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Schwebebahn für Spielanlagen o. dgl.
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Die Erfindung richtet sich auf eine Schwebebahn für Spiel-, Sport-
o.dgl. Anlagen mit einer ein Gefälle aufweisenden Fahrbahn für eine mit einem Rollenfahrwerk
versehenen Gondel.
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Es sind bereits Schwebebahnen dieser Art im Gebrauch, die ein Seil
als Fahrbahn bzw. Laufbahn aufweisen. Die Spannlänge solcher Seile ist im allgemeinen
zu gering, um eine Fahrbahn von derer den gewünschten Zweck notwendigen Länge zu
ergeben Außerdem hängt das Seil v*ifach so weit durch, daß die Bewegung der Gondel
o.dgl. behindert wird. Wird hingegen das Seil stark gespannt, so ist, abgesehen
von dem hohen Aufwand, im allgemeinen die Neigung
der Fahrbahn zu
groß, was zu einer erhöhten Unfallgefahr führen kann.
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Es besteht daher ein Bedürfnis nach Abhilfe und Ausbildung einer Schwebebahn
der eingangs bezeichneten Art dergestalt, daß bei möglichst vermindertem Aufwand
der Spielzweck besser erreicht und eine Unfallgefahr gebannt werden kann. Schließlich
kommt es darauf an, den Gebrauchswert solcher Spielgeräte durch eine raumsparende
Ausführung zu erhöhen, ohne daß dadurch aber die Fahrbahnlänge vermindert werden
müßte.
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Diese Aufgabe löst die Erfindung in der Weise, daß die Fahrbahn ein
rohrartiges Profil aufweist und in mindestens einer annähernd geschlossenen Schleife
verlegt sowie auf zwei im Innenraum der Schleife befindlichen Stützen gelagert ist
und daß das Fahrwerk ein selbsttragendes Gehäuse aufweist, an dessen Unterseite
ein Tragarm für das Gondelgehäuse angreift.
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Die Fahrbahn kann natürlich wesentlich weiter als über eine Schleife
von etwa 3600 geführt werden, doch hat sich bei der Lösung der der Windung zugrunde
liegenden Aufgabe herausgestellt, daß im wesentlichen eine einfache Fahrbahnschleife
genügt, die zur Erreichung des Spielzwecks erforderliche Fahrbahnlänge zur Verfügung
zu stellen. Insbesondere soll auch der Aufwand in einem vertretbaren Verhältnis
zum angestrebten Ziel stehen. Ein rohrartiges Profil als Fahrbahn hat sich in mancherlei
Hinsicht
als besonders einfach und zweckmäßig erwiesen. Es ist leicht
herzustellen und verleiht der Fahrbahn ein hohes Maß an Eigensteifigkeit. Selbstverständlich
kann auch ein offenes Schienenprofil an die Stelle des Rohrprofils treten. Ebenso
können auch mehrere Stützen Verwendung finden, doch haben sich mindestens zwei Stützen
als besonders vorteilhaft erwiesen, um eine genügend große Fahrbahn zu bilden.
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Die selbsttragende bauweise des Fahrwerkgehäuses vereinfacht zum einen
die Konstruktion und ermöglicht es, den Tragarm unmittelbar unter der Fahrbahn zu
führen. Das Gondelgehäuse besteht im allgemeinen aus einen offenen Sitz für ein
oder zwei Personen.
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Es liegt im Rahmen der Erfindung, daß die Fahrbahn aus einzelnen Rohrschüssen
bes@eht, die durch eingeschobene Rohrstücke verbunden sind, um dadurch eine Längsdehnung
der Fahrbahn zu ermöglichen. Es genügt die der Verbindung dienenden Rohrstücke am
einem Rohrschuß dauerhaft zu befestigen, während der angrenzende Rohrschuß auf dem
überstehenden Ende des Verbindungsrohrstücks gleitet.
