DE224106C - - Google Patents
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- DE224106C DE224106C DE1908224106D DE224106DD DE224106C DE 224106 C DE224106 C DE 224106C DE 1908224106 D DE1908224106 D DE 1908224106D DE 224106D D DE224106D D DE 224106DD DE 224106 C DE224106 C DE 224106C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D19/00—Degasification of liquids
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Infusion, Injection, And Reservoir Apparatuses (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Für verschiedene technische Zwecke können strömende Gasflüssigkeitgemische vorteilhaft
Anwendung finden, so z. B. zur Verdichtung von Gasen oder zur Verwertung der Expansionsenergie
von Gasen oder Dämpfen zum Betriebe von Motoren oder zur Flüssigkeithebung u. dgl.
In den letzterwähnten Fällen expandieren die zwischen" Flüssigkeitteilchen eingeschlossenen
Gas- oder Dampf teilchen, wobei sie ihre Expansionsenergie auf die Flüssigkeit übertragen
und diese beschleunigen. Aus einem Kanäle, in dem dieser Vorgang sich abspielt, tritt
demnach eine Kette von Flüssigkeitkörpern, die durch mehr oder minder große Zwischenräume
getrennt sind, mit hoher Geschwindigkeit aus. Diese Form und Anordnung des
austretenden Mediums ist nun für gewisse Fälle nicht zweckmäßig, z. B. für den Betrieb
von Motoren (Turbinen), da hierbei entweder die unterbrochene Einwirkung oder die zu
hohe Geschwindigkeit störend wirkt. Auch für die Wasserhebung ist das so beschaffene
Medium nicht brauchbar, da die dazwischenliegenden Gasteile mit der Flüssigkeit auf den
höheren Druck gebracht werden müßten, der für die Hebung erforderlich ist. In diesen
Fällen müssen also die Gase aus dem strömenden Gemisch zum Teil ausgeschieden werden.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun ein Verfahren zur Durchführung dieser
Ausscheidung. .·.■■ . _.
Verfahren ' zur Erreichung dieses Zweckes sind bereits bekannt. Es wird dabei beispielsweise
die Zentrifugalkraft benutzt, die beim Strömen über eine Kurvenbahn entsteht. Den
derartigen bekannten Verfahren ist gemeinsam, daß die Ausscheidung bei voller Strömunggeschwindigkeit
vor sich geht, womit große Energieverluste verbunden sind. Diese werden bei der vorliegenden Erfindung stark eingeschränkt.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß man das strömende Gemisch aus dem
Kanal, in dem die Expansion und Energieübertragung stattfand, in einen zweiten Kanal
eintreten läßt, an dessen Austrittseite ein höherer Druck herrscht.
Auf der Zeichnung ist eine zur Ausführung des Verfahrens geeignete Vorrichtung dargestellt,
und zwar ist α der erste Kanal, der Expansorkanal genannt sei, und dem das.
Gas- (Dampf-) Flüssigkeitgemisch unter dem Druck p0 zuströmt, während b der zweite Kanal
ist, der als Diffusorkanal bezeichnet werde. Zwischen beiden Kanälen ist eine Abzug-Öffnung
c vorgesehen, die die Kanäle mit dem umgebenden Raum verbindet, in dem ein
Druck P1, z. B. 1 Atmosphäre, herrscht. Der
Kanal b mündet in einen Raum d ein, in dem
ein höherer Druck p2 hergestellt wird, was
durch Drosselung der Abflußrohre, ζ. Β. vermittels der Ventile ^1 und vz erreicht werden
kann. Enthält das aus dem Kanal α austretende
Gemisch α Gewichtsteile Gas auf . einen Gewichtsteil Flüssigkeit, so würde die
Flüssigkeit bei einer Strömungsgeschwindigkeit W1, z. B. 50 m/sek., mit der sie aus a
aus- und in b eintritt, sich selbst und α Gewichtsteile
Gas auf einen gewissen Druck pa, z. B. 2 Atmosphären, bringen können, wobei
die Geschwindigkeit W1 auf eine niedrigere.
