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DE2500698A1 - Anordnung zum automatischen gewinnen von peilwinkelwerten - Google Patents

Anordnung zum automatischen gewinnen von peilwinkelwerten

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DE2500698A1
DE2500698A1 DE19752500698 DE2500698A DE2500698A1 DE 2500698 A1 DE2500698 A1 DE 2500698A1 DE 19752500698 DE19752500698 DE 19752500698 DE 2500698 A DE2500698 A DE 2500698A DE 2500698 A1 DE2500698 A1 DE 2500698A1
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DE
Germany
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bearing
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digital
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DE19752500698
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Josef Dipl Ing Schreiner
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Airbus Defence and Space GmbH
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Licentia Patent Verwaltungs GmbH
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    • G01S3/00Direction-finders for determining the direction from which infrasonic, sonic, ultrasonic, or electromagnetic waves, or particle emission, not having a directional significance, are being received
    • G01S3/02Direction-finders for determining the direction from which infrasonic, sonic, ultrasonic, or electromagnetic waves, or particle emission, not having a directional significance, are being received using radio waves
    • G01S3/14Systems for determining direction or deviation from predetermined direction
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01SRADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
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  • Remote Sensing (AREA)
  • Radar Systems Or Details Thereof (AREA)

Description

  • anordnung zum automatischen Gewinnen von Peilwinkelwerten" Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum automatischen Gewinnen von Pejiwinkeiwerten aus den vom Empfänger eines Peilgerätes insbesondere des Xurzwellenbereichs gelieferten Peilinformationen.
  • Zum Gewinnen von Peilwinkelwerten mit Hilfe eines bekannten Peilers, der elektromagnetische Schwingungen beispielsweise nach dem Watson-Watt-Verfahren, dem Wullenwever-Verfahren oder einem anderen bekannten Peilverfahren zur Richtungsbestimmung der jeweiligen Schwingungsquelle peilt, ist es üblich, daß eine Bedienungsperson des Peilgerätes die visuelle Peilanzeige z. B.
  • auf dem Bildschirm einer Kathodenstrahlanzeigeröhre beobachtet und auswertet. Diese Peilanzeige ist in aller Regel nicht eindeutig, da die Anzeigerichtung gewöhnlich zeitlich schwankt und/ oder sich eine Peilfigur, z. B. eine Ellipse oder eine daran angenäherte geometrische Figur ergibt, deren Achslager und Achsverhältnisse in der Praxis fortlaufend starken zeitlichen Schwankungen unterworfen sind. Die Beobachtungsperson ermittelt daher in der Praxis den gesuchten Peilwinkel aus der beobachteten Peilanzeige subjektiv entsprechend der ihrer Meinung nach vorwiegend angezeigten Richtung.
  • Diese menschliche Peilinformationsauswertung weist Nachteile auf, von denen die wesentlichen im folgenden angegeben sind: a) In die Peilauswertung geht die endliche Reaktionszeit des Menschen ein, die entsprechend seinen bekannten starken zeitlichen Leistungsfähigkeitsschwankungen nicht einmal konstant ist. Dazu kommt die Adaptionszeit des menschlichen Auges bei starken Helligkeitschwankungen der Peilanzeige.
  • b) Der Mensch ist bekanntlich leicht bereit, sich durch äußere Einflüsse stören zu lassen. Auch ist die Arbeitsgenauigkeit und Beobachtungsgenauigkeit entsprechend seiner persönlichen Veranlagung von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
  • c) Bei Mehrfachempfang uni Störungen ist der Mensch von seinem Beobachtungs- und Gedächtnisvermögen her meist überfordert, eine den Tatsachen entsprechende zeitliche Mittelung der Peilanzeige durchzuführen.
  • d) Bei gewünschter vollautomatischer Peilifformations-Gewinnnung und -auswertung mit Hilfe von datenverarbeitenden Maschinen der EDV-Dechnik ist der Mensch mit seiner visuellen Ablesung der Peilanzeige nicht in das Gesamtsystem integrierbar.
