DE2539521B1 - Bohreinheit - Google Patents
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Description
- Die Länge der Seitenschneiden ist auf die Bohrlochtiefe und insbesondere auf die gewünschte Länge der V-förmigen Hinterschneidung des Bohrloches abzustimmen. Durch die im Bereich der Bohrmehlnuten angeordneten Durchbrechungen der Seitenschneiden wird die Bohrmehlabführung von der Bohrerspitze an sichergestellt, ohne daß das seitliche Ausschaben des Bohrloches beeinträchtigt wird. Bei die Schneidkanten kammartig unterbrechenden Einschliffen ergibt sich darüber hinaus der Vorteil, daß die Bohrlochwandung im Bereich der Hinterschneidung aufgerauht und damit die Haltewerte eines durch Einzementieren verankerten Befestigungselementes noch zusätzlich erhöht wird.
- In der Patentzeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
- Die Bohreinheit 1 besteht aus einem mit tiefen, wendelförmigen Bohrmehlnuten 2 ausgestatteten Bohrschaft 3 und einem Bohrblättchen 4 aus Hartmetall, das mit über einen Teil der Länge des Bohrschaftes sich erstreckenden und den Bohrschaft radial überragenden Seitenschneiden 4a versehen ist. Zur Sicherstellung der Bohrmehlabfuhr von der Bohrerspitze an sind die Seitenschneiden 4a im Bereich der Bohrmehlnuten 2 mit die Seitenschneiden kammartig unterbrechenden Einschliffen 5 versehen.
- Um das Schwenken und gleichzeitige Kreisen des Bohrschaftes 3 zur Herstellung der Hinterschneidung 6 des Bohrloches 7 zu ermöglichen, ist der Bohrschaft 3 mit einem verschieb- und über eine Schraube 8 festsetzbaren Anschlagbund 9 versehen, der in einer Mulde 10 einer über den Bohrschaft geschobenen und an der Wandoberfläche aufliegenden Anschlagplatte 11 abstützbar ist. Zur Verbesserung der Gleiteigenschaften des Anschlagbundes 9 in der Mulde 10 ist die in Richtung Wand weisende Stirnseite des Anschlagbundes mit einer der Mulde entsprechenden Abrundung 12 versehen. Zur Erleichterung der Bohrmehlabfuhr aus dem Bohrloch weist der Anschlagbund parallel zu seiner Achsrichtung verlaufende Durchbrechungen 13 auf.
- Als Drehsicherung für die auf der Wandoberfläche aufliegenden Anschlagplatte 11 dienen stiftartige, an der Anschlagplatte angeordnete Vorsprünge 14, die sich durch den beim Abstützen des Anschlagbundes in der Mulde der Platte entstehenden Anpreßdruck in die Wandoberfläche einkrallen. Da beim Bohrbeginn dieser Anpreßdruck fehlt, kann, um das Mitdrehen der Anschlagplatte auch in diesem Stadium zu verhindern, die Platte mit einem seitlich abstehenden Haltegriff 15 versehen sein.
Claims (6)
- Patentansprüche: 1. Bohreinheit, bestehend aus einem einen Anschlagbund aufweisenden Bohrschaft und einem mit dem Bohrschaft verbundenen Bohrblättchen mit Seitenschneiden zur Herstellung einer Hinterschneidung im Bohrloch, dadurch gekennzeichn e t, daß der Anschlagbund (9) in einer Mulde (10) einer über den Bohrschaft (3) geschobenen und an der Wandoberfläche aufliegenden Anschlagplatte (11) zur Bildung eines Schwenklagers abstützbar ist.
- 2. Bohreinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlagbund (9) auf dem Bohrschaft (3) verschieb- und festsetzbar ist.
- 3. Bohreinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlagbund (9) mit parallel zu seiner Achsrichtung verlaufenden Durchbrechungen (13) versehen ist.
- 4. Bohreinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlagplatte mit sich in die Wandoberfläche einkrallenden stiftartigen Vorsprüngen (14) versehen ist.
- 5. Bohreinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlagplatte mit einem seitlich abstehenden Haltegriff (15) versehen ist.
