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Geländegängiges Fahrgestell für während ihres Einsatzes
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vorzugsweise kontinuierlich ihren Einsatzort verändernde Arbeitsgeräte
Die Erfindung betrifft ein geländegängiges Fahrgestell für während ihres Einsatzes
vorzugsweise kontinuierlich ihren Einsatzort verändernde Arbeitsgeräte, wie z. B.
Geräte zum Verlegen von Kabeln, flexiblen Rohren oder dergl. im Boden.
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mit einem Träger für das Arbeitsgerät und einem vorderen und einem
hinteren Räderpaar, wobei die Räder eines Räderpaars jeweils von einem am Träger
angelenkten Ausleger sich selbst parallel verstellbar getragen sind, wobei die Ausleger
unabhängig voneinander jeweils um eine in wesentlichen vertikale Schwenkachse um
einen Winkel von annähernd 1800 und zugleich um eine quer zur Fahrtrichtung verlaufen(le
horizontale Achse verschwenkbar sind, während das andere Räderpaar steuerbar am
Träger gelagert ist.
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Ein derartiges Fahrgestell ist ziels der DT-PS 19 06 3.14 bkannt.
Es ermöglicht bereits eine hohe ManövrierfäXlinkeit und einen Einsatz der Arbeitsgeräte
an sonst derartigen Geräten unzugänglichen Stellen. Dieses bekannte Fahrgestell
ist
derart ausgebildet, daß das vordere Räderpaar in einem relativ begrenzten Bereich
quer zur Fahrtrichtung verstellbar ist und sich beiderseits des Trägers befindet,
so daß sich im vorderen Bereich des Fahrgestells eine noch beachtliche Breite des
Fahrgestells ergibt, die sich nachteilig auswirkt, wenn Arbeiten in unmittelbarer
Nachbarschaft seitlicher Begrenzungen, z. B. von Mauern oder anderen Hindernissen
ausgeführt werden müssen. Besondere Probleme ergeben sich auch, wenn z.B.
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beim Einsatz des Fahrgestells zum Einpflügen von Kabeln mit dem Kabel
sogenannte Spleißgruben durchquert werden müssen der wenn das Kabel durch den Bereich
von Bohrschächten gelerJt werden muß, die sich z. B. am Fuß von Böschungen befinden
können.
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An derart schwierigen Geländestellen hat sich bisher der Einsatz eines
Baggers nicht vermeiden lassen, weil das bekannte F<hrgestell derartige Hindernisse
nicht überwinden konnte und weil außerdem bei starker Neigungsänderung im Gelände
die Beibehaltung der vorgeschriebenen Kabeltiefe nicht möglich war, da wecken der
Sehnenstellung des Trägers im Bereich der starken NeigulBgsänderung im konkaven
Bereich eine starke Abweichung nach ( l, d. h.
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eine Verringerung der Kabeltiefe, im konvexen Bereich dagegen eine
Abweichung nach unten, d. h. eine Zunahme der Kabeltiefe nicht vermiede werden konnte.
Dies hatte seine Ursache tror allem auch darin, daß sich das Arbeitsgerät, d. h.
beil 3ew'i ten Beispiel das den Boden auftrennende und das Kabel einfLihrende Schwert
hinter dem Träger und zwischen den nach hinein verschwenkten Auslegern der hinteren
Räder befindet und sich die Schwertspitze etwa im Bereich der durch die Auslegeronlenkptlnkte
gedachten Querebene befindet.
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Ein weiterer Nachteil des bekannten Fahrgestells besteht darin, daß
es mittels einer Zugvorrichtung, z. B. mittels einer ortsfest verankerten Seilwinde
gezogen werden muß, so daß durch die Wirkungslinie der Zugkraft unerwünschte Kräfte
auf das Fahrgestell ausgeübt werden können, die seinen Einsatz behindern.
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Schließlich ist der Personalaufwand beim Einsatz des bekannten Fahrgestells
relativ groß, da meistens mindestens drei Personen erforderlich sind, nämlich eine
Person zur Bedienung der Seilwinde, eine Person zur Steuerung des Fahrgestells und
eine Person zur Überwachung und Steuerung, z. B. Tiefgangregulierung und Neigungskontrolle
des Arbeitsgeräts. Es ist deshalb eine weitere Aufgabe, ein Fahrgestell so weiterzubilden,
daß es vorzugsweise nur noch eine einzige Bedienungsperson erfordert.
