DE3117314A1 - Roll- oder rutschbahn, insbesondere zum abfahren mit ungelenkten fahrzeugen - Google Patents
Roll- oder rutschbahn, insbesondere zum abfahren mit ungelenkten fahrzeugenInfo
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Description
Ύ ' O J. PATENTANWÄLTE
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Bergbahnen Studio Gesellschaft m.b.H. & Co. KG Anton-Rauch-Str. 8c
A- 6020 Innsbruck/Österreich
Roll- oder Rutschbahn, insbesondere zum Abfahren mit ungelenkten Fahrzeugen
Roll- oder Rutschbahn
Die Erfindung betrifft eine Roll- oder Rutschbahn, insbesondere zum Abfahren mit ungelenkten Fahrzeugen, mit
geraden und mit in Draufsicht kreisbogenförmigen Bahnabschnitten mit im Querschnitt gekrümmter Fahrbahn.
Eine solche Bahn ist beispielsweise in der AT-PS 323.625 beschrieben und wird im allgemeinen aus geraden
und kreisbogenförmig gekrümmten Bauelementen hergestellt. Die geraden und kreisbogenförmig gekrümmten Bauelemente
weisen hiebei eine im Querschnitt kreisbogenförmig gekrümmte Fahrfläche auf. Im DGM 7 239 729 ist der Querschnitt
eines in Draufsicht kreisbogenförmig gekrümmten Bauelementes'dargestellt und ersichtlich, daß die Fahrflache
kurvenaußenseitig überhöht ist. Derartige Bahnen 5 werden im allgemeinen mittels auf Kufen gleitenden
Schlitten befahren. Es sind aber auch bereits auf Rädern rollende Wagen vorgeschlagen worden.
Die Fahrbahnausbildung derartiger Bahnen ist nun in mancherlei Hinsicht ungenügend. So kann es beim Einfahren
in die in Draufsicht kreisbogenförmig gekrümmten Kurven insbesondere bei ungeübten Fahrern zu einem Umkippen des
Fahrzeuges kommen, während beim Ausfahren aus den Kurven ein Schlingern der Fahrzeuge zu bemerken ist.
Der Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, eine Bahn der eingangs genannten Gattung dahingehend zu verbessern,
daß sich ein Fahrzeug, insbesondere ein ungelenktes bzw. nichtwillkürlich gelenktes Fahrzeug auf einer
theoretisch richtigen, räumlichen Fahrlinie querkraftfrei bewegt. Dadurch sollen Stürze aus der Bahn und
ein Umkippen des Fahrzeuges auch bei Fahrfehlern vermieden werden. Eine auf einem Fahrzeug sitzende Person soll
unabhängig von der jeweiligen Geschwindigkeit ohne Pen-
31173U
delbewegungen harmonisch abfahren können.
Es ist bekannt, daß die ideale Fahrlinie eines aus einer Geraden in eine Kurve einfahrenden Fahrzeuges eine
Klothoide ist, da in diesem Fall die Fliehkraft nicht ruckartig zunimmt. Von dieser Erkenntnis wird im Straßenbau
und im Eisenbahnbau bereits seit langem Gebrauch gemacht.
Die Übertragung der Erfahrungen aus dem Straßenbzw. Eisenbahnbau auf die Konstruktion einer Roll- oder
Rutschbahn ist nun keineswegs trivial, da es hier ja darum geht, Fahrzeuge, die mit ganz verschiedenen Geschwindigkeiten
am Ende eines geraden Bahnabschnittes anlangen, in der richtigen Höhe und tangential gerichtet in den
kreisbogenförmigen Bahnabschnitt einfahren zu lassen bzw. mit verschiedenen Geschwindigkeiten aus dem kreisbogenförmigen
Bahnabschnitt kommende Fahrzeuge richtig in den folgenden geraden Bahnabschnitt zu lenken. Bekannte Bob-
und Rodelbahnen geben für die Lösung dieser Aufgabe deshalb kaum Anhaltspunkte, da solche Bahnen bewußt so konstruiert
sind, daß erst durch Lenkarbeit eine ideale Fahrlinie zustande kommt.
