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DE2540363C2 - Verwendung von 4-Chlor-2-oxobenzothiazolin-3-yl-essigsäureäthylester zur Kontrolle des Wachstums von Unkräutern nach deren Auflaufen in Ölsamen-Raps - Google Patents

Verwendung von 4-Chlor-2-oxobenzothiazolin-3-yl-essigsäureäthylester zur Kontrolle des Wachstums von Unkräutern nach deren Auflaufen in Ölsamen-Raps

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Publication number
DE2540363C2
DE2540363C2 DE19752540363 DE2540363A DE2540363C2 DE 2540363 C2 DE2540363 C2 DE 2540363C2 DE 19752540363 DE19752540363 DE 19752540363 DE 2540363 A DE2540363 A DE 2540363A DE 2540363 C2 DE2540363 C2 DE 2540363C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weeds
chloro
oilseed rape
acetic acid
growth
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19752540363
Other languages
English (en)
Other versions
DE2540363A1 (de
Inventor
Gerald Bertram Woodborough Nottingham Lush
Anthony Joseph Woodthorpe Nottingham Mayes
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer CropScience Ltd Great Britain
Original Assignee
Boots Co Ltd Nottingham
Boots Co PLC
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Boots Co Ltd Nottingham, Boots Co PLC filed Critical Boots Co Ltd Nottingham
Publication of DE2540363A1 publication Critical patent/DE2540363A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2540363C2 publication Critical patent/DE2540363C2/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N43/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds
    • A01N43/72Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having rings with nitrogen atoms and oxygen or sulfur atoms as ring hetero atoms
    • A01N43/74Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having rings with nitrogen atoms and oxygen or sulfur atoms as ring hetero atoms five-membered rings with one nitrogen atom and either one oxygen atom or one sulfur atom in positions 1,3
    • A01N43/781,3-Thiazoles; Hydrogenated 1,3-thiazoles