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Die Lösung der gestellten Aufgabe besteht darin, daß auch die Räder
dieses anderen Räderpaars jeweils über einen am Träger angelenkten Ausleger zu sich
selbst parallel verstellbar und zugleich gemeinsam steuerbar vom Träger getragen
sind, daß diese Ausleger dieses anderen Räderpaars ebenfalls voneinander unabhängig
um eine im wesentlichen vertikale Schwenkachse um einen Winkel von annähernd 1800
und zugleich um eine quer zur Fahrtrichtung verlaufende horizontale Achse verschwenkbar
am Träger gelagert sind.
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Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung besteht dabei darin, daß
das Fahrgestell eine Aufnahme für das Arbeitsgerat aufweist, die derart angeordnet
ist, daß sich der mit dem Boden zu-smmerlwirkende Arbeitsbereich des Geräts etwa
in einer quer zur Fiirtrichtung durch die in Fahrtrichtung vorn liegende EndsUelung
der hinteren Räder in Bezug auf die vertikale Ausleyer (hwenkachse gelegten Ebene
befindet. Dadurch wird bei dieser erwähnten Stellung der hinteren Räder der im Boden
wirksame Arbeitsbereich des Geräts in einer zur Geländeoberfläche in etwa gleichbleiben
dem Abstand, also in etwa gleichbleibender Arbeitstiefe parallelen Bahn geführt,
d. h. eine gewählte Arbeitstiefe wird im wesentlichen unabhängig von der Geländeform
beibehalten, während das Fahrgestell sich längs der Geländeoberfläche bewegt.
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Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung ist es, daß alle vier Räder
des Fahrgestells durch einen Einzelradantrieb antreibbar sind, wobei noch eine andere
Ausgestaltung darin besteht, daß
jedem Rad ein Ölmotor zugeordnet
ist, der von einem auf dem Träger angeordneten Antriebsaggregat bestehend aus einem
Motor und einer durch den Motor angetriebenen Ölpumpe antreibbar ist, wobei durch
stufenlose Regelbarkeit jedes einzelnen Ölmotors eine optimale Ausnützung der Antriebsenergie
unter Anpassung an die jeweiligen Geländeverhältnisse möglich ist.
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Um den Personalaufwand einzuschränken ist es besonders vorteilhaft,
wenn gemäß einer weiteren zweckmäßigen Ausgestaltuii die Ausleger zumindest eines
Räderpaars von einem auf Abweichungei aus der Senkrechten um die in Fahrtrichtung
liegende Längsact)se ansprechenden Fühler derart steuerbar sind, daß das Arbeitsgerät
in eine in Bezug auf diese Längsachse vertikale Arbeitsstellung eingeregelt wird,
wobei vorzugsweise der Fühler ein der Schwerkraft unterworfenes Fühlorgan, insbesondere
ein Pendel aufweist.
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Besonders zweckmäßig ist es im Hinblick auf den Einsatz entweder des
vorderen oder des hinteren Auslegerpaars zur Stützring des Fahrgestells bei der
Überwindung von Hindernissen, wenn gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung
wahlweise das Fühlorgan zur Steuerung des vorderen oder des hinteren Auslegerpaars
einsetzbar ist.
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Noch eine weitere vorteilhafte Ausführungsform besteht darin, daß
die die Bewegung um die horizontale, quer zur Fahrtrichtllng verlaufende Achse zumindest
eines Auslegerpaars steuernden Organe zu einer freien, gegenläufigen Bewegung gekuppelt
sind. Damit können sich die einzelnen Räder je nach Geländeform frei auf Bodenberührung
einstellen, wobei die Räder mit gleichem Druck auf den Boden abgestützt sind. Zweckmäßigerweise
sind diese steuernden Organe Hydraulikzylinder, deren Hydraulikkammern zu einer
freien, gegenläufigen Bewegung verbindbar sind, wobei nach einer besonders vorteilhaften
Weiterbildung diese verbindbaren Hydraulikkammern über ein gemeinsames Ventil zur
Tiefgangregulierung füll- oder entleerbar sind.
