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B e 5 c h r e i b u n betreffend: "Verfahren zum automatischen Zuführen
von Säcken zu einer Absackmaschine und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens"
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum automatischen Zuführen von Ventil
säcken an eine Absackmaschine und auf Vorrichtungen zur Durchführung des Verfahrens.
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Ventilsacke, die für die Handhabung von pulverigen Erzeugnissen und
insbesondere für Zement verwendet werden, sind Säcke im allgemeinen aus Papier,
deren Enden geschlossen sind mit Ausnahme einer kleinen Öffnung, die üblicherweise
beim Falten der Enden angebracht wird und sich nahe einer Ecke befindet, und im
wesentlichen parallel zu einer kleinen Seite des Sackes erstreckt.
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Diese Öffnung ist im Inneren mit einer flexiblen Zunge versehen, die
ein Ventil bildet und den einmal gefüllten Sack daran hindert, sich durch die Öffnung
zu entleeren.
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Vor der Verwendung wird der Sack flach gefaltet mit zwei Balgabschnitten
entsprechend den beiden Enden, die längs einer kleinen Seite zurückgefalzt werden.
Üblicherweise befinden sich
die beiden Balgabschnitte oder Balgteile
auf derselben Seite des Sacks. Die Öffnung befindet sich in einem dieser Balgabschnitte
und ist auf diese Weise geschlossen oder verdeckt.
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Diese Säcke werden der Tradition gemäß in fünfundzwanziger Packungen
angeliefert, in denen sie in der gleichen Weise übereinander gestapelt sind, und
die Bedienungsperson, welche die Aufgabe hat, die Absackmaschine zu versorgen, nimmt
den Sack mit einer Hand an einem Balgabschnitt und legt die Öffnung frei, indem
der Balgabschnitt auseinandergezogen wird. In die Öffnung wird dann der Auslaß der
Absackmaschine eingeführt, der aus einem im wesentlichen horizontalen Rohr besteht,
mit einer Länge, die etwa gleich der Hälfte der kurzen Seite des Sackes ist und
mit einem geschlossenen, abgerundeten Ende, wobei das Rohr jedoch mit einer Auslaßöffnung
im unteren Abschnitt nahe dem Ende versehen ist. Das Rohr kommuniziert auf der anderen
Seite mit dem Einlaß für das Material, das in die Säcke abzufüllen ist. Nachdem
der Sack an Ort und Stelle plaziert worden ist, läßt man demgemäß das abzusackende
Erzeugnis mittels des Auslasses der Absackmaschine einlaufen, und sobald der Sack
voll ist, wird die Zufuhr beendet, der Sack wird abgeworfen und abgeführt, wonach
der Arbeitsgang erneut beginnen kann.
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Verschiedene Vorrichtungen wurden vorgeschlagen, um die monotone
Arbeit der Bedienungsperson zu ersetzen, die die Säcke an Ort und Stelle zu bringen
hat, doch haben solche Vorrichtungen bisher keinen großen Eingang in die Industrie
gefunden, vermutlich während der Kompliziertheit und der Staubempfindlichkeit einer
Maschine, die eine, wenn auch relativ einfache, menschliche Bewegung zu reproduzieren
hat.
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So beschreibt die DT-OS 2.126.643 ein Verfahren, mit dem dieses Problem
gelöst werden soll. Bei diesem Verfahren werden die auf der Seite liegenden Säcke
zugeführt, und dann
von einer Klammer erfaßt, die mit einem Hubzylinder
versehen ist. Diese Klammer kippt um eine Achse, die von der Kolbenstange eines
Hubzylinders getragen wird, und danach schwenkt diese Kolbenstange selbst unter
der Wirkung eines Nockens unter Vorwärtsbewegung. Das Verfahren erfordert relativ
teure Vorrichtungsteile, insbesondere insgesamt drei Hubzylinder, von denen einer
eine sehr lange Arbeitsstrecke aufweist, eine Schwenkwelle mit einem Nocken usw..
