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Steinboden, insbesondere aus einzelnen in einer Ebene
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nebeneinander angeordneten Kunststeinen (Zusatz zu Patent . ... ...
(Patentanmeldung P 26 32 660.3) Die Erfindung betrifft einen Steinboden, insbesondere
aus einzelnen in einer Ebene nebeneinander angeordneten Kunststeinen, vorzugsweise
aus Betonverbundsteinen, in Verbindung mit unterhalb der Steinoberfläche verlaufenden
Kanälen.
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Durch die Hauptanmeldung ist bereits ein Steinboden aus einzelnen,
in einer Ebene nebeneinander angeordneten Kunststeinen, insbesondere aus Betonverbundsteinen,
vorgeschlagen worden, bei dem wenigstens einzelne Steine jeweils wenigstens eine
waagerechte Ausnehmung aufweisen, die mit entsprechenden waagerechten Ausnehmungen
an gleichartigen benachbarten Steinen einen den Steinboden durchlaufenden abgedeckten
Kanal bilden.
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Gemäß einer besonderen Ausführungsform nach der Hauptanmeldung können
die waagerechten Ausnehmungen auch aus einer nutenartigen Vertiefung entlang wenigstens
einer Schmalseite eines Steines bestehen. Dabei können die Innenflächen der Ausnehmungen
wenigstens teilweise einen geringen Fließwiderstand aufweisen.
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Bei den von mehreren benachbarten Steinen gebildeten Kanälen besteht
das Problem, daß das in die Kanäle eintretende Wasser teilweise durch Spalten und
Ritzen zwischen den Steinen wegsickert und dabei die Steine unterspült.
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Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Steinboden der eingangs
genannten Art anzugeben, bei dem ohne wesentlichen Mehraufwand spaltenfreie Kanäle
vorhanden sind, die nicht nur einen geringen Fließwiderstand aufweisen, sondern
aus denen im wesentlichen auch kein Wasser versickern kann, so daß eine Unterspülung
des Steinbodens vermieden wird.
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Die aufgabe wwrd gemäß einem ersten Vorschlag erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß die Kanäle von Rohren gebildet sind, die seitliche Öffnungen aufweisen,
Solche an Ausnehmungen im Steinboden anschließen, die eine Verbindung zur Oberfläche
des Steinbodens aufweisen.
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Bei einem Steinboden aus einzelnen in einer Ebene nebeneinander angeordneten
Kunststeinen, insbesondere Betonverbundsteinen, wird die Aufgabe gemäß einem zweiten
Vorschlag erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Seine jeweils wenigstens eine
Quernut aufweisen, die sich wenigstens von der Oberfläche eines Steines bis zu seiner
Längsnut erstreckt und mit der Quernut eines benachbarten Steines oder blos mit
seiner zugewandten Schmalseite eine oben offene Ausnehmung im Steinboden bilden
und daß wenigstens zwischen den den Kanalboden begrenzenden Stirnflächen aneinandergrenzender
Steine eine Dichtung angeordnet ist.
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Vorteilhafte Ausführungen und Weiterbildungen nach der Erfindung ergeben
sich aus den Merkmalen der Unteransprüche und/oder der nachfolgenden Beschreibung
für einige Ausführungsbeispiele, die ohne eine Beschränkung der Erfindung nur zu
ihrer näheren Beschreibung ausgewählt sind.
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Insbesondere ist die Erfindung nicht auf die Verwendung einer bestimmten
Art von Betonverbundsteinen beschränkt. So lassen-sich grundsätzlich alle bekannten
Betonverbundsteine zum Ausbau von Steinböden in erfindungsgemäßer Weise ausgestalten
und gegebenenfalls mit entsprechenden herkömmlichen Verbundsteinen kombinieren.
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Insbesondere ist die Erfindung nach dem ersten und dem zweiten Vorschlag
nicht auf Steinböden aus Betonverbundsteinen beschränkt.
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So kann es sich auch um Steinböden aus rechteckigen oder quadratischen
Steinen in herkömmlicher Fließengestalt handeln. Weiterhin ist die Erfindung nach
dem ersten Vorschlag auch nicht auf Steinböden aus nebeneinander angeordneten Kunststeinen
beschränkt.
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So kann es sich auch um eine zusammenhängende Betondecke oberhalb
von Rohren handeln, die seitliche Öffnungen aufweisen, welche an Ausnehmungen inder
Betondecke anschließen, die eine Verbindung zur Oberfläche des Steinbodens darstellen.
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Die Erfindung ist weiterhin nicht auf Steinböden aus einem bestimmten
Steinmaterial beschränkt. Je nach der Verwendungsart sind alle herkömmlichen Kunststeinmaterialien
zur Herstellung von Kunststeinen einschließlich Keramik geeignet.
