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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines mehrfarbigen
Verbundfadens gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1 sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 10.
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Ein
gattungsgemäßes Verfahren sowie eine gattungsgemäße
Vorrichtung sind aus der
EP
1 035 238 A1 bekannt.
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Bei
dem bekannten Verfahren und der bekannten Vorrichtung werden zur
Herstellung eines mehrfarbigen Verbundfadens zunächst mehrere
eingefärbte Polymerschmelzen parallel nebeneinander erzeugt
und durch mehrere separate Spinndüsen zu jeweils einem
farbigen Filamentbündel extrudiert. Die Filamentbündel
bestehen aus einer Vielzahl einzelner Filamentstränge,
die durch die Düsenöffnungen einer Spinndüse
zu endlosen Strängen extrudiert werden. Nach mehreren Behandlungsschritten
durch Abkühlen und Verstrecken werden die farbigen Filamentbündel
zu einem Verbundfaden zusammengeführt. Der Verbundfaden
erhält somit eine Mischfarbe, die sich aus dem Zusammenschluß der
farbigen Filamente der einzelnen Filamentbündel einstellt.
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Derartige
mehrfarbige Verbundfäden werden insbesondere bei der Herstellung
von BCF-Fäden verwendet, bei welcher insbesondere die Mischfarbe des
Verbundfadens das visuelle Erscheinungsbild des Teppichs bestimmt.
In Abhängigkeit von der Mischfarbe des Verbundfadens ergeben
sich unterschiedliche Farbmuster in dem Teppichgewebe. Daher besteht
in Praxis der Wunsch, die farbigen Filamentbündel möglichst
flexibel zu einer gewünschten Mischfarbe des Verbundfadens
zu kombinieren.
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Bei
dem bekannten Verfahren und der bekannten Vorrichtung lassen sich
hierzu die Anzahl der Filamentbündel, die zu einem Verbundfaden kombiniert
werden, verändern. So können beispielsweise zwei-
oder dreifarbige Filamentbündel zu einem Verbundfaden kombiniert
werden, der jeweils eine Mischfarbe aufweist.
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Damit
ergeben sich jedoch Varianten eines Verbundfadens, die in Anzahl
der Filamentbündel unterschiedlich sind.
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Um
einen Verbundfaden aus mehreren farbigen Filamentbündeln
bei gleicher anzahl der Filamentbündel zu bilden, sind
im Stand der Technik weitere Vorrichtungen und Verfahren bekannt.
So geht beispielsweise aus der
EP 0 485 871 A1 eine Variante hervor, bei
welcher die Filamentbündel vor dem Zusammenführen
zu dem Verbundfaden durch zusätzliche Mittel separat voneinander
verwirbelt werden.
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Aus
der
DE 42 02 896 A1 ist
ein weiteres Verfahren bekannt, bei welchem in den Filamentbündeln vor
dem Zusammenführen zu dem Verbundfaden ein Falschdrall
erzeugt wird.
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Bei
dem aus der
EP 0 133 198 bekannten Vorrichtung
und Verfahren werden die Filamentbündel in ihrer Relativlage
zueinander ständig verändert, um somit nochmals
vor Einlauf in ein Texturiermittel eine Vermischung der Filamente
zu einem Verbundfaden zu erhalten. Hierzu werden einige von den
Filamentbündeln mit kleinen Hüben hin- und herverlegt.
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Allen
aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren und Vorrichtungen
zur Herstellung eines mehrfarbigen Verbundfadens ist gemein, dass
allein durch die Art und Weise des Zusammenführens der Filamentbündel
ein bestimmtes Erscheinungsbild und Aussehen des Verbundfadens insbesondere
der Mischfarbe des Verbundfadens erreicht werden soll. Derartige
Verfahren stellen jedoch eine zunehmende Belastung der Filamentstränge
innerhalb der Filamentbündel dar, die zudem sich negativ
auf eine zuvor in den Filamenten eingebrachte Kräuselung
auswirken können. Die mit der Vermengung der Einzelfilamente
der Filamentbündel erzielten Veränderungen der
Mischfarbe sind außerdem nur in engen Grenzen möglich,
da die Gesamtzahl der farbigen Filamente innerhalb des Verbundfadens
konstant bleibt.
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Es
ist zwar aus der
DE 1 805 954 bereits
ein Verfahren bekannt, bei welcher die Mischfarbe des Verbundfadens
durch Veränderung der Anzahl der farbigen Filamentstränge änderbar
ist. So können Kombinationen von farbigen Filamentsträngen
mit jeweils individueller Anzahl der Einzelfilamente kombiniert
werden. Dieses Verfahren ist jedoch für den praktischen
Einsatz äußerst aufwändig, da ein Wechsel
der Anzahl der Filamentstränge innerhalb eines Filamentbündels
mit einem Wechsel der Spinndüse einhergeht.