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Bei schwerem Boden besteht die Möglichkeit, daß der eigene Antrieb
des Fahrgestells zur Überwindung des Bodenwiderstands nicht ausreicht
Es
ist deshalb zusätzlich die Möglichkeit vorgesehen, das Fahrgestell durch Seilzug
von einer außerhalb des Fahrgestells angeordneten, zur Aufbringung entsprechend
großer Zugkräfte geeigneten Zugvorrichtung aus zu bewegen. Der Angriffspunkt der
Zugkraft am Fahrgestell muß einerseits so angeordnet werden, daß sich das Zugseil
nicht in den Boden eingräbt oder durch Aufliegen auf dem Boden stark verschmutzt,
andererseits muß der Angriffspunkt arn Fahrgestell so tief liegen, daß ein ausreichend
großes Gegendrehmoment zu dem durch den Bodenwiderstand bewirkten, auf das Arbeitsgerät
einwirkenden Drehmoment erzeugt wird, das bestrebt ist, das Arbeitsgerät aus dem
Boden zu drücken. Da erfindungsgemäß alle Räder von Auslegern getragen werden und
daher eine die Räder des vorderen Radpaars verbindende Achse fehlt, steht ausreichend
Platz zur Verfügung, um dieser Forderung nachzukommen. Es besteht zu diesem Zweck
eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung darin, daß am Träger beweglich
ein Zugorgan angelenkt ist, das gegenüber dem Träger durch ein Stellorgan in vertikaler
Richtung in eine gewünschte Höhenlage einstellbar ist.
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Anhand der nun folgenden Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiels der Erfindung wird diese näher erläutert.
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Es zeigt: Fig. 1 eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Fahrgestells
in Transportstellung, ausgerüstet als Kabelpfltg, Fig. 2 eine Seitenansicht des
in Fig. 1 gezeigten Fahrgestells in einer möglis n Arbeitsstellung, Fig. 3 eine
Draufsicht auf das Fahrgestell nach Fig. 2 Fig. 4 ein erstes Detail der Hydraulikanlage
als Schaltbild und Fig. 5 eine zweites Detail hierzu.
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Das erfindungsgemäße Fahrgestell besteht aus einem zentralen Träger
10, der rahmen- oder kastenartig aufgebaut sein kann und der die nachfolgend noch
erläuterten Antriebs- und Steuerorgane, das durch das Fahrgestell zu tragende Arbeitsgerät
und gegebenenfalls einen Sitz oder Steuerstand für eine Bedienungsperson aufnimmt.
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An diesem Träger 10 sind über vordere Ausleger 12a und 12b und hintere
Ausleger 14a und 14b jeweils ein vorderes Räderpaar 16a und 16b bzw. ein hinteres
Räderpaar 18a und 18b verstellbar angeschlossen. Aus Gründen der Übersichtlichkeit
ist die zeichnerische Darstellung etwas vereinfacht, weshalb die Auslgerkonstruktion
und die Art der Radsteuerung nur anhand des vorderen, linken Rads 16a erläutert
werden.
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Der Ausleger 12a besteht aus einem durch seitliche Wangen 20 verstärkten
Kastenprofil, das um eine vertikale Achse und um eine horizontale Achse verschwenkbar
am Träger 10 angeschlossen ist.
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Hierzu ist am Träger eine um die vertikale Achse drehbare Säule 22
gelagert, die an ihrem oberen und unteren Ende jeweils mit Lageraugen 24 bzw. 26
versehen ist, in denen um horizontale Achsen verschwenkbar ein Lenker 28 und der
Ausleger 12a gelagert sind, die an ihrem anderen Ende durch den Lenker 28 und den
Ausleger 12a parallelogrammartig parallel zur Säule 22 geführt eine Vertikale verbindung
30 tragen, an die sie in Gelenkpunkten 32 und 34 um horizontale Achsen verschwenkbar
angeschlossen sind. Die Vertikalverbindung 30 ist mit einem horizontal nach außen
ragenden Radlagerarm 36 versehen, auf dem um eine vertikale Achse 38 verschwenkbar
das Rad 16a gelagert ist. In Bezug auf diese letzten nnte Vertikalachse 38 ist drehfest
mit dem Rad ein Lenkhebel 40 verbunden, an dessen innerem Ende eine Steuerstange
42 um einen Gelenkpunkt 44 beweglich angreift, die mittels eines am Iräger 10 drehbar
gelagerten Steuerrads 46 im wesentlichen in LingsricEItur verstellbar ist und damit
durch Verschwenken des Lenkiebels 40 das Rad 16a aus seiner neutralen, in Längsrichtuny
des Fclhrgestells weisenden Laufrichtung auslenken kann. Damit die Verstellung des
Auslegers 12a die Laufrichtung des Rads 16a nicht br.einflüssen kann, ist die Steuerstange
bei neutraler Radstellung parallel zum Ausleger 12a angeordnet und weist die gleiche
Länge auf.
