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DE2631661A1 - 7h-indolizino- eckige klammer auf 7,6,5-de eckige klammer zu isochinolin- verbindung, ihre herstellung und verwendung - Google Patents

7h-indolizino- eckige klammer auf 7,6,5-de eckige klammer zu isochinolin- verbindung, ihre herstellung und verwendung

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Publication number
DE2631661A1
DE2631661A1 DE19762631661 DE2631661A DE2631661A1 DE 2631661 A1 DE2631661 A1 DE 2631661A1 DE 19762631661 DE19762631661 DE 19762631661 DE 2631661 A DE2631661 A DE 2631661A DE 2631661 A1 DE2631661 A1 DE 2631661A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
compound
formula
angle clamp
water
solution
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19762631661
Other languages
English (en)
Inventor
Daniel Farge
Yves Le Goff
Gilbert Poiget
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer CropScience SA
Original Assignee
Philagro SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Philagro SA filed Critical Philagro SA
Publication of DE2631661A1 publication Critical patent/DE2631661A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D217/00Heterocyclic compounds containing isoquinoline or hydrogenated isoquinoline ring systems
    • C07D217/22Heterocyclic compounds containing isoquinoline or hydrogenated isoquinoline ring systems with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to carbon atoms of the nitrogen-containing ring
    • C07D217/26Carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Nitrogen Condensed Heterocyclic Rings (AREA)

Description

DR. ING. F. WUESTIIOFF DR.E.V.PECHMANN
DR. ING. D. BEHRENS DIPL. ING. R. GOETZ PAT E N TAN WjL ϊ, Τ E
8 ATtTNClIEN ÖO SCHWMREHSTRASSE TELEfXM <080> 00 20 SJ TEI.JJX 5 24 070
TKLEOItAMMR : PIIOTKCTl'ATENT MÜNCHEN
1A-48 090
Beschreibung zu der Patentanmeldung
PHILAGRO
14-20, rue Pierre Balzet,■69009 Lyon Frankreich
betreffend
ihre
Herstellung und Verwendung
Die Erfindung betrifft ein neues Derivat von 7H-Indolizino-/7,6,5-de7isochinolin der Formel:
NO2
(D
sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung und seins Anwendung als baktericider Wirkstoff in in der Landwirtschaft angewandten Mitteln.
Die Verbindung der Formel I kann durch Nitrieren der Verbindung der Formel:
6 0 9 8 8 5/1174
1A-48 090
(II)
erhalten, werden. Allgemein wird die Umsetzimg in einem organischen Lösungsmittel wie Nitromethan bei einer Temperatur von -10 bis -150C durchgeführt und als Nitrierungsmittel rauchende Salpetersäure in Trifluormethansulfonsäure eingesetztβ
Die Isochinolin-Verbindung der Formel II kann auf verschiedene Weise erhalten werden:
1) durch Hydrolyse eines Imins der Formel:
(III)
in basischem Medium. Allgemein wird diese Hydrolyse in einem organischen Lösungsmittel wie Äthanol bei Rückflußtemperatur des Mediums vorgenommen.
Das Imin der Formel III wird seinerseits erhalten durch Einwirkung von Kupfer-I-cyanid auf eine Verbindung der Formel:
(IV)
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allgemein in einem Lösungsmittel wie N-Methylpyrrolidon „ bei einer Temperatur von 165 bis 2000C.
Die Verbindung der Formel IV wird durch Einwirkung einer Tetrahydrofuranverbindung der allgemeinen Formel
R-O-
n , 0 - R (V)
•0'
in der R für eine Methyl- oder Äthylgruppe steht, auf ein Derivat des 5-Aminochinolins der Formel
(VI)
erhalten. Die Umsetzung erfolgt allgemein in einem organischen Lösungsmittel wie Essigsäure bei Siedetemperatur des Reaktionsgemisches. Das Isochinolin der Formel VI
kann nach der Methode von Edinger und Bossung, J. Prakto Chem., (2)43, 198 (1891) hergestellt werden.