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Es
ist somit Aufgabe der Erfindung ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Herstellung eines mehrfarbigen Verbundfadens der gattungsgemäßen Art
derart weiterzubilden, dass eine Mischfarbe des Verbundfadens flexibel
einstellbar und veränderbar ist.
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Ein
weiteres Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Herstellung eines mehrfarbigen Verbundfadens bereitzustellen,
bei welchem der Verbundfaden mit vorbestimmten Farbeffekten in der
Mischfarbe herstellbar ist.
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Diese
Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen nach Anspruch
1 und durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen nach Anspruch 10
gelöst.
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Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale und Merkmalskombinationen
der jeweiligen Unteransprüche definiert.
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Die
Erfindung besitzt den besonderen Vorteil, dass kein zusätzlicher
Eingriff zur Vermengung der Filamente der farbigen Filamentbündel
erforderlich ist, um die Mischfarbe des Verbundfadens zu verändern.
Zur Veränderung oder Einstellung der Mischfarbe des Verbundfadens
wird erfindungsgemäß die Erzeugung der eingefärbten
Polymerschmelzen während der Extrusion der Filamentbündel
geändert. Damit besteht die Möglichkeit, die Extrusion
der Filamentbündel in der Art und Weise zu beeinflussen, dass
die das Filamentbündel bildenden Filamente bereits in einem
gewünschten visuellen Erscheinungsbild erzeugt werden,
um im Zusammenschluß mit den übrigen Filamentbündeln
die gewünschte Mischfarbe des Verbundfadens zu erhalten.
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Um
trotz der veränderten Erzeugung der eingefärbten
Polymerschmelzen und die damit einhergehenden Änderungen
der Extrusion der Filamentbündel, einen Verbundfaden mit
möglichst gleichen physikalischen Eigenschaften zu erhalten,
wird die Verfahrensvariante bevorzugt ausgeführt, bei welcher
der Verbundfaden durch einen Gesamttiter bestimmt ist, der vor und
nach der Veränderung der Mischfarbe des Verbundfadens gleichgroß ist.
Diese Verfahrensvariante ermöglicht somit einen Eingriff
in den Schmelz-Spinn-Prozess zur Herstellung des Verbundfadens,
um nur die Mischfarbe und damit das Aussehen des Verbundfadens zu
verändern.
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Die
Erzeugung der für die Extrusion eines der Filamentbündel
bereitgestellten eingefärbten Polymerschmelze lässt
sich gemäß einer vorteilhaften Verfahrensvariante
derart ausführen, dass die Fördermenge der zu
extrudierenden Polymerschmelze erhöht oder verringert wird.
So würde eine Erhöhung der Fördermenge
der Polymerschmelze dazu führen, dass die Spinndüse
bei der Extrusion des Filamentbündels einen höheren
Schmelzedurchsatz aufweist und sich damit ein höherer Spinntiter
des Filamentbündels einstellt. Damit wird insgesamt der
durch das Filamentbündel bestimmende Farbanteil innerhalb des
Verbundfadens gegenüber den übrigen Filamentbündeln
aufgrund der großen Masse erhöht. Die Farbe des
Filamentbündels tritt somit stärker hervor.
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Um
derartige Farbgebungseffekte in dem Verbundfaden zu verstärken,
ist die Verfahrensvariante besonders vorteilhaft, bei welcher mehrere
Fördermengen der Polymerschmelzen in Relation zu einer
Gesamtfördermenge aller Polymerschmelzen zur Extrusion
aller Filamentbündel gleichzeitig geändert werden.
So lässt sich beispielsweise eine Polymerschmelze in einer
ersten Farbe mit größerer Fördermenge
und eine zweite Polymerschmelze mit einer zweiten Farbe mit einer
kleineren Fördermenge kombinieren, so dass die Farbdominanz
des Filamentbün dels, das mit größerer
Fördermenge extrudiert wird, in dem Verbundfaden noch höher
ist.
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Um
bei einer Mehrzahl von Filamentbündeln einen möglichst
konstanten Gesamttiter des Verbundfadens zu erhalten, werden die
Fördermengen der Polymerschmelzen derart geändert,
dass die Summe aller Fördermengen gleich der Gesamtfördermenge
ist. Somit können die Filamentbündel in unterschiedlichen
Spinntiter extrudiert werden, ohne dass nach dem Zusammenschluß der
Gesamttiter des Verbundfadens über- oder unterschritten
wird.
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Für
den Fall, dass die Einfärbung der Polymerschmelzen mittels
einer flüssigen Farbe erfolgt, ist die Verfahrensvariante
bevorzugt verwendet, bei welcher eine Einspeisung einer flüssigen
Farbe in zumindest eine der Polymerschmelzen durch Erhöhung oder
Verringerung einer Menge der Farbe geändert wird. Damit
lässt sich vorteilhaft der Grad der Einfärbung
der Polymerschmelze vor und während der Extrusion der Filamentbündel
beeinflussen, so dass das Filamentbündel direkt aus einer
stärker gefärbten Polymerschmelze oder einer weniger
stark gefärbten Polymerschmelze extrudiert werden können.
