DE2630667A1 - Klima-dachgeraet - Google Patents
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Description
Interliz Anstalt in Vaduz, Liechtenstein
Klima-Dachgerät ■
Die Erfindung betrifft ein Klimagerät für die Außenauf- '
Stellung insbesondere auf dem Dach von Fabrikhallen oder I 5 dergleichen Großraumgebäuden zum Abführen von Abluft und
Zuführen von temperierter Zuluft. j
Pur die Außenaufs'tellung auf Flachdächern von Gebäuden sindj
Dachklimazentralen bekannt, die zum Belüften und Entlüften ■
dienen "und zum Beheizen ein mit Pumpenwarmwasser oder mit ;
10 einer Gasfeuerung oder auch elektrisch betreibbares Heiz— .
register und/oder zum Kühlen eine Kältemaschine enthalten.
Bei diesen Geräten handelt es sich um ein für die Gebäude- ' klimatisierung zentralen System, von dem aus mit anschließenden Luftverteilerkanälen die Zulunft an die ver- ; 15 schiedenen Punkte, zum Beispiel an verschiedene Stellen ; \ einer Halle gebracht wird und zu dem die Abluft von den i ! verschiedenen Punkten durch weitere Kanäle wieder zurück- i ; geleitet wird. Die für eine zentrale Klimatisierung !
Bei diesen Geräten handelt es sich um ein für die Gebäude- ' klimatisierung zentralen System, von dem aus mit anschließenden Luftverteilerkanälen die Zulunft an die ver- ; 15 schiedenen Punkte, zum Beispiel an verschiedene Stellen ; \ einer Halle gebracht wird und zu dem die Abluft von den i ! verschiedenen Punkten durch weitere Kanäle wieder zurück- i ; geleitet wird. Die für eine zentrale Klimatisierung !
; mehrerer Gebäuderäume oder Gebäudestellen konzipierten ;
|2O Dachklimazentralen erfordern also die Installation i
·: besonderer, aufwendiger Zuluftkanäle und Abluftkanäle. .
! j
ί Diese Kanalinstallationen lassen sich nicht oder nur j
j :
\ schlecht umbauen, wenn eine Änderung etwa der Zuluftver- |
; teilung oder Abluftabsaugung gewünscht wird. Bei bestehenden
|25 Bauten ist es auch oft nicht mehr möglich oder wäre es
o 709882/(HCU -..-At ·
5.5.1976 /Ga
mit sehr hohen Kosten verbunden, die für ein solches zentrales System notwendigen Kanäle zu legen. Auch sind
diese bekannten Klimazentralen wegen ihrer Größe und des Gewichtes oftmals nicht dazu verwendbar, um auf schwächere?.
Fabrikdächern, beispielsweise auf Sheddächern, aufgestellt werden zu können. Die gebräuchlichen, bekannten Dachklimazentralen sind fernerhin so ausgebildet, daß bei Heizbetrieb
ein Teil der warmen Abluft wieder der Frischluft zugemischt werden kann, um so die Wärme der als Umluft
verwendeten Abluft auszunutzen. Der übrige Teil der Abluft wird unmittelbar als Fortluft ausgeblasen. Dies hat den
Nachteil, daß nicht nur beim Teilumluftbetrieb sondern insbesondere auch dann, wenn kein Umluftbetrieb erwünscht
ist oder vorgenommen v/erden kann und die Abluft zu 100^
als Fortluft ausgeblasen wird und mit 100$ neuer Frischluft
; gearbeitet wird, die Wärme der Abluft unausgenutzt verloren
geht und die zum Aufheizen der Frischluft erforderliche Wärme ganz als teuere Heizenergie über das Heizr.egister
neu zugeführt werden muß. Es sind zwar Plattenwärmetauscher!
; 20 für die Abluftwärmerückgewinnung an sich bekannt, es handeüf
sich dabei jedoch um großvolumige und schwere Anbauein- >; heiten von zentralen Klimaanlagen, die innerhalb von \
: Gebäuden in geschlossenen Räumen aufgestellt und installier^
, sind.
