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DE2522324A1 - Verfahren und vorrichtungen zum materialaustausch in gas/fluessigkeits- systemen im gegenstrom - Google Patents

Verfahren und vorrichtungen zum materialaustausch in gas/fluessigkeits- systemen im gegenstrom

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Publication number
DE2522324A1
DE2522324A1 DE19752522324 DE2522324A DE2522324A1 DE 2522324 A1 DE2522324 A1 DE 2522324A1 DE 19752522324 DE19752522324 DE 19752522324 DE 2522324 A DE2522324 A DE 2522324A DE 2522324 A1 DE2522324 A1 DE 2522324A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
liquid
gas
stage
countercurrent
gases
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE19752522324
Other languages
English (en)
Inventor
Adam Dipl Ing Dr Balazs
Laszlo Beres Dipl Ing Deak
Gyula Dipl Ing Gesztesi
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KOOLAJ GAZIPARI TERVEZO
OGIL KOEOLAJ ES FOELDGAZBANYAS
Original Assignee
KOOLAJ GAZIPARI TERVEZO
OGIL KOEOLAJ ES FOELDGAZBANYAS
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by KOOLAJ GAZIPARI TERVEZO, OGIL KOEOLAJ ES FOELDGAZBANYAS filed Critical KOOLAJ GAZIPARI TERVEZO
Priority to DE19752522324 priority Critical patent/DE2522324A1/de
Publication of DE2522324A1 publication Critical patent/DE2522324A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D19/00Degasification of liquids
    • B01D19/0005Degasification of liquids with one or more auxiliary substances
    • B01D19/001Degasification of liquids with one or more auxiliary substances by bubbling steam through the liquid
    • B01D19/0015Degasification of liquids with one or more auxiliary substances by bubbling steam through the liquid in contact columns containing plates, grids or other filling elements
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D53/00Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
    • B01D53/14Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols by absorption
    • B01D53/18Absorbing units; Liquid distributors therefor

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)

Description

  • B e s c h r e i b u n g zur Patentanmeldung Verfahren und Vorrichtungen zum Materialaustausch in Gas/Flüssirkeits-Systemen im Geg,enstrom Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Materialaustausch in Gas/Flüssigkeits-Systemen im Gegenstrom, insbesondere zum Austreiben von Gasen aus Flüssigkeiten (Desorption) beziehungsweise zur Absorption von Gasen in Flüssigkeiten, sowie Vorrichtungen zur Durchführung dieses Verfahrens.
  • Bei diesem bewegt sich die Flüssigkeit von der Flüssigkeitsaustrittsstelle der ersten Stufe zur Flüssigkeitsaustrittsstelle der n-ten Stufe (n>= 2) durch die Wirkung der Schwerkraft.
  • Die Absorption und Desorption von Gasen ist bei zahlreichen technischen beziehungsweise industriellen Verfahren beziehungsweise Vorgängen notwendig. In den meisten Fällen werden dazu mit einem integral wirkenden Materialaustauschmechanismus arbeitende Bodentürme beziehungsweise Tellertürme oder mit einem differential wirkenden Materialaustauschmechanismus arbeitende Füllkörpertürme verwendet.
  • Diese haben die vorteilhafte Eigenschaft, bei der Berührung von Flüssigkeit und Gas die Anwendung des Gegenstromprinzips in mehreren Stufen zu ermöglichen. Sie haben jedoch den Nachteil, daß zur Erzielung einer entsprechenden Strömung von Flüssigkeit und Gas (Flüssigkeit und Gas werden im folgenden mit dem Sammelnamen Fluid bezeichnet) zur Erreichung des erforderlichen Wirkungsgrades beim Materialaustausch für jedes Fluid getrennt eine auf einer Dreh- oder Kolbenbewegung beruhende Fördervorrichtung (wie Pumpe, Kompressor beziehungsweise Ventilator) betrieben werden muß.
