-
Isolierschiebefenster oder -tür
-
Die Erfindung betrifft ein Isolierschiebefenster oder eine Isolierschiebetür
mit wenigstens zwei parallel voreinander verschiebbaren Flügeirahmen aus Metallprofilen,
deren außen-und innenseitige Profilteile wärmeisolierend miteinander verbunden sind,
wobei die im Bereich des Fensterstoßes abstandsweise voreinanderstehenden Aletallprofile
mit jeweils einer über ein Isolierstück mit den Metallprofilen verbundenen Zusatzleiste
versehen sind, welche den Zwischenraum der beiden voreinanderstehenden Metallprofile
abdecken.
-
Bei Schiebekonstruktionen der vorgenannten Art besteht das Problem
darin, einerseits die Kältebrücke zwischen den aut3en-und den innenseitigen Profilteilen
der Metallprofile zu unterbrechen und andererseits den Zwischenraum der in geschlossenem
Zustand der Flügelrahmen voreinanderstehenden Metallprofile unter Aufrechterhaltung
der Kältebrückenunterbrechung abzudichten.
-
Es sind bereits Konstruktionen bekannt, die sich mehr oder weniger
erfolgreich mit diesem Problem befassen. Eine dieser Konstruktionen ist beispielsweise
durch das DT-Gbm 750225ES bekanntgeworden. Dort sind zum einen Isolierunterbrechungen
zwischen den das Fügelrahmenprofil bildenden Profilteilen und zum anderen Isolierstücke
zwischen den einen Zwischenraiuii zwischen den Flügelrahmen in deren Stoßbereich
abdeckenden Zusatzleisten einerseits und den Flügelrahmenprofilennenprofilen andererseits
@ngeordnet. Dabei du@@@greift jede Zusatzleiste einen
in 1>rofilteillängsrichtung
verlaufenden Spalt des Flügelralmenprofils und nimmt in einer mit der Aussparung
in einem Profilteil korrespondierenden Nut jeweils ein das Flügelralimenprofil und
die Zusatzleiste verbindendes lsolierstück auf. Der Zwischenraum zwischen den voreinanderstehenden
Flügelralunenprofilen ist über an den Flügelrahmenprofilen befestigten Dichtungen
welche sich an die Zusatzleisten bei Aufrechterhaltung der Kältebrückenunterbrechung
anlegen, abgedichtet. Dabei weisen die Metallprofile im Stoßbereich des Flügelrahmens
jedoch eine von den übrigen Metallprofilen des Flügelrahmens verschiedene Querschnittsform
auf, was zu besonderen Ausbildungen der Rahmenecken im Stoßbereich der Flügelrahmen
zwingt, die rationelle Fertigung der Flügelrahmen erschwert und eine größere Lagerhaltung
verschiedenartiger Metallprofile erfordert.
-
Die Aufgabe der Erfindung besteht nunmehr darin, die den Zwischenraum
zwischen den Flügelrahmen von Scliiebekonstruktionen in deren Stoßbereich abdeckenden
Zusatzleisten auf einfache Weise, bei unterbrochener Kältebrücke an den Metallprofilen
des aus allseitig umlaufenden Metallprofilen gleichen Querschnitts gebildeten Flügelrahmens,
anzuordnen.
-
Erfindungsgemäß ist diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Isolierstücke
als Zwischenlagen der an den aneinander zugekehrten Flächen der voreinanderstehenden
Metallprofile befestigten Zusatzleisten ausgebildet sind.
-
Um den gesamten Zwischenraum der voreinanderstehenden Flügelrahmenprofile
im Stoßbereich dicht und wärmedämmend abzudecken, wird nach einem Merkmal der Erfindung
vorgeschlagen, die Isolierstücke mit wenigstens einer dem Zwischenraum zugekehrten,
im Bereich der Metallprofilecken angeordneten Dichtlippe zu versehen, die an den
einander gegenüberliegenden Flächen der Netallprofile dichtend anliegen.
