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DE2441784A1 - Kombination von lichtempfindlichen elementen fuer die verwendung in der radiographie - Google Patents

Kombination von lichtempfindlichen elementen fuer die verwendung in der radiographie

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Publication number
DE2441784A1
DE2441784A1 DE19742441784 DE2441784A DE2441784A1 DE 2441784 A1 DE2441784 A1 DE 2441784A1 DE 19742441784 DE19742441784 DE 19742441784 DE 2441784 A DE2441784 A DE 2441784A DE 2441784 A1 DE2441784 A1 DE 2441784A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
silver halide
combination according
layer
phosphor
screen
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19742441784
Other languages
English (en)
Inventor
Romain Henr Dr Bollen
Hubert Dr Vandenabeele
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Agfa Gevaert AG
Original Assignee
Agfa Gevaert AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Agfa Gevaert AG filed Critical Agfa Gevaert AG
Publication of DE2441784A1 publication Critical patent/DE2441784A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C5/00Photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents
    • G03C5/16X-ray, infrared, or ultraviolet ray processes
    • G03C5/17X-ray, infrared, or ultraviolet ray processes using screens to intensify X-ray images
    • GPHYSICS
    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21KTECHNIQUES FOR HANDLING PARTICLES OR IONISING RADIATION NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; IRRADIATION DEVICES; GAMMA RAY OR X-RAY MICROSCOPES
    • G21K4/00Conversion screens for the conversion of the spatial distribution of X-rays or particle radiation into visible images, e.g. fluoroscopic screens

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • High Energy & Nuclear Physics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)
  • Conversion Of X-Rays Into Visible Images (AREA)

Description

AGFA-GEVIERT Aktiengesellschaft
Kombination von lichtempfindlichen Elementen für die Ver-
Wendung in der Radiographie.
Priorität : Grossbritannien, den 6. September 1973, Anm.Nr. 41963/73
Die Erfindung betrifft eine verbesserte Kombination von lichtempfindlichen Elementen, die in der Radiographie verwendet werden können; sie betrifft insbesondere eine Kombination, die aus einem Röntgenverstärkerschirm vom Fluoreszenz-Typ und einem Silberhalogeniidaufζeichnungselement besteht.
Unter dem Ausdruck "Radiographie" ist eine Aufzeichnungstechnik zu verstehen, die durchdringende Strahlung benutzt, die hochenergetische Strahlung wie Röntgenstrahlen, Gammastrahlen, Betastrahlen und schnelle Elektronen, wie sie beispielsweise in einem Elektronenmikroskop erhalten werden, umfasst.
Es ist bekannt, dass durch Verwendung von Verstärkerschirmen in Kombination mit Silberhalogenidemulsionsmaterialien die Strahlungsdosis herabgesetzt werden kann und dass diese Kombination ein Rontgenaufzeichnungssystem mit hoher Empfindlichkeit bietet. Ein Nachteil der Verwendung von Verstärkerschirmen im Vergleich zur direkten Röntgenstrahlenaufzeichnung ist jedoch die geringere Bildschärfe, insbesondere dann, wenn Silberhalogenidmaterialien verwendet ■ werden, die auf beiden Seiten eines Trägers, der für Fluoreszenzlicht durchlässig ist, eine Silberhalogenidemulsionsschicht aufweisen, von denen jede während der Einwirkung von Röntgenstrahlen in engem Kontakt mit einem Verstärkerschirm steht.
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• Α.
Das von einem dieser Verstärkerschirme emittierte Licht führt nämlich nicht nur zu einer bildmässigen Schwärzung in der angrenzenden Silberhalogenidemulsionsschicht, sondern es durchdringt auch in einer beträchtlichen Menge den Träger und ergibt ein unscharfes Bild in der auf der gegenüberliegenden Seite angeordneten Silberhalogenidemulsionsschicht. Dieses Phänomen wird als "Überkreuzung (cross-over)" bezeichnet. Der Grad der Uberkreuzung bestimmt im wesentlichen die Bildqualität des in dem radiographischen Aufzeichnungsmaterial enthaltenen Bildes.
Die Uberkreuzung führt wegen der Streuung des Lichtes in allen Richtungen in den verschiedenen Schichten und in der Trägerfolie des SilberhalogenidaufZeichnungsmaterials und auch wegen der Beugung und diffusen Reflexion des Lichtes, die an den Grenzflächen der Schichten und der Trägerfolie auftreten, zu einer Unscharfe.
In der britischen Patentschrift 821 352 wurde bereits vorgeschlagen, den Einfluss der Uberkreuzung durch Einarbeitung von Filterfarbstoffen in den Filmträger und/oder die Substratschichten oder Zwischenschichten des Filmes zu verringern. Die mit diesen Farbstoffen erhaltene Färbung ist komplementär zu der Farbe des Fluoreszenzlichtes des jeweils verwendeten Verstärkerschirms.
In der Praxis wurde dies realisiert durch Verwendung eines blau fluoreszierenden Calciumwolframatverstärkerschirmes und eines SiIberhalogenidmaterials, das in seinem Träger einen gelben Farbstoff enthält. Die Einarbeitung eines gelben Farbstoffes bedingt jedoch die Anwendung einer höheren Strahlungsdosis, die wegen des verhältnismässig schwachen Emissionsvermögens dieser Schirme in vielen Fällen die für die medizinische Röntgenradiographie zulässige Dosis überschreitet.
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Eine weitere Quelle für die Bildunschärfe ist-die diffuse Emission, d.h. die Emission in.allen Richtungen- des Fluoreszenzlichtes in der Materialmasse der Fluoreszenzschicht sowie die diffuse Reflexion an dem Träger'des Schirms- .· Tatsächlich liefern nur die im wesentlichen;senkrecht auf das SiIberhalogenidemulsionsmaterial auftreffenden Fluoreszenzlichtstrahlen ein scharfes Bild, f Deshalb,,muss die nicht-senkrecht emittierte-oder reflektierte. Fluoreszenzstrahlung bereits in dem Schirmmaterial mit .Substanzen geschwächt werden, weiche diese Strahlung absorbieren. Dies geht natürlich auf Kosten der Stärke des senkrecht geriCh--' teten Lichtes, da jedoch die schräge Strahlung einen längeren Weg in dem Schirmmaterial-'iaurueklegt' als die senkrecht emittierte oder reflektierte Strathluingj^hät die Schwächung durch Absorption in dem Schirmmäteri al eiüen.wesentlich: grösseren Einfluss auf die schräge Strahlung. ;
Die Verwendung von Filterfarbstoff entind:'von Substanzen, wie z.B. Schirmfarbstoffeh, in den" konventionellen Schir- ν men, wie z.B. Calciumwolframatschirmen, begrenzt die Verwendbarkeit dieser Schirme auf"Röntgenstrählehbelichtungen " mit einer verhältnismässig höhen Bösis, so· dass ein grosser Teil der medizinischen Röntgenphbtographie, bei dem eine geringe Eöntgendosis für den Patienten erforderlich ist, nicht innerhalb der Möglichkeiten solcher Schirme liegt wegen des geringen Emissionsvermögens des Leuchtstoffes (Phosphors) dieser Schirme.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine neue radiographische Kombination aus einem Verstarkerschirm und einem lichtempfindlichen Silberhalogenidelement anzugeben, die ein sichtbares Bild mit verbesserter Auflösung bei einer noch höheren Empfindlichkeit liefern kann. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Schirm-Film-Kombination anzugeben, die sich besonders gut eignet für die Verwendung in der Mammographie, in der eine hohe Bildauflösung erforderlich ist.
GV.705 ■
Λ.
Andere Aufgaben und Vorteile der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung und den folgenden Beispielen hervor.
Die vorstehend genannten Aufgaben werden erfindungsgemäss erreicht mit einer Kombination von lichtempfindlichen Elementen, die sich für die Radiographie eignen, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie besteht aus
(1) mindestens einem Röhtgenfluoreszenzverstärkerschirmmaterial, enthaltend eine Leuchtstoffschicht, die einen Leuchtstoff oder eine Leuchtstoffmischung enthält, der (die) vollständig oder hauptsächlich aus einem mit einem Metall der Seltenen Erden aktivierten Lanthanoxyhalogenid, vorzugsweise einem mit Terbium oder mit Terbium und Ytterbium aktivierten Lanthanoxychlorid oder Lanthanoxybromid besteht, wobei die Leuchtstoffe gegebenenfalls auch durch Cer aktiviert sein können und mehr . als die Hälfte der spektralen Emission des Leuchtstoffes oder der Leuchtstoffmischung oberhalb etwa 4-10 nm, mehr als die Hälfte seiner (ihrer) spektralen Emission von sichtbarem Licht zwischen 4-00 und 500 nm und sein (ihr) Emissionsmaximum in dem Wellenlängenbereich von 400 bis 450 nm liegt, wobei die Leuchtstoffschicht eine Beschichtungsmenge von 200 bis 800 g des Lanthanoxyhalo-
genid-Leuchtstoffes pro m und eine Dicke aufweist, die vorzugsweise innerhalb des Bereichs von 60 bis 250 pm liegt, wobei das Schirmmaterial einen oder mehrere Farbstoffe und/oder Pigmente enthält, die Licht innerhalb des Emissionsspektrums der Leuchtstoffschicht absorbieren, wobei der (die) Farbstoffe und/oder Pigmente vorzugsweise zwischen der Leuchtstoffschicht und dem Träger der Leuchtstoffschicht in einer Antireflexionsschicht vorliegen, und wobei das Schirmmaterial vorzugsweise einen Verstärkungsfaktor von mindestens 20 bei 40 kV und von mindestens 25 bei 80 kV aufweist, und
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ι · I
(2) einem lichtempfindlichen Material, bestehend aus einem Träger und mindestens einer Silberhalogenidemulsionsschicht, wobei in dem lichtempfindlichen Material die kombinierte Absorption des Trägers und der Schichten auf einer Seite des Trägers vorzugsweise so ist, dass (i) das Lichtabsorptionsspektrum davon hauptsächlich (zu mindestens 50 '%) mit dem Lichtemissionsspektrum des Verstärkerschirmmaterials in dem Wellenlängenbereich von 400 bis 500 nm übereinstimmt und (ii) die optische Dichte in dem Bereich der Überlappung des Absorptions- und Emissionsspektrums, die daraus resultiert, mindestens 0,6 beträgt aufgrund der Eigenabsorption der Silberhalogenidemulsionsschicht(en) und der Anwesenheit einer oder mehrerer färbender Substanzen in einer oder mehreren Schichten und/oder dem Träger des lichtempfindlichen Materials.