  • Bei einer anderen Art von bekannten Vorrichtungen wird nur für das eine Fluid, das Primärfluid (Flüssigkeit oder Gas), eine Fördervorrichtung mit beweglichen Teilen verwendet, während zur Förderung des zweiten, des sogenannten Sekundärfluides, eine Strahlpumpe, welche die kinetische Energie des Primärfluides zu Druckenergie umsetzt und dadurch das Sekundärfluid in Strömung hält, benutzt wird.
  • Solche Absorbier- beziehungsweise Desorbiervorrichtungen sind zum Beispiel die nach dem Venturiprinzip arbeitenden Wäscher, bei denen die kinetische Energie des mit großer Geschwindigkeit strömenden Gases die zur Förderung der Flüssigkeit notwendige Energie liefert, oder die sogenannten Düsenwäscher, bei denen die kinetische Energie des mit einer Pumpe geförderten Flüssigkeitsstromes die zum Strömen des Gases notwendige Energie liefert (J. E. Perry: Vegyeszmernökök kezikönyve E= Handbuch für Chemieingenieure3, Kapital 18; Müszaki könyvkiadó, Budapest, 1969; V. M. Ramm: AbszorpciJa gasow, Gl. VIII, Izd. Himija, Moskau, 1966 und L. S. Harris, G. R. Raun: Chemical Engineering, Progress.
  • Vol. 60, £i964#, No. 5, 100).
  • Der gemeinsame Vorteil dieser zum Materialaustausch zwischen Gas und Flüssigkeit dienenden mit Strahlpumpen arbeitenden Vorrichtungen besteht in ihrer einfachen Konstruktion, da nur für ein Fluid ein die Strömung hervorrufendes Element mit beweglichen Teilen gebraucht wird. Diese mit Strahlpumpen arbeitenden bekannten Vorrichtungen haben jedoch den Nachteil, daß mit ihnen ein Materialaustausch im Gegenstrom, zumal mehrstufig, nicht durchgeführt werden kann und daher ihr Anwendungsgebiet recht beschränkt ist.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Materialaustausch in Gas/Flüssigkeits-Systemen, bei welchem unter Behebung der Nachteile des Standes der Technik die Berührung zwischen dem Gas und der Flüssigkeit zwei- oder mehrstufig im Gegenstrom mit der Maßgabe vor sich geht, daß die zum Bewegen des Gases notwendige Energie von der in Druokenergie umgewandelten kinetischen Energie der strömenden Flüssigkeit geliefert wird, sowie Vorrichtungen zur Durch führung desselben zu schaffen.
  • Gegenstand der Erfindung ist daher ein Verfahren zum Materialaustausch in Gas/Flüssigkeits-Systemen im Gegenstrom durch Strömenlassen der Flüssigkeit von der Flüssigkeitsaustrittsstelle der ersten Stufe des Gegenstromsystemes zur Flüssigkeitsaustrittsstelle der n-ten Stufe (n >= 2) des Gegenstromsystemes durch die Wirkung der Schwerkraft, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß durch Umwandlung der kinetischen Energie des in die erste Stufe des Gegenstromsystemes eintretenden Flüssigkeitsstromes beziehungsweise eines in die letzte Stufe des Gegenstromsystemes eintretenden Flüssigkeitsstromes in Druckenergie an der Gasaustrittsstelle der zweiten Stufe des Gegenstromsystemes ein Vakuum beziehungsweise ein Unterdruck erzeugt wird, durch das beziehungsweise den das Gas von der Gaseintrittsstelle der n-ten Stufe bis zur Gasaustrittsstelle der zweiten beziehungsweise ersten Stufe bewegt wird.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Vakuum an der Gasaustrittsstelle der zweiten Stufe durch Strömenlassen des in die erste Stufe eintretenden Flüssigkeitsstromes als verengter Strahl erzeugt. Zweckmäßigerweise wird hierfür eine Strahlpumpe verwendet. Durch diese wird das mit der Flüssigkeit in Berührung zu bringende Gas von der Gasaustrittsstelle der zweiten Stufe des Gegenstromsystemes angesaugt. In der Strahlpumpe erfolgt die innige Berührung der in das System eintretenden Flüssigkeit mit dem aus der zweiten Stufe des Gegenstromsystemes austretenden Gas und danach wird das Gas/Flüssigkeits-Gemisch wieder getrennt. Dieses Inberührungbringen und Trennen ist die erste Stufe des Gegenstromsystemes. Das durch die Strahlpumpe hervorgerufene Vakuum bewegt den Gasstrom in den Räumen vor der Strahlpumpe von der Gaseintrittsstelle der n-ten Stufe (n>= 2) des Gegenstromsystemes zur Gasaustrittsstelle der zweiten Stufe des Gegenstromsystemes, während die aus der ersten Stufe des Gegenstromsystemes austretende Flüssigkeit bis zur Austrittsstelle der Flüssigkeit in der n-ten Stufe durch die Wirkung der Schwerkraft strömt.