-
Damit die Kältebrücke auch von den Stirnseiten des Flügelrahmens her
unterbrochen bleibt, besteht ein weiteres Merkmal der Erfindung darin, daß die Isolierstücke
als Winkel mit einem kurzen und einem langen Schenkel ausgebildet sind, wobei der
kurze Schenkel die Metallprofilecke umgreift und mit einer Nut zur Festlegung eines
Abdeckprofils für die Stirnseite des Flügelrahmens versehen ist.
-
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen neben einer einwandfreien
Abdichtung des Zwischenraumes der Schiebeflügelrahmen in deren Stoßbereich, unter
Aufrechterhaltung einer unterbrochenen Kältebrücke, insbesondere in einer einfachen
und rationellen Fertigung der Schiebeflügelrahmen. Denn durch die besondere Anordnung
und Ausbildung der Isolierstücke an den Metallprofilen des Stoßbereiches kann jede
Rahmenseite aus Metallprofilen gebildet sein, deren Querschnitte völlig übereinstimmen
Neben einer rationellen Fertigung der Flügelrahmen wird eine günstigere Lagerhaltung
ermöglicht, da die Vielfalt der Profilquerschnitte reduziert werden kann.
-
In der Zeichnung ist in einem Querschnitt der voreinanderstehenden
Metallprofile im Stoßbereich der Schiebeflügel die Erfindung dargestellt, und diese
wird nachfolgend beispielsweise näher beschrieben Eine Schiebekonstruktion ist aus
parallel voreinander verschiebbaren Flügelrahmen 1 gebildet. Diese Flügelrahmen
1 bestehen aus Metallprofilen 2 und 2', wobei jedes Metallprofil aus einem außenseitigen
Profilteil 3 und einem innenseitigen Profilteil 4 gebildet ist. Die Profilteile
3 und 4 sind über eine Isolierunterbrec##ung 5 - aus einem Kunststoff, wie beispielsweise
einem Integralschaumstoff - miteinander verbunden und bilden ein sogenanntes Verbundprofil.
Die Isolierunterbrechung 5, die auch aus jedem anderen wärmedämmenden Stoff mit
ausreichender Verbundfestigkeit bestehen kann, unterbricht die Wärmeübertragung
von innen nach außen, so daß ein auf diese Weise gebildetes Metallprofil 2 bzw.
2' zur Herstellung von Wärmedämmfenstern oder -türen geeignet ist.
-
Bei der Iferstellung von Sehiebekonstruktionen ist jedoch ein Zwischenraum
8 zwischen den Metallprofilen 2 und 2' im Stoßbereich von voreinander verschiebbaren
Flügelrahmen 1 unvermeidlich. Dieser Zwischenraum 8 ist durch Zusatzleisten 6 abgedichtet.
Diese Zusatzleisten 6 sind mit den einander zugekehrten Flächen 9 und 10 der das
Metallprofil 2 bzw 2' bildenden Profilteile 3 und 4 verbunden Zu diesem Zweck weisen
diese Zusatzleisten 6 vorzugsweise einen Z-förmigen Querschnitt auf und sind im
Bereich ihrer Abwinklung mit Haltenuten 17 zur Aufnahme von Dichtungen, beispielsweise
Bürstendichtungen, versehen. Dabei liegt jede der in den Haltenuten 17 angeordneten
Dichtungen am im geschlossenen Zustand der Schiebekonstruktion einander gegenüberliegend
hintergreifenden Schenkel der Zusatzleisten 6 an. Diese Abdichtung verhindert zwar
einerseits das Eindringen von Zugluft vom Außen- in den Innenraum und andererseits
den Durchgang von Warmluft von innen nach außen. Um außerdem den Wärmedurchgang
in Richtung der Ebene des Flügelrahmens 1 - doh. in Richtung der Scheibenebene -
zu verhindern, sind die Zusatzleisten 6 über Isolierstücke 7 mit den einander zugekehrten
Flächen 9 und 10 der Profilteile 3 und 4 von im Stoßbereich der Flügelrahmen 1 voreinanderstehenden
Metallprofilen 2 und 2t verbunden. Dabei sind die Isolierstücke 7 vorteilhaft als
Winkel mit einem kurzen Schenkel 13 und einem langen Schenkel 14 ausgebildet. Die
kurzen Schenkel 13 umgreifen die Metaliprofilecken 11 und sind jeweils auf ihrer
Außenseite mit einer Nut 15 versehen, die der Aufnahme und Festlegung eines Abdeckprofiles
16 bzw 16' dient. Dieses Abdeckprofil 16 bzw. 16' verschließt die Stirnseiten der
zu Metallprofilen 2 bzw. 2' zusammengefaßten Profilteile 3 und 4, welche als Samenteile
der Flügelrahmen 1 verwendet werden.
