DE2444065A1 - Verfahren und vorrichtung zur garnunterbrechung in einem absaugkanal - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur garnunterbrechung in einem absaugkanalInfo
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Description
24U065
TOLFSTRASSE 24 · TELEFON (05 11) 134530 .
10721
Dr.J/Ha
Meine Akte: 2228
ELITEX - Zavody textilniho strojirenstvi, generalni
reditelstvi, Liberec - Tschechoslowakei -
Verfahren und Vorrichtung zur Garnunterbrechung in einem
Absaugkanal
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Garnunterbrechung in einem Absaugkanal
nach Austausch eines Aufwiokelkörpers oder dergleichen, Insbesondere bei einer spindellosen Peinspinnmaschine.
Bei bekannten Vorrichtungen zur Garnunterbrechung auf einer Peinspinnmaschine wird entweder ein Schneidmittel
verwendet, welches durch einen Impuls in Bötrieb gesetzt
wird, oder das Garn wird auf das Schneidmittel von Hand gelegt, wie dies bei Ringspinnmaschinen mit
einem Absaugkanal der Fall ist, welcher im Unterteil
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der Mündung mit einem Schneidmesser versehen ist.
Eine auf diese Art durchgeführte Garnunterbrechung eignet sioh für spindellose Feinspinnmaschinen nicht.
Die Garnunterbrechung von Hand aus eignet sich nicht, weil sie von der Bedienungsperson äusserste Handfertigkeit
erfordert. Die Vorrichtung mit einem durch einen Impuls betätigten Schneidmittel eignet sich wegen
ihrer großen Kompliziertheit und wegen Schwierigkeiten bei der Einhaltung der Zeitabhängigkeit des Impulses,
beispielsweise zur Garneinziehung, d.i. zur Ausbildung eines Vorrates auf der Spule, nicht. In diesem Fall
hat eine vorzeitige Reaktion des Schneidmittels zur Folge, daß sich auf dem Aufwickelkörper ein unzureichender
Vorrat für di· weitere Garnverarbeitung, z.B. auf
einer Schärmaschine, bildet. Eine verspätete Reaktion des Schneidmittels führt zur Bildung eines unzureichenden
Garnvorrates, weil, sobald es zum Abfangen des Garnes auf dem Aufwickelkörper kommt, sich dessen Spannung
soweit erhöht, daß es beim Aufwickelkörper durchreißt.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin,
ein möglichst einfaches Verfahren zur Garnunterbrechung zu finden, welches erfolgreich unmittelbar in einem Absaugkanal,
und zwar ohne Verwendung des durch einen Impuls in Betrieb gesetzten Sohneidmittels durchgeführt
werden kann, wobei die Garnunterbrechung von der Tätigkeit der Bedienungsperson abhängig sein kann, wenn nur
verlässlich gewährleistet ist, daß die Unterbrechung erst nach dem Abfangen des Garnes auf dem Aufwickel-
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körper eintritt und daß die Garnlänge zwischen dem Aufwickelkörper und der Unterbrechungsstelle zur Bildung
eines Vorrates auf der Spule ausreicht·
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht weiter darin, daß das Verfahren auf einer einfachen Vorrichtung
mit minimalen Ansprüchen an die Bedienungsperson und Instandhaltung durchführbar ist.
Die Erfindung besteht darin, daß das abgesaugte Garn im Absaugkanal aus einer geraden Richtung in einen
Bogen abgelenkt wird, worauf es zwecks Unterbrechung durch einen Zug entgegen der Absaugrichtung über eine
Schneidkante gespannt wird.
Erfindungsgetnäß wird dieses Verfahren mit einer Vorrichtung durchgeführt, deren Wesen darin besteht, daß im
Innern des Absaugkanalesein Schneidmittel vorgesehen
ist, welches einen Teil des iiuerprofiles des Absaugkanales überdeckt.
Für ein richtiges Ablenken des Garnes und für dessen Spannen bei der Unterbrechung ist es vorteilhaft, wenn
das Sohneidmittel im Bogen des Absaugkanales angeordnet ist.
Aus den gleichen Gründen ist es vorteilhaft, wenn zu beiden Seiten des Schneidmittels Pührungsscheiber angeordnet
sind.
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Zum Zwecke der Erhöhung der Garnspannung beim Schneiden ist es von Vorteil, wenn hinter dem S.;hneidmittel
in Richtung der Absaugrichtung eine aufgerauhte Fläche vorgesehen ist.