  • Nach einer besonderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Geschwindigkeit eines 5 bis 20% der aus der n-ten Stufe austretenden Flüssigkeitsmenge betragenden Teilstromes erhöht, die kinetische Energie dieses Teilstromes in Druckenergie umgewandelt, mit dem in Berührung zu bringenden Gas an der Gaseintrittsstelle der n-ten Stufe ein Überdruck erzeugt und durch diesen Überdruck das Gas bis zur Gasaustrittsstelle der ersten Stufe befördert.
  • Gegenstand der Erfindung ist auch eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, welche durch einen in Teilräume unterteilten aufrechten zylinderförmigen Behälter, einen an dessen unteren Teilraum angeschlossenen Gaseinsaugstutzen einer Strahlpumpe, deren Ausflußstutzen mit einem Scheider, der mit einem unteren Flüssigkeitsraum beziehungsweise unteren Flüssigkeitsräumen mittels eines Syphonüberlaufes beziehungsweise Syphonüberläufe in Verbindung steht, verbunden ist, sowie ein oder mehr Elemente zum Inberührungbringen und Trennen von Flüssigkeiten und Gasen im Gegenstrom, unter welchem beziehungsweise welchen der Eintrittastutzen-eines Gaseinsaugrohres angebracht ist, gekennzeichnet ist.
  • Die Elemente zum Inberührungbringen und Trennen von Flüssigkeiten und Gasen können solche mit einem integralen Materialaustauschmechanismus und/oder solche mit einem differentialen Materialaustauschmechanismus sein. Dabei weist die erfindungsgemäße Vorrichtung nach einer bevorzugten Ausführungsform als Element zum Inberührungbringen von Flüssigkeiten und Gasen eine im unteren Drittel des unteren Flüssigkeitsraumes des zylinderförmigen Behälters waagerecht angeordnete durchlöcherte Platte beziehungsweise Siebplatte auf. Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform hat sie als Elemente zum Inberührungbringen und Trennen von Flüssigkeiten im unteren Teilraum des zylinderförmigen Behälters ein oder mehr Siebböden und Überläufe, wobei die Eintrittsöffnung des Gaseinsaugrohres unter dem Siebboden beziehungsweise dem unteren Siebboden, jedoch über dem Flüssigkeitspiegel des Flüssigkeitssammelraumes ist.
  • Ferner ist Gegenstand der Erfindung eine weitere Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, welche durch einen aufrechten zylinderförmigen Behälter mit einem oben befindlichen Scheider und unten befindlichen Flüssigkeitssammelraum zwischen welchen Elemente zum Inberührungbringen und Trennen von Flüssigkeiten und Gasen im Gegenstrom mit einem integralen Materialaustausch angeordnet sind, sowie eine Gas fördernde Strahlpumpe, deren Druckrohr in den Gasraum über dem Flüssigkeitssammelraum reicht, gekennzeichnet ist. Nach einer bevorzugten Ausführungsform derselben sind zwischen dem Scheider und dem Flüssigkeitssammelraum Elemente zum Inberührungbringen und Trennen von Flüssigkeiten und Gasen mit einem differentialen Materialaustausch und über diesen im Scheider ein Flüssigkeitsverteiler angeordnet.
