DE2661026C2 - - Google Patents
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- A01D78/10—Haymakers with tines moving with respect to the machine with tine-carrying rotary heads or wheels the tines rotating about a substantially vertical axis
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Description
Die Erfindung betrifft eine Heuwerbungsmaschine zum Zetten, Wenden und Schwaden
mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
Eine solche Heuwerbungsmaschine ist aus der DE-AS 18 04 680 bekannt. In der
Schwadstellung dieser bekannten Heuwerbungsmaschine stehen die Rollen der
Kurbelarme an den Enden der Tragarme in Eingriff mit der gestellfesten Steuerkurve,
so daß die Arbeitswerkzeuge während jedes Umlaufes um die geometrische Achse des
zugehörigen Tragarmes gesteuert verschwenkt werden. Um die Heuwerbungsmaschine
zum Zetten und Wenden umzustellen, werden die Traglager der Tragarme nach außen
verschwenkt, und zwar um zur Drehachse des Rechrades tangentiale Schwenkachsen.
Dadurch vergrößert sich der Durchmesser der Umlaufbahnen der Arbeitswerkzeuge
geringfügig. Gleichzeitig verlassen dabei die Rollen der Kurbelarme die Steuerkurve.
Um zu verhindern, daß sich die Tragarme um ihre eigenen Achsen frei drehen
können, wird bei dieser bekannten Heuwerbungsmaschine jeder Tragarm in eine
vorbestimmte Drehstellung ausgerichtet und in Eingriff mit einer Sperreinrichtung ge
bracht, welche den zugehörigen Tragarm jeweils gegen Drehen um seine Achse
während des Zettens oder Wendens verriegelt. Die zur Drehachse des Rechrades tan
gentialen Schwenkachsen sind an Streben angeordnet, die von der Antriebsnabe des
Rechrades aus nach außen und nach unten vorspringen. Die Traglager ihrerseits
weisen schräg zur Achse der Tragarme geneigte Tragstreben auf, die mittig um die
tangentialen Achsen an den von der Antriebsnabe ausgehenden Streben gelagert
sind und an diesen in den unterschiedlichen Schwenkstellungen entsprechend den
beiden Arbeitsstellungen des Rechrades verriegelt werden können. Die Umstel
lung der Arbeitswerkzeuge von der einen in die andere Arbeitsstellung ist
hierbei aufwendig, da jedes einzelne Traglager verschwenkt und verriegelt
werden muß und jeder einzelne Tragarm in eine vorbestimmte Drehstellung aus
gerichtet und mit der Sperreinrichtung in Eingriff bzw. außer Eingriff gebracht
werden muß. Der mit der Umstellung erzielbare Durchmesserunterschied der
Umlaufbahnen der Werkzeuge zwischen den beiden Arbeitsstellungen ist
außerdem bei dieser Heuwerbungsmaschine nur gering.
Es ist zwar eine Heuwerbungsmaschine mit einer vereinfachten Verstellmöglich
keit bekannt (vgl. DE-OS 22 32 555). Hierbei handelt es sich jedoch um eine
Heuwerbungsmaschine einer wesentlich anderen Art. Hierbei sind die zinken
förmigen Werkzeuge direkt, d. h. ohne Tragarme, an Schwenkzapfen befestigt,
die in Lagern um Achsen zwischen einer hochgeschwenkten Transportstellung
und den Arbeitsstellungen verschwenkt werden können, welche in einer
horizontalen Ebene etwa tangential zur Drehachse des Rechrades liegen. Jedes
dieser Schwenklager ist auf einem Schwenkteil angeordnet, der seinerseits um
einen gestellfesten, zur Drehachse des Rechrades etwa parallelen Zapfen
zwischen einer Stellung zum Schwaden und einer Stellung zum Zetten und um
gekehrt verschwenkt werden kann. Die Schwenkteile aller Arbeitswerkzeuge des
gleichen Rechrades sind jeweils durch Koppelglieder zu einer gemeinsamen ring
förmigen Verstelleinrichtung verbunden, so daß die Schwenkteile gemeinsam
zwischen den beiden Arbeitsstellungen verschwenkt und verriegelt werden
können.