In der radiographischen Kombination von Röntgenfluoreszenzverstärkerschirmen der vorliegenden Erfindung können die Schirme getrennt vom strahlungsempfindlichen Silberhalogenidmaterial angeordnet sein, oder sie können mit der Silberhalogenidemulsion eine integrierte Zusammenstellung bilden, so dass auf ein und demselben Träger sowohl die Silberhalogenidemulsion als auch der Verstärkerschirm bereitgestellt wird. Das radiographische Material kann ein einfach- oder doppelt-beschichtetes radiographisches Material sein, d.h., dass das radiographische Material eine strahlungsempfindliche Silberhalogenidemulsion entweder nur auf einer Seite oder auf beiden Seiten des Trägers umfasst. Die Verstärkerschirme können auf beiden Seiten eines einfach- oder doppelt-beschichteten radiographischen Materials bereit gestellt werden. Die radiographische Kombination von Verstärkerschirmen und radiographischen Materialien kann weiterhin die üblichen Zwischen- und/oder Schutz- und/oder Trennschichten umfassen, welche zwischen oder auf den strahlungsempfindlichen Emulsionsschichten und den Verstärkerschirmen angeordnet sein können.
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•c.
Die Lanthanoxyhalogenid-Leuchtstoffe ergeben eine besondere hohe Emission von Fluoreszenzlicht, wenn Röntgenstrahlen auf sie auftreffen, so dass durch die Verwendung von Fluoreszenzlicht-absorbierenden Substanzen, welche die Bildqualität verbessern, in dem Verstärkerschirm die Fluoreszenzlichtemission nicht in einem solchen Masse verringert wird, dass niedrige Dosen für die medizinische Röntgenphotographie ausgeschlossen sind.
Für die Verwendung auf dem Gebiet der Röntgenphotographie, das unter der Bezeichnung "Mammographie" bekannt ist, wird vorzugsweise ein auf einer einzigen Seite beschichtetes Silberhalogenidmaterial in Kombination mit einem Verstärkerschirm, der im Kontakt mit der Silberhalogenidemulsionsschicht steht, verwendet. In der Mammographie werden normalerweise sehr niedrige kV-RÖntgenstrahlen, d.h..solche innerhalb des Bereichs von 20 bis 40 kV, angelegt an eine Molybdän- oder Wolframanode einer Röntgenröhre, angewendet. Die Mammographie ist in dem Buch "Röntgenuntersuchung der Bruöt" von W.Hoeffken und M.Lanyi (1973), Georg Thieme Verlag, Stuttgart, Bundesrepublik Deutschland, beschrieben.
In der Mammographie wurden zur Erzielung einer hohen Bildschärfe bisher meistens schirmlose Filmbelichtungen angewendet. Schirmlose Belichtungen oder, in anderen Worten, direkte Röntgenstrahlbelichtungen des Filmes erfordern einen verhältnismässig hohen Silberhalogenidgehalt und eine verhältnismässig hohe RÖntgenstrahlendosis. Durch Verwendung der oben definierten Leuchtstoffe ist es möglich, die Bildschärfe des Schirmes mittels Schirmfarbstoffen bis zu einem solchen Grade zu verbessern, welcher der Schärfe entspricht, die bei direkten Röntgenstrahlenbelichtungen erzielt wird, ohne dass die hohe Röntgenstrahldosischarakteristik in der direkten Röntgenstrahlphotographie angewendet werden muss.
Erfindungsgemäss verwendete Leuchtstoffe oder fluoreszierende Substanzen, die in sichtbares Licht emittierenden
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Verstärkerschirmen verwendet werden, sind z.B. Lanthanoxychlorid, das mit geringen Mengen Terbium aktiviert ist, wie "beispielsweise in der britischen Patentschrift 1 24-7 602 beschrieben. Unter geringen Mengen Terbium ist eine Terbiummenge zu verstehen, die kleiner als 0,006 g Atom, bezogen auf das Lanthan in dem Leuchtstoffmaterial,
Bevorzugte, mit Terbium aktivierte Lanthanoxychlorid- und Lantiianoxybromid-Leuchtstoffe -sind solche der folgenden all gemeinen Formel
worin bedeuten :
X Chlor oder Brom,
η 0,006 bis 0,0001.
Das Halogen X ist vorzugsweise in einer etwa stöchiometrisehen Menge vorhanden, es kann aber auch weniger, beispielsweise nur etwa 2,5% davon, sein.
Cer kann Lanthan in einer Menge ersetzen, wie sie in der GB-PS 1 247 602 beschrieben ist, liegt also z.B. in einer Menge von 0,1 bis 0,8 Molprozent, bezogen auf den Leucht stoff, vor.
Die Herstellung terbiumaktivierter Lanthanoxychlorid- und Lanthanoxybromidphosphore wird in der vorher genannten GB-PS 1 247 602, den FR-PS 2 021 398 und 2 021 399 sowie in den bekanntgemachten deutschen Patentanmeldungen 1 952 812 und 2 161 958 beschrieben.
Das Emissionsspektrum eines Lanthanoxybromids, welches stöchiometrische. MengaaSauerstoff und Brom enthält und das mit 0,002 Grammaton Terbium, bezogen auf das Lanthan, aktiviert worden ist, ist in der Kurve der beigefügten Fig. 1 gezeigt, worin die relative Emissionsintensität, ausgedruckt in Prozentwerten (96 I), gegen die Wellenlängen,
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ausgedrückt in nm, aufgetragen ist. Die verwendete Erregerstrahlung war ultraviolette Strahlung von 313 nm.
Andere besonders zur Verwendung gemäss der vorliegende Erfindung geeignete Phosphore werden in der bekanntgemachten deutschen Patentanmeldung 2 161 958, welche der CA-PS 927 089 entspricht, beschrieben. Diese Phosphore sind terbium- und ytterbium-aktivierte Lanthanoxychloride oder Lanthanoxybromide, welche der folgenden allgemeinen Formel entsprechen :
worin bedeuten : ·
X Chlor oder Brom
w 0,0005 bis 0,006 Mol pro Mol Oxyhalogenid und y 0,00005 bis 0,005 Mol pro Mol Oxyhalogenid.
Die Gegenwart des Ytterbiums vermindert den Nachleuchteffekt beträchtlich, der der Röntgenbestrahlung folgt, so dass die Bildung von Geisterbildern ausgeschlossen und schärfere Bilder erhalten werden. Die Herstellung dieser Klasse von Phosphore wurde wie oben erwähnt in der bekanntgemachten deutschen Patentanmeldung 2 161 958 beschrieben. Besonders interessant für die Zwecke der vorliegenden Erfindung sind solche Phosphore, in denen w 0,002 ist.
Eine andere Leuchtstoffzusammensetzung, die erfindungsgemäss verwendet werden kann, enthält eine Mischung aus einem Lanthanoxyhalogenid-Leuchtstoff mit einem Yttriumoxysulfid-Leuchtstoff, wobei beide Leuchtstoffe durch Terbium aktiviert sind. Yttriumoxysulfid-Leuchtstoffe, die im blauen Bereich des sichtbaren Spektrums emittieren, sind in der DT-AS 1 282 819 beschrieben.
Der (Die) gewählte(n) fluoreszierende(n) Stoff(en) wird (werden in Form einer Schicht auf einen Träger aufgebracht oder als selbsttragende Schicht oder Folie verwendet. Geeignete Schichten oder Folien haben eine Dicke von vorzugsweise
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3, \ · . Ill »'■"..
0,05 bis 0,5 mm und enthalten die fluoreszierende(η) Substanz(en)oder Luminophore in einem Binder in einer Menge von vorzugsweise 80 bis 95 Gew.-% dispergiert. Dieser Binder ist z.B. ein organisches Polymeres mit hohem Molekulargewicht. Geeignete Bindemittel sind z.B. Cellulosenitrat, Äthylcellulose, Celluloseacetat, Polyvinylacetat, Polystyrol, Polyvinylbutyral, Polymethylmethacrylat und dergleichen.
Das Verhältnis des hochmolekularen Polymeren zum fluoreszierenden Material liegt im allgemeinen im Bereich von 5 his 15 % Gewichtsprozent. Eine bevorzugte Korngrosse der fluoreszierenden Substanzen liegt vorzugsweise im Bereich von etwa 1 bis' 25 pm.
