DE2551265C3 - Vorrichtung zum gasdichten Absperren des Innenrohres der Hohlelektrode eines elektrothermischen Schmelzofens - Google Patents
Vorrichtung zum gasdichten Absperren des Innenrohres der Hohlelektrode eines elektrothermischen SchmelzofensInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum gasdichten Absperren des Innenrohres der Hohlelektrode eines
elektrothermischen Schmelzofens, mit einem verformbaren Absperrpfropfen, der aus einer den Strömungsweg durch das Innenrohr freigebenden Lage innerhalb
eines an das Innenrohr angesetzten Rohrstutzens mittels einer Betätigungsstange in das Innenrohr
einführbar und durch Druckbeaufschlagung der Betätigungsstange abdichtend an die Rohrwandung andrückbar
ist.
Hohlelektroden, über welche elektrothermische Schmelzofen mit teilchenförmigen! Möller beschickt
werden, müssen in bestimmten Zeitabständen entsprechend dem Abbrand im Lichtbogen nach unten
nachgesetzt und am oberen Ende durch ein neues, in der Regel etwa 2 m langes Elektrodenstück ergänzt werden,
d.h. durch Stücke des Außenblechmantels und des Förderrohres sowie Auffüllen des von diesen begrenzten
Ringraumes mit Elektrodenmasse. Um beim Ansetzen eines neuen Elektrodenstückes und bei der
hierzu erforderlichen Unterbrechung der Möllerzufuhr einen Austritt giftiger Ofengase, insbesondere Kohlenmonoxyd,
über die Hohlelektrode zu verhindern, muß das Hohlelektrodeninnenrohr gasdicht abgesperrt werden.
Ein zeitweiliges Absperren des Innenrohres der Hohlelektrode kann aber auch dann erforderlich sein,
wenn Störungen im Ofenbetrieb auftreten oder Reparaturarbeiten an der Hohlelektrode vorgenommen
werden müssen.
Bei einer bekannten Absperrvorrichtung der geschilderten Art ist auf das obere Ende des Hohlelektrodeninnenrohres
ein Abschlußstück aufgesetzt, das einen seitlichen Stutzen für die Zufuhr von Möller und einen
zum Hohlelektrodeninnenrohr koaxialen Rohrstutzen aufweist, welcher den Absperrpfropfen im unbetätigten
Zustand aufnimmt. Wird der Absperrpfropfen beim Absperrvorgang mittels der Betätigungsstange in das
Hohlelektrodeninnenrohr bis zur Anlage an einem in das Innenrohr bewegten Anschlag geschoben und, z. B.
durch Druckbeaufschlagung der Betätigungsstange, zu einer Querschnittsvergrößerung veranlaßt, so sperrt er
das Innenrohr gasdicht ab.
Der wesentliche Nachteil der bekannten Vorrichtung
6s besteht darin, daß sich ein großer Betätigungshub für
den Absperrpfropfen ergibt und oberhalb der Hohlelektrode zusätzlich zu dem für das neu aufzusetzende
Elektrodenstück erforderlichen Raum auch Raum für
die Absperrvorrichtung sowie zum Aufsetzen derselben auf das ergänzte Hohlelektrodeninnenrohr zur Verfugung
stehen muß. Die bekannte Ausführung erfordert überdies einen relativ großen Arbeitsaufwand, weil je
nach Ausbildung des Absperrpfropferis vor dem Aufsetzen eines neuen Elektrodenstückes entweder die
Betätigungsstange vom Absperrpfropfen in dessen abdichtender Lage gelöst werden muß, um das
Abschlußstück abnehmen zu können, oder die Betätigungsstange beim Entfernen des Abschlußstückes auf
irgendeine Weise unter Vorspannung gehalten werden muß. Schließlich wird der konstruktive Aufwand auch
durch die Ausbildung und Anordnung des bewegbaren Anschlages im Hohlelektrodeninnenrohr erhöht
Bei einer anderen bekannten Absperrvorrichtung
ähnlicher Art ist an dem Hohlelektrodeninnenrohr ein Schrägstutzen vorgesehen, an dem eine langgestreckte
Hülse mit einer in dieser befindlichen langgestreckten Blase lösbar montiert ist, wobei die Blase zum
Absperren des Hohlelektrodeninnenrohres mittels einer Schubstange aus der Hülse in das Innenrohr verschiebbar
und dort mit Druckgas aufblasbar ist. Die Schubstange ist zu diesem Zweck zugleich als
Gasleitung ausgebildet, welche die Blase durchsetzt und öffnungen für den Gasaustritt aufweist.
