DE2332773C2 - Kompositgarn und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Kompositgarn und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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- DE2332773C2 DE2332773C2 DE2332773A DE2332773A DE2332773C2 DE 2332773 C2 DE2332773 C2 DE 2332773C2 DE 2332773 A DE2332773 A DE 2332773A DE 2332773 A DE2332773 A DE 2332773A DE 2332773 C2 DE2332773 C2 DE 2332773C2
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- D—TEXTILES; PAPER
- D02—YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
- D02G—CRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
- D02G1/00—Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics
- D02G1/12—Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics using stuffer boxes
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D02—YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
- D02J—FINISHING OR DRESSING OF FILAMENTS, YARNS, THREADS, CORDS, ROPES OR THE LIKE
- D02J1/00—Modifying the structure or properties resulting from a particular structure; Modifying, retaining, or restoring the physical form or cross-sectional shape, e.g. by use of dies or squeeze rollers
- D02J1/08—Interlacing constituent filaments without breakage thereof, e.g. by use of turbulent air streams
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Description
Die Erfindung betrifft ein Kompositgarn, welches eine Zwirnung von weniger als 0,1 Drehungen pro
25 mm aufweist, bestehend aus mindestens zwei verschieden gefärbten oder verschieden färbbaren
gekräuselten Mehrfadenkomponenten, die miteinander derart verschlungen sind, daß das Garn eine Trennkraft
von mindestens 0,5 g an mindestens einem Punkt in jeweils 4 cm Länge des Garns aufweist
Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Kompositgams
bei dem man einzeln mindestens zwei verschieden gefärbte oder verschieden färbbare Mehrfadenkomponenten kräuselt, anschließend die gekräuselten Komponenten miteinander verschlingt und das Kompositgarn
aufspult
Ein Garn dieser Art bzw. ein entsprechendes Herstellungsverfahren ist aus der US-PS 34 60 336
bekannt. Bei der Herstellung dieses Garns werden gleichzeitig mindestens 2 Filamente gekräuselt, die helle
und dunkle kontrastierende Farben aufweisen oder in solche Farben gefärbt werden können. Das gekräuselte
Garn wird anschließend gezwirnt und/oder vermischt. Ein aus einem solchen Garn hergestellter Textilstoff
besitzt einen Farbeffekt der ausgeprägter ist, als es aus dem Anteil der dunklen Filamente im Textilstoff zu
erwarten wäre.
Demgegenüber lag der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Kompositgarn zu schaffen, welches einen
für die Verarbeitung in einen Teppich ausreichenden Zusammenhalt aufweist und trotzdem einen Teppich
mit einem melierten Aussehen ergibt.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch
gelöst, daß ausgehend von einem Kompositgarn der eingangs näher bezeichneten Art jede der gekräuselten
Mehrfadenkomponenten derart vermischt ist, daß sie einen Zusammenhaltfaktor von mindestens 6 aufweist
Der Zusammenhaltfaktor ist vorzugsweise mindestens 15. Ein solches Garn wird erfindungsgemäß nach
einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch hergestellt, daß man die gekräuselten Mehrfadenkomponenten zur Erhöhung des Zusammenhaltes der
Einzelfasern vor der gegenseitigen Verschlingung einzeln mischt
\Qie Trennkraft eines Kompositgams wird wie folgt
gemessen:
Ein Garnstück mit einer Testlänge von ungefähr 25 cm wird genommen, und das Ende einer vermischten
Mehrfadenkomponente wird vorsichtig von der ande
ret Komponente oder von den anderen Komponenten
über eine Länge von annähernd 3 cm getrennt Das Ende der getrennten Komponente wird in einem Halter
einer Zugtestmaschine eingespannt, und das EnJe der anderen Komponente oder das Ende der anderen
Komponenten wird in den anderen Halter der Zugtestmaschine eingespannt, wobei die Halter einen
Abstand von 5 cm aufweisen. Das Stück des ungetrennten Garns wird unterstützt derart, daß es horizontal zu
dem Punkt verläuft, wo sich die Komponenten trennen,
25. wobei dieser Trerinpunkt sich in'der Mitte zwischen den
^Haltern befindet Dann wird ein Belastungs/Zeit-Diagrarhm aufgenommen, während die Halter der Zugtestmaschine mit einer Geschwindigkeit von 5 cm/min
auseinandergeführt werden. Das Beiastungs/Zeit-Dia
gramm ergibt eine kontinuierliche Kurve der Kraft in
Gramm, die erforderlich ist eine Mehrfadenkomponente aus dem Kompositgarn zu trennen.