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Um eine Behinderung der Bewegungsbahn der Gondel zu vermeiden, andererseits
aber den Aufwand zur Lagerung der Fahrbahn in erträglichen Grenzen zu halten, sieht
die Erfindung weiter vor, daß das untere Ende der Fahrbahn im Innenraum der größten
äußeren Schleife liegt.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das Gefälle der Fahrbahn
in den Biegungen stärker gewählt als auf den Geraden.
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D.h. mit anderen Worten, daß das Gefälle umso stärker ist, je kleiner
der Biegungsradius der Fahrbahn ist. Diese Maßnahme führt zu einer Beschleunigung
der Gondelbewegung in den Kurven, was den dort verstärkt auftretenden Reibungskräften
entgegenwirkt.
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Es wird auf diese Weise vermieden, daß etwa eine Gondel in einer Biegung
der Fahrbahn stehen bleibt und damit natürlich der angestrebte Spelzweck nicht erreicht
werden kann.
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Die zur Lagerung der Fahrbahn dienenden Stützen sind nach einem anderen
Merkmal der Erfindung T-förmig ausgebildet, und der T-Steg liegt voll innerhalb
der größten gedachten Fahrbahnschleife, wobei er an beiden Seiten mit Abstand von
der Fahrbahn endet. Im Bereich seiner Enden weist dieser T-Steg je eine Tragstrebe
auf, die etwa nach Art einer Sehne zu einer Biegung der Fahrbahnschleife verläuft
und an deren Enden die Fahrbahn befestigt ist. Für jede Stütze mit äe zwei Tragstreben
ergeben sich auf diese Weise vier Befestigungspunkte für die Fahrbahn, die in einer
Schleife um die beiden Stützen geführt ist. Bei entsprechend gewählter Anordnung
der Stützen mit ihren Tragstreben liegen die Befestigungspunkte für die Fahrbahn
etwa in gleichem Abstand voneinander über die gesamte Fahrbahnschleife verteilt.
Im Rahmen der Erfindung liegt es aber auch, zumindest die den Fahrbahnenden benachbarte
Tragstrebe zu unterteilen, so daß je Halbstrebe wiederum zwei Befestigungspunkte
für die Fahrbahn zur
Verfügung stehen. Diese Ausbildung gewährleistet
darüberhinaus eine ungehinderte Bewegungsbahn für die Gondel.
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Die Erfindung sieht nach einem weiteren Merkmal vor, daß zwischen
der Fahrbahn und der Tragstrebe eine höhenverstellbare Befestigung vorgesehen ist,
wodurch sich insbes. aus Fertigungstoleranzen herrührende Toleranzen leicht überbrücken
lassen.
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An dem Fahrwerkgehäuse sind erfindungsgemäß zwei Rollensätze in Fahrrichtung
hintereinander angeordnet. Ein solches Rdlenfahrwerk kann bei Überlastung der Gondel,
z.B. wenn sie von mehr als der vorgesehenen Anzahl von Kindern besetzt wird, zu
einem Verkanten der Rollensätze gegenüber der Fahrbahn führen, so daß sich die Gondel
in diesem Fall praktisch nicht vorwärts bewegen würde. Diese Maßnahme wirkt somit
in vorteilhafter Weise einer Unfallgefahr wirksam entgegen.
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In Verwirklichung des allgemeinen Erfindungsgedankens besieht der
einzelne Rillensatz aus einer Mehrzahl von oberen Rollen1 etwa drei Rollen, die
im Winkel von insgesamt ca. 90° über der Fahrbahn a-ngeordnet sind, und mindestens
einer der Fahrbahn von unten anliegenden Rolle. Die einzelnen Rollen des Rollensatzes
können wiederrum in Fahrrichtung gegeneinander versetzt angeordnet sein, um ihre
Unterbringung im Fahrwerkgehäuse zu erleichtern. Dieses Rollenfahrwerk hat sich
als außerordentlich betriebssicher erwiesen, Außerdem gestattet es in zuverlässiger
Weise den seite
lichen Angriff der Stützen bzw. deren Tragstreben
tandem Rohrprofil der Fahrbahn.