Auch bei dieser bekannten Ausführung ergibt sich ein relativ großer Betätigungshub und vor allem eine
erhebliche Verschleiß- und Zerstörungsgefahr für die Blase, weil diese beim Betätigungshub und beim
Zurückziehen in die Hülse in Reibungsberührung mit der Hülsenwandung, der Stutzenwandung und der
Wandung des Hohlelektrodeninnenrohres steht, und speziell beim Passieren der Anschlußstellen des
schrägen Rohrstutzens an das Hohlelektrodeninnenrohr einer verschleißfördernden Beanspruchung unterliegt.
Da bei der bekannten Ausführung die Blase mit Druckgas gefüllt werden muß, das nach dem Absperrvorgang
wieder abgelassen werden muß, ist der Zeitaufwand für die Betätigung der Absperrvorrichtung
relativ groß. Ferner hat auch diese bekannte Ausführung
einen beträchtlichen konstruktiven Aufwand, insbesondere deshalb, weil am freien Ende der
Betätigungsstange ein eigener Pfropfen vorgesehen werden muß, der zum gasdichten Absperren des
schrägen Rohrstutzens dient, an welchen die abnehmbare Hülse angesetzt ist.
Die Frfindung zielt nun darauf ab, die Nachteile der vorstehend erörterten bekannten Konstruktion bei
einer Absperrvorrichtung der einleitend angegebenen Art zu vermeiden und diese so auszubilden, daß sie
insbesondere in Höhenrichtung der Hohlelektrode geringen Platzbedarf hat, so daß sie am oberen Ende der
Hohlelektrode vorzunehmende Arbeiten nicht behindert, und kompakten sowie verschleißarmen Aufbau
aufweist; die Vorrichtung soll es außerdem ermöglichen, die Absperrung des Innenrohres der Hohlelektrode im
Bedarfsfall mit geringem Zeit- und Arbeitsaufwand vorzunehmen. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß der Rohrstutzen senkrecht zur Achse des Innenrohres an dieses angesetzt ist, daß der ^0
aus Elastomermaterial bestehende Absperrpfropfen einen eingebetteten Druckübertragungskörper aus
starrem Material enthält, der den Pfropfen in einen Endabschnitt, welcher eine der Innenwandung des
Innenrohres gegenüberliegende geschlossene Dichtzone aus Elastomermaterial bildet, und einen rohrstutzenseitigen
Abschnitt unterteilt, welcher eine der Innenwandung des Rohrstutzens gegenüberliegende geschlossene
Dichtzone aus Elasiomermaterial bildet, wobei die beiden Dichtzonen im wesentlichen senkrecht
aufeinander stehen und miteinander verbunden sind, und daß die Betätigungsstange unmittelbar mit dem
rohrstutzenseitigen Abschnitt des Absperrpfropfens und über diesen Abschnitt und den Druckübertragungskörper
mittelbar mit dem Endabschnitt des Absperrpfropfens gekuppelt ist
Durch diese Ausbildung wird eine äußerst kompakte Vorrichtung geschaffen, die im Bedarfsfall eine einwandfreie
gasdichte Absperrung des Hohlelektrodeninnenrohres ermöglicht und auf einfache Weise von der
Seite der Hohlelektrode her betätigt werden kann; der Absperrvorgang kann sehr rasch erfolgen, weil die
Länge des Schließhubes des Absperrpfropfens im wesentlichen nur dem Durchmesser des Innenrohres
der Hohlelektrode entspricht Da der Absperrpfropfen als kompakter Formkörper aus Elastomermaterial
ausgebildet ist und, wie erwähnt, nur einen kleinen Arbeitshub hat, wird die Verschleißgefahr vermindert.