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Die Größe und Gestalt der erfindungsgemäßen Steinböden sind ebenfalls
nicht charakteristisch. Hierbei kann es sich um großflächige Steinböden handeln,
die nur von einem oder wenigen sich unter einem bestimmten Winkel kreuzenden Kanälen
durchzogen sind. Es kann sich aber auch um Steinböden jeder Größe handeln, die von
einer Vielzahl von sich kreuzenden Ablaufkanälen durchzogen sind.
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Solche Steinböden sind im Freien oder überdacht in Gebäuden jeder
Art besonders geeignet. So kann oberflächlich auftretendes Wasser oder sonstige
Flüssigkeiten an Ort und Stelle abgezogen werden, ohne daß eine oberflächliche Ableitung
des Wassers in Rinnen oder durch ein Oberflächengefälle erfolgen muß. Hierbei kann
es sich um Steinböden z.B. in Waschhäusern, Autowaschanlagen, Badezimmern, Duchräumen,
zur Einfassung von Brunnen und Schwimmbecken usw. handelr Auch auf Vorplätzen öffentlicher
und privater-Gebäude, Gerageneinfahrten usw. sind solche Steinböden von Vorteil.
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Die Erfindung umfaßt aber auch Steinböden, die lediglich zum Aufbau
eines oder mehrerer paralleler Entwässerungskanäle dienen.
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Hierbei kann es sich um Kanäle an den Rändern oder in der Mitte von
Autostraßen handeln, die auch unterhalb der Teerdecke verlegt sein können. Mit den
Straßenmittenkanälen läßt sich ein Aquaplaning auf Straßen vermeiden. Wesentlich
ist dabei, daß erfindungsgemäße Steine zum Aufbau von Kanälen mit herkömmlichen,
gleichartigen Steinen in einem Steinboden kombiniert verlegt sein können, wobei
die erfindungsgemäßen Steine sich in ihrer Oberflächengestalt von herkömmlichen
Steinen nicht zu unterscheiden brauchen.
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Die erfindungsgemäßen Steinböden sind außerdem nicht auf solche Steinböden
beschrankt, bei denen Oberflächenwasser oder sonstige Flüssigkeiten an Ort und Stelle
schnell abgeführt werden. Eine interessante Anwendung der erfindungsgemäßen Steinböden
besteht auch darin, daß sie sich durch Zuführung von Wasser überfluten lassen. So
kann ein Steinboden über das gleiche Röhrensystem überflutet und anschließend durch
Absaugen des Wassers wieder trockengelegt werden.
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In einer besonderen Variante können einzelne Kanäle Druckwasser zum
Überfluten und gleichzeitig andere Kanäle abgesaugtes Wasser zum Ableiten des Wassers
führen. Hierdurch lassen sich nicht nur Spring-brunnenanlagen entwerfen, sondern
große freie oder überdachte Flächen lassen sich rasch reinigen oder z.B. bei starker
Sonneneinstrahlung abkühlen.
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Ein zeitweises Überfluten eines erfindungsgemäßen Steinbodens ist
auch für eine oberflächliche Abtauung von Eis undZoder Schnee von Vorteil. Das abgetaute
Eis bzw. der geschmolzene Schnee kann über das gleiche Röhrensystem des Steinbodens
abgeführt werden, über das vorher Flutwasser zugeführt wurde.
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Statt einer Zu- und/oder Ableitung von Wasser oder sonstigen Industriewässern
kann über das Rohrsystem des erfindungsgemäßen Steinbodens auch Luft oder sonstige
Gase zu- und/oder abgesaugt werden.
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Über das gleiche Rohrsystem kann auch wechselweise Luft und Wasser
zu- bzw. abgeführt werden. So läßt sich zugeführte Luft z.B. zum Trocknen, Belüften,
Erwärmen und Abkühlen verwenden. Von besonderem Vorteil ist die Absaugung von verbrauchter
Luft oder schweren Abgasen, z.B. von Motoren, aus Hallen, Tunneln, aus dem Bereich
von Tankstellen, Motorprüfständen und Verkehreknotenpunkten mit häufig ruhendem
Verkehr.
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Andererseits sind die erfindungsgemäßen Steinböden auch zur Bewässerung
von Gartenbetrieben, z.B. Hydrokulturen geeignet. In einem solchen Falle dienen
die erfindungsgemäßen Steinböden als Auflageebene für Pflanzenböden.
