DE2403649A1 - Bremssteueranlage fuer fahrzeuge - Google Patents
Bremssteueranlage fuer fahrzeugeInfo
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Description
2403649 Patentanwälte DipL-lng. W. Scherrmann Dr.-Ing. R. Riiger
7300 Esslingen (Neckar), Fabrikstraße 24, Postfach 348
25. Januar 1974 J^
PA 105 SChO 359619
Telegramme Patentschutz Esslingenneckar
Eaton Corporation, 100 Erievlew Plaza, Cleveland,
Ohio 44114/USA
Bremssteueranlage für Fahrzeuge
Die Erfindung bezieht sich auf Bremssteueranlagen, mit denen die den Rädern eines mit einer Bremsanlage ausgestatteten
Fahrzeuges angelegten Bremskräfte gesteuert werden« Im einzelnen betrifft die Erfindung eine Bremssteueranlage zur
Anwendung bei einem Fahrzeug mit zwei um eine gemeinsame Achse rotierenden, in Abstand zueinander angeordneten Rädern.
Wenn ein Fahrer die Fahrzeugbremsanlage betätigt, werden
den über die Bremse gesteuerten Rädern Bremskräfte angelegt, um das Fahrzeug zu verlangsamen. Vorzugsweise wird das
Fahrzeug dabei auf die erwünschte niedrigere Geschwindigkeit oder bis zum Haltezustand verzögert, ohne daß die
Räder auf der Fahrbahn rutschen bzw. ohne daß eine Bremsblockierung eintritt. Um das Blockieren der Bremse zu
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verhindern, muß das Fahrzeug mit einer abnehmenden Radgeschwindigkeit
verzögert werden, die etwas niedriger als diejenige des Fahrzeuges ist. Verringert sich jedcch die
Radgeschwindigkeit in wesentlich höherem Maß als die Fahrzeuggeschwindigkeit, so kennzeichnet dies eine bevorstehende
Radblockierung bzw. einen Blockierzustand. Um die Padblockierung
zu vermeiden/ ermitteln Brenissteueranlagen diesen bevorstehenden Blockierzustand und schalten die
Bremskräfte ab. Sind die Bremskräfte entfernt, so kennen die Räder wieder auf die Fahrzeuggeschwindigkeit hochlaufen.
Darauf werden die Bremskräfte von neuem angelegt, um die Verlangsamung des Fahrzeuges fortzusetzen.
Bei der Verzögerung eines Fahrzeuges kann sich ein Zustand
ergeben, in dem die Geschwindigkeit eines Rades, die durch die Bremssteueranlage überwacht wird, sich wesentlich von
der Geschwindigkeit des anderen Rades unterscheidet. Dies kennzeichnet normalerweise einen-unterschiedlichen Reibungskoeffizienten
zwischen der Fahrbahnoberfläche und den beiden jeweiligen Rädern. Das langsamere Rad kann sich
dabei einem Blockierzustand annähern. Kenn daher der Unterschied der Radgeschwindigkeiten zu groß wird, ist es zweckmäßig,
die Bremskräfte freizugeben, um eine Blockierung des langsameren Rades zu verhindern.- über das schnellere
der beiden Räder kann jedoch weiterhin eine wirksame Abbremsung des Fahrzeuges erfolgen, so daß es häufig sinnvoll
ist, besonders bei einem Zustand mit unterschiedlichem Reibungskoeffizienten der beiden Räder, daß die Bremskräfte
dem schneller drehenden Rad für eine zusätzliche Zeitdauer angelegt bleiben, auch wenn der Drehzahlunterschied zwischen
den beiden' Rädern die festgelegten bzw« zweckmäßigen Grenzwerte überschreitet.
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Falls beide von der BremsSteueranlage bewachte Räder zu
schnell verzögert werden, so kennzeichnet dies einen beginnenden Radblockierzustand. Da das schnellere Rad eine
geringere Bremsung als das langsamere Rad hervorruft, ist es zweckmäßig, die Verzögerung des schnelleren Rades mit
einem Verzögerungsbezugswert zu vergleichen. Ist die Verzögerung des schnelleren Rades größer als der Bezugswert,
so können die Bremskräfte weggenommen werden.
Wenn ein beginnender Blockierzustand ermittelt worden ist, und die Bremskräfte beseitigt worden sind, so können die
Fahrzeugräder wieder hochlaufen. Es ist bekannt, daß die günstigste Radgeschwindigkeit zum Abbremsen eines Fahrzeuges
niedriger als die Fahrzeuggeschwindigkeit ist. Bei einem beginnenden Blockierzustand verringert sich die
Radgeschwindigkeit erheblich unter diesen günstigsten Geschwindigkeitswert.
Nachdem die Bremskräfte durch eine Antiblockieranlage beseitigt worden sind, können die Räder
wieder auf die günstige Geschwindigkeit beschleunigen, worauf die Bremskräfte erneut angelegt werden können. Auf
einer trockenen Fahrbahnoberfläche ist der Reibungskoeffizient zwischen den Rädern und der Fahrbahnoberfläche
verhältnismäßig hoch, und man hat festgestellt, daß bei einer Hochlaufgeschwindigkeit in der Größenordnung von
5 g die Räder schnell wieder auf den günstigsten Geschwindigkeitswert gelangen und somit die Bremsen nicht gelüftet
zu bleiben brauchen, da die Räder mit Wahrscheinlichkeit die Idealgeschwihdigkeit erreichen, auch wenn die Bremsen
angelegt sind. Es ist jedoch wesentlich, daß die Radgeschwindigkeit nicht d«n günstigsten Geschwindigkeitswert
überschreitet, weil dadurch der Bremsweg vergrößert werden würde. Demzufolge ist es zweckmäßig, eine hohe Hochlaufgeschwindigkeit,
z.B. bei einem Wert von 5 g, zu ermitteln und dann das Wiederanlegen der Bremsen zu gestatten, so
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daß die Bremskräfte wirksam werden, wenn die Radgeschwindigkeit sich dem günstigsten Geschwindigkeitswert annähert.
Auf Fahrbahnoberflächen mit niedrigem Reibwert, z.B. auf
Eis, wird die Kochlaufgeschwindigkeit zwischen 0,5 g und
5,0 g liegen, so daß ein feststehender Bremslüftungsbezugswert
zu niedrig werden kann, um eine Radblockierung zu verhindern. Um diesen Zustand zu korrigieren, ist es
zweckmäßig, daß die Bremsen während der Beschleunigung des Rades unbetätigt bleiben, wobei die Grenzwerte zwischen
0,5 g und 5,0 g liegen. Bei jeglicher Fahrbahnoberfläche wird die Radbeschleunigung auf Null zurückfallen, wenn die
Räder die Fahrzeuggeschwindigkeit erreicht haben, so daß mit einer Beschleunigungs-Logik-Schaltung die Bremsen betätigt
werden können, sobald die Beschleunigung unter 0,5 g fällt.
Außerdem ist es zweckmäßig, wenn eine Bremssteueranlage Uberwachungsschaltungen enthält, um verschiedene Betriebszustände
der Anlage zu überwachen und festzustellen, ob sich der Betriebsablauf innerhalb vorbeschriebener Grenzwerte
bewegt. Bei einer Bremssteueranlage mit einer Spannungsregelschaltung zur Erzeugung einer geregelten
Gleichspannung zur Betätigung von Blockierzustand-Ermittlungsschaltungen kann eine fehlerhafte Anzeige entweder
eines beginnenden Blockierzustandes oder ein Ausbleiben einer Blockieranzeige daraus resultieren, daß
die Spannung unter einen Grenzwert absinkt. Eine bekannte Bremssteueranlage" arbeitet mit einem Magnetventil, das
bei Betätigung auf die Bremssteueranlage zur Belüftung
der Bremsen einwirkt. Dieses Magnetventil darf nicht erregt werden, wenn kein beginnender Blockierzustand
vorliegt, sollte jedoch ansprechen bzw. erregt werden, wenn ein beginnender Blockierzustand ermittelt werden ist.
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Wenn darüber hinaus eine Blockierfühlerschaltung ein für einen beginnenden Elockierzustand kennzeichnendes
Blockiersignal für eine unangemessene lange Zeitdauer anzeigt, so kann dies .für eine Fehlfunktion der Steueranlage
kennzeichnend sein. Falls ein derartiger fehlerhafter Betriebszustand auftritt, sollte die Bremssteueranlage,
zumindest vorübergehend, außer Betrieb gesetzt werden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Bremssteueranlage anzugeben, die den vorgenannten Forderungen
genügt. Im einzelnen soll die Anlage bei Ermittlung von Radgeschwindigkeiten der beiden überwachten Räder
oberhalb eines vorbestimmten Wertes ein zeitlich verzögertes Blockiersignal abgeben, so daß die Bremskräfte mit
leichter Verzögerung weggenommen werden und zusätzliche Bremskräfte dem schneller drehenden Rad angelegt -werden
können. Die Bremssteueranlage soll für eine Bremslüftung sorgen, wenn die durchschnittliche Fadgeschwindigkeit der
beiden von der Anlage überwachten Räder unter ein abnehmences Bezugssignal abfällt, das für eine zweckmäßige Geschwindigkeitsabnahme
des schneller drehenden Rades kennzeichnend ist. Wenn die beiden überwachten Räder verzögern,
und insbesondere, wenn das schneller drehende der beiden Räder in höherem Maße verzögert als ein Bezugsverzögerungswert;
so soll die Bremssteueranlage die Bremskraft freigeben. Außerdem sollen Uberwachungsschaltungen vorgesehen
werden, um den Betrieb der Bremssteueranlage zu überwachen und die Anlage abzuschalten, wenn sich der Betriebsablauf
nicht innerhalb vorgeschriebener Grenzen bewegt.