  • Jeseitigung dieser menschlichen Einflüsse bei der Ermittlung von Peilwinkelwerten ist es bereits vorgeschlagen worden, bei Xurzwellen-Peilgeräten vom Typ Adcock oder Watson-Watt die sich auf dem Peilgerätesichtschirm im allgemeinen ergebende EUips e durch automatische Bestimmung ihrer Halbachsen automatisch auerten.
  • Weiterhin ist es bereits vorgeschlagen worden, an den Empfänger eines Kurzwellen-Peilgerätes einen Hilbert-Transformator mit nachfolgendem Analog/Digital-Wandler anzuschließen und hiermit die Peilspannungen in digitaler Form in Vektoren, d. h. komplexe Zeiger umzuwandeln und nach Mittelwertbildung zu einer Peilwinkel- und Peilamplitudenaussage zu kommen.
  • Nachteilig an diesen Vorschlagsgegenständen ist, daß bei Nehrfachempfang innerhalb des Peilkanals die sich dann ergebende Mehrdeutigkeit weder nach der vorgeschlagenen Halbachsenmethode noch nach dem erwahnten Verfahren mit Hilbert-Transformation und Mittelwertbildung wirkungslos gemacht werden kann. Im übrigen werden bei der genannten zeitlichen Mittelung Störungen, z. B. Gewitterstörungen und Rauschstörungen, in das Peilergebnis einbezogen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung der einleitend genannten Art gegenüber dem Stand der Technik dahingehend zu verbessern, daß die Peilwinkelwerte vollautomatisch auch bei Vorhandensein mehrerer Signale im gleichen Peilkanal sowie bei Störungen weitaus genauer bestimmbar sind.
  • Die zur Lösung dieser Aufgabe vorgeschlagenen Anordnung ist erfindungsgemäß gekennzeichnet durch Mittel Sun i zeugen der Punktion der MåuSigkeit, mit der aus den einzelnen Richtungen innerhalb des beobachteten Peilwinkelbereiches und Peilfrequenzbereiches (Peilfrequenzkanals) wahrend eines vorgegebenen oder vorwahlbaren Zeitintervalls Schwingungen empfangen werden, und andererseits zum Anzeigen und/oder Auswerten dieser Funktion.
  • Weitere wesentliche Merkmale der Erfindung und vorteilhafter Weiterbildungen derselben sind insbesondere den Unteransprüchen und der Beschreibung der Abbildungen entnehmbar.
  • Die Peilwinkelwerte der erfindungsgemäßen Anordnung sind visuell darstellbar und unmittelbar in datenverarbeitungsgerechter Form ausgebbar, wodurch menschliche Fehlerursachen weder in die Peilwinkelgewinnung noch in deren Auswertung eingehen müssen.
  • Durch die datenverarbeitungsgerechte Ausgabe wird weiterhin die Endauswertung durch schnittpunkt errechnung der Peilwinkel mehrerer örtlich unterschiedlicher Peilgeräte mit Hilfe einer EDV-anlage ermöglicht.
  • Beim Ausführungsbeispiel der Erfindung gemäß dem Blockschaltbild der Fig. 1 gelangen die hochfrequenten Empfangsspannungen einer Peilantenne 1, beispielsweise eines Adcock-Systems, auf den EF-Eingang eines Peilempfängers 2. Dieser transformiert die im jeweils eingestellten Peilkanal empfangenen Peil-, Rausch-und Störsignale in den Zwischenfrequenzbereich, in dem sie einer an sich bekannten Einrichtung, im dargestellten Beispielsfall einem Rilbert-Transformator 3, zum Gewinnen der komplexen Peilinformationen zugeführt werden. Der Hilbert-Transformator 3 gibt diese komplexen Informationen, aufgespalten in die Real-und Imaginärteile und getrennt gemäß den Antennenpaaren AB und CD, auf einen Analog/Digital-Wandler 4, an dessen Ausgang ein digitaler Winkelwertrechner 5 angeschlossen ist. Dieser Winkelwertrechner tastet seine Eingangssignale mit einer der reziproken Peilkanalbreite gleichen oder langsameren Abtastrate ab :und berechnet bei jeder Abtastung den sich ergebenden Peilwinkelwert.
