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DE2638170C3 - Kontinuierliches Verfahren von Nicotinsäureamid durch Hydrolyse von Nicotinsäurenitril - Google Patents

Kontinuierliches Verfahren von Nicotinsäureamid durch Hydrolyse von Nicotinsäurenitril

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Publication number
DE2638170C3
DE2638170C3 DE2638170A DE2638170A DE2638170C3 DE 2638170 C3 DE2638170 C3 DE 2638170C3 DE 2638170 A DE2638170 A DE 2638170A DE 2638170 A DE2638170 A DE 2638170A DE 2638170 C3 DE2638170 C3 DE 2638170C3
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DE
Germany
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nicotinic acid
hydrolysis
acid amide
parts
nitrile
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DE2638170A
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John Earle Whippany N.J. Paustian
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Lummus Technology LLC
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Lummus Co
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Publication date
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D213/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D213/02Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D213/04Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D213/60Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D213/78Carbon atoms having three bonds to hetero atoms, with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals
    • C07D213/81Amides; Imides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pyridine Compounds (AREA)

Description

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hydrolyse bei einer Temperatur von 1000C bis 125°C innerhalb einer Zeitspanne von 5 bis 7 Stunden und bei einer Ammoniakkonzentration zwischen 6 und 7 mol/1 durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das gebildete Nicotinsäureamid aus dem Hydrolyseprodukt durch partielle Kristallisation bei einer Temperatur von 5° C bis 300C gewonnen wird.
Die Erfindung betrifft ein kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von Nicotinsäureamid durch Hydrolyse von Nicotinsäurenitril.
Bekannt ist die Herstellung von Nicotinsäureamid aus Nicotinsäurenitril durch Hydrolyse in der Anwesenheit von Natriumhydroxid. Jedoch hat dieses bekannte Herstellungsverfahren den Nachteil, daß man das Natriumhydroxid durch Neutralisierung und Ionenaustausch entfernen muß. Es bestand daher ein großes Bedürfnis nach einem neuen und verbesserten Verfahren zur Herstellung von Nicotinsäureamid aus Nicotin- säurenitril.
Zum nächstkommenden Stand der Technik ist die US-PS 24 71 518 zu nennen, die ein Verfahren zur Herstellung von Nicotinsäureamid durch Hydrolyse von Nicotinsäurenitril in Gegenwart einer wäßrigen Ammoniaklösung beschreibt Insbesondere ist auf Beispiel II dieser US-PS 24 71 518 hinzuweisen.
Ferner ist die DE-AS 1198 824 zum Stand der Technik zu nennen, die ein Verfahren zur Herstellung von Nicotinsäureamid aus Nicotinsäurenitril durch Hydrolyse bei erhöhter Temperatur in einem wäßrigen Medium in Gegenwart eines alkalischen Katalysators beschreibt, wobei als Katalysator eine anorganische Verbindung, nämlich ein Erdalkalikarbonat verwendet wird, dessen Löslichkeit in Wasser nicht mehr als 0,1% bei 200C beträgt und dessen gesättigte wäßrige Lösung bei dieser Temperatur einen pH-Wert zwischen 8 und 11 besitzt und die Umsetzung abgebrochen wird bevor mehr als 80% des Nicotinsäurenitrils in Nicotinsäureamid umgewandelt worden sind. Dieses bekannte Verfahren läßt sich ansatzweise oder kontinuierlich durchführen. Als Katalysatoren sind hierbei ferner auch Erdalkalioxide vorgesehen. Demgegenüber liegt vorliegender Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von Nicotinsäureamid zu schaffen, das eine praktisch 100%ige Selektivität bezüglich des Nicotinsäureamids besitzt, d. h. bei dem praktisch weder Nicotinsäure noch Ammoniumnicotinat entsteht