; 25 Aufgrund der vorerwähnten Installationsschwierigkeiten und
' speziellen Anwendungsmöglichkeiten der bekannten Dachklima- = zentralen werden Großräume, wie zum Beispiel Produktions-
709882/CUCU ~-3- :
hallen, Lagerhallen, Werkstätten oder dergleichen vielfach und weitverbreitet noch in der Weise klimatisiert,
daß sich an verschiedenen Stellen des Gebäudedaches, beispielsweise an jedem zweiten oder dritten Shed eines
Fabrik-Sheddaehes Lüftungsventilatoren befinden und daß die Beheizung der Räume mit gesonderten Umlufterhitzern
oder Wandheizgeräten mit Frischluftzufuhr erfolgt. Mit diesen Einrichtungen kann zwar in flexiblerer Weise an
mehreren gewünschten oder zweckmäßigen Raumstellen entlüftet,
belüftet und beheizt werden. Diese Einrichtungen beziehungsweise Systeme weisen jedoch die Nachteile auf,
daß Vfarme Abluft, oftmals in großen Mengen, ohne Wärme-
; rückgewinnung ins Freie geführt wird und damit viel zuge-
' führte, teuere Heizenergie verloren geht, daß auch Abwärme
von Maschinen oder von verfahrenstechnischen
' Prozessen oder von Beleuchtung und dergleichen ungenutzt
an die Atmosphäre abgegeben wird, daß für die Beheizung und Lüftung separate, doppelte Geräteinstallationen erforderlich
sind und daß durch die Dachventilatoren, die nur Abluft abführen, unkontrollierte Luftströmungen und dadurch
Zugerscheinungen durch Tore und dergleichen entstehen können.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, ein Klimagerät
zu schaffen, mit dem die Mangel der vorgenannten Großraumlüftung
und Großraumheizung mittels separater, doppelter ' Geräteinstallationen sowie auch die Nachteile der erwähnten;
j zentralen Systeme mit Dachklimazentralen vermieden werden
- 4 _
-- -■: 70 9 88 2/0404 "
und welches als kompaktes und komplettes Einzelgerät mit ' geringem Installationsaufwand in mehreren Stücken auf [
Dächern von Fabrikhallen oder dergleichen Großraumgebäuden:
an beliebigen Stellen aufgestellt werden kann und eine !
energiewirtschaftliche Belüftung und Entlüftung dezentral j an mehreren ausgewählten Orten ermöglicht und sich dadurch;
beispielsweise auch gerade für die Sanierung von alten | Fabrikgebäuden mit besonderem Vorteil eignet, bei denen j
ein nachträglicher Einsatz der herkömmlichen Dachklima- | zentralen nicht möglich ist. j
Das er.findungsgemäße Klimagerät ist in erster Linie da- :
durch gekennzeichnet, daß in einem gemeinsamen Gehäuse- ;
kasten des Gerätes ein von der Abluft und der Zuluft durch·»·
strömbarer Wärmetauscher, dessen plattenförmige Wärme- ■
tauschwände aus Aluminiumfolie bestehen, sowie ein Zuluft-; gebläse und ein Abluftgebläse angeordnet sind, daß ferner I
durch das Folienpaket des Wärmetauschers zusammen mit :;
Gehäusezwischenwänden der Gehäuseinnenraum in einen durch I
den Wärmetauscher führenden Zuluftkanal und einen durch \ den Wärmetauscher führenden Abluftkanal unterteilt ist und;
die Gehäusezwischenwände eine steuerbare Bypassklappe auf- \
weisen, über welche die Ablufteintrittsseite des Wärme- \ tauschers direkt mit dessen Abluftaustrittsseite verbindbar^
ist, und eine steuerbare Umluftklappe aufweisen, über =
welche die Ablufteintrittsseite des Wärmetauschers direkt \
mit dessen Zuluftaustrittsseite verbindbar ist, wobei der :
Frischlufteintritt und der Fortluftaustritt des Gehäuse- ;
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kastens absperrbar ausgebildet sind, daß ferner die Unter-;
seite des Gehäusekastens aus einem auf eine Dachdurch- ■
brechung abdichtend aufsetzbaren Sockel besteht, der j gemeinsam eine Eintrittsöffnung zu dem Abluftkanal und eine
. 5 Austrittsöffnung des Zuluftkanals des Gehäusekastens ·
besitzt, und daß die Zuluftaustrittsöffnung aus einer den j ausgeblasenen Zuluftstrom bündelnden Wurfdüse besteht. ;
Dieses Klimagerät fasst die für die Entlüftung und an der ;
gleichen Dachstelle stattfindende Belüftung benötigten ;
Gebläse sowie den eine energiewirtschaftliche Abluftwärme-
rückgewinnung ermöglichenden Aluminiumfolienwärmetauscher i
in einem einzigen, kompakten Gerät zusammen, welches ί dezentral, das heißt an mehreren Orten, und vor allem dort*
wo die Lufteinblasung erwünscht ist, auf Dächern montiert I werden kann und daher keine Kanalinstallationen benötigt, j
Diese dezentrale Be- und Entlüftung mit dem erfindungs- j i gemäßen Klimagerät ist wesentlich flexibler als etwa das j
zentrale System mit den herkömmlichen Dachklimazentralen· |
: Aufgrund der Anwendung des Aluminium-Folienwärmetauschers, ,
der sich durch eine außerordentlich große Wärmeaustausch- \
'■- fläche auf kleinem Raum und bei sehr geringem Gewicht aus- *
; zeichnet, kann in hohem Maße die Abluftwärme zurückgewonnen.