Das Konzept aus der DE-OS 22 32 555 ist jedoch auf Heuwerbungsmaschinen
mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 nicht anwendbar.
Ausgehend von einer Heuwerbungsmaschine mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruchs 1 ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, diese Heuwerbungs
maschine so weiterzubilden, daß die Umstellung der Tragarme für die Arbeits
werkzeuge zwischen den Arbeitsstellungen wesentlich einfacher und schneller
als bei der gattungsgemäßen Heuwerbungsmaschine ermöglicht wird, und eine
robustere Anordnung erreicht und bei der Umstellung gleichzeitig der Durch
messer der Umlaufbahnen der Arbeitswerkzeuge um erhebliche Beträge
verändert werden kann.
Diese Aufgabe wird durch die Maßnahmen des Anspruchs 1 gelöst.
Aufgrund dieser Ausbildung können die Traglager der Tragarme um einen ge
stellfesten Zapfen zwischen einer im wesentlichen radial zur Drehachse des
Rechrades ausgerichteten Stellung und einer im wesentlichen tangential zur
Drehachse des Rechrades ausgerichteten Stellung verschwenkt werden. Durch
diese Veränderung der Ausrichtung infolge des Schwenkvorganges wird die
Steuerfunktion der Steuerkurve automatisch aufgehoben bzw. wieder zur Wir
kung gebracht. Gleichzeitig damit ergibt sich aufgrund dieser Verstellung eine
wesentliche Veränderung des Durchmessers der Umlaufbahnen der
Arbeitswerkzeuge. Dennoch wird das Traglager und damit auch der Tragarm in
jeder Arbeitsstellung sicher durch den gestellfesten Zapfen abgestützt, der ent
sprechend robust ausgebildet werden kann. Insbesondere ergibt sich auch aus der
starren Verbindung zwischen dem Traglager und der auf dem Zapfen schwenk
baren Lagerbuchse eine sehr robuste und stabile Baueinheit, durch die jeder
Tragarm am Rechradgestell abgestützt ist.
Die Umstellung der Tragarme zwischen den beiden Arbeitsstellungen kann dabei
auf einfache Weise erfolgen, da alle starren Einheiten des gleichen Rechrades
gemeinsam jeweils um den ihnen zugehörigen Zapfen verschwenkt werden
können. Dies wird durch die Anordnung eines Stellgliedes an der Einheit und
durch die Stellglieder miteinander verbindende Koppelglieder erreicht, die eine
ringförmige verriegelbare Stelleinrichtung bilden. Dadurch läßt sich auch der
Verriegelungsvorgang in einfacher Weise vornehmen, da nur das Stellglied einer
dieser starren Einheiten an der Antriebsnabe bzw. an dem damit verbundenen
Gestell des Rechrades durch die Verriegelungseinrichtung festgelegt zu werden
braucht.
Die Anordnung ist außerordentlich einfach im Aufbau, in der Bedienung und sehr
robust und gestattet dennoch in der Schwadstellung die individuelle Dreh
steuerung jedes Tragarmes um seine Längsachse zur Erzeugung einer ent
sprechenden Schwenkbewegung des an dem Tragarm angebrachten Arbeitswerk
zeuges, während der Tragarm um die Drehachse des Rechrades umläuft.
Zweckmäßigerweise ist die Anordnung gemäß Anspruch 2 weitergebildet. Durch
diese Neigung der Zapfen gegenüber der Drehachse wird gewährleistet, daß bei
der Umstellung von der einen in die andere Arbeitsstellung auch der Abstand
der Arbeitswerkzeuge vom Boden beeinflußt wird, um so den Eingriff der Ar
beitswerkzeuge in das Erntegut zu verbessern.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Zeich
nungen an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 die Heuwerbungsmaschine gemäß der Erfindung in Ansicht
von vorne, und zwar in der Schwadstellung,
Fig. 2 die Heuwerbungsmaschine nach Anspruch 1 in Seiten
ansicht, und zwar in der Zett- oder Wendestellung,
Fig. 3 im größeren Maßstabe und im senkrechten Schnitt ein
Rechrad der Heuwerbungsmaschine nach Fig. 1 und 2,
und zwar in der Schwadstellung,
Fig. 4 einen horizontalen Schnitt entlang der Schnittlinie
C-C der Fig. 3,
Fig. 5 in ähnlicher Darstellung wie Fig. 3 die Heuwerbungs
maschine in der Zett- und Wendestellung,
Fig. 6 einen Schnitt entlang der Schnittlinie E-E der
Fig. 5,
Fig. 7 in weiter vergrößertem Maßstabe einen senkrechten
Schnitt entlang der Schnittlinie D-D der Fig. 4 und
Fig. 8 einen horizontalen Schnitt durch den in Fig. 7 ge
zeigten Zapfen 35 mit Blick auf die Verriegelungsein
richtung.