Erfincungsgemäß wird vorgeschlagen, daß die Bremssteueranlage
bei einem Fahrzeug mit wenigstens zwei "unter Abstand angeordneten unabhängig voneinander drehbaren Rädern zur
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Anwendung kommt, wobei eine Bremsanlage zur Bremsung der beiden Räder vorgesehen ist. Es ist eine Bremssteueranlage
vorgesehen/ die auf ein zugeführtes Blockiersignal anspricht, um die Bremsanlage zu beeinflussen und die auf
die P.äder wirkenden Eremskräfte zu entlasten. Es können Abfühleinrichtungen vorgesehen sein, um erste und zweite
Radgeschwindigkeitssignale zu erzeugen, deren Größe den entsprechenden Padgeschwindigkeiten der beiden unter Abstand
zueinander angeordneten Räder entsprechen.
Gemäß einem Merkmal der Erfindung ist eine Schaltungsanordnung
vorgesehen, die aus den Drehzahlsignalen der beiden Räder ein Durchschnitts-Radgeschwindigkeitssignal
erzeugt, dessen Größe für die Durchschnittsgeschwindigkeit der beiden Räder kennzeichnend ist. Außerdem ist eine
Schaltung vorgesehen, um das Durchschnitts-Radgeschwindigkeitssignal
mit einem Bezugssignal zu vergleichen und um ein Blockiersignal zu erzeugen, wenn die Größe des Durchschnittssignals
diejenige eines Bezugssignals unterschreitet. Das Bezugssignal stammt aus einer Bezugssignal-Erzeugereinrichtung,
die ein Eezugssignal zur Verfügung stellt, dessen Größe abnimmt, wenn die Drehzahl des.schneller
drehenden Rades abnimmt. Das Bezugssignal verringert sich von einer Größe mit einem Anfangswert, der für die. Geschwindigkeit des schnelleren Rades kennzeichnend ist und
bei einer Abfallgeschwindigkeit, die zunächst für eine erste Verzögerungs-geschwindigkeit kennzeichnend ist.
Die Bezugssignalerzeugereinrichtung umfaßt ferner eine
Schaltungsanordnung, die auf ein Blockiersignal anspricht, um die Äbfallzeit des Bezugssignals von einer ersten Geschwindigkeit
auf eine zweite Geschwindigkeit zu verändern, die für eine geringere Verzögerungsgeschwindigkeit kennzeichnend
ist, so daß bei Bremsbelüftung die Sadgeschwindigkeit auf einen höheren Viert ansteigen muß als wenn
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die erste Abfallgeschwindigkeit wirksam ist, bevor die
Breirsen wieder angelegt werden können.
Gernäß einem v/eiteren Merkmal der Erfindung dient eine
logische Schaltungsanordnung zur Erzeugung eines Blockiersignals, wenn die Padgeschwindigkeit eines der Räder von
derjenigen ces anderen Fades uin einen vorbestimmten Betrag
abweicht. Das Blcckiersignal wird der Bremssteueranlage mit Verzögerung zugeführt, se daß innerhalb einer begrenzten
Zeitdauer dem schneller rotierenden Pad zusätzliche Bremskräfte angelegt werden können.
Gemäß einem v/eiteren Merkmal der Erfindung ist eine Schaltungsanordnung
vorgesehen, um die Bremskräfte wegzunehmen, so daß die Räder auf die Fahrzeuggeschwindigkeit beschleunigen
können. Eine Überwachungsschaltung dient zur überwachung
von mindestens einem Betriebsverhalten des Blockiersteuersystems und eines Verhinderungsvorganges der Bremssteueranlage,
um die Bremsen nicht zu lüften, falls die überwachten Betriebseigenschaften nicht innerhalb der
erforderlichen Betriebsablaufwerte verbleiben.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand»eines bevorzugten
Ausführungsbeispiels in. Verbindung mit den Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 ein Blockschaltbild der Antiblockieranlage nach
der Erfindung,
Fig. 2 ein Schaltbild zur Erläuterung eines Abschnittes
der Schaltungsanordnung nach Fig. 1,
Fig. 3 ein Schaltbild zur Erläuterung weiterer Abschnitte
der Schaltungsanordnung nach Fig. 1 und
Fig. 4 ein Schaltbild für weitere Abschnitte der Schaltungsanordnung
nach Fig. 1.
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Die Bremssteuer- und Antiblockieranlage nach der Erfindung, von der ein Ausführungsbeisriel in Blockform in Fig. 1 gezeigt
ist, dient im vorliegenden Fall zur Steuerung der Bremskräfte, die zwei unter Abstand angeordneten und auf
einer gemeinsamen Achse rotierenden Rädern angelegt werden. Es kann eine beliebige Anzahl durch Anwendung einer entsprechenden
Vielzahl von Steueranlagen, jeweils eine für jede Achse, gesteuert werden. Grundsätzlich dient die
Steueranlage zur Überwachung der Radgeschwindigkeit der leiden Räder auf der zu steuernden Achse und zur Erzeugung
eines Signals, nachfolgend Elockier- oder Rutschsignal genannt, wenn ein oder mehrere Zustände vorherrschen, die
für einen bevorstehenden oder einen vorhandenen Blockierzustand kennzeichnend sind. Das Blockiersignal dient zur
Betätigung einer Ventilstellmotorschaltung, die ihrerseits einen Hubmagneten erregt, über den auf die Bremsanlage
zum Entlasten der Bremskräfte eingewirkt wird. Die Fahrzeugbremsen können pneumatisch oder hydraulisch betätigt
sein, wobei es in jedem Fall darauf ankommt, daß bei Ermittlung eines bevorstehenden Blockierzustandes, bei dem
das gebremste Rad rutscht, die auf die Räder wirkenden Bremskräfte zur Vermeidung der Blockierung entlastet
werden. Wenn beispielsweise die unterschiede in den Geschwindigkeiten
der beiden Räder auf der gesteuerten Achse einen Bezugswert überschreiten, wird ein sog. Blockiersignal
erzeugt. Ein Biockiersignal wird ebenfalls erzeugt, wenn die Beschleunigung des schnelleren Rades der überwachten
Achse einen Bezugswert überschreitetf wenn dann jedoch die Beschleunigung anhält und dann noch über einen
zweiten Bezugswert ansteigt, so wird das Blockiersignal gelöscht. Auch bei einer stärkeren Verzögerung des schneller
drehenden Rades als ein Bezugswert wird ein Blockiersignal erzeugt. Weiter unten ist im einzelnen erklärt, aus welchem
Grund und unter welchen Bedingungen ein Blockiersignal
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entsteht, während es an dieser Stelle genügen soll, den allgemeinen Zweck der Steueranlage darzulegen.
Gemäß Fig. 1 werden in der ANtiblockiersteueranlage Radfühler
WS-I und V7S-2 air Ermittlung der Radgeschwindigkeiten
der beiden Räder auf der zu überwachenden Achse verwendet. Zur Ermittlung der Radgeschwindigkeit kann jeder geeignete
Mechanismus dienen. Vorzugsweise bestehen die Radfühler jeweils aus einem Tachometergenerator zur Erzeugung eines
Wechselstromsignals, dessen Frequenz der Raddrehzahl proportional
ist. Die von den Fühlern WS-I und WS-2 erzeugten Frequenzsignale werden jeweils einer Signalverarbeitungsschaltung
SC-I und SC-2 zugeführt. Diese Schaltungen enthalten jeweils einen Frequenz/Spannungs-ümformer zur Erzeugung
eines Gleichstromsignals, dessen Größe der Frequenz des angelegten Signals und somit der Radgeschwindigkeit
proportional ist. Vorzugsweise, obwohl nicht notwendig, besitzt das Gleichstromsignal eine positive Polarität. Die
aus den Verarbeitungsschaltungen SC-I und SC-2 kommenden
Radgeschwindigkeitssignale V. und V^ werden einem Summierverstärker
SA und auch einem Selektor HS für das Rad mit der größten Geschwindigkeit zugeführt. Der Summierverstärker
SA erzeugt ein Ausgangssignal, dessen Größe für die durchschnittliche Radgeschwindigkeit der beiden überwachten
Räder kennzeichnend ist, während der Selektor HS feststellt, welches Rad die größere Geschwindigkeit besitzt, um dann
ein für die Größe der Geschwindigkeit des schnelleren Rades kennzeichnendes Ausgangssignal abzugeben.
Der Selektor HS für das Rad mit der größten Geschwindigkeit ist im einzelnen in Fig. 2 dargestellt und umfaßt zwei NPN
Transistoren 10 und 12, deren Kollektoren jeweils an eine positive Spannungsquelle B+ angeschlossen und deren Emitter
gemeinsam über einen Widerstand 14 an Erde geführt sind.
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Das in Gleichstrom vorliegende Geschwindigkeitssignal V. gelangt an die Easis des Transistors 10, während das Geschwindigkeitssignal
V2 zur Basis des Transistors 12 kommt. Demzufolge ist das Ausgangssignal V11 der Geschwindigkeit
des Rades mit der höheren Geschwindigkeit abzüglich eines geringen Spannungsabfalls proportional.
Der Summierverstärker EA ist ebenfalls im einzelnen in Fig. 2 gezeigt und umfaßt einen Operationsverstärker 16
mit einer Rückkopplung, bestehend aus den Kiderständen
und 20. Die Signale V, und V_ werden über Summierwiderstände
22 und 24 dem nicht-umkehrenden Eingang des Verstärkers
16 zugeführt. Demnach dient der Verstärker zur
Erzeugung eines positiven Gleichstromsignals, dessen Größe gleich dem Mittelwert der Eingangssignale V. und V mal
dem Verstärkungsraaß (1,5) des Verstärkers ist, entsprechend den Rückkopplungswiderständen 18 und 20.