Das Verfahren scheint wenig effektiv zu sein infolge der unvermeidlichen Schwingungen
von Sack und Kalammer, was die Arbeitskadenz nur verringern kann. Das Schwenken
des Sackes um die Achse erfolgt offenbar, nämlich unter seinem Eigengewicht, und
es scheint, daß die Rückkehr der Klammer in die Ausgangsposition unter der Wirkung
der exzentrischen Position der Welle erfolgt relativ zum Schwerpunkt der Klammer.
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Ein weiteres Problem besteht darin, daß man eine Vorrichtung wünscht,
die allein mehrere Auslässe mit Säcken versorgen kann, um so die Zeit herabzusetzen,
während der die Vorrichtung außer Betrieb ist, d.h. die Zeit, in der ein angebrachter
Sack gefüllt wird. In der oben erwähnten DT-OS ist ausgeführt, daß die Säcke von
einem Wagen getragen werden, doch ist nicht angegeben, längs welcher Bahn dieser
sich bewegt, und man muß daher annehmen, daß er sich von einer Sackladestation zu
einer Stelle bewegt nahe dem Auslaß der Absackmaschine; es ist nicht zu erkennen,
wie mit dieser einen Vorrichtung mehrere Auslässe gespeist werden könnten.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine einfache und vorteilhafte
Lösung für diese Probleme zu schaffen. Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus
dem Patentanspruch 1.
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Demgemäß umfaßt das erfindungsgemäße Verfahren die folgenden Schritte
und Phasen:
Man führt den gefalteten Sack, d.h. so wie er vor dem
Einsatz sich darbietet und wie dies weiter oben beschrieben wurde, in einer Position
zu, in der die großen Seiten im wesentlichen vertikal liegen in einer Ebene, die
auch von dem Auslaß der Absackmaschine durchsetzt wird, und zwar so, daß die kleinen
Seiten, die mit der Sacköffnung versehen sind, sich oben befinden und die Öffnung
in Richtung auf den Auslaß der Absackmaschine gerichtet ist, jedoch der gesamte
Sack sich noch unterhalb der letzteren befindet.
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Der Sack wird dann einer Horizontalkraft unterworfen, senkrecht zu
seiner Ebene, die an seinem mittleren Teil der Seite angreift, welche nicht den
Balgabschnitt aufweist, der die Öffnung beseitzt, sowie zwei zueinander parallelen
und der ersten Kraft entgegengerichteten Kräften, von denen die eine nahe der Sackunterseite
und die andere an seiner Oberkante angreift derart, daß die Gesamtwirkung dieser
drei Kräfte dazu zwingt, sich zu krümmen und der obere Balgabschnitt von dem Sackmittelteil
abhebt.
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Üblicherweise sind die beiden Balgabschnitte, wie dies oben erläutert
wurde, auf derselben Seite des Sacks angeordnet, was bedeutet, daß die Seite, an
der die erste der Horizontalkräfte angreift, ganz glatt ist.
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Man läßt dann auf die Unterkante und/oder auf die Unterseite des
oberen Balgabschnitts eine Vertikalkraft einwirken, und zwar von unten nach oben,
was die folgende Wirkung hat: a) Der Balgabschnitt wird noch weiter vom Sackmittelpteil
abgehobe-n und soweit bewegt, daß er eventuell bis zu einer im wesentlichen horizontal
liegenden Stellung gelangt, und b) der Sack wird unter Zwischenschaltung dieses
Balgabschnitts angehoben, bis der Balgabschnitt sich im wesentlichen auf der Höhe
des Absackmaschinenauslasses befindet.
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Sobald der Balgabschnitt auf dieser Höhe angekommen ist, läßt man
auf seine Außenkante und/oder auf seine Außenseite eine Vertikalkraft einwirken,
die im Zusammenwirken mit der in Phase 3 ausgeübten Kraft den Balgabschnitt endgültig
in die Horizontalstellung bringt.
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Indem man nun den Balgabschnitt im wesentlich horizontal hält, läßt
man sich den Sack horizontal bewegen in Richtung auf den Auslaß der Absackmaschine.
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Diese Bewegung erfolgt vorteilhafterweise sehr schnell, wobei der
Abstand bis zu dem Auslaß der Absackmaschine in einem Bruchteil einer Sekunde durchlaufen
wird. Man profitiert dann von den Trägheitskräften, um den Sack an Ort und Stelle
zu bringen, ohne das Risiko von unzeitigen Schwankungen.