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Eine weitere Anwendung der erfindungsgemäßen Steinböden ergibt die
Möglichkeit, in den Kanälen elektrische Kabel für Steuer-, Stromversorgungs-, Daten-
und Nachrichtenübertragungszwecke verlegen zu können. Die erforderlichen Anschlüsse
der Kabel zu Masonnen, die auf dem erfindungsgemäßen Steinboden in geeigneter Weise
aufgestellt sind, sind durch die Ausnehmungen im Steinboden geführt. Die Kanäle
in dem Steinboden können zusätzlich zu den Kabelführungen in der vorstehend beschriebenen
Weise auch zur Be- und/oder Entlüftung oder zur Be- und/oder Entwässerung vorgesehen
sein.
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Eine spezielle Anwendung der erfindungsgemäßen Steinböden ist auch
darin zu sehen, daß zur Verhinderung oder Eindämmung von Oberflächenbränden das
Rohrsystem im Steinboden an eine unter Druck stehende Quelle für einen Löschschaum
angeschlossen wird. Auf diese Weise lassen sich Böden in Industriehallen oder auch
Landeflugbahnen für Flugzeuge rasch unter Löschschaum setzen.
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Nicht zuletzt besteht auch die Möglichkeit, das Rohrsystem eines erfindungsgemäßen
Steinbodens, der z.B. einer größeren Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, als Wärmespeicher
an eine Wärmepumpe anzuschließen.
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Noch weitere Anwendungsmöglichkeiten für einen erfindungsgem>Ren
Steinboden ergeben sich gSsndOeg,B,encnhnreflibung der Hauptanmeldung.
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Die Erfindung wird nachstehend an Ausführungsbeispielen mehr im einzelnen
beschrieben. In den zugehörigen Zeichnungen zeigt: Fig. 1 einen Betonverbundstein
zum Aufbau eines erfindungsgemäßen Steinbodens in perspektivischer Darstellung aus
einer ersten Blickrichtung, Fig. 2 den Betonverbundstein nach Fig. 1 aus einer der
ersten Blickrichtung entgegengsetzten zweiten Blickrichtung, Fig. 3 mehrere aneinandergrenzende
Betonverbundsteine nach Fig. 1 in perspektivischer Darstellung, Fig. 4 einen Abschnitt
einer Röhre in Ansicht, mit Abzweigungen für einen erfindungsgemäßen Steinboden,
z.B. aus Betonverbundsteinen, nach Fig. 1 oder 2, Fig. 5 eine Steckverbindung zweier
aneinandergesteckter Röhren für einen erfindungsgemäßen Steinboden, Fig. 6 eine
Röhre ähnlich Fig. Lt mit einer angesteckten Abzweigung im Querschnitt, Fig. 7 einen
weiteren Betonverbundstein zum Aufbau eines erfindungsgemäßen STeinbodens in perspektivischer
Darstellung aus der Blickrichtung entsprechend Fig. 1, Fig. 8 einen noch weiteren
Betonverbundstein ähnlich dem nach Fig. 3, Fig. 9 einen Abschnitt eirer Röhre in
Ansicht mit einer Abzweigung für einen erfindungsgemäßen Steinboden, z.B.
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aus Betonverbundsteinen, nach Fig. 7, Fig. 10 bis 13 weitere Ausführungsbeispiele
für Betonsteine zum Aufbau eines erfindungsgemäßen Steinbodens,
Fig.
14 ein Röhrensystem für einen erfindungsgemäßen Steinboden in der Draufsicht, Fig.
15 einen Betonverbundstein zum Aufbau eines erfindungsgemäßen Steinbodens ohne Rohre
nach Fig. 6 bis 14 und Fig. 16 bis 22 perspektivische Darstellungen von erfindungsgemäßen
Steinböden aus Betonverbundsteinen nach Fig. 1 und 2 für verschiedene Verwendungszwecke.
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Fig. 1 zeigt in perspektivischer Darstellung aus einer ersten Blickrichtung
einen Betonverbundstein 1 zum Aufbau von erfindungsgemäßen Steinböden, wie sie für
bestimmte Verwendungszwecoke nachfolgend in den Fig. 16 bis 22 gezeigt sind.
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Der ktonverbundstein 1 besitzt eine in der Draufsicht I-förmige Gestalt
und ist massiv ausgebildet, ohne eine durchgehende Durchbrechung, wie sie Ausführungsbeispiele
nach der Hauptanmeldung aufweisen.
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Der Betonverbundstein 1 besitzt längs einer Schmalseite 2 parallel
zur Längsachse durch den mittigen Steg 3 eine Längsnut 4, die mit der entsprechenden
Längs nut eines gleichartigen benachbarten Steines in Anschlußstellung einen Kanal
zur Aufnahme eines Rohrabschnittes bildet, der nachfolgend für Ausführungsbeispiele
in Fig. 6 und 7 gezeigt ist.
