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DE3789007T2 - Verfahren zur Herstellung von 3,5-Dichloro-2,4,6-trifluoropyridin. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 3,5-Dichloro-2,4,6-trifluoropyridin.

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DE3789007T2
DE3789007T2 DE87308961T DE3789007T DE3789007T2 DE 3789007 T2 DE3789007 T2 DE 3789007T2 DE 87308961 T DE87308961 T DE 87308961T DE 3789007 T DE3789007 T DE 3789007T DE 3789007 T2 DE3789007 T2 DE 3789007T2
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dichloro
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trifluoropyridine
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potassium fluoride
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Alexander P Fung
Charles A Wilson
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DowElanco LLC
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D213/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D213/02Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D213/04Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D213/60Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D213/61Halogen atoms or nitro radicals

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pyridine Compounds (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung von 3,5- Dichlor-2,4,6-trifluorpyridin aus Pentachlorpyridin durch Halogenaustausch
  • Die Herstellung von 3,5-Dichlor-2,4,6-trifluorpyridin durch Verfahren, welche die Reaktion von Pentachlorpyridin und Kaliumfluorid bei Temperaturen von über 200ºC und mehr umfassen, ist bekannt. In diesen Verfahren sind dipolare aprotische Lösungsmittel verwendet worden (U.S.-Patent 3,303,197). Es wurde auch gelehrt, daß das Verfahren bei Temperaturen von nur 160ºC in einem dipolaren aprotischen Lösungsmittel bei Zusatz eines Initiators wie etwa Ethylenglykol (britisches Patent 1,306,517) oder 0,2 bis 2% Wasser (britisches Patent 1,256,082) zufriedenstellend verläuft. Diese Verfahren haben alle Nachteile, da sie nur mäßig hohe Ausbeuten des gewünschten Produkts ergeben, üblicherweise in Mischung mit teerartigen Abbauprodukten, und im allgemeinen die Verwendung eines Überschusses an Kaliumfluorid für gute Ergebnisse erfordern.
  • EP-A-0192287 offenbart ein Verfahren zur Herstellung von fluorierten Pyridinen, worin ein chlorhaltiges Pyridinderivat bei erhöhter Temperatur mit einem Alkalimetallfluorid in einem Lösungsmittel in Kontakt gebracht wird, worin das Lösungsmittel eine Mischung von mindestens einem aprotischen Amid und mindestens einem aromatischen Kohlenwasserstoff enthält.
  • Verbesserte Verfahren zur Herstellung von 3,5-Dichlor-2,4,6- trifluorpyridin sind wünschenswert, da diese Verbindung als Zwischenprodukt zur Herstellung von Herbiziden, wie etwa 4- Hydroxy-3,5-dichlor-2,6-difluorpyridin und 4-Amino-3,5-dichlor-6-fluor-2-pyridinyloxyessigsäure, verwendet wird, und sich u. a. zur Fixierung von Färbemitteln auf Stoff eignet.
  • Demzufolge liefert die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von 3,5-Dichlor-2,4,6-trifluorpyridin durch Reaktion von Pentachlorpyridin und Kaliumfluorid in N-Methylpyrrolidon-Lösungsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktion unter wasserfreien Bedingungen bei 100ºC bis 170ºC unter Rühren und in Abwesenheit von Initiatoren und aromatischen Kohlenwasserstoffen durchgeführt wird.
  • Das 3,5-Dichlor-2,4,6-trifluorpyridin wird in hoher Ausbeute mit sehr geringer Teerbildung erzeugt. Üblicherweise wird heftig gerührt. Unter diesen Bedingungen ist wenig oder kein Überschuß an Kaliumfluorid erforderlich, die Reaktion verläuft mit schneller Geschwindigkeit und es wird kein nachweisbares 2,3,4,6-Tetrafluor-5-chlorpyridin-Überfluorierungsnebenprodukt erzeugt.
  • Es ist oft vorteilhaft, das Verfahren auf eine solche Weise durchzuführen, daß Pentachlorpyridin kontinuierlich zugesetzt und 3,5-Dichlor-2,4,6-trifluorpyridin kontinuierlich durch Destillation aus einer bei den Reaktionsbedingungen gehaltenen Aufschlämmung von Kalium in N-Methylpyrrolidon entfernt wird.
