DE2416660A1 - Verfahren zur entfernung von stickstoffoxyd aus einem gas - Google Patents
Verfahren zur entfernung von stickstoffoxyd aus einem gasInfo
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Description
MITSUI SHIPBUILDING AND ENGINEERING CO. LTD., Tokyo/Japan und MITSUI PETROCHEMICAL INDUSTRIES LIMITED, Tokyo/Japan
Verfahren zur Entfernung von Stickstoffoxyd aus einem Gas
Die Erfindung betrifft die Entfernung von Stickstoffoxyd
bzw. -oxyden aus einem"Gas durch Kontaktieren des Stickstof
foxyd enthaltenden Gases mit einer wäßrigen Lösung, die einen Eisen-(II)-Chelat-Komplex enthält, um das Stickstof
foxyd mit dem Eisen-(II)-Chelat-Komplex umzusetzen.
(Der verwendete Ausdruck "Stickstoffoxyd'' soll hier "Oxyde des Stickstoffs" umfassen. )
Als Verfahren zur Entfernung von Stickstoffoxyd aus Abgasen
von Verbrennungsanlagen, wie Siedekessel (boiler) und Veraschungsanlagen, und aus Abgasen, die bei Anlagen zur Durchführung
chemischer Verfahren, wie bei der Herstellung von Salpetersäure und bei Beiz- bzw. Ätz-Verfahren, anfallen,
sind verschiedene Naßverfahren bekannt, z.B. die chemische Absorptionsmethode, die nasse Reduktionsmethode und die Methode
mit Hilfe des Eisen-(II)-Ions. Jedoch enthalten diese Gase im allgemeinen eine beträchtliche Stickstoffmonoxydmenge
als Stickstoffverbindung. Demzufolge ist es notwendig, bei der chemischen Absorptionsmethode das Molverhältnis zwischen
Stickstoffmonoxyd und Stickstoffdioxyd durch katalytische
Oxydation gleichzumachen. Bei der nassen Reduktionsmethode wird ein ausreichendes Reduktionsausmaß bzw. eine
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nachträgüoh
geändert
ausreichende Reduktionsgeschwindigkeit in einer üblichen Gas-Flüssigkeits-Kontaktierungsapparatur nicht
erhalten wegen der Unlöslichkeit von Stickstoff in Wasser, und die Denitrierungsgeschwindigkeit bzw. das
Denitrierungsausmaß beträgt, wie nachstehend beschrieben
wird, nur 10 bis 15 %. Bei der Eisen-(II)-Ionen-Methode wird Stickstoffmonoxyd und Eisen-(II) sofort mit
einer hohen Absorptionsanfangsgeschwindigkeit umgesetzt,· jedoch wird das Eisen-(II)-Ion durch Sauerstoff in dem Abgas
zu Eisen-(III) oxydiert und vergeudet, und weiterhin erreicht die Reaktion zwischen dem Eisen-(II)-Ion und dem
Stickstoffmonoxyd ein Gleichgewicht, wenn l/60 bis l/l20
des chemischen Äquivalents von Eisen-(II)-Ionen in der
Flüssigkeit Stickstoffoxyd absorbiert ist, und es tritt eine merkliche Abnahme der Absorptivität bzw. Absorptionsfähigkeit
auf, wodurch große Eisen-(II)-Ionen-Mengen benötigt werden, um eine praktische Absorptivität zu erhalten.
Die Erfindung hat als Ziel die vollständige Entfernung von Stickstoffoxyd aus dem verschiedenartigen Quellen entstammenden
Abgas. Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß das zu entfernende Stickstoffoxyd mit
dem Eisen—(II)-Ion kombiniert wird, um durch einen Chelatliganden
eine stabile Chelatverbindung zu bilden. Erfindungsgemäß ist es nicht notwendig, Stickstoffmonoxyd und
Stickstoffdioxyd in das Abgas in gleichen Molmengen einzuleiten.