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Mit der Säule 22 ist ein Radialhebel 48 drehfest verbunden, an dessen
äußerem Ende die Kolbenstange 50 eines Hydraulikzylinders 52a angreift, der am Träger
10 gelagert ist und der der Verstellung
des Auslegers 12a um die
vertikale Achse der Säule 22 dient. Ein ebenfalls am Träger 10 befestigter Hydraulikzylinder
54a dient der Bewegung des Auslegers 12a um die horizontale Achse des Lagerauges
26. Dem Ausleger 12b sind entsprechende Hydraulik2ylinder 52b bzw. 54b zugeordnet.
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Zwischen beiden Auslegern 12a und 12b ist am Träger bei 56 gelenkig
eine Deichsel 58 angeschlossen, die an ihrem vorderen Ende zugleich eine Anhängeöse
60, wie auch eine um eine vertikale Achse drehbare Umlenkrolle 62 trägt. Es kann
somit an der Deichsel 58 entweder durch einfachen Seilzug oderüber die Umlenkrolle
durch doppelten Seilzug und damit mit doppelter Kraftwirkung eine Zugkraft ausüben.
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Durch einen Hydraulikzylinder 64, der einerseits am Träger -10, andererseits
an der Deichsel 58 angreift, kann die Deichsel gehoben oder gesenkt werden, um den
Angriffspunkt der Zugkraft; je nach den Geländeverhältnissen, vorzugsweise so tief
wie möglich, anzuordnen.
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Die hinteren Ausleger 14a und 14b sind in entsprechender Weise an
um vertikale Achsen drehbaren Säulen angeschlossen, wobei in den Fig. 1 und 2 die
Säule 66a für den linken hinteren Ausleger 14a zu sehen ist, an der der Ausleger
14a mittels des Laerauyes 68 um eine horizontale Achse verschwenkbar angelenlct
ist. Ein Lenker 70 ergänzt das Auslegerparallelogramm, wie dies nezeits für den
vorderen Ausleger 12a beschrieben wurde. Da die Finterräder beim gezeigten Beispiel
nicht lenkbar sind, obwolil dies in gleicher Weise wie für die Vorderräder möglich
ist, um das Fahrgestell unter besonders schwierigen Verhältnissen pnrllel zu sich
selbst seitlich zu versetzen, sind für die hinteren Ausleger bzw. die von ihnen
getragenen Räder 18a und 18b keine Steuerstangen vorhanden.
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Oberhalb der Säule 66a ist ebenfalls um eine vertikale Achse drehbar
am Träger 10 eine weitere Säule 72 gelagert, an der um eine horizontale Achse verschwenkbar
in einem Lagerauge 74 ein Stützarm
76a für eine Kabeltrommel 78
gelagert ist, der mittels eines Hydraulikzylinders 80 heb- und Senkbar ist, der
einerseits am Stützarm 76a, andererseits an der Säule 72 angreift. Neben diesem
linken Stützarm 76a ist auch ein rechter Stützarm 76b vorgesehen, der ebenfalls
mittels eines Hydraulikzylinders heb- und senkbar und um eine vertikale Achse drehbar
ist, damit z. B. beim Transport die Stützarme 76a und 76b gegeneinander geschwenkt
und im übrigen den Kabeltrommeln angepaßt werden können.
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Sowohl der Säule 66a, wie auch der Säule 72 - und entsprechend auch
den rechten Säulen - ist jeweils ein Hydraulikzylinder 82 bzw. 84 zugeordnet, der
einerseits am Träger 10, andererseits an einem mit der zugeordneten Säule verbundenen
Radialarm angreift, um dadurch die Säule verschwenken zu können.