  • Das verbesserte Verfahren gemäß vorliegender Erfindung kann in gebräuchlichen Geräten unter Verwendung gebräuchlicher Techniken, die einem Fachmann bekannt sind, durchgeführt werden, so lange Pentachlorpyridin und Kaliumfluorid bei 100ºC bis 170ºC in N-Methylpyrrolidon unter im wesentlichen wasserfreien Bedingungen kontaktiert werden. Es können diskontinuierliche oder kontinuierliche Reaktoren verwendet werden. Es ist bevorzugt, einen Reaktor zu verwenden, der mit einem Mittel zur Entfernung des 3,5-Dichlor-2,4,6-trifluorpyridins durch Destillation bei seiner Bildung ausgestattet ist. Ein Mittel für die kontinuierliche Zugabe von Pentachlorpyrridin ist ebenfalls bevorzugt. Systeme, die ein Mittel zum Rühren im Reaktor aufweisen und die sich zum Betrieb bei unter- und/oder überatmosphärischem Druck eignen, sind weiterhin bevorzugt.
  • Das Produkt 3,5-Dichlor-2,4,6-trifluorpyridin kann aus dem erhaltenen Reaktionsgemisch durch gebräuchliche Mittel gewonnen werden. Es ist bevorzugt, dieses Produkt durch Destillation bei atmosphärischem oder unter atmosphärischem Druck zu gewinnen, da sein Siedepunkt erheblich unter dem von N-Methylpyrrolidon, Pentachlorpyridin und allen gebildeten Zwischenprodukten ist. In manchen Arbeitsweisen ist es am meisten bevorzugt, das Produkt durch Destillation kontinuierlich bei seiner Bildung während des Verfahrens aus dem Reaktionsgemisch zu gewinnen, während es in anderen Arbeitsweisen am meisten bevorzugt ist, es durch Destillation am Ende des Verfahrens zu gewinnen. Das gewonnene 3,5-Dichlor-2,4,6-trifluorpyridin kann, sofern gewünscht, durch gebräuchliche Mittel, insbesondere durch weitere Destillation, zusätzlich gereinigt werden.
  • Die Reihenfolge der Zugabe von Pentachlorpyridin, Kaliumfluorid und N-Methylpyrrolidon in das Reaktionsgefäß ist nicht kritisch. Es ist jedoch bevorzugt, eine Aufschlämmung von Kaliumfluorid in N-Methylpyrrolidon herzustellen und anschließend das Pentachlorpyridin zuzugeben. Das Pentachlorpyridin kann schnell oder über eine längere Zeitdauer zugegeben werden, entweder vor oder nachdem die Aufschlämmung von Kaliumfluorid in N-Methylpyrrolidon auf die Reaktionstemperatur gebracht worden ist. In einer bevorzugten Variation des Verfahrens wird das Pentachlorpyridin kontinuierlich in den Reaktor gegeben und gleichzeitig und mit etwa derselben Geschwindigkeit wird das Produkt 3,5-Dichlor-2,4,6-trifluorpyridin kontinuierlich durch Destillation entfernt.
  • Die Reaktion verbraucht 3 Mol Kaliumfluorid für jedes eingesetzte Mol Pentachlorpyridin. Obwohl etwas des gewünschten Produktes unabhängig vom Molverhältnis dieser Reaktanden gebildet wird, ist es im allgemeinen bevorzugt, etwa 3 Mol Kaliumfluorid pro Mol Pentachlorpyridin zu verwenden. Abweichungen von diesem Verhältnis sind manchmal bevorzugt, insbesondere wenn man ein Verfahren verwendet, welches die Recyclisierung von einem oder mehreren Ausgangsmaterialien oder Zwischenprodukten beinhaltet. Molverhältnisse von 2,6 : 1 bis 6 : 1 sind gebräuchlich, während die von 2,85 : 1 bis 3,15 : 1 besonders vorteilhaft sind. Es ist ein wichtiges Merkmal des verbesserten Verfahrens dieser Erfindung, daß gute Ausbeuten des gewünschten Produkts erhalten werden, wenn man etwa 3 Mol Kaliumfluorid pro Mol Pentachlorpyridin verwendet. Bei Verwendung von 3 Mol oder weniger ist das am Ende der Reaktion zurückbleibende unlösliche Salz im wesentlichen reines Kaliumchlorid, das abgetrennt werden kann und ohne weitere Reinigung zur Entfernung von Fluoriden, Teerprodukten oder organischen Nebenprodukten nutzbar ist.