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Auch
hierbei lassen sich die Mischfarbeneffekte insbesondere dadurch
verbessern, dass die Einspeisungen mehrerer flüssiger Farbe
in mehrere Polymerschmelzen gleichzeitig durch Erhöhung
oder Verringerung der Mengen der Farben geändert wird.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren ist somit besonders
geeignet, um bei einem Prozessstart eine gewünschte Mischfarbe
in dem Verbundfaden einzustellen, ohne den Prozess zu unterbrechen.
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Zur
Herstellung von Teppichgarnen wird die Verfahrensvariante bevorzugt
eingesetzt, bei welcher die Erzeugung der Polymerschmelzen in einer
vorbestimmten Zeitintervall wiederholt geändert wird. Damit
lassen sich regelmäßige Farbmuster in dem Verbundfaden
erzeugen, die wiederum zur Erzeugung von visuellen Spe zialeffekten
in einem Teppichmuster eines Teppichgewebes genutzt werden könnten.
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Alternativ
lässt sich das Verfahren derart betreiben, dass die Erzeugung
der Polymerschmelze durch eine Maschineneinstellung bestimmt wird,
wobei die Extrusion der Filamentbündel mit wechselnden
Maschineneinstellungen erfolgt. Hierzu lässt sich beispielsweise
durch empirische Versuche Maschineneinstellungen definieren, die
zu bestimmten Mischfarben des Verbundfadens führen. So
lässt sich das Muster der Mischfarben in den Verbundenfaden durch
regelmäßigen Wechsel der Maschineneinstellung
vorgeben.
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Zur
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
weist die erfindungsgemäße Vorrichtung eine Steuereinrichtung
auf, die zumindest mit einem der Mittel zur Erzeugung der Polymerschmelze
verbunden ist und die während der Extrusion der Filamentbündel
das Erzeugungsmittel zur Veränderung der Farbmischung des
Verbundfadens steuert.
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Zur
Einhaltung eines Gesamttiters des Verbundfadens ist gemäß einer
Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
vorgesehen, dass die Steuereinrichtung einen Mikroprozessor aufweist, durch
welchen zumindest Rechenoperationen zur Festlegung eines dem Erzeugungsmittel
zugeführten Steuersignal unter Einhaltung des Gesamttiters
des Verbundfadens ausführbar sind. Somit lässt
sich die Erzeugung der Polymerschmelze kontrolliert und in Abstimmung
mit den übrigen Polymerschmelzen ändern.
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Zur
Beeinflussung der Fördermenge weisen die Mittel zur Erzeugung
der Polymerschmelzen mehrere Spinnpumpen auf, die unabhängig
voneinander durch mehrere Pumpenantriebe antreibbar sind. Dabei
ist zumindest einer der Pumpenantriebe zur Änderung einer
Antriebsdrehzahl der zugeordneten Spinnpumpe mit der Steuereinrichtung
gekoppelt. So lässt sich durch Erhöhung oder Absenkung der
Antriebsdrehzahl der Spinnpumpe die Fördermenge der Spinnpumpe
verändern.
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Zur
Einhaltung einer Gesamtfördermenge sind bevorzugt alle
Pumpenantriebe der Spinnpumpe gemeinsam mit der Steuereinrichtung
verbunden, so dass die Erhöhung der Antriebsdrehzahl einer
der Pumpenantriebe mit einer entsprechenden Absenkung der Antriebsdrehzahl
eines anderen Pumpenantriebes oder eine Absenkung der Antriebsdrehzahl mehrerer
Pumpenantriebe kompensiert werden kann. Die Summe der Fördermengen
entsprechen somit einer Gesamtfördermenge, die während
der Extrusion der Filamentbündel konstant bleibt.
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Je
nach Art und Weise der Einfärbung der Polymerschmelze lässt
sich die erfindungsgemäße Vorrichtung derart weiterbilden,
dass die Mittel zur Erzeugung der Polymerschmelzen mehrere Einspeiseeinrichtungen
zur Einspeisung mehrere flüssige Farben aufweisen, dass
die Einspeiseeinrichtungen mehrere durch separate Dosierantriebe
antreibbare Dosierpumpen aufweisen und dass zumindest einer der
Dosierantriebe zur Änderung einer Antriebsdrehzahl der
zugeordneten Dosierpumpe mit der Steuereinrichtung verbunden ist.
Damit lässt sich die Farbgebung der einzelnen Polymerschmelzen
individuell durch Erhöhung oder Absenkung der Zugabe des Farbmittels
beeinflussen.