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Die vor allem aus Sicherheitsgründen im Überlastungsfall erwünschte
Verkantung des Rollenfahrwerks der Gondel wird dadurch gefördert, daß nach einem
Merkmal der Erfindung der Tragarm hinter den beiden Rollensätzen des Fahrwerks am
Fahrwerkgehäuse angreift.
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Die Erfindung sieht weiter vor, daß die Gondel eine gegebenenfalls
fußbetätigte Bremse aufweist. Natürlich kann diese Bremse auch von Hand ausgelöst
werden. Als besonders vorteilhaft hat sich erwiesen, die Bremse mit einem im Gondelgehäuse
gelagerten Hebelgestänge zu versehen, das im Tragarm nach oben zum Fahrwerk geführt
ist und einen an mindestens einer Rolle angreifenden Bremsschuh trägt. Bei einer
einfachsten Ausführungsform genügt eine einfache Schwenklagerung des als Doppelhebel
ausgebildeten Hebelgestänges am Gondelgehäuse. Wird das Fußpedal am einen Ende des
Doppelhebels betätigt, wird der andere Hebelarm im Tragarm der Gondel nach oben
bewegtSund der Bremsschuh greift zunehmend stark an der Rolle an. Bei nachlassendem
Bremsdruck bewegt sich dieses Hebelgestänge unter der Wirkung der Schwerkraft in
die Ausgangsstellung zurück. In diesem Zusammenhang steht das weitere Merkmal der
Erfindung, daß eine der unteren Rollen des Fahrwerks höhenverstellbar im Fahrwerkgehäuse
gelagert ist und mit ihrer Unterseite im Wirkungsbereich des Bremsschuhes liegt.
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Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben
sich aus der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
sowie anhand der Zeichnung. Hierbei zeigen: Fig. 1 eine Draufsicht auf die Schwebebahn
gemäß der Erfindung; Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 1, teilweise
geschnitten; Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung der Gondel und Fig. 4 einen Schnitt
nach Linie IV-IV in Fig. 3.
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Die Zeichnung gibt eine Ausführungsform wieder, deren Fahrbahn 1 eine
zwar offene, aber über etwa 3600 geführte längliche Schleife bildet. Die Biegung
2 führt über 1800, währen die gegenüberliegende Biegung 3 einen etwas größeren Winkel
beschreibt. Innerhalb des oberen Endes 4 der Fahrbahn 1 liegt mit Abstand das untere
Ende55, welches, wie Fig. 1. erkennen läßt, leicht nach innen gekrümmt ist. Es kann,
ebenso wie das obere Ende 4, einen entsprechenden Anschlag aufweisen, damit die
Gondel 5 nicht aus derFahrbahn 1 herausbewegt werden kann.
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Die Fahrbahn 1 besteht aus einem Rohr 6 mit kreisförmigem Querschnitt
(vgl. Fig. 4), welches in annähernd gleichen Abständen Befestigungspunkte 7 zur
Lagerung der Fahrbahn 1 aufweist.
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Hierzu dienen zwei Stützen 8 in T-Form, die bei 9 im Boden verankert
sind. An den äußeren Enden des T-Steges 10 dieser Stützen 8 ist je eine Tragstrebe
11 befestigt, die etwa als Sehne zur Biegung der Rhrbahn 1 verläuft. An den beiden
Enden 12 einer jeden Tragstrebe ist je ein Lagerbock 13 befestigt, der an einem
Auslegerarm 14 das Rohr 6 trägt. Die Befestigung liegt, wie Fig. 4 erkennen läßt,
etwas unterhalb des waagrechten Durchmessers des Rohres 6. Zur zuverlässigen Lagerung
des Rohres ist auf den Auslegerarm 14 beidseits des Rohres 6 eine Lagerhülse 15
aufgeschoben und durch Schraubenmuttern 16 arretiert. Durch die Anordnung mehrerer
Bohrungen 17 übereinander im Lagerbock 13 ist eine Höhenverstellung des Auslegerarms
14 und damit des als Fahrbahn dienenden Rohrs 6 möglich.