! werden und daher in besonders energiewirtschaftlicher Weise
.· ί
; mit lOOfo Abluft und 100$>
neuer Zuluft gearbeitet werden, |
•25 was für zahlreiche Fälle notwendig ist. Nicht nur die j
Heizenergie sondern auch die von Maschinen, verfahrens-
; technischen Prozessen oder auch von Beleuchtung erzeugte
'■ Wärme kann nutzbringend aus der Abluft zurückgewonnen
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werden. Ferner hat das Klimagerät trotz der integrierten Ablaufwärmerückgewinnung ein niedriges Gewicht, so daß es
ohne weiteres auf Fabrikhallendächern, Sheddächern und dergleichen aufgestellt werden kann, und ist das Klimagerät
mit dem eingebauten Aluminium-Folienwärmetauscher außerdem wesentlich raumsparender und damit auch kosten—
sparender als bisherige Geräte. Für die Aufstellung des Klimagerätes wird nur eine einzige Dachöffnung respektive
Dachdurchführung benötigt. Mittels der Wurfdüse wird die
Zuluft direkt von oben her in den Aufenthalts- bzw. Arbeitsbereich der Halle oder des Großraumes geblasen,
wobei von dem aus der Wurfdüse austretenden gebündelten
Zuluftstrahl umgebende Raumluft angesaugt wird, so daß das bewegte Strahle"volumen zunimmt und dadurch ein hoher Luft—
wechsel erzeugt wird und ein gründlicher Abtransport von Abluft aus dem Aufenthalts- bzw. Arbeitsbereich zurück zur
Abluftansaugstelle des Klimagerätes bewirkt wird. Vorteilhafterweise ist die Wurf düse mit einem verstellbaren Drall4·
einsatz versehen, mit dessen Hilfe der StrahL--winkel und
!- 20 damit auch die Wurfweite in weiten Grenzen verändert
werden kann. Mittels der Bypassklappe kann zum Beispiel im
'. Sommer, wenn keine Erwärmung der Zuluft erforderlich ist,
i
die Abluft unter Umgehung des Aluminium-Folienwärmetauschers
fortgeleitet werden, so daß praktisch keine Durchströmung
des Wärmetauschers durch Abluft und keine Erwärmung der Frischluft im Wärmetauscher stattfindet. Mittels der Umluftklappe
kann zum Beispiel an Betriebsruhetagen die Abluft unter Umgehung des Wärmetauschers direkt als Umluft
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wieder eingeblasen werden, um dadurch beispielsweise beim Heizbetrieb Kosten für die Aufheizung der Frischluft einzusparen.