Gemäß Fig. 1 wird das Geschwindigkeitssignal für das schneller drehende Rad V„, das aus dem Selektor H„ stammt,
einer Beschleunigungs-Verzögerungs-Logik AD sowie einer Bezugsschaltung DR für eine veränderliche Verzögerung zugeführt.
Die Schaltung AD dient zur Differenzierung des Geschwindigkeitssignals V,T zur Erzeugung eines Ausgangssignals,
das für die Größe der Geschwindigkeitsänderung kennzeichnend ist. Wie weiter unten noch ausführlicher
beschrieben, ist dieses Ausgangssignal positiv, wenn die Radgeschwindigkeit abnimmt und negativ, wenn die Radgeschwindigkeit
zunimmt. Das positive oder Verzögerungssignal wird einer Verzögerungs-Vergleichsschaltung DC
zugeführt, in der dies Signal mit einem veränderlichen Verzögerungs-Bezugssignal verglichen wird, das aus der
Schaltung DR stammt, übersteigt das Verzögerungssignal
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das Bezugssignal, so erzeugt die Vergleichsschaltung DC ein hohes oder binäres Ausgangssignal "1", das über ein
ODER-Glied OG zur Betätigung der Ventilstellmotorschaltung VD angelegt wird. Diese Stellmotorschaltung betätigt ein
Magnetventil VS, um die Bremskräfte v/egzunehmen bzw. zu
entlasten.
In gleicher Weise wird das negative oder Beschleunigungssignal aus der Schaltung AD einem Beschleunigungskcmparator
AC zugeführt, wo das Signal mit einem Bezugswert verglichen
wird. Ist die Beschleunigung größer als das Bezugssignal,
so erzeugt der Komparator AC ein Blockiersignal in Form
i
einer binären "1", wobei dies Signal durch das ODER-Glied OG zur Betätigung des Ventilstellmotors VD kommt. Der Vergleich der Beschleunigung erfolgt dadurch zweistufig, daß ein Blockiersignal erzeugt wird, wenn das aus der Schaltung AD stammende Beschleunigungssignal einen Pegel übersteigt, der für die Beschleunigung von 0,5 g kennzeichnend ist. Steigert sich cie Beschleunigung jedcch soweit, daß ein für den Wert 5,0 g kennzeichnender Pegel erreicht wird, se spricht auf diesen Zustand die Sperrschaltiang AI an, um zu vermeiden, daß der Komparator AC ein Blockiersignal abgibt. Der Schaltungsaufbau zur Durchführung der vorbeschriebenen Beschleunigungs- und Verzögerungs-Vergleichsfunktionen ist nachfolgend mit Bezug auf Fig, 3 beschrieben. Das aus der Selektorschaltung HS stammende Geschwindigkeitssignal V für das schneller drehende Rad wird der Basis eines NPN Transistor 30 in einem Ausschaltkreis LSC-I für die niedrige Geschwindigkeit zugeführt. Der Emitter des Transistors 30 ist über einen Widerstand 32 an Erde geführt. Der Transistor 30 dient als Emitterfolger mit Einheitsverstärkung. Da der Transistor nicht unterhalb seiner Basis-Emitter-Schwellwertspannung leitet, bleiben
einer binären "1", wobei dies Signal durch das ODER-Glied OG zur Betätigung des Ventilstellmotors VD kommt. Der Vergleich der Beschleunigung erfolgt dadurch zweistufig, daß ein Blockiersignal erzeugt wird, wenn das aus der Schaltung AD stammende Beschleunigungssignal einen Pegel übersteigt, der für die Beschleunigung von 0,5 g kennzeichnend ist. Steigert sich cie Beschleunigung jedcch soweit, daß ein für den Wert 5,0 g kennzeichnender Pegel erreicht wird, se spricht auf diesen Zustand die Sperrschaltiang AI an, um zu vermeiden, daß der Komparator AC ein Blockiersignal abgibt. Der Schaltungsaufbau zur Durchführung der vorbeschriebenen Beschleunigungs- und Verzögerungs-Vergleichsfunktionen ist nachfolgend mit Bezug auf Fig, 3 beschrieben. Das aus der Selektorschaltung HS stammende Geschwindigkeitssignal V für das schneller drehende Rad wird der Basis eines NPN Transistor 30 in einem Ausschaltkreis LSC-I für die niedrige Geschwindigkeit zugeführt. Der Emitter des Transistors 30 ist über einen Widerstand 32 an Erde geführt. Der Transistor 30 dient als Emitterfolger mit Einheitsverstärkung. Da der Transistor nicht unterhalb seiner Basis-Emitter-Schwellwertspannung leitet, bleiben
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die abhängigen Schaltungen bei Geschwindigkeiten unterhalb dieser Schwellwertspannung inaktiv, z.B. unterhalb
von 5 km/h. Oberhalb dieser Geschwindigkeit wird das Ausgangssignal aus dem Ausschaltkreis dem umkehrenden
Eingang eines Operationsverstärkers 36 über Widerstand und Kondensator 38 in der Beschieunigungs-Verzögerungs-Lcgik
AD zugeführt. Ein Rückkopplungstransistor 40 ist zwischen dem Ausgang des Verstärkers und seinem Xnvertier-Eingang
angeschlossen. Kondensator 38 und Widerstand 40 bilden einen Differenzierweg und ein zum Widerstand 40
parallel liegender Kondensator 42 dient in Verbindung mit dem Widerstand 34 zur ünempfindlichkeit gegen Hochfrequenzrauschen.
Das Ausgangssignal aus dem Verstärker 3C ändert sich proportional zur Xnderungsgeschwindigkeit der Drehzahl
bzw. der Geschwindigkeit des schneller drehenden Rades. Das Signal ändert sich in positiver Richtung, wenn die
Radgeschwindigkeit abnimmt und ändert sich in negativer Richtung bei zunehmender Radgeschwindigkeit.
Das Ausgangssignal aus der Schaltung AD gelangt an den nicht-invertierenden Eingang eines Operationsverstärkers
in der Verzögerungsvergleichsschaltung DC. Das dem invertierenden Eingang des^ Operationsverstärkers 50 anliegende
Bezugssignal umfaßt einen feststehenden Pegel und einen mit der Geschwindigkeit veränderlichen Pegel. Der Festpegel
stammt aus einem Spannungsteiler, bestehend aus Widerständen 52, 54 und 56, die zwischen der Spannungsquelle B+ und Erde in Reihe liegen. Der mit der Geschwindigkeit veränderbare Pegel stammt aus einem zweiten Ausschaltkreis LSC-2 für niedrige Geschwindigkeiten, der einen NPN
Transistor 60 enthält, dessen Basis das Hochgeschwindigkeitssignal V-. zugeführt wird und dessen Kollektor an die Strom-
quelle B+ angeschlossen ist. Der Emitter des Transistors
ist über miteinander in Reihe geschaltete Widerstände 62
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und 64 an eine Stromversorgung B- angeschlossen. Demzufolge ist das aus dem Ausschaltkreis LSC-2 stammende
und am Widerstand 66 auftretende Signal oberhalb eines niedrigen Geschwindigkeitswertes, z.B. 9 km/h, der Geschwindigkeit
des schneller drehenden Rades proportional« Die Transistoren 66 und 56 dienen als Spannungsteiler für
dieses Signal, das dann über den Widerstand 54 dem invertierenden Eingang des Operationsverstärkers zugeführt
wird. Wenn dies dem Verstärker 50 anliegende Verzögerungssignal in positiver Richtung größer wird als das dem
invertierenden Eingang anliegende veränderliche Bezugssignal, erzeugt der Verstärker 50 ein Blockiersignal In
Form eines positiven Signals bzw. einer binärer. "I1O Dies
positive Blockiersignal wird über eine Diode 70, deren Anschlußrichtung in Fig. 3 gezeigt ist, zur Betätigung
des Ventilstellmotors VD benutzt. Damit wird das Magnetventil VS erregt, um die aufden Rädern lastenden Bremskräfte
wegzunehmen, so daß die Räder wieder auf die Fahrzeuggeschwindigkeit fochlaufen können.
Wenn sich die Drehzahl der Räder der Fahrzeuggeschwindigkeit angleicht, erzeugt die Schaltung AD ein negativ gerichtetes
Beschleunigungssignal, das für die Geschwindigkeitszunahme kennzeichnend ist. Diese Hochdreh-Geschwindigkeit
wird von dem Beschleunigungskomparator AC überwacht, um ein Blockiersignal zwecks Bremslüftung abzugeben, wenn
die Beschleunigungswerte zwischen 0,5 g und 5,0 g liegen. Das aufgrund der Beschleunigung erzeugte Signal wird somit
ignoriert, wenn die Räder mit einer größeren Beschleunigung als 5,0 g hochlaufen zur Angleichung an die Fahrzeuggeschwindigkeit. Dies ist erwünscht, um elektrische und pneumatische Systemverzögerungen auszuschalten, so daß das
Rad nicht die günstigste Geschwindigkeit zur Abbremsung
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übersteigt. Der Änglelchungs- bzw. Hochdrehvorgang sollte
jedoch nicht dazis führen, daß die Radgeschwindigkeit
diesen günstigsten Wert überschreitet. Man hat festgestellt, daß eine Hochdrehbeschleunigung oberhalb 5,Og
kennzeichnend ist für eine sehr schnelle Wiederaufnahme bzw. Angleichung der Radgeschwindigkeit, wodurch, falls
das durch die Beschleunigung erzeugte Blockiersignal nicht beseitigt wire, die Radgeschwindigkeit den erwünschten
Optimalwert überschreiten wird» Aus diesem Grund ist der Beschleunigungskomparator so programmiert, daß er das
von ihm erzeugte Blockiersignal bei einer Hochdrehbeschleunigung
von 5 g beseitigt bzw. löscht. Auf einer Fahrbahnoberfläche mit niedrigem Reibungskoeffizienten, z.B. auf
Eis, wird die liochdrehbeschleunigung niemals 5,0 g überschreiten.