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Außerdem besitzt der Betonverbundstein 1 an seinen beiden Ecken 5
und 6> die von der Schmalseite 2 mit seinen beiden senkrecht zu seiner Längsachse
liegenden Stirnseiten 7 und 8 gebildet werden, Quernuten 9 und 10, die sich von
der Oberfläche des Steines 1 bis zu seiner Längsnut 4 erstrecken.
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Fig. 2 zeigt denselben Betonverbundstein nach Fig. 1 aus einer zweiten
Blickrichtung, die der ersten Blickrichtung nach Fig. 1 entgegengesetzt ist. Der
Betonverbundstein besitzt an seiner anderen Längsseite 2', die parallel zur Längsseite
2 verläuft, im
BeispielsFalle weder eine Längs nut entsprechend
der Längsnut 4 noch Quernuten entsprechend den Quernuten 9 und 10. Die Längsseite
2' kann jedoch auch entsprechend der Längsseite 2 mit einer entsprechenden Längs
nut 4 und entsprechenden Quernuten 9 und 10 versehen sein, so daß beide Längsseiten
2 und 2' spiegelbildlich gleich ausgebildet sind.
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Im Verbund dreier aneinandergrenzender Steine 11, 12, 13 nach Fig.
3 bilden die benachbarten Quernuten der zwei in Längsrichtung aneinandergrenzenden
Steine 11 und 12 und die nutenfreie Längsseite des seitlich angrenzenden Steines
13 eine oben offene Ausnehmung 14 in einem erfindungsgemäßen Seinboden. Die benachbarte
Ausnehmung 15 wird entsprechend im Verbund dreier aneinandergrenzender Steine 11,
13, 16 gebildet.
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In Fig. 3 ist der von aneinandergrenzenden Längsnuten benachharter
Steine 11, 12, 13 und 16 gebildete Kanal mit 17 bezeichnet.
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In dem Kanal 17 liegt eind Rohr 18 (Fig. 4), vorzugsweise aus Kunststoff,
das seitliche Öffnungen 19, 20 besitzt, die jeweils an eine Ausnehmung 14 bzw. 15
anschließen.
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Die Öffnungen 19, 20 befinden sich nach dem Ausführungsbeispiel in
Fig. 4 am Ende von Rohrabzweigungen 21, 22, die von dem Rohr 18 abzweigen und mit
dem Rohr 18 einstückig sind. Der Abstand der Rohrabzweigungen 21, 22 ist so gewählt,
daß sie in die Ausnehmungen 14 und 15 ragen, die von den Steinen 11, 12, 13 und
16 gebildet sind. Es ist klar, daß das Rohr im gleichen Abstand weitere Rohrabzweigungen
aufweist, die in entsprechende Ausnehmungen ragen, wie sie von weiteren aneinandergrenzenden
Steinen gebildet werden.
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Zum Ausgleich von sich summierenden Toleranzen axial aufeinanderfolgender
Steine können die Rohre 18 aus mehreren Rohrstücken 23, 24 (Fig. 5)zusammengesetzt
sein. Dabei ist das eine Ende des Rohrstückes 24 derart radial verengt, daß es in
das offene Ende des anderen Rohrstückes einsteckbar ist. Die Steckverbindung ist
dabei in Achsrichtung derart weit gewählt, daß sich der Abstand zwischen zwei Rohrabzweigungen
25 und 26 zum Toleranzausgleich genau einstellen läßt.
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Beim Verlegen eines erfindungsgemäßen Steinbodens aus Betonverbundsteinen
1 nach Fig. 1 und 2 werden diese auf ein vorbereitetes Sandbett gelegt. Gleichzeitig
werden die Rohre18 mit den Rohrabzweigungen eingesetzt. Dabei ist es zweckmäßig,
wenn die Rohrabzweigungen, wie in Fig. 5, bei der Montage noch geschlossen sind
und in ihrer Länge die Oberfläche der Steine 1 überragen. Hierdurch lassen sich
die STeine eins anden, ohne daß Sand in die Rohre 18 gelangen kann. Nach dem Einsanden
auch im Bereich der Ausnehmungen 14, 15 werden die Rohrabzweigungen auf die Höhe
der Steine abgeschnitten, wodurch sie Öffnungen zu dem Rohr 18 freigeben.
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Rohrabzweigungen erübrigen sich, wenn nach dem Einsanden der Steine
die vorher abgedeckten Ausnehmungen geöffnet und über die Ausnehmungen Öffnungen
in den Rohrmänteln hergestellt werden, die dann genau unterhalb der Ausnehmungen
zu liegen kommen. Die Ausnehmungen können auch beim Eins andern unabgedeckt und
anschließend wieder aufgebohrt oder aufgestoßen werden.