Die Reaktion setzt sofort ein und wird nicht durch die Kontaktzeit beeinflußt, wobei sie fast bis zum chemischen
Äquivalent bzw. bis zur chemisch äquivalenten Menge abläuft, wobei sie während einer langen Zeit eine hohe Absorptionsrate bzw. ein hohes Absorptionsausmaß beibehält.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Entfernung von Stickstoffoxyd bzw. - Oxyden aus einem Gas durch
Gas-Flüssigkeits-Kontakt des Stickstoff enthaltenden Gases mit einer wäßrigen Lösung, die einen Eisen-(II)-Chelat-Komplex,
erhalten durch Vereinigen des Eisen-(II)-Ions mit dem Chelatliganden, enthält, um das Stickstoffoxyd
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mit dem Eisen-(II)-Chelat-Komplex umzusetzen. Der Eisen-(II)-Chelat-Komplex
wird, wenn das Eisen-(II)-Ion und der Chelatligand in wäßriger Lösung anwesend sind, sehr schnell gebildet,
und demzufolge kann die erfindungsgemäße, den Eisen-(II)-Chelat-Komplex
enthaltende Lösung einfach durch Zugabe einer Eisen-(II)-Verbindung, wie eines Eisen-(II)-Salzes, und eines
Chelatliganden zu einer wäßrigen Lösung eingestellt bzw. gebildet werden. Erfindungsgemäß kann für die Einstellung ein
Eisen—(II)-Chelat-Komplex-Kristall zugegeben werden, der vorher
durch Reaktion der Eisen-(II)-Verbindung mit dem Chelatliganden
in verschiedenen Medien erhalten wurde, oder es kann eine wäßrige Lösung des Eisen-(II)-Chelat-Komplexes verwendet
werden, die durch Reduktion des Eisen-(III)-Chelat-Komplexes
mit einem Reduktionsmittel erhalten wird.
Das Verfahren zur Entfernung des im Gas anwesenden Stickstoffoxyds
wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Figur erläutert, welche Figur ein Verfahren zur Entfernung von
Stickstoffoxyd aus einem Gas auf der Grundlage der vorliegenden
Erfindung erläutert.
In der Figur bedeuten die Bezugszahl 1 einen Absorptionsturm, die Bezugszahl 2 einen Einlaß in den Absorptionsturm, durch den
das Stickstoffoxyd enthaltende Gas eingeführt wird, die Bezug.szahl
3 einen Auslaß bzw. Abzug aus dem Absorptions turm, 4 eine Öffnung zur Einführung einer p„-einstellenden Flüssigkeit,
5 eine Elektrode zur Messung des pH-Werts, 6 eine Vorrichtung zur Erzeugung von Blasen bzw. einen Glockenboden
(bubbler), 7 einen Rührer und 8 eine Vorrichtung zur Messung des p„-Werts. Als absorbierende Flüssigkeit wird eine wäßrige
Lösung, erhalten durch Mischen irgendeines Chelatliganden, z.B. EDTA (Äthylendiamintetraacetat), CyDTA (Cyclohexandiamintetraacetat),
ED (Äthylendiamin), Glycin, Acetylaceton,
polybasische Carbonsäuren und Salze davon, mit dem Eisen-(II)-Ion,
verwendet, die dann den Eisen-(II)-Chelat-Komplex enthält. Die absorbierende Flüssigkeit wird in den Absorptionsturm 1
eingeführt, und der pH wird auf einen geeigneten Wert einge-
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stellt. Das Stickstoffoxyd enthaltende Gas wird durch den Gaseinlaß 2 eingeführt und mit der gemischten wäßrigen Lösung
in Form von Blasen mit Hilfe der Blasen erzeugenden Vorrichtung 6, um den Gas-Flüssigkeits-Kontakt herbeizuführen,
kontaktiert. Der Rührer 7 wird nur mit einer solchen Geschwindigkeit bewegt, die ausreicht, um die Ablagerung
der suspendierten Bestandteile zu vermeiden. Die Stickstof foxydkonzentration im Abgas wird alle 10 Minuten nach
der PDS-Methode bestimmt (PDS = Phenoldisulfonsäure).