- 6. Bohreinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bohrschaft (3) mit tiefen wendelförmigen Bohrmehlnuten (2) ausgestattet ist, und daß die Seitenschneiden (4a) des Bohrblättchens (4) im Bereich der Bohrmehlnuten mit Einschliffen (5) versehen sind.Die Erfindung betrifft eine Bohreinheit, bestehend aus einem einen Anschlagbund aufweisenden Bohrschaft und einem mit dem Bohrschaft verbundenen Bohrblättchen mit Seitenschneiden zur Herstellung einer Hinterschneidung im Bohrloch.Es ist üblich, das für die Aufnahme eines durch Einzementieren oder Aufspreizen verankerbaren Befestigungselementes vorgesehene Bohrloch in Anpassung an das Befestigungselement zylindrisch herzustellen, obwohl bekannt ist, daß durch hinterschnittene Bohrlöcher bei beiden Befestigungsarten eine erhebliche Erhöhung der Haltewerte erreichbar ist. Der Grund hierfür besteht darin, daß die Herstellung von hinterschnittenen Bohrlöchern erhebliche Probleme schafft und bislang komplizierte Bohrwerkzeuge erforderlich machte.Eine Ausnahme bildet die Bohreinheit aus der DT-OS 23 49 998, deren Bohrschaft mit einem Bund versehen ist, der in und/oder an der Bohrlochmündung zur Bildung eines Schwenklagers abstützbar ist. Durch eine Rührbewegung während des Bohrvorganges ist aufgrund dieser Ausgestaltung eine Hinterschneidung des Bohrloches herstellbar.Diese Bohreinheit ist allerdings nur für harte Werkstoffe verwendbar. Bei weichen Werkstoffen reicht nämlich die Festigkeit dieser Stoffe nicht aus, um die bei der Rührbewegung auftretenden Kräfte im Bereich der Bohrlochmündung aufzunehmen. Die Bohrlochmündung wird somit aufgeweitet bzw. bricht aus, so daß die zur Bildung des Schwenklagers erforderliche Abstützung des Bundes im Bereich der Bohrlochmündung nicht mehr möglich ist.Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Bohreinheit zu schaffen, die auch in weichen und porösen Werkstoffen wie Gips, Gasbeton od. dgl. die Herstellung hinterschnittener Bohrlöcher ermöglicht.Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß der Anschlagbund in einer Mulde einer über den Bohrschaft geschobenen und an der Wandoberfläche aufliegenden Anschlagplatte zur Bildung eines Schwenklagers abstützbar ist.Durch die vorzugsweise aus gehärtetem Stahl bestehende Anschlagplatte wird der beim Bohr- und Rührvorgang entstehende Anpreßdruck aufgenommen und durch die großflächige Auflage der Platte an der Wandoberfläche derart reduziert, daß auch bei sehr weichen Werkstoffen wie Gips und Gasbeton keine Zerstörung der Bohrlochmündung eintritt. Damit ist ein Bohrloch herstellbar, das eine von der Bohrlochmündung ausgehende, gleichmäßig zum Bohrlochgrund hin ansteigende, im Querschnitt V-förmige Hinterschneidung aufweist.Durch diese Bohrlochausbildung ist insbesondere bei einzementierten Befestigungselementen eine erhebliche Steigerung der Haltewerte erzielbar, so daß nunmehr auch an Gips- und Gasbetonwänden schwere Gegenstände wie Hängeschränke u. dgl. befestigbar sind.In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann der Anschlagbund auf dem Bohrschaft verschieb- und festsetzbar sein. Damit ist es möglich, unter bestmöglieher Ausnutzung der Hebelverhältnisse einen Bohrschaft für verschiedene Bohrlochtiefen zu verwenden.In einer weiteren Ergänzung der Erfindung kann der Anschlagbund mit parallel zu seiner Achsrichtung verlaufenden Durchbrechungen versehen sein. Diese Durchbrechungen dienen zur Bohrmehlabfuhr.Schließlich kann in einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung die Anschlagplatte mit sich in die Wandoberfläche einkrallenden stiftartigen Vorsprüngen versehen sein. Durch diese Vorsprünge wird das Mitdrehen der Anschlagplatte beim Bohrvorgang verhindert.Schließlich kann die Anschlagplatte mit einem seitlich abstehenden Haltegriff versehen sein. Die Drehsicherung durch die stiftartigen Vorsprünge wird erst wirksam, wenn die Platte mit dem Anschlagbund gegen die Wandoberfläche gedrückt wird. Der Haltegriff dient dazu, auch bei Bohrbeginn das Mitdrehen der Anschlagplatte zu verhindern.Schließlich kann bei einer einen Anschlagbund aufweisenden Bohreinheit, bestehend aus einem Bohrschaft und einem mit dem Bohrschaft verbundenen Bohrblättchen mit Seitenschneiden zur Herstellung einer Hinterschneidung im Bohrloch, wobei der Bohrschaft vorzugsweise in einer Mulde einer über den Bohrschaft geschobenen und an der Wandoberfläche aufliegenden Platte zur Bildung eines Schwenklagers abstützbar ist, der Bohrschaft mit tiefen, wendelförmigen Bohrmehlnuten ausgestattet, und die Seitenschneiden des Bohrblättchens im Bereich der Bohrmehlnuten mit Durchbrechungen versehen sein.
Priority Applications (36)
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (3)
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| DE2539521A1 DE2539521A1 (de) | 1976-09-23 |
| DE2539521C2 DE2539521C2 (de) | 1977-05-05 |
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE2657000A1 (de) * | 1976-12-16 | 1978-06-22 | Fischer Artur Dr H C | Bohreinheit zur herstellung von eine hinterschneidung aufweisenden bohrloechern |
| DE3015999A1 (de) * | 1980-04-25 | 1981-11-05 | Artur Dr.H.C. 7244 Waldachtal Fischer | Zur herstellung von bohrloechern bestimmte bohreinheit |
| EP0044386A1 (de) * | 1980-07-19 | 1982-01-27 | Fischerwerke Arthur Fischer GmbH & Co. KG | Bohrvorrichtung zur Herstellung von Bohrlöchern mit Hinterschneidung |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2657000A1 (de) * | 1976-12-16 | 1978-06-22 | Fischer Artur Dr H C | Bohreinheit zur herstellung von eine hinterschneidung aufweisenden bohrloechern |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| SU656483A3 (ru) | 1979-04-05 |
| ZA765309B (en) | 1977-08-31 |
| DE2539521A1 (de) | 1976-09-23 |
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