DE2657479A1 - Verfahren und vorrichtung zum befestigen eines nockens auf einer welle - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum befestigen eines nockens auf einer welleInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Befestigen eines Nockens auf einer Welle
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zürn Befestigen mindestens
eines Nockens auf einer Steuerwelle einer Brennkraftmaschine
unter Anordnung einer Hülse zwischen dem Nocken und der Steuer-
\ielle, "wobei entweder die Berührungsflächen zwischen Nocken und
Hülse schwach konisch und die Berührungsflächen zwischen Hülse und Steuerwelle zylindrisch oder die Berührungsflächen zwischen
Hülse und Steuerwelle schwach konisch und die Berührungsflächen zwischen Nocken und Hülse zylindrisch ausgebildet sind und wobei
durch Beaufschlagung der konischen Berührungsflächen mit
einem Druckmittel mindestens der Nocken elastisch aufgeweitet wird und durch Aufheben der elastischen Aufweitung die konischen
Flächen in Schrumpfverbindung gebracht werden.
Ein Verfahren dieser Art mit schwach konischen Berührungsflächen zwischen dem Nocken und der Hülse und mit zylindrischen Berührungsflächen
zwischen der Hülse und der Steuerwelle hat sich hinsichtlich seiner Durchführung und hinsichtlich der Befestigung
des Nockens auf der Welle an sich bewährt. Es besteht jedoch der Nachteil, dass es schwierig ist, den aufgeschrumpften
Nocken ohne Lösen der Schrumpfverbindung zwischen den konischen
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Berührungsflächen in bezug auf seine Winkelposition zur Steuerwelle
richtig und genau einzustellen. Die Schwierigkeit liegt darin, dass bei nochmaliger Druckölbeaufschlagung der konischen
Berührungsflächen der Nocken die Tendenz hat, sich schlagartig von der Hülse wegzubewegen <>
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Verfahren der eines
gangs genannten Art so zu verbessern, dass/auch die genaue Einstellung
und gegebenenfalls eine nachträgliche Verstellung der Winkelposition des Nockens erlaubt«,
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass nach
Herstellung der Schrumpfverbindung zwischen den konischen Berührungsflächen durch Beaufschlagen der zylindrischen Berührungsflächen
mit einem Druckmittel eine zweite elastische AufWeitung
mindestens des Nockens stattfindet, dass in diesem Zustand der Nocken in die gewünschte Winkelposition relativ zur Steuerwelle
gebracht wird und dass danach die Druckbeaufschlagung für
die zweite elastische Aufweitung aufgehoben wird.
Auf diese Weise wird zur Einstellung der Winkelposition des Nokkens
eine nochmalige Druckölbeaufschlagung der konischen Berührungsflächen vermieden, was die genaue Einstellung und die Befestigung
des Nockens auf der Steuerwelle wesentlich vereinfacht. Bei dem neuen Verfahren braucht nur das zuvor auf die konischen
Berührungsflächen wirkende Druckölzufuhrsystem gelöst und an die
zn den zylindrischen Berührungsflächen führenden Zufuhrkanäle für das Drucköl angeschlossen zu werden. Bei Anordnung der ko-
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nischen Berührungsflächen zwischen der Hülse und der Steuerwelle sowie Anordnung der zylindrischen Berührungsflächen zwischen
der Hülse und dem Nocken ermöglicht das erfindungsgemässe Verfahren
ein nachträgliches Verstellen der Winkelposition des Nokkens, d. h. bei in die Brennkraftmaschine eingebauter Steuerwelle,
ohne dass diese Welle ausgebaut werden müsste.
Die Vorrichtung zum Durchführen des neuen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung so ausgebildet ist, dass ein
an die konischen Berührungsflächen anschliessbares Druckölzufuhrsystem
auch an die zylindrischen Berührungsflächen anschliessbar ist.
Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der folgenden Beschreibung anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Axialschnitt eines Teils einer Steuerwelle,
Fig. 2 einen Axialschnitt eines Teils einer anderen Steuerwelle und
Fig. 3 im Schnitt eine weitere Ausführungsform der Hülse.