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Mit oder ohne Rohrabzweigungen sind eine Reihe von Verfahren zur Verlegung
des erfindungsgemäßen Steinbodens möglich, wobei jeweils das gleiche Ziel verfolgt
wird, die zur Oberfläche des Steinbodens offenen Ausnehmungen an die Rohre im Steinboden
anzuschließen.
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Sofern dabei Sand in die Rohre gelangt, kann dieser anschließend durch
Druckwasser herausgespült werden.
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Sofern die Ausnehmungen im Steinboden mit eingesandet werden, kann
es vorteilhaft sein, wenn diese sich trichterförmig zur Oberfläche hin erweitern.
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Schließlich kann/es von Vorteil sein, die einzelnen Steine derart
auszubilden, daß die vertikalen Nuten von der Oberfläche der Steine aus zunächst
nur im Ansatz vorhanden und durch eine relativ dünne stehengelassene Steinwand vom
Längskanal getrennt sind, und daß diese Trennwände ent nach dem Eins andern der
Steine aufgebohrt oder aufgestoßen werden.
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Fig. 6 zeigt einen Querschnitt; durch ein Rohr 18' mit einer Rohrabzweigung
27, die aus einem Rohrstück besteht, das in eine Öffnung 28 im Mantel des Rohres
18' eingesetzt ist. Die Steckverbindungen zwischen gleichartigen Rohrabzweigungen
27 und dem Rohr 18t sind vorteilhafterweise derart ausgebildet, daß sie erst bei
der Verlegung der Steine zu- einem erfindungsgemäßen Steinboden hergestellt werden.
Hierzu können geeignete Werkzeuge vorhanden sein, mit denen die Öffnungen 28 im
Mantel des Rohres 18' zum Einstecken der Rohrab zweigungen hergestellt werden.
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Fig. 7 zeigt einen Betonverbundstein 29 ähnlich dem nach Fig. 1 und
2. Entsprechende Teile sind mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Der Unterschied
besteht darin, daß in der Mitte der einen die Längs nut 4 aufweisenden Längsseite
2 eine Quernut 30 vorhanden ist, die sich von der Oberfläche des Steines bis zur
Längsnut 4 erstreckt. Statt dessen fehlen bei dem Stein 29 Quernuten an den beiden
Ecken 5 und 6. Die Quernut 30 bildet mit den Langsseiten zweier angrenzender Steine
eine Ausnehmung entsprechend der Ausnehmung 14 bzw. 15.
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Wie vorstehend allgemein angedeutet, kann die vertikale Nut 30 durch
eine stehengelassene dünne St einwand 30' vom Längskanal getrennt sein. Eine solche
Steinwand ist in Fig. 7 gestrichelt eingezeichnet und kann erst zu einem geeigneten
Zeitpunkt beim Herstellen des erfindungsgemäßen Steinbodens aufgebohrt oder aufgestoßen
werden. Statt einer Steinwand 30' kann es sich auch um ein eingeklemmtes Teil z.B.
aus Kunststoff handeln, daß sich zum geeigneten Zeitpunkt leicht entfernen läßt.
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Fig. 8 zeigt einen Betonverbundstein 31 ähnlich dem nach Fig. 7, wobei
wieder entsprechende Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind. Der Unterschied
des Betonverbundsteines 31 gegenüber dem Betonverbundstein 29 nach Fig. 7 besteht
darin, daß die vertikale Nut 30: sich quer über die gesamte Breite des Steines erstreckt
und dabei die Längsnut 4 kreuzt.
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In eine solche sich über die gesamte Breite des Steines 31 erstrecken
de Quernut 30' kommt eine ein Rohr 18 durchdringende Rohrabzeigung
32
zu liegen. Diese Rohrabzweigung ist an ihrem unteren Ende geschlossen und am oberen
Ende gegebenenfalls nach einem Abschneiden auf die Höhe der Steinoberfläche offen.
Innerhalb des Rohres 18 ist die Rohrabzweigung durchbrochen, so daß Luft oder Wasser
durchströmen und aus der Abzweigung oben austreten bzw.
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umgekehrt Luft oder Wasser von außen über die Abzweigung 32 und das
Rohr 18 abgeführt werden kann.
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Es kann vorteilhaft sein, die Rohrabzweigungen erst beim Verlegen
der Rohre 18 einzusetzen. Dabei können auch hier die Löcher in den Rohren 18 durch
geeignete Werkzeuge hergestellt werten Es besteht die Möglichkeit, die Rohrabzweigungen
erst nach dem Aneinandersetzen der Steine durch die Ausnehmungen einzusetzen.
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Hierzu wird mit einem Werkzeug oder die Rohrabzweigung selbst das
Rohr 18 durchstoßen und dabei die Rohrabzweigung eingesetzt.