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Die die beiden Enden der Fahrbahn 1 lagernde Tragstrebe ist unterteilt,
wobei der obere Teil 18 an einem am Ende des Steges 10 befestigten Arm 19 sitzt,
während der untere Teil 20 dieser Tragstrebe zwei nach unten verlängerte Lagerböcke
21 aufweist.
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Die Lagerung der Fahrbahn 1 an den beiden Stützen 8 ist so ausgebildet,
daß das Gefälle im Bereich der beiden Geraden 22 und 23 der Fahrbahnschleife annähernd
gleich ist. Dagegen ist das Gefälle im Bereich der Biegungen 2 und 3 etwas größer.
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Die Gondel 5 weist ein- Fahrwerk 24 mit einem selbsttragenden Gehäuse
25 auf, welches zwei in Fahrrichtung 26 hintereinander
angeordnete
Sätze 27 von je drei oberen Rollen 28, 29 und 30 sowie einer unteren Rolle 31 aufweist.
Die Rollen sind über die Halterungen 32 am Fahrwerkgehäuse 25 gelagert und, wie
Fig. 3 erkennen läßt, in Fahrrichtung 26 gegeneinander versetzt angeordnet. Die
Rollen 28 bis 31 weisen zweckmäßig einen verschleißfesten Belag, z. B. Hartgummi,
Kunststoff o.dgl., auf.
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Das Fahrwerkgehäuse 25 wird stirnseitig durch die beiden Platten 33
und 34 verschlossen. An seinem in Fahrrichtung 26 hinteren Ende, zwar hinter den
beiden Rollensätzen 27, greift an der Bodenplatte 35 des Fahrwerkgehäuses 25 ein
Tragarm 36 an, der aus einem Rohrprofil, einem Vierkantprofil oder einem rückseitig
offenen U-Profil o.dgl. bestehen kann. Dieser trägt an seinem unteren Ende das eigentliche
Gondelgehäuse 37 mit einer Bodenplatte 38, einem Sitz 39 und seitlichen Armlehnen
40 sowie der Rückenlehne 41. An dem schräg aufwärts angestellten vorderen Ende 42
der Bodenplatte 38 ist das Pedal 43 eines Bremsgestänges 44 angeordnet. Dieses ist
um den Schwenkpunkt 45 am Boden 38 des Gondelgehäuses 37 gelagert. Der eine Gestängearm
46 ist im Tragarm 36 nach oben geführt und trägt an seinem oberen Ende einen vereinfacht
wiedergegebenen Bremsschuh 47, der, wenn das Bremspedal 43 in Pfeilrichtung 48 beaufschlagt
wird, sich nach oben bewegt und an der Rolle 31t des Rollenfahrwerks angreift.
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Diese Rolle ist, wie Fig. 3 erkennen läßt, in Langlöchern 49 höhenverstellbar
gelagert, so daß sie bei Beaufschlagung durch den Bremsschuh 47 des Bremsgestänges
an die Unterseite 50 des
Rohres 6 gepreßt wird. Diese Anordnung
gewährt einen langsam wirkenden Eingriff der Bremse Wie aus Figur 1 hervorgeht,
können im Bereich der Geraden 22 und 23 die einander zugekehrten Enden 12 der beiden
Tragstreben 11 miteinander verbunden sein. Die Verbindungsstange 51 verläuft dann
im Abstand etwa parallel neben der Fahrbahn 1. Diese wird dadurch mit ihrer Tragkonstruktion
zusätzlich versteift. Die Verbindungsstangen 51 entlang der Geraden 22 und 23 verhindern
auch, daß diese Teile der Fahrbahn 1 als Turmgerüst mißbraucht werden können.
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L e e r s e i t e