Es sei noch erwähnt, daß die Anordnung des Rohrstutzens senkrecht zur Achse des Innenrohres auch
Ausführungen mit leichten Abweichungen von der Senkrechten umfassen soll. Da die erfindungsgemäße
Vorrichtung in Höhenrichtung der Hohlelektrode keinen zusätzlichen Platzbedarf hat, eignet sie sich
besonders ?ur Anwendung in Verbindung mit einer unmittelbar auf der Beschickungsbühne des Schmelzofens
angeordneten, geringe Bauhöhe aufweisenden Möllerzufuhrvorrichtung, wie sie in der OE-PS 3 29 282
beschrieben isi.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung hat der Rohrstutzen gleichen Innendurchmesser
wie das Hohlelektrodeninnenrohr. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung hat der Absperrpfropfen im
unverformten Zustand im wesentlichen die Gestalt eines Zylinders mit halbkugelförmigem vorderen Ende.
Die zu beiden Seiten des Druckübertragungskörpers angeordneten Abschnitte des Absperrpfropfens sind
dabei vorzugsweise über zwei einander auf der Außenseite des Druckübertragungskörpers diametral
gegenüberliegende streifenförmige Elastomermaterialabschnitte miteinander verbunden. Hierdurch wird
einerseits eine einwandfreie Ausbildung der Dichtzonen gesichert und andererseits die Gefahr eines allzu
raschen Verschleißes des Absperrpfropfens vermieden, weil ein erheblicher Teil des Außenmantels desselben
durch die Außenseite des metallischen Druckübertragungskörpers gebildet wird.
In konstruktiver Hinsicht und hinsichtlich der Sicherheit der Betätigung erweist es sich als besonders
vorteilhaft, wenn nach einem anderen Merkmal der Erfindung die Betätigungsstange an ihrem Ende eine
Druckplatte trägt, die fest mit dem der Betätigungsstange zugekehrten Pfropfenabschnitt verbunden, vorzugsweise
in diesen eingebettet ist. Die Betätigungsstange kann ferner hohl ausgebildet und der Druckübertragungskörper
mit einer in der hohlen Betätigungsstange teleskopartig verschiebbaren Führungsstange verbunden
sein. Vorzugsweise wird dabei die Führungsstange hohl ausgebildet und kommuniziert mit einem den
Druckübertragungskörper durchsetzenden Strömungskanal. Diese Ausbildung ermöglicht es, während des
Ab^perrens des Hohlelektrodeninnenrohres über den Absperrpfropfen inertes Schutz- bzw. Spülgas in das
Hohlelektrodeninnenrohr einzubringen, wodurch die Sicherheit gegen einen Ofengasaustritt weiter erhöht
und überdies eine Kühlung des Absperrpfropfens
erreicht wird.
Die Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
näher erläutert.
F i g. 1 ist ein Axialschnitt durch eine Absperrvorrichtung gemäß der Erfindung, wobei der Absperrpfropfen
in der Absperrlage gezeigt ist,
F i g. 2 ist eine teilweise geschnittene Ansicht der Vorrichtung nach Fig. 1.gesehen in Richtung der Pfeile
H-II in Fig. 1,
F i g. 3 ist eine perspektivische Darstellung eines Teiles des Absperrpfropfens der Vorrichtung nach den
F i g. 1 und 2 und
Fig.4 erläutert in einer schematischen Darstellung
die Anwendung der erfindungsgemäßen Absperrvorrichtung.