In besonders vorteilhafter Ausgestaltungsform kann zwischen
' 5 der Zuluftaustrittsöffnung des Sockels und der Wurfdüse
ein der Wurfdüse vorgeschalteter Lufterhitzer und/oder Luftkühler angeordnet sein. Auf diese Weise besitzt das
Klimagerät weiterhin in kompakter Bauweise eine integrierte Komponente, um gleichzeitig zur Beheizung dienen zu
können, das heißt um die durch Abluftwärmerückgewinnung vorerwärmte Frischluft auf die für die Raumbeheisung erforderliche
Zuluf.ttemperatur zu erwärmen, oder um bei hohen Außentemperaturen und geöffneter Bypassklappe die
Zuluft zusätzlich auf eine Temperatur unterhalb der Außen- ; 15 t emp eratur abzukühlen.
: Vorteilhafterweise kann an der Ablufteintritts öffnung des
Sockels ein Abluftfilter als weiterer Bestandteil des ι kompletten Klimagerätes angeordnet werden, der zusammen mit
ι der Wurfdüse durch eine einzige Dachdurchbrechung hindurch· : 20 führbar ist, so daß die Anwendung eines Abluftfilters
j keinen zusätzlichen Installationsaufwand mehr erfordert.
Zweckmäßigerweise hat bei der Anordnung eines Abluftfilterä
' an dem Sockel des Gerätekastens die Mündung der Wurfdüse
j einen größeren Abstand von dem Sockel als der Eintritt des ,25 Abluftfilters.
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ΊΖ
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungö
gemäßen Klimagerätes dargestellt, und zwar zeigen Fig. 1 eine Seitenansicht des Klimagerätes, teilweise im
senkrechten Schnitt;
Fig. 2 einen senkrechten Schnitt der Linie II-II in Fig. 1;
Fig. 3 einen horizontalen Schnitt nach der Linie IH-III
in Fig. 1.
Das Klimagerät besitzt einen für die Außenaufstellung auf einem Dach 1 geeigneten Gehäusekasten 2, in dem zwei
Ventilatoren 3 und 4 und ein Wärmetauscher 5 angeordnet sind, dessen Wärmetauschwände aus Aluminiumfolie bestehen
und der in zwei Pakete unterteilt ist., die einen Abstand voneinander aufweisen (Fig. 2) und auf einer Ecke stehend
in dem Gehäusekasten angeordnet sind (Fig. 1). An ihren Außenseiten liegen die beiden Pakete abdichtend an dem
Gehäusekasten 2 an. Nach oben und nach unten bilden Gehäusezwischenwände 6 einen dichten Abschluß zwischen den
beiden Paketen und dem Gehäusekasten 2. Zwischen den beideii
Paketen liegt eine schräge Gehäusezwischenwand 7, die
zwischen der oberen Gehäusezwischenwand 6 und dem Gehäuse— kasten 2 einen dichten Abschluß bildet. Ferner liegt
zwischen den beiden Paketen eine waagerechte Gehäusezwischenwand 8, die sich von dem Gehäusekasten 2 bis zur
Mitte des freien Raumes zwischen den beiden Paketen er- ;25 streckt. Oberhalb dieser waagerechten Gehäusezwischenwand
bildet eine senkrechte Bypassklappe 9 einen Abschluß zur oberen Gehäusezwischenwand .6, unterhalb der Gehäuse-
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2 ~~
263Q667 ί
zwischenwand 8 bildet eine senkrechte Umluftklappe 10
einen Abschluß zur unteren Gehäusezwisehenwand 6. Auf
diese Weise sind im Gehäuseinnenraum zwei durch den Wärmetauscher führende Kanäle für Zuluft und Abluft abgeteilt: j Die durch den Prischlufteintritt 11 des Gehäusekastens 2 ' eintretende Frischluft respektive Zuluft tritt beiderseits; der schrägen Gehäusezwischenwand 7 in die beiden Wärme- · tauscherpakete ein und wird durch das Gebläse 4 durch den ! Wärmetauscher 5 schräg von oben nach unten hindurchgesogen; IQ und durch eine Austritts öffnung 12 des in dem Gehäuseinnentraum abgeteilten Zuluftkanals weitergefördert? die durch
eine Eintrittsöffnung 13 des in dem Gehäuseinnenraum ab- = geteilten Abluftkanals eintretende Abluft wird bei ; geschlossenen Klappen 9 und 10 durch das Gebläse 3 durch
die beiden Wärmetauscherpakete schräg von unten nach oben ; hindurchgesogen und durch einen Fortluftaustritt 14 des : Gehäusekastens ins Freie ausgeblasen. Die Unterseite des ; Gehäusekastens 2 besteht aus einem Sockel 15, der die
Zuluftaustrittsöffnung 12 und die Ablufteintrittsöffnung 13 '20 besitzt und mit dem der Gehäusekasten auf eine für die I Installation des Klimagerätes nur vorzusehende einzige j Durchbrechung des Daches 1 abdichtend aufgesetzt ist· An · der Ablufteintrittsöffnung 13 besitzt der Sockel 15 einen s beim Aufsetzen des Klimagerätes durch die Dachdurchbrechung.' hindurehführbaren Abluftfilter 16. An die Zuluftaustritts- j öffnung 12 des Sockels 15 ist eine gleichfalls durch die : Dachdurchbrechung hindurchsteckbare Verlängerung 1? ange- '■ setzt, deren tiefer als der Abluftfiltereintritt herunter- !