Wenn die Räder sich der Fahrzeuggeschwindigkeit annähern, wird die Hochdrehbeschleunigung auf KuIl zurückfallen,
wobei die Bremsen betätigt werden, wenn die Beschleunigung bei 0,5 g liegt. Unterhalb dieser Beschleunigung
erzeugt der Beschleunigungskomparator kein Blockiersignal.
Das Ausgangssignal aus der Schaltung AD gelangt an den invertierenden Eingang eines Operationsverstärkers 80 in
dem Beschleunigungskomparator AC. Hier wird das negativ gerichtete Beschleunigungssignal mit einem festen Bezugswert verglichen, der aus einem Spannungsteiler stammt,
bestehend aus Widerständen 82 und 84, die zwischen Erde und einer Spannungsquelle B- liegen. Der Verbindungspunkt
der Widerstände 82 und 84 ist an den nicht-invertierenden Eingang des Verstärkers 80 angeschlossen. Demzufolge wird
ein fester Bezugswert definiert, und die Widerstandswerte sind so gewählt, daß der Bezugswert für eine Beschleunigung
von 1,5 g kennzeichnend ist. Erreicht das Beschleunigungs-
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signal einen Wert, bei dem es stärker negativ als das
Bezugssignal ist, so erzeugt der Verstärker 80 ein Blockiersignal in Form eines positivem Signals oder einer binären "1",
wobei dies Signal über eine entsprechend der Zeichnung gepolte Diode 86 zur Betätigung des Ver.tilsteilmotors VD
dient, usa die Eremskräfte wegzunehmen.
'Das positive Blockiersignal ans dem Beschleunigungskcmparatcr
AC wird unterdrückt, wenn das Beschleunigungssignal
über einer, höheren Eezugswert ansteigt,, vorzugsweise in
der Größenordnung von 5,0 g. Die Unterdrückungsschaltung AI
dient, sobald dieser Zustand ermittelt ist„ zur Beseitigung
des positiven Blockiersignals 9 um das Wiederanlegen der
Bremse zu ermöglichen. Die unterdrückungsschaltung ist
in Fig. 3 gezeigt und nachfolgend erläutert.
Das aus der Schaltung AD staeiende Signal wird dem nichtinvertierencien
Lingang eines Operationsverstärkers 90 in eier Unterdrückungsschaltung Al zugeführt. Das Beschleunigungssignal
wird mit einem Bezugssignal verglichen, das
den; invertierenden Eingang des Verstärkers 90 anliegt. Das Bezugssignal stammt aus einem Spannungsteiler, bestehend
aus Kiderständen 62 und 64 und ist durch seine Kopplung
mit dem Ausschaltkreis L,SC-2 geschwindigkeitsabhängig. Venn
das Beschleunigungssigr.al das Bezugssignal übersteigt,
d.h. wenn es stärker negativ als das Bezugssignal wird, so ändert sich der Ausgang des Verstärkers 90 von einem hohen
Wert auf einen niedrigen Wert, um dadurch eine entsprechend
der Zeichnung gepolte Diode in Durchlaßrichtung vorzuspannen. Diese Diode bewirkt, daß das Eingangssignal an dem
nicht-invertierenden Eingang des Verstärkers 80 in- dem
Beschleunigungskomparator AC stärker negativ wird und dadurch
verhindert, daß in der Ausgangsschaltung des Verstärkers SO ein pcsitives Blockiersignal mitgeführt wird.
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Lin Kondensator 94, der zwischen Erde und dem Anschlußpunkt
der Diode 92 und dem nicht-invertierenden Eingang des Verstärkers
80 liegt, dient in Verbindung mit Widerstand 84 als ein PC-Zeitglied, um das Beschleunigungs-Bezugssignal
auf seinen Lormalwert zurückzuführen, nachdem der Ausgang des Verstärkers 90 vieder seinen normalen hohen Wert erreicht
hat. Solange demnach das Eeschleunigungssignal größer ist als der feste Bezugswert aus dem Eeschleunigungskomparator
AC, aber geringer als das Bezugssignal für die ünterdrückerschaltung AI,wird ein positives Blokkiersignal
erzeugt und über die Diode 86 dem ODER-Glied OC zur Eetätigung des Ventilstellmotors VD zugeführt.
Schaltungsanordnung für Differential-Radgeschwindigkeit und feststehende Anzapfung
Das Signal VAfür die durchschnittliche Radgeschwindigkeit aus dem Summierverstärker Sh wird einem Differential-Radgeschwindigkeits-Komparatcr
mit fester Anzapfung DVC zugeführt. Dieser Komparator hat zwei verschiedene Betriebsarten.
Bei einer Betriebsart werden die beiden Radgeschwindigkeiten der überwachten Achse miteinander verglichen,
und falls die Geschwindigkeit eines Fades diejenige des anderen um einen festen Betrag übersteigt, wird dem Ventilstellmotor
VD ein positives Signal über eine Verzögerungsschaltung DVD und das ODER-Glied OG zugeführt. Bei der
zweiten Betriebsart dient der Komparator DVC zum Vergleich der durchschnittlichen Radgeschwindigkeit (mal einem Verstärkungswert
von 1,5 entsprechend dem Verstärker SA) mit einem Bezugssignal, das eine zweistufige Abklingzeit besitzt.
Die Abklingzeit oder -geschwindigkeit ist abhängig vom Zustand der logischen Schaltung, wobei die Ausklingzeit bzw.
die Dämpfung zunächst stark und anschließend schwächer erfolgt und kennzeichnend für hohe bzw. niedrige Verzögerungen
ist.
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Die erste Arbeitsweise findet statt, wenn das Geschwindigkeitssignal
VH, kennzeichnend für die Geschwindigkeit des schneller drehenden Rades, konstant ist oder wenn sie sich
langsamer verringert als die vorgenannte Abklingzeit in der ersten Stufe. Entsprechend Fig. 2 enthält der Komparator
DVC einen Operationsverstärker 100, dessen invertierender Eingang an den Summierverstärker SA angeschlossen ist, um
das Signal VA für die Durchschnittsradgeschwindigkeit zu empfangen. Der nicht-invertierende Eingang des Verstärkers
100 ist an die Ausgangsseite einer Schaltung CR für eine berechnete Bezugsgeschwindigkeit angeschlossen, an deren
Eingang das Hochgeschwindigkeitssignal VH aus dem Selektor HS empfangen wird0 Die Eezugsgeschwindigkeitsschaltung CR erzeugt
ein Bezugssignal, das im wesentlichen gleich dem Hochgeschwindigkeitssignal VH weniger einem Diodenspannungsabfall
ist. Zu diesem Zweck wird das Signal VH über eine Dioae 102 und einen Widerstand 104 einem Kondensator 106
angelegt. Der Kondensator lädt sich dabei auf einen Wert auf, der für die Geschwindigkeit des schnelleren Rades abzüglich
des Spannungsabfalles der Ladeschaltung kennzeichnend ist. Die Bezugsschaltung CR enthält außerdem eine Diode
in dem Entladekreis des Kondensators 106 zusammen mit einer Diode 112, die der Reihenschaltung, bestehend aus Diode 102,
Widerstand 104 und Diode 110 parallel geschaltet ist. Demzufolge ist bei konstanter Geschwindigkeit oder während der
Beschleunigung die Spannung an der Verbindungsstelle von den Dioden 110 und 112, die als Ausgang der Bezugsschaltung
CR dient, gleich oder größer als die Ladespannung im Kondensator 106. Das dem nicht-invertierenden Eingang des Verstärkers
105 anliegende Bezugssignal ist etwa gleich dem Signal VH für die Geschwindigkeit des schneller drehenden
Rades abzüglich des Spannungsabfalles über die Diode 112.
Wenn eines der Räder um einen ausreichenden Betrag schneller als das andere Rad dreht, wird das Durchschnitts-Geschwindig-
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keitssignal VA kleiner als das Eezugssignal, wodurch der
Verstärker zur Abgabe eines positiven Blockiersignals dient. Dieses Elcckiersignal wird in der Verzögerungsschaltung DFD verzögert, bevor es über das ODER-Glied OG
dem Ventilsteljjrib/tor VD zugeführt wird, um die Bremskräfte
zu entlasten. Diese Betriebsart hält solange an, als das Geschwlndigkeitssignal VE konstant ist oder ansteigt
oder mit einer Geschwindigkeit zunimmts die kleiner
als eine vorbestiiniRte Geschwindigkeit ist.
Die zweite Betriebsart des !Comparators DFC setzt ein,
wenn das Signal VL für das schneller drehende Rad mit einer Geschwindigkeit abnimmt, die größer als ein vorgegebener
fcert ist. Sobald die Schaltung feststellt, daß das schnellere der beiden Räder verzögert, wird sich der
Kondensator 1O6 über die Diode 110 entladen, wobei die EntlftaegeschtfiiRt^iokeit durch eine zweistufe feste Anzapfschaltung
FE gesteuert wird. Die. Entladung des Kondensators 1O6 wird so in zwei Stufen gesteuert;, daß sie zunächst
bei einer Geschwindigkeit erfolgt, die kennzeichnend ist für einen Prozentsatz der- Geschwindigkeit des schneller
drehenden bei einer Beschleunigung von 1,Og verzögernden
Rades. Zu diesem Zweck wird der Entladestrom durch zwei
NPN Transistoren 120 und 122 mit konstantem AbfluB in der
Schaltung FE begrenzt. Die Transistoren 12O und 122 sind mit ihren Kollektoren untereinander verbunden und von dort
an den Verbindungspunkt der Dioden HO und 112 geführt. Die Emitter der beiden Transistoren sind über die Kiderstände
124, 126 verbunden, die über einen gemeinsamen
Anschluß an eine Zenerdiode 128 geführt sind, welche entsprechend Fig. 2 gepolt und geerdet ist, während ein
weiterer Anschluß über einen Widerstand 13O zu einer Versorgungsspannung B- führt.