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Während dieser Horizontalbewegung und immer unter Aufrechterhaltung
der Horizontallage des hinteren Abschnitts des Balgteils unterwirft man den in Richtung
der Bewegung auf den Auslaß zu vorderen Abschnitt des Balgteils horizontalen Kompressionskräften,
die senkrecht zur Bewegungsrichtung angreifen und zur Folge haben, die Öffnung des
Sackes zu öffnen derart, daß der Auslaß der Absackmaschine eindringen kann.
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Besondere Modaitäten werden vorteilhafterweise mit dem sehr allgemein
beschriebenen Verfahren kombiniert.
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Die Horizontalkraft, die in der Phase 2 auf den mittleren Teil des
Sacks einwirkt, wirkt gleichzeitig auch in der Phase 1 ein, um den Sack zu fördern
und wird auf eine Serie von Säcken übertragen, die hintereinander angeordnet sind,
alle in derselben Art und Weise orientiert.
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Sie wirkt zusammen mit Führungsmitteln, die so angeordnet sind, daß
die aufeinanderfolgenden Säcke sich an der gleichen Stelle und in der gleichen Position
bei Beginn der Phase 2 befinden.
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Die Gesamtheit der Vorrichtung kann beweglich sein, um mehrere Absackstationen
zu versorgen.
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Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung
umfaßt einen Horizontalförderer, dessen Vertikalwandungen einen Abstand voneinander
haben im wesentlichen gleich der Breite eines Sackes und in dem sich die Säcke vertikal
hintereinander anordnen können in der gewünschten Position, wobei ein Schieber vorgesehen
ist, der eine Horizontalkraft auf den mittleren Teil des letzten einer Serie von
Säcken ausübt.
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Ein solches Verfahren, dessen Besonderheit oben erläutert wurde,
und die entsprechende Vorrichtung befriedigen vor allem in dem Fall, wo die Absackmaschine
einen einzigen Auslaß besitzt und der Horizontalförderer demgemäß fest sein kann,
oder für einen Rotationstyp, wo der Förderer auf kreisbogenförmigen Schienen angeordnet
ist und den Auslaß der Absackmaschine auf einem Teil seiner Drehbewegung begleitet.-Diese
Ausführungsform ist auch geeignet für den Fall, wo die Absackmaschine mehrere Auslässe
in einer Linie aufweist, wobei dann der Horizontalförderer und der Mechanismus dann
von geraden Schienen getragen werden, doch kann man in diesem Fall eine Vereinfachung
und eine interessante Abänderung vorsehen für das Verfahren gemäß nachfolgender
Variante.
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Danach übt man auf den Sack während der Phase 1 der Zuführung eine
Vertikalkraft von unten nach oben aus. Diese Kraft hat während der Phase 1 die Wirkung,
den Sack in eine Position
zu bringen, die geeignet ist für eine
Bewegung von unten nach oben anstelle einer Horizontalbewegung, wie dies in der
vorher beschriebenen Ausführungsform der Fall war.
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Diese Kaft wird vorteilhafterweise aufrechterhalten werden während
der Phase 2, gerade bis zu dem Augenblick, wo die Vertikalkraft gleicher Richtung,
die gemäß Phase 3 vorgesehen ist, ins Spiel kommt. Man vermeidet auf diese Weise,
daß der Sack während des Arbeitsganges wieder herunterfällt.
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Während dieser Phase 2 kann der Sack ferner einer VeSikalkraft von
unten nach oben unterworfen werden, die auf seine Oberkante ausgeübt wird und die
mit den anderen Kräften zusammenwirkt, um den Sack zu krümmen.
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Unabhängig davon welche Variante gewählt wird, kann die Horizontalkraft,
welche in derselben Phase 2 auf die Oberkante des Sacks einwirkt, gekoppelt werden
mit einer Vertikalkraft von oben nach unten, die an derselben Stelle angreift und
die zusammenwirkt mit der erstgenannten, um den Sack zur Krümmung zu zwingen und
damit den Balgenabschnitt zum Abheben zu bringen.