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Die das Rohr 18 durchragenden unteren Enden der Rohrabzweigungen können
als Fanggrube für Schmutzteilchen dienen, die in das Rohr gelangen. Bei starkem
Schmutzanfall können die Rohrabzweigungen ausgewechselt und durch neue ersetzt werden.
Hierbei müssen die Rohrabzweigungen und die Löcher in den Rohren 18 so ausgebildet
sein, daß auch bei häufigerem Wechsel der Rohrabzweigungen ein weitgehend dichter
Anschluß zwischen Rohr und Abzweigung ohne größeren Aufwand leicht erzielbar ist.
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Die Fig. 10 bis 13 zeigen Varianten für Steine zum Zusammensetzen
eines erfindungsgemäßen Steinbodens. In Fig. 10 ist ein Betonverbundstein 33 ähnlich
denen nach Fig. 1, 2, 7 und 8 dargestellt.
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Der Unterschied besteht darin, daß der Stein 33 an seiner Unterseite
34 entlang seiner Mittelachse eine Nut 35 aufweist, in die tin Rohr 18 eingreifen,
das hier unmittelbar auf dem Untergrund des Steinbodens verlegt ist. An der einen
Stirnseite 36 des Steines befindet sich eine Quernut 37, die mit einer Stirnseite
eines benachbarten Steines eine Ausnehmung bildet, an welche eine Öffnung des Rohres
anschließt. Auch hier kann die Öffnung am Ende einer Rohrabzweigung sein, die in
die Ausnehmung eingreift.
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Fig. 11 zeigt einen rechteckigen Stein 38, der an seiner Unterseite
entlang einer Längskante eine Längsaussparung 39 aufweist, die'mit einer entsprechenden
Längsaussparung eines angrenzenden gleichartigen Steines eine mit der Längsnut 35
in Fig. 10 vergleichbare Längsnut bildet, in die auch hier ein unmittelbar auf dem
Untergrund des Steinbodens verlegtes Rohr greift. Wenigstens die eine Kante des
Steines besitzt eine senkrechte Quernut 40, vergleichbar mit den Quernuten 9 und
10 der Ausführung nach Fig. 1, zur Verbindung der Steinoberfläche mit der Längsaussparung
39. Mit angrenzenden Steinen mit oder ohne eine entsprechende Nut ergibt sich eine
Ausnehmung vergleichbar mit den Ausnehmungen 14 und 15 in Fig. 3, die an eine Öffnung
fin einem auf dem Untergrund verlegten Rohr anschließt. Auch hier kann es vorteilhaft
sein, die Öffnung zu dem Rohr am Ende einer Rohrabzweigung entsprechend Fig. 4 oder
6 vorzusehen, die in die Ausnehmung eingreift. Die Steine sind hier derart ausgebildet,
daß sie sich mit Schmalseiten 41 entlang ihren Längs aussparungen 39 gegenseitig
abstützen. Es ist klar, daß die Steine nicht rechteckig zu sein brauchen. Es kann
sich auch um Verbundsteine beliebiger Gestalt handeln.
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Fig. 12 zeigt index Stirnansicht einen Stein 42 ähnlich dem nach Fig.
10, der hier jedoch nicht als Verbundstein ausgebildet ist und lediglich einen rechteckigen
Querschnitt besitzt. Der Stein 42 besitzt an seiner Unterseite eine Längsnut 43,
vergleichbar mit der Längsnut 35 in Fig. 10. Weiterhin besitzt er entsprechend wie
der Stein 34 in Fig. 10 an wenigstens einer Stirnseite eine Quernut 44, die mit
einem angrenzenden Stein mit oder ohne Quernut eine Ausnehmung bildet, die an eine
Öffnung in einem auf dem Boden verlegten Rohr greift. Auch hier kann in die Ausnehmung
eine Rohrabzweigung des Rohres entsprechend Fig. 3 oder 6 greifen.
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Fig. 13 zeigt schließlich einen rechteckigen Stein 45, der lediglich
an seiner einen Schmalseite eine Quernut 46 zum Anschluß an eine Öffnung in einem
Rohr aufweist, das hier im Untergrund für den Steinboden verlegt ist, ohne daß die
einzelnen Steine an ihrer Unterseite Längsnuten aufweisen. Hier liegen die Steine
flach
auf dem Rohr auf. Sofern die Rohre mit Rohrabzweigungen entsprechend Fig. 4 oder
6 versehen sind, können die Rohre auch tiefer im Boden verlegt sein, so daß die
Steine nicht unmittelbar auf den Rohren aufliegen. Die Rohrabzweigungen müssen nur
genügend lang sein, daß sie in Qurnuten bzw. in die Ausnehmungen eingreifen, die
von zwei benachbarten Steinen gebildet werden.