In F i g. 1 ist ein Abschnitt eines Metallrohres 1 gezeigt, welches das Innenrohr einer weiter nicht
dargestellten Hohlelektrode eines elektrothermischen Schmelzofens bildet. Über dieses Innenrohr 1 wird
während des Ofenbetriebes kontinuierlich teilchenförmiger Möller in den Ofen gefördert. An das Innenrohr 1
ist ein Rohrstutzen 2 mit senkrecht zur Innenrohrachse verlaufender Achse angesetzt. Der Innendurchmesser
des Rohrstutzens 2 ist vorzugsweise gleich dem Innendurchmesser des Innenrohres 1. Der Rohrstutzen
2 trägt an seiner Außenseite mit Abstand vom Innenrohr 1 einen Ringflansch 3, an den unter
Zwischenschaltung einer Ringdichtung 4 die zylindrische Wandung eines das freie Ende des Rohrstutzens
abdeckenden, im wesentlichen buchsenförmigen Abschlußstückes 5 mittels einer noch zu erläutertenden
Spannvorrichtung angedrückt wird. In einer axialen Bohrung des Abschlußstückes 5 ist mittels einer
Lagerbuchse 6 eine rohrförmige Betätigungsstange 7 für einen innerhalb des Rohrstutzens 2 verschiebbaren
Absperrpfropfen 8 gelagert
Der Absperrpfropfen 8 besteht aus einem elastomeren Material, z. B. Gummi oder Kunststoff, und enthält
einen in diesen eingebetteten Druckübertragungskörper 1! aus starrem Material, z. B. Metall, welcher den
Pfropfen in einen rohrstutzenseitigen Abschnitt 9 und einen dem Innenrohr zugekehrten Endabschnitt 10
unterteilt. Der der Betätigungsstange 7 zugekehrte Pfropfenabschnitt 9 umschließt einen endseitigen
Abschnitt der Betätigungsstange 7 und eine am Ende der Stange befestigte, sich senkrecht zu deren Achse
erstreckende Ringscheibe 12. Der gesamte Absperrpfropfen 8 hat im unverformten Zustand im wesentlichen
die Gestalt eines Zyinders mit halbkugelförmigem vorderen Ende.
Wie aus den F i g. 1 bis 3 ersichtlich ist, hat der Druckübertragungskörper 11 einen im wesentlichen
zylindrischen Außenmantel, in dem zwei einander diametral gegenüberliegende Längsnuten 13 ausgebildet
sind Auf der dem Pfropfenabschnitt 9 zugekehrten Seite weist der Druckübertragungskörper 11 eine
Aussparung 14 auf, die bezüglich einer auf die Achse des Innen rohres 1 senkrecht stehenden Längsmittelebene
des Pfropfens symmetrisch, im wesentlichen V-förmig ausgebildet ist. Die Flanken 15 der Aussparung 14
ergeben mit Ebenen, welche einander zugeordnete Seitenwände der einander gegenüberliegenden Längsnuten
13 enthalten, zueinander parallele Schnittlinien, die zwischeneinander eine der Breite der Nuten 13 *5
entsprechende Bodenfläche 16 der Aussparung 14 begrenzen. Von der dem Pfropfenendabschnitt 10
zugekehrten Stirnseite des Druckübertragungskörpers 11 erstreckt sich ein zentraler, im Schnitt kegelstumpfförmiger
Ansatz 17 weg. Der Druckübertragungskörper 11 weist ferner eine axiale Sackbohrung 18 auf, von
deren innerem Ende eine radiale Bohrung 19 ausgeht, die senkrecht zur Längsmittelebene der Aussparung 14
verlaufend in den Außenmantel des Druckübertragungskörpers ausmündet. Der Druckübertragungskörper
11 steht mit der hohlen Betätigungsstange 7 über eine hohle Führungsstange 20 in Verbindung, die in
einem erweiterten Teil der Sackbohrung 18 sitzt und sich durch den Pfropfenabschnitt 9 hindurch in die
Betätigungsstange hineinerstreckt. Die Führungsstange 20 wird in der Betätigungsstange 7 durch einen
verringerten Innendurchmesser aufweisenden Axialabschnitt 21 der Betätigungsstange geführt, der eine
Anschlagschulter für einen Kopfabschnitt 22 der Führungsstange bildet, welcher in der hohlen Betätigungsstange
teleskopartig gleiten kann.
Wie F i g. 2 zeigt, sind die beiden Abschnitte 9,10 des
einstückig aus elastomerem Material ausgebildeten Absperrpfropfens 8 über die Längsnuten 13 des
Druckübertragungskörpers 11 ausfüllende streifenförmige Materialabschnitte 23 miteinander verbunden. Die
Ausbildung des dargestellten Absperrpfropfens ist so getroffen, daß dieser im unverformten Zustand einen
Außendurchmesser hat, der etwas kleiner als der Innendurchmesser des Rohrstutzens 2 ist.