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß bei einem Verfahren der eingangs genannten Gattung folgende Verfahrensstufen durchgeführt werden:
a) Hydrolisieren von Nicotinsäurenitril in einer wäßrig-ammoniakalischen Lösung bei einer Nicotinsäurenitril-Konzentration, ausgedrückt in Gewichtsteilen an Nicotinsäureamid-Produkt pro 100 Teile Wasser, zwischen 100 und 300 Teilen, wobei diese Hydrolyse mit einem Nicotinsäurenitril-Umwandlungsgrad zwischen 30 und 70% in Anwesenheit von zumindest 6 Gewichtsteüen Ammoniumnicciinat, bezogen auf 100 Gewichtsteile Wasser durchgeführt wird, wodurch sichergestellt ist, daß kein Ammoniumnicotinat neu entsteht, und ein Hydrolyseprodukt gewonnen wird, das Nicotinsäureamid, Ammoniak, nicht umgesetztes Nicotinsäurenitril und Ammoniumnicotinat enthält und wobei die Nicotinsäureamid-Selektivität praktisch 100% beträgt, ·
b) Abtrennung des nicht umgesetzten Nicotinsäurenitrils und des Ammoniaks vom Hydrolyseprodukt
c) Aufarbeitung des gebildeten Nicotinsäureamids aus dem Hydrolyseprodukt unter Bildung von festem
- Nicotinsäureamid und einer Mutterlauge, die Nicotinsäure und Ammoniumnicotinat enthält und
d) Rezyklisierung zumindest eines Teils der Mutterlauge zur Hydrolysestufe (a) zum Zweck der Bereitstellung an Ammoniumnicotinat
Nach einer bevorzugten Ausführungsform wird dabei iti der Weise gearbeitet daß die Hydrolyse bei einer Temperatur von 1000C bis 125° C innerhalb einer Zeitspanne von 5 bis 7 Stunden und bei einer Ammoniakkonzentration zwischen 6 und 7 Mol/l durchgeführt wird.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet daß das gebildete Nicotinsäureamid aus dem Hydrolyseprodukt durch partielle
Kristallisation bei einer Temperatur von 5° C bis 300C gewonnen wird.
ESn weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß eine sehr wirtschaftliche Reingewinnung bzw. Aufarbeitung des hergestellten
ist.
Die ammoniakalische Hydrolyse des Nicotinsäurenitrils führt man gemäß der Erfindung in Anwesenheit von Ammoniumnicotinat kontinuierlich in der Weise durch, daß das Ammoniumnicotinat in einer solchen Menge zugegen ist, die eine zusätzliche Produktion desselben verhindert ENe Ammoniumnicotinat-Konzentration beträgt zumindest 6 Gewichtsteile pro 100 Gewichtsteile Wasser, wobei «nan das Ammoniumnicotinat vorzugsweise durch Recyclisierung aus der Mutterlauge der vorangegangenen Aufarbeitungsoperation frisch hergestellten Nicotinsäureamids gewinnt
Das Ammoniumnicotinat wird im allgemeinen nicht in Mengen von mehr als etwa 10 Teilen "ro 100 Teilen Wasser eingesetzt; dabei ist festzustellen, daß man auch größere Mengen an Ammoniumnicotinat einsetzen kann, jedoch wird hierbei kein wirtschaftlicher Nutzen erreicht
Die Umwandlung des Nitrils wird derart kontrolliert, daß sie zumindest 30% und vorzugsweise zumindest 40%, jedoch nicht größer als 70% und vorzugsweise nicht mehr als 60% beträgt Diese Nitrilumwandlung wird in der Weise kontrolliert, daß man die Ammoniak-Konzentration mit der Zeitdauer und der Temperatur der Hydrolyse-Reaktion koordiniert Im allgemeinen führt man die Hydrolyse innerhalb eines Temperaturbereichs von 90°C bis 1500C, vorzugsweise innerhalb des Bereichs von 1000C bis 125°C innerhalb einer Zeitspanne von 4 bis 8 Stunden, vorzugsweise von 5 bis 7 Stunden durch, wobei die Ammoniak-Konzentration im allgemeinen zumindest 3-moIar, vorzugsweise zumindest 6-molar und im allgemeinen nicht größer als 8-molar, vorzugsweise nicht größer als 7-molar ist
Die genaue Koordination von Zeit, Temperatur und Ammoniak-Konzentration zum Zwecke der Erreichung des gewünschten Nitril-Umwandlungsgrades liegt für den Fachmann innerhalb seines technischen Könnens.