Eine gemischte wäßrige Lösung aus 0,5 Mol/l EDTA und 0,21 Mol/l FeSO4*7HpO wird in einer Menge von 300 ecm als absorbierende
Flüssigkeit in einen Absorptionsturm mit einer Höhe von 320 mm und einem inneren Durchmesser von 40 mm eingeführt
und mit Hilfe des Rührers 7 10 Minuten gerührt, um den pH-Wert zu stabilisieren. Der p„-Wert der absorbierenden
Flüssigkeit stabilisiert sich bei etwa 2,6, und ein weißer Niederschlag mit hellroter Färbung wird in der Flüssigkeit
suspendiert. Das Stickstoffoxyd enthaltende Gas (416 ppm NO, 3 % Sauerstoff und der Rest N?) wird mit einer
Fließgeschwindigkeit von 1,0 l/Minute über den Gaseinlaß 2 und die Vorrichtung zur Erzeugung von Blasen eingeleitet.
Die Absorptionsreaktion beginnt dann, und deripH-Wert nimmt
mit der Zeit ab, und es wird eine wäßrige NaOH-Lösung durch die Zugabeöffnung 4 in einer geeigneten Menge zugegeben, um
den p„-Wert auf 2,0 bis 2,6 einzustellen, wenn dieser auf 2
oder darunter fällt.
Nach 1 Stunde nach Beginn der Absorptionsreaktion beträgt die Stickstoffmonoxydkonzentration im Abgas 32 ppm und der
Denitrierungsgrad 92 %.
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Unter Verwendung derselben Vorrichtung und desselben Gases wie in Beispiel 1 wird ein Versuch durchgeführt. Es wird
eine gemischte wäßrige Lösung aus 0,10 Mol/l ED und 0,21 Mol/l Fe SO. als absorbierende Flüssigkeit in einer Menge von
300 ecm verwendet. Die Stickstoffoxydkonzentration im Abgas wird bei einem pH-Wert. von 2 bis "3 bei 3 7 ppm gehalten, wobei
ein Denitrierungsausmaß von 91 % aufrechterhalten wird.
Es wird ein Versuch unter Verwendung derselben Ausrüstung und desselben Gases wie in den Beispielen 1 und 2 durchgeführt.
Nach Suspendieren von 50 ecm Chelatharz in 300 ecm einer wäßrigen FeSO.-Lösung von 0,21 Mol/l als absorbierende
Flüssigkeit wurde die Absorptionsreaktion bei einem p..-
n Wert von etwa 2,3 durchgeführt. Die Stickstoffmonoxydkonzentration
im Abgas beträgt 196 ppm und das Denitrierungsausmaß 53 %.
Beispiel.4 ■
Es wird ein Versuch unter Verwendung derselben Ausrüstung und desselben Gases wie in den Beispielen 1, 2 und 3 durchgeführt.
Als absorbierende Flüssigkeit werden 300 ecm einer gemischten wäßrigen Lösung aus 5 Gewichts-% Ammoniumoxalat
und 5 Gewichts-% FeSO- verwendet. Der ρ -Wert dieser Lösung steigt nach und. nach von 7 auf 8 an, jedoch wird die Konzentration
des Stickstoffmonoxyds im Abgas auf 124 mm gehalten und das Denitrierungsausmaß bei 71 % gehalten.
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Claims (1)
- MITSUI SHIPBUILDING AND ENG.CO.LTD.
und MITSUI PETROCHEMICAL IND. LTD.