2) Durch Einwirkung einer Verbindung der allgemeinen Formel V auf ein Derivat des 5-Aminoisochinolins der
folgenden Formel
NH2 COOH
(VII)
Diese Umsetzung wird allgemein in einem organischen Lösungsmittel wie Essigsäure bei einer Temperatur von etwa 90 bis 100 C vorgenommen.
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Die Verbindung der Formel VII kann durch Reduktion der entsprechenden 5-Nitrοisochinolin-Verbindung der Formel
(viii)
erhalten werden. Es ist besonders vorteilhaft, in situ hergestelltes Ammoniumsulfid auf die Verbindung der Formel VIII bei einer Temperatur von etwa 90 bis 1000C einwirken zu lassen.
Die Verbindung der Formel VIII wird durch Nitrieren von 4-Carboxyisochinolin erhaltene Vorteilhafterweise wird als Nitrierungsmittel Kaliumnitrat in konzentrierter Schwefelsäure angewandt« Das 4-Carboxyisochinolin läßt sich gemäß der Methode von F0C0 Tyson, J0 Am0 Chemo Soc, 61, 183 (1939) herstellen
Die folgenden Beispiele erläutern die Herstellung sowie die bakteriostatische und bakterieide Wirkung der neuen Verbindungο
Beispiel 1
Zu einer bei -10 bis -15 C gehaltenen Lösung aus 10 g 7-0xo-7H-indolizino/?s6s5-de7isochinolin und 400 ml Nitromethan wurde unter Rühren im Verlauf 1 h eine Lösung züge geben9 die durch Zugabe von 2„35 ml rauchender Salpetersäure (d = 1<,52) zu einer Lösung aus 17p03 g Trifluormethansulfonsäure in 20,8 ml Nitromethan erhalten worden warο Es wurde eine weitere h bei einer Temperatur von -10 bis -150C und dann 16 h bei einer Temperatur von 0 bis 2°C gerührt. Die gebildeten gelben Kristalle wurden abfiltriert, nacheinander mit 30 ml Nitromethan und mit 80 ml Äther
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gewaschen und getrocknet. Man erhielt 8,8 g IO-Nitro-7-oxo-7H-indolizino£7,6,5-de7isochinolinim-trifluormethansulfonat.
Diese Verbindung wurde mit 150 ml Wasser, und 300 ml Methylenchlorid verrührt; die wäßrige Schicht wurde absitzengelassen und dreimal mit jeweils 150 ml Methylenchlorid gewaschen. Die organischen Extrakte wurden miteinander vereinigt und nacheinander mit 100 ml Wasser, 100 ml 0,InNatronlauge und dreimal mit 100 ml Wasser gewaschen. Die erhaltene organische orange-gelbe Lösung wurde über calciniertem Magnesiumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel unter vermindertem Druck abgezogen. Man erhielt 4,64 g lO-Nitro^-oxo^H-indolizino^e^-deJisochinolin, das bei 192°C, dann bei 2010C schmolz.
Nach chromatographischer Reinigung auf Kieselsäuregel und Umkristallisation aus 50 Vol.-Teilen Acetonitril schmolz die Verbindung bei 1940C und dann bei 2020G.
Das 7-Oxo-7H-indolizino/7,6,5-de7isochinolin wurde gemäß · einer der folgenden Methoden hergestellt:
1) unter Stickstoffatmosphäre wurden 30 g 7-Imino-7H-indolizino/j7,6,5-de_7isochinolin und 3 ml 1n NaOH in 900 ml Äthanol und 900 ml Wasser 18 h unter Rückfluß erhitzte Nach dem Abdampfen des Äthanols unter vermindertem Druck wurden die ausgefallenen Kristalle abfiltriert und mit viermal 200 ml Wasser gewaschen. Man erhielt 25,4 g 7-Oxo-7H-indolizino/7,6,5-de_7isochinolin mit Fp 2110C. Nach Umkristallisation aus 940 ml 80 %igem Äthanol erhielt man 11,55 g reine Verbindung mit Fp 222°C.