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Das als Arbeitsgerät dienende Schwert 86 zum Einbringen eines auf
der Kabeltrommel 78 aufgespulten Kabels in das Erdreich kann beispielsweise entsprechend
der Patentanmeldung P 25 29 255.7 ausgebildet sein und ist mittels eines Paars Hydraulikzylinder
88a und 88b heb- und senkbar. in einer am Träger 10 ausgebildeten Führung angeordnet.
Die Anordnung ist dabei derart getroffen, daß sich bei nach vorn geschwenkten Hinterrädern
18a und 18b (Fig. 3) die Schwertspitze 90 in einer etwa durch die Radaufstand:i;sunkte
gehenden, quer zur Fahrtrichtung verlaufenden Vertikalebene liegt.
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Damit wird erreicht, daß die Schwertspitze in einem annähernd gleichen
Abstand von der Geländeoberfläche geführt und damit die Arbeitstiefe des Geräts
konstant gehalten wird, ohne d in der Regel hierfür besondere, zusätzliche Steuerungsmaßnahmen
erforderlich sind.
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Auf dem Träger 10 ist ein Motor, vorzugsweise ein Verbrennungsmotor
92 angeordnet, der eine Ölpumpe 94 treibt. Diese versorgt ihrerseits in den Rädern
16a, 16b, 18a und 18b angeordnete Ölmotoren über jedem Ölmotor zugeordnete Steuerventile;
von den Ölmotoren ist beispielsweise der im Rad 16b angeordnete Ölmotor 96 schematisch
dargestellt (Fig. 2).
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Durch den Motor 92 wird außerdem zur Versorgung der hydraulischen
Steuerung eine Nullhubpumpe 100 angetrieben, die das Steuerungssystem aus einem
Ölreservoir 102 mit Drucköl versorgt (Fig. 4).
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Die Druckölversorgungsleitung ist in den Fig. 4 und 5 mit P bezeichnet,
die der Ölrückführung in das Reservoir 102 dienende Rücklaufleitung mit R. Der bessere.
Übersicht wegen ist das Schaltbild in zwei Teile aufgeteilt, die Verbindungsstellen
zwischen dem in Fig. 4 und dem in Fig. 5 gezeigten Teilstück sind in beicien Fig.
gleich mit A, B, C und D gekennzeichnet. Hydraulikeinrichtungen, die nicht unmittelbar
mit der Steuerung des Fahrgestells bzw.
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der Räder, der Einstellung der Ausleger und der Zugvorrichtung zu
tun haben, sind nicht näher dargestellt, ihre Betätigung erfolgt sinngemäß in gleicher
Weise und ohne Schwierigkeiten für den Fachmann. Dies gilt inbesondere für die Stützarme
der Kabeltrommel und für das Schwert und seine Hilfseinrichtungen.
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Für die wunschgemäße Betätigung der einzelnen Betätigungs7yllnrjer
sind Steuerventile vorgesehen, die eine neutrale Mittelstellung aufweisen, in welcher
die Hydraulikzylinder von der Druckölleitung und der Rücklaufleitung R getrennt
sind. Diese VetilsleJ ;ng ist in der Zeichnung dargestellt. Aus dieser neutralen
Stellung könrler die Ventile in zwei verschiedene Betriebsstellungen beqrgL wel-ler,
in denen sie entweder die eine oder die andere Seite rer Hydraulikkolben in den
Hydraulikzylindern mit Drucköl beaufschlagen, während zugleich die jeweils andere
Kolbenseite mit der Rücklaufi<'itung verbunden ist.
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Wie die Fig. 4 zeigt, ist der zum Heben und Senken des liiken.
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vorderen Auslegers 12a dienende Hydraulikzylinder 54a unabgängig vom
entsprechenden Hydraulikzylinder 54b zum Heben urlc Senken des rechten vorderen
Auslegers 12b betätigbar. Gleichermaßen @@nd die hinteren Ausleger 14a und 14b unabhängig
über Hydiauiikzylind.
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104a bzw. 104b heb- und senkbar, so daß der Träger 10 in beliebige.
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Weise gegenüber dem Gelände geneigt bzw. gekippt werden kann, um dadurch
auch bei schwieriger und äußerst unebener Geländeoberfläche das Schwert parallel
zu sich selbst führen zu können.
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Zur willkürlichen Betätigung dre Hydraulikzylinder 54a und 54b dienen
Steuerventile 106a bzw. 106b, zur willkürlichen Betätigung der Hydraulikzylinder
104a und 104b Steuerventile 108a bzw. 108b.