Die Oberfläche der Schicht aus fluoreszierendem Material kann gegen Feuchtigkeit und mechanische Beschädigung durch Aufschichten eines organischen hochpolymeren Stoffes geschützt werden, welcher mit einer Dicke von 0,001 bis 0,05 nm aufgetragen wird. Eine solche Schutzschicht ist beispielsweise ein dünner Film von Cellulosenitrat, Celluloseacetat, Polymethylmethacrylat und dergleichen.
Neben dem senkrecht auf die SiIberhalogenidschicht auftreffenden Fluoreszenzlicht gibt es immer eine bestimmte Menge von diffuser Strahlung in dem Verstärkerschirm, die eine Bildunschärfe verursacht. Erfindungsgemäss wird die Bildschärfe beträchtlich verbessert durch Einarbeitung eines Fluoreszenzlicht-absorbierenden Farbstoffes in das Ver stärkerschirmmaterial, beispielsweise in die Leuchtstoff- . schicht, die auch als Verstärkerschicht bezeichnet wird, oder in eine Schicht, die als·. Antireflexionsschicht bezeichnet wird. Dieser Farbstoff wird hier als Schirmfarbstoff bezeichnet. Da die schräge Strahlung einen längeren Weg in dem.Schirmmaterial zurücklegt, wird.sie durch den Schirmfarbstoff oder die Schirmfarbstoffe in einem grösseren Masse geschwächt als die senkrecht auftreffende Strahlung..
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Der hier verwendete Ausdruck "Schirmfarbstoff" umfasst sowohl Farbstoffe (d.h. gefärbte Substanzen in molekular unterteilter Form) als auch Pigmente.
Die Antireflexionsschicht kann sich auf der Rückseite des Trägers und/oder zwischen der Verstärkerschicht und dem Träger befinden, sie wird beispielsweise direkt auf dem Träger auf eine Haftschicht des Trägers aufgebracht. In einem speziellen Falle kann (können) der (die) Schirmfarbstoff(e) in den Träger eingearbeitet werden. Gemäss einer anderen Ausführungsform befindet sich der Schirmfarbstoff in einer Deckschicht auf der Fluoreszenzschicht.
Ein geeigneter Schirmfarbstoff, der in Verstärkerschirmen verwendet werden kann, der im blauen Bereich (400 bis 500 nm) des sichtbaren Spektrums emittiert, wie z.B. Tartrazine (CI. Acid Yellow 23) und ein Schirmfarbstoff der nachfolgend angegebenen Strukturformel
FaO3S- r^> NaO3S-
HO-C ^ Il H
CH-C C-CH,
sind in der US-Patentschrift 3 624 229 beschrieben.
Der Schirmfarbstoff braucht nicht aus dem Verstärkerschirmmaterial entfernt zu werden und deshalb kann irgendein Farbstoff oder Pigment verwendet werden, der (das) im Emissionsspektrum des (der) Fluoreszenzsubstanz(en) absorbiert. So liefert eine schwarze Substanz, wie Russ, die der Antireflexionsschicht des Schinnmaterials einverleibt wird, ganz zufriedenstellende Ergebnisse.
Der (die) Schirmfarbstoff(e) wird (werden) vorzugsweise in der Antireflexionsschicht in einer Menge von mindestens
0,5.mg/m verwendet. Ihre Verwendung in der Antireflexions-
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schicht innerhalb eines grösseren Mengenbereichs ist jedoch keineswegs beschränkt. Optische Dichten von mehr als 3 können überschritten werden. '
Sehr gute Ergebnisse werden erhalten bei gleichzeitiger Verwendung von Schirmfarbstoff(en) in der darunterliegenden Antireflexionsschicht und in der die fluoreszierenden Substanzen enthaltenden Schicht. In diesem EaIl enthält die Verstärkerschicht beispielsweise den Schirmfarbstoff oder die Si'hirmfarbstoff e in einer Menge von 5 mg/m . Gegebenenfalls wird (werden) der (die) Schirmfarbstoff(e) der Verstärkerschicht und der Deckschicht einverleibt.
Um die Uberkreuzung (cross-over) zu verringern, sollte mindestens eine Schicht und/oder das Trägermaterial des lichtempfindlichen Materials der Erfindung vorzugsweise einen Farbstoff enthalten, der nachfolgend als "Filterfarbstoff" bezeichnet wird, der Licht in dem Wellenlängenbereich, wie es von dem in der Kombination verwendeten Verstärkerschirm emittiert wird, absorbiert. Bei dem Filterfarbstoff kann es sich um den gleichen Farbstoff wie den Schirmfarbstoff des Verstärkerschirmes handeln, er ist jedoch vorzugsweise während der Behandlung aus dem Aufzeichnungsmaterial entfernbar. " . "
Die in dem SilberhalogenidemulsionsaufZeichnungsmaterial verwendeten Filterfarbstoffe werden vorzugsweise der hydrophilen Kolloidschicht zwischen den Silberhalogenidemulsionsschichten oder den Emulsionsschichten selbst einverleibt. Sie können jedoch auch einer oder mehreren Haftschichten und sogar dem Träger einverleibt werden. Wie bereits erwähnt, haben die Filterfarbstoffe vorzugsweise solche chemischen und/oder physikalischen Eigenschaften, dass sie in einem der Behandlungsbäder entfernt oder entfärbt werden können.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden Filterfarbstoffe, die im Wellenlängen-
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■bereich von etwa 4-00 bis 500 mn absorbieren, verwendet, wenn fluoreszierende Schirme eingesetzt werden, die im wesentlichen Licht im Wellenlängenbereich von 400 bis .500 nm emittieren.
Me Menge an Filterfarbstcff liegt vorzugsweise im Bereich von Mengen, die das ITberkreuzungslicht in einem Ausmass vermindern, dass seine Intensität kleiner als 30 % der Intensität des auf eine benachbarte Emulsionsschicht auftre.ffenden Lichtes wird. Zum Beispiel werden 25 bis 1000 mg Filterfarbstoff(e) pro m verwendet, jedoch können entsprechend höhere oder niedrigere Mengen entsprechend dem gewünschten Resultat angezeigt sein.
Geeignete Filterfarbstoffe, die aus hydrophilen Kolloidschichten entfernt werden können, sind Tartrazin und die in der US-PS 3 624 229 beschriebenen Farbstoffe.
Das Silberhalogenid des Silberhalogenidemulsionsaufzeichnungsmaterials kann in einer Schicht oder in einem Überzug, beispielsweise in einem einzelnen Überzug oder in einem doppelten oder in einem dualen überzug, d.h. in einem Material mit einer Silberhalogenidemulsionsschicht auf jeder Seite eines Trägers, vorliegen. Geeignete Träger sind solche mit Eigenschaften, welche ihr leichtes Hindurchführen durch einen schnellen automatischen Entwicklungsgerät erlauben. Der Träger sollte deshalb zweckmässig flexibel und vorzugsweise transparent, jedoch in der Lage sein, die Masshaltigkeit und die Integrität der verschiedenen überzüge darauf aufrechtzuerhalten. Typische Filmträger sind Cellulosenitrat, Celluloseester, Polyvinylacetat Polystyrol, Polyäthylenterephthalat und dergleichen. Träger, wie z.B. Blätter oder Papier, die mit d-Olefinpolymerisaten, insbesondere mit Polymerisaten von «-Olefinen, die zwei oder mehr Kohlenstoffatome enthalten, wie z.B. Polyäthylen, Polypropylen, Äthylen/Buten-Mischpolymerisaten und dergleichen, beschichtet sind, liefern gute Ergebnisse.
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* ■ « Λ
In der radiographischen Kombination aus Röntgenverstärkerschirmen und gegebenenfalls spektral sensibilisierten radiographischen Silberhalogenidmaterialien der Erfindung können die Schirme von dem lichtempfindlichen Silbeihalogenidmaterial getrennt angeordnet sein oder sie können mit der SiI-berhalogenidemulsionsschicht eine integrale Einheit bilden, so dass sich auf ein und demselben Träger sowohl eine SiI-berhalogenidemulsionsschicht als auch ein Röntgenverstärkerschirm befindet. .
Die spektrale Empfindlichkeit der Silberhalogenidemulsionen kann nach bekannten Methoden vergrössert oder verbessert werden, indem man im WelLenlängenbereich von 400 bis 500 nm spektral sensibilisiert mit gebräuchlichen Spektralsensibilisierungsfarbstoffen, welche für Silberhalogenidemulsionen verwendet werden, was Cyanin- und Merocyaninfarbstoffe ebenso wie andere Farbstoffe, wie sie durch Έ.Λ. Hamer in "The cyanine dyes and related compounds", ■ Interscience Pubiishers (1954) beschrieben werden, einschliesst. Diese Farbstoffe werden vorzugsweise in einer Menge im Bereich von 20 mg bis 2^0 mg pro Mol Silberhalogenid verwendet.
Das Silberhalogenid in der Emulsionsschicht oder den Emulsionsschichten kann wechselnde Mengen Silberchlorid, Silberjodid, Silberbromid, Silberchlorbromid, Silberbromjodid und dergleichen umfassen, es muss jedoch, wenn es aufgeschichtet ist, nach Belichtung und Verarbeitung ein negatives Silberbild erzeugen können, welches an dieser Stelle bleibt, d.h. in situ. Besonders gute Ergebnisse.werden mit Silberbrom jοdidemulsionen erhalten, in welchen die durchschnittliche Korngrösse der Silberbromjodidkristalle im Bereich von etwa 0,1 bis etwa 3 lim iat. .