Zum Absperren des Hohlelektrodeninnenrohres 1 wird der Absperrpfropfen 8 durch Aufbringen einer
Druckkraft auf die Betätigungsstange 7, z. B. mittels einer hydraulischen oder pneumatischen Antriebseinrichtung,
aus einer Lage innerhalb des Rohrstutzens 2, in welcher der Pfropfen an einer innenseitigen, ringförmigen
Erhebung 24 des Abschlußstückes 5 anliegt, in das Innenrohr 1 geschoben. Der auf den Pfropfenabschnitt 9
über die als Druckplatte wirkende Scheibe 12 der Betätigungsstange 7 ausgeübte Druck wird über den
Druckübertragungskörper 11 auf den im wesentlichen halbkugelförmigen Pfropfenendabschnitt 10, der an der
Innenwandung des Innenrohres 1 anliegt, übertragen. Der Endabschnitt 10 nimmt dadurch den in Fig.2
gezeigten Verformungszustand an, in welchem er an der Stirnseite so abgeflacht und in radialer Richtung so
erweitert ist, daß er an der Innenwandung des Innenrohres 1 eine geschlossene streifenförmige Dichtzone
bildet die sich im wesentlichen über den halben Rohrumfang bis zum Verschneidungsbereich mit dem
Rohrstutzen 2 erstreckt Unter der Wirkung der auf den Absperrpfropfen ausgeübten Axialkraft wird ferner der
zwischen der Druckplatte 12 und dem Druckübertragungskörper 11 liegende Teil des Pfropfenabschnittes 9
in radialer Richtung ausgeweiici und legt sich unter
Bildung einer geschlossenen ringförmigen Dichtzone an die Innenwandung des Rohrstutzens 2 an. Das seitliche
Auswärtspressen bzw. die Materialverdrängung des Pfropfenabschnittes 9 wird durch die eine Keilwirkung
entfaltende V-förmige Aussparung 14 des Druckübertragungskörpers 11 begünstigt Da das Elastomermateria!
des Pfropfenabschnittes 9 auch im Bereich der V-förmigen Aussparung 14 radial nach außen verdrängt
wird und die Materialstreifenabschnitte im Bereich der
Längsnuten 13 des Druckübertragungskörpers 11 infolge axialer Stauchung ebenfalls auswärts gepreßt
werden, ergeben sich auch Dichtzonen in axialer Richtung entlang-der Innenwandung des Rohrstutzens 2
bis zu dessen Verschneidungsbereich mit dem Innenrohr 1, d.h. die geschlossenen, aufeinander senkrecht
stehenden Dichtzonen an der Innenwandung des
Innenrohres und der Innenwandung des Rohrstutzens sind miteinander verbunden.
Die Abmessungen der elastomeren Abschnitte des Absperrpfropfens und des Druckübertragungskörpers
sowie die Härte des Elastomermaterials und die Druckkraft werden so gewählt, daß sich der Absperrpfropfen
einerseits ohne Gefahr einer übermäßigen Abnützung innerhalb des Rohrstutzens bewegen kann,
andererseits in der Absperrlage einwandfrei abdichtet. Die sich bei der Verformung des Absperrpfropfens
ergebende Relativbewegung zwischen der Betätigungsstange 7 und dem Druckübertragungskörper 11 wird
durch die Verbindung desselben mit der Betätigungsstange nicht behindei f., weil der Kopf der Führungsstange
20, wie schon erwähnt, innerhalb der Betätigungsstange 7 teleskopartig gleiten kann.
Soll der Strömungsweg durch das Innenrohr der Hohlelektrode wieder freigegeben werden, so wird die
Druckvorspannung der Betätigungsstange 7 aufgehoben, worauf der Absperrpfropfen 8 in seinen unverformten
Zustand zurückkehrt. Beim Zurückziehen der Betätigungsstange 7 wird der Absperrpfropfen 8
vollständig in den Rohrstutzen 2 hineingezogen und vorzugsweise unter Vorspannung an die ringförmige
Erhebung 24 des Abschlußstückes 5 angepreßt gehalten, wodurch eine Abdichtung gegen einen Gasaustritt
durch die Lagerbüchse 6 des Abschlußstückes bewirkt wird.