  • Es wird ausreichend N-Methylpyrrolidon-Lösungsmittel verwendet, um eine mobile Aufschlämmung von Kaliumfluorid zu erzeugen, aber nicht so viel, um das Verfahren unwirtschaftlich zu machen. Es ist bevorzugt, 3 bis 20 Gewichtsteile Lösungsmittel für jeden verwendeten Gewichtsteil Kaliumfluorid einzusetzen und am meisten bevorzugt setzt man 5 bis 10 Gewichtsteile ein. Da die Reaktion sehr wenig Teer und Reaktionsnebenprodukte erzeugt, kann das Lösungsmittel ohne Reinigung außer der Entfernung der unlöslichen Salze recyclisiert werden. Typischerweise werden die unlöslichen Salze durch Filtration oder Zentrifugation entweder vor oder nach Destillation zur Abtrennung des 3,5-Dichlor-2,4,6-trifluorpyridinprodukts entfernt.
  • Die Reaktion wird am besten im wesentlichen in Abwesenheit von Wasser durchgeführt. Es ist bevorzugt einen Wassergehalt im Reaktionsgemisch von weniger als 500 ppm (0,05%) und besonders bevorzugt von weniger als 100 ppm (0,01%) zu haben. Je weniger Wasser vorhanden ist, desto weniger Teer wird im allgemeinen gebildet und desto besser ist die erhaltene Ausbeute, Mengen über 1000 ppm (0,1%) sind eindeutig schädlich. Folglich müssen die verwendeten Reagenzien entweder wasserfrei sein oder man muß Mittel einsetzen, um sie zu trocknen. Es ist einfach, unerwünschtes Wasser aus dem System durch Destillation zu entfernen. In bevorzugten Prozeduren wird eine Aufschlämmung von Kaliumfluorid in N-Methylpyrrolidon hergestellt und erhitzt, um unerwünschtes Wasser durch Destillation vor der Zugabe von Pentachlorpyridin zu entfernen. Dies kann bei atmosphärischem oder unteratmosphärischem Druck erfolgen.
  • Der Wassergehalt kann durch coulometrische Titration überwacht werden.
  • Die Reaktion wird weiterhin am besten im wesentlichen in Abwesenheit von Initiatoren durchgeführt. Obwohl geringe Mengen an Initiatoren, wie etwa Mengen unterhalb 1000 ppm, für die Reaktion unschädlich sind, verringern große Mengen erheblich die Ausbeute und erhöhen die Teerbildung.
  • Das Verfahren kann bei Temperaturen von nur 100ºC, wobei die Reaktion darunter sehr langsam ist, und bis zu 170ºC durchgeführt werden, wobei darüber die Ausbeuten erheblich abnehmen und die Teerbildung ein signifikantes Problem wird. Es ist bevorzugt, eine Temperatur über 130ºC zu halten und es ist weiterhin bevorzugt, eine Temperatur unterhalb 160ºC zu halten und es ist am meisten bevorzugt, eine Temperatur im Bereich von 140ºC bis 160ºC zu halten.
  • Bei Durchführung in einer diskontinuierlichen Arbeitsweise dauert die Reaktion 2 bis 20 Stunden. Es ist ein wichtiges Merkmal der Erfindung, daß die Reaktionsgeschwindigkeit bei den verwendeten Temperaturen relativ schnell ist.
  • Das Reaktionsgemisch wird am häufigsten heftig gerührt, um einen guten Kontakt zwischen den Reagenzien und eine gute Temperaturregelung zu ermöglichen.