Wenn eine doppelte Silberhalogenidbeschichtung eingesetzt wird, ist die Gesamtsilberdeckung pro Qberflächeneinheit (dm ) für beide Schichten kleiner als etwa 0,080 g und vorzugsweise entb/alt jede solche Schicht weniger als
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etwa 0,04 g Silber pro dm . Da diese Schichten mit Hilfe bekannter Methoden aufgebracht werden, ist es in den Kombinationen der vorliegenden Erfindung wünschenswert, dass die silberhalogenidhaltige(n) Aufschichtung(en) für weniger als etwa 40 °/o und vorzugsweise weniger als etwa 30 % der Strahlung durchlässig sind, welche von dem Schirm bei Wellenlängen, die langer als 410 nm sind, einfällt, wenn diese Silberhalogenidbedeckung innerhalb der obigen Bereiche liegt.
Die richtige Durchlässigkeit kann in einer Vielzahl von Methoden erzielt werden, so z.B. durch Einschluss optisch trennender Barrieren, z.B. Unterschichten, welche zwischen den silberhalogenidhaltigen Schichten liegen können, durch Veränderung der Zusammensetzung dieser Schichten, durch Einführen von Farbstoffen oder anderen Materialien, durch Anpassen des Halogenidgleichgewichtes oder durch Modifizierung der Silberhalogenidkomgestalt, -korngrösse, -kornverteilung und dergleichen.
Die bilderzeugenden Silberhalogenidemulsionen können chemisch durch irgendeines der bekannten Verfahren sensibilisiert werden. Sie können mit natürlich aktiver Gelatine oder mit geringen Mengen schwefelhaltiger Verbindungen wie Allylthiocyanat, Allylthioharnstoff, Natriumthiοsulfat usw. gereift werden. Sie können auch mit Hilfe von Reduktionsmitteln sensibilisiert werden, z.B. mit Zinnverbindungen, wie sie in der GB-PS 789 823 beschrieben sind, mit Polyaminen, z.B. Diäthyltriamin, und geringen Mengen von Edelmetallverbindungen wie Gold, Platin, Palladium, Iridium, Ruthenium und Rhodium, wie von R.Koslowsky, Z.Wiss.Phot., 46, (1951), S.67-72, beschrieben. Typische Beispiele von Edelmetallverbindungen sind Ammoniumchlorpalladat, Kaliumchlorplatinat, Kaliumchloraurat und Kaliumaurithiocyanat.
Emulsionsstabilisierungsmittel und Antischleiermittel können den Silberhalogenidemulsionen vor oder nach Beimischung der Emulsion mit geringer Empfindlichkeit zugefügt werden, z.B.
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•73%
die bekannten SuIfin- und Selensäuren oder ihre Salze, alipliatische, aromatische oder heterocyclische Mercaptanverbindungen oder Disulfide, z.B. die in der "bekanntgemachten deutschen Patentanmeldung 2 100 622 beschriebenen und beanspruchten, die vorzugsweise Sulfo- oder Carboxylgruppen umfassen, Quecksilberverbindungen, z.B. die in den BE-PS 524 121, 677 337, 707 386-und 709 195 beschriebenen, und Tetraazaindene, wie sie von Birr in Z.Wiss.Phot. 47 (1952), S. 2-58 beschrieben werden, z.B. die Hydroxytetraazaindene der folgenden allgemeinen Formel :
OH
RC. C== N
2 V ■
worin bedeuten :
R,. und Rp jeweils Wasserstoff, einen Alkyl-, Aralkyl- oder
Arylrest und
R3. Wasserstoff, einen Alkyl-, Carboxyl- oder Alkoxycarbonylrest, wie 5-Methyl-7-hydroxy-s-triazol£i,5-aJ-pyrimidin.
Andere Zusätze können in einer oder mehreren der hydrophilen Kolloidschichten der strahlungsempfindlichen SiTberhalogenidelemente der vorliegenden Erfindung vorliegen,, so z.B. Härtungsnittel wie Formaldehyd, Dialdehyde, Hydroxyaldehyde, Mucochlor- und Mucobromsaure, Acrolein und Glyoxal, Beizmittel für anionische Farbkuppler oder daraus gebildete' Farbstoffe, Weichmacher und Beschichtungshilfen, z.B. Saponin, Dialkylsulfobernsteinsäuresalze wie Natriumdiisooctylsulfo-succinat, Alkylarylpolyätherschwefelsäuren, Alkylarylpolyäthyläthersulfonsäuren, carboxyalkylierte PoIyathylenglykolather oder -ester, wie sie in der FR-PS 1 537 417 beschrieben sind, wie z.B. Iso-CgH „-CgH^ (OCH2CH2)gOCH2COONa, fluorierte oberflächenaktive Verbindungen, wie sie z.B. in der BE-PS 7^2 680 und den bekanntgemachten deutschen Patentanmeldungen 1 950 121 und
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1 94-2 665 beschrieben sind sowie inerte Teilchen wie Siliziumdioxid, Glas, Stärke und Polymethylmethacrylatteilchen.
In der medizinischen Radiographie ist es wichtig, dass die Zeit, bis zu der die aufgezeichnete Information zur Verfügung steht, so kurz möglich ist. Deshalb sollten die belichteten radiographischen Silberhalogenidmaterialien innerhalb einer minimalen Zeitspanne entwickelt werden. Es ist allgemein bekannt, dass die Entwicklungszeiten (Behandlungszeiten) und insbesondere die Fixierzeiten verkürzt werden können durch Verwendung von Silberhalogenidemulsionen mit einer verhältnismässig geringen Menge an Silberhalogenid pro Flächeneinheit. Die Verwendung von photographischen Materialien mit einem geringen Gehalt an Silberhalogenid bringt jedoch mit sich, dass die maximale Dichte, der Kontrast und das Auflösungsvermögen des erhaltenen Bildes ziemlich niedrig sind. In diesem Zusammenhang ist es interessant darauf hinzuweisen, dass feinkörnige Silberhalogenidemulsionen ein höheres Deckvermögen aufweisen als grobkörnige Emulsionen (vgl. P.Glafkides, "Photographic Chemistry" Band I (1958'), S. 89-90).
Unter dem hier verwendeten Ausdruck "Deckvermögen (covering power)" ist der reziproke Wert des photοgraphischen Äquivalents an entwickeltem Silber, d.h. die Anzahl der Gramm
Silber pro dm , dividiert durch die maximale optische Dichte des erhaltenen Bildes (ßilberbilddichte und/oder Farbbilddichte) zu verstehen.
Feinkörnige Emulsionen weisen jedoch eine niedrigere photographische Empfindlichkeit auf und demzufolge ist bei der Verwendung solcher Emulsionstypen eine Belichtung erforderlich, welche die in der medizinischen Röntgenphotographie angewendete zulässige Dosis übersteigen kann. Die niedrige Empfindlichkeit dieser feinkörnigen Emulsionen mit einem hohen Deckvermögen, z.B. von mindestens 50» und der niedrige
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Gehalt an Silberhalogenid, d.h. äquivalent zu weniger als
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80 mg Silber pro dm , z.B. 30 bis 80 mg Silber pro dm , wird kompensiert durch die Verwendung der Iianthanoxyhalogenid-Leuchtstoffschirme, die einen besonders hohen Verstärkungsfaktor aufweisen..
Unter dem hier verwendeten Ausdruck "Verstärkungsfaktor" ist zu verstehen ein Faktor, der bei einer vorher fes.tgelegten Dichte D gemessen wird, welcher die zur Erzeugung dieser Dichte erforderliche Belichtung angibt, wenn der Film ohne Verstärkungsschirm Röntgenstrahlen ausgesetzt ist, dividiert durch die zur Erzeugung der gleichen Dichte, beispielsweise der Dichte D =1,00, erforderliche Belichtung, wenn der Film mit dem Schirm belichtet wird, wobei die VeI-lenlängenverteilung der Strahlung und die Entwicklungsbedingungen konstant gehalten werden.
Um die Entwicklung zu beschleunigen, wird das belichtete photographische Material vorzugsweise in Gegenwart von Entwicklungsbeschleunigern entwickelt. Diese Entwicklungsbeschleuniger können entweder in der Silberhalogenidemulsion, in einer angrenzenden Schicht oder angrenzenden Schichten oder im· Entwickerbad verwendet werden. Sie umfassen Alkylen-
oxidverbindungen verschiedener Typen,'z.B. Alkylenoxidkondensationsprodukte oder Polymere wie in den US-PS 1 970 578» 2 240 472, 2 423 549, 2 441 389, 2 531 832 und 2 533.990 sowie in den GB-PS 920 637, 940 05I, 945 .340, 991 608 und 1 Ο15 023 beschrieben. Andere entwicklungsbeschleunigende ■ Verbindungen sind Onium- und Polyoniumverbindungen, vorzugsweise vom Ammonium-, Phosphonium- und SuIfoniumtype, z.B. Trialkylsulfoniumsalze wie Dimethyl-n-nonylsulfonium-ptoluolsulfonat, Tetraalkylammoniumsalze wie Dodecyltrimethylammonium-o-toluolsulfonat, Alkylpyridinium- und Alkylchinoliniumsalze. wie 1-m-Nitrobenzylchinoliniumchlorid und 1-Dodecylpyridiniumchlorid, bis-Alkylenpyridiniumsalze wie NjN'-Tetramethylen-bis-pyridiniumchlorid, quaternäre Ammonium- und Phosphoniumpolyoxyalkylensalze, besonders PoIy-
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•Μ.
oxyalkylen-bis-pyridiniumsalze, wie sie beispielsweise in der US-PS 2 944 900 beschrieben wurden.