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Vorzugsweise beenden die Kraft bzw. die Kräfte, welche während der
Phase 2 auf die Oberkante des Sackes einwirkten, ihre Einwirkung, nachdem die Vertikalkraft
zum Angriff gekommen ist, die während der Phase 3 w einwirkt, und bevor die Horizontalkraft
ihre Einwirkung beendet, die an der Unterseite des Sacks während der Phase 2 noch
angriff.
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Es werden Mittel vorgesehen, um den Sack in einer geeigneten Position
zu halten, nachdem die Kraft bzw. die Kräfte, welche auf seine Oberkante einwirkten,in
der Phase 2 und bevor die Vertikalkräfte einwirken während der Phase 3 in Aktion
treten.
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Diese Mittel, welche die Vertikalkraft auf den Balgenabschnitt in
der Phase 3 übertragen, wirken gleichermaßen so, daß der Balgenabschnitt horizontal
gehalten wird während der Phasen 4 und 5, und diese Mittel werden beispielsweise
von einer beweglichen horizontalen Lamelle gebildet.
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Die Mittel, welche dem Sack eine Horizontalbewegung während der Phasen
4 und 5 verleihen, wirken gleichermaßen ein, um den Balgenabschnitt horizontal zu
halten, und werden gebildet beispielsweise durch einen Förderriemen, eventuell einen
Zahnriemen, der um zwei Riemenscheiben umläuft oder um zwei Trommeln, und mit seiner
horizontalen Unterseite angreift.
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Die Horizontakraft, welche die Öffnung des Sacks bewirkt, wird vorzugsweise
von zwei starren, festen Blechabschnitten hervorgerufen, die einen Kanal begrenzen,
der sich umso mehr verengt, je weiter der Sack vorgefördert wird.
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Um die Erfindung besser verständlich zu machen, werden nachstehend
unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen zwei Ausführungsformen für eine
Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung beschrieben.
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Fig. 1 zeigt perspektivisch eine Vorrichtung im Betrieb, gesehen
von schräg hinten, Fig. 2 ist eine perspektivische Darstellung des Förderwagens,
gesehen von schräg vorn, Fig. 3 ist eine Teilseitenansicht zur Darstellung unterschiedlicher
Positionen des Oberteils eines Sackes während der Verfahrensschritte 2 und 3, Fig.
4 ist eine schematische Darstellung der Vorrichtung,
Fig. 5 zeigt
in Draufsicht und in Teilansicht schematisiert die Vorrichtung, Fig. 6 ist ein Teilschnitt
in vergrößertem Maßstab durch eine zweite Ausführungsform, und Fig. 7 zeigt in schematisierter
Gesamtseitenansicht die Vorrichtung nach Fig. 6.
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In der ersten Ausführungsform erfolgt der Transport der Säcke S entsprechend
dem Schritt 1 des Verfahrens mit Hilfe eines Verteilers 1 (Fig. 1), der auf Schienen
2 beweglich ist, um so mehrere Auslässe 6, 6' der Absackmaschine zu versorgen.
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Eine Förderstrecke für die Säcke S ist vorgesehen, deren Boden aus
einem horizontalen Transportband 3 besteht und deren Seiten von parallelen, glatten
Vertikalwandungen 4 oder von einem Geländer 5 gebildet werden, deren Abstand gleich
der Breite eines Sacks ist. Am hinteren Ende des ~verteilers werden die Säcke in
Vertikalstellung auf die Förderstrecke aufgegeben, wobei die obere Öffnung in Richtung
des Auslasses 6 der Absackmaschine gerichtet ist mit den Balgenteilen nach vorn.
Eine vertikale Platte 7 ist hinter einer gewisssen Anzahl von Säcken angeordnet
und Abstützstangen 8 gestatten, daß auf den mittleren Teil der Säcke eine Kraft
übertragen wird, die von dem Transportband 3 durch dessen (nicht dargestellten)
Antobsmotor übertragen wird. Am vorderen Ende des Verteilers 1, d.h. an der der
Afufgabestelle gegenüberliegenden Seite befindet sich ein Tor 9 (Fig. 2), das den
Ansetzmechanismus abstützt, der in Fig. 2 nicht dargestellt ist, jedoch nachfolgend
unter Bezugnahme auf Fig. 3 erläutert wird.