Das Wesen der Erfindung sowie weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung sind nachstehend anhand von
in der Zeichnung schematisch veranschaulichten Ausführungsbe!spielen
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Vorrichtung mit einem Absaugkanal, der mit einem Bogen ausgebildet
ist;
Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Vorrichtung mit einem geraden Absaugkanal;
Fig. j5 einen Längsschnitt durch eine andere Ausführung
der Vorrichtung mit einem geraden Absaugkanal;
Fig. 4 einen Querschnitt durch die Vorrichtung der
Fig. 3;
Fig. 5 einen v-iuerschnitt durch den Bogen des Absaugkanales
der Vorrichtung mit einem beweglichen Schneidmittel;
Fig· 6 einen Längsschnitt durch eine andere Ausführung
der Vorrichtung mit einem beweglichen Sohneidmittel.
Die Vorrichtung der Fig.1 ist mit einem Absaugkanal 1
versehen, welcher mit einem Bogen 2 ausgebildet ist·
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In diesem Bogen 2 befindet sich ein Schneidmittel 3, z.B. ein Schneidmesser. Dieses ist radial angeordnet. Es
überdeckt einen Teil des ■ luerprofiles des Absaugkanales
Ein Garn 4 wird beim Absaugen durch den Absaugkanal 1 entlang einer Bahn 5 mitgenommen. Bei der Bewegung
durch den Absaugkanal 1 wird es aus einer geraden Richtung V, in den Bogen 2 um das Schneidmittel 3 herum
abgelenkt. Dies wird durch die erwähnte Uberdeckung eines Teiles des Querprofiles des Absaugkanales 1
durch das Schneidmittel 3 und den Bogen 2 des Absaugkanales
1 erreicht.
Eine Unterbrechung des Garnes 4 wird durch dessen Einziehen in einer entgegengesetzten Richtung V2 erzielt,
d.i. z.B. bei einer spindellosen Peinspinnmaschine durch Abfangen und Ablage des Garnes 4 auf einem nicht dargestell
ten Aufwickelkörper. Hierdurch spannt sich das Garn 4 in eine Lage, die durch eine unterbrochene Linie angedeutet
ist. In dieser.Lage liegt das Garn 4 auf der Kante des Schneidmittels 3 auf. Hinten im Kanal liegt
es an der rauhen Fläche 6 an. Der abgeschnittene Teil des Garnes 4 wird entgegen der Absaugrichtung vor dem
Schneidmittel 3 auf einen Ablagekörper als Vorrat aufgewickelt.
Die Größe des Garnendes ist von der Anordnung des Schneidmittels 3 im Absaugkanal 1 abhängig. Die abgeschnittene
Schlaufe des Garnes 4 wird in einen nicht dargestellten Sammler abgesaugt.
Die Kraft, mit welcher das Garn 4 beim Einziehen gespannt wird, ist im Augenblick der Unterbrechung kleiner
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als die Festigkeit des Games 4, was unerwünschte Brüche ausschließt. Der notwendige Widerstand gegen
eine Zurückbewegung des Garnes nach dessen Einziehen in den Absaugkanal entgegen der Absaugrichtung V2
wird vorwiegend durch Abfangen des Garnes 4 in einen Vorratsbehälter erzielt. Sofern der dem Zurückziehen
des Garnes 4 geleistete Widerstand unzureichend ist, besteht die Möglichkeit, ihn mit Hilfe einer aufgerauhten
Fläche β (Fig.1) oder 7 (Fig.2) zu vergrößern, welche in Absaugrichtung V, gesehen hinter
dem Schneidmittel 3 angeordnet ist. Bei der Ausführung
der Fig· 2 ist das Schneidmittel 3 im geraden Absaugkanal 1 angeordnet* Die notwendige Ablenkung des Garnes 4
um das Schneidmittel 3 herum beim Absaugen in Richtung V1 wird mittels eines Einbaues im Rohr, z.B. eines
Schiebers 8, erreicht. Dieses Garn 4 wird durch Zurückziehen entgegen der Absaugrichtung V2, und zwar durch
Spannen über das Schneidmittel 3 in der gestrichelt
angedeuteten Bahn 5, unterbrochen. Der dem Durchgang des Garnes 4 beim Einziehen entgegengesetzte Widerstand
kann bei dieser Ausführung durch die Zahl der Einbauten 8, gegebenenfalls auch durch eine aufgerauhte
Fläche 7 geregelt werden, welche in Absaugrichtung V1 gesehen hinter den Einbauten 8 angeordnet ist.
