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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines
radiographischen Verstärkerschirms.
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In der medizinischen Radiographie wird ein radiographisches Bild des
Organs eines Patienten durch Aufzeichnen eines Musters von
Röntgenstrahlen, die durch den Patienten hindurchgegangen sind, auf einem
photographischen Material (photographisches Material mit
Silberhalogenid), in dem mindestens eine lichtempfindliche
Silberhalogenid-Emulsionsschicht durch Auftragen auf einem transparenten Träger vorgesehen
ist, erhalten. Das Muster von Röntgenstrahlen, die durch den Patienten
hindurchgegangen sind, kann zwar unter Verwendung eines
photographischen Silberhalogenid-Materials alleine erhalten werden, aber
üblicherweise wird ein radiographischer Verstärkerschirm in Verbindung
mit dem photographischen Material verwendet, um zu vermeiden, daß
der betreffende menschliche Körper einer großen Dosis von
Röntgenstrahlen ausgesetzt wird. In einem radiographischen Verstärkerschirm ist
auf einem Träger eine Leuchtstoffschicht vorgesehen, die
Röntgenstrahlen absorbiert und sie dann in das sichtbare Licht umwandelt, für
das das photographische Material empfindlich ist. Daher kann die
Empfindlichkeit des Systems für Röntgenphotographie durch die
Verwendung eines radiographischen Verstärkerschirms beträchtlich verbessert
werden.
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Als ein Verfahren zur weiteren Erhöhung der Empfindlichkeit des
Systems für Röntgenphotographie wurde das Verfahren vorgeschlagen,
bei dem ein photographisches Material verwendet wird, bei dem auf
beiden Seiten photographische Emulsionsschichten vorgesehen sind,
nämlich ein photographisches Silberhalogenid-Material mit
lichtempfindlichen Silberhalogenid-Schichten, die sowohl auf der Vorder- als auch
auf der Rückseite des Trägers vorgesehen sind, und bei dem
radiographische Verstärkerschirme (die manchmal als "Verstärkerschirme"
be
zeichnet werden) auf beiden Seiten des Materials angeordnet sind, um
eine Röntgenphotographie in dieser Anordnung zu erhalten. Zur Zeit
wird dieses Verfahren allgemein in den meisten Fällen angewendet.
Dieses Verfahren wurde angesichts der Tatsache vorgeschlagen, daß
durch die Verwendung nur eines radiographischen Verstärkerschirms
keine ausreichende Menge an Röntgenstrahlen absorbiert wird.
Tatsächlich erhält das in Kontakt mit dem Verstärkerschirm angebrachte
photographische Material, selbst wenn der Gehalt des Leuchtstoffs in
dem einen Verstärkerschirm erhöht wird, um die Absorption von
Röntgenstrahlen zu erhöhen, sehr diffuses, von dem Schirm ausgestrahltes
sichtbares Licht, weil das in der Leuchtstoffschicht umgewandelte
sichtbare Licht in der Leuchtstoffschicht mit erhöhter Dicke, die durch das
Vermehren des Leuchtstoffs verursacht ist, gestreut und reflektiert wird.
Noch dazu kommt das in einem tiefliegenden Bereich der dicken
Leuchtstoffschicht umgewandelte sichtbare Licht kaum aus der
Leuchtstoffschicht heraus. Daher erhöht eine übermäßige Erhöhung des
Leuchtstoffgehalts das von dem Verstärkerschirm emittierte, wirksame sichtbare
Licht nicht weiter.
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Durch das röntgenphotographische System (d. h. Radiographie), das zwei
Verstärkerschirme verwendet, von denen jeder eine Leuchtstoffschicht
geeigneter Dicke hat, kann die Gesamtabsorption von Röntgenstrahlen
erhöht werden, und das in dem Verstärkerschirm umgewandelte
sichtbare Licht kann wirkungsvoll verwendet werden.