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In dieser Figur erkennt man in der Position Sa einen Sack, gesehen
im Schnitt, wie er von dem Verteiler 1 in Vertikalstellung angefördert wird, wobei
der obere Balg die Öffnung nach vorn gekehrt enthält, d.h. in der Figur rechts,
relativ zum Rest des Sacks.
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Während seiner Wanderung nach rechts auf der Figur unter der Wirkung
einer horizontalen Kraft entsprechend der Schiebung der Platte 7, die von den Säcken
übertragen wird, wiche dem ersten Sack folgen, trifft dieser mit seinem oberen Ende
auf ein gekrümmtes Federblatt 10, das auf den Sack eine horizontale Reibungskraft
in der Schiebung entgegengesetzter Richtung ausübt, welche durch die folgenden Säcke
übertragen wird, sowie eine von oben nach unten gerichtete Vertikalkraft. Die genaue
Form des Blattes 10 wird durch Versuche ermittelt in Abhängigkeit von dem Typ der
Säcke. Die Flexibilität des Blattes ermöglicht die Anpassung auch an sich ändernde
Sackhöhen. Es ist gleichfalls möglich, die Position des Blattes in der Höhe d einzustellen
sowie eine Verschiebung von vorn nach hinten (von rechts nach links in der Figur)
vorzunehmen, um gewisse geringfügige Änderungen der Abmessungen oder der Steifigkeiten
der Säcke aufzufangen.
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Unter der Wirkung der Blattfeder 10 hat der Sack die Tendenz, sich
nach hinten zu neigen, aber sein unterer Abschnitt gelangt dabei in Kontakt mit
dem Anschlag 11, der sich oberhalb des Transportbandes 3 befindet, und der obere
Balgteil biegt sich vom eigentlichen Sack ab, wie in der Stellung Sb angedeutet.
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Die Höhe des Anschlages 11 oberhalb des Transportbandes 3 ist kleiner
als die Amplitude der Vertikalbewegung, welcher der Sack während der nachfolgenden
Phase unterworfen wird.
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Eine horizontale bewegliche Lamelle 12 wird in Bewegung gesetzt unter
der Wirkung eines Hubzylinders 17, der in Fig. 4 dargestellt ist, und bewegt sich
von unten nach oben unter Durchlaufen der mit den Indizes a, b markierten Positionen,
bis zu der Position c, und von dort schließlich in die Position, die durch den Index
d gekennzeichnet ist. Diese Lamelle trifft
während dieser Bewegung
auf den Sack, der sich weiter in Horizontalrichtung bewegt hat; sie greift unter
den Balgabschnitt und läßt den Sack aus Position Sc in Position Sd gelangen.
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Während seiner Bewegung trifft der Sack auf eine horizontale Platte
13, welche den Balgabschnitt dazu zwingt, eine horizontale Stellung einzunehmen.
Diese Platte liegt im wesentlichen in der Horizontalebene der Achse des Absackmaschinenauslasses.
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In derselben Horizontalebene befindet sich auch die Unterseite eines
Förderriemens 14, der in einer Ebene senkrecht zu der der Fig 3 verläuft.
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Wenn die Lamelle 13 ihre Bewegung nach oben fortsetzt, bis zu der
mit Index e bezeichneten Position, befindet sich der Sack in der Position Se, d.h.
daß der Balgabschnitt horizontal liegt und eingeklemmt ist zwischen der Lamelle
12 und dem Förderriemen 14.
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Es ist zu bemerken, daß die Höhe des Anschlages 11 kleiner ist als
die Vertikalverschiebung des Sackes, so daß dieser nicht mehr in Kontakt mit dem
Anschlag steht, bevor er an der Position Se ankommt und nur noch von oben gehalten
wird.
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Eine gekrümmte Blattfeder 15 ist unter der Lamelle 12 angeordnet
und verschiebt sich mit dieser. Ihre Rolle besteht darin zu verhindern, daß,während
sich die Lamelle 12 in der oberen Stellung befindet, der folgende Sack vorzeitig
der Wirkung der Feder 10 entgleitet und dabei nach vorn abkippt, bis zu einem Punkt,
wo er nicht mehr von der Blattfeder 10 aufgerichtet werden kann.