Austrittsgeschwindigkeit, z. B. 4 m/sek., sinkt,·
deren Höhe durch die Form des Kanals b wesentlich bestimmt wird. Würde man also
im Räume d keinen höheren Druck als 2 Atmosphären herstellen, so würde die ganze Gasmenge
nach diesem Räume gefördert werden, also keine Abscheidung eintreten. Verstärkt
man jedoch den Druck im Räume d, z. B.
auf 5 Atmosphären, so wird die lebendige Kraft der Flüssigkeit, die der Geschwindigkeit
W1 entspricht, nicht mehr ausreichen, um u Gewichtsteile Gas in den Raum d zu befördern.
Sie war genügend, um α Gewichtsteile Gas auf 2 Atmosphären zu verdichten; zur Verdichtung auf 5 Atmosphären ist jedoch
diese Gasmenge zu groß, sie müßte auf den Wert ,6 verringert werden. Treten also u Gewichtsteile aus dem Kanal α aus, so wird im
Kanal b durch den zu hohen entgegengesetzten Druck eine vorzeitige Verzögerung der darin
strömenden Flüssigkeitteile eintreten, so daß zwischen den Flüssigkeitkolben ^1 und f2 eine
geringere Gasmenge liegt als vorher. Die Strömung geht regelmäßig vor sich, sobald
diese Gasmenge auf den Wert β pro Gewichtseinheit Flüssigkeit gesunken ist. Der Überschuß
α-β strömt durch die öffnung c ab und
kann ins Freie befördert oder sonst abgeführt und verwendet werden. Wollte man den
Druck noch weiter steigern, so wird schließlieh alles Gas · ausgeschieden. Bei noch weiterer
Druckerhöhung würde sich aber auch die Flüssigkeit stauen und bei c austreten und
dadurch die Strömung im Kanal α stören. *
Als Beispiel seien folgende Verhältnisse für Luft und Wasser angeführt: Der Druck p0 beträgt 2,7 At. absol. oder 1,7 At. Über: druck über die äußere Atmosphäre. Auf diesen Druck muß die Flüssigkeit (Wasser) gebracht werden, während die zuströmende Druckluft unter demselben Druck steht. Als Vorrichtungen zur Bildung des Gemisches können beispielsweise solche verwendet werden, bei denen rotierende Wasserstrahlen, zwischen denen Zwischenräume bleiben,, an der Kanalmündung vorüberstreichen, derart, daß jeder Wasserstrahl ein kolben- oder pfropfenartiges Wasserteilchen in den Kanal schickt. Zwischen zwei derartigen Kolben oder Pfropfen ist dann ein Luftvolumen eingeschlossen. Die Expansion findet bis auf den Atmosphärendruck P1 statt. Stellt man im Räume d durch Drosselung der Abflüsse einen Druck von 5 Atmosphären Überdruck ein, so geht die Strömung noch in regelmäßiger Weise vor sich, wobei durch c !Luft ohne Wasserbeimischung austritt. Es strömt durch die öff- nung c eine Luftmenge ab,.die etwa viermal so groß ist wie die nach dem Räume d mitgeführte und durch V1 abgehende Luftmenge. Es werden mithin von der ursprünglich im Gemisch enthaltenen Luftmenge (im vorliegenden Falle 1Z80 kg Luft pro 1 kg Wasser) 79,5 Prozent durch c abgeschieden und 20,5 Prozent in den Druckraum d mitgenommen. . .
Als Beispiel seien folgende Verhältnisse für Luft und Wasser angeführt: Der Druck p0 beträgt 2,7 At. absol. oder 1,7 At. Über: druck über die äußere Atmosphäre. Auf diesen Druck muß die Flüssigkeit (Wasser) gebracht werden, während die zuströmende Druckluft unter demselben Druck steht. Als Vorrichtungen zur Bildung des Gemisches können beispielsweise solche verwendet werden, bei denen rotierende Wasserstrahlen, zwischen denen Zwischenräume bleiben,, an der Kanalmündung vorüberstreichen, derart, daß jeder Wasserstrahl ein kolben- oder pfropfenartiges Wasserteilchen in den Kanal schickt. Zwischen zwei derartigen Kolben oder Pfropfen ist dann ein Luftvolumen eingeschlossen. Die Expansion findet bis auf den Atmosphärendruck P1 statt. Stellt man im Räume d durch Drosselung der Abflüsse einen Druck von 5 Atmosphären Überdruck ein, so geht die Strömung noch in regelmäßiger Weise vor sich, wobei durch c !Luft ohne Wasserbeimischung austritt. Es strömt durch die öff- nung c eine Luftmenge ab,.die etwa viermal so groß ist wie die nach dem Räume d mitgeführte und durch V1 abgehende Luftmenge. Es werden mithin von der ursprünglich im Gemisch enthaltenen Luftmenge (im vorliegenden Falle 1Z80 kg Luft pro 1 kg Wasser) 79,5 Prozent durch c abgeschieden und 20,5 Prozent in den Druckraum d mitgenommen. . .