Es ist festzustellen, daß der Nitril-Umwandlungsgrad, der erforderlich ist, um eine hohe Amid-Selektivität zu erreichen, auch ohne eine Koordinierung von Temperatür, Zeit und Ammoniak-Konzentrationen, wie dies oben dargestellt ist, bewirkt werden kann, wenngleich die ebengenainte Koordination im allgemeinen zu bevorzugen ist
Die Hydrolyse wird bei einer Nitril-Konzentration, so ausgedrückt als Gewichtsprodukt Amid pro 100 Teile Wasser durchgeführt, und zwar einer Konzentration von zumindest 100 Teilen Amid, vorzugsweise zumindest 125 Teilen Amid und nicht mehr als 300 Teilen Amid, vorzugsweise nicht mehr als 200 Teilen Amid. Die oben beschriebenen Nitril-Konzentrationen erlauben in Kombination mit der Umwandlung und der Anwesenheit von Ammoniumnicotinat eine praktisch 100%ige Selektivität bezüglich des Nicotinsäureamids, wobei man gleichzeitig eine optimale wirtschaftliche Aufarbeitungsweise des Endprodukts schafft
Im Anschluß an die Hydrolyse werden nicht umgesetztes Nicotinsäurenitril und Ammoniak vom Hydrolyseprodukt getrennt Das Nicotinsäurenitril und der Ammoniak werden vorzugsweise durch eine Verdampfungsoperation vom Hydrolyseprodukt abgetrennt, wobei man diese Verdampfung vorzugsweise mit einem Inertgas wie beispielsweise einem Dampfstrom durchführt Die Verdarr pfungsbedinguEgen sind dabei im allgemeinen die folgenden: Eine Temperatur von etwa 700C bis etwa 1500C und ein Druck von etwa 1,05 kg/cm2 bis etwa 93 kg/cm2.
Man kann jedoch diese Abtrennung auch auf eine andere Weise als durch eine Verdampfungsoperation durchführen.
Das Nicotinsäureamid wird sodann aus der Hydrolyse-Mutterlauge in der Weise aufgearbeitet, d. h. in reiner Form gewonnen, daß man gemäß einer bevorzugten Ausführungsform das Nicotinsäureamid auskristallisieren läßt, wobei diese Kristallisierung vorzugsweise durch Abkühlen des Hydrolyseprodukts auf eine Temperatur von etwa 300C bis etwa 5° C und vorzugsweise auf eine Temperatur von etwa 15° C bis e'iwa 100C bewirkt wird. Die Kristallisierung wird im allgemeinen zu einem Gewinnungsgrad von etwa 50 bis etwa 95% vorzugsweise von etwa 75 bis 90% Nicotinsäureamid aus der Mutterlauge führen. Sodann wird die gesamte Mutterlauge oder ein Teil hiervon wiederum der Hydrolyseoperation rezyklisiert um die Gegenwart vor. Ammoniumnicotinat sicherzustellen und gleichzeitig um zu verhindern, daß eine Neuproduktion von Ammoniumnicotinat während der Hydrolyse stattfindet
Das Wesen vorliegender Erfindung wird nun anhand des Fließschemas weiterhin erläutert:
Im Fließschema ist die Zuführungsleitung für das Nicotinsäurenitril mit dem Bezugszeichen 10 gekennzeichnet; diese Leitung 10 steht mit der Ammoniakleitung 11 und den Rezyklisierungsströmen 12 und 37 in Verbindung; in der Leitung 13 befinden sich die kombinierten Ströme, die in die Hydrolysevorrichtung 14 eingeleitet werden, in welcher bei bestimmten Temperaturen und innerhalb gewisser Zeitspannen die Umsetzung erfolgt; durch deren Kombination mit der Ammoniakkonzentration in der Zuspeisung wird die beschriebene Umsetzung des Nicotinsäurenitrils im gewünschten Umfang sichergestellt Ferner besitzt die Gesamtzuspeisung, die in die Hydrolysevorrichtung 14 eingegeben wird, eine Nicotinsäurenitril-Konzentration, die oben bereits beschrieben wurde.
Das Hydrolyseprodukt wird aus der Hydrolysevorrichtung 14 durch die Leitung 15 abgeführt und in eine Verdampferkolonne 16 zur Reingewinnung des Hydrolyseprodukts eingegeben, wobei dieses Hydrolyseprodukt am Boden der Kolonne in Gestalt einer wäßrigen Lösung von Nicotinsäureamid anfällt, die eine geringe Menge an Ammoniumnicotinat und an nicht reagiertem Nicotinsäurenitril aufweist; am Kopf der Kolonne verdampft unreagiertes Nicotinsäurenitril, Wasser und Ammoniak. Die Verdampfungsanordnung der Kolonne 16 arbeitet nach dem Wiederverdampfungsprinzip eines in einem Wiederverdampfer 17 erzeugten Dampfes, wobei die Konzentration an Produkt in der Leitung 31 durch Wiedereinspeisung eines Teils an Kondensat, das aus dem über Kopf der Kolonne abgehenden Produkts gewonnen wird, kontrolliert wird, welches Kondensat durch die Leitung 18 in der weiter unten beschriebenen Weise eingeführt wird.