  • Die Erfindung wird an Hand der folgenden beispielhaften ausführlichen Darlegungen in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.
  • Hierbei sind: Figur 1 eine zweistufige Vorrichtung nach einer erfindungsgemäßen Ausfuhrungsform mit einem integralen Austauschmechanismus, Figur 2 eine ähnliche Vorrichtung wie die der Figur 1 mit mehr als zwei Stufen und Figur 3 eine Vorrichtung nach einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform.
  • Bei der Vorrichtung nach der Figur 1 geht der Materialaustausch zwischen dem Gas und der Flüssigkeit in einem in mehrere Räume unterteilten aufrechten zylinderförmigen Behälter 1 vor sich. Die strömende Flüssigkeit tritt durch eine Düse 2 und das Gas durch einen einen großen Querschnitt aufweisenden Gaseinsaugstutzen 3 in eine Strahlpumpe 4, wo die innige Berührung zwischen dem Gas und der Flüssigkeit stattfindet, ein. Das aus der Strahlpumpe 4 austretende Flüssigkeits/Gas-Gemisch wird in einem Scheider 5 getrennt. Der in der Strahlpumpe 4 und dem Scheider 5 vor sich gehende Vorgang ist die erste Stufe des Gegenstromsystemes. Aus der ersten Stufe tritt das Gas durch einen Tropfenabscheider 6 und einen Stutzen 7 hindurch aus dem System aus, während die Flüssigkeit durch einen Syphonüberlauf 8 ln den unteren Flüssigkeitsraum 9 des Behälters 1 fließt. Im unteren Drittel des unteren Flüssigkeitsraumes 9 befindet sich waagerecht angeordnet eine durchlöcherte Platte beziehungsweise Siebplatte 12. Unterhalb der durchlöcherten Platte beziehungsweise Siebplatte 12 mündet der Zuleitungsstutzen eines Gaseinsaugrohres 11 in den Behälter 1. Die Strahlpumpe 4 erzeugt durch den Gaseinsaugstutzen 3 im unteren Teilraum 10 der Vorrichtung ein Vakuum und durch die Wirkung dieses Vakuums strömt Gas in Form von Blasen durch das Gaseinsaugrohr 11 und die durchlöcherte Platte beziehungsweise Siebplatte 12 sowie anschließend durch die im unteren Flüssigkeitsraum 9 befindliche Flüssigkeit. Bei diesem Vorgang geht im unteren Flüssigkeitsraum 9 die zweite Stufe des Inberührungbringens im Gegenstrom vor sich. Aus dem unteren Flüssigkeitsraum 9 tritt die Flüssigkeit über die Überlaufplatte 13 in den Flüssigkeitssammelraum 14, von wo sie durch den Rohrstutzen 15 aus dem System abgezogen oder abgelassen werden kann.
  • In der Figur 2 ist eine Vorrichtung mit mehr als zwei Stufen, bei welcher in jeder Stufe der Materialaustausch gemäß dem integralen Mechanismus vor sich geht. Bei der in der Figur 2 dargestellten Vorrichtung entsprechen die Bauteile 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 10, 11, 14 und 15 im Aufbau und in der Funktion den bereits bei der Beschreibung der Figur 1 erläuterten Elementen. Die durch den Syphonüberlauf 8 hinunterfließende Flüssigkeit gelangt auf untereinander angebrachte Siebböden 16 und strömt über mit Flüssigkeit abgeschlossene Überläufe 17 von Siebboden 16 zu Siebboden 16 nach unten, während das Gas durch die Wirkung des im unteren Teil 10 des Behälters 1 erzeugten Vakuums durch die Löcher der Siebböden 16 von Siebboden 16 zu Siebboden 16 nach oben strömt. Die Zahl der Stufen ist durch den Gasströmungswiderstand der Siebböden 16 und die Größe des erzeugbaren Vakuums begrenzt. Wenn zwei Stufen benötigt werden, dann ist die Verwendung von einem Siebboden ausreichend. An Stelle von Siebböden können auch Glockenböden oder sonstige für den integralen Materialaustauschmechanismus geeignete Bauelemente verwendet werden.