An der Außenseite des buchsenförmigen Abschlußstückes 5 sind, wie F i g. 2 zeigt, einander diametral
gegenüberliegende Winkelstücke 25 mit Gewindebohrungen angeschweißt, in welchen mit den Enden einer
Kette 26 verbundene Gewindebolzen 27 einstellbar montiert sind. Die Kette 26 erstreckt sich um das
Innenrohr 1 herum. Die aus dem Abschlußstück 5, dem Absperrpfropfen 8, der Betätigungsstange 7 und
gegebrnenfalls auch deren Antrieb gebildete Einheit kann durch Festspannen des Abschlußstückes 5 am
Rohrstutzen 2 mit der durch die Kette 26 gebildeten Spannvorrichtung rasch montiert bzw. demontiert
werden. Da der Rohrstutzen 2 nach dem Abnehmen der Einheit gasdicht verschlossen werden muß, ist im
Rohrstutzen ein sich über den halben Umfang und senkrecht zur Achse desselben erstreckender Einschnitt
35 ausgebildet, durch den beim Herausziehen des Absperrpfropfens eine Metallscheibe in den Rohrstutzen
eingeschoben werden kann, die sodann mit diesem verschweißt wird und den Rohrstutzen abschließt.
Bei der erfindungsgemäßen Absperrvorrichtung wird durch die erläuterte Ausbildung des Absperrpfropfens 8,
d. h. durch die Einbettung eines Druekübertragungskorpers
11 aus starrem Material vorteilhaft erreicht, daß der rohrstutzenseitige Abschnitt 9 des Absperrpfropfens
eine genau ringförmige, geschlossene Dichtzone bildet und auch der Endabschnitt 10 des Absperrpfropfens
an das Innenrohr 1 einwandfrei abdichtend angepreßt wird, weil der auf den Absperrpfropfen
mittels der Betätigungsstange ausgeübte Druck vom Druckübertragungskörper gleichmäßig auf den Endabschnitt
10 übertragen wird. Der Druckübertragungskörper 11 ergibt den Vorteil, daß gerade in jenem Bereich
des Absperrpfropfens, der beim Schließ- und Öffnungshub am stärksten beansprucht wird, nur wenig
elastomeres Material vorhanden ist, wodurch die Gefahr eines vorzeitigen Verschleißens des Absperrpfropfens
hintangehalten wird. Schließlich ermöglicht es die dargestellte Ausbildung, im abgesperrten Zustand
des Hohlelektrodeninnenrohres über die Betätigungsstange, die Führungsstange und den Druckübertragungskörper
ein inertes Schutzgas zu Spülungs- und/oder Kühlungszwecken in Richtung gegen den
Ofen hin in das Innenrohr einzublasen.
Zum besseren Verständnis der Erfindung ist in F i g. 4 schematich eine Hohlelektrode eines Schmelzofens
dargestellt, die durch ein neues Elektrodenstück ergänzt werden soll. Zu diesem Zweck wird auf das Elektrodenmantelstück
28 ein neues, z. B. 2 m langes Mantelstück 29 und auf das Hohlelektrodeninnenrohr 1 ein
entsprechendes Innenrohrstück 30 aufgeschweißt und der entstehende Ringraum mit Söderbergmasse gefüllt.
Um zu verhindern, daß während des Aufbauvorganges über das Hohlelektrodeninnenrohr schädliche Gase
aus dem Schmelzofen austreten, wird der Absperrpfropfen einer an das Innenrohr 1 angesetzten Absperrvorrichtung
31 mittels deren Antriebseinrichtung 32 in der bereits beschriebenen Weise in die Absperrstellung
gebracht; gleichzeitig wird über eine nicht dargestellte Zuleitung und die Absperrvorrichtung Inertgas in das
Innenrohr 1 geblasen, so daß unterhalb der Absperrvorrichtung 31 als zusätzliche Sicherung ein Inertgaskissen
entsteht. Anschließend schweißt man das neue Elektrodenmantelstück 29 sowie das neue Elektrodeninnenrohrstück
30 samt einer neuen Absperrvorrichtung 34 an und verbindet das Rohrstück 30 mit der Möllerzuführleitung
33; die ursprüngliche Absperrvorrichtung 31 kann sodann durch Abnahme des Abschlußstückes 5 und
Herausziehen des Absperrpfropfens 8 aus dem Rohrstutzen 2 ausgebaut werden, wobei der Rohrstutzen in
der erläuterten Weise verschlossen wird. Um dabei jegliche Gefahr eines Austrittes von Ofengasen zu
vermeiden, wird in der Praxis über die obere Absperrvorrichtung 34 Schutzgas unter hohem Druck in
das Innenrohrstück 30 und das Innenrohr 1 geblasen.