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Neben der willkürlichen Betätigung dieser dem Heben- und Senken der
vier Ausleger dienenden Hydraulikzylinder ist eine automatische Betätigung vorgesehen,
die auf Wunsch zugeschaltet werden kann und die geeignet ist, den Träger 10 stets
in horizontaler Lage in Bezug auf eine in Fahrgestelllängsrichtung verlaufende Horizontalachse
zu halten, um dadurch ein seitliches Kippen des Schwerts zu verhindern und die Bedienungsperson
zu entlasten. Diese autometische Einrichtung ist insgesamt mit 110 gekennzeichnet
und in Fig. 4 dargestellt. Ihre Ölversorgung kann durch ein Ventil 112 unterbrochen
werden, um sie außer Betrieb zu setzen, es kann aber auch ein zur Steuerung der
Automatik dienendes Pendel 114 blockiert werden.
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Dem Pendel 114 sind Stoßdämpfer 116a und 116b zugeordnet im den Pendelausschlag
zu beruhigen und Schwingungen aufgrund von Erschütterungen zu unterdrücken. Bei
einem Ausschlag nacli links oder rechts wirkt das Pendel 114 auf ein linkes und
rechtes Cejerventil 118a bzw. 118b derart ein, daß ein ölhydraulisch betätigbares
Arbeitsventil 119 aus seiner neutralen Mittelstellung naii links oder rechts ausgelenkt
wird und damit eine von zwei Steuerleitungen 120 bzw. 22 mit Druck beaufschlagt,
die andere dagegen rlwit der Rücklaufleitung R verbunden wird. Die Leitungen 120
ur t22 ind über ein Umschaltventil 123 geführt, durch das sie entweder an weiterführende
Leitungen 120' und 122' bzw. 120" und 122 angeschlossen werden können. Die Leitungen
120' und 122' F@@@@@@@@@ Cen Steuerleitungen der vorderen Hydraulikzylinder 54a
und 5ab, die Leitungen 120" und 122" entsprechend zu den hinteren ili/draulikzylindern
104a und 104b. Nachfolgend wird die Wirkungsweise nur für die vorderen Hydraulikzylinder
54a und 54b erläutert, da sie für die Zylinder 104a und 104b sinngemäß gleich ist.
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Wie erwähnt wurde, sind die Zylinder 54a und 54b jeweils doppeltwirkend,
so daß die Zylinderkaminern beiderseits der Kolben entweder
an
die Druckölleitung P oder die Rücklaufleitung R angeschlossen werden können und
umgekehrt. Die der Druckölzufuhr des linken Zylinders 54a beim Heben dienende Leitung
ist mit hl, die der Druckölzufuhr beim Senken dienende Leitung mit sl bezeichnet.
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Sinngemäß ist die der Druckölzufuhr beim Heben dienenden Anschlußleitung
des rechten Zylinders 54b mit hr, die andere Leitung mit sr bezeichnet.
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Stellt die Automatik durch Pendelausschlag fest, daß sich der Träger
10 nach links neigt, muß die linke Seite angehoben, die rechte Seite dagegen gesenkt
werden. Es wird deshalb das Arbeitsventil 119 in Fig. 4 nach links gedrückt und
dadurch die Druckölleitung P mit der Leitung 120 verbunden, während die Leitung
122 mit der Rücklaufleitung R verbunden wird. Dadurch gelangt Lrucköl in die Leitung
sl und in die Leitung hr, während die Leitur,(en hl und sr an die Rücklaufleitung
angeschlossen sind. Somit klebt der linke Zylinder 54a den Träger 10 durch Absenken
des linker Auslegers 12a links an, während der rechte Zylinder 54b slurch Anheben
des rechten Auslegers 12b die rechte Seite des ii:;;gers 10 absenkt. Bei einem Pendelausschlag
nach der Gegenseite ergibt sich die entgegengesetzte Wirkung. Soll der Ausgleich
dr einen neigung nicht durch das vordere, sondern durch das hintere Auslegerpaar
bewirkt werden, wird das Ventil 123 umgeschaltet.