  • Bei einer Variante der Vorrichtung nach Figur 2 werden an Stelle der Siebböden 16 und Überläufe 17 für den differentialen Materialaustauschmechanismus geeignete Bauelemente, zum Beispiel Füllkörper, verwendet.
  • Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird wie bereits erwähnt die Strömungsenergie des Gases in der Weise gewonnen, daß die kinetische Energie der aus der in Bezug auf die Flüssigkeit letzten, das heißt n-ten Stufe des Gegenstromsystemes austretenden Flüssigkeit in Druckenergie umgewandelt wird. Zu diesem Zweck wird die aus der n-ten Stufe austretende Flüssigkeit mittels einer Pumpe an den Ort ihrer Verwendung gefördert, wobei aber aus der Druckleitung der Pumpe ein Teilstrom von etwa 5 bis 20% der Flüssigkeit zu einer Strahlpumpe geführt wird, welche die kinetische Energie der Flüssigkeit in Druckenergie umwandelt und dadurch die Energie liefert, welche das Gas braucht, um durch das System zu strömen. Eine zur Durchführung dieser Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignete Vorrichtung ist in der Figur 3 dargestellt, wobei die Bauteile 1, 5, 6, 7, 14, 15, 16 und 17 die gleichen wie die in den Figuren 1 und 2 sind.
  • Die Flüssigkeit wird durch einen von Flüssigkeit abgeschlossenen Eintritt 18 auf den im Scheider 5 angeordneten obersten Siebboden 16 geleitet, fließt dann durch die Überläufe 17 von Siebboden 16 zu Siebboden 16 nach unten und sammelt sich im Flüssigkeitssammelraum 14. Die Strömungsenergie der aus dem Flüssigkeitssammelraum 14 durch den Stutzen 15 abgesaugten Flüssigkeit wird mit einer Pumpe 19 noch gesteigert. Aus der Druckleitung der Pumpe 19 wird ein 5 bis 20% der Flüssigkeit betragender Teilstrom durch eine Strahlpumpe 20 in den Flüssigkeitssammelraum 14 zurückgeführt. Die Strahlpumpe 20 saugt durch ein Gaseinsaugrohr 21 Gas an, welches im Gasraum über dem Flüssigkeitssammelraum 14 von der Flüssigkeit abgetrennt wird, wodurch im Gasraum über dem Flüssigkeitssammelraum 14 ein Überdruck entsteht, durch dessen Wirkung das Gas aus dem Gasraum über dem Flüssigkeitssammelraum 14 durch die Löcher der Siebböden 16 und die Flüssigkeitsschichten hindurch in den Scheider 5 strömt, von wo aus es durch den Tropfenabscheider 6 und den Stutzen 7 aus dem System austritt. Mit der Rückführung von 5 bis 20% des von der Pumpe 19 geförderten Flüssigkeitsstromes im Kreislauf durch die Strahlpumpe 20 können 0,25 bis 2 m3 Gas, bezogen auf 1 m3 eintretende Flüssigkeit, im Gegenstrom zur Flüssigkeit durch das System bewegt werden.
  • Bei weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsformen können an Stelle der in der Figur 3 dargestellten Siebböden 16 und Überläufe 17 auch andere Konstruktionselemente für den integralen oder differentialen Materialaustausch vorgesehen sein. Als Konstruktionselement für den Materialaustausch nach dem differentialen Mechanismus kann zum Beispiel eine Raschigringfüllung dienen. In diesem Fall muß im Scheiderraum 5 ein geeigneter Flüssigkeitsverteiler angeordnet sein.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäßen Vorrichtungen können zum Beispiel vorteilhaft bei der Sntfernung von in Wasser gelösten Gasen angewandt werden, wenn eine Anlage gebraucht wird, die ohne Aufsicht arbeitet. So werden das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäßen Vorrichtungen zum Beispiel zur Entfernung des Methanes aus dem Wasser von methanhaltiges Wasser fördernden Brunnen verwendet. Zum Austreiben des gelösten Methanes wird in diesem Falle Luft verwendet, wobei durch das Gaseinsaugrohr atmosphärische Luft in das Gegenstromsystem gesaugt wird.