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Um
an dem Verbundfaden ein Mischfarbeneffekt zu erhalten, wird die
erfindungsgemäße Vorrichtung bevorzugt in der
Ausführung betrieben, bei welcher die Steuereinrichtung
zumindest ein Steuerprogramm aufweist, durch welches mehrere Maschineneinstellung
abwechselnd an den Mitteln zur Erzeugung der Polymerschmelze einstellbar
sind. So könne beispielsweise die Spinnpumpen zwischen zwei
Betriebsdrehzahlen hin- und herverstellt werden, so dass jede Verstellung
eine Mischfarbenänderung des Verbundfadens zur Folge hat.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße
Vorrichtung sind grundsätzlich geeignet, um mehrfarbige
Verbundfäden aus einem Polyamidwerkstoff beispielsweise
einem Polyester, Polypropylen oder Polyamid oder Kombinationen solcher
Werkstoffe herzustellen. Insbesondere ist das Verfahren und die
Vorrichtung zur Herstellung von sogenannten BCF-Garnen geeignet.
Hierzu wird die Weiterbildung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung verwendet, bei welcher das Verbundmittel zumindest eine
Kräuseleinrichtung aufweist, durch welche die Filamentbündel
gekräuselt zu dem Verbundfaden zusammengeführt
werden. Derartige gekräuselte Verbundfäden lassen
sich unmittelbar einer Weiterverarbeitung eines Teppichgewebes verwenden.
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Alternativ
besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass das Verbundmittel
zumindest eine Verwirbelungsdüse aufweist, durch welche
die Filamentbündel zu dem Verbundfaden zusammengeführt
werden. Auch hierbei lassen sich Kombinationen derart ausführen,
dass sowohl die Filamentbündel separat vor dem Verwirbeln
oder der Verbundfaden nach dem Verwirbeln in einer Kräuseleinrichtung
gekräuselt werden. Darüberhinaus sind zusätzliche
Behandlungen an den Filamentbündeln sowie in dem Verbundfaden
vor oder nach dem Zusammenführen möglich. Derartige
Behandlungen können durch Verwirbeln, Verstrecken und Relaxation
gebildet sein.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren wird nachfolgend anhand
einiger Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen
Vorrichtung unter Hinweis auf die beigefügten Zeichnungen
näher beschrieben.
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Es
stellen dar:
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1 schematisch
eine Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
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2 schematisch
eine Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung
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3 schematisch
ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung
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4 und 5 schematisch
einige Ausführungsbeispiele eines Verbundmittels zum Zusammenführen
mehrerer Filamentbündel
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In 1 ist
ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens schematisch dargestellt. Zum Extrudieren mehrerer farbiger Filamentbündel
weist die Vorrichtung mehrere Spinndüsen 4.1, 4.2 und 4.3 auf.
Die Spinndüsen 4.1, 4.2 und 4.3 sind
an einer Unterseite eines beheizten Spinnbalkens 3 angeordnet.
Zum Extrudieren einer Vielzahl von feinen Filamenten, die jeweils
zu den Filamentbündeln 13.1, 13.2 und 13.3 geführt
werden, weisen die Spinndüsen 4.1, 4.2 und 4.3 an
ihren Unterseiten Düsenplatten auf, die eine Vielzahl von
Düsenöffnungen enthalten. Derartige Spinndüsen
sind allgemein bekannt und daher hier nicht näher beschrieben.
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Zur
Extrusion der Filamente wird den Spinndüsen 4.1, 4.2 und 4.3 jeweils
eine farbige Polymerschmelze zugeführt. Hierzu ist jeder
Spinndüsen 4.1, 4.2 und 4.3 eine
Spinnpumpe 2.1, 2.2 und 2.3 zugeordnet,
die über die Verteilerleitungen 6.1, 6.2 und 6.3 die
jeweiligen Polymerschmelzen unter Druck den Spinndüsen 4.1, 4.2 und 4.3 zuführen.
Die Spinnpumpen 2.1, 2.2 und 2.3 sind
nebeneinander an einer Oberseite des Spinnbalkens 3 angeordnet. Jedem
der Spinnpumpen 2.1, 2.2 und 2.3 ist
ein separater Pumpenantrieb zugeordnet. So wird die Spinnpumpe 2.1 durch
den Pumpenantrieb 7.1, die Spinnpumpe 2.2 durch
den Pumpenantrieb 7.2 und die Spinnpumpe 2.3 durch
den Pumpenantrieb 7.3 angetrieben. Zur Steuerung der Antriebe
ist eine Steuereinrichtung 8 vorgesehen, die mit den Pumpenantrieben 7.1, 7.2 und 7.3 gekoppelt
ist. Über die Steuereinrichtung 8 ist jeder der
Pumpenantriebe 7.1, 7.2 und 7.3 individuell
anzusteuern, so dass die durch die Spinnpumpen 2.1, 2.2 und 2.3 erzeugten Polymerschmelzeströme
separat und gleichmäßig den Spinndüsen 4.1, 4.2 und 4.3 zugeführt
werden.
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Auf
einer Einlassseite sind die Spinnpumpen 2.1, 2.2 und 2.3 jeweils über
eine Schmelzeleitung mit einem Extruder verbunden. In diesem Ausführungsbeispiel
ist ein erster Extruder 1.1 über die Schmelzeleitung 5.1 mit
der Spinnpumpe 2.1 gekoppelt. Dementsprechend ist ein zweiter
Extruder 1.2 über die Schmelzelei tung 5.2 mit
der Spinnpumpe 2.2 und der Extruder 1.3 über
die Schmelzeleitung 5.3 mit der Spinnpumpe 2.3 verbunden.