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Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, ist zwischen den Leitungen sl und
hr wie auch zugleich zwischen den Leitungen hl und sr durch Eindrücken des in seiner
Sperrstellung gezeigten Ventils lê'4 eine Verbindung herstellbar. Das Ventil 124
wird in beiden Betriebsstellungen durch Rasten festgehalten. Diese Verbindung über
das Ventil 124 bewirkt, daß beim Absenken beispielsweise (-les linken Auslegers
12a das aus dem Zylinder 54a verdrängte Öl in cleii rechten Zylinder 54b einströmt,
um dort ein Anheben des rechten Auslegers 12b zu bewirken und umgekehrt, ohne daß
eine Zufuhr aus der Druckölleitung P erfolgt oder Öl in die Rücklaufleitung R abströmt.
Es wird damit ein Druckgleichgewicht im rechten und linken vorderen Zylinder 54a
und 54b aufrechterhalten, das gewährleistet, daß stets beide vorderen Räder 16a
und 16b mit gleichem Raddruck Bodenberührung haben. Die gleiche Anordnung
ist
- wie Fig. 5 zeigt - auch für die hinteren Räder 18a und 18b vorgesehen; wo die
Hydraulikzylinder 104a und 104b über ein Ventil 12G verbin(lar sind.
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Um die vorderen Ausleger 12a und 12b um die vertikalen Achsen zu verschwenken,
dienen die Hydraulikzylinder 52a und 52b, die jeweils durch eines der bereits erläuterten
Ventile mit neutraler Mittellage betätigbar sind. Diese Ventile sind in Fig. 4 mit
128 und 130 bezeichnet. Die entsprechenden Zylinder für die hinteren Ausleger 14a
und 14b sind in Fig. 5 mit 82a und 82b, die eni.-sprechenden Ventile mit 83a bzw.
83b bezeichnet. Um die hinteren Räder 18a und 18b beim Verschwenken der hinteren
Ausleger 14a und 14b um ihre Vertikalachse zu sich selbst parallel zu halten, können
entweder Parallellenker vorgesehen werden, oder es können die Rader selbst an den
vom Träger 10 abgewandten Enden der Ausleger 14a und 14b um vertikale Achsen verschwenkbar
angebracht sein, wobei dann in Fig. 5 gezeigte Hydraulikzylinder 132 und 134 mit
zugeordneten Steuerventilen 136 bzw. 138 zur Einstellung der Räder 18a und r dienen.
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Der zum Heben und Senken der Deichsel 58 dienenden HydralilIkzylinder
64 (Fig. 4) ist über ein weiteres Steuerventil 140 mit (jet- Druccölleitung P bzw.
der Rücklaufleitung R verbunden, wobei zltr besonders genauen Einhaltung der gewählten
Zugpunkteinstellung i die Anschlußleitung der Zylinderkammer 142, die sich beim
Anheben des Zugpunkts entleert, ein steuerbares Rückschlagventii 143 einbezogen
ist, das sich nur öffnet, wenn der anderen Ventilkanlmer 144 Drucköl zugeführt wird.
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Das beschriebene Fahrgestell weist eine bisher nicht gekanni:e Manövrierfähigkeit
auf, es ist auch bei extremen Hanglagen und großer Bodenwelligkeit geeignet, eine
stets gleichbleibende Arbeitstiefe des auf dem Fahrgestell angebrachten Arbeitsgeräts
einzuhalten. Es ermöglicht die Überwindung von Spleißgräben und Bohrschächten, insbesondere
aber auch des Übergangs vom ebenen Gelände zu Böschungen. Da auch die Vorderräder
16a und 16b eng zusammengerückt werden können, kann zudem sehr nahe an Hindernissen
entlang
gearbeitet werden. Dabei können in extremen Fällen die Räder eines Räderpaars auch
vertikal übereinander angeordnet werden.
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Bei einer Leerfahrt, beim Transport und bei mitgeführter Kabel trommel
sind die hinteren Ausleger vorzugsweise nach hinten geschwenkt. Während des Betriebs
wird man dagegen die hinteren Ausleger in die in Fig. 3 unterbrochen dargestellte
Stellung verschwenken, um eine möglichst genaue Einhaltung des gewünschten Tiefgangs
zu ermöglichen.
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Durch die erfinungsgemäße Ausbildung des Fahrgestells ergibt sich
ein erhöhter Bedienungkomfort, der es ermöglicht, das Gerät mit nur einer Bedienungsperson
zu besetzen.