheben der Spannung kommt die oben beschriebene neuartige regellose Vermengung zustande.
Da die der Vermengungszone zugeführten Garne bereits gekräuselt sind, braucht der Fluidstrahl die Garne nicht mehr zu kräuseln, sondern nur noch zu vermengen.
Sowohl die Ausgangsgarne als auch das aus ihnen hergestellte Buntgarn sind praktisch drallfrei; eine geringe Verzwirnung kann jedoch bei der Behandlung der Garne zustande kommen. Vorzugsweise weisen sowohl die Ausgangsgarne als auch das Buntgarn nicht mehr als 1/4 Drehung und vorzugsweise nicht mehr als 1/8 Drehung je 2,54 cm auf.
Die in F i g. 1 dargestellte Verfahrensführung kann abgeändert werden, sofern die kritischen Verfahrensstufen des Entwirrens der Endiosfäden der gekräuselten Endlosfaden-Ausgangsgarne durchgeführt werden. So kann z. B. das Spannen zum Zwecke der Entwirrung an den einzelnen Garnen in einem von der Verir.er.gung gesonderten Arbeitsgang vorgenommen werden, und die gespannten Garne können auf Garnkörper aufgewickelt und später der Strahlvermengungszone zugeführt werden. Der Zuführungsüberschuß beträgt wenn das Spannen und die Strahlvermengung in zwei gesonderten Verfahrensstufen durchgeführt werden, vorzugsweise 4 bis 15%, und wenn das Spannen und die Strahlvermengung im kontinuierlichen Verfahren unmittelbar hintereinander durchgeführt werden, vorzugsweise 6 bis 25%.
Die Garne, aus denen das Buntgarn gemäß der Erfindung hergestellt wird, können aus Fäden aus beliebigen synthetischen Polymeren bestehen, sofern sie nur gesondert gefärbt oder aufgrund unterschiedlichen Farbstoffaufnahmevermögens unterschiedlich färbbar sind. Unterschiedliches Farbstoffaufnahmevermögen kann in an sich bekannter Weise durch funktionelle Gruppen, wie endständige Gruppen des Polymeren, herbeigeführt werden. Die Buntgarne gemäß der Erfindung können aus gekräuselten Endlosfadenausgangsgarnen zusammengesetzt sein, die vollständig aus Polyamidfäden oder vollständig aus Polyesterfäden bestehen.
Beispiel 1
Ein Garn wird in einer Vorrichtung, wie sie in F i g. 1 dargestellt ist, bei einem Zuführungsüberschuß von 8,4% hergestellt. Dieses Garn wird aus drei gekräuselten Endlosfaden-Teppichgarnen von unterschiedlichem Farbstoffaufnahmevermögen hergestellt, wobei die Einzelgarne beim Färben dunkelblaue, sehr hellblaue (nahezu weiße) bzw. gelbe Farbe annehmen. Diese Garne werden drallfrei nach dem Verfahren gemäß der Erfindung zu einem Buntgarn vereinigt Wenn ein 9 cm langes Stück aus diesem Garn längs einer Seite beobachtet wird, zeigt es die folgenden Farbvariationen:
Bunteffekt
gelber Streifen
dunkelblauer Streifen
hellblauer Fleck
mittel- bis dunkelblauer Streifen
schmaler gelber Streifen
gelber Fleck
grünlichblauer Fleck
schmale gelbe Streifen
grünlichblauer Streifen
gelber bis grünlichgelber Fleck
schmaler hellblauer Streifen
schmaler gelber Streifen
schmaler dunkelblauer Streifen
hellgrünblauer Fleck
gelber Fleck
hellgrünblauer Streifen
dunkelblauer Streifen.
Die Bereiche, in denen die Farben Dunkelblau, Hellblau und Gelb der Komponentengarne überwiegen, sind regellos eingesprenkelt und haben regellose, kurze Längen. Die für das Garn angegebenen Farbstreifen verlaufen entweder parallel oder in einem Winkel zur Garnachse und geben dem Garn kein verzwirntes Aussehen. Die als Flecke bezeichneten Teile sind so kurz, daß sie nicht als Streifen bezeichnet werden können, und können von der Beobachtungsseite aus die gesamte Breite des Garns bedecken.
Aus der obigen Beschreibung des Garns 1st ersichtlich, daß kein Farbmuster sich mit solcher Regelmäßigkeit wiederholt, daß es in der Ware als Streifen oder Gräte auftreten könnte. Das farbige Aussehen des Garns hängt von der Seite ab, von der die Beobachtung erfolgt Von der einen Seite her gesehen, kann die Farbe eines einzelnen Komponentengarns vorherrschen, während, wenn man das Garn von der anderen Seite her betrachtet, eine Farbmischung aus den beiden anderen Komponentengarnen vorherrschen kann. Wenn man das Garn andererseits von oben oder von unten her betrachtet, kann der Beobachter sowohl eine Farbmischung als auch eine echte Farbe eines Komponentengarns des Buntgarns sehen.