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Im Handel ist eine Vielfalt radiographischer Verstärkerschirme mit
verschiedenen Empfindlichkeiten in einem breiten Bereich verfügbar;
beispielsweise von dem Typ mit geringer Empfindlichkeit, wie einem
Schirm, der schwache Lumineszenz emittiert und ein Bild hoher Schärfe
ergibt (ein solcher Schirm hat eine relativ dünne Leuchtstoffschicht), bis
zu dem Typ mit hoher Empfindlichkeit, wie einem Schirm, der starke
Lumineszenz emittiert und ein Bild geringer Schärfe ergibt (ein solcher
Schirm hat eine relativ dicke Leuchtstoffschicht).
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Obwohl verschiedenartige Typen von photographischen Silberhalogenid-
Materialien mit an beiden Seiten vorgesehenen photographischen
Emulsionsschichten im Handel verfügbar sind, variieren ihre
Empfindlichkeiten jedoch innerhalb eines engen Bereichs. Tatsächlich sind die
Empfindlichkeiten der meisten photographischen Materialien nur zwei-
oder dreimal so hoch wie diejenige des am wenigsten empfindlichen (die
Empfindlichkeit des am wenigsten empfindlichen Materials wird als
Standard verwendet).
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Verwendbare Kombinationen von photographischen Silberhalogenid-
Materialien und Verstärkerschirmen, die für die Radiographie verwendet
werden, sind nicht in bestimmter Weise eingeschränkt. Wenn jedoch
hochgradig empfindliche Radiographie erforderlich ist (beispielsweise im
Falle der Radiographie für Lendenwirbel, der Angiographie am Kopf
oder der Vergrößerungsradiographie), wird im allgemeinen eine
Kombination aus einem Verstärkerschirm mit hoher Emission und einem
photographischen Silberhalogenid-Material des Standardtyps oder mit
hoher Empfindlichkeit verwendet. Im Gegensatz dazu wird, wenn eine
hohe Bildqualität gebraucht wird (beispielsweise im Falle der einfachen
Radiographie der Brust, der Magenradiographie unter Verwendung von
Kontrastmedium oder der Radiographie von Knochen), im allgemeinen
eine Kombination von Verstärkerschirmen, die eine hohe Schärfe liefern,
und eines photographischen Silberhalogenid-Materials des Standardtyps
verwendet. Während eine Kombination von Verstärkerschirmen mit
hoher Empfindlichkeit und eines photographischen Silberhalogenid-
Materials ein Bild geringer Schärfe (nämlich geringer Bildqualität)
ergibt, zeigt eine Kombination von Verstärkerschirmen, die eine hohe
Bildqualität liefern, und eines photographischen Materials eine geringe
Empfindlichkeit.
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Bisher wurden ununterbrochen verschiedene Studien durchgeführt, um
ein röntgenphotographisches System mit hervorragenden Eigenschaften
hinsichtlich Ausgewogenheit zwischen Empfindlichkeit und Bildqualität
zu schaffen. Beispielsweise wurde früher zwar eine Kombination von
Verstärkerschirmen mit Leuchtstoffschichten aus Calciumwolframat (das
ein blaues Leuchten emittiert) und einem photographischen
Silberhalogenid-Material, das nicht spektral empfindlich gemacht ist (z. B. eine
Kombination von HIGH SCREEN STANDARD und RX [beides sind
Handelsnamen von Fuji Photo Film Co., Ltd.]), verwendet, aber eine
Kombination von Verstärkerschirmen mit Leuchtstoffschichten aus Terbium-
aktiviertem Seltenerd-oxysulfid-Leuchtstoff (der ein grünes Leuchten
emittiert) und eines photographischen Silberhalogenid-Materials, das
orthochromatisch spektral empfindlich gemacht ist (z. B. eine
Kombination von GREENEX 4 und RXO [beides sind Handelsnamen der Fuji
Photo Film Co., Ltd.]) wurde kürzlich verwendet. Die letztere
Kombination ergibt ein Bild, das sowohl hinsichtlich Empfindlichkeit als auch
hinsichtlich Bildqualität verbessert ist.