-/■
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Die Basis des Transistors 120 ist direkt geerdet und die
des Transistors 122 über einen Widerstand 132. Demzufolge
sind beide Transistoren normalerweise in Durchlaßrichtung vorgespannt, ue Eutladungsstrom aus dens Kondensator 106
abzuziehen, und zwar bei einem gesteuerten Äbklingmaß
von 1 g. Das berechnete Geschwindigkeits-Bezugssignal,
das dem nicht-imvertierenden Eingang des Verstärkers 100
anliegt;, wird sich daher von einem Ursprung liehen Pegel
verringern, der für das schneller drehende Rad vor dessen Verzögerung kennzeichnend war, und zwar mit: einer schnellen
Abfallzeit in der Größenordnung von lgt wobei dieser Viert
kennzeichnend ist für eine durch starke Bremsung hervorgerufene Verzögerung, wie sie möglicht ist, bevor die
Bremskräfte freigegeben werden.
Kenn das Signal ¥Ä für die Durchschnittsgeschwindigkeit ausreichend schnell abnimmt, so wird seine Größe kleiner
als diejenige des abklingenden Bezugssignals, wodurch
der Operationsverstärker 100 ein positives Blockiersignal abgibt. Das Signal wird jedoch durch die Verzögerungsschaltung DFD nrexzStjert, bevor es über das ODER-Glied OG
sum Vent ils tellüT-Otor VD gelangt, um die Bremskräfte zu
entlasten» Durcli diese zeitliche Verzögerung kann das
schneller dretieaaöe Rad für eine längere Zeitdauer gebremst
werden, bevor die Bremskräfte in Abhängigkeit von dem Blockiersignal aufgehoben bzw. weggenommen werden.
Das versögerte Blbckiersignal oder ein beliebiges Blockiersignal
dient zer Betätigung der Schaltung FB in ihre, zweite
Betriebsstufe? wodurch die Entladung des Kondensators 106
von der 1 g-£sitladezeit auf die 0,5 g-Entiadezeit verringert
wird. Dies erfolgt durch eine Rückkoppitingsschaltung, in der das positive Blockiersignal dem invertierenden Eingang
eines Operationsverstärkers 140 zugeführt wird. Der andere Eingang dieses Verstärkers liegst auf einem festen Bezugswert
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über einen Spannungsteiler, bestehend aus Widerständen 142 und 144, die gemäß Fig. 2 an Erde und an eine Versorgungsspannung B+ angeschlossen sind. Das positive Blockiersignal
ist ausreichend positiv bezüglich des Bezugspegels, damit der Ausgang des Verstärkers 140 auf einen niedrigen Pegelgeschaltet
werden kann. Diese Pegelumschaltung am Ausgang des Verstärkers 140 dient zur Sperrung des Transistors 122
über eine Diode 145.
Ist der Transistor 12 2 in Sperrichtung vorgespannt und somit
nicht leitend, so erfolgt ein Strcmabzug nur durch den Transistor 120, wodurch die Entladegeschwindigkeit des Kondensators
106 auf ein Verzögerungsmaß von 0,5 g, bestimmt durch die Werte des Transistors 120 und des V7iderstandes
124, begrenzt ist. Wenn während der zweiten Betriebsstufe die durchschnittliche Radgeschwindigkeit so stark abnimmt,
daß das Signal VA kleiner als das Bezugssignal wird, das bei einem 0,5 g-Maß abklingt, so wirö der Komparator DFC
wiederum ein positives Blockiersignal abgeben. Dies Blockiersignal wird wie auch das aus der ersten Stufe in der
Schaltung DFD verzögert, bevor es durch das ODER-Glied an den Ventilstellmotor VD gelangt.
Der Zweck der zweiten Stufe dieser Anzapf- oder Ableitschaltung ist die Steuerung des Zeitpunktes der erneuten
Bremsbetätigung und nicht die Steuerung der Bremslüftungsdauer. Die zweite Stufe der Ableitschaltung wird somit
wirksam, nachdem eine Blockierung begonnen hat und die Bremsen gelüftet sind. Die zweite Betriebsart dient zur
Verzögerung des Wiederanlegens der Bremsen zu einem späteren Zeitpunkt als dies geschehen würde, wenn die Abklingdauer
der ersten Stufe wirksam wäre. Ein Fahrzeugfahrer kann daher bei Betätigung der Bremsen das Fahrzeug bei
0,8 g verzögern, wobei unter Umständen keine Notwendigkeitbesteht, daß die Antiblockieranlage eine Bremslüftung
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hervorruft. Falls die 0,5 g-Abklinggeschwindigkeit zu
diesem Zeitpunkt gültig wäre, würde ein Blockiersignal erzeugt und dadurch eine unnötige Bremslüftung hervorgerufen.
Sobald jedoch ein Blockierzustand beginnt, muß die Bremslüftung durchgeführt werden. Unabhägig davon, welche
der hier beschriebenen Schaltungen einen bevorstehenden Blockierzustand ermittelt und ein positives Blockiersignal
abgibt, wird die Ableitschaltung in ihre zweite Betriebsart (0,5 g-Abklingzeit) wieder eingeschaltet.
Wenn die Bremsen gelüftet worden sind und die Räder aus einem anfänglichen Blockierzustand wieder hochzudrehen
beginnen, müssen sie auf eine etwas höhere Geschwindigkeit hochdrehen, um das 0,5 g-Abklingzeit-Bezugssignal
zu erreichen, als für das 1,0 g-Bezugssignal. Demzufolge
bewirkt die zweite Stufe der Ableitschaltung FB das Kiederanlegen der Bremsen bei einer größeren Radgeschwindigkeit,
die der günstigsten Geschwindigkeit näher liegt.
Dieser Funktionsablauf ist besonders nützlich bei Fahrbahnoberflächen
mit niedrigem Reibungskoeffizient, z.B. Eis. Die zweite Stufe der Ableitschaltung verlängert außerdem
die Zeitdauer, die zur Entleerung der Bremsbetätigungseinrichtung zur Verfügung steht und zum Beginn des Hochlaufens
der Räder, wenn diese kurzzeitig bei Fahrbahnoberflächen mit niedriger Reibung blockiert gewesen sind.
Die Differential-Radgeschwindigkeitsschaltung mit fester Ableitung ist besonders nützlich bei einem unterschiedlichen
Reibungskoeffizienten. In solchen Fällen kann das schnellere Fahrzeugrad eine größere Bremswirkung hervorrufen
als das langsamere Rad, falls das schnellere Rad sich nicht frei durchdreht. Der Unterschied der Padgeschwindigkeiten
kann ausreichend sein, um über den
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Komparator DFC ein Blockiersignal zu erzeugen. Man hat festgestellt, daß der Bremsweg verkleinert werden kann,
wenn man die Bremslüftung verzögert, damit das schneller drehende Rad noch Zeit hat, auf die günstigste Geschwindigkeit
herunterzukommen* Diese Verzögerung erhöht das Bremsmoment, das auf das Rad mit dem hohen Reibungskoeffizienten
wirkt und wird durch die Verzögerungsschaltung DFD hervorgerufen, die das Blockiersignal dem
Ventilstellmotor um 0,1 see. später zuführt.
Differentialradgeschwindigkeit - Verzögerungsschaltung mit fester Ableitung
über die Verzögerungsschaltung DFD wird ein Verzug von
ungefähr 0,1 see. für das Blockiersignal aus dem Komparator
DFC erzeugt. Das positive Blockiersignal aus dem Komparator DFC wird der Verzögerungsschaltung DFD angelegt, die eine
Diode 200 enthält, welche mit einem Kondensator 202 und Widerständen 204, 206 in Reihe geschaltet ist. Ein Widerstand
208 liegt parallel zu der Reihenschaltung der Schaltglieder 202, 204, 206. Der Verbindungspunkt zwischen
den Widerständen 204, 206 ist an das Tor eines gegatterten Halbleiters 212 angeschlossen, dessen Anode mit dem Ausgang
des Operationsverstärkers 100 in Verbindung steht. Der Halbleiter bleibt solange für das positive Blockiersignal
gesperrt, bis die der Anode anliegende Spannung in positivem Sinne größer als die am Gatter anliegende Spannung wird.
Wenn daher der Kondensator 202 ausreichend entladen ist, um die Gatterspannung unter die Anodenspannung zu bringen,
wird der Halbleiter 212 das positive Blockiersignal zum Ventilstellmotor VD weiterleiten. Diese Verzögerung liegt
vorzugsweise in der Größenordnung von 0,1 see. entsprechend
den RC-Werten im Ladekreis.
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Die Verzögerungsschaltung DFD ist Geschwindigkeitsabhängig, da bei niedren Geschwindigkeiten,z.B. bei 9 km/h oder
darunter die Verzögerung etwa Null ist, während bei höheren Geschwindigkeiten von ca. 30 km/h und darüber die Verzögerung
in der Größenordnung von 0,1 see, liegt. Zu diesem Zweck sind der Kondensator 202 und der Widerstand 204 vorgesehen.
In der Verzögerungsschaltung wird die Spannung am Verbindungspunkt vom Kondensator 202 und Widerstand 204
augenblicklich durch ein logisches Signal erhöht, was gleichzeitig auch die Torspannung am Halbleiter 212 erhöht. Falls
die Anfangsspannung an dem Anschlußpunkt bei 0 Volt liegt, wird dieser Spannungsanstieg nicht ausreichen, um den Halbleiter
zu sperren. Befindet sich jedoch der Verbindungspunkt auf der gleichen positiven Spannung, so bewirkt der konstante
Spannungsanstieg, daß die Gatterspannung augenblicklich die Anodenspannung übersteigt. Beim Entladen des Kondensators
fällt die Gatterspannung ab und wird gleichzeitig unter die Anodenspannung absinken. Diese Anfangsspannung
wird von dem Geschwindigkeitssignal hervorgerufen.