Das 7-Imino-7H-indolizino//7,6,5Tde7isochinolin wurde wie folgt hergestellt:
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Zu einer Suspension aus 63,64 g 4-chinolin in 160 ml N-Methylpyrrolidon wurden unter Rühren 104,9 g Kupfer-I-cyanid gegeben. Die erhaltene viskose Suspension wurde schnell auf 165°C und dann allmählich auf 1800C erhitzt, um das ganze in Lösung zu bringen. Die exotherme Reaktion, die bei etwa dieser Temperatur einsetzte brachte die Temperatur des Reaktionsgemisches auf 200°C. Dann wurde das Reaktionsgemisch schnell abgekühlt und in 3,79 1 wäßrige Lösung enthaltend 10 % (Gewicht/Volumen) Kaliumcyanid ausgegossen und das ganze 2 h gerührt. Die ausgefallenen Kristalle wurden abfiltriert, mit fünfmal 250 ml Wasser gewaschen, getrocknet und aus 1350 ml Acetonitril umkristallisiert. Man erhielt 28,78 g 7-Imino-7H-indolizino/7,6,5-de_7isochinolin in Form von gelb-grünen Kristallen mit Fp 189°C„ . .■
Zur Herstellung von 4-Brom-5-/:T f-pyrrolyl7isochinolin wurde wie folgt verfahren:
Zu einer siedenden Lösung aus 242 g 5-Amino-4-bromisochinolin in 1220 ml Essigsäure wurden im Verlauf von 7 min 157 g 2,5-Dimethoxytetrahydrofuran gegeben. Nach dem Abkühlen wurde die erhaltene braune Lösung in 2,5 1 Wasser ausgegossen, durch Zugabe von konzentriertem Ammoniak (11n) bis pH 9 alkalisch gemacht und 1 h gerührt. Die ausgefallenen Kristalle wurden abfiltriert, mit fünfmal 1 1 Wasser gewaschen und getrocknet. Nach Umkristallisation aus 25 Teilen (Gewicht/Volumen) Äthanol und Entfärben mit Tier- * kohle erhielt man 172,5 g 4-Brom-5-/1'-pyrrolyl/isochinolin mit Fp 1800C.
die Mutterlaugen ergaben nach dem Einengen weitere 49,18 g 4-Brom-5-/J'-pyrrolyl7isochinolin mit Fp 171°C
Das 5-Amino-4-bromisochinolin wurde gemäß Edinger und Bossung, J. Prakt. Chem., (2), 43, 198 (1891) hergestellt.
60 9"8 85/1174 " 7 "
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2.Zu einer Lösung aus 82 g 5-Amino-4-carboxyisochinolin ., in 410 ml Essigsäure wurden 63,4 g 2,5-Dimethoxytetrahydrofuran gegeben. Es wurde gerührt und die erhaltene 'Lösung im Verlauf von'115 min auf 90 bis 95°C erhitzt. Dann wurde die klare braune Lösung auf etwa 20 C abgekühlt und in 2 1 destilliertes Wasser ausgegossen. Der ausgefallene braune Niederschlag wurde mit insgesamt 2,5 1 Chloroform extrahiert. Die organischen Extrakte wurden nacheinander mit zweimal 1 1 2n Natronlauge und mit dreimal 0,5 1 destilliertem Wasser gewaschen und über Natriumsulfat getrocknet. Nach Abdampfen des Lösungsmittels unter vermindertem Druck erhielt man 70 g rohes 7-0xo-7H-indolizino/7,6,5-de_7isochinolin, das bei 216°C, dann bei 226°C schmolz. Nach Umkristallisieren aus 37 Teilen 80 %igem Äthanol schmolz die reine Verbindung bei 220 C und dann nach Wiederfestwerden bei 2310C.
Das als Ausgangsverbindung eingesetzte 5-Amino-4-carboxyisochinolin konnte wie folgt hergestellt werden?
Eine Lösung aus 144,1 g 4-Carboxy-5-nitroisochinolin in 364 ml 11n Ammoniak und 304 ml Wasser wurde bei 25 bis 350C mit Schwefelwasserstoff gesättigt und 1 h 40 min ' bei 90 bis 100°C gehalten. Der Schwefelniederschlag wurde heiß abfiltriert und das Piltrat auf etwa 200C gekühlt und mit Tierkohle entfärbt.