Case TO 49-118Patentan s. pruchVerfahren zur Entfernung von Stickstoffoxyd bzw. Stickstoffoxyden aus einem Gas, gekennzeichnet.durch den Gas-Flüssigkeits-Kontakt des Stickstoffoxyd enthaltenden Gases mit einer wäßrigen Lösung, die einen Eisen-(II)-Chelat-Komplex, erhalten durch Vereinigung des Eisen-(II)-Ions mit dem Chelatliganden, enthält, um das Stickstoffoxyd mit dem Ei sen-(H)-Ch elat-Komplex umzusetzen.A038 43/085 0
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| DE3505026A1 (de) * | 1985-02-14 | 1986-08-14 | Hölter, Heinz, Dipl.-Ing., 4390 Gladbeck | Verfahren und vorrichtung zur verhinderung der beeinflussung der waschfluessigkeit zur simultanen no(pfeil abwaerts)x(pfeil abwaerts) - und restspuren-so(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts)-waschung durch luftsauerstoff bei der rauchgaswaschung hinter verbrennungsanlagen |
| DE3505488A1 (de) * | 1985-02-16 | 1986-08-21 | Hölter, Heinz, Dipl.-Ing., 4390 Gladbeck | Zwei- bzw. mehrstufiges rauchgasreinigungsverfahren ohne komplexbildner |
| DE3507626A1 (de) * | 1985-03-05 | 1986-09-11 | Hölter, Heinz, Dipl.-Ing., 4390 Gladbeck | Verfahren und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens von no(pfeil abwaerts)x(pfeil abwaerts)-abscheidungen hinter bereits installierten rauchgaswaeschern zur so(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts)-abscheidung oder rauchgasen, die nur no(pfeil abwaerts)x(pfeil abwaerts)-belastungen aufweisen |
| DE3512500A1 (de) * | 1985-04-06 | 1986-10-09 | Hölter, Heinz, Dipl.-Ing., 4390 Gladbeck | Mehrstufiges hci, so(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts) und no(pfeil abwaerts)x(pfeil abwaerts)-waschverfahren fuer rauchgasreinigung vorzugsweise hinter fossilen kraftwerken |
| DE3514407A1 (de) * | 1985-04-20 | 1986-10-23 | Hölter, Heinz, Dipl.-Ing., 4390 Gladbeck | Mehrstufiges hc1-, so(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts)- und no(pfeil abwaerts)x(pfeil abwaerts)-waschverfahren fuer rauchgasreinigung vorzugsweise hinter fossilen kraftwerken mit hohen natriumsulfitgehalten in der so(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts)- und no(pfeil abwaerts)x(pfeil abwaerts)-waschstufe und entsprechender wasseraufbereitung |
| DE3517483A1 (de) * | 1985-05-15 | 1986-11-20 | Hölter, Heinz, Dipl.-Ing., 4390 Gladbeck | Verfahren zur simultanen waschung von so(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts) und no(pfeil abwaerts)x(pfeil abwaerts) mit hohem natriumsulfat-gehalt bei gleichzeitig hoher verweilzeit im waescher |
| DE3521829A1 (de) * | 1985-06-19 | 1987-02-05 | Hoelter Heinz | Simultane so(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts)- und no(pfeil abwaerts)x(pfeil abwaerts)-rauchgasreinigung hinter fossilen kraftwerken mit dazugehoeriger waschwasseraufbereitung und fe(iii)-reduktion mittels inertgas |
| DE3523354A1 (de) * | 1985-06-29 | 1987-01-08 | Hoelter Heinz | Simultane so(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts)- und no(pfeil abwaerts)x(pfeil abwaerts)-waschung hinter verbrennungsanlagen bei gleichzeitiger stabilisierung der eisensalzkomplexe in der waschloesung |
| DE3536950C1 (de) * | 1985-10-17 | 1986-12-11 | Rainer Dr. 8520 Erlangen Hagel | Additiv für Abgaswäscher |
| DE3830812A1 (de) * | 1987-09-16 | 1989-03-30 | Passamaquoddy Tribe | Verfahren zur entfernung von schadstoffen aus einem abgasstrom |
| US4879102A (en) * | 1987-09-30 | 1989-11-07 | Basf Aktiengesellschaft | Regeneration of wash solutions containing Fe(II) and Fe(III) chelate complexes |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1471418A (en) | 1977-04-27 |
| JPS49126567A (de) | 1974-12-04 |
| FR2224197B1 (de) | 1979-02-16 |
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| IT1006392B (it) | 1976-09-30 |
| JPS5210659B2 (de) | 1977-03-25 |
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