  • Der Druck im Reaktor ist für die Reaktion nicht kritisch und man kann jeden geeigneten Druck verwenden. Wenn man jedoch so arbeitet, daß das Produkt 3,5-Dichlor-2,4,6-trifluorpyridin aus dem Reaktionsgemisch bei seiner Bildung durch Destillation gewonnen wird, ist es häufig vorteilhaft, einen unteratmosphärischen Druck als Mittel zur Verringerung des Siedepunkts des Produkts auf eine Temperatur deutlich unterhalb der verwendeten Reaktionstemperatur zu verringern, wodurch die Gewinnung erleichtert wird. 3,5-Dichlor-2,4,6- trifluorpyridin hat einen Siedepunkt von 156ºC bei 101,325 kPa (760 mm Hg). Drücke von etwa 1,33 kPa (10 mm Hg) bis Umgebungsdruck sind typisch und Drücke von 13,3 bis 26,6 kPa (100 bis 200 mm Hg) sind im allgemeinen bevorzugt. Unter Bedingungen, wo das Produkt nicht durch Destillation bei seiner Bildung entfernt wird, ist es oft gebräuchlich, die Reaktion bei atmosphärischem Druck oder unter einem positiven (überatmosphärischen) Druck eines Inertgases, wie etwa Stickstoff oder Argon, durchzuführen.
  • Die für das Verfahren benötigten Reagenzien Pentachlorpyridin, Kaliumfluorid und N-Methylpyrrolidon sind ohne weiteres auf dem Fachgebiet oder kommerziell erhältlich. Es ist bevorzugt, Kaliumfluorid zu verwenden, das feinverteilt ist.
  • Die folgenden Beispiele veranschaulichen die Erfindung weiter.
  • Beispiel 1
  • Ein 5 Liter (1) Glaskolben, der mit einem Rührer, einem sich in den Reaktionsbereich erstreckenden und an ein Aufzeichnungsgerät und einen Temperaturregler angeschlossenen Thermoelement in einer Thermozelle, einem umgebenden Heizmantel, einer 10-Boden Oldershawsäule mit einem Vakuummantel, die einen magnetisch geregelten Fraktionstrenner und einen mit einem Wassermantel versehenen Produktaufnahmebehälter aufweist, und einer Vakuumleitung mit einem Druckregler und einem Manometer ausgestattet war, wurde mit 3700 ml (3804 g) N-Methylpyrrolidon (NMP) und 435 g (7,5 Mol) Kaliumfluorid gefüllt. Die Vorrichtung wurde auf 22,6 kPa (170 mm Hg) evakuiert und unter Rühren auf 150ºC erhitzt, um das Trocknen des Systems auf weniger als 500 ppm durch Entfernung von etwa 200 ml NMP und Wasser zu ermöglichen. Das Vakuum wurde entfernt und 502 g (2,00 Mol) Pentachlorpyridin (PCP) wurden zugegeben. Die Reaktionstemperatur stieg auf 160ºC und kühlte sich dann auf 150ºC ab. Der Regler wurde zur Regelung bei 150ºC eingestellt. Das Reaktionsgemisch wurde nach 4 Stunden analysiert und eine Analyse durch quantitative Gas-Flüssigkeitschromatographie unter Verwendung von Standards zeigte einen 75%igen Umsatz zu 3,5-Dichlor-2,4,6-trifluorpyridin mit etwa 24% Trichlordifluorpyridinen und etwa 1% eines Tetrachlormonofluorpyridins. Es wurde kein PCP-Ausgangsmaterial nachgewiesen. Die Reaktion war in 5 Stunden beendet. Das Vakuum wurde erneut bei 24,6 kPa (185 mm Hg) angelegt und es wurde mit der Entfernung des gewünschten Produkts 3,5-Dichlor-2,4,6-trifluorpyridin begonnen. Das Verhältnis von Rückfluß zu Abnahme wurde auf 5 : 1 eingestellt und die Überkopftemperatur war 112ºC und die Bodentemperatur war 156ºC. Das gesamte gesammelte Überkopfmaterial war 374 g eines 97,7 % reinen Produkts, was 365 g Produkt oder 90,4% der theoretischen Ausbeute entspricht. Eine Analyse des Rückstands zeigte etwa 9 g weiteres Produkt, das nicht gewonnen im NMP- Rückstand zurückgeblieben war. Der Rückstand wurde abgekühlt und filtriert, um das Nebenprodukt Kaliumchloridsalz zu entfernen und das NMP-Lösungsmittel zurückzugewinnen. Dieses eignete sich zur Verwendung in nachfolgenden Reaktionen.