Die Trennkraft des Kompositgams ist also definiert
als die Kraft in Gramm, die erforderlich ist, um eine der
einzelnen Mehrfadenkomponenten vom Kompositgarn
zu trennen.
Der Zusammenhaltfaktor einer Mehrfadenkomponente wird wie folgt gemessen:
Eine Probe der vermischten MehrLdrnkomponente
^o wird in einer vertikalen Lage unter der Spannung
festgeklammert, die durch ein in Gramm ausgedrücktes
Gewicht erzeugt wird, welches das 0,2Ofache des Denierwerts der Komponente (aber nicht größer als
100 g) ist. Ein mit einem Gewicht versehener Haken mit
einem in Gramm ausgedrücktem Gesamtgewicht,
welches numerisch gleich dem mittleren Denierwert je Faden der Komponente ist (aber nicht mehr als 10 g
wiegt), wird durch die Mehrfadenkomponente hindurchgeführt und mit einer Geschwindigkeit von I bis
2 cm/sec nach unten geführt, bis das Gewicht des Hakens durch die Mehrfadenkomponente getragen
wird Der Zusammenhaltfaktor der Mehrfadenkomponente ist definiert als 100 dividiert durch die Strecke in
cm, welche der Haken durch die Mehrfadenkomponen
te beim obigen Test wandert.
Die Komponenten können getrennt gekräuselt werden. Alternativ können sie vor dem getrennten
Vermischen zusammen gekräuselt werden, beispielsweise in einem Stauchkammerkräusler.
Das Vermischen der einzelnen Mehrfadenkomponenten und das Verschlingen der vermischten Komponenten miteinander kann durch die Wirkung von Fluidstrahlen in der Weise erwirkt werden, wie es in der GB-PS
9 24 089 beschrieben ist.
Die Mehrfadenkomponenten sind verschieden gefärbt oder verschieden färbbar. Sie können sich vom
gleichen synthetischen polymeren Material ableiten, wobei jedoch verschiedene Pigmente oder Zusätze,
welche die Färbbarkeit beeinflussen, vor der Fadenherstellung
zugesetzt werden. Die Komponenten können sich aber auch von verschiedenen Polymeren ableiten,
wie z. B. von Polyhexamethylenadipamid und Polyethylenterephthalat.
Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben, bei welcher es sich um
eine schematische Darstellung einer Ausführungsform der Erfindung handelt.
Gesponnene mehrfädige Polyamidgarne 1 und 3, eines mit einer normalen Färbbarkeit und das andere
mit eim;r tiefen Färbbarkeit, werden von Vorratswikkeln
5 und 7 durch eine Zuführrollenzusammenstellung abgezogen, welche eine Zuführrolle 11 und eine
Trennrolle 13 aufweist, wobei die gesponnenen Garne durch eine Fadenführung 9 zusammengeführt werden.
Von der Zuführrollenzusammenstellung verlaufen die Garne über einen Verstreckstift 15 zu einer Verstreckrollenzusammenstellung,
die eine Verstreckrolle 17 und eine Trennrolle 19 aufweist Beim Verlassen der VerstreckroüenzusammensteHung werden die Garne
durch Quetschrollen 21 und 23 in einen Stauch ^ammerkräusler 25 geführt Die auf die Garne aufgebrachte
Kräuselung wird in der Fixierungskammer 27 fixiert Die gekräuselten Garne werden über eine Rolle 29 zu
einer SpannungseinricHtung 30 geführt. Die gespannten gekräuselten Garne werden durch eine Spaltungsführung
31 getrennt, und verlaufen anschließend zu einer Mischvorrichtung 33, worin die Garne gesondert in
Luftstrahlen gemischt werden, die durch Eintritte 35 und
36 aus einer gemeinsamen Luftzuführung mit Luft gespeist werden.