Die Aufgabe, für verschiedene Fahrgeschwindigkeiten jeweils eine klothoidenförmige Fahrlinie sicherzustellen,
löst die Erfindung durch die Kombination von Bahnabschnitten mit elliptischem bzw. kreisbogenförmigem Querschnitt,
wobei diese Querschnittsformen als solche durchaus bekannt sind. Die Erfindung ist somit dadurch gekennzeichnet, daß
die kurvenaußenseitige Fahrfläche im klothoidenförmig verlaufenden Übergangsbereich zwischen geraden und kreisbogenförmigen
Bahnabschnitten eine sich gleichsinnig ändernde Querschnittsform aufweist, die an einem Ende von
einer viertelellipsenförmigen Querschnittsform des geraden Bahnabschnittes ausgeht, und bei der zum anderen Ende
I « w
ft C
G-
hin das Verhältnis der Ellipsenhalbachsen stetig kleiner
wird.
In einer bevorzugten Ausführung ist vorgesehen, daß die Querschnittsform der kurvenaußenseitigen Fahrfläche
im klothoidenförmig verlaufenden Übergangsbereich am anderen Ende in eine kreisbogenförmige Querschnittsform der
kurvenaußenseitigen Fahrfläche des kreisbogenförmigen Bahnabschnittes übergeht.
Durch die erfindungsgemäße Bahn hingegen soll ein Fahrzeug mit beliebiger Geschwindigkeit querkraftfrei
durch Kurven geführt werden. Durch dieses Fahrbahnprofil wird ein kontinuierlicher Anstieg der Querneigung des
Fahrzeuges erreicht, so daß für alle Geschwindigkeiten die Resultierende aus dem Gewicht und der Fliehkraft des
beladenen Fahrzeuges normal zur Tangente an die Fahrbahn steht.
Im Kurvenauslauf wird ein stetiges Herunterkommen des Fahrzeuges und ein ruckfreies Einfädeln in die anschließende
Gerade erzielt.
Vorteilhafterweise wird vorgesehen, daß die Fahrfläche der Übergangsbereiche an der Anschlußstelle zu den
geraden Bahnabschnitten im Querschnitt eine an ihrer im wesentlichen waagrechten Hauptachse geteilte, halbe Ellipse
ist, und daß vorzugsweise die Hauptachse etwa doppelt so groß wie die Nebenachse ist.
Dieses Querprofil, welches sich in den Geraden fortsetzt, zeigt insbesondere dahingehend Vorteile, daß durch
Fahrfehler bedingte Schlingerbewegungen des Fahrzeuges nach Kurven rasch stabilisiert werden, da dem Fahrzeug
bei Annäherung an den Fahrbahnrand eine relativ große Hubarbeit abgefordert wird.
1 · · Λ Λ.
r -* 31173H
Um thermische Verformungen zu vermeiden, besteht die Roll- oder Rutschbahn vorzugsweise aus einer Anzahl von
rinnenförmigen Bauelementen, welche an ihren Stoßstellen
miteinander verbunden sind und dort von fest verankerten Stützen getragen sind.
Eine solche Rutschbahn zum Abfahren mittels Rutschschlitten od. dgl. ist beispielsweise aus der AT-PS
323.625 bekannt. Jedes der Bauelemente ist an seiner hangseitig oben gelegenen Stoßstelle nach unten abgekröpft,
wobei auf diesem abgekröpften Teil das untere Ende des benachbarten Bauelementes aufliegt. Weiters ist jedes
Bauelement unmittelbar nach seiner hangseitig oberen Stoßstelle von zwei in einer Querebene angeordneten, unter
schulterförmige Randbögen greifende Stützen gelagert. Dieses lose Aufeinanderliegen der Bauelemente an den jeweiligen
Stoßstellen hat sich jedoch nicht als befrie- . digende Lösung herausgestellt.
Hier soll jedoch eine feste, aber dennoch thermisch induzierte Bewegungen der Bauelemente zulassende Verbindung
derselben an den Stoßstellen vorgeschlagen werden.
Vorzugsweise wird hiezu vorgesehen, daß die rinnenförmigen Bauelemente an ihren Stoßstellen zur konvexen
Seite hin abgewinkelte Flansche aufweisen, welche unter Belassung einer Dehnungsfuge mittels Schrauben od. dgl.
miteinander verbunden sind, wobei sich die Flansche mittels gummielastischer Polster an den Schrauben od. dgl.
bzw. an von den Schrauben od. dgl. durchsetzen Platten abstützen. Damit sind die Bauelemente unlösbar miteinander
verbunden, ohne daß jedoch durch Temperataränderungen
bewirkte Längenänderungen der Bauelemente behinr dert werden.