Die in den Figuren dargestellte Heuwerbungsmaschine weist zwei
an einem Querträger 3 angeordnete Rechräder 1, 2 auf, die jeweils
durch ein Bodenrad 5 am Boden abgestützt sind. Der Querträger 3
kann über eine Zugdeichsel 4 mit einem Ackerschlepper verbun
den sein, dessen Zapfwelle mit dem Getriebe 10 gekuppelt werden
kann, das über in dem Querträger 3 angeordnete Antriebsglieder
die Getriebe 11 und 12 der Rechräder antreibt, so daß diese
gleichsinnig oder gegensinnig um ihre etwa aufrecht gerichte
ten Drehachsen 6 bzw. 7 angetrieben werden können. Jedes Rechrad
weist eine Nabe 8, 9 auf an der jeweils mehrere Traglager 15 für
Tragarme 13 abgestützt sind, die an ihren äußeren Enden die Ar
beitswerkzeuge 14 aufweisen und deren innerem Ende jeweils ein
Kurbelarm 16 mit in eine Steuerkurve 18 eingreifender Rolle 17
zugeordnet sind. An der Nabe 8 bzw. 9 sind jeweils aufrecht
stehende Zapfen 35 angeordnet, um deren geometrische Achsen 36
Buchsen schwenkbar sind, die über die Diagonalstreben jeweils zu
einer starren Einheit mit dem zugehörigen Traglager 15 verbunden
sind, wobei diese Einheit um den Zapfen 35 aus der Stellung
nach Fig. 4 in die Stellung nach Fig. 6 und umgekehrt ver
schwenkt werden kann.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist jeder Tragarm 13 mit
dem zugehörigen Kurbelarm 16 über ein Mehrfachgelenk 19 be
stimmter Ausbildung verbunden, wobei diese Ausbildung nicht
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist. Der Kurbelarm 16
ist durch einen den Zapfen 35 verlängernden Teil 38 geführt.
Die Anordnung ist so getroffen, daß in der Schwadstellung nach
Fig. 1 jeder Tragarm 13 von der Steuerkurve 18 mit Hilfe der
Rolle 17 und des Kurbelarmes 16 so um die geometrische Achse
21 des Tragarmes 13 drehbar gesteuert wird, daß das dem Trag
arm zugeordnete Werkzeug während eines Umlaufes unterschied
liche Neigungen gegenüber dem Boden einnehmen kann. Dadurch
wird das Erfassen des Erntegutes und das saubere Ablegen des
Gutes in einem Schwad wesentlich erleichtert. In der Schwad
stellung nehmen dabei die Tragarme 13 eine gegenüber der Dreh
achse des Rechrades annähernd tangentiale Stellung ein wie
aus Fig. 4 hervorgeht, wodurch der Durchmesser der Umlaufbahn
der Arbeitswerkzeuge 14 in dieser Stellung wesentlich kleiner
ist als in der Zett- und Wendestellung, in der die Tragarme
13 nach Fig. 6 in Draufsicht im wesentlichen radial zur Dreh
achse des Rechrades ausgerichtet sind.
Jeder Zapfen 35 ist gegenüber der Drehachse 7 des Rechrades
so geneigt, daß die geometrische Achse 36 dieses Zapfens die
Drehachse 7 in einem Bereich oberhalb der Steuerkurve 18
schneidet. Dadurch wird erreicht, daß bei der Umstellung von
der einen in die andere Arbeitsstellung auch der Abstand der
Arbeitswerkzeuge vom Boden beeinflußt wird, so daß in der
Stellung nach Fig. 2 in Verbindung mit einer Veränderung der
Neigung der Drehachse 6 des Rechrades 1 mit Hilfe der Kurbel
37 ein besserer Eingriff der Arbeitswerkzeuge mit dem Gut ge
währleistet ist.