Beim Verlassen der Mischvorrichtung 33 werden die gemischten Garne durch eine zweite Spaltungsführung
37 geführt und in einer Fadenführung 39 zusammengefaßt. Die gemischten Garne werden miteinander in einer
Mischungsvorrichtung 41 verschlungen, welche durch einen Eintritt 43 mit Luft gespeist wird, wobei ein
Kompositgarn entsteht, das über eine Führung 45 läuft und auf eine" Wickel 47 aufgespult wird, wobei der
Wickel über die Oberfläche durch eine Antriebsrolle 49 angetrieben wird.
Die Erfindung wird durch das folgende Beispiel näher erläutert
Dieses Beispiel erläutert die Herstellung eines Kompositgarns, welches drei verschieden färbbare
Mehrfadenkomponenten aufweist
Drei gesponnene Mehrfadengarne aus Polyhexamethyleijadipamid
(eines mit normaler Färbbarkeit, eines mit tiefer Färbbarkeit und eines mit ultratiefer
Färbbarkeit) wurden einem in der Zeichnung dargestellten und weiter oben beschriebenem Verfahren unterworfen.
Jedes Garn wies 68 Fäden auf. Die relevanten Verfahrensbedingungen waren wie folgt:
Verstreckverhältnis 3,71 :1
Oberfütterung zum Kräusler 5,4%
Oberfütterung bei der Aufspulung 7,1 %
Aufspulgeschwindigkeit 396,2 m/n-=n
Oberfütterung zum Kräusler 5,4%
Oberfütterung bei der Aufspulung 7,1 %
Aufspulgeschwindigkeit 396,2 m/n-=n
Das so hergestellte Kompositgarn besaß die folgenden Eigenschaften:
| Denierwert | 4060 |
| Anzahl der Fäden | 204 |
| Zusammenhaltfaktor des | |
| normal gefärbten Garns | 33 |
| Zusammenhaltfaktor des | |
| tief gefärbten.Garns | 15 |
| Zusammenhaltfaktor des | |
| ultratief gefärbten Garns | 33 |
Das Kompositgarn zeigte eine, oben definierte, Trennkraft von mindestens 0,5 g an mindestens einem
Punkt in jeweils 4 cm Länge des Garns.
Das Kompositgarn wurde auf einer Ellison 5/8-Gauge-Tuftingmaschine
getuftet, wobei ein Teppich erhalten wurde, der ein gefälliges statistisch meliertes
Aussehen besaß.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Kompositgaro, welches eine Zwirnung von
weniger als 0,1 Drehungen pro 25 mm aufweist, bestehend aus mindestens zwei verschieden gefärbten oder verschieden färbbaren gekräuselten Mehrfadenkomponenten, die miteinander derart verschlungen sind, daß das Garn eine Trennkraft von
mindestens 0,5 g an mindestens einem Punkt in jeweils 4 cm Länge des Garns aufweist, dadurch
gekennzeichnet, daß jede der gekräuselten Mehrfadenkomponenten derart vermischt ist. daß
sie einen Zusammenhaltfaktor von mindestens 6 aufweist
2. Kompositgarn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusammenhaltfaktor jeder
Mehrfadenkomponente mindestens 15 beträgt
3. Verfahren zur Herstellung eines Kompositgams nach einem .scr Ansprüche 1 oder 2, bei dem man
einzeln mindestens zwei verschieden gefärbte oder verschieden färbbare Mehrfadenkomponenten
kräuselt, anschließend die gekräuselten Komponenten miteinander verschlingt und das Kompositgarn
aufspult, dadurch gekennzeichnet, daß man die
gekräuselten Mehrfadenkomponenten zur Erhöhung des Zusammenhaltes der Einzelfasern vor der
gegenseitigen Verschlingung einzeln mischt
4. Die Verwendung des Garns nach Anspruch 1 zur Herstellung von Teppichen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB3005072A GB1381937A (en) | 1972-06-27 | 1972-06-27 | Composite yarns and methods for their manufacture |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2332773A1 DE2332773A1 (de) | 1974-01-10 |
| DE2332773C2 true DE2332773C2 (de) | 1983-09-15 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2332773A Expired DE2332773C2 (de) | 1972-06-27 | 1973-06-27 | Kompositgarn und Verfahren zu seiner Herstellung |
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| GB (1) | GB1381937A (de) |
| NL (1) | NL177232B (de) |
| ZA (1) | ZA733977B (de) |
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-
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-
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- 1973-06-20 NL NLAANVRAGE7308559,A patent/NL177232B/xx not_active Application Discontinuation
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