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Beispiet 1
Ein Feld von im Frühling gesätem Ölsamen-Raps, das von Vogelmiere (Stellaria media), Vogelknöterich (Polygonum aviculare), Weidenknöterich (Polygonum convolvulus) und Ackersenf (Sinapis arvensis) im Jung-
« pflanzen-Stadium befallen war, wurde in rechteckige Bereiche unterteilt. Diese Bereiche wurden bei verschiedenen Aufbringungsraten mit wäßrigen Zubereitungen des Kaliumsalzes und des Äthylesters von 4-Chlor-2-oxobenzothiazolin-3-yl-essigsäure besprüht und später überprüft, und das Ausmaß der Kontrolle der Unkräuter anhand einer arithmetischen Skala, die von 0 bis 10 reicht (0 bedeutet keine Wirkung; 10 bedeutet 100%ige Vernichtung) im Vergleich zu Kontrollbereichen, die keine chemische Behandlung erfahren hatten, abgeschätzt.
Die erhaltenen Ergebnisse sind die Durchschnittswerte von wiederholten Versuchen. An der arithmetischen Skala von 0 bis 10 bedeutet ein Wert von 7 oder höher ein kommerziell annehmbares Ausmaß der Kontrolle der Unkräuter. Die gleiche Skala wurde verwendet, um die Wirkung auf die Kulturpflanzen zu beurteilen, wobei ein Wert von 0 bedeutet, daß nicht die geringste Beschädigung festzustellen war. Das Besprühen wurde durchgeführt, wenn die Kulturplanzen etwa 5 bis 6 Blätter hatten, und die Beurteilun-
gen wurden in Intervallen von 2 und 7 Wochen durchgeführt. Die angewandten Mengen sind als freie Säure in Gramm pro Hektar angegeben.
Aus den nachstehenden Ergebnissen ist zu ersehen, daß zwar sowohl bei Verwendung des Kaliumsalzes, als auch bei Verwendung des Äthyleslers von 4-Chlor-2-oxobenzothiazolin-3-yl-essigsäure eine gute Unkrautkon-
trolle erzielt wird, daß jedoch ein starker phytotoxischer Effekt an der Kulturpflanze zu beobachten ist, wenn man die Kaliumsalz-Form einsetzt Bei den höheren Aufbringungsmengen an Ester wurde nach dem kurzen Intervall von 2 Wochen ein geringfügiges Ausmaß an Phytotoxizität beobachtet, jedoch was dies nach 7 Wochen vollkommen verschwunden. In dem Falle, wo die Kulturpflanzen mit Kaliumsalz behandelt worden waren, dauerte die Schädigung jedoch bis zur Ernte an.
Tabelle la
(Nach 2 Wochen)
Aktiver Bestandteil
(Kaliumsalz)
Gramm pro Hektar
560,43 700,53
"o. 03 840,64 1120,85 Aktiver Bestandteil
(Äthylester)
Gramm pro Hektar
560.43 700.53
0 0 840.64 1120,85
2,0 8,7
8,7
5,0
5,0
93
10
10
8,?
23 4P 0 Ul Ul OO 00
"ο Ό Ό Vi
9.3
10
IO
8,7
1,7 3,0
Ölsamen-Raps 83
8,7
4,7
4,7
9,0
8,7
73
73
93
9,0
73
73
83
7,7
4,0
4,0
9,0
8,0
73
73
9,0
83
7,0
7,0