Die Dehnungsfuge ist bei den höchsten auftretenden
31173H
Temperaturen am kleinsten und vergrößert sich bei Abkühlung der Bauelemente, wobei die vorgesehenen Polster jedoch
immer dafür sorgen, daß die Enden der Bauelemente einen festen Sitz aufweisen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen,
daß die Schrauben od. dgl. gegen starre, zwei Scheiben voneinander distanzierende Distanzhülsen gespannt
sind, welche die Flansche in Bohrungen durchdringen, wobei zwischen den Scheiben und den Flanschen die gummielastischen
Polster angeordnet sind. Eine derartige Anordnung hat den Vorteil, daß die Bemessung der Dehnungsfuge
immer gleich ist und nicht von der Geschicklichkeit des Montagepersonals abhängt.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die rinnenförmigen Bauelemente mittels der die Flansche miteinander verbindenden
Schrauben od. dgl. an den Stützen befestigt sind. Auf diese Weise trägt jede Stütze zwei Bauelemente
und sorgt gleichzeitig für die exakte Zuordnung der Enden derselben, was bei einer Unterstützung der Bauelemente
an den umgebogenen Längsrändern, wie sie beispielsweise AT-PS 3 23.625 zeigt, nicht der Fall ist.
Eine aus einzelnen Bauelementen zusammengesetzte, an einem Hang verlegbare Rutschbahn zum Abfahren mittels
Rutschschlitten ist an sich ja beispielsweise aus der AT-PS 323.625 bekannt. Hiebeibestehen die Bauelemente
jedoch aus einem mittleren muldenförmigen Teil, an welchen zu beiden Seiten aufwärts gewölbte Randbögen und
daran anschließend schräg nach außen abwärts gerichtete Seitenflächen anschließen. Unter die derart ausgebildeten
Schultern der Bauelemente sind Rohrstücke eingesetzt, an welchen wiederum höhenverstellbare Streben angreifen,
die an einer Schwelle befestigt sind. Die Bauweise weist insbesondere dahingehend Nachteile auf, daß für die Her-
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stellung des Unterbaues, insbesondere für die Verlegung der Schwelle, relativ genaue und langwierige Arbeiten
notwendig sind, da deren Position dor angegebenen Krümmung
bzw. Lage der Bahnelemente exakt angepaßt sein muß. Der gleiche Nachteil ergibt sich, wenn, wie dies in der
DE-OS 2 731 837 vorgesehen ist, die Bauelemente unmittelbar durch Stifte am Boden befestigt werden.
Zur Lagerung der beschriebenen Bahnelemente ist es auch bereits bekannt geworden, ein quer zur Längsachse
der Bahnelemente verlaufendes Traggestell, welches unter die Schultern der Bahnelemente greift, an einer einzigen
höhenverstellbaren Strebe zu befestigen. Damit ist zwar für die Vorbereitung des Untergrundes weniger Arbeitsaufwand
erforderlich, doch besteht nach wie vor die Notwendigkeit, die Strebe exakt im vorgegebenen Bahnverlauf
anzuordnen.
Im Rahmen der Erfindung wird demgegenüber vorzugsweise eine Stütze verwendet, bei der die zeit- und arbeitsaufwendigen
Vermessungsarbeiten vor der Verankerung derselben im Untergrund merklich reduziert sind.
Hiezu wird vorgesehen, daß das Traggestell einen quer zur Längsachse der Bahnelemente verschiebbar und kardanisch
verschwenkbar an der Strebe gelagerten Träger aufweist, an dessen beiden Enden die Bahnelemente tragende,
um die Längsachse des Trägers verschwenkbare Arme befestigt sind.
Mit Hilfe einer derartig ausgebildeten Stütze ist es nun möglich/ die im wesentlichen zentral und lotrecht angeordnete,
höhenverstellbare Strebe bloß annähernd in der Längsachse der Bahnelemente im Untergrund zu verankern
und das Traggestell dann exakt dem vorgegebenen Bahnverlauf anzupassen. Kommt es durch Hangbewegungen zu Lageän-
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derungen der Stütze, so können diese ohne großen Aufwand
kompensiert werden.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand eines Ausführungsbeispieles
näher erläutert.