einen Abschluß zur unteren Gehäusezwisehenwand 6. Auf
diese Weise sind im Gehäuseinnenraum zwei durch den Wärmetauscher führende Kanäle für Zuluft und Abluft abgeteilt: j Die durch den Prischlufteintritt 11 des Gehäusekastens 2 ' eintretende Frischluft respektive Zuluft tritt beiderseits; der schrägen Gehäusezwischenwand 7 in die beiden Wärme- · tauscherpakete ein und wird durch das Gebläse 4 durch den ! Wärmetauscher 5 schräg von oben nach unten hindurchgesogen; IQ und durch eine Austritts öffnung 12 des in dem Gehäuseinnentraum abgeteilten Zuluftkanals weitergefördert? die durch
eine Eintrittsöffnung 13 des in dem Gehäuseinnenraum ab- = geteilten Abluftkanals eintretende Abluft wird bei ; geschlossenen Klappen 9 und 10 durch das Gebläse 3 durch
die beiden Wärmetauscherpakete schräg von unten nach oben ; hindurchgesogen und durch einen Fortluftaustritt 14 des : Gehäusekastens ins Freie ausgeblasen. Die Unterseite des ; Gehäusekastens 2 besteht aus einem Sockel 15, der die
Zuluftaustrittsöffnung 12 und die Ablufteintrittsöffnung 13 '20 besitzt und mit dem der Gehäusekasten auf eine für die I Installation des Klimagerätes nur vorzusehende einzige j Durchbrechung des Daches 1 abdichtend aufgesetzt ist· An · der Ablufteintrittsöffnung 13 besitzt der Sockel 15 einen s beim Aufsetzen des Klimagerätes durch die Dachdurchbrechung.' hindurehführbaren Abluftfilter 16. An die Zuluftaustritts- j öffnung 12 des Sockels 15 ist eine gleichfalls durch die : Dachdurchbrechung hindurchsteckbare Verlängerung 1? ange- '■ setzt, deren tiefer als der Abluftfiltereintritt herunter- !
- · 709882/0404 "-10-"-
Hf
ί
reichendes unteres Ende aus einer Wurfdüse 18 besteht, die!
den ausgeblasenen Zuluftstrom bündelt und die mit einem verstellbaren Dralleinsatz 19 versehen ist, mit dessen .
Hilfe der Strahlwinkel und damit auch die Wurfweite der \
Wurfdüse 18 verändert werden kann. Zwischen der Zuluftaus-;
trittsöffnung 12 des Sockels 15 und der Wurfdüse 18 ist | ein Lufterhitzer 20 angeordnet, in dem die Zuluft zum ·
Beispiel mittels warmwasserdurchflossener Rippenrohre oder;
mittels elektrischer Beheizung auf die gewünschte j Temperatur erwärmt werden kann. Anstelle des Lufterhitzers\'
20 oder in Kombination mit dem Lufterhitzer 20 kann auch ein Luftkühler vorgesehen werden, um im Bedarfsfalle die
zuzuführende Zuluft zu kühlen.