Mit jeder auf dem Zapfen 35 drehbaren und mit dem Traglager
15 starr verbundenen Buchse ist eine Stellplatte 44 starr
verbunden, die im wesentlichen radial nach außen vorspringt.
Jede Stellplatte weist zwei in Umfangsrichtung im Abstand lie
gende Anlenkbohrungen auf, wobei mit benachbarten Anlenk
bohrungen von in Umfangsrichtung nebeneinanderliegenden Stell
platten 44 Gestängeglieder 39 eingreifen, die alle Stell
platten 44 zu einer ringförmigen Stelleinrichtung gelenkig
verbinden. Es genügt daher, zur Verstellung der Tragarme aus
der einen in die andere Arbeitsstellung einen Tragarm 13 um
den zugehörigen Zapfen 35 zu schwenken, um gleichsinnig und
gleichzeitig alle anderen Tragarme um ihre Zapfen 35 zu ver
schwenken.
Um die Arbeitsstellungen zu sichern, weist eine Stellplatte 44
einen unter Federvorspannung stehenden Sperr-Riegel 40 auf,
der im dargestellten Beispiel von der Stellplatte nach oben
ragt. Im Schwenkbereich dieser Stellplatte 44 ist eine Ver
riegelungsplatte 43 angeordnet, die einerseits auf dem zuge
hörigen Zapfen 35 abgestützt und an einer zur Nabe 9 gehören
den Haube festgeschraubt ist. Diese Verriegelungsplatte
weist zwei in Umfangsrichtung im Abstand angeordnete Öffnun
gen 41, 42 auf, in die in den beiden Arbeitsstellungen der Fe
derriegelzapfen 40 einrasten kann, wie dies am besten aus den
Fig. 7 und 8 hervorgeht.
Auf diese Weise erhält man die Möglichkeit einer raschen und
einfachen Verstellung bei sehr robuster Ausbildung der An
ordnung.
Claims (2)
1. Heuwerbungsmaschine zum Zetten, Wenden und Schwaden, welche ein oder
mehrere umlaufend angetriebene Rechräder aufweist, an denen in Traglagern
Tragarme für Arbeitswerkzeuge um ihre eigene Achse drehbar gelagert sind,
bei der jeder Tragarm an seinem der Drehachse des Rechrades zugewandten
Ende einen Kurbelarm mit Laufrolle aufweist, die an einer gestellfesten und
zur Drehachse des Rechrades konzentrischen Steuerkurve angreift, derart, daß
das zugehörige Arbeitswerkzeug beim Schwaden gesteuert verschwenkt wird,
und bei der die Steuerfunktion der Steuerkurve
durch Verstellen der Tragarme relativ zur Steuerkurve bei der Um
stellung von der Schwadstellung in die Zett- und Wendestellung automatisch
aufgehoben und bei der Rückstellung wieder zur Wirkung gebracht wird, da
durch gekennzeichnet, daß das Traglager (15) jedes Tragarmes (13)
mit einer Lagerbuchse zu einer starren Einheit verbunden ist, die mittels der
Lagerbuchse auf einem Zapfen (35) schwenkbar ist, der mit der Antriebsnabe
(11, 12) des Rechrades (1, 2) fest verbunden ist und dessen geometrische Achse
(36) aufrecht, aber zur Drehachse (6, 7) des Rechrades (1, 2) schräg stehend
angeordnet ist, und daß an der Einheit ein Stellglied (44) angeordnet ist und
alle Stellglieder (44) des Rechrades mittels Koppelglieder (39) zu einer ring
förmigen, verriegelbaren Stelleinrichtung zum gemeinsamen und gleichzeitigen Verschwenken
der Tragarme (13) um die zugehörigen Zapfen (35) verbunden sind.
2. Heuwerbungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die geometrischen Achsen (36) der Zapfen (35) die Drehachse (6, 7)
des Rechrades (1, 2) in einen Bereich oberhalb der Steuerkurve (18) schnei
den.
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Legal Events
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