In jedem der Extruder 1.1 bis 1.3 wird eine farbige
Polymerschmelze erzeugt. Hierzu wird dem Extruder ein Granulat eines
Polymerwerkstoffes sowie Additive und Farbmittel zugegeben.
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Zur
Herstellung eines Verbundfadens werden die Filamentbündel 13.1, 13.2 und 13.3 nach
einer Abkühlung und nach einem Zusammenfassen durch jeweils
einen Fadenführer 10 mittels einer Behandlungseinrichtung 11 von
den Spinndüsen 4.1, 4.2 und 4.3 abgezogen.
Die Behandlungseinrichtung 11 ist nur symbolisch dargestellt,
da die Prozessaggregate innerhalb der Behandlungseinrichtung 11 in Abhängigkeit
von dem jeweilig herzustellenden Fadentyp ausgebildet und individuell
zusammengestellt sind. So lässt sich beispielsweise eine
Verstreckung sowohl an den einzelnen Filamentbündeln als
auch in dem Verbundfaden ausführen. Die Behandlungseinrichtung 11 könnte
somit Präparationsvorrichtung, Verstreckvorrichtungen,
Verwirbelungsvorrichtungen, Relaxationsvorrichtungen und/oder Kräuselvorrichtungen
aufweisen. Wesentlich zur Erzeugung des Verbundfadens 14 ist
hierbei jedoch ein Verbundmittel, das innerhalb der Behandlungseinrichtung 11 die Filamentbündel 13.1, 13.2 und 13.3 zusammenführt und
aus den verschieden farbigen Filamentsträngen der Filamentbündel 13.1, 13.2 und 13.3 einen
Verbundfaden 14 mit einer Mischfarbe erzeugt.
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Einige
Ausführungsbeispiele der in der Behandlungseinrichtung 11 alternativ
einsetzbaren Verbundmittel sind zur weiteren Erläuterung
in den 4 und 5 dargestellt.
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In 4 ist
ein Ausführungsbeispiel eines Verbundmittels 12 gezeigt,
wie es vorzugsweise zur Herstellung von sogenannten BCF-Garnen verwendet
wird. Hierbei wird das Verbundmittel 12 durch eine Kräuseleinrichtung 20 gebildet,
die in diesem Ausführungsbeispiel durch eine Förderdüse 25 und eine
Stauchkammer 21 gebildet ist. Hierbei werden die Filamentbündel 13.1, 13.2 und 13.3 gemeinsam in
einen Fadenkanal der Förderdüse 25 eingezogen und
mittels eines vorzugsweise erhitzten Fluids gemeinsam in eine Stauchkammer 21 gefördert.
In der Stauch kammer 21 wird ein Fadenstopfen 22 gebildet,
so dass die einzelnen Filamente der Filamentbündel 13.1, 13.2 und 13.3 sich
als Schlingen und Bögen auf der Oberfläche des
Fadenstopfens 22 ablegen und vermengen. Der Fadenstopfen 22 wird komprimiert
und anschließend über eine Kühltrommel 23 abgekühlt
und zu dem gekräuselten Verbundfaden 14 aufgelöst.
Die Vermischung der einzelnen Filamente der Filamentbündel 13.1, 13.2 und 13.3 führt
zu einer Mischfarbe an dem nun gekräuselten Verbundfaden 14.
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Alternativ
lassen sich die Filamentbündel 13.1, 13.2 und 13.3 auch
mit einem in 5 dargestellten Ausführungsbeispiel
des Verbundmittels 12 zusammenführen. Hierbei
wird das Verbundmittel 12 durch eine Verwirbelungsdüse 24 gebildet.
Innerhalb der Verwirbelungsdüse 24 wird ein Druckluftstrom
in einen Fadenkanal eingeleitet, in welchem die Filamentbündel 13.1, 13.2 und 13.3 geführt
sind. Somit ergibt sich eine Verwirbelung der Einzelfilamente und eine
Vermengung, die zu dem Verbundfaden 14 führt.
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Je
nach gewünschtem Fadentyp lässt sich die in 1 dargestellte
Behandlungseinrichtung 11 mit einem Verbundmittel 12 nach 4 oder
nach 5 ausführen.
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Zur
Speicherung des hergestellten Verbundfadens 14 wird dieser üblicherweise
zu einer Spule 16 aufgewickelt. Somit ist der Behandlungseinrichtung 11 eine
Aufwickeleinrichtung 15 nachgeordnet, die in diesem Ausführungsbeispiel
zwei an einem Spindelträger 18 gehaltene Spulspindel 17.1 und 17.2 aufweist,
so dass der Verbundfaden 14 kontinuierlich zu einer Spule 16 aufgewickelt
werden kann. Die Wicklung der Spule 16 erfolgt mit Hilfe
einer Changiereinrichtung 19, die den Verbundfaden entlang
der Spulenoberfläche hin- und herführt, so dass eine
Kreuzspule gewickelt wird.