'5 Hiebei zeigt die Fig. 1 eine Draufsicht auf die aus Bauelementen bestehende Bahn, die Fig. 2 eine Schrägansicht
einer Bahn mit den im Grundriß klothoidenförmig gekrümmten, an die Geraden anschließenden Übergangsbereichen
zu den kreisbogenförmigen Bahnabschnitten, die Fig. 3 einen Querschnitt dieses Ubergangsbereiches an
der Anschlußstelle zu den geraden Bahnabschnitten, die Fig. 4 einen Querschnitt des Übergangsbereiches etwa in
der Längsmitte desselben, die Fig. 5 den Querschnitt des Übergangsbereiches an einer Anschlußstelle zu einem im
Grundriß kreisbogenförmig gekrümmten Bahnabschnitt mit kreisbogenförmigem Querschnitt, die Fig. 6 den Krümmungsverlauf
der erfindungsgemäßen Bahn zwischen zwei einen
Winkel einschließenden geraden Bahnabschnitten und die Fig. 7 den Verlauf der Querneigung eines diese Kurve
durchfahrenden Fahrzeuges. Fig. 8 zeigt eine Seitenansicht eines Teiles der aus Bauelementen bestehenden Bahn,
Fig. 9 die Vorderansicht auf ein solches Bauelement und die dasselbe haltende Stütze, Fig. 10 einen Längsschnitt
zweier an ihren Stoßstellen miteinander verbundener Bauelemente, und Fig. 11 einen Fig. 10' entsprechenden Schnitt
durch den Angriffspunkt einer Stütze.
Die Fig. 1 stellt die Draufsicht auf eine aus einer Reihe von Bauelementen zusammengesetzten, an einem Hang
verlegten Bahn in einer Richtung normal zur Hangebene dar. Hiebei sei darauf hingewiesen, daß die Bauelemente
selbstverständlich auch normal zur Hangebene gekrümmt sein können, um einen vorgegebenen, natürlichen Hangverlauf
folgen zu können. Derartige Krümmungen werden je-
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doch im allgemeinen an im Grundriß geraden Bauelementen ausgeführt.
Diese Bahn besteht im Grundriß bzw. in Draufsicht gesehen aus geraden Bahnabschnitten G, kreisbogenförmig
gekrümmten Bahnabschnitten K10 und K„ und Übergangsbereichen,
die sich aus Übergangsbögen U1 und U„ zusammensetzen.
Die zwischen den kreisbogenförmig gekrümmten
Bahnabschnitten K und den geraden Bahnabschnitten G eingesetzten übergangsbögen U- und U~ sind im wesentlichen
klothoidenförmig gekrümmt.
Beim Durchfahren dieser Bahn, beispielsweise mit einem auf Rädern rollenden Wagen, nimmt daher die Fliehkraft
beim Einfahren in die Übergangsbögen U1 und U_
kontinuierlich zu, bis die kreisbogenförmig gekrümmten Bahnabschnitte K10 oder K2n erreicht werden. Hier bleibt
die Fliehkraft konstant, während sie beim Ausfahren aus den Kurven in den übergangsbögen wieder stetig abnimmt.
Werden, wie hier dargestellt, kreisbogenförmig gekrümmte Bahnabschnitte mit unterschiedlichen Krümmungsradien
verwendet, beispielsweise die Bahnabschnitte K30 mit einem
Krümmungsradius von 20 Metern und die Bahnabschnitte K10 mit einem Krümmungsradius von 10 Metern, so sind
dementsprechend auch vier unterschiedlich gekrümmte Übergangsbögen notwendig. Es müssen zwei spiegelbildlich
gekrümmte übergangsbögen U., welche eine Verbindung der
geraden Bahnabschnitte mit den gekrümmten Bahnabschnitten K» ermöglichen und zwei spiegelbildlich gekrümmte
Übergangsbögen U-, welche einen Anschluß der übergangsbögen
U1 an die Bereiche K1 Q ermöglichen, vorgesehen
sein. Die Berechnung der Krümmungsradien der übergangsbögen
ist dann sehr einfach möglich, indem die Bogenlänge L vorgegeben wird, und der Klothoidenparameter A
nach dem Gesetz L = A /R errechnet wird.
Es ist leichb ersichtlich, daß mit Hilfe der hier beschreibenen Bauelemente durch eine entsprechende Kombination
beliebige Kurvenfolgen gebildet v/erden können.
Tn der In Fiq. ?. gezeigten Schrägansicht einer Bahn
sind in den gekrümmten Bahnabschnitten U.., U~, K mehrere
Fahrlinien f.. , f-, f3 für Wagen W mit unterschiedlichen
Geschwindigkeiten V eingezeichnet. Jede dieser Fahrlinien
f.., f~, f3 stellt im Grundriß im wesentlichen eine KIothoide
dar. Jede entstehende Klothoidenschar weist einen gemeinsamen Anfangspunkt S auf, der jeweils am übergang
von einem geraden Bahnabschnitt G zu einem Übergangsbereich U liegt, da die Fahrlinien f., f„, f., in den geraden
Bahnabschnitten G in eine Fahrlinie f zusammenfallen. In den kreisbogenförmig gekrümmten Bahnabschnitten K
"15 verlaufen die Fahrlinien f^, f2, f3 parallel zueinander.