  • Die sich hierbei ergebenden Peilwinkelwerte kennzeichnen innerhalb des Peilkanals Signaleinfallsrichtungen nicht nur von peilbaren Sendern, sondern auch von frequenzdiskreten HF-Störquellen; außerdem geben sie geräteexternes und geräteinternes Rauschen wieder.
  • Die Abtastrate des Winkelwertrechners ist zweckmäßigerweise nicht fest vorgegeben, sondern an die aktuellen Peilstörungen, z. B. atmosphärische Störungen (Gewitter) oder gegnerische Kurzzeitstörungen ( z. 3. solche mit Hilfe von Störfrequenzwobbelung über ein breites Frequenzband) zwecks Störverminderung adaptiv vorwählbar.
  • Im Sinne der Erfindung interessiert nun bei der Informationsweiterverarbeitung und -auswertung nicht die Amplituden- bzw.
  • Feldstärkefunktion der Signale im Peilkanal über dem beobachteten Peilwinkelbereich, z. B. dem vollen Azimut, sondern die Häufigkeitsfunktion H = f (a) der bei den Abtastungen errechneten Peilwinkelwerte a über dem beobachteten Peilwinkelbereich.
  • Deshalb werden in der Anordnung nach Fig. 1 in einem dem Winkelwertrechner 5 nachgeschalteten Digitalspeicher 6 die errechneten Winkelwerte in der Weise nach aufsteigenden Winkelwerten aufgelistet, daß in den Speicher für jeden bei den Abtastungen errechnet en Winkelwert am j eweil igen Winkelwert speicherplatz ein Amplitudeninkrement A vorgegebener Größe eingespeichert wird, die immer gleich und von der zugehörigen Empfangssignalamplitude unabhängig ist. Diese Inkrementeinspeicherung erfolgt additiv, so daß in zeitlich unterschiedlichen Abtastintervallen errechnete gleiche Winkelwerte am gleichen Speicherplatz zu einer Speichersignalamplitude führen, die gleich dem der Anzahl der gleich errechneten Winkelwerte entsprechenden Vielfachen des Amplitudeninkrements A ist. Hierdurch ergibt sich im Digitalspeicher 6 nach einem Speicherzeitintervall, das mehrere Abtastzeitintervalle des Winkelwertrechners 5 umfaßt, ein Speichersignalinhalt, der mittels eines Anzeigegerätes 7 als die vorerwähnte Häufigkeitsfunktion H -f (a) visuell darstellbar ist, und zwar beispielsweise auf dem Bildschirm einer Eatodenstrahligeröhre oder mit Hilfe eines kartesichen Eoordinatenschreibgerätes (X-X-Schreiber).