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Zur
Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
lässt sich die in 1 dargestellte
Vorrichtung grundsätzlich in zwei verschiednen Arten betreiben.
Bei einer ersten Variante wird in jedem der Extruder 1.1, 1.2 und 1.3 eine
farbige Polymer schmelze erzeugt, wobei die eingefärbten
Polymerschmelzen sich in ihrer Basisfarbe unterscheiden. So könnte
beispielsweise der Extruder 1.1 eine blau gefärbte
Polymerschmelze, der Extruder 1.2 ein gelb gefärbte
Polymerschmelze und der Extruder 1.3 eine rot gefärbte
Polymerschmelze erzeugen. Die Polymerschmelzen können hierbei
sowohl aus einem identischen Polymermaterial als auch aus unterschiedlichen
Polymermaterialien hergestellt werden. Zur Erzeugung der Polymerschmelzen
werden die Spinnpumpen 2.1, 2.2 und 2.3 zunächst
mit identischen Antriebsdrehzahlen durch die Pumpenantriebe 7.1, 7.2 und 7.3 angetrieben.
Somit sind die durch die Spinnpumpen 2.1, 2.2 und 2.3 erzeugten
Fördermengen der Polymerschmelzen gleichgroß,
so daß an jeder der Spinndüse 4.1, 4.2 und 4.3 ein
gleicher Schmelzedurchsatz zur Extrusion der Filamentbündel 13.1, 13.2 und 13.3 vorherrscht.
Die Filamentbündel 13.1, 13.2 und 13.3 sind
vorzugsweise in Anzahl der Filamente identisch, so dass jeder Filamentbündel 13.1, 13.2 und 13.3 einen
gleichgroßen Spinntiter aufweist. Nach dem Zusammenführen
der Filamentbündel stellt sich somit ein Gesamttiter des
Verbundfadens 14 ein. Dabei würden somit die blau
gefärbten Filamente des Filamentbündels 13.1,
die gelb gefärbten Filamente des Filamentbündels 13.2 und
die rot gefärbten Filamente des Filamentbündels 13.3 gemeinsam
zu einer Mischfarbe des Verbundfadens 14 führen.
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Für
den Fall, daß die Mischfarbe noch nicht das gewünschte
Aussehen des Verbundfadens 14 darstellt, wird die Erzeugung
der Polymerschmelze geändert. Hierzu wird über
die Steuereinrichtung 8 eine Änderung zumindest
einer Antriebsdrehzahl einer der Pumpenantriebe 7.1, 7.2 und 7.3 eingeleitet. So
könnte beispielsweise die Fördermenge der Spinnpumpe 2.1 erhöht
werden, so dass eine größere Menge blau gefärbter
Polymerschmelze zur Extrusion der Spinndüse 4.1 zugeführt
wird. Damit stellt sich bei der Extrusion des Filamentbündels 13.1 ein größerer
Spinntiter ein, so dass sich insgesamt der Masseanteil der blau
gefärbten Filamente erhöht und somit die Mischfarbe
in dem Verbundfaden 14 eine entsprechend stärkere
Blautönung erhält.
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Diese
Verfahrensvariante wird vorzugsweise jedoch derart ausgeführt,
dass bei Veränderung der Fördermengen einer der
Spinnpumpen 2.1, 2.2 und 2.3 mög lichst
keine Veränderung des Gesamttiters des Verbundfadens 14 eintritt.
Somit ist innerhalb der Steuereinrichtung 8 ein Mikroprozessor 9 vorgesehen,
in welchem eine Gesamtfördermenge hinterlegt ist, die sich
aus der Summe der einzelnen Fördermengen der drei Spinnpumpen 2.1, 2.2 und 2.3 einstellt,
um den Gesamttiter des Verbundfadens 14 zu erhalten. In
dem Fall, dass zur Veränderung der Mischfarbe einer der
Spinnpumpen 2.1, 2.2 und 2.3 eine höhere
Fördermenge einzustellen ist, wird über den Mikroprozessor 9 eine
entsprechende Kompensationsrechnung in der Art ausgeführt,
dass zumindest bei einer anderen oder bei beiden anderen Spinnpumpen
eine Verringerung der Fördermenge erfolgt. So lassen sich
dementsprechende Steuersignale erzeugen und die Pumpenantriebe 7.1, 7.2 und 7.3 in
Kombination individuell verstellen, ohne dass dabei eine Gesamtfördermenge
der drei Spinnpumpen überschritten wird.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren sowie die erfindungsgemäße
Vorrichtung ist daher besonders geeignet, um mit hoher Flexibilität
eine Mischfarbe an einen Verbundfaden 14 aufgrund bereitgestellter
Basisfarben herzustellen.