Ackersenf
Vogelmiere
Weidenknöterich
Vogelknöterich
Aktiver Bestandteil
(Kaliumsalz)
Gramm pro Hektar
560,43 70t>,53
Aktiver Bestandteil
(Älhylester)
Gramm pro Hektar
560,43 790.53
Tabeiie Ib
(Nach 7 Wochen)
0,7 840,64 1120,85 0 840.64 1120,85
10
10
10
7,0
0,7 13 93
10
10
7,7
0 0
Ölsamen-Raps 9.7
10
10
7,7
9,7
10
10
7,7
00 O O (O
ο Lj
9.3
10
10
10
Ackersenf
Vogelmiere
Weidenknöterich
Vogelknöterich
Beispie! 2
Ein Feld von im Herbst gesätem Ölsamen-Raps, das mit Unkräutern befallen war, wurde vor dem Auftreten von Blutenknospen in Testparzellen unterteilt, die mit einer Menge von 500 g wäßriger Zubeivitungen von 4-ChIor-2-oxobenzothiazoIin-3-yI-essigsäure in Form verschiedener Derivate pro Hektar besprüht wurden. Eine Bewertung der herbiciden Wirkung auf die Kulturpflanze wurde nach einem Zeitraum von 6 Wochen nach dem Sprühen mit folgenden Ergebnissen durchgeführt:
Aktiver Bestandteil
Wirkung
auf die Kulturpflanze
Kaliumsalz Dimethylaminsalze
Äthylester
In allen drei Fällen wurde eine gute Unkrautkontrolle beobachtet. Die Wirkung auf die Kulturpflanze wurde nach der im Beispiel 1 beschriebenen Skala beurteilt, in der 0 bedeutet, daß keine Spur einer Schädigung vorliegt. Diese Ergebnisse lassen erkennen, daß von allen Derivaten der Ester als aktiver Bestandteil am sichersten wirkte. Bei seiner Verwendung wurde im Gegensatz zur Verwendung der Kalium- und Dimethylaminsalze welche die Kulturpflanze stark schädigten, kein phytotoxischer Effekt beobachtet.
Beispiel 3
Dieses Beispiel beschreibt eine dispergierbare Pulverformulierung, die nach Verdünnung mit Wasser für eine Verwendung gemäß dieser Erfindung geeignet ist.
Das dispergierbare Pulver wurde durch gemeinsames Mahlen einer Mischung der folgenden Bestandteile in einer Hammermühle hergestellt:
50
60 6-5
25 40 363 % Gew7Gew.
27,87
Äthyl-4-chlor-2-oxobenzothiazoIin-3-yI-acetat 5,0
Dyapol PT* 0,5
Natriumdioctytsulfosuccinat 5,0
Kolloidale Orthokieselsäure 100,0
Kaolin ad
% Gew./Gew.
ÄthyW-chlor^-oxobenzothiazoIin-S-yl-acetat 16,75
WettoIEMl* 3,2
Wettol EM3·* 4,8
Cyclohexanon 30,0
Xylol ad 100,0
* Ein sulfoniertes Kondensat von Harnstoff, Kresol und Formaldehyd. 10
Beispiel 4
Oieses Beispiel beschreibt ein emulgierbares Konzentrat, das nach Verdünnen mit Wasser für eine Verwendung gemäß dieser Erfindung geeignet ist. 15 Das emuigierbare Konzentrat wurde durch Mischen der folgenden Bestandteile hergestellt:
25 * Ein Calciumalkylarylsulfonat-Emulgator
" Ein äthoxylierter alkylierter Pflanzenöl-Emulgator