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Es ist im übrigen klar, daß die Steine 45 auch als Verbundsteine beliebiger
Gestalt ausgebildet sein können, die also lediglich an wenigstens einer Schmalseite
eine senkrechte Nut aufweisen. Es ist auch klar, daß die Nut nicht in der Mitte
einer Schmalseite liegen muß, sie kann sich auch vergleichbar mit den Quernuten
9 und 10 in Fig. 1 an einer Ecke des Steines befinden. Zwei oder mehrere aneinandergrenzende
Steine können dann eine senkrechte Ausnehmung zum Anschluß an eine Öffnung in einem
im Untergrund des Steinbodens verlegten Rohr bilden, das hier vorteilhafterweise
Rohrabzweigungen aufweist, die in derartige Ausnehmungen eingreifen.
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Die Erfindung ist jedoch nicht auf einen Steinboden beschränkt, der
aus einzelnen Betonsteinen oder dergleichen Steinen zusammengesetzt ist, wie sie
vorstehend für Ausführungsbeispiele beschrieben sind.
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Erfindungsgemäß kann in dem Untergrund für den Steinboden einf Rohrsystem
47 verlegt sein. Ein Ausschnitt ist in Fig. 14 schematisch in der Draufsicht dargestellt.
Das Rohrsystem besteht aus parallelen Rohren, die durch querverlaufende Abstandsstücke
51 auf Abstand gehalten werden. Die Abstandsstücke 51 können aber auch Rohre sein,
die an die Rohre 48, 49 und 50 anschließen, so daß ein maschenartiges Rohrsystem
aus quer- und längs verlaufenden Rohren entsteht, die an den Knotenstellen miteinander
verbunden sind.
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Es ist klar, daß derartige Rohrsysteme sich aus einzelnen Rohren zusammenstecken
lassen, ohne daß dieses einer näheren Beschreibung bedarf.
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Im Beispielsfalle besitzen die Rohre 48, 49, 50 in einem bestimmten
Abstand Rohrabzweigungen 52, vergleichbar mit den Rohrabzweigungen 21, 22 in Fig.
4 oder 27 in Fig. 6.
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Nach dem Verlegen des Rohrsystems auf bzw. in einem Untergrund für
den Steinboden wird eine Betonmasse zur Bildung einer zusammenhängenden Fläche auf
den Untergrund aufgetragen. Dabei ragen die Rohrabzweigungen 52 aus der aufgetragenen
Masse heraus und werden nach dem Erhärten des Stein- bzw. Betonbodens in Höhe der
Oberfläche des Bodens abgeschnitten. Damit ist stets die Oberfläche des Bodens über
die offenen Rohrabzweigungen 52 mit dem Rohrsystem in Verbindung.
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Ein zusammenhängendes Rohrsystem, wie es anhand von Fig. 14 beschrieben
ist, ist im Prinzip auch für Steinböden geeignet, die aus Steinen nach den Fig.
10 bis 13 aufgebaut sind.
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Schließlich ist ein zusammensteckbares Rohrsystem nach Fig. 14 im
Prinzip auch für Steinböden geeignet, die aus Steinen nach den Fig. 1, 2, 7 oder
8 zusammengesetzt sind. Voraussetzung hierfür ist, daß auch Steine vorhanden sind,
die jeweils zusätzlich zu den waagerechten Längs nuten 4 an wenigstens einer Stirnseite
7 oder 8 eine zusätzliche waagerechte Nut aufweisen, die sich mit einer Längs nut
kreuzt und wobei diese zusätzliche Nut mit einer entsprechenden Nut in einem angrenzenden
Stein einen Kanal bildet, in dem ein Abschnitt eines Abstandsstückes 51 des Rohrsystems
eingreift. Dieses Abstandsstück kann, wie gesagt, selbst ein Rohr sein und entsprechend
werden die zusätzlichen waagerechten Nuten ausgebildet sein.
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Fig. 15 zeigt noch einen erfindungsgemäßen Betonverbundstein, der
entsprechend dem Betonverbundstein nach Fig. 1 und 2 ausgebildet ist. Dabei sind
gleiche Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
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Ein Unterschied zu dem Betonverbundstein 1 nach Fig. 1 und 2 besteht
darin, daß der Betonverbundstein 53 an seiner Längsseite 2
und
seinen beiden Stirnseiten 7 und 8 zusätzlich zu der Längsnut 4 unterhalb dieser
weitere Längsnuten 54, 55, 56 aufweist, die in einer parallelen Ebene durch die
Längsnut Lt liegen. Angrenzende benachbarte Steine weisen entsprechende Nuten auf,
in die zur Abdichtung der-aus den Längsnuten Lt gebildeten Kanäle Dichtungen eingreifen,
die hier nicht dargestellt sind. Auf diese Weise erübrigt es sich, in den Kanälen
besondere Rohre zu verlegen.