Nach dem Filtrieren erhielt man ein klares rotes Filtratj das durch Zugabe von 49,5 ml Essigsäure angesäuert und dann unter vermindertem Druck (immHg) bei 30 bis 40°C auf 100 ml eingeengt wurde. Das Konzentrat wurde 16 h bei 50C stehengelassen und verfestigte sich zu einer kristallinen Masse. Die gelben Kristalle wurden abfiltriert, nacheinder mit dreimal 50 ml Eiswasser, mit dreimal 50 ml Äthanol und mit zweimal 100 ml Äther gewaschen.
- 8 609885/1174 "
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Nach dem Trocknen erhielt man 82,9 g 5-Amino-4-carboxy- " isochinolin in Form gelber Kristalle mit Fp 232°C.
I.
Das als Ausgangsverbindung eingesetzte 4-Carboxy-5-nitroisochinolin wurde wie folgt hergestellt:
Zu einer Lösung aus 146,8 g 4-Carboxyisochinolin in 880 ml konzentrierter Schwefelsäure (d = 1,83) wurde im Verlauf 1 h das Nitriergemisch zugetropft, das durch Auflösen von 94 g Kaliumnitrat in 750 ml konzentrierter Schwefelsäure (d = 1,83) erhalten worden war. Die erhaltene Lösung wurde 16 h bei etwa 200C gehalten und dann auf 18 kg Eis ausgegossen. Unter Rühren wurden allmählich 5,5 1 11n Ammoniumhydroxid zugegeben und die Temperatur des Gemisches bei 15 bis 200C gehalten. Der ausgefallene gelbe Niederschlag wurde abfiltriert, mit insgesamt 800 ml Wasser gewaschen und getrocknet. Man erhielt 144 g 4-Carboxy-5-nitroisochinolin mit Fp 285°C.
Das als Ausgangsverbindung eingesetzte 4-Carboxyisochinolin wurde gemäß F.C. Tyson9 J. Am. Chem., Soc, 61, 183 (1939) hergestellt.
Beispiel 2
In vitro Test der bakteriostatischen Aktivität
Eine Reihe von Versuchsröhrchen, die ein vorbestimmtes Volumen Nährmedium(tryptycase soy broth) enthielten, wurden mit 1/9 dieses Volumens einer Lösung der zu prüfenden Verbindung in geometrisch abnehmender Verdünnung versetzte Jedes Röhrchen wurde mit O505 ml entsprechendem Inoculum beimpft; Kultur des Versuchskeimes (Bakteriums) in flüssigem Medium, die während einer vorbestimmten Zeit bei optimaler Temperatur inkubiert und wie erforderlich in einem Medium gleicher Zusammensetzung verdünnt worden
_ 9 _ B09885/1174
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war. Die beimpften Röhrchen wurden 24 h im Heizschrank bei 240C gehalten.
Ii
In der folgenden Tabelle sind die Ergebnisse für die bakteriostatische Mindesthemmkonzentration (MIC) angegeben; der MIC-Wert ist die Konzentration in dem letzten Röhrchen, in dem die Entwicklung des aeroben Bakteriums gehemmt wird.
Bakterium
bakteriostatische MIC /ug/ml
Corynebacterium fascians Corynebacterium michiganense Pseudomonas syringae Pseudomonas morsprunorum Pseudomonas persicae Xanthomonas juglandis Xanthomonas phaseoli Erwinia chrysanthemi Erwinia carotovora Agrobacterium tumefasciens
0,5 0,5 4 8
0,03 0,06 2
Beispiel 3
In vitro Test der baktericiden Aktivität
Eine Reihe von gleichen Versuchsröhrchen wie im vorangegangenen Beispiel wurde mit 0,25 ml einer Kultur von Erwinia chrysanthemi verdünnt in einem Medium gleicher Zusammensetzung beimpft. Die beimpften Röhrchen wurden 48 h im Heizschrank bei 24°C gehalten.