Die Fig. 3 zeigt den Querschnitt des übergangsbogens U1 an der Anschlußstelle zu den geraden Bahnabschnitten
G. Dieser Querschnitt stellt eine an ihrer waagrechten Hauptachse b geteilte, halbe Ellipse dar,
wobei die Hauptachse b etwa doppelt so groß wie die Nebenachse a ist. Diese Querschnittsform bietet auch für
die geraden Bahnabschnitte G ein optimales Fahrprofil, da die Krümmung im hauptsächlichen Fahrbereich weitgehend
konstant ist, während etwaige Schlingerbewegungen eines Fahrzeuges W durch Abfordern einer entsprechenden
Hubarbeit bei Annäherung an den Fahrbahnrand rasch stabilisiert werden» Wie in Fig. 2 erkennbar, ändern sich
die Ellipsenparameter a und b der kurvenaußenseitigen Fahrflache mit abnehmendem Krümmungsradius R der tibergangsbögen
U1 und U0 kontinuierlich, wobei das Verhältnis
ν» \ a
— der Hauptachse b zur Nebenachse a hiebei mit abnehmena
dem Krümmungsradius R kleiner wird.
Die Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch die Bahn
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am Ende des Übergangbogens U-, an den sich ein Übergangs
bogen U9 oder ein kreisbogenförmig gekrümmter Bahnabschnitt
K30 anschließt.
Das Verhältnis — der Ellipsenhalbachsen ist kleiner geworden. Durch den Punkt M einer Fahrlinie verläuft die
Resultierende P aus dem Gewicht g des Wagens und der Fliehkraft F, die durch die Beziehung tr ausgedrückt
wird, worin V die Geschwindigkeit des Wagens W und R der Krümmungsradius der Klothoide im Punkt M im Grundriß ist.
Die Tangente t.. am Punkt M schließt mit der Horizontalen
den Winkel^, ein, der dem Winkel zwischen der Resultieren
den P und der Kraftlinie des Gewichtes g, also der Querneigung entspricht. Es tritt keine Querkraft auf, da die
Resultierende P senkrecht zur Tangente t., im Punkt M der
Fahrlinie verläuft. Die Koordinaten (x, z) des Punktes M der Fahrlinie in jeder Querschnittsfläche weisen daher
folgende Größen auf, wobei der Ursprung 0 im tiefsten Punkt der Querschnittsfläche liegt:
χ (Abszisse) = b.sin
ζ (Ordinate) = a.(1-cos
ζ (Ordinate) = a.(1-cos
Dabei gilt: tan#= ^.tan{i>.^, und tanß =
Hierin bedeuten:
b = große Halbachse der Ellipse
a = kleine Halb achse der Ellipse
Λ = Winkel zwischen der Resultierenden P in Punkt M und der Schwerkraft g (Querneigung)
a = kleine Halb achse der Ellipse
Λ = Winkel zwischen der Resultierenden P in Punkt M und der Schwerkraft g (Querneigung)
O = Steigungswinkel der Tangente t„ in einem Punkt T mit
der Ordinate ζ des äußeren Schmiegungskreises k an die Ellipse mit dem Radius b
1 = Länge der Klothoide vom Anfangspunkt S bis zum Punkt
M
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L - Länge des klothoidonförmigen Übergangsbereiches U
V = Geschwindigkeit in km/h
R = Krümmungsradius der Klothoide in M
Jede Fahr linie f., f"2, f., im tibergangsbereich ü
stellt im Aufriß den aufsteigenden Ast einer Sinuslinie
dar, die im Anfangspunkt S bei 0 beginnt. Die Ordinate ζ jedes Punktes M einer Fahrlinie f1, f2, f3 im Übergangsbereich U ist daher auch durch folgende Funktion der
Sinuslinie gegeben:
10 ζ = ~ -
i - 1)]}
Hierin bedeutet Z die maximale Höhe der Fahrlinie f .j, f 2, f3 am Übergang zum kreisbogenformigen Bahnabschnitt
K1n, K_ ." 1 und L haben wiederum die vorstehend
angegebenen Bedeutungen.