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Ein photographisches Silberhalogenid-Material, bei dem an beiden Seiten
photographische Emulsionsschichten vorgesehen sind, hat den Mangel,
daß die Bildqualität wahrscheinlich durch "Überquerungs-Licht"
("crossover"-Licht) verschlechtert wird. Das Wort "cross-over-Licht"
bezeichnet das sichtbare Licht, das von jedem Verstärkerschirm, der an jeder
Seite des photographischen Materials angeordnet ist, emittiert wird und
dann durch den Träger des photographischen Materials (die Dicke des
im allgemeinen verwendeten Trägers ist 170-180 um) hindurchgeht und
schließlich die an der entgegengesetzten Seite vorgesehene
photoempfindliche Schicht erreicht, um die Bildqualität (insbesondere hinsichtlich
Schärfe) zu verschlechtern.
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Zur Verringerung des cross-over-Lichts wurden verschiedene Verfahren
vorgeschlagen. Die US-Patente Nr. 4 425 425 und Nr. 4 425 426 zum
Beispiel offenbaren Erfindungen, bei denen als eine photographische
Silberhalogenid-Emulsion eine spektral empfindlich gemachte Emulsion,
die tafelförmige Silberhalogenid-Körner mit einem hohen Länge-Breite-
Verhältnis enthält, verwendet wird. Gemäß diesen patentierten
Erfindungen kann das cross-over-Licht auf einen Anteil von 15-22% verringert
werden. Darüber hinaus offenbart das US-Patent Nr. 4 803 150 eine
Erfindung, bei der eine Farbstoff-Schicht, die feine kristalline Farbstoff-
Teilchen enthält und durch das Entwicklungsverfahren entfärbbar ist,
zwischen dem Träger und den photoempfindlichen Schichten in dem
photographischen Silberhalogenid-Material vorgesehen ist. Es wird
beschrieben, daß das cross-over-Licht durch die Erfindung auf einen Anteil
von 10% oder weniger verringert werden kann.
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Andererseits wurden verschiedene Versuche gemacht, ein
röntgenphotographisches System, das hervorragende Eigenschaften hinsichtlich
Ausgewogenheit zwischen der Empfindlichkeit und der Bildqualität zeigt, zu
schaffen, indem man eine Kombination von Verstärkerschirmen und
eines photographischen Silberhalogenid-Materials (das an beiden Seiten
photographische Emulsionsschichten hat) bestimmten Bedingungen
aussetzt. Beispielsweise offenbaren die vorläufigen japanischen
Patentveröffentlichungen Nr. 2(1990)-266344 und 2(1990)-297544 und das US-
Patent Nr. 4 803 150 ein röntgenphotographisches System, bei dem
dafür gesorgt wird, daß die Lichteigenschaft (Empfindlichkeit) der
vorderseitigen Kombination (bestehend aus einem Verstärkerschirm, der an
der zu exponierenden Seite angeordnet ist [d. h. der vordere Schirm],
und einer photoempfindlichen Schicht [d. h. vordere photoempfindliche
Schicht]) sich von der der rückseitigen Kombination (bestehend aus
einem Verstärkerschirm, der an der entgegengesetzten Seite angeordnet
ist [d. h. rückseitiger Schirm] und einer photoempfindlichen Schicht [d. h.