  • Nach Messungen der Anmelderinnen kann der Methangehalt von 100 Nl Methan/m3 enthaltendem Wasser mit der in der Figur 1 dargestellten zweistufigen Vorrichtung auf 0,6 Nl Methan/m3 vermindert werden. Um diese Desorption zu erreichen, müssen bei zwei Gegenstromstufen je m3 eintretendes Wasser 4 m3 Luft durch das System gesaugt werden. Die in den Figuren 1 und 2 dargestellten Ausführungsformen sind zur Aufstellung neben Brunnen mit Tauchpumpen besonders gut geeignet, weil bei diesen Brunnen das Wasser eine entsprechende Strömungsenergie hat und durch Umwandlung dieser Energie in der Strahlpumpe eine große Luftmenge zum Strömen gebracht werden kann.
  • Die in der Figur 3 dargestellte erfindungsgemäße Vorrichtung wird dann vorteilhaft angewandt, wenn die kinetische Energie der in das System eintretenden Flüssigkeit zu gering ist, um in der Strahlpumpe ein ausreichendes Vakuum zu erzeugen. Bei der Vorrichtung nach Figur 3 wird die Flüssigkeit, die aus dem System austritt, mit einer Pumpe an ihren Bestimmungsort gefördert, so daß also die austretende Flüssigkeit die notwendige kinetische Energie hat. Diese Vorrichtung kann zum Beispiel angewandt werden, um das Methan aus dem Wasser von artesischen Thermalbrunnen mit Luft auszutreiben.
  • Auch ihre Anwendung für Brunnen mit Tauchpumpen kommt in Frage, wenn die Entgasungsvorrichtung vom Brunnen weiter entfernt ist.
  • Die Hauptparameter der Füllkörpersäulenvorrichtungen, mit denen die bekannten Verfahren durchgeführt werden, sind wie folgt: Volumen in m3 bei einer Wasserbe- 4 10 lastung von 1 m3/Minute: Verweilzeit in Minuten im ver-4 10 fahrenstechnischen Raum: Zahl der elektrischen Maschinen 1 2 mit Dreht eilen: Spezifischer Energiebedarf in kW/m3: 0,15 0,20 Mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung wurde versuchsweise Wasser mit einem Druck von 2,5 atü und einem Methangehalt von 88 l/m3 entgast. Der Methangehalt des austretenden Wassers betrug 0,47 bis 0,58 l/m3. Die Hauptkennzeichen der verwendeten Vorrichtung waren wie folgt: Volumen in m3 bei einer Wasserbelastung von 1 m3/Minute: 4,9 Verweilzeit in Minuten im verfahrenstechnischen Raum: 1,5 Patentansprüche

Claims (10)

  1. Patentansprüche 1.) Verfahren zum Materialaustausch in Gas/Flüssigkeits-Systemen im Gegenstrom durch Strömenlassen der Flüssigkeit von der Flüssigkeitsaustrittsstelle der ersten Stufe des Gegenstromsystemes zur Flüssigkeitsaustrittsstelle der n-ten Stufe (n >- 2) des Gegenstromsystemes durch die Wirkung der Schwerkraft, dadurch gekennzeichnet, daß man durch Umwandlung der kinetischen Energie des in die erste Stufe des Gegenstromsystemes eintretenden Flüssigkeitsstromes beziehungsweise eines in die letzte Stufe des Gegenstromsystemes eintretenden Flüssigkeitsstromes in Druckenergie an der Gasaustrittsstelle der zweiten Stufe des Gegenstromsystemes ein Vakuum beziehungsweise einen Unterdruck erzeugt, durch das beziehungsweise den man das Gas von der Gaseintrittsstelle der n-ten Stufe bis zur Gasaustrittsstelle der zweiten beziehungsweise ersten Stufe bewegt.