Bei der Ausführung der Fig. 3 und 4 ist das Schneidmitt·!,
3 wieder im geraden Abschnitt des Absaugkanales 1 angeordnet. Die Kante des Schneidmittels 3 ist zur
Absaugrichtung V1 schräg eingestellt, damit es zur
Unterbrechung mit kleinster Kraft kommt. In diesem
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Fall sind spitze Winkel n, und ß zwischen den
Projektionen der Schneidkante in der Schnittebene und in die zur Achse des Kanales senkrechte Ebene,
sowie Schnittpunkte dieser Ebenen gewählt. Zwecks Erhöhung des Widerstandes beim Einziehen.des Garnes
findet im Absaugkanal 1 abermals die aufgerauhte
Fläche 7 Verwendung, welche mit Rücksicht auf die Absaugrichtung V-, hinter dem Schneidmittel 3 angeordnet
ist. Das Schneidmittel 3 kann bei den beschriebenen Ausführungen sowohl unbeweglich als auch beweglich
angeordnet sein. Ein Beispiel des beweglichen Sohneidmittels 3 ist ein rotierendes, kreisrundes Messer
(Fig.5)ß das unabhängig vom Einziehen des Garnes 4
angetrieben wird. Es ist vorteilhaft, wenn das so ausgeführte bewegliche Schneidmittel 3 wegen der Ablenkung
des Garnes 4 im Bogen 2 des Absaugkanales an dieser Stelle gelagert ist.
Eine andere Ausführung des beweglichen Schneidmittels ist aus Fig. 6 ersichtlich. Hier wird das Schneidmittel
durch ein Paar verzahnter Leisten 9 gebildet, von denen die eine Leiste 9 geradlinig hin- und hergehend angetrieben
wird.
Bei allen Ausführungsbeispielen ist es vorteilhaft, zur Abdichtung des Schneidmittels 3 eine elastische
Manschette 10 (Fig.1) zu verwenden, welche über den
Absaugkanal 1 aufgezogen ist, um einen Austasoh des Schneidmittels 3 zu erleichtern·
INSPECTED
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Claims (1)
- - 8 -Pattntansprüche :Verfahren zur Garnunterbrechung in einem ■Absaugkanal nach Austausch eines Aufwickelkörpers und dergleichen, insbesondere bei einer spindellosen Feinspinnmaschine, dadurch gekennzeichnet,daß abgesaugtes Garn im Absaugkanal aus gerader Richtung in einen Bogen abgelenkt wird, worauf es zum Zwecke des Abtrennens durch einen Zug entgegen der Absaugrichtung über eine Schneidkante gespannt wird.2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet,daß im Innern des Absaugkanales (1) ein Schneidmittel (5) angeordnet ist, welches einen Teil des Querprofiles des Absaugkanales (1) überdeckt.3· Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,daß das Schneidmittel (3) im Bogen (2) des Absaugkanales (1) angeordnet ist.4'. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,dafi de* Sohneideittel (3) im Absaugkanal (1) FUhrungs· sohieber (8) zugeordnet sind.COPY 5098U/079A24U065Vorrichtung nach einem-der Ansprüche 2-4, dadurch gekennzeichnet, daß hinter dem Schneidmittel (j5) - gesehen in Absaugrichtung - eine aufgerauhte Fläche (7) vorgesehen ist·6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schneidmittel (3) unbeweglich angeordnet ist.7. Vorrichtung nach- Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schneidmittel (3) durch ein sich drehendes, kreisrundes Schneidmesser gebildet ist·8. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schneidmittel (2) durch ein Paar verzahnter Leisten (9) gebildet ist, von denen die eine Leiste geradlinig und umkehrbar angetrieben ist.9. Vorrichtung,nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Schneidmittel (3)-in einer el»sti-, sehen Manschette (10) befindet» welche über den Absaugkanal (1) gezogen ist·- 10 -509814/0794- ίο -10» Vorrichtung naeh Anspruch 2, ■ dadurch g@k®nnz®icto#tj, daß dl« Söhneidkant® d®s Schneidplttels (5) zur Äbsaiagi'iote.tuiiig schräg eingestellt 1st.509814/0794
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3929406A1 (de) * | 1988-09-14 | 1990-03-29 | Elitex Zavody Textilniho | Vorrichtung zur unterbrechung des garnes beim spulenwechsel |
| EP0945387A3 (de) * | 1998-03-26 | 2000-07-26 | Zinser Textilmaschinen GmbH | Vorrichtung zum Bewegen eines Fadens zu einer durch eine Friktionswalze angetriebenen Spulhülse |
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1974
- 1974-09-14 DE DE19742444065 patent/DE2444065A1/de active Pending
- 1974-09-27 FR FR7432735A patent/FR2246666A1/fr active Granted
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3929406A1 (de) * | 1988-09-14 | 1990-03-29 | Elitex Zavody Textilniho | Vorrichtung zur unterbrechung des garnes beim spulenwechsel |
| DE3929406C2 (de) * | 1988-09-14 | 1999-01-28 | Elitex Zavody Textilniho | Vorrichtung zum Durchschneiden eines von einer Offen-End-Spinnmaschine fortlaufend erzeugten Garnes beim Spulenwechsel |
| EP0945387A3 (de) * | 1998-03-26 | 2000-07-26 | Zinser Textilmaschinen GmbH | Vorrichtung zum Bewegen eines Fadens zu einer durch eine Friktionswalze angetriebenen Spulhülse |
Also Published As
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| FR2246666A1 (en) | 1975-05-02 |
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