Gemäss Fig. 1 ist die Steuerwelle aus mehreren Abschnitten zusammengesetzt,
von denen in der Zeichnung der Abschnitt 2 ganz und die Abschnitte 1 und 3 teilweise zu sehen sind. Auf jedem
Abschnitt sind drei Doppelnocken 4, 5 und 6 angebracht, die jeweils zwei Steuerflächen 7 und 8 aufweisen. Auf jeweils einer
der beiden Steuerflächen jedes Nockens läuft eine nicht ge-
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zeichnete Rolle, die über ein Gestänge ein Einlassventil, ein Auslassventil bzw. ein Ventil für die Brennstoffzufuhr zu einem
Zylinder der Brennkraftmaschine steuert. Die Nocken haben je zwei Steuerflächen, "weil die Brennkraftmaschine in ihrer
Drehrichtung umsteuerbar ist, so dass in der einen Drehrichtung die Steuerflächen 7 und in der anderen die Steuerflächen
8 wirksam sind. Zum Wecke des Wechselns der wirksamen Steuerflächen wird die Steuerwelle in axialer Richtung um den Betrag
X verschoben.
Die einzelnen Abschnitte der Steuerwelle sind über Schrauben 20 miteinander verbunden, die in dem jeweils rechten Nocken
jedes Abschnitts befestigt sind und sich durch den Flansch 21 am jeweiligen Ende jedes Abschnitts erstrecken.
Jeder Nocken weist eine schwach konische Sitzfläche 10 auf, die sich in Fig. 1 von der rechten Stirnfläche des Nockeus
ausgehend verjüngt. Die Konizität der Sitzfläche 10 beträgt etwa 1 : 30 bis 1 : 50. Mit der Sitzfläche 10 sitzt der Nocken auf
einer Hülse 11, deren Aussenflache die gleiche Konizität aufweist
wie die Sitzfläche 10 des Nockens. Die Hülse 11 ist auf ihrer Innenseite zylindrisch und sitzt auf dem ebenfalls zylindrischen
Wellenabschnitt 2.
Jeder Nocken weist eine radiale Bohrung 12 auf, an die aussen eine Druckölzufuhr in bekannter, nicht näher dargestellter Weise
angeschlossen werden kann. Zur besseren Verteilung des Drucköls über die Sitzfläche 10 weist diese eine schraubenlinienför-
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"■■■"■- «_ *■ _
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mig gewundene Nut kleinen Querschnitts auf, die sich etwa über
90 % der axialen Länge der Sitzfläche 10 erstreckt, Ausserdem
weist der Wellenabschnitt im Bereich jeder Hülse eine radiale
Druckölzufuhrbohrung 13 auf, die sich in eine axiale Bohrung
14 fortsetzt, von der aus drei innerhalb der Hülse 11 mündende radiale Bohrungen 15 ausgehen. In der Zeichnung ist das aus
den Bohrungen 13, 14, 15 gebildete Druckölzufuhrsystem der Einfachheit
halber nur für den Nocken A gezeigt. An die Bohrung 13 ist ein gleiches System anschliessbar wie an die Bohrung 12 des
Nockens.
Die Montage z. B. des Nockens 4 geht wie folgt vor sich:
Zuerst wird der Nocken A auf eine Hülse 11 geschoben, wobei die
in Fig. 1 rechte Stirnfläche der Hülse 11 gegenüber der rechten Stirnfläche des Nockens 4 etwas vorsteht, wie dies mit gestrichelten
Linien in Fig. 1 angedeutet ist. Die beiden Bauteile ■werden dann von der in Fig. 1 rechten Seite her auf den Wellenabschnitt
2 geschoben, und zwar soweit, bis die Hülse 11 in axialer Richtung die gewünschte Position auf der Steuerwelle innehat.