  • Fig. 2 zeigt ein Beispiel einer derartig gewinnbaren und dár-l stellbaren Häufigkeitsfunktion. Auf der Ordinate'dieses Diagramms ist die Häufigkeit H und auf der Abszisse der volle Azimut a, der im dargestellten Fall der beobachtete Peilwinkelbereich ist, mit 0 bis 360 Grad aufgetragen. Es ist unterstellt, daß die-Länge des Speicherzeitintervalls, an dessen Ende die dargestellte Häufigkeitsverteilung vorlag, so bemessen war; daß innerhalb dieses Intervalls etwa 500 Amplitudeninkremente additiv eingespeichert wurden, und zwar jeweils an ihrem zugehörigen azimutalen Speicherplatz im Digitalspeicher 6. Durch diese Aufsummierung ergeben sich im gezeigten Beispielsfall zwei Bäufigkeitsschwerpunkt e bei etwa 20 bzw. 263 Grad, die auf im peilkanal peilbare Sender hindeuten, deren Sendungen innerhalb des Peila zeitintervalls mehrfach während verschiedener Abtastintervalle des Winkelwertrechners 5 gepeilt wurden und hierbei u. U. bei jeder Abtastung einen Peilwert lieferten. Auch wenn es sich bei diesen Sendern um ortsfeste Stationen handelt, ergibt sich wegen der unvermeidlichen Peilfehler ein jeweils zugehöriger azimutaler Streubereich, der sich darin äußert, daß sich in der dargestellten Häufigkeitsfunktion am wahren Azimut des Senders keine diskrete Linie ergibt, sondern um den jeweiligen Azimut eine Inkrementanhäufung, jeweils deren Umhüllende in Fig. 2 eingezeichnet ist. Neben diesen Anhäufungen sind in Fig. 2 weitere Funktionsanteile erkennbar, die auf Rauschen in verschiedenen Azimuten hindeuten, insbesondere im Bereich zwischen 270 und 360 Grad; hierbei kann es sich aber zum Teil auch um Peilwerte von Sendern mit extremen Kurzzeitsendungen handeln.
  • Essen nochmals daran erinnert, daß die Darstellungsweise der Fig. 2 keine Aussage über die Empfangsfeldstärke der aus den verschiedenen Azimuten einfallenden Signale liefert, sondern über die Häufigkeit der in den einzelnen Azimuten während des Peilzeitintervalls bei den Signalabtastungen gewonnenen Winkelwerte. So ist es durchaus denkbar, daß die vom Ziel Z2 herrührende Empfangsfeldstärke größer als die vom Ziel Z1 war, daß aber innerhalb des Peilzeitintervalls die Sendedauer des Zieles Z2 kleiner als die des Zieles Z1 war; oder aber handelt es sich beim Ziel Z1 um ein stationäres, dagegen beim Ziel Z2 um ein schnell fliegendes, seinen Azimut schnell änderndes Ziel, wofür der größere Streubereich als beim Ziel Z1 sprechen könnte, der allerdings auch andere Ursachen haben könnte, z. B. die mehr oder weniger gleichzeitige Peilung zweier azimutal eng benachbarter Ziele im Zielrichtungsgebiet vom Ziel Z2. Ein solcher Zweifelsfall ist bei Bedarf in an sich bekannter Weise meist klärbar, z. B. durch zusätzliche Auswertung der demodulierten Empfangssignale, deren Informationsinhalt oft einen Schluß auf die Anzahl der etwa im gleichen Azimut gepeilten Sender zuläst. Eine erhebliche, in Verbindung mit der Erfindung wichtige Entstörmöglichkeit bei der Auswertung der Häufigkeitsverteilung hat man durch der jeweiligen Störung angepasste Wahl der Abtastrate des Winkelwertrechners 5 in der Hand. Insbesondere bei kurzzeitigen Störungen ist eine Verringerung dieser Abtastrate vorteilhaft. Gerade diese Adaption der Abtastrate an die aktuellen Gegebenheiten verbessert das Peilergebnis prinzipiell. Würde man die Häufigkeitsverteilung gemäß dem Beispielsfall der Fig. 2 maschinell einfach mitteln, erhielte man einen völlig falschen Peilwert bei etwa 333 Grad, der in Fig. 2 eingezeichnet ist und der dort eine Inkrementhäufigkeit von z. B. 81 vortäuschen wurde; diese Lage im oberen Azimut-Winkeibereich des falschen Peilwertes basiert vorwiegend auf der immensen Vielzahl der Rauschstörungen in diesem Azimutbereich.
  • Die Häufigkeitsfunktion im Sinne der Fig. 2 ist nun nicht allein visuell mittels des Anzeigegerätes 7, das das Anzeigebild z. B. auf dem Sichtschirm einer Kathodenstrahlanzeigeröhre wiedergibt, auswertbar, sondern die Peilrichtungen können vorteilhaft mit großer Genauigkeit und gegenüber der menschlichen Auswertung zudem wesentlich schneller mittels eines digitalen Bewertungsrechners 8 (Fig. 1) ermittelt werden dessen Rechen-Ergebnisse z. B. numerisch ausdruckbar und/oder zu einer örtlich entfernten Stelle fernübertragbar sind.