Der Ventilstellmotor VD dient zum Empfang eines positiven Blockiersignals aus dem ODER-Glied OG, um dann das Magnetventil
VS zu erregen und die Bremsen zu lüften. Das ODER-Glied OG besteht aus den Dioden 70, 86 und dem Halbleiter 212,
deren Kathoden direkt miteinander in Verbindung stehen. Das Magnetventil VS wird für eine Zeitdauer erregt, die
von der Dauer des Blockiersignals abhängig ist. Ein Unterdrückerschalter IS dient dazu, die Erregung des Stellmotors
VD zu verhindern, wenn bestimmte Betriebsfehler-zustände vorliegen. Außerdem ist beim Ausführungsbeispiel nach Fig.
eine Sicherung F in der Erregerschaltung für den Stellmotor VD vorgesehen, die beim Auftreten von bestimmten solcher
Fehlerzuständemspricht.
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Beim gezeigten und beschriebenen Ausführungsbeispiel der Erfindung werden vier Fehlerzustände überwacht:
1) eine niedrige Ausgangsspannung aus dem Leistungsregler
wird den·Ventilstellmotor sperren. Bei Kormalbetrieb wird der Stellmotor gängig, sobald
die Spannung auf den Normalwert zurückkehrt.
2) Ein Blockiersignal aus dem ODER-Glied OG für eine größere Zeitdauer als eine Sekunde, falls nicht
innerhalb dieser Zeit ein Blockiersignal aus dem Beschleunigungskomparatcr AC den Ventilstellmotor
sperrt. Der Normalbetrieb des Stellmotors wird wieder hergestellt, wenn das Elockiersignal aus
dem ODER-Glied OG endet.
3) Ein Blockiersignal aus dem ODER-Glied OG für eine größere Zeitdauer als 6 see. führt zu einem Ansprechen
der Sicherung, wodurch der Ventilstellmotcr dauernd gesperrt bleibt.
4) Verlust des kontinuierlichen Betriebs des Magnetventils oder des Betriebs des Kubmagneten bei fehlendem
Kubsignal führt zum Ansprechen der Sicherung, so daß der Stellmotor dauernd gesperrt bleibt.
Die vorgenannten Funktionen werden von der in Blockform in Fig. 1 gezeigten Schaltung durchgeführt. Der Spannungsregler
oder Spannungswandler PC gibt für die Antiblockiersteueranlage geregelte Spannungen B+ und E- ab. Dieser
Spannungswandler kann beliebiger bekannter Bauart sein, um aus einer Stromquelle oder einer Batterie B geregelte
Spannungswerte B+ und B- zur Verfügung zu stellen. Außerdem liefert diese Baueinheit Spannung zur Betätigung des Ventilstellmotors
über eine Sicherung F.
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Ein Niederspannungs-Monitor VM dient zur überwachung des
Ausgangs aus dem Spannungswandler PC, wobei ein Unterdrückerschalter IS betätigt wird, wenn die Spannung zu niedrig wird,
um den Betrieb des Stellmotors VD zu unterbinden und eine Anzeigeschaltung IC zu erregen. Eine überwachungsschaltung
M-I für den Betriebszustand 1 dient zur überwachung der
Stellmotorschaltung VD bei einem Blockiersignal,das länger als eine Sekunde dauert, wenn das Blockiersignal nicht
aus dem Beschleunigungskomparator AC stammt, und um den Unterdrückerschalter IS zu betätigen und damit den Stellmotor
VD zu sperren und die Anzeigeschaltung IC zu erregen.
Die Sicherung F brennt durch oder spricht an auf Zustände, die von den Überwachungsschaltungen für den Betriebszustand
2 und den Betriebszustand 3 ermittelt werden. Die Schaltung M-2 dient zur überwachung des Stellmotors VD, wobei die
Sicherung F durchbrennt, wenn ein Blockiersignal langer als 6 see. dauert. In ähnlicher Weise überwacht die Schaltung
M-3 den Betrieb des Magnetventils VS. Falls der Hubmagnet nicht kontinuierlich betätigt bleibt oder ohne vorliegendes
Blockiersignal betätigt wird, läßt die Schaltung M-3 die Sicherung F durchbrennen. Die Schaltung für diese Funktionen
ist im einzelnen in Fig. 4 gezeigt.
Der Ventilstellmotor VD und der Unterdrückerschalter IS sind im oberen Abschnitt der Fig. 4 gezeigt. Der Schalter IS
besteht aus einem NPN Transistor 300, der normalerweise leitend ist. Die Stellmotorschaltung VD enthält NPK Transistoren
302, 304 und einen PNP-Transistor 306. Ein aus dem ODER-Glied OG stammendes positives Blockiersignal wird der Basis
des Transistors 302 über einen Widerstand 308 und der Basis des Transistors 304 über einen Widerstand 310 angelegt.
Durch das Blockiersignal wird der Transistor 302 in seinen leitenden Zustand gebracht, und zwar von der positiven
Spannungsquelle C- über den Widerstand 312, Gleichermaßen
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— Zb —
macht das Blockiersignal den Transistor 304 leitend. In diesem Zustand zieht der Transistor Strom über den
Emitter zur Basisschaltung des Transistors 306, über den Kollektor zum Emitter des Transistors 300 und
schließlich über eine Diode 316 und einen in Reihe dazu liegenden Widerstand· 318. Demzufolge wird der
Transistor 306 in Durchlaßrichtung vorgespannt, so daß ein Strom fließt von seinem Emitter zum Kollektor und
dadurch die Wicklung 320 des Magnetventils erregt. Wenn das positive Blockiersignal vom Ausgang des ODER-Gliedes
OG verschwindet, gelangen die Transistoren 302 und 304 in ihren Sperrzustand. Damit wird auch die Diode
316 über Widerstand 312 in Sperrichtung vorgespannt, und der Leitweg von Emitter zur Basis im Transistor 306 gesperrt.
Der Transistor 306 schaltet somit die Magnetwicklung 120 ab.
Normalerweise ist der Transistor 300 für den Unterdrückerschalter in Durchlaßrichtung vorgespannt. Falls jedoch ein
Fehlerzustand in der Anlage von der Niederspannungsüberwachungsschaltung
VM oder der Schaltung M-I ermittelt wird, gelangt der Transistor in seinen Sperrzustand, wodurch
auch die Leitung des Transistors 306 und die Erregung der Wicklung 320 des Magnetventils verhindert wird. Die Betriebsleitung
für den Transistor 306 stammt aus der Spannungsquelle C+, SD daß dieser Transistor immer dann in Sperrichtung
vorgespannt ist, wenn die Sicherung F durch die Monitorschaltungen M-2 oder M-3 angesprochen bzw. herausgebrannt
wird.
Diese Überwachungsschaltung VM dient zur überwachung der
Ausgangsspannung aus der Wandlereinheit PC. Die Schaltung ist im unteren Abschnitt von Fig. 4 gezeigt und enthält
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eine große Zenerdiode 350, deren Kathode an die Ausgangsklemme
B+ des Spannungswandlers und dessen Anode über einen Widerstand 352 zur Basis eines NPN-Transistors 354 geführt
ist. Der Kollektor des Transistors 354 ist über einen Widerstand 356 an die Spannungsklenutie C+ des Spannungswandlers PC angeschlossen. Die C+-Spannung kann an der
Eingangsstufe des Spannungsreglers zur Verfügung stehen, der normalerweise einen Vollweg-Gleichrichter und einen
Glättungskondensator umfaßt. Die C+-Spannung wird dann der Regelschaltung zugeführt, um die geregelten Spannungen
B+ und B- zu erzeugen. Die B+-Spannung, die der Kathode der Zenerdiode 350 anliegt, ist normalerweise größer als
die Durchbruchspannung, v/obei die Zenerdiode leitet, um den Transistor 354 eingeschaltet zu halten. Der Kollektor
des Transistors 354 befindet sich im wesentlichen auf Erdpotential und dient über den Widerstand 358 dazu, den
NPN Transistor 360 gesperrt zu halten. Wenn jedoch die geregelte B+-Spannung genügend absinkt, hört die Zenerdiode
350 zu leiten auf, wodurch der Transistor 354 abschaltet. Da der Kollektor dieses Transistors über den
Widerstand 356 mit der C+-Spannung in Verbindung steht, ist der Kollektor des Transistors ausreichend positiv,
um den Transistor 360 über die Diode 357 und den Widerstand 358 leitend zu machen. Die Basis des Transistors
befindet sich normalerweise auf einem positiven Spannungswert, damit der Transistor über den Widerstand 36 2 zur
C+-Spannungsquell'e leitend bleibt. Wenn jedoch Transistor 360 in Durchlaßrichtung vorgespannt ist, liegt sein
Kollektor auf Erdpotential, so daß der Transistor 300 sperrt.
Wenn Transistor 360 in Durchlaßrichtung vorgespannt ist, um die Ventilstellmotorschaltung über den Unterdrückerschalter
IS zu sperren, erfolgt außerdem die Erregung der
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Anzeigeschaltung IC. Der Kollektor des Transistors 360
ist über einen Widerstand 370 an die Baals eines PNP Transistor 372 angeschlossen, dessen Emitter über einen
Widerstand 374 an Erde und auch an die Anzeigeschaltung IC geführt ist. Der Kollektor dieses Transistors ist außerdem
über einen Widerstand 376 an die C+-Spannung über die Sicherung F angeschlossen. Normalerweise bleibt der Transistor
372 in leitendem Zustand, wodurch die Anzeigeschaltung IC abgeschaltet ist. Wird jedoch Transistor 360 in Durchlaßrichtung
vorgespannt, so sperrt er über den Basiswiderstand 370 den Transistor 372. Bei diesem Sperrzustand des
Transistors 372 wird die Anzeigeschaltung IC veranlaßt, eine geeignete Anzeige oder einen Alarm zu geben. Beliebige
Anzeige- oder Alarmeinrichtungen können für die nicht gezeigte Anzeigeschaltung IC verwendet werden. Maßgebend
ist allein, daß eine Anzeige erfolgt, wenn der Transistor 372 sperrt.