Zur Festlegung dieser Position ist zuvor zweckmässig ein nicht gezeichneter, später entfernbarer Anschlag auf dem Wellenabschnitt
angebracht worden. Dann wird an der Bohrung 12 des Nockens 4 das Druckölzufuhrsystem angeschlossen und der Nocken
gegenüber der Hülse 11 elastisch aufgeweitet, so dass sich der Nocken 4 auf der Hülse 11 in Fig. 1 nach rechts verschieben
lässt, bis die beiden rechten Stirnflächen miteinander bündig sind» Nach Ablassen des Druckes schrumpft der Nocken 4 zusam-
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men und presst dabei die Hülse 11 auf den Wellenabschnitt 2. Das Druckölzufuhrsystem wird dann an die Bohrung 13 im Wellenabschnitt
2 angeschlossen und die Hülse 11 von innen her mit Drucköl beaufschlagt, so dass sich Hülse und Nocken gemeinsam
aufweiten, ohne dass dabei die Schrumpfverbindung der konischen Berührungsflächen zwischen der Hülse und dem Nocken
gelöst wird. Nunmehr wird die aus dem Nocken 4 und der Hülse 11 gebildete Baugruppe auf dem Wellenabschnitt 3 soweit nach
rechts oder links gedreht, bis die gewünschte Winkelposition eingestellt ist, wonach der Druck abgelassen wird, so dass der
Nocken wieder schrumpft und die Hülse wieder fest auf den WeI-lenabschnitt
2 presst. Nunmehr können in gleicher Weise auch die Nocken 5 und 6 auf dem Wellenabschnitt 2 befestigt werden.
Bei dem Ausffhrungsbeispiel nach Fig. 2 ist die umgekehrte Anordnung
der konischen und der zylindrischen Berührungsflächen verwirklicht. So hat jede Hülse 11' eine schwach konische Innenfläche,
mit der sie auf einer gleich schwach konisch ausgebildeten Auflagefläche auf dem Wellenabschnitt 2' sitzt. Die
Aussenflache jeder Hülse II1 ist zylindrisch und dementsprechend
auch die Innenfläche jedes Nockens 4', 5' und 6". Ausserdem
ist die Druckölzufuhr im Bereich der zu den Nocken 4' und 5' gehörenden Hülsen II1 als schräge, quer durch den Steuerliellenabsehnitt
sich erstreckende Bohrung 30 ausgebildet.
Die Montage z. B. des Nockens 4S geschieht x-zie folgt:
Zuerst wird der Nocken 4' auf die Hülse 11' geschoben, wobei
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zwischen den beiden Teilen Gleitsitzpassung besteht. Die so gebildete
Baugruppe wird dann auf die konische Sitzfläche des Wellenabschnitts soweit wie möglich aufgeschoben. Daraufhin wird
an der Bohrung 30 das Druckölzufuhrsystem angeschlossen und durch Beaufschlagung der konischen Innenfläche der Hülse diese
zusammen mit dem darauf befindlichen Nocken elastisch aufgeweitet. In diesem Zustand wird die Baugruppe durch eine nicht
gezeichnete Vorrichtung, die zuvor ein Zurückbewegen der Baugruppe
verhinderte, weiter axial auf der konischen Sitzfläche des Wellenabschnittes verschoben, bis die gewünschte Position
erreicht ist. Nach Ablassen des Druckes schrumpfen der Nocken 4' und die Hülse II1 zusammen und pressen sich dabei auf die
Sitzfläche des Wellenabschnitts. Das Druckölzufuhrsystem wird dann an die Bohrung 12 des Nockens 41 angeschlossen und die zylindrischen
Berührungsflächen zwischen diesem Nocken und der Hülse mit Drucköl beaufschlagt. Dabei weitet sich der Nocken
ein weiteres Mal elastisch auf, ohne dass dabei die Schrumfverbindung der konischen Berührungsflächen zwischen der Hülse und
dem Wellenabschnitt gelöst wird. In dem elastisch aufgeweiteten Zustand des Nockens 4' wird dieser soweit nach rechts oder links
auf der Hülse II1 gedreht, bis die gewünschte Winkelposition
relativ zu Steuerwelle eingestellt ist. Danach wird der Druck abgelassen, so dass der Nocken 41 wieder schrumpft und sich
fest auf die Hülse II1 presst. In gleicher Weise werden auch
die Nocken 51 und 61 auf dem Wellenabschnitt 2' befestigt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist die Hülse 11", die hinsichtlich
der Anordnung der konischen und der zylindrischen Flä-
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ehe gleich ausgebildet ist wie die Hülsen 11', so dick, dass
in der Hülsenwand die Druckölzufuhrkanäle angeordnet werden können. So geht von der in Fig. 3 linken Stirnfläche der Hülse
ein axialer Kanal 32 aus, der in einen radialen, in die Aussenflache der Hülse mündenden Kanal 33 übergeht. Bei Anschluss
des Druckölzufuhrsystems an diese Kanäle wird also
der Nocken elastisch aufgeweitet, so dass er relativ zur Hülse und zur Steuerwelle gedreht werden kann. Von der in Fig.