-
Dabei ist das vom Isolierstück 7 entfernte Ende des Abdeckprofils
16 bzw. 16' des Metallprofils 2 bzw. 2' unmittelbar, beispielsweise durch Verhaken
festgelegt.
-
Auf diese Weise ist verhindert, daß die am Abdeckprofil 16 des äußeren
Metallprofils 2 anstehende, kalte Außenluft auf das Profilteil 4 des äußeren Metallprofils
2 einwirken kann.
-
Gleichfalls ist verhindert, daß die möglicherweise im ZwiscIi#iiraum
8 auf das Profilteil 3 des inneren Metallprofiles 2' einwirkende Außenluft sich
am inneren Abdeckprofil 16' des inneren Mtetallprofils 2' niederschlagen kann. Damit
ist die Kältebrücke nicht nur quer zur Vers#chieberichtung, sondern auch parallel
zur Verschieberichtung im Stoßbereich der Flügelrahmen 1 unterbrocken m die Unterbrechung
der Kältebrücke im Stoßbereich der Flügel rahmen zu verstärken, ist jedes Isolierstück
7 vorzugsweise in seinem Eckbereich mit wenigstens einer Dichtlippe 12 versehen,
welche dem Zwischenraum 8 zwischen dem äußeren 2 und dem inneren Metallprofil 2'
im Stoßbereich der Flügelrahmen 1 zugekehrt ist und an der jeweils gegenüberliegenden
Fläche 9 bzw. an der die Fläche 10 verlängernden Glashalteleiste 18 anliegt. Damit
ist der gesamte Zwischenraum 8 von seinem Beginn bis zu seinem LAde sowohl dicht
als auch die Wärmedämmung unterstützend abgedeckt.
-
Zur Erzielung einer ausreichenden Steifigkeit der Isolierstücke 7
selbst einerseits und um eine genügende Elastizität der Dichtlippen 12 andererseits
zu ermöglichen, ist es vorteilhaft., bei einstückiger Verbindung von Isolierstück
7 und Dichtlippe 12, diese aus einem Kunststoff in einer hart/weich Kombination
herzustellen.
-
Vorteilhafterweise sind die Isolierstücke 7 zusammen mit den Zusatzleisten
6 an die Flächen 10 bzw. 9 der Metallprofile 2 bzw. 2' angeschraubt, um eine in
jeder Hinsicht feste Verbindung zu erzielen. Dabei sind vor der Verbindung der Isolierstücke
7 und Zusatzleisten 6 mit den Metallprofilen 2 und 2' die Abdeckleisten 16 und 16t
in die Nuten 15 der Isolierstücke 7 eingefügt.
-
Wie bereits eingangs erwähnt, stellt die beschriebene Ausführung lediglich
ein Beispiel der Erfindung dar und diese ist keineswegs darauf beschränkt Es sind
vielmehr noch manche anderen Gestaltungen möglich So können beispielsweise zur Befestigung
von Isolierstücken 7 und Zusatzleisten 6 auch andere Befestigungsarten wie Kleben,
Einfügen der Isolierstücke 7 in an den Flächen 9 und 10 sowie an den Zusatzleisten
6 vorzusehenden Nuten und dergleichen angewendet werden. Auch brauchen Isolierstücke
7 und Dichtungslippen 12 keinesfalls einstückig miteinander verbunden zu sein, sondern
auch hier können andere Arten der Verbindung, beispielsweise durch Nut und Feder,
Kleben u.a eingesetzt werden