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Eine weitere Blattfeder 16 ist schräg unter der horizontalen Platte
13 angeordnet. Ihre Rolle besteht darin zu verhindern, daß infolge besonderer Weichheit
der Balg sich nicht über die Horizontale hinaus abwinkelt unter der Wirkung der
Blattfeder 10, und dieser nicht entweichen kann, bevor er in Kontakt
mit
dem Förderriemen 14 gelangt. Es ist offensichtlich, daß die Form und die Abmessungen
der Elemente 15 und 16, die aus Blech bestehen, in Funktion von den Kennwerten der
verwendeten Säcke modifiziert werden können.
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Um den folgenden Schritt des Verfahrens besser zu verstehen, wird
zweckmäßig auf Fig. 4 und 5 Bezug genommen, die in Seitenansicht bzw. in Draufsicht
die Vorrichtung darstellen.
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Man kann in Fig. 4 den Sack S in Position Se erkennen in Kontakt
mit dem unteren Trum des Förderriemens 14 und abgestützt durch die Lamelle 12, die
ihrerseits getragen wird von einem Hubzylinder 17. Die Riemenscheiben 18, 19, welche
den Förderriemen 14 tragen, sind ebenfalls erkennbar und der Antriebsmotor 20 ist
in Fig. 5 gezeigt.
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Die Bewegung des Förderriemens 14 treibt den Sack S in Horizontalrichtung
an, bis zum Auslaß 6 der Absackmaschine.
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Während dieser Bewegung trifft der Balgabschnitt auf ein Ablenkglied,
bestehend aus starren, gebogenen Blechteilen 21 bzw. 22, deren Form,erkennbar in
Fig. 5 auf diesen Balgabschnitt während seiner Horizontalbewegung Kompressionskräfte
ausübt, die zur Folge haben, daß die öffnung sich öffnet, was es dem Auslaß 6 gestattet,
in das Innere des Sackes einzudringen. Der Sack nimmt demgemäß die Position Sf an
und seine Füllung kann beginnen.
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Die Blechabschnitte 21, 22 sind so angeordnet, daß sie um die Horizontalachse
der Riemenscheibe 19 schwenken können, derart, daß das Füllen des Sackes nicht gestört
wird bei einer Höhe oberhalb des Abstandes derselben. Das Aufblasen des Sackes hebt
die Blechabschnitte allmählich, und darüber hinaus wird ein Nocken 23 bei Durchlauf
der Lamelle 12 betätigt, um die Blechabschnitte anzuheben und damit ein Verklemmen
zu vermeiden.
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Eine solche Vorrichtung ist insbesondere in der Zementindustrie brauchbar,
wo sie mit einer Absackmaschine (beispielsweise mit vier Auslässen in einer Linie
angeordnet, wie dies üblich ist) das Füllen von etwa 1200 Säcken pro Stunde ermöglicht,
d.h. 60 t Zement pro Stunde, und bei einer Umlaufabsackmaschine bekannter Bauart
die Füllung von etwa 2000 Säcken pro Stunde ermöglicht, entsprechend 100 t Zement
pro Stunde.
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Es genügt, die Länge des Zuführwagens für die Säcke an den Durchsatz
der Maschine anzupassen. Es ist wünschenswert, daß die Vorrichtung während einer
Stunde ohne Nachladung das Zuführen von Säcken zur Absackmaschine ermöglicht. Danach
ist für eine Absackmaschine mit einem Durchsatz von 1200 Säcken pro Stunde eine
Förderstreckenlänge von etwa vier Metern erforderlich, da 25 Säcke eine Dicke von
etwa 75 mm besitzen.
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In einer Vorrichtung gemäß einer oben bereits erwähnten weiteren
Ausführungsform, die nachstehend unter Bezugnahme auf Fig. 6 und 7 erläutert wird,
werden die Säcke einer nach dem anderen zugeführt, beispielsweise mit Hilfe eines
Förderbandpaares, bis zur unteren Öffnung eines engen Vertikalkanales 24, dessen
Höhe im wesentlichen gleich der eines Sackes ist, und dessen Ebene im wesentlichen
die Vertikalebene ist, in welcher sich auch der Auslaß 6 der Absackmaschine befindet.