rechten Stirnfläche der Hülse 11" geht ausserdem ein axialer
Kanal 34 aus, der in einen radialen, in die konische Innenfläche mündenden Kanal 35 übergeht. Bei Anschluss des Druckölzufuhrsystems
an diese Kanäle werden also die Hülse 11" und der darauf befindliche Nocken elastisch aufgeweitet, so dass
sie gemeinsam auf dem Steuerwellenabschnitt axial verschoben werden können.
Eine solche Anordnung der Druckölzufuhrkanäle in der Wand der Hülse ist auch möglich, wenn die Hülse aussen konisch und innen
zylindrisch ausgebildet ist.
Wie Fig. 2 noch zeigt, es es auch möglich, die Druckölzufuhr an mehrere Nocken anzuschliessen, so dass das Verdrehen der
Nocken in einem Arbeitsgang erfolgen kann.
Weiter ist es möglich, das erfindungsgemässe Verfahren auch
bei nicht unterteilten Steuerwellen anzuwenden.
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ΛΛ . Le e rs eι te
Claims (3)
- Patentansprüchel/l Verfahren zum Befestigen mindestens eines Nockens auf einer Steuerwelle·einer Brennkraftmaschine unter Anordnung einer Hülse zwischen dem Nocken und der Steuerwelle, wobei entweder die Berührungsflächen zwischen Nocken und Hülse schwach konisch und die Berührungsflächen zwischen Hülse und Steuerwelle zylindrisch oder die Berührungsflächen zwischen Hülse und Steuervelle schwach konisch und die Berührungsflächen zwischen Nocken und Hülse zylindrisch ausgebildet sind und wobei durch Beaufschlagen der konischen Berührungsflächen mit einem Druckmittel mindestens der Nocken elastisch aufgeweitet wird und durch Aufheben der elastischen Aufweitung die konischen Flächen in Schrumpfverbindung gebracht werden, dadurch gekennzeichnet, dass nach Herstellung der Schrumpfverbindung zwischen den konischen Berührungsflächen durch Beaufschlagen der zylindrischen Berührungsflächen mit einem Druckmittel eine zweite elastische Aufweitung mindestens des Nokkens stattfindet, dass in diesem Zustand der Nocken in die gewünschte Winkelposition relativ zur Steuerwelle gebracht wird und dass danach die Druckbeaufschlagung für die zweite elastische Aufweitung aufgehoben wird.809824/0513- -KT-Z 2657473
- 2. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung so ausgebildet ist, dass ein an die konischen Berührungsflächen anschliessfcares Druckölzufuhrsystem auch an die zylindrischen Berührungsflächen anschliessbar ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dassje Nockendie Steuervieile /mindestens einen innerhalb der Hülse mündenden Druckölzufuhrkanal aufweist.. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens je ein in die konischen Berührungsflächen und in die zylindrischen Berührungsflächen mündender Druckölzufuhrkanal in der Hülse angeordnet ist.809824/051 3
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OAP | Request for examination filed | ||
| OD | Request for examination | ||
| 8235 | Patent refused |