Die überwachungsschaltung M-I befindet sich ebenfalls in
der Schaltungsanordnung, die im unteren Abschnitt von Fig.4 gezeigt ist. Diese Schaltung dient zur Sperrung des
Ventilstellmotors und zur Betätigung der Anzeigeschaltung, wenn ein Blockiersignal über eine längere Zeitdauer als
eine Sekunde auftritt, vorausgesetzt, daß aus dem Beschleunigungskomparator AC nicht während der Zwischenzeit
ein Beschleunigungssignal abgegeben wird. Die Schaltung M-I enthält einen Kondensator 400, der mit Widerständen 402,
und 406 in Reihe liegt. Der Verbindungspunkt der Widerstände 402 und 404 ist an das Gatter eines gattergesteuerten Halbleiters
408 angeschlossen. Die Anode des Halbleiters 408 liegt an dem Kollektor eines PNP-Transistors 410. Solange
kein Blockiersignal vorliegt, ist der Transistor 410 durch eine positive Spannung an seiner Basis über den Widerstand
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gesperrt. Auch der Verbindungspunkt von Kondensator 400 und Widerstand 402 liegt über eine Diode 414 auf einem
positiven Spannungswert. Bei Empfang eines positiven Blockiersignals wird jedoch der Transistor 304 leitend,
so daß über seinen Kollektor und über den Widerstand 412 an der Basis des Transistors 410 im wesentlichen Erdpotential
anliegt. Dadurch wird dieser Transistor leitfähig. Wenn der Kollektor des Transistors 410 positiv wird und
der Verbindungspunkt des Kondensators 400 mit dem Widerstand 402 vorübergehend auf einem höheren Potential liegt,
so entlädt sich der Kondensator 400 über die Widerstände 402, 404 und 406. Wenn das über die Widerstände 404 und 406
erzeugte Potential ausreichend ab-fällt, so daß die Gatterspannung des Halbleiters 408 unter seiner Anodenspannung
sinkt, so leitet der Halbleiter 408 ein positives Signal über den Widerstand 358, um den Transistor 360 gleitfähig
zu machen. Wie bereits erwähnt, wird bei leitendem Transistor 360 die Anzeigeschaltung IC erregt, um die Stellmotorschaltung
VD über den Unterdrückerschalter IS zu sperren.
In diesem Betriebsablauf erfordert die Entladung des Kondensators 400 bis zu dem Zeitpunkt, wo der Transistor 408
leitend wird, eine Zeitdauer von etwa 1 see. Wenn während
der Zwischenzeit von dem Beschleunigungskomparator AC ein Blockiersignal abgegeben wird, so gelangt an die Verbindungsstelle
der Widerstände 404 und 406 ein positives Signal. Dies hebt die Spannung an den Widerständen 404 und 406 ausreichend
an, um zu verhindern, daß die Gatterspannung für den Halbleiter 408 niedriger als dessen Anodenspannung wird,
um das Leiten des Halbleiters 408 zu verhindern.
Die überwachungsschaltung M-2 für den Betriebs zustand 2 wird
benutzt, um die Sicherung F zu betätigen, wenn ein Blockiersignal länger als 6 see. dauert. Die zu diesem Zweck verwendete
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Schaltung befindet sich im unteren Abschnitt von Fig. 4 und umfaßt einen Kondensator 450. Empfängt die Stellmotorschaltung
VD ein positives Blockiersignal, so leitet der Transistor 304. Demzufolge gelangt das Potential des
Kollektor dieses Transistors etwa auf Erdpotential, was über den Widerstand 412 dazu führt, den Transistor 410
leitend zu machen. Bei leitendem Transistor 410 fließt sein Emitter -Kollektorstrom durch einen Widerstand 452,
um den Kondensator 450 aufzuladen. Reicht die Ladung des Kondensators 450 aus, damit das an der Anode des Halbleiters
454 anliegende Potential größer als das an seinem Gatter wird, wobei das Gatter von dem Verbindungspunkt einer aus
Widerstand 456 und 458 bestehenden Spannungsteiler beaufschlagt wird, so gelangt der Halbleiter in seinen leitenden
Zustand und erzeugt über seinen Belastungswi-derstand ein Taktpotential. Dadurch wird der siliziumgesteuerte
Gleichrichter 462 leitend, wobei im wesentlichen über die Sicherung F ein Kurzschluß entsteht. Dadurch spricht die
Sicherung an, so daß die Stellmotorschaltung VD dauernd gesperrt wird. Außerdem wird der Unterdrückerschalter IS
betätigt, um die Anzeigeschaltung IC zu erregen. Die Zeitdauer, bei der die Spannung auf dem Kondensator 450 einen
Wert erreicht, um den Halbleiter 454 leitend zu machen, liegt vorzugsweise in der Größenordnung von 6 sec, was
durch die RC-Zeitkonstanten im Ladekreis bestimmt wird.
Wenn im Normalbetrieb an der Ventilstellmotorschaltung VD kein positives Blockiersignal anliegt, befindet sich der
Kollektor des Transistors 302 über eine in Fig. 4 in ihrer Polarität gezeigten Diode 500 etwa auf Erdpotential, die
mit der Magnetwicklung 320 in Reihe an Erde liegt. Auch der Kollektor des Transistors 302 befindet sich im wesentlichen
auf Erdpotential, solange der Transistor während
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des Empfanges eines positiven Blocklersignals In Durchlaßrichtung
vorgespannt ist. Falls jedoch durch einen Betriebsfehler o.dgl. der Transistor 306 eine Erregung der Magnetventilwicklung
320 ermöglicht, solange kein positives Blockiersignal vorliegt, so wird die Diode 500 in Sperrrichtung
vorgespannt. Demzufolge wird das Potential des Kollektors des Transistors 302 positiv, da der vorgeschaltete
Widerstand 312 an die positive Spannungsquelle angeschlossen ist. Dadurch wird: sich der Kondensator 450 über
den Widerstand 501 und die Diode 502 aufladen. Bei genügender Ladung des Kondensators 450,'um das Anodenpotential
des Halbleiters 454 größer zu machen als das Gatterpotential wird dieser Halbleiter in seinen leitenden Zustand
gelangen. Am Belastungswiderstand 460 entsteht eine Triggerspannung, um den siliziumgesteuerten Gleichrichter 462 in
seinen leitenden Zustand zu bringen* Der Gleichrichter 462 bildet dann im wesentlichen einen Kurzschluß über die
Sicherung F. Dadurch brennt die Sicherung durch" und wird der Ventilstellmotor gesperrt. Gleichzeitig wird dadurch
der Transistor 300 gesperrt und die Anzeigeschaltung IC erregt.
Falls aus irgend einem Grund in der Magneterregerschaltung eine Unterbrechung vorliegt, fehlt der Erdrückweg über die
Diode 5OO. Somit wird der Kollektor des Transistors 302 positiv, so daß der Kondensator 540 über den Widerstand
auflädt. Nach ausreichender Ladung des Kondensators wird der Halbleiter 454 leitend, um an seinem Belastungswiderstand
460 eine Triggerspannung zu erzeugen, die den siliziumgesteuerten Gleichrichter 462 einschaltet, womit die
Sicherung F durchbrennt.
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Claims (19)
1.)Bremssteuer- und Antiblockieranlage zur Anwendung
^5ei einem Fahrzeug mit wenigstens zwei unter Abstand
zueinander angeordneten voneinander unabhängig drehbaren Rädern auf einer gemeinsamen Achse und mit einer Bremsanlage
zur Erzeugung von auf die Räder einwirkenden Bremskräften, gekennzeichnet durch
eine Bremssteuereinrichtung, die auf ein Blockiersignal
zur Steuerung der Bremsanlage anspricht, um die auf den Rädern wirkenden Bremskräfte zu entlasten;
eine Einrichtung zur Erzeugung erster und zweiter Radgeschwindigkeitssignale, deren Größen kennzeichnend sind
für die Geschwindigkeiten des ersten und zweiten Rades; eine Einrichtung zur Erzeugung eines Durchschnittsgeschwindigkeitssignals
aus den beiden Radgeschwindigkeitssignalen, dessen Größe kennzeichnend für die Durchschnittsgeschwindigkeit
ist;
durch eine Komparatorschaltung (AC) zum Vergleich des
Durchschnittsgeschwindigkeitssignales mit einem Bezugssignal und zur Erzeugung eines Blockiersignales, wenn die
Größe des Durchschnittssignals kleiner als die des Bezugssignals ist;
eine Einrichtung zur Erzeugung eines Bezugssignals, dessen Größe von einem Ausgangswert abnimmt, wenn die Geschwindigkeit
des schneller drehenden Rades abnimmt, wobei der Ausgangswert kennzeichnend für die Geschwindigkeit des
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schneller drehenden Rades ist, und zwar mit einer Abnahmegeschwindigkeit,
die anfänglich kennzeichnend für einen ersten Verzögerungswert ist, wobei die Einrichtung zur
Erzeugung des Bezugssignals Schaltungen enthält, die auf das Blockiersignal ansprechen, um die Abnahmegeschwindigkeit
des Bezugsignals von einem ersten auf einen zweiten Geschwindigkeitswert zu verändern, der für einen
niedrigeren Verzögerungswert kennzeichnend ist.