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Ein im wesentlichen dichter Anschluß benachbarter Steine kann auch
dadurch erzielt werden, daß in ie Nuten 54, 55 und 56 Federn an einem angrenzenden
Stein eingreifen, so daß zwischen zwei Steinen eine Nut-Federverbindung besteht.
Zusätzlich kann innerhalb dr Nut noch ein Dichtungsmaterial eingesetzt sein.
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Schließlich kann ein dichter Anschluß zweier Steine auch dadurch erreicht
werden, daß zwischen den aneinandergrenzenden Schmalseiten unterhalb der Längs nuten
Dichtungsstreifen eingesetzt werden. Solche Dichtungsstreifen können an wenigstens
einem zweier benachbarter Steine von vornherein angebracht sein. Statt Dichtungsstreifen
können die aneinander zu liegen kommenden Flächen der Steine auch mit Haftklebern
versehen sein. Auch bei der artigen dichten Anschlüssen zwischen den Steinen erübrigt
sich die Verlegung von Rohren.
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Inden Fig. 16 bis 22 sind Ausführungsbeispiele erfindungsgemäßer Steinböden
aus Steinen nach Fig. 1 und 2 für verschiedene erfindungsgemäße Verwendungen darge
stelt.
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In Fig. i6 handelt es sich um einen Steinboden für eine Maschinenhalle.
Die Rohre 18 dienen zum Be- oder Entlüften. Beim Belüften kann kühle Frischluft
zugeführt werden. Beim Entlüften wird verbrauchte Luft sowie Abgase abgesaugt. Die
Rohre können zusätzlich oder allein zum Zuführen von elektrischen Kabeln dienen,
die an die Maschinen angeschlossen sind, welche auf dem Steinboden in beliebiger
Anordnung aufgestellt werden können. Beim Anfallen von Flüssigkeiten kann diese
an Ort und Stelle durch die Rohre abgesaugt werden. Schließlich kann die Halle zu
Reinigungszwecken
durch Zuführung von Wasser in die Rohre 18 geflutet
und anschließend das geflutete Wasser wieder abgesogen werden. Je nach der Verwendung
ör Rohre 18 sind diese an bestimmten Stationen zum Anschluß der Kabel und/oder zum
Zu- oder Ab führen von Luft oder Wasser angeschlossen, die hier nicht dargestellt
sind.
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Eg. 17 zeigt eine Variante für den Boden einer Maschinenhalle oder
einen freien Boden, bei dem inden Rohren 18 elektrische Steuerkabel verlegt sind,
durch die eine kontaktlose Steuerung eines Transportfahrzeuges möglich ist.
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Fig. 18 zeigt den Vorplatz vor einem Gebäude. Um diesen Vorplatz von
Schnee und Eis zu befreien, wird in die Rohre 18 warmes Wasser geleitet und ör Vorplatz
überflutet, wobei der Schnee und das Eis abschmilzt, das anschließend über die Rohre
18 abgesaugt wird. Statt der Zuleitung von warmen Wasser kann auch erwärmte Luft
zugeführt werden.
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Fig. 19 zeigt einen Vorplatz zur Prüfung von Kraftfahrzeugen.
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Hier werden die Auspuffgase über die Rohre 18 abgeleitet.
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Fig. 20 zeigt eine Autowaschanlage. Hier wird das anfallende Waschwasser
über die Rohre 18 abgesaugt. Anschließend kann Warmluft zum Trocknen durch bestimmte
Rohre 18 zugeführt werden.
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Fig. 21 zeigt eine Gartenanlage, bei der auf einem erfindungsgemäßen
Steinboden ein Feld bzw. Beet zum Bepflanzen von Blumen angelegt ist. Die Rohre
18 dienen hier zum Befeuchten, Düngen und gegebenenfalls zum Erwärmen durch Zuleiten
von Wasser oder auch zum Entwässern nach starken Regengüssen oder Übers-chwemmungen.
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Fig. 22 zeigt noch einen Vorplatz mit einer Springbrunnenanlage.
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Einzelne der Rohre 18 dienen2um Zuführen von Druckwasser zum Betrieb
der Springbrunnen. Andere Rohre dienen zum Absaugen bzw. Ableiten des zugeführten
Wassers, das im Kreislauf an die Rohre zum Zuführen von Wasser rückgeleitet werden
kann.
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Die Erfindung ist nicht auf die Verwendungsbeispiele beschränkt.
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So bieten sich in den verschiedenen technischen Fachbereichen eine
Fülle weiterer Verwendungsmöglichkeiten ohne weiteres an, ohne daß es hierzu noch
weiterer Ausführungen bedarf.
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Patentansprüche