Fig. 5 zeigt den Querschnitt an der Stoßstelle zwischen dem übergangsbogen ü« und dem im Grundriß kreisbogenförmig
gekrümmten Bahnabschnitt K10, dessen Krümmungsradius
R kleiner als der des Bahnabschnittes K?o ist.
Hier ist das Verhältnis der Hauptachse b zur Nebenachse a eins geworden, so daß die Fahrfläche im Querschnitt
• nunmehr kreisbogenförmig gekrümmt ist. Vorzugsweise wird die kreisbogenförmige Querschnittsform der Fahrfläche für
jene kreisbogenförmige Fahrabschnitte K1n gewählt, deren
Krümmungsradius R ein Minimum ist. Die Bahnabschnitte K„n
mit größerem Krümmungsradius R20 sind daher im Querschnitt
noch viertelellipsenförmig.
Es ist jedoch auch denkbar, jene kreisbogenformigen Bahnabschnitte mit kleinem Radius, die im Verlauf einer
Bahn öfters erforderlich sind, mit kreisbogenförmiger Querschnittsform der Fahrfläche auszubilden. Ein. einzelner
Bahnbereich, in dem ein noch kleinerer Krümmungsra-
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dius des kreisbogenförmigen Bahnabschnittes erforderlich ist, könnte in diesem Fall wiederum eine viertelelliptische
Querschnittsform aufweisen, wobei jedoch das Verhältnis
— kleiner als 1 ist, d. h. die Ellipsenhalbachse
el
b kürzer als die Ellipsenhalbachse a ist. Vor und nach
einem derartigen Bahnabschnitt K-1Q ist dann die Einschaltung
je eines weiteren Übergangsbogens erforderlich, dessen Querschnittsform sich zwischen kreisbogenförmig
am einen Ende
stetig ändert.
stetig ändert.
am einen Ende zu viertelelliptisch, — <1, am anderen Ende
el
Bei der in Fig. 5 dargestellten Ausführung mit kreisbogenförmiger Querschnittsform verläuft die Resultierende
P aus dem Gewicht g und der Fliehkraft F senkrecht zur Tangente t-, an die Fahrfläche im Punkt M, wobei in diesem
Fall die Winkel (^ und £f gleich groß sind und die
Tangenten %~ und t_ (Tangente an den Punkt T gleicher
Ordinate ζ des Schmiegungskreises) ineinanderfallen. Die obengenannte Formel für tan ο reduziert sich in diesem
Fall auf tan α = tan ß> = -TKyp. Wie erwähnt, ist das Verhältnis
— = 1, ebenso auch 1 = 1; da die Länge 1 vom Anfangspunkt
bis zum Punkt M der Gesamtlänge L der Klothoide entspricht.
Je nach Fahrgeschwindigkeit findet daher der Wagen W eine entsprechende querkraftfreie Fahrlinie f.j, f2r fo»
wobei es die erfindungsgemäße Entwicklung des Querprofils der Fahrfläche in den Übergangsbereichen U ermöglicht,
daß sich während des Einfahrens in die Kurven bzw. während des Ausfahrens aus denselben sowohl die Fliehkraft
als auch die Querneigung stetig ändern.
In der Fig. 6 ist der Krümmungsradius R der Bahn zwischen zwei einen Winkel einschließenden geraden Bahnabschnitten
dargestellt, während die Fig. 7 zeigt, daß die Querneigung P>
des Fahrzeuges W während des Durchfah-
rens der übergangsbögen ü- und U„ auch bei verschiedenen
Geschwindigkeiten V- und V2 kontinuierlich zu- bzw. abnimmt.
Ein ähnlicher Verlauf ist auch bei der Fliehkraft zu bemerken. In Fig. 6 wie in Fig. 7 stellt die Bahnlänge
B (in m) die Abszisse dar.
Der in der Fig. 8 dargestellte Ausschnitt zeigt, daß die auf einem Hang verlegbare Bahn od. dgl. aus einer
Reihe von selbsttragenden, rinnenförmigen Bauelementen 1, 1', 1" zusammengesetzt ist. In dieser Bahn kann
man entweder mit einem Rutschschlitten, Rollwagen oder auch direkt sitzend den Hang entlang abfahren, wobei zur
Anpassung der Bahn an das Gelände sowohl um ihre Längsachse, als auch um ihre Querachse gebogene, bzw. gekrümmte
Bauelemente vorgesehen sein können. Die Bauelemente .15" 1, 1', 1" sind mittels im Untergrund 4 verankerten Stützen
3 an ihren Stoßstellen gehalten. Diese Stützen 3 bestehen aus einer in bezug zur Längsachse der Bahnelemente
im wesentlichen zentral und lotrecht angeordneten, höhenverstellbaren Strebe 3, welche ein quer zur Längsachse
des Bahnelementes verlaufendes Traggestell 30 hält.