Nach radiographischer Belichtung werden die radiographischen Silberhalogenidelemente der vorliegenden Erfindung entwickelt, vorzugsweise in einem hochenergetischen Oberflächenentwickler. Die hohe Energie ist erforderlich, um die Entwicklung rasch stattfinden lassen zu können und kann durch geeignetes Alkali schmachen der Entwicklerlösung (pH.= 9 bis 12), durch Verwendung hochenergetischer· Entwicklerstoffe oder einer Kombination von Entwicklersubstanζen, die als Folge von deren superadditiver Wirkung sehr energetisch ist.
Die Wirtschaftlichkeit des Silberhalogenids in der Emulsion kann dadurch realisiert werden, dass man die Bilddichte teilweise mit Farbstoffen anreichert. Dies kann erfolgen durch Einführung eines oder mehrerer Farbkuppler in die Emulsion, der (die) mindestens in der Stufe der Entwicklung mit dem Oxidationsprodukt einer aromatischen primären Amin-Entwicklerverbindung, beispielsweise vom p-Phenylendiamin-Typ, einen oder mehrere Farbstoffe bildet (bilden), der (die) im sichtbaren Teil des Spektrums absorbiert (absorbieren).
Ferner ist es bekannt, dass eine verhältnismässig hohe maximale Dichte und ein verhältnismässig hoher Kontrast auch mit einem geringen Gehalt an Silberhalogenid pro Flächeneinheit erzielt werden kann, wenn ein Farbbild zusammen mit einem Silberbild erzeugt werden, wie es beispielsweise in der deutschen Offenlegungsschrift 1 946 652 beschrieben ist.
Wenn eine Färbentwicklung angewendet wird, werden vorzugsweise sogenannte zwei-Äquivalentkuppler zur weiteren Verrin-" gerung des Silberverbrauchs verwendet. Somit sind nur 2 anstelle von 4 Molekülen belichtetem Silberhalogenid für " die Erzeugung von 1 Farbstoffmolekül erforderlich. Diese Kuppler enthalten in der kuppelnden Position beispiels weise ein Halogenatom, wie Jod, Brom oder Chlor (vgl.
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z.B. die US-Patentschrift 3 006 759). Die Dichte des Bildes wird somit erzielt durch die Addition der Dichten des (der) Silberbildes (Silberbilder), kombiniert mit dem (den) Farbstoffbild (Farbstoffbildern).
Zur Verbesserung der Informationsgehaltwiedergabe sind solche Farbkuppler vom Phenol- oder <K-Naphthol-Typ besonders geeignet, die bei der Färbentwicklung des Silberhalogenids mit einer aromatischen primären Amin-Entwicklerverbindung einen Chinoniminfarbstoff bilden, der hauptsächlich im roten Bereich und auch im grünen Bereich absorbiert und ein Ab- ' sorptionsmaximum in dem spektralen Wellenlängenbereich von 550 bis 700 aufweist (vgl. z.B. die oben erwähnte deutsche Offenlegungsschrift 1 94-6 652).
Phenolkuppler, die sich für diesen Zweck eignen, sind beispielsweise solche der folgenden allgemeinen Formel
worin R. und R~ jeweils eine Carbonsäureacyl- oder SuIfonsäureacylgruppe einschliesslich dieser Gruppen in substituiertem Zustand, z.B. eine aliphatische Carbonsäureacyl-, eine aromatische Carbonsäureacyl-, eine heterocyclische Carbonsäureacyl-Gruppe, z.B. eine 2-Furoyl- oder 2-Thienoyl-Gruppe, eine aliphatische SuIfonsäureacyl-, eine aromatische SuIfonsäureacyl-, eine Sulfonylthienyl-, eine aryioxysubstituierte aliphatische Carbonsäureacyl-, eine phenylcarbamyl-, aliphatische Carbonsäureacyl- oder eine Tolylcarbonsäureacylgruppe bedeuten. Solche Phenolfarbkuppler, und ihre Herstellung sind beispielsweise in den US-Patentschrif ten 2 772 162 und 3 222 176 sowie in der britischen Patentschrift 975 773 beschrieben.
Wenn Farbbilder zusammen mit Silberbildern hergestellt werden, werden normalerweise aromatische primäre Amin-Farb—
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entwicklerverbindungen, wie z.B. Ν,Ν-Dialkyl-p-phenylendiamine und Derivate davon, wie N,N-Diäthyl-p-phenylendiamin, N-Butyl-N-sulfobutyl-p-phenylendiamin, 2-Amino-5-diäthylaminotoluolhydrochlorid, 4-Amino-N-äthyl-N(y3 methansulfonamidoäthyl)-m-toluidinsesquisulfatmonohydrat und NrHydroxyStnyl-N-äthyl-p-phenylendiamin, verwendet. Die Farbentwickler können zusammen mit Schwärzweiss-Entwick 1erverbindungen, wie 1-Phenyl-3-pyrazolidinon und p-Mono-. methylaminophenol, die bekanntlich einen superadditiven Effekt auf die Färbentwicklung ausüben (vgl. L.F.A.Mason, "J.Phot.ßci.", I1I (1963), S. 136-139) und anderen p-Aminophenolderivaten, beispielsweise solchen, wie sie in der französischen Patentschrift 1 283 420 beschrieben sind, wie 3-Methyl-4-hydroxy-N,N-diäthylanilin, 3-Methyl-4-hydroxy-N-Uthyl-li-y5 -hydroxyathylanilin, 1 -Methyl-6-hydroxy-1,2,3,4-t etrahydrochinolin, 1 -/9 -Hydroxyäthyl-6-hydro3sy-1,2,3,4-tetrahydrochinolin und N-(4-Hydroxy-3' methylphenyl)-pyrrolidin, verwendet werden. Es ist auch möglich, Kombinationen aus aromatischen primären Amin-Farbentwicklerverbindungen zu verwenden zur Erzielung einer erhöhten Farbentwicklungsgeschwindigkeit (vgl. z.B. die deutsche Patentschrift 954 311 und die französische Patent-
\ schrift 1 299 899); günstige Effekte werden beispielsweise durch Verwendung von N-Xthyl-N-2-hydroxyäthyl-pph©nylendiamin zusammen mit N-Butyl-N-sulfobutyl-p-phenylendiamin, 2~Amino-5-diäthylaminotoluolhydrochlorid oder Ν,Ν-Difithyl-p-phenylendiaminhydrochlorid erzielt.
Die Entwicklerlösungen können auch irgendeinen der üblichen susEtzlichen Bestandteile, wie z.B. Natriumsulfit und Hydroxylamin oder Derivate davon, Harter, schleierverhütende Mittel, z.B. Benztriazol, 5-Nitrobenzimidazol, 5-Nitroindazol, Halogenide, wie Kaliumbromid, Silberhalogenid lösungemittel, färbende und verstärkende Verbindungen, Lösungsmittel, wie Dimethylformamid, Dirnethylacetamid und N-Methylpyrrolidon für chemische Bestandteile, die bei der Herstellung der Entwicklerlösungen schwierig zu lösen
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sind oder beim Stehenlassen zur Ausfällung neigen, enthalten.
Die strahlungsempfindlichen Emulsionen zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung können auf eine grosse Vielzahl von Trägern aufgeschichtet werden, z.B. auf Filme aus Cellulosenitrat, Celluloseestern, Polyvinylacetal, Polystyrol, PoIyäthylenterephthalat und anderen Polyestermaterialien ebenso wie auf alpha-Olefin beschichtete Papiere, z.B. Papier, das mit Polyäthylen oder Polypropylen beschichtet ist.
Bevorzugte Träger umfassen ein lineares Kondensationspolymeres beispielsweise blau gefärbtes Polyethylenterephthalat.
Die in den vorliegenden Aufzeichnungsmaterialien verwendeten Träger können mit Unterschichten beschichtet werden, um die Haftung einer oder mehrerer Gelatinesilberhalogenidemulsionsschichten auf ihnen zu verbessern.
Die mechanische Beanspruchbarkeit schmelzextrudierter Träger vom Polyestertyp kann durch Recken verbessert werden. In einigen Fällen, wie sie in der GB-PS 1 234· 755 beschrieben sind, kann der Träger bei der Stufe des Reckens eine Haftschicht tragen.
Geeignete Haftschichten sind dem in der.Silberhalogenidphotographie erfahrenen lachmann bekannt. In Hinsicht auf die Verwendung hydrophober Filmträger wird auf die Zusammensetzung von Haftschichten, wie sie in der oben erwähnten GB-PS beschrieben sind, verwiesen.
Gemäss diesem Patent hat ein hydrophober Filmträger 1) eine Schicht, die direkt an diesem hydrophoben Filmträger anhaftet und die ein Copolymeres aus 45 bis 99 Sew.-% von mindestens einem der chlorhaltigen Monomeren Vinylidenchlorid und Vinylchlorid, 0,5 bis 10 Gew..-% von mindestens einem äthylenisch ungesättigten hydrophilen Monomeren und O bis 5^,5 Gew.-% von mindestens einem. anderen copolymerisierbaren äthylenisch.ungesättigten Monomeren umfasst, und
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2) eine Schicht, die in einem Verhältnis von 1:3 bis 1:0,5 Gew.-Teilen ein Gemisch von Gelatine und einem Copolymeren von 30 bis 70 Gew.-% Butadien mit mindestens einem copolymerisierbaren, äthylenisch ungesättigten Monomeren umfasst.
