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AT203799B - Fungizide Mittel - Google Patents

Fungizide Mittel

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Publication number
AT203799B
AT203799B AT801757A AT801757A AT203799B AT 203799 B AT203799 B AT 203799B AT 801757 A AT801757 A AT 801757A AT 801757 A AT801757 A AT 801757A AT 203799 B AT203799 B AT 203799B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
preparation
fungicides
fungicidal
mixture
reaction product
Prior art date
Application number
AT801757A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Aagrunol Chemische Fabriek Nv
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Aagrunol Chemische Fabriek Nv filed Critical Aagrunol Chemische Fabriek Nv
Application granted granted Critical
Publication of AT203799B publication Critical patent/AT203799B/de

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  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Fungizide Mittel 
Die Erfindung bezieht sich   al1f   fungizide Mittel, die als Wirkstoff die bei der Oxydation eines Gemisches   von Alkylenbisdithiocarbaminsäuren   oder deren Salzen mit   Dithiocarbaminsäuren   oder deren Salzen erhaltenen   ReaktionspMdukte   und gegebenenfalls Füllstoffe sowie Losungsmittel, Haft-, Netz-, Emulgierund/oder Dispergiermittel enthalten. 



   Vorzugsweise gelangen als Bestandteile des Gemisches Äthylenbisdithiocarbaminsäure und Dime-   thyldithiocarbaminsäure   oder Salze dieser Säuren in Betracht. 



   Zur Herstellung der als Wirkstoffe dienenden Mittel werden die durch Umsetzung von   Schwefelkohlen-   stoff mit Monoaminen erhaltenen dithiocarbaminsauren Salze oder die freien Säuren mit den in entspre-   chender Weise aus Diamen erhaltenen Alkylenbisdithiocarbaminsäuren   oder deren Salzen gemischt, worauf anschliessend dieses Gemisch oxydiert wird. Sowohl durch Auswahl der als Ausgangstoffe dienenden Monobzw. Diamine als auch der zur Anwendung gelangenden Mengen derselben kann die Zusammensetzung der 
 EMI1.1 
 



   Das erfindungsgemäss erhältliche Reaktionsprodukt besitzt fungizide Eigenschaften, die beim Vergleich mit jenen des bereits   erwähnten   Tetramethylthiuramdisulfids, dessen fungizide Eigenschaften bekannt und auch bereits ausführlich beschrieben worden sind (siehe z. B.   Horsfall :"Fungicides   and their action", Seite 124-127), ein wesentlich günstigeres Ergebnis zeigen. 



   Bei der Bekämpfung von Fusicladium im Obstbau z. B. ergibt T. M.. T. D. gute Resultate ; wenn aber das Intervall zwischen zweiBespritzungenzu gross gewählt   wird, nimmt die fungizide Wirkung, z. B. unter Ein-   fluss von Witterungsverhältnissen, rasch ab. 



   Es hat sich nun   gezeigt, dass unter gleichen Verhältnissen   das erfindungsgemäss hergestellte Reaktions- 
 EMI1.2 
 gemeinsame.Rühren wird mittels eines Tropftrichters eine Lösung von 91 g Ammoniumpersulfat in 540 cm3 Wasser hinzutropfen gelassen. Es scheidet sich ein unlösliches, hellgelbgefärbtes Oxydationsprodukt ab ; Ausbeute 65 g. 



   Die fungizide Wirkung des Reaktionsproduktes wird nach der "slide germination method of evaluating fungicides" (Phytopathology 33,627-632) in bezug auf den Pilz Clasterosporium bestimmt. Es zeigt sich, dass die L. D. 50 hiebei 11/2 Teile p. m. ist ; für T. M. T. D. wurde nach diesem Verfahren eine L. D. 50 von 4 Teilen p. m. gefunden. 



     Beispiel 2 :   Aus dem mach Beispiel l hergestellten Reaktionsprodukt wird ein fungizides Präparat G hergestellt, indem 80 Gew. Teile des Reaktionsproduktes mit 20 Gew. Teilen eines Dispergators und eines Netzmittels gemischt und vermahlen werden. 