Wie in der Fig. 9 dargestellt, weisen die geraden Bauelemente 1 im wesentlichen den Querschnitt einer halben
Ellipse auf. Diese Querschnittsform ist sowohl in bezug auf die Stabilität der Bauelemente als auch auf die
Führungseigenschaften derselben für einen Rollwagen od. dgl. von. besonderem Vorteil, da durch die steil ansteigenden
Flanken eventuelle Schlingerbewegungen rasch gedämpft werden. Die Längsränder 13 der Bauelemente 1 sind
mittels Leisten 14 eingefaßt, welche die Kanten an den
Stoßstellen überdecken und etwaige Ungenauigkeiten ausgleichen. Weiters sind die Bauelemente an ihren mit zur
konvexen Seite hin abgewinkelten Flanschen 12 versehen, an welchen die Stützen 3 angreifen. Die im Untergrund 4
verankerte Strebe 31 der Stützen besteht aus einem Rohr
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34, welches am oberen Ende mit einer Mutter 35 versehen ist. Mittels dieser Mutter 35 ist eine im Rohr geführte
Gewindestange 36 höhenverstellbar festlegbar, wobei am
oberen Ende der Gewindestange 36 ein kardanisches Gelenk 37 angeordnet ist. An diesem Gelenk 37 ist ein quer zur Längsachse der Bauelemente angeordneter Träger 32 in seiner Längsrichtung einstellbar festgelegt, an dessen Enden wiederum Arme 33 um die Längsachse des Trägers 32 verschwenkbar festgelegt sind. An diesen Armen 33 sind die Bauelemente 1 mit ihren Flanschen so befestigt, daß geringfügige Längenänderungen der Bauelemente 1 nicht behindert werden. Es ist leicht ersichtlich, daß diese Stütze aufgrund ihrer vielseitigen Einstellrichtungen, welche durch die Pfeile 37', 37", 37"' und 38 angedeutet sind, ein problemloses Verlegen der Bauelemente ermöglicht.
Insbesondere könnten auch Abweichungen der Strebe 31
von der Lotrechten, wie in der Fig. 9 dargestellt, ohne weiteres egalisiert werden, wie auch eine Schrägstellung der Bauelemente 1 leicht möglich ist.
oberen Ende der Gewindestange 36 ein kardanisches Gelenk 37 angeordnet ist. An diesem Gelenk 37 ist ein quer zur Längsachse der Bauelemente angeordneter Träger 32 in seiner Längsrichtung einstellbar festgelegt, an dessen Enden wiederum Arme 33 um die Längsachse des Trägers 32 verschwenkbar festgelegt sind. An diesen Armen 33 sind die Bauelemente 1 mit ihren Flanschen so befestigt, daß geringfügige Längenänderungen der Bauelemente 1 nicht behindert werden. Es ist leicht ersichtlich, daß diese Stütze aufgrund ihrer vielseitigen Einstellrichtungen, welche durch die Pfeile 37', 37", 37"' und 38 angedeutet sind, ein problemloses Verlegen der Bauelemente ermöglicht.
Insbesondere könnten auch Abweichungen der Strebe 31
von der Lotrechten, wie in der Fig. 9 dargestellt, ohne weiteres egalisiert werden, wie auch eine Schrägstellung der Bauelemente 1 leicht möglich ist.
Wie in der Fig. 10 dargestellt, sind die Bauelemente 1 an ihren Stoßstellen 2 um eine Dehnungsfuge d distanziert
und mittels die Flansche 12 in Bohrungen durchdringende Schrauben 20 verbunden. Hiezu sind die Schrauben
in Distanzhülsen 23 eingeführt, an deren Enden Scheiben 24 gehalten sind. Zwischen den Scheiben 24 und den Flanschen
12 sind gummielastische Polster 22 angeordnet.