Die belichteten, radiographischen Elemente der vorliegenden Erfindung werden vorzugsweise in einer automatischen Verarbeitungsvorrichtung für Röntgenfilme weiterverarbeitet, in der die photographischen Materialien automatisch und bei konstanter Geschwindigkeit von einer Processing-Einheit zur anderen gebracht werden können, jedoch wird der Fachmann erkennen, dass die hier eingeschlossenen radiographischen Bildaufzeichnungselemente auch neben der oben erwähnten automatischen Verarbeitungsvorrichtung in einer Vielzahl von Methoden verarbeitet werden können, wie etwa unter Verwendung der wohlbekannten, üblichen manuellen Multitankmethoden.
Bezüglich der üblichen Emulsionsherstellungsverfahren und der Verwendung besonderer Emulsionsbestandteile wird im allgemeinen auf den Product Licensing Index vom Dezember 1971 verwiesen, in welchem die folgenden Begriffe im einzelnen erläutert werden :
I/II Emulsionstyp und Herstellung dieses Elementes
III chemische Sensibilisierung
IV Entwicklungsmodifizierungsmittel
V Antischleiermittel und Stabilisatoren
VI Entwicklungsmittel
VII Härter
VIII Bindemittel oder Polymere für Silberhalogenidschichten und andere Schichten
IX Antistatikschichten
X Träger
XI Weichmacher und Gleitmittel
XII Beschichtungshilfen
XV Spektralsensibilisierungsmittel für Silberhalogenide XXIII. Farbstoffbestandteile
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XVI absorbierende und Filterfarbstoffe XXI physikalische Entwicklersysteme, und XVIII^ Zusätze und Beschichtungsverfahrensweisen
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung naher erläutern.
Beispiel 1
Es wurde ein radiographisches Farbmaterial wie folgt hergestellt :
Zu 155 g einer Silberbromidjodidemulsion mit hoher Empfindlichkeit (9 Mol-% Silberjodid), die 15,5 g Gelatine und eine zu 23,9 Silbernitrat äquivalente Menge Silberhalogenid enthielt und eine durchschnittliche Silberhalogenidkorngrosse von 800 mn aufwies, wurden 200 g einer Silberchloridemulsion mit einer geringen Empfindlichkeit, die 16,8 g Gelatine und eine zu 24 g Silbernitrat äquivalente Silberchioridmenge enthielt, zugegeben.
Die Silberchloridemulsion mit der geringen Empfindlichkeit wurde hergestellt durch Zumischen einer wässrigen ßilbernitratlösung zu einer wässrigen Gelatine/Natriumchlorid-Lösung, Ausfällen der Gelatineemulsion mit Ammoniumsulfat, Waschen und Peptisieren. Dann wurden Gelatine sowie 5-Methyl-7-hydroxy-s-triazolo£i,5-a3pyrimidin zugegeben, so dass keine chemische Reifung auftrat. Die mittlere Korn-, grö'sse der Silberchloridemulsion betrug 220 nm. Die Mischung wurde durch 1-stundiges Erhitzen auf 380C geschmolzen, wonach zugegeben wurden :
(a) 14,5 g eines Farbkupplers der folgenden Formel :
H5C-(CH2)^g-
CH2COOH
in Form einer wässrigen alkalischen Lösung, GV.705 - 23 -
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(b) eine zum Neutralisieren der Emulsion (pH 7) ausreichende Menge einer wässrigen Essigsaure18sung,
(c) 5-Methyl-7-hydroxy-s-triazolo£i,5-a3pyrimidin als.Emulsionsetabilisator,
(d) Saponin als Beschichtungshilfsmittel und
(e) Mucochlorsäure als Härter.
Die Emulsion wurde zur Herstellung von 920 ml verdünnt und dann auf beide Seiten eines mit einer Haftschicht versehenen PoIyäthylenterephthalatträgers in Form einer Schicht aufgebracht,
2 2 dessen GesamtoberflUche 10 m (2 χ 5 ι ) betrug. Auf beide Seiten wurde eine Gelatineschutzschicht einer Dicke von 0,0015 mm aufgebracht, wonach das gebildete radiographische Farbmaterial getrocknet wurde.
Das so hergestellte Material wurde zwischen zwei Fluoreszenzverstärkerschirmen angeordnet, die als Lumineszenzmaterial mit Terbium aktiviertes Lanthanoxybromid (0,002 g-Atome Terbium, bezogen auf das Lanthan) und stöchiometrische Mengen an Sauerstoff und Brom enthielten. Die Leuchtstoffaohicht der VerstKrkerschirme enthielt pro m 500 g des in Cellulosenitrat als Bindemittel dispergierten Lanthanoxybromida. Das Gewichtsverhältnis von Leuchtstoff zu Bindemittel betrug 92,5!7t5* Iu jedem Schirm war zwischen der Leuchtstoffschicht und der Fapierträgerfolie des Schirmmaterials ,eine Antireflexionsschicht angeordnet. Die Anti-
2
reflexionsschicht enthielt pro m 4 g Russ, dispergiert in Cellulosenitrat. Das Gewichteverhältnis von Russ zu dem Bindemittel betrug 10:90.
Die radiographische Kombination aus den Schirmmaterialien und dem Silberhalogenidmaterial wurde einer 80 kV-Spitzen-Röntgenbestrahlung ausgesetzt, die 6 mm dickes Aluminium und ein Testoriginal passierte, bei dem es sich um ein Bleistrichgittertestobjekt handelte, um die Beziehung zwischen Empfindlichkeit und Modulationsubertragungsfunktionswert (MÜF-Wert) zu bestimmen.
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Nach der Entfernung der Verstärkerschirme wurde das radiographische Farbmaterial automatisch färbentwickelt, wobei dieses Verfahren umfasste eine Färbentwicklung (24 Sekunden bei 410C), ein Fixieren (20 Sekunden bei 41°C), ein Spülen mit Wasser (25 Sekunden bei 410C) und dann Trocknen (20 Sekunden bei 55°C)· Das verwendete Entwicklerbad hatte einen pH-Wert von 10,6.und es enthielt pro Liter :
8 g N-Hydroxyäthyl-N-äthyl-p-phenylendiamin, 1,5 B Hydroxylamin,
4 g wasserfreies Natriumsulfit,
1 g Kaliumbromid und . '
65 g wasserfreies Kaliumcarbonat. .
Die Fixierung erfolgte mittels einer Natriumthiοsulfat-Fixierlösung. Die Messung der Beziehung zwischen dem MÜF-Wert und der Empfindlichkeit erfolgte mittels eines Mikrodensitometers. Dabei wurde festgestellt, dass bei der kombinierten Verwendung gemäss der Erfindung der oben angegebenen Verstärkerschirme mit dem radiographischen Farbmaterial eine günstigere Beziehung zwischen dem MÜF-Wert und der Empfindlichkeit erzielt wurde als bei der kombinierten Verwendung eines gleichen radiographischen Farbmaterials mit üblichen Calciumwolframat-Verstärkerschirmen, d.h. es wurde eine Empfindlichkeit erzielt, die bei dem gleichen MÜF-Wert viermal so hoch war.
Beispiel 2
Eine Silberbromidjodid-Röntgenemulsion (1,5 Mol-% Silberjodid) wurde in der Weise hergestellt, dass sie Silberhalogenidkörnchen mit einer durchschnittlichen Korngrösse von 0,60 um und pro Kilogramm 74 g Gelatine und eine 190 g Silbernitrat entsprechende Menge an Silberhalogenid enthielt. Als Stabilisatoren enthielt die Emulsion pro Kilogramm 545 g 5-Methyl-7-hydroxy-s-triazolo£i ,5-a[$pyrimidin, 6,5 g i-Phenyl-5-mercaptotetrazol und 0,45. g Quecksiltiercyanid. Das mit dieser Emulsion erzielbare Deckvermögen betrug 60.
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Die so erhaltene Emulsion wurde auf beide Seiten eines doppelseitig mit einer Haftschicht versehenen Polyäthylenterephthalatträgers in der Weise aufgebracht, dass auf jeder Seite des Trägers eine Silberhalogenidemulsionsschicht er-
halten wurde, die eine zu 6 g Silbernitrat pro m äquivalente Menge an Silberhalogenid enthielt. Jede Emulsionsschicht wurde mit einer Gelatineschutzschicht in einer Beschichtungsatärke entsprechend 1 g/mf1 beschichtet.
Das so hergestellte Material wurde zwischen den gleichen beiden Fluoreszenzverstärkerschirmen, wie sie in Beispiel 1 beschrieben worden sind, angeordnet und die dabei gebildete radiographische Kombination wurde durch ein Bleistrichgitter-Testobjekt einer 60 kV-Rb'ntgenstrahlung ausgesetzt, um die Empfindlichkeit und den Modulationsübertragungsfunktionswert zu bestimmen.