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Alternativ
lässt sich die in 1 dargestellte Vorrichtung
auch derart betreiben, dass in der Steuereinrichtung 8 ein
Steuerprogramm hinterlegt ist, welches beispielsweise Maschineneinstellungen
mit zwei Betriebspunkten aufweist, in welchem die Pumpenantriebe 7.1, 7.2 und 7.3 in
regelmäßigen Zeitintervallen verstellt werden.
So lässt sich der Verbundfaden 14 vorteilhaft
mit einem fortlaufenden und gleichmäßigen Farbmuster
herstellen. So würde in einem ersten Betriebszustand durch
die eingestellten Fördermengen an den Spinnpumpen 2.1, 2.2 und 2.3 bestimmte
Masseverhältnisse der Filamentbündel 13.1, 13.2 und 13.3 erzeugt,
die eine erste Mischfarbe des Verbundfadens 14 ergeben.
Nach Umstellung auf einen zweiten Betriebspunkt würden
die über die Steuereinrichtung 8 angesteuerten
Pumpenantriebe 7.1, 7.2 und 7.3 zur jeweiligen
Veränderung der Fördermengen der Polymerschmelzen
führen und damit das bei der Extrusion erzeugte Massenverhältnis
der Filamentbündel 13.1, 13.2 und 13.3 verändern.
Nach Zusammenschluß der Filamentbündel 13.1, 13.2 und 13.3 stellt
sich somit eine geänderte Mischfarbe an dem Verbundfaden 14 ein.
Die Umstellung der Betriebspunkte könnte in kurzen Zeitintervallen
erfolgen, so dass eine Musterbildung an dem Verbundfaden 14 möglich
ist. Die Betriebszustände lassen sich dabei vorteilhaft
als Maschineneinstellungen in dem Steuerprogramm der Steuereinrichtung 8 hinterlegen,
wobei das Steuerprogramm eine, zwei oder drei oder noch mehr Maschineneinstellungen
wahlweise anfahren könnte.
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Zur
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist in 2 ein weiteres Ausführungsbeispiel der
erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt. Hierbei
sind nur die Mittel zur Erzeugung der Polymerschmelze gezeigt. Alle übrigen
hier nicht aufgeführten und beschriebenen Vorrichtungsteile
sind identisch zu dem Ausführungsbeispiele nach 1, so
dass nachfolgend Bezug zu der vorgenannten Beschreibung genommen
wird und nur die Unterschiede erläutert werden.
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Bei
dem in 2 dargestellten Ausführungsbeispiel wird
die Einfärbung der Polymerschmelzen außerhalb
der Extruder ausgeführt. Zur Einfärbung der Polymerschmelzen
sind mehrere Einspeiseeinrichtungen 27.1, 27.2 und 27.3 vorgesehen,
die jeweils auf den Auslassseiten der Extruder 1.1, 1.2 und 1.3 den
Schmelzeleitungen 5.1, 5.2 und 5.3 zugeordnet
sind. Die Einspeiseeinrichtungen sind identisch aufgebaut, so dass
der Aufbau an der Einspeiseeinrichtung 27.1 zur Beschreibung
aller Einspeiseeinrichtungen beispielhaft gelten soll. Die Einspeiseeinrichtung 27.1 weist
einen Tank 30.1 auf, an dem eine Dosierpumpe 28.1 angeschlossen
ist. Die Dosierpumpe 28.1 wird über einen Dosierantrieb 29.1 angetrieben.
Die Dosierpumpe 28.1 ist mit einer Auslassseite an der
Schmelzeleitung 5.1 angeschlossen. So lässt sich
durch die Dosierpumpe 28.1 eine flüssige Farbe
aus dem Tank 30.1 entnehmen und kontinuierlich der in der
Schmelzeleitung 5.1 geführten Schmelze zuführen.
Die flüssige Farbe und die Polymerschmelze werden anschließend
in einer Mischeinrichtung 26.1 vermengt und der Spinnpumpe 2.1 zugeführt.
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So
ist jeder Schmelzeleitung 5.1, 5.2 und 5.3 jeweils
eine der Einspeiseeinrichtungen 27.1, 27.2, 27.3 und
eine der Mischeinrichtungen 26.1, 26.2 und 26.3 zugeordnet.
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Die
Dosierantriebe 29.1, 29.2 und 29.3 der Dosierpumpen 28.1, 28.2 und 28.3 sind
gemeinsam mit der Steuereinrichtung 8 gekoppelt, so dass
durch Einstellung der Fördermengen an den Dosierpumpen 28.1, 28.2 und 28.3 individuelle
Mengen von Farben zur Einfärbung der Polymerschmelzen zugeführt werden
können.