  • Die Bewertungskriterien sind diesem Rechner R in an sich bekannter Weise einprogrammierbar. Als Bewertungskriterien kommen vorwiegend in Betracht: a) Anzahl der gleichzeitig im Peilkanal vorhandenen Schwingungseinfallsrichtungen und ihre zeitliche Dauer b) Symmetrie und zeitliche Xorrelation der Inkrementanhäufungen in der Häufigkeitsfunktion zu vorgegebenen Zeitpunkten c) Lage der Maxima und Minima bei Inkrementanhäufungen und Amplituden-Verhältnis dieser Maxima und Minima zueinander d) Streubereich der Inkrementanhäufungen, gemessen an der Pußpunktsbreite.
  • Die Analyse gemäß dem vorstehenden Kriterium a) erbringt Vorteile z.B. bei einer Standortpeilung durch Triangulation, diejenige gemäß dem vorstehenden Kriterium b) z.B. bei der Beurteilung von'Ionosphärenschwankungen, die auf die Ausbreitungsbedingungen der gepeilten Schwingungen Einfluß nahmen, diejanige gemäß den vorstehenden Kriterien c) und d) z.B. bei der Beurteilung der Anzahl der gepeilten Schwingungsquellen mit annähernd gleicher Schwingungseinfallrichtung.
  • Die vorstehenden Erkenntnisse und andere können in manchen Anwendungsfällen der Erfindung anstelle durch den Bewertungsrechner 8 auch durch eine Beobachtungsperson eines Anzeigegerätes nach Art des Gerätes 7 gewonnen werden, was aus zeitlichen oder wirtschaftlichen Gründen vorteilhafter sein kann.
  • Es wurde bereits erwähnt, daß in vielen Fällen sehr wirkungsvoll eine Störverminderung durch Anpassung der Abtastrate des Winkelwertrechners erzielbar ist. Häufig sind zusätzlich oder getrennt folgende weitere Störbefreiungsmaßnahmen zweckmäßig: a) Der Auflistungsmaßstab im Digitalspeicher 6 wird im Sinne einer multiplikativen Adaption geändert b) durch Rückwärts zählen der Speicherstände nach Erreichen einer vorgegebenen Schwelle wird im Sinne einer subtraktiven Adaption eine Störbefreiung erzielt.
  • Mit mehreren erfindungsmäß ausgebildeten, örtlich unterschiedlichen Anordnungen ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung eine Schnittpunktpeilung (Triangulation) vorteilhaft durchführbar. Hierzu ist in einer Zentrale ein gemeinsamer Auswerterechner 9 vorgesehen; vgl. das Beispiel gemäß Fig. 3 mit drei Peilern A bis C. Dieser Rechner 9 ist an die Digitalspeicher oder die Bewertungsrechner der Peiler A bis C angeschlossen, die jeweils nach Fig. 1 aufgebaut sind. Dem Rechner 9 folgt ein Anzeigegerät 10 und/oder ein Drucker 11. Sofern in den Häufigkeitsfunktionen, die von den Peilern A bis C ermittelt sind, die Anzahl der Maxima größer als 1, z.B. drei oder mehr beträgt, ist eine eindeutige Schnittpunktermittlung mitunter schierig ohne Zuhilfenahme weiterer Entscheidungskriterien oder eines menschlichen Beobachters.
  • Diese Entscheidungskriterien werden am Beispielsfall der Fig. 4 erörtert. Hier sind wieder die drei Peiler A bis C unterstellt; ihre Zahl ist natürlich wiederum nicht auf drei beschränkt. Der Peiler A meldet an die Zentrale zwei Peilrichtungen a1 und a2, der Peiler B zwei Peilrichtungen b1 und b2, der Peiler C drei Peilrichtungen c1 bis C3. Hier werden sie mittels des Anzeigegerätes 10 in einem kartesischen Zielgebietsraster x1 bis X7 und y1 bis y6 angezeigt. Die sich ergebenden Peildreiecke sind in Fig. 4 schraffiert.