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- 10 -
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- ίο - 2637661
Nach unterschiedlichen gestaffelten Berührungszeiten wurde eine 2. Reihe von Versuchsröhrchen mit jeweils 10 ml Nährmedium und 0,1 ml Inhalt der ersten Versuchsröhrchen und schließlich eine dritte Reihe von Versuchsröhrchen mit jeweils 0,1 ml Inhalt der 2.Versuchsreihe und 10 ml Nährmedium versetzt.
Alle Röhrchen wurden 48 h bei 24°C gehalten.,
Für jede Berührungszeit ermöglicht die Konzentration des letzten Röhrchens deij&weiten und dritten Reihe, das keine Entwicklung des Versuchskeims (Bakteriums) zeigt und das die zu prüfende Verbindung nicht in einer bakteriostatischen Konzentration enthält, die Bestimmung der Konzentration des entsprechenden Röhrchens der ersten 'Versuchsreihe, die den Tod aller Keime verursacht, d.h. die baktericide Mindestkonzentration.
Berührungszeit baktericide Mindestkonzentration h
1 4
4 1
24 1
Beispiel 4
In vivo Test über die Dauer der Wirksamkeit auf Bohnenpflanzen
Bohnenpflanzen wurden mit einer Reihe von Suspensionen behandelt, die die Testverbindung in unterschiedlichen Konzentrationen in destilliertem Wasser sowie 0,02 % Kondensationsprodukt aus 1 Mol Sorbitmonooleat und etwa 20 Mol Äthylenoxid enthielten.
η Tage nach der Behandlung wurden Blattscheiben mit Durchmesser 1 cm ausgeschnitten und auf Agar-Agar Nährboden gelegt, der mit Erwinia chrysanthemi beimpft worden war.
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- 11 -
·)Δ_48 090
48 h später wurde der Durchmesser (in mm) der Hemmzone gemessen, die sich um die jeweilige Blattscheibe gebildet hatte.
1I
Wirkstoffkon- 0 der Hemmzone, η Tage nach Behandlung zentration der mm
Suspension
yug/ml
η = 0 1 6 14
250 19 19,5 14,2 10
125 16 16 10,5 0
62 10 11 0 0
Weitere Versuche haben gezeigt, daß die Phytotoxizität der Verbindung 10 Tage nach der Behandlung auf Weizen, Bohnen, Tomaten und Gurken bei einer Konzentration von 2000 /ug/ml gleich 0 war.
Freiluftversuche an Birnenbäumen haben schließlich gezeigt, daß die erfindungsgemäße Verbindung eine ausgezeichnete Wirkung gegenüber Erwinia amylovora besitzt, dem Erreger des Bakterienbrandes oder -feuers.
Diese Beispiele zeigen deutlich die bemerkenswerte bakteriostatische und baktericide Wirksamkeit der neuen Verbindung gegenüber zahlreichen phytopathogenen Stämmen, ihre gute Dauerhaftigkeit und das Fehlen von Phytotoxizität gegenüber Kulturpflanzen. Die Verbindung kann deshalb mit Vorteil gegen die von diesen Bakterien hervorgerufenen Krankheiten eingesetzt werden, insbesondere zur Bekämpfung des Bakterienbrandes oder -feuers, das von Erwinia amylovora.an Obstbäumen, insbesondere Birnbäumen und Apfelbäumen hervorgerufen wird.
- 12 -
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In der Praxis wird die neue Verbindung allgemein in Korn- „ bination mit mindestens einem Träger oder Verdünnungsmittel und/oder mindestens einem mit dem Wirkstoff verträglichen und für die1 vorgesehene Anwendung in der Landwirtschaft zweckmäßigen grenzflächenaktiven Mittel eingesetzt. In diesen Pflanzenschutzmitteln kann der Wirkstoff gehalt 0,005 bis 95 Gew.-% ausmachen.
Als Träger im Sinne der Beschreibung kommen die gebräuchlichen organischen oder anorganischen Stoffe natürlicher oder synthetischer Herkunft infrage, mit denen der Wirkstoff kombiniert werden kann, um seine Anwendung auf die Pflanzen, auf das Korn oder Saatgut oder auf den Boden oder aber seinen Transport oder seine Handhabung zu erleichtern. Der Träger kann fest sein (Tone, Kaoline, Bentonit, natürliche Silicate wie Talk oder synthetische Silicate, gebrannte Magnesia, Kieseiguhr, Tricalciumphosphat, Korkpulver, Aktivkohle, Harze, Wachse, feste Düngemittel) oder fließfähig (Wasser, Alkohole, Ketone, Erdölfraktionen, Chlorkohlenwasserstoffe und verflüssigte Gase).