Beispiel 2
Das Buntgarn wird aus drei Einzelgarnen hergestellt. Das eine Garn ist ein kationisch färbbares Polyamidgarn mit einem Gesamttiter von 1225 den, einem Fadentiter von 19 den und einem Zusammenhaltfaktor von 47. Das zweite Garn ist ein mit Säurefarbstoffen färbbares Polyamidgarn mit niedrigem Amidendgruppengehalt von einem Gesamttiter von 1225 den, einem
Fadcntiter von 19 den und einem Zusammenhaltfaktor von 38. Das dritte Garn ist ein mit Säurefarbstoffen tief anfärbbares Polyamidgarn mit hohem Aminendgruppengehalt von einem Gesamtster von 1245 den, einem Fadentiter von 15 den und einem Zusammenhaltfaktor von 51. Jedes der drei Garne ist zuvor in der Heißstrahldüse nach dem Verfahren des Beispiels XXlI der US-PS 31 86 155 gekräuselt worden. Das Buntgarn wird in einer Vorrichtung gemäß F i g. 1 hergestellt. Die Zusammenhaltfaktoren der von der Zugwaize 18 zur Vermengungszone laufenden Garne betragen 3,5, 4,9 bzw. 3,0. Der Düsenkanal 32 in der Vermengungszone 28 hat eine Länge von 25,4 mm und einen Durchmesser von 3,18 mm. Die Fluidöffnung hat einen Durchmesser von 2,36 mm. Als Fluid wird Druckluft unter einem Druck von 10,5 kg/cm2 bei einer Temperatur von 25° C und einer Strömungsgeschwindigkeit von 0,51 mVmin verwendet. Die Zuführungsgeschwindigkeit des Garns zur Vermengungszone beträgt 682 m/min, und die Zugwalze 18 übt auf die drei Ausgangsgarne eine Zugspannung von 1 g/den aus. Die Bremsvorrichtung weist fünf Bremsstäbe auf. Das Garn wird mit 0,18 ml Wasser je Gramm Garn besprüht. Der Zuführungsüberschuß des Garns zur Vermengungszone beträgt 15,07%.
25
Beispiel 3
Man arbeitet unter den Verfahrensbedingungen des Beispiels 1, jedoch nur mit dem kationisch färbbaren Garn und dem mit Säurefarbstoffen tief anfärbbaren Garn bei einem Zuführungsüberschuß zur Strahlvermengungszone von 13,33%.
In beiden Beispielen zeigen die gefärbten Buntgarne nicht nur die Farben der Ausgangsgarne, sondern auch verschiedene Mischungen dieser Farben, die der Länge der Garne nach regellos eingesprenkelt sind. Die Verteilung der Garn-Mischbereiche in den schwächer gemischten oder ungemischten Bereichen sowie die regellosen Längen und Verhältnisse der letzteren ermöglichen es, die Buntgarne zur Herstellung von Florteppichwaren zu verwenden, die praktisch frei von merklichen Streifen oder Gräten sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung eines Endlosfaden-Buntgarnes und/oder eines zu einem Buntgarn anfärbbaren Garnes von einem Gesamttiter von mindestens 400 den, bei welchem eine Mehrzahl von gekräuselten Endlosfäden von unterschiedlicher Färbung und/oder unterschiedlichem Farbstoffaufnahmevermögen durch Anlegen einer Garnspan- ι ο nung geglättet und anschließend in einem Düsenkanal, in dem in den Endlosfäden eine geringe Spannung aufrechterhalten wird, mit Hilfe eines seitlich auf den Garnweg gerichteten Fluidstrahls regellos vermengt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Endlosfäden in der Zone der Garnspannung über Bremsstifte geführt und dabei unter einer Garnspannung von 0,5 bis 1,25 g/den entwirrt und parallel gerichtet werden, daß die Endlosfäden in parallelem und entwirrtem Zustand dem Einlaßende des Düsenkanals zugeführt werden, daß die niedrige Spannung in dem Düsenkanal durch das überwiegend in Fadenlaufrichtung abströmende Fluid erzeugt wird, die abstromseitig wegfällt, indem die vermengten Endlosfäden hinter dem Kanal rechtwinklig umgelenkt und mit einer Geschwindigkeit abgezogen werden, die um 4 bis 30% niedriger ist als die Geschwindigkeit, mit der das Garn der Vermengungszone zugeführt wird.
2. Verwendung der gemäß Anspruch 1 hergcstellten Garne zur Herstellung von Teppichen.
DE19762638795 1975-08-29 1976-08-27 Verfahren zur Herstellung von Endlosfaden-Buntgarn Expired DE2638795C3 (de)

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