2. Anlage nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Verzögerungseinrichtung,
die an den Ausgangskreis der Komparatorschaltung angeschlossen ist,um das Anlegen des
Blockiersignals an die Bremssteuereinrichtung zu verzögern.
3. Anlage nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zur Verstellung des Verzögerungswertes in Abhängigkeit
von der Geschwindigkeit des schneller drehenden Rades.
4. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Erzeugung des Bezugssignals einen Energiespeicher
zur Speicherung eines Signals enthält mit einer Größe, die kennzeichnend ist für die Größe der Drehzahl
des schneller drehenden Rades, und daß eine Schaltung zum Entladen der Speichereinrichtung vorgesehen ist, wenn das
Geschwindigkeitssignal für das schneller drehende Rad auf einen Wert absinkt, der kleiner ist als das gespeicherte
Signal, wobei die Ladeschaltung erste und zweite .Entladungswege und eine Schalteinrichtung aufweist, die auf das
Blockiersignal anspricht, um einen der Entladewege zu
sperren.
5. Anlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Speichereinrichtung einen Kondensator enthält und der erste Entladungsweg einen festgelegten Abzug aufweist, der für
ein Verzögerungsmaß in der Größenordnung von 0,5 g kennzeichnend ist, während der zweite Entladeweg parallel zum
ersten Entladeweg liegt, und für einen Energieabaug sorgt,
der für ein Verzögerungsmaß in der Größenordnung von 1,0 g kennzeichnend is^Q 983 -j /Q849 Λ
6. Anlage nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Beschleunigungsfühler-Einrichtung zur Erzeugung eines
Blockiersignals, wenn die Beschleunigung des schneller drehenden Rades einen ersten Beschleunigungswert übersteigt
und noch unterhalb eines zweiten Beschleunigungswertes verbleibt, so daß die Bremssteuereinrichtung und
die Einrichtung zur Erzeugung des Bezugssignals auf das Blockiersignal ansprechen, das entweder aus der ersten
Vergleichseinrichtung stammt oder aus den Beschleunigungsfühlern, um die Bremskräfte zu entlasten bzw. um die
Abklingzeit des Bezugssignals entsprechend der zweiten Abklingzeit zu verändern.
7. Anlage nach einem, der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet
durch eine Schaltungslogik zur Erzeugung eines Blockiersignals, wenn das Geschwindigkeitssignal eines
der Räder von dem Signal um einen vorbestimmten Wert abweicht und durch eine Einrichtung zur Verzögerung
des Anlegens des Blockiersignals an die Bremssteuereinrjthtung zur Erzielung einer zusätzlichen Bremskraft
während einer begrenzten Zeitdauer an den Rädern, so daß das schneller drehende Rad einen zusätzlichen Bremseffekt
bei der Abbremsung des Fahrzeuges ausübt«
8. Anlage nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch Einrichtungen zur Veränderung der Verzögerungsdauer in Abhängigkeit,
von der Drehzahl des schneller drehenden Rades.
9. Anlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, mit
wenigstens zwei unter seitlichem Abstand zueinander angeordneten drehbaren Rädern, gekennzeichnet durch eine
logische Schaltung zur Erzeugung des Blockiersignals, wenn die Radgeschwindigkeitssignale in der Größe so
abnehmen, daß die durchschnittliche Radgeschwindigkeit schneller abnimmt als ein vorbestimmter Verzögerungswert,
und durch eine Verzögerungseinrichtung, um die Zeit bis
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zum Anlegen des Blockiersignals an die Bremssteuereinrichtung in einer begrenzten Zeitdauer zu verzögern, damit
das oder die schneller drehenden Räder für eine zusätzliche Zeitspanne gebremst werden und das Fahrzeug verlangsamen,
bevor die Bremskraft in Abhängigkeit von dem Blockiersignal weggenommen wird.
10. Anlage nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zur Veränderung der Verzögerungsdauer in Abhängigkeit
von der Drehzahl des schneller drehenden Rades,
11. Anlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet
durch eine logische Schaltungsanordnung zur Erzeugung eines Blockiersignals, wenn die Beschleunigung
des schneller drehenden Rades einen vorbestimmten Wert übersdxeitet und durch eine Einrichtung zur Unterdrückung
der logischen Schaltung in der Erzeugung des Blockiersignals, wenn die Beschleunigung des schneller drehenden
Rades einen Wert erreicht,der für eine zweite vorbestimmte Beschleunigung kennzeichnend und größer als die erste
vorbestimmte Beschleunigung ist.
12. Anlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterdrückungs- oder Sperrschaltung
Schaltmittel enthält, um den zweiten vorbestimmten Beschleunigungswert in Abhängigkeit von der Drehzahl des schneller
'drehenden Rades zu verändern.
13. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet
durch eine logische Schaltungsanordnung zur Verarbeitung der ersten und zweiten Radgeschwindigkeitssignale,
um bei wenigstens einem der Räder einen bevorstehenden Blockierzustand festzustellen und ein Blockiersignal
(= Bremslüftungssignal) zu erzeugen, und durch eine Monitorschaltung zur Überwachung von mindestens einer
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Betriebsverhaltensweise der Anlage und zur Unterdrückung des Betriebs der Bremssteueranlage hinsichtlich ihres
Ahsprechens auf das Blockiersignal, wenn das Betriebsverhalten nicht innerhalb vorbestimmter Grenzwerte verläuft.
14. Anlage nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bremssteuereinrichtung ein Magnetventil (VS) aufweist, das in erregtem Zustand auf die Bremsanlage einwirkt,
um die auf den Rädern lastenden Bremskräfte zu entfernen und daß eine Ventilstellmotorschaltung (VD)
auf das Blockiersignal anspricht, um das Magnetventil zu erregen.
15. Anlage nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Monitoreinrichtung wenigstens eine Schaltung zur
Überwachung des Betriebs des Magnetventils und der Ventilstellmotorschaltung
aufweist, um die Unterdrückerschaltung (IS) zu betätigen, wenn das Magnetventil erregt ist und
ein Blockiersignal nicht in der Ventilstellmotorschaltung empfangen worden ist.
16. Anlage nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Monitoreinrichtung eine Schaltung zur überwachung des
Betriebs der Hubmagnetwicklung und der Ventilstellmotorschaltung aufweist und die Unterdrückerschaltung (IS) betätigt,
wenn die Magnetwicklung während einer Zeitdauer nicht erregt ist, in der ein Blockiersignal der Ventilstellmotorschaltung
angelegt ist,
17. Anlage nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch einen Spannungsregler zur Erzeugung einer geregelten Gleichspannung
zum Betrieb der logischen Schaltungsanordnung, wobei die Monitoreinrichtung eine Niederspannungsüber-
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wachungsschaltung (VM) enthält, um den Spannungsregler (TC) zu überwachen und die Bremssteuereinrichtung gegenüber
dem Signal zu sperren, v/enn die Ausgangsspannung außerhalb eines vorbestimmten Wertebereiches liegt.
18. Anlage nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß
die Monitoreinrichtung eine Schaltung zur Überwachung der Zeitdauer des Blockiersignals aufweist, um die Ventilstellmotorschaltung
zu sperren, wenn das Blockiersignal länger ist als ein vorbestimmter Zeitwert.
19. Anlage nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die logische Schaltungsanordnung eine Schaltung zur Erzeugung
eines Blockiersignals aufweist, wenn die Beschleunigung des schneller drehenden Rades einen Bezugswert übersteigt,
daß die Schaltung zur Begrenzung der Zeitdauer des Blockiersignals Schaltungsmittel zur Sperrung des
Betriebs der Ventilstellmotorschaltung nur für den Fall aufweist, daß das Blockiersignal eine längere Zeitdauer
besitzt als eine vorbestimmte Zeitdauer, falls nicht ein Blockiersignal innerhalb dieser Zeitdauer von der Beschleunigungsschaltung
erzeugt worden ist.
409831/0849
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US32667673A | 1973-01-26 | 1973-01-26 |
Publications (1)
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19742403649 Pending DE2403649A1 (de) | 1973-01-26 | 1974-01-25 | Bremssteueranlage fuer fahrzeuge |
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| AR (1) | AR205087A1 (de) |
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| FR (1) | FR2215338B1 (de) |
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| IT (1) | IT1006170B (de) |
| SE (1) | SE397316B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2740419A1 (de) * | 1977-09-08 | 1979-03-22 | Wabco Westinghouse Gmbh | Schaltungsanordnung zur verhinderung eines ueberschwingens der radgeschwindigkeit ueber die fahrzeuggeschwindigkeit bei fahrzeugen mit blockiergeschuetzten bremsanlagen |
| DE2754126A1 (de) * | 1977-12-05 | 1979-06-07 | Teves Gmbh Alfred | Warnvorrichtung fuer kraftfahrzeuge |
| DE3413738A1 (de) * | 1984-04-12 | 1985-10-17 | Alfred Teves Gmbh, 6000 Frankfurt | Schlupfgeregelte bremsanlage fuer strassenfahrzeuge |
Families Citing this family (1)
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| GB1539210A (en) * | 1976-09-14 | 1979-01-31 | Girling Ltd | Anti-skid system |
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- 1974-01-01 AR AR25207774A patent/AR205087A1/es active
- 1974-01-11 CA CA189,934A patent/CA1029455A/en not_active Expired
- 1974-01-17 SE SE7400591A patent/SE397316B/xx unknown
- 1974-01-23 JP JP941074A patent/JPS49104088A/ja active Pending
- 1974-01-24 GB GB341274A patent/GB1460851A/en not_active Expired
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- 1974-01-25 IT IT1986974A patent/IT1006170B/it active
- 1974-01-25 FR FR7402531A patent/FR2215338B1/fr not_active Expired
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Also Published As
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| CA1029455A (en) | 1978-04-11 |
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| GB1460851A (en) | 1977-01-06 |
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