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Die Seite, wo sich der Balgabschnitt des Sacks befindet, wird im
folgenden aus Gründen der Vereinfachung als "Vorderseite" bezeichnet; sie befindet
sich in den Zeichnungen auf der rechten Seite.
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Oberhalb des Kanals 24 an der Vorderseite befinden sich der oder
die Förderriemen für die Horizontalförderung 14, die oben bereits erläutert wurden,
und auf der Rückseite befindet sich ein Element 27, das nachstehend noch näher erläutert
wird.
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Die Wandung 25 des Kanals 24, die sich auf der Vorderseite befindet,
endet in einem Vertikalabstand von der Horizontalebene des Förderriemens 14, der
größer ist als der Breite des Balgabschnitts entspricht. Die gegenüberliegende Wandung
26 erstreckt sich vorteilhafterweise weiter nach oben.
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Der Kanal 24 gestattet den freien Durchtritt des Sackes in Richtung
auf den Auslaß der Absackmaschine, wenn er den Förderriemen 14 erreicht, da die
Wandungen des Kanals miteinander auf der gegenüberliegenden Seite verbunden sein
können, sowie auf der Seite der Absackmaschine auf einem Niveau, das tief genug
liegt, um den Durchlauf des Sackes nicht zu beanträchtigen.
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Das Element 27 besitzt eine Ebene oder zylindrische Fläche 27a entsprechend
Mantellinien, parallel zur Oberkante des Sacks, und geneigt in Richtung der Vorderseite
des Sackes, die sich mindestens bis zur Axialebene des Kanals erstreckt, und bis
zu einem bestimmten Abstand in hinterer Richtung. Die Fläche 27a verlängert sich
in hinterer Richtung um eine Fläche 27b, die abgerundet ist und normalerweise unwirksam
ist, jedoch dazu dient, eine übertriebene Faltung des Sackes zu verhindern, im Falle,
daß dessen Material extrem weich ist.
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Die Rolle des Elementes 27 besteht in folgendem: Während der Bewegung
des Sackes nach oben tritt das obere Ende des Sackes aus dem Kanal aus und gelangt
in Kontakt mit der Fläche 27a in der Position Sb' der Fig. 6, und wird dabei einer
Reaktionskraft unterworfen, von der eine Komponente horizontal und in Richtung nach
hinten gerichtet ist.
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Unter der Wirkung dieser Kraft hat der Sack die Tendenz, um die Oberkante
der hinteren Wandung 26 des Kanals 24 abzukippen, wird jedoch an dieser Bewegung
gehindert durch die Wirkung der vorderen Wandung 25 des Kanals 24. Unter der
Wirkung
der Gesamtheit dieser Kräfte,mit denen die in Phase 2 des Verfahrens vorgesehene
Kombination realisiert wird, entfaltet sich der Balgabschnitt von der Kante des
Sackes.
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Die Höhe, bei der die Wandung 26 endet, soll in Funktion von der
Weiche des Sackmaterials gewählt werden, wobei ein weicherer Sack erfordert, daß
diese Wand weiter nach oben ragt als bei einem sehr steifen Sackmaterial erforderlich
ist.
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Ein Element 12 gelangt dann in Eingriff, um eine Vertikalkraft von
unten nach oben auf die Unterseite des Balgabschnitts auszuüben, wie dies für die
Phase 3 des Verfahrens beschrieben wurde, und dies erfolgt in der Position Sc' der
Fig. 6, um den Sack in die Position Se zu bringen, wie dies unter Bezugnahme auf
Fig. 1 - 5 erläutert wurde, d.h. in Kontakt mit den Förderriemen 14.
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Dieses Element 12 ist vorzugsweise eine ebene Lamelle, die mindestens
in dem Bereich, wo sie an dem Balgabschnitt des Sackes anstößt, horizontal verläuft.
Um zu verhindern, daß sie sich an der Wandung 27 des Kanals verhakt, wird sie vorzugsweise
schwenkbeweglich angeordnet um ein horizontales Schwenklager 12'.
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Der Rest läuft ab wie im vorhergehenden Beispiel beschrieben, so
daß eine weitere Erläuterung sich erübrigt.