Es versteht sich, daß das beschriebene Ausführungsbeispie!
im P.ahmen des Erfindungsgedankens, insbesondere hinsichtlich der Ausbildung des Druckübertragungskörpers
und der Spannvorrichtung verschiedentlich abgewandelt werden kann.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Vorrichtung zum gasdichten Absperren des Innenrohres der Hohlelektrode eines elektrothermischen
Schmelzofens, mit einem verformbaren Absperrpfropfen, der aus einer den Strömungsweg
durch das Innenrohr freigebenden Lage innerhalb eines an das Innenrohr angesetzten Rohrstutzens
mittels einer Betätigungsstange in das Innenrohr einführbar und durch Druckbeaufschlagung der
Betätigungsstange abdichtend an die Rohrwandung andrückbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Rohrstutzen (2) senkrecht zur Achse des Innenrohres (1) an dieses angesetzt ist, daß der aus
Elastomermaterial bestehende Absperrpfropfen (8) einen eingebetteten Druckübertragungskörper (11)
aus starrem Material enthält, der den Pfropfen in einen Endabschnitt (10), welcher eine der Innenwandung
des Innenrohres (1) gegenüberliegende geschlossene Dichtzone aus Elastomermaterial bildet,
und einen rohrstutzenseitigen Abschnitt (9) unterteilt, welcher eine der Innenwandung des Rohrstutzens
(2) gegenüberliegende geschlossene Dichtzone aus Elastomermaterial bildet, wobei die beiden
Dichtzonen im wesentlichen senkrecht aufeinander stehen und miteinander verbunden sind, und daß die
Betätigungsstange (7) unmittelbar mit dem rohrstutzenseitigen Abschnitt (9) des Absperrpfropfens (8)
und über diesen Abschnitt und den Druckübertragungskörper (11) mittelbar mit dem Endabschnitt
(10) des Absperrpfropfens gekuppelt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Innendurchmesser des Rohrstutzens
(2) gleich dem Innendurchmesser des Innenrohres (1) ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Absperrpfropfen (8) im
unverformten Zustand im wesentlichen die Gestalt eines Zylinders mit halbkugelförmigem vorderen
Ende hat.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zu beiden Seiten
des Druckübertragungskörpers (U) angeordneten Abschnitte (9, 10) des Absperrpfropfens (8) über
zwei einander auf der Außenseite des Druckübertragungskörpers (11) diametral gegenüberliegende
streifenförmige Elastomermaterialabschnitte (13) miteinander verbunden sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsstange
(7) an ihrem Ende eine Druckplatte (12) trägt, die fest mit dem der Betätigungsstange zugekehrten Pfropfenabschnitt
(9) verbunden, vorzugsweise in diesen eingebettet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsstange
(7) hohl ausgebildet ist und der Druckübertragungskörper (11) mit einer in der hohlen Betätigungsstange
(7) teleskopartig verschiebbaren Führungsstange (21) verbunden ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsstange (21) hohl ausgebildet
ist und mit einem den Druckübertragungskörper
(11) durchsetzenden Strömungskanal (19, 20) kommuniziert.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckübertragungskörper
(11) auf seiner der Druckplatte (12) zugekehrten Seite eine Aussparung (14) aufweist, die
in einer durch die Achsen des Innenrohres (1) und des Rohrstutzens (2) definierten Schnittebene im
wesentlichen V-förmig ausgebildet ist und in welche sich der die Druckplatte (12) aufnehmende Pfropfenabschnitt
(9) hineinerstreckt.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsstange
(7) in einem vom Rohrstutzen (2) abnehmbaren Abschlußstück (5) verschiebbar geführt
ist, das mittels einer Spannvorrichtung (26) abdichtend am Rohrstutzen festspannbar ist
10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannvorrichtung durch
eine das Förderrohr (1) umschlingende, am Abschlußstück (5) einstellbar befestigte Kette (26)
od. dgl. gebildet ist
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| AT164375A AT335189B (de) | 1975-03-04 | 1975-03-04 | Vorrichtung zum gasdichten absperren des innenrohres der hohlelektrode eines elektrothermischen schmelzofens |
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| DE2551265C3 true DE2551265C3 (de) | 1982-03-25 |
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Family Applications (1)
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