   Dieses Präparat zeigt beim Vergleich mit dem PräparatT (auf gleiche Weise mit   80%   T. M. T. D. hergestellt) bei   derbekämpfimg von Venturia inaequalls   (Apfelschorf) bei   der Apfelsorte James Grieve folgen-   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 de   Ergebnisse : Ungefähr 24 Stunden   nach   Durchführung der Spritzung   mit den   beiden Mittellt in   einer Konzentration von   0, 20/0   erfolgt die Inokulation mit von Blättern der Apfelsorte James Grieve stammenden Sporen in einer Konzentration von 200. 000 Sporen per cm3 Suspension und in einer Menge von 10 cm3 pro Schössling.

   Nach etwa vier Wochen zeigen sich bei 
Behandlung mit Präparat Anzahl Schorfflecke auf dem Blatt
G 0
T 20 nichtbehandelt die Flecke fliessen ineinander, das
Blatt ist zu   ungef. 50%   mit Schorf- flecken bedeckt. 



   Beispiel3 :AusdemnachBeispiel1hergestelltenReaktionsproduktundT.M.T.D.wirdeinfungizides Präparat TG hergestellt und zwar durch Mahlen eines Gemisches aus 15 Gew. Teilen des Reaktion produktes und 65   Gewieileii   T. M. T. D. mit 20 Gew. Teilen eines Dispergators und eines Netzmittels. 



   Das Präparat TG zeigt beim Vergleich mit dem auf dieselbe Weise hergestellten, 80% T. M. T. D. enthaltenden Präparat T :
Probe   A : Präventivschorfprobe   bei der Apfelsorte james Grieve. 



   Die Spritzung wird mit beiden Mitteln in 0, 25%iger Konzentration durchgeführt. Etwa 24 Stunden nachher erfolgt die Inokulation mit einer Sporensuspension von verschiedenenApfelsorten stammenden Sporen. 



  Konzentration der Sporensuspension 100.000 Sporen pro cm3 ; Menge 10 cms pro Schössling. Die Keimung auf einem Objektgläschen beträgt nach 24 Stunden ungefähr 90%. Nach ungefähr 3 Wocnen zeigen sich bei 
Behandlung mit Präparat   Arzahl Schorfflecke   auf dem Blatt
TG 0
T Blatt zu ungefähr   141o   mit Schorf- flecken bedeckt.   nichtbehandelt   Flecke fliessen ineinander,   Bh   tt zu   ungefähr 50% mit Schorfflecken   bedeckt. 



   Probe   B : Schorfprobe   bei der Birnensorte Beurre Hardy. 



   5 Spritzuagen mit den Mitteln TG und T, in einer Konzentration von 0,   2%,   ausgeführt in Intervallen von 2 mal 10 Tagen und 2 mal 4 Wochen zeigen bei 
Behandlung mit Präparat Prozentsatz an von Schorf (Ven- turia Pirina) angegriffenen Früchten
TG 39, 9
T 57, 6 
 EMI2.1 
   3PA TEN r ANSPRÜCHE :    
1.

   Fungizide Mittel, dadurch   gekennzeichnet,   dass sie als Wirkstoff die bei der Oxydation eines Gemisches von Alkylenbisdithiocarbaminsäuren, die aus einem Diamin hergestellt wurden, oder einem Salz derselben mit Dithiocarbaminsäuren, die'aus einem Monoamin hergestellt wurden, oder einem ihrer Salze erhaltenen Reaktionsprodukte und gegebenenfalls Füllstoffe sowie Lösungsmittel, Haft-, Netz-, Emulgier-, Dispergiermittel, ferner noch andere Fungizide und/oder Insektizide und/oder andere Schädlingsbekämpfungsmittel enthalten.

Claims (1)

  1. 2. Fungizide Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein bei der Oxydation eines Gemisches aus Äthylenbisdithiocarbaminsäure und Dimethyldithiocarbaminsäure oder deren Salzen entstehendes Reaktionsprodukt enthalten.
AT801757A 1956-12-12 1957-12-12 Fungizide Mittel AT203799B (de)

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AT203799B true AT203799B (de) 1959-06-10

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AT801757A AT203799B (de) 1956-12-12 1957-12-12 Fungizide Mittel

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