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Im
Betriebszustand lässt sich somit eine Mischfarbe eines
Verbundfadens 12 in einfacher Art und Weise derart verändern,
in dem über die Steuereinrichtung 8 zumindest
einer der Dosierantriebe 29.1 bis 29.3 zur Änderung
der Einspeisemenge der Farbe angesteuert wird. So lässt
sich über den Dosierantrieb die Antriebsdrehzahl der Dosierpumpe
erhöhen oder verringern, so dass eine größere
oder kleinere Menge der flüssigen Farbe jeweils zur Einfärbung
der Polymerschmelze zugeführt wird. Diese Verfahrensvariante
besitzt zudem den Vorteil, dass die während der Extrusion
eingestellte Änderung der Erzeugung der Polymerschmelze
sich nicht auf den Spinntiter der Filamentbündel 13.1, 13.2 und 13.3 auswirkt.
Die Spinntiter der extrudierten Filamentsträngen bleiben
im wesentlichen konstant, da durch die flüssige Farbe im
wesentlichen nur das visuelle Erscheinungsbild der Filamentstränge
verändert wird.
-
In 3 ist
ein weiteres Ausführungsbeispiel dargestellt, das im wesentlichen
eine Kombination der Ausführungsbeispiele nach 1 und 2 bildet.
Das in 3 dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt
ebenfalls nur die Mittel zur Erzeugung der Polymerschmelzen, so
dass zu der vorhergehenden Beschreibung zu dem Ausführungsbeispiel
nach 1 Bezug genommen wird.
-
Bei
dem in 3 dargestellten Ausführungsbeispiel wird
die Polymerschmelze durch einen Extruder 1 erzeugt. Der
Extruder 1 ist über die Schmelzeleitung 5.1, 5.2 und 5.3 mit
den Spinnpumpen 2.1, 2.2 und 2.3 verbunden.
Innerhalb jeder Schmelzeleitung 5.1, 5.2 und 5.3 ist
eine Mischereinrichtung 26.1, 26.2 und 26.3 angeordnet,
die mit jeweils einer Einspeiseeinrichtung 27.1, 27.2 und 27.3 zusammenwirkt.
So lassen sich die durch den Extruder 1 erzeugten Teilströme
der Polymerschmelzen unmittelbar vor der Extrusion mit unterschiedlichen
Farben einfärben.
-
Zur
Veränderung der Mischfarbe des den Filamentbündeln 13.1, 13.2 und 13.3 gebildeten
Verbundfadens 14 lassen sich sowohl über die Steuereinrichtung 8 die
Pumpenantriebe 7.1, 7.2 und 7.3 der Spinnpumpen 2.1 bis 2.3 und
die Dosierantriebe 29.1, 29.2 und 29.3 der
Dosierpumpen 28.1 bis 28.3 in ihren Betriebseinstellungen
verändern. Die Betriebseinstellungen der Dosierpumpen und
die Betriebseinstellungen der Spinnpumpen können alternativ
oder gemeinsam verändert werden. Somit ergibt sich eine
maximale Flexibilität in der visuellen Gestaltung eines
Verbundfadens durch Farbkombinationen mehrerer Filamentbündel.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren und die Erfindungsgemäße
Vorrichtung sind somit besonders geeignet, um spinngefärbte
Verbundfäden und Mischfarben zu erzeugen. Die in den Ausführungsbeispielen
gezeigte Anzahl von Filamentbündeln und Vorrichtungsteilen
zur Extrusion der Filamentbündel ist beispielhaft. So lasst
sich der Verbundfaden auch durch zwei, vier oder mehr Filamentbündel
bilden.
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- 1,
1.1, 1.2, 1.3
- Extruder
- 2.1,
2.2, 2.3
- Spinnpumpen
- 3
- Spinnbalken
- 4.1,
4.2, 4.3
- Spinndüse
- 5.1,
5.2, 5.3
- Schmelzeleitung
- 6.1,
6.2, 6.3
- Verteilerleitung
- 7.1,
7.2, 7.3
- Pumpenantrieb
- 8
- Steuereinrichtung
- 9
- Mikroprozessor
- 10
- Fadenführer
- 11
- Behandlungseinrichtung
- 12
- Verbundmittel
- 13.1,
13.2, 13.3
- Filamentbündel
- 14
- Verbundfaden
- 15
- Aufwickeleinrichtung
- 16
- Spule
- 17.1,
17.2
- Spulspindel
- 18
- Spindelträger
- 19
- Changiereinrichtung
- 20
- Kräuseleinrichtung
- 21
- Stauchkammer
- 22
- Fadenstopfen
- 23
- Kühltrommel
- 24
- Verwirbelungsdüse
- 25
- Förderdüse
- 26.1,
26.2, 26.3
- Mischeinrichtung
- 27.1,
27.2, 27.3
- Einspeiseeinrichtung
- 28.1,
28.2, 28.3
- Dosierpumpe
- 29.1,
29.2, 29.3
- Dosierantrieb
- 30.1,
30.2, 30.3
- Tank
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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Zitierte Patentliteratur
-
- - EP 1035238
A1 [0002]
- - EP 0485871 A1 [0007]
- - DE 4202896 A1 [0008]
- - EP 0133198 [0009]
- - DE 1805954 [0011]