Das grenzflächenaktive Mittel kann ein Emulgator, ein Dispergier- oder Netzmittel sein sowie ionisch oder nicht-ionisch. Infrage kommen beispielsweise Salze von Polyacrylsäuren, von Ligninsulfonsäure, von Sulforicinooleaten; Salze von quaternären Ammoniumsalzen; Kondensationsprodukte aus Äthylenoxid und Fettalkoholen, Fettsäuren oder Fettaminen, insbesondere Kondensationsprodukte aus Äthylenoxid und Octylphenol; oder Fettsäureester von Anhydrosorbit, die durch Verätherung der freien OH-Gruppen durch Kondensation mit Äthylenoxid löslich gemacht worden sind. Vorzugsweise werden nicht-ionische Mittel verwendet, weil sie Elektrolyten gegenüber unempfindlich sind.
609885/1 m
1A-48 090
Die erfindungsgemäßen Mittel können in Form von netz- " baren Pulvern, Stäubemitteln, Granulaten, Lösungen, emulgierbaren Konzentraten,.Emulsionen, Suspensionskonzentraten und Aerosolen hergestellt werden.
Die netzbaren Pulver werden beispielsweise durch Vermählen des Wirkstoffes mit dem festen Träger bereitet und enthalten 20 bis 95 Gew.-% Wirkstoff sowie üblicherweise 3 bis 10 Gew.-% eines Dispergiermittels sowie wenn erforderlich - 0 bis 10 Gew.-% eines oder mehrerer Stabilisatoren und/oder anderer Zusätze wie Durchdringungsmittel, Haftmittel oder Mittel zur Verhinderung der Klumpenbildung, Farbstoffe u.a.m.
,I
Als Beispiel sei folgende Zusammensetzung eines netzbaren Pulvers angegeben:
Gew. -%
Wirkstoff, Verbindung der Formel I 50
Calciumlignosulfat (Entflockungsmittel) 5
Isopropylnaphthalinsulfonat (Netzmittel) 1 Kieselsäure (Antiklumpenbildung) 5
Kaolin (Füllstoff) 39
Die Pulver zur Behandlung der Saaten*oder zur Anwendung als Stäubemittel werden üblicherweise in Form eines Staubkonzentrates mit ähnlicher Zusammensetzung wie ein netzbares Pulver, jedoch ohne Dispergiermittel hergestellt ; sie können am Ort der Anwendung mit einer zusätzlichen Menge des fließfähigen Trägers verdünnt werden, so daß man ein Mittel erhält, das bequem das einzelne Korn des Saatgutes umhüllt und das üblicherweise 0,5 bis 10 Gew.-96 Wirkstoff enthält.
Als Beispiel sei folgende Zusammensetzung eines Stäubemittels zur Behandlung von Saatgut angegeben:
*bzw. des Saatgutes
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Gew. -%
Wirkstoff, Verbindung der Formel I 50 „
anionisches Netzmittel ■ 1
Kieselsäure (Antiklumpenbildung) 6
Kaolin (Füllstoff) '' 43
Die emulgierbaren Konzentrate werden nach Verdünnen in Wasser zerstäubt und enthalten üblicherweise den Wirkstoff gelöst in einem Lösungsmittel sowie zusätzlich zu diesem Lösungsmittel - wenn erforderlich - ein Colösungsmittel, in einer Konzentration von 10 bis 50 % Gewicht/Volumen Wirkstoff sowie 2 bis 20 % Gewicht/Volumen geeignete Zusätze wie Stabilisatoren, Durchdringungsmittel, Korrosionsschutzmittel, Farbstoffe und Haftmittel.