Die beiden Klappen 9 und 10 sind um senkrechte Achsen verschwenkbar
und können mittels nicht näher dargestellter Steuereinrichtungen verstellt werden. Wenn beispielsweise |
im Sommer kein Wärmeaustausch zwischen der Abluft und der ;
Zuluft im Wärmetauscher 5 eintreten soll, wird die Bypass—: klappe 9 geöffnet, so daß die warme Abluft nicht den Wärme- \
tauscher wegen dessen DurchströmungsWiderstandes durch— I
strömt, sondern zwischen den beiden Wärmetauscherpaketen I durch die geöffnete Bypassklappe 9, unter Umgehung des j
Wärmetauschers, direkt von dem Gebläse 3 angesaugt und j ausgeblasen wird. Wenn während Betriebsruhezeiten, j
beispielsweise an Sonn- und Feiertagen keine Frischluft j eingeführt, sondern iia ümluftbetrieb gearbeitet werden
wird bei geschlossener Bypassklappe 9 die Umluftklappe 10
.. . 709882/0404 τJJ.-.
geöffnet, so daß die durch die Ablufteintrittsöffnung 13 *
in das Gehäuse eintretende Abluft zwischen den beiden Wärmetauscherpaketen durch die geöffnete Umluftklappe 10,
unter Umgehung des Wärmetauschers, von dem Gebläse 4 angesaugt und durch die Zuluftaustrittsöffnung 12 wieder in
den Gebäuderaum zurückgefördert wird. Beim Umluftbetrieb ist das Gebläse 3 abgeschaltet. Der Fortluftaustritt 14
des Gehäusekastens besteht aus einer selbsttätig schließenf
den Jalousie, die bei laufendem Gebläse 3 durch den Abluft·?· strom geöffnet wird und bei abgeschaltetem Gebläse 3
schließt, so daß von dem Gebläse 4 keine Außenluft durch den Portluftaustritt 14 und den Wärmetauscher 5 hindurch
angesaugt werden kann. Der Frischlufteintritt 11 des , Gehäusekastens wird von einer mittels einer nicht näher
dargestellten Steuereinrichtung betätigbaren Jalousie gebildet, die bei Zuluft-Abluft-Betrieb in die Offenstellung
verstellt wird und bei Umluftbetrieb geschlossen wird, so daß bei Umluftbetrieb auch durch den Frischlufteintritt
11 keine Außenluft von dem Gebläse 4 angesaugt werden kann. Um beim Zuluft-Abluft-Betrieb bei niedrigen
Außentemperaturen und feuchter Abluft ein Einfrieren des Wärmetauschers in den von der Abluft durchströmten Querschnitten
zu verhindern, kann beispielsweise mittels eines Außenthermostaten die Umluftklappe 10 teilweise geöffnet
und zugleich dementsprechend die Jalousie des Frischlufteintrittes 11 teilweise geschlossen werden, wodurch das
Verhältnis der den Wärmetauscher durchströmenden Abluft und Zuluft so verändert werden kann, daß die Temperaturen
... - - 70 9882/0^04 . ~~1-2~~ -
im V/ärmetauscher oberhalb der Einfriergrenze bleiben.
Unter der tiefsten Stelle des von der Abluft durchströmten Teils der beiden Wärmetauscherpakete ist, wie in Fig. 1
dargestellt ist, eine Auffangrinne 22 angeordnet, an die eine aus dem Gehäusekasten 2 herausgeführte und einen
Siphon 23 enthaltende Ablaufleitung 24 angeschlossen ist. Mit dieser Einrichtung kann das auf der Abluftseite des
Wärmetauschers gegebenenfalls auftretende Kondensat gleich aus dem Gehäusekasten des Klimagerätes auf das Dach
hinausgeleitet werden, ohne daß lange Ableitungen in eine Kanalisation erforderlich sind.
Der Sockel 15 kann so ausgebildet werden, daß das Klimagerät auf Sheddächer, Flachdächer oder andere vorkommende
Dachformen aufgesetzt werden kann. Das Klimagerät ist dank seines mit der Verwendung des Aluminium-Folienwärmetauschers
erzielten niedrigen Gewichtes auch auf· Fabrikhallendächer aufsetzbar und bedarf aufgrund seiner
Kompaktbauweise für die Montage nur die Anordnung einer
; einfachen, einzigen Dachöffnung. Es können mehrere Klimageräte
auf einem Dach angeordnet werden, und zwar bequem an den Stellen, an denen eine intensive Entlüftung und
Einblasung von temperierter Zuluft erwünscht ist^und kann erforderlichenfalls auch mit geringem Umbauaufwand an
eine andere Dachstelle verlegt werden. Das erfindungsgemäße Klimagerät hat daher den großen Vorteil eines dezentralen
und äußerst flexiblen Lüftungssystems, das sich besonders
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1?
gut für neue sowie auch bestehende alte Fabrikhallen, Werkstätten oder dergleichen Großräume eignet und damit
eine bisher von den bekannten Dachklimazentralen nicht ausgefüllte Bedarfslücke nach einem modernen, energiewirtschaftlichen
Lüftungssystem schließt.