Das über Kopf abgehende Nicotinsäurenitril, Ammoniak und Wasserdampf wird aus der Verdampferkolonn° 16 durch die Leitung 19 abgeführt und der Destillationskolonne 22 zugeführt in welcher die Abtrennung des Nicotinsäurenitrils als wäßriges Rückstandsprodukt erfolgt während Wasserdampf und Ammoniak als über Kopf abgehende Produkte entfernt werden.
Der Wasserdampf, der durch die Leitung 23 aus dem Gefäß 22 abgezogen wird, wird im Teil-Verflüssiger 24 auf eine Temperatur abgekühlt, die eine teilweise Kondensation des Überkopf-Produkts sicherstellt, wobei das Kondensat im Gefäß 25 anfällt.
Ein Teil des im Gefäß 25 angesammelten Kondensats wird in die Verdampfungsvorrichtung 16 zurückgeführt, wodurch die Kontrolle der Konzentration des Bodenprodukts der Verdampfungskolonne ermöglicht wird. Der verbleibende Anteil an Kondensat wird als ι» Rücklauf in der Destillationsanlage verwendet. Der nicht kondensierte Anteil des Dampfes wird durch die Leitung 11 in die Hydrolysevorrichtung rezyklisiert, um den notwendigen Ammoniak für die Hydrolyse sicherzustellen.
Ein am Boden ablaufender Strom, bestehend aus einer wäßrigen Lösung aus Nicolinsäureamid mit einem Gehalt an kleineren Anteilen von Ammoniumnicotinat und Nicotinsäurenitril, wird aus der Verdampfungsvorrichtung 16 durch die Leitung 31 abgeführt und durch eine Kolonne 32 geleitet, die ein geeignetes Adsorptionsmittel wie beispielsweise Aktivkohle enthält, um die gewünschte Entfärbung zu bewirken. Die entfärbte Lösung wird durch die Leitung 33 von der Kolonne 32 abgeführt und in eine Kristallisationsvorrichtung 34 eingeleitet, in der die Kristallisation des Nicotinsäureamids stattfindet. Im allgemeinen wird die Kristallisierungsvorrichtung bei einer Temperatur von 5° C bis 300C betrieben, wobei ein Abkühlungseffekt auftritt und 50 bis 95% des Nicotinsäureamids auskristallisieren.
Eine Aufschlämmung an Nicotinsäureamidkristallen in der Mutterlauge, die Ammoniumnicotinat und Nicotinsäurenitril enthält, wird über die Leitung 35 aus der Kristallisationsvorrichtung 34 abgeführt und in ein geeignetes Trenngerät, wie beispielsweise in eine Zentrifuge eingeleitet die mit dem Bezugszeichen 36 bezeichnet ist, und in der das kristalline Nicotinsäureamid von der Mutterlauge getrennt wird. Die aus der Zentrifuge 36 über die Leitung 37 abgeführte Mutterlauge wird der Hydrolysevorrichtung 14 zugeführt, wodurch das notwendige Ammoniumnicotinat für die Hydrolysereaktion gewährleistet ist, was im wesentlichen sicherstellt, daß keine Neuproduktion an Ammoniumnicotinat stattfindet wie dies bereits oben dargelegt wurde.
Ein anderer Teil wird über die Leitung 38 gereinigt um die Entstehung von Verunreinigungen zu vermeiden.
Die durch die Leitung 41 aus der Zentrifuge 36 abgezogenen Nicotinsäureamidkristalle werden in eine Waschzone eingegeben, die das Bezugszeichen 42 trägt in der die Nicotinsäureamidkristalle mit Methylalkohol gewaschen werden; schließlich wird das erzeugte Nicotinsäureamid durch die Leitung 43 abgeführt.