  • Meist ist das gewünschte Zielgebiet einer Peilung bekannt. Es wird deshalb durch die Einführung des Koordinatennetzes x, y der voraussichtliche Winkelbereich der Einzelpeiler bereits bei Peilanforderung durch den Rechner so ausgewählt, daß nur Strahlen, die durch diesen Zielbereich gehen, zu Häufigkeitsaufzeichnung verwendet werden. Sollten dennoch z.B. bei großen Zeilbereichen mehrere Schnittpunkte entstehen, ist es vorteilhaft durch Einführung einer getakteten Auslesung zu bestimmten Zeitpunkten eine Aussage über hohärente Quellen und damit Fest.
  • ziele zu treffen Schließlich ist es in Verbindung mit dieser Weiterbildung der Erfindung zweckmäßig, durch weitere MaBstabveränderung der Zielfelder (Lupeneffekt) die Aussage in Richtung einer Eindautigkeit zu verbessern. Die Beobachtung der jeweiligen, z.B. an einem digitalen Display angezeigten Schnittpunkte über der Zeit kann einem Beobachter wertvolle Information, z.B. so über Schwankungen der Ionosphäre, liefern.
  • Die hervorragenden Vorteile der Erfindung sind somit: a) vollautomatische Winkelbestimmung auch bei mehreren Signalen oder Störungen innerhalb des Peilkanals b) exakte Aussage über die Quellenstruktur, z.B. auch über Mehrwegeausbreitung c) verbesserte Parameter zur Endauswertung d) keine Beeinflussung durch menschliche Störfaktoren e) sehr schnell arbeitend, z.B. erste Informationen nach wenigen Millisekunden; damit erhöhte Auffassungswahrscheinlichkeit f) Datenverarbeitungstaugliche Primärinformationen g) wesentlich verbesserte Endauswertung durch adaptive Parameterveränderung (Lupeneffekt, Störausblendung durch Abtastrate) h) bei Beobachtung durch den Menschen erheblich verbesserte Information über die Ionosphäre und die Quellenstruktur.

Claims (16)

  1. Patentansprüche
    29 Anordnugg zum automatischen Gewinnen von Peilwnnkelwerten aus den vom Empfänger eines Peilgerätes insbesondere des Kurzwellenbereiches gelieferten Peilinformationen, gekennzeichnet durch Mittel einerseits zum Erzeugen der Funktion der Häufigkeit (H = f (a)), mit der aus den einzelnen Richtungen («) innerhalb des beobachteten Peilwinkelbereiches und Peilfrequenzbereiches (Peilfrequenzkanals) wahrend eines vorgegebenen oder vorwählbaren Zeit intervalls Schwingungen empfangen werden, und andererseits zum Anzeigen und/oder Auswerten dieser Funktion.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Erzeugen der Häufigkeitsfunktion eingangsseitig iiiformationsaufbereitungsmittel, z. B. einen Hilbert-Drs formator (3) mit einem nachfolgenden Analog/Digital-Wandler (4), zum Erzeugen der komplexen Peilsignale in digitaler Form aus den Peilinformationen enthalten, die der Empfänger eines an sich bekannten Peilers, z. B. ein Adcock-Peilers, liefert, daß ein digitaler Winkelwertrechner (5) vorgesehen ist, der die komplexen Peilsignale mit einer vorgegebenen oder vorwahlbaren Abtastrate abtastet, die der reziproken Bandbreite des Peilfrequenzkanals gleich oder kleiner als diese Größe ist, und der bei jeder Abtastung die zageförigen Peilwinkei berechnet, daß an den Winkeiwertrechner ein Digitalspeicher (6) angeschlossen ist, der die im Winkelwertrechner errechneten Peilwinkel in der Weise nach aufsteigenden Winkelwerten auflistet, daß für jeden bei den Abtastungen errechneten Winkelwert am winkelmäßig zugehörigen Speicherplatz ein amplitudennnkrement konstant vorgegebener Größe additiv eingespeichert wird, und daß an den Speicherausgang - ggf. unter Zwischenschaltung einer Fernübertragungseinrichtung - für die gesuchte Bäufigkeitsfunktion Anzeige- und/oder Auswertemittel, z. B. ein tnzeigegerät (7) für kartesische Xoordinatenwerte bzw. ein Bewertungsrechner (8), angeschlossen sind.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtastrate des Winkelwertrechners (5) im Sinne einer Einflußverminderung kurzzeitiger Störschwingungen einstellbar ist.