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Es ist bevorzugt, wie dies weiter oben bereits erwähnt wurde, daß
die Vertikalkraft von unten nach oben, die während der ersten Phase der Förderung
des Sackes vorliegt, mindestens solange wirkt, bis die Kraft gleicher Richtung,
die gemäß Phase 3 vorgesehen ist, auf die Unterseite und/oder die Innenseite des
oberen Balgabschnitts ausgeübt wird; man vermeidet auf diese Weise, daß der Sack
wieder zurückfällt,
doch es ist erforderlich, daß diese Kraft spätestens
dann endet, wenn der Sack seine Horizontalbewegung in Richtung auf den Auslaß der
Absackmaschine beginnt.
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Dies läßt sich in dem beschriebenen Ausführungsbeispiel in einfacher
Weise dadurch verwirklichen, daß man den Sack zwischen zwei Trommeln 28, 29 durchlaufen
läßt, die unmittelbar unter dem Kanal 24 angeordnet sind. Diese beiden Trommeln
drehen sich in entgegengesetzter Richtung um Horizontalachsen, die in der gleichen
Höhe liegen, und zwischen sich einen Zwischenraum belassen, der geringer ist als
der Dicke eines nicht komprimierten Sackes entspricht. Ihre Position ist so gewählt,
daß der untere Abschnitt eines Sackes ihrer Wirkung entgleitet, zwischen dem Augenblick,
wo das Element 12 in Kontakt mit dem zurückgeschlagenen Teil des oberen Balgenabschnitts
tritt, und dem Augenblick, wo der Balgenabschnitt zwischen dem Element 12 und dem
Förderriemen 14 eingeklemmt wird.
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Gemäß Fig. 7 ist es bevorzugt, daß die Säcke zunächst vertikal gestapelt
werden mit dem Balgenabschnitt, der die Öffnung enthält nach unten in einem Vertikalbehälter
30, der an seinen Enden offen ist. Unter dem Behälter befindet sich ein Horizontalförderer
31, bestehend aus einer Serie von Bändern oder Riemen, die parallel zueinander liegen,
und die Säcke einen nach dem anderen befördern.
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Eine Serie von Schwenkablenkelementen 32a, 32b, 32c lenkt die Säcke
in Richtung auf die Ladestation aus, die zu beschicken ist.
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Diese Ablenkelemente bestehen aus Gabeln mit schräg verlaufenden
Zinken, die zwischen die Bänder oder Riemen eingreifen, welche den Förderer 31 bilden.
Der von einem Ablenkelement umgeleitete Sack wird von einem Schrägförderer 33 in
Richtung auf das untere Ende des Kanals 24 weitergegeben. Dieser Förderer
besteht
aus zwei Transportbändern 34, 35, die in entgegengesetztem Sinn umlaufen, und zwischeneinander
den Sack festhalten.
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In Richtung nach oben laufen die Bänder 34, 35 um Trommeln 28, 29,
wie oben bereits beschrieben, welche die in den Kanal 24 einzuführenden Säcke transportieren.
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Auch die Bänder 34, 35 können aus voneinander getrennten Bändern
oder Riemen bestehen, und die Trommeln 28, 29 können aus einzelnen, separaten Elementen
bestehen. Das untere Ende der Wandungen 25, 26 kann demgemäß Vorsprünge aufweisen,
die zwischen die Bänder oder Riemen greifen, was das Risiko für ein fehlerhaftes
Einführen eines Sackes in den Kanal verringert.
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Die Vorrichtugng umfaßt ebenso viele Ablenkelemente 32, Transporteinrichtungen
79, Karåle 24 usw., wie die Absackmaschine Auslässe aufweist; der Motor 36 für den
Antrieb der Riemenscheiben 14 ist jedoch nur einmal vorhanden.
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Die Vorrichtung gemäß der zweiten Ausführungsform umfaßt demgemäß
eine größere Anzahl von Teilen, wie die erste Ausführungsform, doch wird dieser
Nachteil ausgeglichen durch eine größere Betriebssicherheit und durch das Vermeiden
eines Wagens und Zubehörteile für das Sicherstellen von dessen genauer Positionierung.
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(Patentansprüche)