Diese Werte sind wegen der Strömungverluste geringer als die theoretisch zu berechnenden
Werte. Eine weitere von der Theorie abweichende Erscheinung zeigt sich noch darin,
daß die Abscheidung des gasförmigen Mediums nicht bis zu seiner vollständigen Entfernung
getrieben werden kann, vielmehr der in den Druckraum d überströmenden Flüssigkeit immer
noch ein gewisser Gasgehalt beigemischt bleiben muß. Bei den angestellten Versuchen ergab
es sich, daß bei geringen Drücken p.i die Strömung vor sich ging', ohne daß Flüssigkeit
aus der öffnung c herausspritzte. Die Flüssigkeit wird durch die lebendige Kraft in der.
Achsenrichtung des Kanals vorübergetragen, ohne seitlich auszuweichen. Besondere Vorkehrungen
zum Zurückhalten der Flüssigkeit wurden nicht getroffen. Nur wurde die von
dem Flüssigkeitstrom getroffene Wand der öffnung c etwas nach innen abgeschrägt, so
daß etwa abspritzende Flüssigkeittropfen möglichst wieder in den . Strom zurückgelenkt
wurden. Bei Steigerung des Druckes p2, die :
durch Drosselung der Ventile v.z und V1 erreicht
wurde, erhöhte sich die bei c abge--ioo schiedene Gasmenge, während die nach d mitgenommene
Gasmenge geringer wurde. Von einer, bestimmten Steigerung des Druckes p<,
ab begann aus c Flüssigkeit zunächst in Tropfenform auszuspritzen. Bei weiterer
Drucksteigerung trat immer mehr Flüssigkeit aus c aus. Der Augenblick, in dem dies Ausspritzen
begann, lag bei den Versuchen so, daß ungefähr 15 bis 17 Prozent der Gasmenge
nach d mitgeführt und 85 bis 83 Prozent. durch c abgeschieden wurde. Bei geringerer
Abscheidung trat kein Verspritzen ein. Das aus iüa austretende Druckwasser kann zum
Betriebe von Motoren u. dgl. Verwendung finden. .
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Ausscheidung von Gasen (Dämpfen) aus strömenden Gas- (Dampf-). -5Flüssigkeitgemischen, dadurch gekennzeich- j net, daß man das Gemisch durch einen j mit einer Abzugöffnung für die ausgeschiedenen Gase versehenen Kanal in einen besonderen Austrittsraum für die Flüssigkeit austreten läßt, wobei der Austrittsraum unter einem Druck steht, der höher ist als der Druck, dem entgegen durch die lebendige Kraft des eintretenden Gemisches die ursprünglich darin enthaltene Gas-(Dampf-) menge noch in den Austrittsraum gefördert werden könnte. . :Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE224106T | 1908-05-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE224106C true DE224106C (de) | 1910-07-12 |
Family
ID=34484463
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1908224106D Expired DE224106C (de) | 1908-05-10 | 1908-05-10 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE224106C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4398930A (en) * | 1981-08-07 | 1983-08-16 | Caterpillar Tractor Co. | Fluid deaeration apparatus |
| EP0501894A1 (de) * | 1991-03-01 | 1992-09-02 | Hospal Industrie | Vorrichtung zur Entfernung von Gasblasen aus einer zirkulierenden Flüssigkeit |
-
1908
- 1908-05-10 DE DE1908224106D patent/DE224106C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4398930A (en) * | 1981-08-07 | 1983-08-16 | Caterpillar Tractor Co. | Fluid deaeration apparatus |
| EP0501894A1 (de) * | 1991-03-01 | 1992-09-02 | Hospal Industrie | Vorrichtung zur Entfernung von Gasblasen aus einer zirkulierenden Flüssigkeit |
| FR2673382A1 (fr) * | 1991-03-01 | 1992-09-04 | Hospal Ind | Dispositif pour eliminer les bulles de gaz d'un liquide en circulation. |
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