Nach Entfernung der Verstärkerschirme wurden die radiographischen Materialien in einer automatischen 90 Sekunden-Entwicklungsvorrichtung entwickelt. Die Entwicklung dauerte 23 Sekunden bei 350C in dem Agfa-Gevaert-Härtungsentwickler G 138, der Hydrochinon und 1-Phenyl-3-pyrazolidinon als Entwicklerverbindungen und Glutaraldehyd als Härter enthält. Dabei wurde festgestellt, dass durch die kombinierte Verwendung der vorstehend angegebenen Verstärkerschirme mit den oben angegebenen radiographischen Silberhalogenidmaterial eine günstigere Beziehung zwischen dem MttF-Wert und der Empfind-« lichkeit erzielt wurde als bei der kombinierten Verwendung des gleichen radiographischen Elementes mit üblichen CaI-ciumwoIframatschirmen, d.h. die erzielte Empfindlichkeit war viermal so hoch wie die bei dem gleichen Μϋϊ-Vert erhaltene.
Beispiel 3
Es wurde eine Sirberbromidjodid-Röntgenemulsion (1,5 Mol-% Silberjodid) analog zu derjenigen des Beispiels 2 hergestellt, die diesmal jedoch Silberhalogenidkörnchen mit
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einer durchschnittlichen KorngrfSsse von 0,65 pa enthielt. Das mit dieser Emulsion unter den nachfolgend definierten Entwicklungsbedingungen erzielbare DeckvermSgen betrug 60. Dann wurde sie auf einen Träger aufgebracht und, wie in Beispiel 2 beschrieben, mit einer Schutzschicht überzogen.
Zusammensetzung des Fluoreszenzschirmmaterials I
Der gemäss der Erfindung verwendete fluoreszierende Schirm wurde wie folgt hergestellt : ·
92,2 g LaOBr:0,002 Tb:0,0005 Yb-Leuchtetoffpartikel, heirge-* stellt nach dem in der bekanntgemachten deutschen Patentr anmeldung 2 161 958 beschriebenen Verfahren, wurden in einer Lösung von 7,8 g Elvacite 2044 (Warenbezeichnung von du Pont de Nemours, Wilmington, Delaware, USA für ein PoIyn-butylmethacrylat mit hohem Molekulargewicht) in 21,7 g Toluol dispergiert.
Die erhaltene Dispersion wurde durch einen Filter mit öffnungen von einem mittleren Durchmesser von 75 P1 filtriert und entlüftet, indem man sie einem Druck von 100 mbar (100 cm Wassersäule) aussetzte.
Die durchschnittliche Korngrösse der Leuchtstoff-Partikel betrug 5 pn· Der Feststoffgehalt der erhaltenen Dispersion betrug 82,1 Gew.-%. Die Dispersion wurde in Form einer Schicht auf eine Antireflexionsschicht aufgebracht, die auf einen mit einer Haftschicht versehenen Poly'athylenterephthalatharzträger einer Dicke von 250 um aufgebracht wurde. Die Haftschicht wurde aus einem Latex auf der Basis eines Mischpolymerisats von Vinylchlorid, Vinylidenchlorid, n-Butylacrylat und Itaconsäure (Gewichtsverhältnis 63:30:5:2) hergestellt.
ο Die Antireflexionsschicht enthielt pro m 4- g Euss, disper giert in Cellulosenitrat. Das Gewichtsverhältnis von Russ zu dem Bindemittel betrug 10:0X). Das Aufbringen der Leucht stoff dispersion in Form einer Schicht wurde in der Weise
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ρ durchgeführt, dass 35 mg Leuchtstoff pro cm vorliegen.
Zusammensetzung des, Fluoreszenzschirmmaterials II
Calciumwolframat-Leuchtschirmpartikel eines handelsüblichen Typs (hergestellt von der Fa. Riedel-de Haen, Seelze (Hannover) , Bundesrepublik Deutschland), wie sie in CaWO^- ßchirmen verwendet werden, wurden einer Verstärkerschirm-Bindemittelschicht, wie sie für das Fluoreszenzschirmmaterial I beschrieben worden ist, einverleibt. Die Leuchtstoffschicht wurde in der gleichen Leuchtstoffbeschichtungsmenge
ο
pro m , wie für das Schirmmaterial I beschrieben, auf die oben angegebene Antireflexionsschicht aufgebracht.
Belichtung
Das lichtempfindliche Material wurde mit 80 kV Röntgenstrahlung belichtet, die durch eine 6 mm starke Aluminiumplatte gefiltert und mit einem Testobjekt moduliert wurde, das aus einem Liniengitter aus Blei besteht, worin die Breite der Stabe des Gittere schrittweise kleiner wird und ihre räumliche Frequenz (Anzahl pro mm) von einer Seite des Testobjektes zur anderen schrittweise zunimmt. Durch Verwendung eines solchen Testobjektes bei der Belichtung ist es möglich, einen objektiven Wert für die Scharfe zu erhalten, unabhängig vom Kontrast des Subjektes, durch Bestimmung der Rechteckwellen-Ansprechfunktion ("square wave response function, SWBF1' - siehe Amor. J. Rb'ntgenol. 106 (1969), S. 650 - 65Ό.
Jeweils ein erster und ein swelter Streifen aus lichtempfindlichen Materialien, nachfolgend als Material A bzw. B bezeichnet, wurden zwischen zwei Verstärkerschirmmaterialien I bew. zwei Verstarkerschireaaterialien II im Kontakt mit den gegenüberliegenden Seiten des lichtempfindlichen Materials angeordnet.
Die belichteten Materialien wurden in einer automatischen 90-Sekunden-Verarbeitungevorrichtung verarbeitet, wobei die Entwicklung in 23 Sekunden bei 35°C in einem Härtungs-
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entwickler (Warenbezeichnung G 138 Agfa-Gevaert), enthaltend Hydrochinon und i-Phenyl-3-pyrazolidinon als Entwickler und Glutaraldehyd als Härter, erfolgte.
Die SWEP des Testmaterials wurde aus den Messungen abgeleitet, die man durch Abtasten des in diesen Materialien erhaltenen Strichmusters mit einem Mikrodensitometer erhielt.
Der relative Rechteckwellen-Ansprechfaktor (Wert der Funktion) bei einer räumlichen Frequenz von einem Linienpaar pro mm ist für die verschiedenen Kombinationen lichtempfindlicher Materialien und Schirme, wie oben definiert, in der folgenden Tabelle aufgeführt :
Tabelle I Empfindlichkeit SWRF-Wert bei 2 Linienpaaren
pro mm
Beispiel 4
S-5-lqg10E für
Dichte =1,00
1 Linienpaar
pro mm
0,45
0,43 .
Kombination von 3,57
3,09
0,71
0,70
licht empfindlichem
Material und Schirm
A, I
B, II
Eine Silberbromidjodid-Rontgenemulsion (1,5 Mol-# Silber-Jodid) wurde in der Weise hergestellt, dass sie Silberhalogenidkörnchen mit einer durchschnittlichen Korngrö*sse von 0,70 pm enthielt. Die Emulsion enthielt einen Stabilisator, wie er in Beispiel 3 definiert ist, und sie wurde nur auf eine Seite eines mit einer Haftschicht versehenen Polyäthylenterephthalatfilmträgers aufgebracht, der auf seiner Rückseite eine übliche Antireflexionsschicht trug. Das Aufbringen der Emulsion wurde in der Weise durchgeführt, dass
eine zu 8 g Silbernitrat pro m äquivalente Menge an Silberhalogenid aufgebracht wurde. Das dabei erhaltene photographische Silberhalogenidmaterial wurde in der Mammographie verwendet und zu diesem Zweck wurde ©ß Röntgenstrahlen ausgesetzt, während es mit der Fluoreszfenzschirmschicht eines
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-Jo.
Verstärkerschirmmaterials in Kontakt stand, dessen Verstärkerschicht in ELVAOIOJE 2044 (Handelsbezeichnung) als Bindemittel den Lanthanoxybromid-Leuchtstoff gemass Beispiel 3 in einer BeSchichtungsmenge entsprechend 250 g/m und als Schirmfarbstoff "ZAPON ECHT GELB CGG" (CI. 18 820) in einer Menge von 0,0379 Gew.-% bezogen auf.den Leuchtstoff, eingearbeitet enthielt. Die durchschnittliche Korngrösse der Leuchtstoffteilchen betrug 2,5 lim·
Die Verstärkerschirmschicht wurde, wie in Beispiel 3 beschrieben, auf eine Antireflexionsschicht aufgebracht, die auf einen mit einer Haftschicht versehenen Polyäthylenterephthalatträger aufgebracht worden war. Bei der Röntgenbelichtung für die Verwendung in der Mammographie wurde eine unter der Bezeichnung "SENOGRAPH" (Handelsprodukt der Pa. Compagnie Generale de Radiologie, Filiale der Gruppe Thomson-Brandt, Frankreich) bekannte Rb'ntgenvorrichtung verwendet. Die Röntgenröhre wurde bei 30 kV betrieben und die Röntgenstrahlen wurden mit einer 30 pm Molybdänplatte und einer 30 mm· Polymethylmethacrylätplatte filtriert.
Im Vergleich zu der direkten (schirmlosen) Rb'ntgenmammographie, die mit einem Film mit einem höheren Silberhalogenidgehalt mit einer Silberhalogenidbeschichtungsmenge entsprechend
2
36 g Silbernitrat pro m arbeitet, lieferte die erfindungsgemässe Schirm-Film^Kombination die 5-fache Empfindlichkeit bei einem höheren Bildkontrast. Bei Verwendung eines Entwicklers, wie er in Beispiel 3 beschrieben ist, betrug die Entwicklungszeit für die Erreichung der gleichen maximalen Dichte bei der erfindungsgemässen Schirm-Film-Kombination nur 1/15 der Entwicklungszeit, welche dieser Film mit einem hohen Silberhalogenidgehalt benötigte.