  4. 4. Anordnung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß Löschmittel vorgesehen sind, die nach Ablauf des vorgegebenen oder vorwählbaren Zeitintervalls, während dessen die Häufigkeitsfunktion erzeugt wird, oder nach Ende der Empfangszeit der Schwingungen, deren Quelle gepeilt werden soll, den Speicherinhalt des Winkelwertspeichers löschen.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Löschmittel jederzeit von einer Bedienungsperson manuell zum Löschen des Speicherinhalts veranlassbar ist.
  6. 6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Auswertung der Häufigkeitsfunktion nach einem oder mehreren der folgenden Gesichtspunkten erfolgt a) Anzahl der gleichzeitig im Peilkanal vorhandenen Schwingungseinfallsrichtungen und ihre zeitliche Dauer b) Symmetrie und zeitliche Korrelation der Inkrementanhäufungen in der Häufigkeitsfunktion zu vorgegebenen Zeitpunkten c) Lage der Maxima und Minima bei Tnkrement anhäuf ungen und Amplitudenverhältnis dieser Maxima und Minima zueinander d) Streubereich der Inkrementanhäufungen, gemessen an der Pußpunktsbreite.
  7. 7. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Störbefreiung durch eine multiplikative Adaption ermöglicht ist, und zwar z. B. dadurch, daß der Auflistungsmaßstab des Digitalspeichers veränderbar ist.
  8. 8. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Störbefreiung durch eine subtraktive Adaption ermöglicht ist, und zwar z. B. dadurch, daß die Speicherstände nach Erreichen einer vorgegebenen Schwelle rückwärts gewählt werden.
  9. 9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch ihre örtlich unterschiedliche Anwendung zur Schnittpunktpeilung mit Hilfe eines gemeinsamen Auswerterechners (9) in einer Zentrale.
  10. 10. Anordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß bereits bei der Gewinnung der Primärinformationen für die Schnittpunktpeilung von der Zentrale her ein bestimmter Winkelbereich vorgegeben ist.
  11. 11. Anordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Winkelvorgabe durch den Auswerterechner (9.) selbst aus dem vorgegebenen Zielquadrat ermittelt und den Peilern automatisch mitgeteilt wird.
  12. 12. Anordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Abbildungsmaßstab der Zielquadrate solange verändert wird, bis ein eindeutiger Schnittpunkt existiert (Lupeneffekt).
  13. 13. Anordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß durch zeitlich korrelierte Abtragung der Primärinformationen (Speicherstände) eine weitere Information über zusammengehörige Signale erzielt wird.
  14. 14. Anordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß bei Azimutpeilungen als weitere Primärinformation der Elevationswinkel ermittelt und der Häufigkeitsverteilung zugeordnet wird.
  15. 15.. Anordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gezeichnet, daß Informationen über Schwankungen der Ionosphäre bei der Schnittpunktberechnung mit verwendet werden.
  16. 16. Anordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 15, gekennzeichnet durch ein Anzeigegerät mit Speichereigenschaften, mittels dessen die Schnittpunktsausgabe erfolgt, so daß eine Beobachtung dynamischer Vorgänge, z. B. Zielbewegung oder Ionosphärenschwankung, möglich ist.
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