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verwendung von ^Chlor^-oxobenzothiazolin-S-yl-essigsäure-äthylester zur Kontrolle des Wachstums von Unkräutern nach deren Auflaufen in Ölsamen-Raps.
    Die Erfindung betrifft den im Anspruch gekennzeichneten Gegenstand.
    ίο Das Unterkontrollehalten von Unkräutern auf Anbauflächen von Kulturpflanzen mittels eines selektiven Herbicids ist ein allgemein übliches Verfahren. So wird in der GB-PS 8 62 226 die Verwendung einer Verbindungsgruppe zur selektiven Kontrolle von Unkräutern in Getreidearten beschrieben, die Verbindungen wie 4-Chlor- und 4-Brom-2-oxobenzothiazolin-3-yl-essigsäure und deren Derivate einbezieht, wobei die Derivate Salze, Ester, Amide und Nitrile sein können. Insgesamt werden von diesen Derivaten eine sehr große ADzahl von
    Verbindungen umfaßt.
    Es wurde nun gefunden, daß der Äthylester von ^Chlor^-oxobenzothiazolin-S-yl-essigsäure den überraschenden Vorteil besitzt, daß er in einer Ölsamen-Raps-Kultur sicherer als andere Derivate dieser Säure das Wachstum von Unkräutern nach deren Auflaufen unter Kontrolle hält
    Die Verwendung anderer Derivate von 4-Chlor-2-oxobenzothiazoIin-3-yl-essigsäure kann eine signifikante
    phytotoxische Schädigung der Ölsamen-Raps-Ernte bewirken, wenn die aktive Verbindung in einer ausreichenden Menge aufgebracht wird, um die Unkräuter» welche auf der Anbaufläche auftreten, unter Kontrolle zu halten. Dieser phytotoxische Effekt zeigt sich in verschiedener Weise, beispielsweise als Wachstumsdepression und Fasziation (Verbänderung) und führt zu einer Herabsetzung des Ernteertrags. In dieser Hinsicht stellt der Äthylester der 4-Chlor-2-oxobenzothiazoIin-3-yI-essigsäure eine ausgeprägte Verbesserung gegeviüber anderen
    Derivaten dar.
    Wichtige Unkräuter, die oftmals in Anpflanzungen von Ölsamen-Raps auftreten, und die erfindungsgemäO unter Kontrolle gehalten werden können, umfassen Galium aparine (Klebkraut), Stellaria media (Vogelmiere), Sinapis arvensis (Ackersenf), Polygonum convolvulus (Weidenknöterich) und Polygonum aviculare (Vogelknöterich).
    Zur Erzielung einer Mischung mit einem breiteren Bereich für die Kontrolle von Unkraut kann es manchmal wünschenswert sein, ein oder mehrere zusätzliche Herbicide mitzuverwenden. Diese umfassen beispielsweise einen substituierten Harnstoff wie zum Beispiel Diuron; Dalapon; ein Triazin, beispeiisweise Simazin oder Desmetryn; ein substituiertes Acetanilid, zum Beispiel Propachlor; ein Carbamat, beispielsweise Chlorpropham; zm Thiolcarbamat, zum Beispiel EPTC oder Triallat; eine Halogenbenzoesäure, beispielsweise Dicamba; eine
    Picolinsäure, zum Beispiel Picloram; Propyzami; oder eine halogenierte aliphatische Säure, beispielsweise
    Natriummonochloracetat. Ein bevorzugtes zusätzliches Herbicid ist die Verbindung S.ö-Dichlor^-picolinsäure,
    oder ein Salz oder ein Ester davon. Wenn dieses zusätzliche Herbicid in Salzform vorliegt, ist es vorzugsweise ein Salz eines Alkalimetalls oder eines wasserlöslichen Aminsalzes.
    Gemäß der Erfindung wird der aktive Äthylester nach dem Auflaufen der Unkräuter aufgebracht Gewöhnlich
    wird die Behandlung durchgeführt, wenn sich die Ölsamen-Raps-Kulturpflanzen in einer frühen Wachstumsstufe und die Unkräuter noch in der Jungpflanzen-Stufe befinden, beispielsweise im Fall des im Frühling oder im Herbst gesäten Ölsamen-Raps vor dem Erscheinen von Blütenknospen. Sowohl die Natur als auch die Stufe des Wachstums der Kulturpflanze und der Unkräuter werden bei der Wahl der optimalen Zeit für die Behandlung berücksichtigt. Die Menge an aufgebrachtem Äthylester, angegeben als freie Säure, liegt vorzugsweise inner halb des Bereichs von 0,1 bis 2 kg pro Hektar, insbesondere im Bereich von 0,2 bis 1 kg pro Hektar. Der aktive Äthylester kann in irgendeiner beliebigen, dem Fachmann für die Formulierung von herbiciden Verbindungen bekannten Form aufgebracht werden, beispielsweise bevorzugt als Dispersion, als wäßrige Emulsion oder als Mikrogranulat Die Erfindung wird durch die nachfolgenden Beispiele näher erläutert
DE19752540363 1974-09-17 1975-09-10 Verwendung von 4-Chlor-2-oxobenzothiazolin-3-yl-essigsäureäthylester zur Kontrolle des Wachstums von Unkräutern nach deren Auflaufen in Ölsamen-Raps Expired DE2540363C2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB4033874A GB1518673A (en) 1974-09-17 1974-09-17 Herbicidal method

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE2540363A1 DE2540363A1 (de) 1976-03-25
DE2540363C2 true DE2540363C2 (de) 1986-09-11

Family

ID=10414400

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19752540363 Expired DE2540363C2 (de) 1974-09-17 1975-09-10 Verwendung von 4-Chlor-2-oxobenzothiazolin-3-yl-essigsäureäthylester zur Kontrolle des Wachstums von Unkräutern nach deren Auflaufen in Ölsamen-Raps

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CA (1) CA1060671A (de)
DD (1) DD125315A5 (de)
DE (1) DE2540363C2 (de)
FR (1) FR2285072A1 (de)
GB (1) GB1518673A (de)
PL (1) PL100495B1 (de)
SE (1) SE431150B (de)

Family Cites Families (1)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
NL244642A (de) * 1958-10-29

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FR2285072B1 (de) 1979-06-22
DD125315A5 (de) 1977-04-13
CA1060671A (en) 1979-08-21
PL100495B1 (pl) 1978-10-31
SE7510350L (sv) 1976-03-18
FR2285072A1 (fr) 1976-04-16
DE2540363A1 (de) 1976-03-25
GB1518673A (en) 1978-07-19
SE431150B (sv) 1984-01-23

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