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Claims (1)

  1. Patentansprüche
    Kombination von lichtempfindlichen Materialien, die sich für die Radiographie eignet, dadurch gekennzeichnet, dass sie besteht aus
    (1) mindestens einem Rbiitgenfluoreszenzverstärkerschirmmaterial, ehthaltend eine Leuchtstoffschicht, die einen Leuchtstoff oder eine Leuchtstoffmischung enthalt, der (die) vollständig oder hauptsächlich aus einem mit einem Metall der Seltenen Erden aktivierten Lanthanoxyhalogenid besteht, wobei die Leuchtstoffe oder die Leuchtstoffmischung mehr als die Hälfte seiner (ihrer) spektralen Emission oberhalb etwa 410. nm, mehr als die Hälfte seiner (ihrer) spektralen Emission von sichtbarem Licht zwischen 400 und 500 nm haben (hat) und sein (ihr) Emissionsmaximum in dem Wellenlängenbereich von 400 bis 450 nm liegt, wobei die Leuchtstoffschicht eine Deckung von 200 bis 800 g
    des Lanthanoxyhalogenid-Leuchtstoffes pro m aufweist und das Schirmmaterial einen oder mehrere Farbstoffe und/oder Pigmente enthält, die Licht innerhalb des Emissionsspektrums der Leuchtstoffschicht absorbieren, und
    (2) einem lichtempfindlichen ßilberhalogenidaufnahmematerial, bestehend au« einem Träger und mindestens einer Silberhalogenidemulsionsschicht.
    2. Kombination nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Röntgenfluoreszenzverstärkerschirmmaterial eine solche Menge des oder der Farbstoffe und/oder Pigmente und der Leuchtstoffe enthält, dass der Verstärkungsfaktor des Schirmes mindestens 20 bei 40 kV und mindestens 25 bei 80 kV beträgt.
    3" Kombination nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Silberh&logenidaufnahmematerial die kombinierte Absorption des Trägers und der Schichten auf einer
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    Seite des Trägere so ist, dass (i) das Lichtabsorptionsspektrum davon hauptsächlich (zu mindestens 50 %) mit dem Lichtemissionsspektrum des Pluoreszenzverstarkerschirmmaterials in dem Vellenlangenbereich von 400 bis 300 nm übereinstimmt und (ii) die optische Dichte in dem Bereich der Überlappung des Absorptions- und Emissionsspektrums, die daraus resultiert, mindestens 0,6 beträgt aufgrund der Eigenabsorption der Silberhalogenidemulsionsschicht(en) . und der Anwesenheit einer oder mehrerer färbender Substanzen in einer oder mehreren Schichten und/oder dem Träger des lichtempfindlichen Silberhalogenidaufnahmematerials.
    4. Kombination nach Ansprüchen 1-5» dadurch gekennzeichnet, dass der Schirm als Leuchtstoff ein oder mehrere Lanthanoxybromide oder -oxychloride, aktiviert durch Terbium und Ytterbium, enthalt.
    5« Kombination nach Ansprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schirm als Leuchtstoff ein oder mehrere durch Terbium aktivierte Lanthanoxyhalogenide, deren Emissionsmaximum innerhalb des Bereiches von 400 bis 450 nm liegt, enthält.
    6. Kombination nach Ansprach 5» dadurch gekennzeichnet, dass ein Leuchtstoff der folgenden allgemeinen Formel verwendet wird
    Σ - Cl oder Br
    η « 0,006 - 0,0001, und
    wobei das Halogen X in einer Menge innerhalb der stöchio metrischen Menge und etwa 2,5 # davon, vorhanden ist.
    7· Kombination nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der allgemeinen formel η 0,002 bedeutet.
    8. Kombination nach Anspruch #> dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Leuchtstoff der folgenden allgemeinen Formel enthält
    GV.7O5 509811 Pi U7
    2U1784
    worin bedeuten :
    X Chlor oder Brom,
    w 0,0005 bis 0,006 Mol Oxyhalogenid und y 0,00005 bis 0,005 Mol pro Mol Oxyhalogenid.
    9. Kombination nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in der allgemeinen Formel w 0,002 Mol und y 0,0005 Mol bedeuten.
    10.Kombination nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtstoffzusammenset-. zung eine Mischung aus dem Lanthanoxyhalogenid- und einem Yttriumoxysulfid-Leuchtstoff, aktiviert durch Terbium, enthält.
    11.Kombination nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Verstärkerschirm in einem Bindemittel dispergierte Fluoreszenzpartikel in einer Menge innerhalb des Bereiches von 85 bis 95 Gew.-% enthält und dass die Dicke der Fluoreszenzschicht innerhalb des Bereiches von 60 bis 250 um liegt.
    12.Kombination nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verstärkerschirm Fluoreszenzmaterialpartikel mit einer EorngrSsse innerhalb des Bereiches von etwa 1 bis etwa 25 /nn. enthält.
    13.Kombination nach einem der vorhergehenden Ansprüchej dadurch gekennzeichnet, dass das Silberhalogenid auf beide Seiten des Trägers aufgebracht ist und ein negatives sichtbares Bild liefern kann, ein Deckvermögen von etwa mehr als 50 aufweist und in ^eder Silberhalogenidemulsionsschicht in einer Menge vorliegt, die äquivalent
    zu einer Menge von weniger als etwa 4· g Silber pro m ist. ·
    14.Kombination nach einem vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Silberhalogenid mit
    5098 Π ft U7
    einem oder mehreren spektralen Sensibilisierungsfarbstoffen aus der Klasse der Cyanin- oder Merοcyaninfarbstoffe sensibilisiert ist.
    15-Kombination nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Silberhalogenid ein Silberbromidjodid mit einer durchschnittlichen Korngrässe innerhalb des Bereiches von etwa 0,1 bis etwa 5 pm enthalt.
    16.Kombination nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Silberhalogenidemulsionsschicht(en) einen Farbkuppler enthält (enthalten), der mit einer oxydierten p-Phenylendiamin-Entwicklersubstanz einen Farbstoff bildet.
    17»Kombination nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Farbkuppler einen Phenol- oder ύ -Naphtholfarbkuppler enthält,der bei der Färbentwicklung des Silberhalogenids mit einer aromatischen primären Amin-Entwi cklersubstanz einen Chinoniminfarbstoff bildet, der hauptsächlich im roten Bereich und teilweise im grünen Bereich absorbiert und ein Absorptionsmaximum in dem spektralen Wellenlängenbereich von 550 bis 700 nm aufweist.
    18.Kombination nach Anspruch 17» dadurch gekennzeichnet, dass sie als Farbkuppler ein Phenol der folgenden allgemeinen Formel enthält
    worin R- und Ep jeweils eine Carbonsäureacyl- oder SuIfonsäureacylgruppe einschliesslich der substituierten Gruppen bedeuten.
    19.Kombination nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Silberhalogenidechichten gemeinsam eine solche
    GV.705 · - 34- -
    509811/1U7
    Menge an Silberhalogenid enthalten, die etwa 3 "bis etwa
    2
    8 g Silber pro m entspricht» ■
    20.Kombination nach Anspruch 13 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass das lichtempfindliche Material auf beiden Seiten seines Trägers mit einer Silberhalogenidemulsionsschicht beschichtet ist und dass zwischen den Silberhalogenidemulsionsschichten und/oder in diesen Emulsionsschichten ein oder mehrere Filterfarbstoffe vorhanden sind, die in einem der Behandlungsbäder für das lichtempfindliche Silberhalogenidmaterial entfärbt werden können.
    21.Kombination nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass der (die) Pilterfarbstoff(e) eine chemische Struktur aufweist (aufweisen), wie sie in der Beschreibung angegeben ist.
    22.Kombination nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das lichtempfindliche Material einen einen Pilterfarbstoff enthaltenden Träger aufweist.
    23-Kombination nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das lichtempfindliche Material einen Filterfarbstoff oder eine Farbstoffmischung enthält, der bzw. die in dem Wellenlängenbereich von 400 bis 500 nm absorbiert.
    24.Kombination nach Anspruch 23« dadurch gekennzeichnet, dass die Filterfarbstoffe in einer hydrophilen Kolloidschicht verwendet werden.
    25. Kombinat ion nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verstärkerschirm in Form einer auf einen Träger oder auf eine selbsttragende Schicht oder Folie aufgebrachten Schicht vorliegt.
    GV.705 - 35 -
    50981 1/1U7
    26.Kombination nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verstärkerschirm getrennt von dem das Silberhalogenid enthaltenden lichtempfindlichen Material angeordnet ist.
    27.Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 251 dadurch gekennzeichnet^ dass der Verstärkerschirm mit dem das Silberhalogenid enthaltenden lichtempfindlichen Material eine Einheit bildet.
    28.Kombination nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Eöntgenfluoreszenzverstärkerschirmmaterial in der an die Leuchtstoffschicht angrenzenden Antireflexionsschicht einen oder mehrere Farbstoffe und/oder Pigmente enthält.
    29.Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass der (die) Farbstoff(e) und/oder das (die) Figment(e) in der die Fluoreszenzsubstanz(en) enthaltenden Schicht vorliegt (vorliegen).
    30.Kombination nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass der (die) Farbstoff(e) und/oder das (die) Pigment(e) in einer auf einen Tr&ger aufgebrachten und unter der Verstärkerschicht angeordneten Antireflexionsschicht vorliegen.
    GV.705 - 36 -
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