Der Methylalkohol wird aus der Waschzone 42 abgezogen und wird nach Aufarbeitung wiederum in der Waschzone 42 verwendet
Das Wesen vorliegender Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbetspielen weiterhin erläutert wobei das Beispiel t als Vergleichsbeispiel ein Verfahren des Standes der Technik beinhaltet
Beispiel I
(Vergleichsbeispiel)
Nicotinsäurenitrü wurde in 6molarer wäßriger am- · moniakalischer Lösung 6 Stunden bei einer Temperatur von 115° C und bei einer Nicotinsäurenitril-Konzentration, die 150 Gewichtsteilen an Amidprodukt pro 100 Gewichtsteilen Wasser entsprach, hydrolysiert.
Die Analyse der Reaktionsmischung durch Flüssig-Chromatographie zeigte, daß ein Produkt entstanden war, das bei Vernachlässigung von Wasser und Ammoniak aus 47,6 Mol-% Nicotinsäurenitril, 49,8 Mol-% Nicotinsäureamid und 2,6 Mol-% Nicotinsäure bestand. Der Umwandlungsgrad des Nicotinsäurenitrils betrug 52,4 Mol-% mit einer Selektivität bezüglich Nicotinsäureamid von 95,0 Mol-%.
Beispiel II
Unter den gleichen Verfahrensbedingungen wie in Beispiel 1 geschildert wurden diesmal 6,5 Mol-% Ammoniumnicotinat in die Nicotinsäurenitril-Zuspeisung eingegeben. Die Selektivität bezüglich Nicotinsäureamid war diesmal auf 100% angestiegen.
Beispiel III
Eine Material-Bilanz bezüglich des Gesamtverfahrens ist in der folgenden Tabelle I bezüglich einer Produktionsgeschwindigkeit von lOOg-Molen an Nicotinsäureamid pro Stunde angegeben. Dabei waren die Hydrolysebedingungen die folgenden: Temperatur 115° C, Druck 4,2 kg/cm2, Reaktionsdauer: 6 Stunden.
Die Umwandlung des Nicotinsäurenitrils betrug 46%; die Ammoniakkonzentration war 5,1 molar, bezogen auf die Basis Wasser. Die Verfahrensbedingungen in der Verdampfungsvorrichtung 16 waren die folgenden: Temperatur etwa 100cC, Druck etwa 1,05 kg/cm2. Leistung des Wiederverdampfers 6350,4 g Dampf pro 453,6 g Nicotinsäureamid-Produkt (approximativ)!.'
Die Nicotinsäurenitril-Destillationskolonne 22 wurde in der Weise betrieben, daß ein Bodenprodukt (Strom 12) gewonnen wurde, das etwa 50 Gew.-% Nicotinsäurenitril enthielt Das aus dieser Kolonne (Strom 23) Überkopf-Abgehende wurde teilweise bei 43° C kondensiert Das Kondensat (Strom 18) bestand aus einer llgew.-%igen wäßrigen Ammoniaklösung; der Dampf (Strom 11) enthielt 79 Mol-% Ammoniak und 21 Mol-% Wasser.
Nach der Entfärbung durch Hindurchleiten durch die mit Aktivkohle geführte Säule 32 wurde das Bodenprodukt der Verdampfungsvorrichtung auf 100C in der Kristallisationsvorrichtung 34 abgekühlt
Die erhaltene Aufschlämmung wurde sodann zentrifugiert und der Zentrifugenkuchen mit Wasser gewaschen. Die Menge an verbrauchtem Waschwasser (Strom 44) ist äquivalent der Menge, die bei der Hydrolysereaktion verbraucht wurde (1 Mol/Mol an Amidprodukt) zuzüglich zu dem was in dem feuchten Zentrifugenkuchen zurückgeblieben ist. Das erhaltene gewaschene Produkt bestand im wesentlichen aus reinem Nicotinsäureamid (Trockenbasis) und entsprach einer Ausbeute an Nicotinsäureamid nach der Kristallisationsstufe von 81%.
Außer einer Sättigung an Nicotinsäureamid enthält die Mutterlauge nicht umgesetztes Nicotinsäurenitril (4,4% des Nicotinsäurenitrils, das in die Hydrolysevorrichtung eingegeben wurde), sowie Ammoniumnicotinat (8,2 Mol-% der gesamten organischen, in die Hydrorysevorrichtung eingegebenen Materialien).