Als Beispiel sei folgende Zusammensetzung eines'emulgierbaren Konzentrates angegeben:
Wirkstoff, Verbindung der Formel I 400
Dodecylbenzolsulfonat 24
Kondensationsprodukt aus Nonylphenol und 10 Mol Oxyäthylen 16
Cyclohexanon . 200
aromatisches Lösungsmittel ' ad 1 1
Die Konzentrate in Suspension, die ebenfalls versprüht werden können, werden so hergestellt, daß man ein beständiges fließfähiges Produkt erhält, das sich nicht absetzt; sie enthalten üblicherweise 10 bis 75 Gew.-% Wirkstoff, 0,5 bis 15 Gew.-% grenzflächenaktive Mittel, 0,1 bis 10 Gew.-% Mittel, die das Absetzen verhindern wie Schutzkolloide undthixotrope Mittel, 0 bis 10 Gew.-% geeignete Zusätze wie Antischaummittel, Korrosionsschutzmittel, Stabilisatoren, Durchdringungsmittel und Haftmittel sowie als Träger Wasser oder eine organische Flüssigkeit, in der der Wirkstoff im wesentlichen unlöslich istj
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bestimmte feste organische Stoffe oder anorganische Salze können in dem Träger gelöst sein, um zur Verhinderung der Sedimentation beizutragen oder als Frostschutzmittel für Wasser. ί
Wäßrige Dispersionen und Emulsionen, wie sie beispielsweise mit Hilfe eines netzbaren Pulvers oder eines emulgierbaren Konzentrates erhalten werden und 10 bis 100 g Wirkstoff je hl Wasser enthalten, fallen ebenfalls in den Rahmen der Erfindung. Diese Emulsionen können dem Typ Wasser-in-Öl oder Öl-in-Wasser entsprechen und eine dicke, mayonnaisenartige Konsistenz aufweisen.
Die erfindungsgemäß vorgesehenen Mittel können weitere Bestandteile enthalten, wie Schutzkolloide, Haftmittel oder Dickungsmittel, thixotrope Mittel, Stabilisatoren oder andere bekannte Wirkstoffe mit pesticides Eigenschaften, insbesondere Insecticide oder Fungicide*
Patentansprüche:
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Claims (5)

  1. (9
    Patentansprüche
    Λ) ΤΆ-1ταΑο11ζ1ηο-/~71 6, S-de/isochinolin-Verbindung der Formel
  2. 2. Verfahren zur Herstellung der Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß man eine Verbindung der Formel
    nitriert.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e η η z.eichnet, daß man als Nitrierungsmittel eine Lösung aus rauchender Salpetersäure in Trifluormethansulfonsäure verwendet.
    609885/1174
    1A-48 090
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch g e k e η η zeichnet , daß man die Umsetzung bei einer Temperatur von -10 bis --150C vornimmt.
  5. 5. Verwendung der Verbindung nach Anspruch 1 zusammen mit üblichen Hilfs- und Trägerstoffen als bactericides und bacteriostatisches Mittel in der Landwirtschaft.
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DE19762631661 1975-07-15 1976-07-14 7h-indolizino- eckige klammer auf 7,6,5-de eckige klammer zu isochinolin- verbindung, ihre herstellung und verwendung Pending DE2631661A1 (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
FR7522081A FR2317880A1 (fr) 1975-07-15 1975-07-15 Compositions agricoles a base de 7h-indolizino(7,6,5-de)isoquinoleine

Publications (1)

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DE2631661A1 true DE2631661A1 (de) 1977-02-03

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19762631661 Pending DE2631661A1 (de) 1975-07-15 1976-07-14 7h-indolizino- eckige klammer auf 7,6,5-de eckige klammer zu isochinolin- verbindung, ihre herstellung und verwendung

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BR (1) BR7604606A (de)
CH (1) CH598258A5 (de)
DD (2) DD126464A5 (de)
DE (1) DE2631661A1 (de)
DK (1) DK317876A (de)
ES (1) ES449841A1 (de)
FR (1) FR2317880A1 (de)
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LU (1) LU75387A1 (de)
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AR204011A1 (es) * 1973-07-27 1975-11-12 Rhone Poulenc Sa Procedimiento de preparacion de nuevos derivados de 7-h-indolizino(5,6,7-ij)isoquinoleina

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