  • Beispiel 2
  • Ein wie in Beispiel 1 ausgestatteter 5 l Kolben wurde mit 3000 ml Reaktandenlösungsmittel aus Beispiel 1 gefüllt und 500 ml frisches NMP wurden zum Auffüllen des Lösungsmittelvolumens auf etwas über 3500 ml zugesetzt. Zu dieser gelb-roten Lösung wurden 400 g (6,8 Mol) trockenes Kaliumfluorid gegeben. Das Kaliumfluorid wurde unter verringertem Druck bei 180ºC getrocknet und zu einem feinen Pulver vermahlen, während es noch heiß war. Der Reaktor wurde geschlossen und unter einem Vakuum von 9,3 kPa (70 mm Hg) bei 140ºC unter Rühren erhitzt, um etwa 40 ml NMP abzudestillieren. Es konnte kein Wasser nachgewiesen werden (weniger als 60 ppm). Das Vakuum wurde entfernt und 502 g (2 Mol) PCP wurden zugegeben. Die Temperatur wurde auf 150ºC geregelt. Der Umsatz von PCP zu Produkt war in der ersten Stunde zu 58,3% vollständig. Das Vakuum wurde wieder mit 22,6 kPa (170 mm Hg) angelegt und die Produktdestillation gestartet. Das Verhältnis von Rückfluß zu Abnahme war 5 : 1. Das gewonnene Überkopfdestillat war 379 g, wobei 295 g 99,1% reines Produkt und die restlichen 84 g 94,4% rein waren. Die erhaltene Ausbeute von 3,5-Dichlor-2,4,6-trifluorpyridin war 371,8 g, was 92,0% der Theorie ist. Die restlichen 7,2% waren ein Gemisch von teilweise fluorierten Zwischenprodukten und NMP-Lösungsmittel. Der Reaktor wurde abkühlen gelassen und der Destillationsrückstand wurde filtriert, um das Nebenprodukt Kaliumchloridsalz zu entfernen und das NMP-Lösungsmittel rückzugewinnen.
  • Beispiel 3
  • Der in Beispiel 1 verwendete 5 l Reaktor wurde mit etwa 3300 ml NMP aus Beispiel 2 und 250 ml frischem NMP gefüllt. Es wurde ein Vakuum von 22,6 kPa (170 mm Hg) angelegt und der Reaktor wurde unter heftigem Rühren auf 150ºC erhitzt. Durch Destillation wurde eine kleine Menge an NMP entfernt und die Überkopftemperatur erreichte 145ºC. Das Vakuum wurde entfernt und 420 g trockenes 99%iges Kaliumfluorid (7,16 Mol) wurden zugegeben. Das Vakuum wurde wieder angelegt und 20 ml NMP wurden durch Destillation abgenommen, um das System auf weniger als 100 ppm Wasser zu trocknen. Das Vakuum wurde erneut entfernt und 586 g (2,33 Mol) PCP wurden zugegeben. Das Vakuum wurde erneut angelegt und die Reaktortemperatur bei 150ºC stabilisiert (Regelungseinstellpunkt). Während der ersten Stunde der Reaktion fiel die Überkopftemperatur auf 108ºC. Die Produktabnahme wurde mit einem Verhältnis von Rückfluß zu Abnahme von 20 : 1 begonnen. In den ersten sechs Stunden wurden 37.0 g 99,8% reines 3,5-Dichlor-2,4,6-trifluorpyridin gewonnen. Dann wurde das Verhältnis von Rückfluß zu Abnahme auf 60 : 1 geändert und die Destillation fortgesetzt. Die zweite Kopffraktion enthielt 94,5 g Destillat, wovon 86 g das gewünschte Produkt waren, 1,9 g ein Trichlordifluorpyridin waren und 6,6 g NMP waren. Das gesamte, durch Destillation gewonnene 3,5-Dichlor-2,4,6-difluorpyridin war 455,3 g (2,25 Mol), was 96,5% der Theorie ist. Einschließlich des gewonnenen Trichlordifluorpyridins war die gesamte Ausbeute an nutzbaren Produkten auf Basis von Pentachlorpyridin 97,0%.