Schließlich wurde die übliche Entwässerung mit Methylalkohol durchgeführt, wonach das fertige trockene Nicotinsäureamidprodukt gewonnen war.
Tabelle
Beispiel 3 Material-Bilanz
Basis: 100 g Mole/Stunde Nicotinsäureamid
Strom-Verlauf nach Bezugszeichen des Fließ-Diagramms (= beiliegende Zeichnung)
Nicotinsäure- Nicotinsäurenitril amid
Nicotinsäure Wasser
Ammoniak
100,0
10: Einspeisung von Nicotinsäurenitril 11: Dampf-Kondensator
12: Boden der Destillationsvorrichtung 13: Einspeisung in die Hydrolysevorrichtung 15: Hydrolyse-Produkt
18: Kondensat
19: Kopf der Destillationsvorrichtung 31: Verdampfungsvorrichtungsböden 37: Zentrifuge für Mutterlauge
41: Zentrifuge für das hergestellte Amid 44: Wasch-Wasser für das Zentrifugierte
Besonders vorteilhaft und fortschrittlich ist der Gegenstand vorliegender Erfindung deshalb, weil man das Nicotinsäureamid durch Hydrolyse von Nicotinsäurenitril ohne Verwendung von Natriumhydroxid bzw. Natronlauge herstellen kann.
Es ist ferner nach dem erfindungsgemäßen Verfahren möglich, unter Verwendung von Ammoniak das Nicotinsäurenitril zu Nicotinsäureamid zu hydrolysieren unter Erreichung einer Nicotinsäureamid-Selektivität
23,0 21,6 26,0 95,9
107,9 123,0 21,6 697,4
217,5 1287,5 117,5
117,5 1187,5 117,5
123,0 21,6 8709,6 1155,1
107,9 23,0 21,6 9433,0 1251,0
9,56 100,0 464,1 21,6
9,56 564,1 21,6
100,0
200,0
von praktisch 100%, wobei man ferner fortschrittlicherweise auf sehr wirtschaftliche Art das Nicotinsäureamid vom entstandenen Hydrolyseprodukt abtrennen bzw. daraus rein gewinnen kann. Ein weiterer fortschrittlicher Aspekt des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß letzteres in kontinuierlicher Verfahrensweise durchgeführt wird.
Die vorgenannten Teile sind Gewichtsteile.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von Nicotinsäureamid durch Hydrolyse von Nicotinsäu- s renitril, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensstufen:
a) Hydrolisieren von Nicotinsäurenitril in einer wäßrig-ammoniakalischen Lösung bei einer Nicotinsäurenitril-Konzentration, ausgedrückt in Gewichtsteilen an Nicotinsäureamid-Produkt pro 100 Teile Wasser, zwischen 100 und 300 Teilen, wobei diese Hydrolyse mit einem Nicotinsäurenitril-Umwandlungsgrad zwischen 30 und 70% in Anwesenheit von zumindest 6 Gewichtsteüen Ammomumnicotinat, bezogen auf 100 Gewichtsteile Wasser durchgeführt wird, wodurch sichergestellt ist, dall kein Ammoniumnicotinat neu entsteht, und ein Hydrolyseprodukt gewonnen wird, das Nicotinsäureamid, Ammoniak, nicht umgesetztes Nicotinsäurenitril und Ammoniumnicotinat enthält und wobei die Nicotinsäureamid-Selektivität praktisch 100% beträgt, ?-,
b) Abtrennung des nicht umgesetzten Nicotinsäurenitrils und des Ammoniaks vom Hydrolyseprodukt,
c) Aufarbeitung des gebildeten Nicotinsäureamids aus dem Hydrolyseprodukt unter Bildung von festem Nicotinsäureamid und einer Mutterlauge, die Nicotinsäure und Ammoniumnicotinat enthält und
d) Rezyklisiemng zumindest eines Teils der Mutterlauge zur Hydrolysestufe (a) zum Zweck der Bereitstellung an Ammoniumnicotinat.
DE2638170A 1975-09-02 1976-08-25 Kontinuierliches Verfahren von Nicotinsäureamid durch Hydrolyse von Nicotinsäurenitril Expired DE2638170C3 (de)

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DE (1) DE2638170C3 (de)
DK (1) DK146203C (de)
FR (1) FR2322864A1 (de)
GB (1) GB1561359A (de)
IT (1) IT1069652B (de)
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