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Leerseite
Claims (7)
1.) Klimagerät für die Außenaufstellung insbesondere auf dem
Dach von Fabrikhallen oder dergleichen Großraumgebäuden \
zum Abführen von Abluft und Zuführen von temperierter .; Zuluft, dadurch gekennzeichnet, daß in einem gemeinsamen ;
Gehäusekasten (2) des Gerätes ein von der Abluft und der ; Zuluft durchströmbarer Wärmetauscher (5)» dessen platten- ;
förmige Wärmetauschwände aus Aluminiumfolie bestehen,
sowie ein Zuluftgebläse (4) und ein Abluftgebläse (3)
angeordnet sind, daß ferner durch das Folienpaket des '. Wärmetauschers zusammen mit Gehäusezwischenwänden (6, 7»8) : der Gehäuseinnenraum in einen durch den Wärmetauscher ; führenden Zuluftkanal und einen durch den Wärmetauscher
führenden Abluftkanal unterteilt ist und die Gehäusezwischenwände eine steuerbare Bypassklappe (9) aufweisen,
über welche die Ablufteintrittsseite des Wärmetauschers ' direkt mit dessen Abluftaustrittsseite verbindbar ist, und
eine steuerbare Umluftklappe (10) aufweisen, über welche :
sowie ein Zuluftgebläse (4) und ein Abluftgebläse (3)
angeordnet sind, daß ferner durch das Folienpaket des '. Wärmetauschers zusammen mit Gehäusezwischenwänden (6, 7»8) : der Gehäuseinnenraum in einen durch den Wärmetauscher ; führenden Zuluftkanal und einen durch den Wärmetauscher
führenden Abluftkanal unterteilt ist und die Gehäusezwischenwände eine steuerbare Bypassklappe (9) aufweisen,
über welche die Ablufteintrittsseite des Wärmetauschers ' direkt mit dessen Abluftaustrittsseite verbindbar ist, und
eine steuerbare Umluftklappe (10) aufweisen, über welche :
die Ablufteintrittsseite des Wärmetauschers direkt mit :
dessen Zuluftaustrittsseite verbindbar ist, wobei der [
Frischlufteintritt (11) und der Fortluftaustritt (H) des
Gehäusekastens absperrbar ausgebildet sind, daß ferner die
Unterseite des Gehäusekastens aus einem auf eine Dach- : durchbrechung abdichtend aufsetzbaren Sockel (15) besteht, \ der gemeinsam eine Eintrittsöffnung (13) zu dem Abluftkanal und eine Austrittsöffnung (12) des Zuluftkanals des
Gehäusekastens besitzt, und daß die Zuluftaustrittsöffnung '
Gehäusekastens absperrbar ausgebildet sind, daß ferner die
Unterseite des Gehäusekastens aus einem auf eine Dach- : durchbrechung abdichtend aufsetzbaren Sockel (15) besteht, \ der gemeinsam eine Eintrittsöffnung (13) zu dem Abluftkanal und eine Austrittsöffnung (12) des Zuluftkanals des
Gehäusekastens besitzt, und daß die Zuluftaustrittsöffnung '
709882/0404 -.15 - ä
ORIGINAL INSPECTED
O
aus einer den ausgeblasenen Zuluftstrom bündelnden Wurfdüse
(1ö) besteht.
2. Klimagerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
an der Ablufteintrittsöffnung (13) des Sockels (15) ein
Abluftfilter (ib) angeordnet ist, der zusammen mit der j
'»Vurfdüse durch eine einzige Dachdur ehbrechung hindurchführ—
bar ifjt, und daß die Mündung der Wurf düse einen größeren ;
Abstand von dem Sockel aufweist als der Eintritt des Abluftfilters.
3. Klimagerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, :
daß zwischen der Zuluftaustritts öffnung (12) des Sockels
und der V/urfdüse (18) ein der Wurf düse vorgeschalteter '
Lufterhitzer und/oder Luftkühler (2ΰ) angeordnet ist.
4. Klimagerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet,
daß die Wurfdüse einen verstellbaren Dralleinsatz (19) zur Veränderung des Strahlwinkels der Wurfdüse :
besitzt. ;
5. Klimagerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Gebläse je mit ihrer Ansaugseite = an die Abluftaustrittsseite respektive die Zuluftaustritts-seite
des Wärmetauschers angeschlossen sind und daß der ! i'ortluftaustritt (14) des G-ehäusekastens von einer entgegen,
der Ausblasrichtung selbsttätig schließenden Jalousie gebildet ist und der Frischluft eintritt (11) des Gehäusekantenr»
durch eine steuerbare Jalousie verschließbar ist.
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6. Klimagerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der von der Abluft durchstrombare
Teil des Wärmetauschers an seiner tiefsten Stelle eine
Kondensatauffangrinne (22) aufweist, an die eine einen
Siphon (23) enthaltende, aus dem Gehüusekasten ins Freie : hinausgeführte Ablaufleitung (24) angeschlossen ist.
gekennzeichnet, daß der von der Abluft durchstrombare
Teil des Wärmetauschers an seiner tiefsten Stelle eine
Kondensatauffangrinne (22) aufweist, an die eine einen
Siphon (23) enthaltende, aus dem Gehüusekasten ins Freie : hinausgeführte Ablaufleitung (24) angeschlossen ist.
7. Klimagerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge- :
kennzeichnet, daß der Aluminiumfolienwärmetauscher aus
zwei rechteckigen Paketen (5) besteht, die auf einer Ecke
stehend in dem Gehäusekasten (2) angeordnet sind und an
ihren einander gegenüberstehenden Innenflächen einen Abstand voneinander aufweisen und die an ihren Außenflächen '■_ dicht an den Gehäusekasten angrenzen, daß die beiden Pakete an ihrer vorderen und hinteren Ecke sowie durch senkrechte. Gehäusezwischenwände (6) an ihrer oberen und unteren Ecke · dicht an den Gehäusekasten angeschlossen sind und der
Zwischenraum zwischen den beiden Paketen durch eine von de£ oberen bis zur hinteren Ecke der Pakete sich erstreckende
zwei rechteckigen Paketen (5) besteht, die auf einer Ecke
stehend in dem Gehäusekasten (2) angeordnet sind und an
ihren einander gegenüberstehenden Innenflächen einen Abstand voneinander aufweisen und die an ihren Außenflächen '■_ dicht an den Gehäusekasten angrenzen, daß die beiden Pakete an ihrer vorderen und hinteren Ecke sowie durch senkrechte. Gehäusezwischenwände (6) an ihrer oberen und unteren Ecke · dicht an den Gehäusekasten angeschlossen sind und der
Zwischenraum zwischen den beiden Paketen durch eine von de£ oberen bis zur hinteren Ecke der Pakete sich erstreckende
schräge Gehäusezwischenwand (7) verschlossen ist, daß fer- ;
ner in dem Zwischenraum zwischen den beiden Paketen eine ,
horizontale, von der vorderen Ecke der Pakete bis zur Ebene der beiden senkrechten Gehäuse zwischenwände (6) reichende .
Trennwand (8) angeordnet ist und zwischen dieser Trennwand \
(8) und den senkrechten GehäuseZwischenwänden (6) ver- \
schwenkbare senkrechte Absperrklappen (9, 10) angeordnet
sind, und daß oberhalb der horizontalen Trennwand (8) ein
Abluft durch die beiden Pakete saugendes Gebläse (3) und
sind, und daß oberhalb der horizontalen Trennwand (8) ein
Abluft durch die beiden Pakete saugendes Gebläse (3) und
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unterhalb der Trennwand (8) ein Zuluft durch die beiden
Pakete saugendes Gebläse (4) angeordnet sind.
709882/0404
Priority Applications (11)
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| DE (1) | DE2630667C3 (de) |
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