Diese Ausbildung stellt sicher, daß die Bauelemente an
ihren Stoßstellen einerseits fest miteinander verbunden sind, ohne jedoch eine durch TemperaturSchwankungen bedingte Längenänderung der Bauelemente 1 zu behindern. So werden bei Abkühlung die gummielastischen Poster 22 zusammengepreßt, während sich bei Erwärmung der Dehnungsspalt d verringert. Wie Fig. 11 zeigt, sind die Arme 33 der Stützen 3 mitte3 s der Schrauben 20 mit den Flanschen 12 der Bauelemente verbunden, und zwar durch die an den
Diese Ausbildung stellt sicher, daß die Bauelemente an
ihren Stoßstellen einerseits fest miteinander verbunden sind, ohne jedoch eine durch TemperaturSchwankungen bedingte Längenänderung der Bauelemente 1 zu behindern. So werden bei Abkühlung die gummielastischen Poster 22 zusammengepreßt, während sich bei Erwärmung der Dehnungsspalt d verringert. Wie Fig. 11 zeigt, sind die Arme 33 der Stützen 3 mitte3 s der Schrauben 20 mit den Flanschen 12 der Bauelemente verbunden, und zwar durch die an den
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31173H
Armen J3 IJeU-SLIg Um lilt.-clu.· ill1.
Claims (7)
- " * " " 31173ΊΑPatentansprücheRoll- oder Rutschbahn, insbesondere zum Abfahren in Lt ungelenkten Fahrzeugen, mit geraden und mit in Draufsicht kreisbogenförmigen Bahnabschnitten mit im Querschnitt gekrümmter Fahrbahn, dadurch gekennzeichnet, daß die kurvenaußenseitige Fahrfläche im klothoidenförmig verlaufenden Übergangsbereich zwischen geraden und kreisbogenförmigen Bahnabschnitten (G bzw. K) eine sich gleichsinnig ändernde Querschnittsform auf-. weist, die an einem Ende von einer viertelellipsenförmigerQuerschnittsform der kurvenaußenseitigen Fahrfläche des geraden Bahnabschnittes (G) ausgeht, und bei der zum anderen Ende hin das Verhältnis f— ] der\ a / Ellipsenhalbachsen (b, a) stetig kleiner wird.
- 2. Roll- oder Rutschbahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittsform der kurvenaußenseitigen Fahrfläche im klothoidenförmig verlaufenden Übergangsbereich am anderen Ende in eine kreisbogenförmige Querschnittsform der kurvenaußenseitigen Fahrfläche des kreisbogenförraigen Bahnabschnittes (K) übergeht.
- 3. Roll- oder Rutschbahn nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahrfläche der Übergangsbereiche an der Anschlußstelle zu den geraden Bahnabschnitten (G) im Querschnitt eine an ihrer im wesentlichen waagrechten Hauptachse (2b) geteilte, halbe Ellipse ist, und daß vorzugsweise die Hauptachse (2b) etwa doppelt so groß wie die Nebenachse (2a) ist.
- 4. Roll- oder Rutschbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einzelnen Bauelementen (1) mit zur konvexen iVile dor Bauelemente (1) hin abgewinkoltiin, die Querrcindor ck:r BuutO einente (1)31173Hbildenden Planschen (12) besteht, wobei an den Flanschen (12) die die Bahn tragenden Stützen angreifen.
- 5. Roll- oder Rutschbahn nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützen aus einer in Bezug zur Längsachse der Bahnelemente im wesentlichen zentral und lotrecht angeordneten, höhenverstellbaren Strebe, welche ein etwa normal zur Längsachse der Bahnelemente verlaufendes Traggestell hält, bestehen, und daß das Traggestell (30) einen quer zur Längsachse der Bahnelemente (1) verschiebbar und kardanisch verschwenkbar an der Strebe (31) gelagerten Träger (32) aufweist, an dessen beiden Enden die Bahnelemente (1) tragende, um die Längsachse des Trägers (32) verschwenkbare Arme (33) befestigt sind.
- 6. Roll- oder Rutschbahn nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Flansche (12) unter Belassung einer Dehnungsfuge (d) mittels Schrauben (20) od. dgl. miteinander verbunden sind, wobei sich die Flansche (12) mittels gummielastischer Polster (22) an den Schrauben (20) od. dgl. bzw. an von den Schrauben od. dgl. durchsetzten Platten (24, 33') abstützen.
- 7. Roll- oder Rutschbahn nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrauben (20) od. dgl. gegen starre, zwei Scheiben (24) voneinander distanzierende Distanzhülsen (23) gespannt sind, welche die Flansche (12) in Bohrungen durchdringen, wobei zwischen den Scheiben (24) und den Flanschen (12) die gummielastischen Polster (22) angeordnet sind.
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