  • Beispiel 4
  • Ein aus Monel-Metall hergestellter und wie in Beispiel 1 beschrieben ausgestatteter 5 l Kolben wurde mit 3800 g NMP gefüllt, auf 22,6 kPa (170 mm Hg) evakuiert und auf 150ºC (Regelungseinstellpunkt) erhitzt. Etwa 210 ml NMP und Wasser wurden über Kopf abdestilliert, um das System auf weniger als 500 ppm Wasser zu trocknen. Das Vakuum wurde entfernt und 406 g (7,00 Mol) Kaliumfluorid und 600 g (2,39 Mol) PCP wurden zugegeben. Eine Probe des Reaktionsgemisches wurde etwa 5 Minuten nach der Zugabe entnommen und durch Gas-Flüssigkeitschromatographie analysiert. Proben des Reaktionsgemisches wurden entnommen und alle 30 Minuten analysiert und aus diesen Daten wurde ein Reaktionsprofil konstruiert. Die Reaktion war nach 6 Stunden beendet und wurde ab dieser Zeit abkühlen gelassen. Das erhaltene Gemisch wurde zur Entfernung der unlöslichen Salze filtriert und in einer 2,54 cm 30-Boden Oldershawsäule mit Vakuummantel destilliert, um 346 g 3,5- Dichlor-2,4,6-trifluorpyridin und 17,7 g eines Trichlordifluorpyridin-Überkopfprodukts zu gewinnen. Weitere 79,0 g des letztgenannten verblieben im Rückstand. Die Ausbeute von gewünschtem Produkt war 73,6% der Theorie auf Basis von Kaliumfluorid und die Gesamtausbeute von Fluorchlorpyridinen war 90,0%.
  • Beispiel 5
  • Ein aus Monel-Metall hergestellter und wie in Beispiel 1 beschrieben ausgestatteter 12 l Vierhalskolben wurde mit 8,5 1 NMP gefüllt. Der Kolben wurde auf 22,6 kPa (170 mm Hg) evakuiert, auf 150ºC erhitzt und etwa 500 ml NMP und Wasser wurden über Kopf abdestilliert, um das System auf weniger als 500 ppm Wasser zu trocknen. Das Vakuum wurde entfernt und 1400 g (24,1 Mol) Kaliumfluorid und 2020 g (8,0 Mol) PCP wurden zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde mit einer positiven (überatmosphärischer Druck) Stickstoffatmosphäre überschichtet und unter heftigem Rühren für 8 Stunden auf 150ºC erhitzt. Es wurde dann auf 60ºC abgekühlt und aus dem Reaktor entnommen. Das Gesamtgewicht des Reaktionsgemisches war 11725 g. Das Gewicht von unlöslichem Kaliumchloridsalz wurde mit 1789 g und das Gewicht der Reaktionslösung mit 9936 g berechnet. Eine gas-flüssigkeitschromatographische Analyse zeigte, daß die Reaktionslösung 1232 g (6,09 Mol) des gewünschten Produkts, 288 g (1,32 Mol) eines Trichlordifluorpyridins und 60,6 g (0,26 Mol) eines Tetrachlormonofluorpyridins enthielt. Die Gesamtmolzahlen von Produkt und Zwischenprodukten, die im Reaktionsgemisch nachgewiesen wurden, waren 7,67 Mol oder 95,9% Nachweisbarkeit. Die Ausbeute von 3,5-Dichlor-2,4,6- trifluorpyridin war 76,1% der Theorie bezüglich des verwendeten PCP und 94,9% unter Berücksichtigung der gewonnenen recyclisierbaren Zwischenprodukte.

Claims (7)

1. Verfahren zur Herstellung von 3,5-Dichlor-2,4,6-trifluorpyridin durch Reaktion von Pentachlorpyridin und Kaliumfluorid in N-Methylpyrrolidon-Lösungsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktion unter wasserfreien Bedingungen bei 100ºC bis 170ºC unter Rühren und in Abwesenheit von Initiatoren und aromatischen Kohlenwasserstoffen durchgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das 3,5-Dichlor-2,4,6-trifluorpyridin bei seiner Bildung durch Destillation aus dem Reaktionsgemisch entfernt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Pentachlorpyridin kontinuierlich zu einer Aufschlämmung aus Kaliumfluorid in N-Methylpyrrolidon gegeben wird und 3,5-Dichlor-2,4,6-trifluorpyridin kontinuierlich durch Destillation entfernt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß 3,5-Dichlor-2,4,6-trifluorpyridin am Ende des Verfahrens aus dem Reaktionsgemisch durch Destillation gewonnen wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktion bei unteratmosphärischem Druck durchgeführt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren bei atmosphärischem Druck durchgeführt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur 140ºC bis 160ºC ist.
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