  2. 2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Vakuum an der Gasaustrittsstelle der zweiten Stufe durch Strömenlassen des in die erste Stufe eintretenden Flüssigkeitsstromes als verengter Strahl erzeugt.
  3. 3.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Geschwindigkeit eines 5 bis 20% der aus der n-ten Stufe austretenden Flüssigkeitsmenge betragenden Teilstromes erhöht, die kinetische Energie dieses Teilstromes in Druckenergie umwandelt, mit dem in Berührung zu bringenden Gas an der Gaseintrittsstelle der n-ten Stufe einen Überdruck erzeugt und durch diese Überdruck das Gas bis zur Gasaustrittsstelle der ersten Stufe befördert.
  4. 4.) Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen in Teilräume unterteilten aufrechten zylinderförmigen Behälter (1), einen an dessen unteren Teilraum (10) angeschlossenen Gaseinsaugstutzen (3) einer Strahlpumpe (4), deren Ausflußstutzen mit einem Scheider (5), der mit einem unteren Flüssigkeitsraum (9) beziehungsweise unteren Flüssigkeitsräumen mittels eines Syphonüberlaufes (8) in Verbindung steht, verbunden ist, sowie ein oder mehr Elemente zum Inberührungbringen und Trennen von Flüssigkeiten und Gasen im Gegenstrom (12; 16, 17), unter welchem beziehungsweise welchen der Eintrittsstutzen eines Gaseinsaugrohres (11) angebracht ist.
  5. 5.) Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente zum Inberührungbringen und Trennen von Flüssigkeiten und Gasen beziehungsweise ein Teil derselben solche mit einem integralen Materialaustauschmechanismus (12; 16, 17) sind.
  6. 6.) Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente zum Inberührungbringen und Trennen von Flüssigkeiten und Gasen beziehungsweise ein Teil derselben solche mit einem differentialen Materialaustauschmechanismus sind.
  7. 7.) Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Element zum Inberührungbringen von Flüssigkeiten und Gasen eine im unteren Drittel des unteren Flüssigkeitsraumes (9) des zylinderförmigen Behälters (1) waagerecht angeordnete durchlöcherte Platte beziehungsweise Siebplatte (12) aufweist.
  8. 8.) Vorrichtung nach Anspruch 4, 5 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Elemente zum Inberührungbringen und Trennen von Flüssigkeiten im unteren Teilraum (10) des zylinderförmigen Behälters (1) ein oder mehr Siebböden (16) und Überläufe (17) hat, wobei die Eintrittsöffnung des Gaseinsaugrohres (11) unter dem Siebboden (16) beziehungsweise dem unteren Siebboden (16), jedoch über dem Flüssigkeitspiegel des Flüssigkeitssammelraumes (14) ist.
  9. 9.) Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 3, gekennzeichnet durch einen aufrechten zylinderförmigen Behälter. (1) mit einem oben befindlichen Scheider (5) und unten befindlichen Flüssigkeitssammelraum (14), zwischen welchen Elemente zum Inberührungbringen und Trennen von Flüssigkeiten und Gasen im Gegenstrom mit einem integralen Materialaustausch (16, 17) angeordnet sind, sowie eine Gas fördernde Strahlpumpe (20), deren Druckrohr in den Gasraum über dem Flüssigkeitssammelraum (14) reicht.
  10. 10.) Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Scheider (5) und dem Flüssigkeitssammelraum (14) Elemente zum Inberührungbringen und Trennen von Flüssigkeiten und Gasen mit einem differentialen Materialaustausch und über diesen im Scheider (5) ein Flüssigkeitsverteiler angeordnet sind.
    L e e r s e i t e
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