rückseitige photoempfindliche Schicht]), unterscheidet, und daß sich der
durch die erstere Kombination gegebene Kontrast von dem durch die
letztere Kombination gegebenen Kontrast unterscheidet. Zusätzlich
beschreibt Photographic Science and Engineering, Vol. 26 (1982), Nr. 1,
Seite 40, Experimente über die Kombinationen von Verstärkerschirmen
und eines photographischen Silberhalogenid-Materials, die jeweils von
3M Co. erhältlich sind. Die Experimente zeigen das Ergebnis, daß eine
Kombination von Trimax 12 (Handelsname des Verstärkerschirms, der
von 3M Co. im Handel erhältlich ist) und von XUD (Handelsname von
photographischem Silberhalogenid-Material, das von 3M Co. im Handel
erhältlich ist) ein besseres NEQ (signal/noise ratio of output,
Signal/Rauschen-Verhältnis der Ausgabe) ergibt als die Kombination von
Trimax 4 (Handelsname eines Verstärkerschirms, der von 3M Co. im
Handel erhältlich ist) und XD (Handelsname von photographischem
Silberhalogenid-Material, das von 3M Co. im Handel erhältlich ist),
während die erstere hinsichtlich Empfindlichkeit und Schärfe (MTF) auf
demselben Stand wie die letztere ist. Es beschreibt außerdem, daß das
vorstehende Ergebnis durch die Tatsachen verursacht wird, daß XUD
eine höhere Schärfe zeigt als XD, und daß Trimax 12 eine größere
Menge an Röntgenstrahlen absorbiert als Trimax 4.
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Wie vorstehend beschrieben ist, wurden verschiedene Verfahren
vorgeschlagen, röntgenphotographische Systeme, die hervorragende
Eigenschaften hinsichtlich Ausgewogenheit zwischen der Empfindlichkeit und
der Bildqualität zeigen, zu schaffen. Früher vorgeschlagene Verfahren
zur Herstellung eines radiographischen Abbilds erfüllen jedoch noch
nicht die erforderliche Empfindlichkeit und Bildqualität, beispielsweise
für röntgenphotographische Systeme, die zur Diagnose bei Magen oder
Brust zu verwenden sind. Tatsächlich kann, obwohl es bei der
Brustdiagnose sehr wichtig ist, Adern in der Lunge in den winzigsten Details zu
beobachten, durch die bekannten röntgenphotographischen Systeme keine
zufriedenstellende Beobachtung gemacht werden. Da die bekannten
Systeme oft radiographische Bilder mit schlechtem Kontrast des
Adernabbilds ergeben, sind die Bildqualitäten bezüglich Körnigkeit oder
Verwischen verschlechtert. Außerdem können bei der Magendiagnose
diagnostisch zufriedenstellende radiographische Bilder, die die
Magenwandung gut abbilden, nicht erhalten werden.
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Unnötig zu sagen, daß, wenn andere Bedingungen außer Acht gelassen
werden, ein radiographisches Bild hoher Qualität erhalten werden kann
durch eine Kombination eines photographischen
Silberhalogenid-Materials geringer Empfindlichkeit und radiographischer Verstärkerschirme
geringer Empfindlichkeit. Wenn jedoch eine derartige Kombination
geringer Empfindlichkeit verwendet wird, sollte die Exposition (Dosis)
von Röntgenstrahlen, die auf den menschlichen Körper angewendet
werden, natürlich erhöht werden. Daher ist eine derartige Kombination
nicht praktisch anwendbar, und insbesondere im Falle von
Reihenuntersuchungen, bei denen es erforderlich ist, die anzuwendende Dosis von
Röntgenstrahlung so weit wie möglich zu verringern.
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EP-A-0 103 874 offenbart eine Deckschicht für einen
Röntgenverstärkerschirm, wobei die Dicke eines solchen Schirms in dem Dokument
nicht offenbart ist. Die Deckschicht ist flexibel, klebend und nicht
färbend.
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EP-A-0 393 662 offenbart einen radiographischen Verstärkerschirm und
ein Verfahren zu dessen Herstellung. Das Dokument lehrt das Verfahren
des Zusammenpressens einer aufgetragenen Schicht, die einen
Leuchtstoff und ein Bindemittel enthält. Nach dem Dokument hat dieses
Verfahren den Vorteil, das Zerstreuen des Leuchtstoffs zu vermeiden. Oben
auf der Leuchtstoffschicht wird ein transparenter Polyethylenterephthalat-
Film aufgebracht, um einen transparenten Schutzfilm zu schaffen.
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EP-A-0 193 197 offenbart einen Verstärkerschirm mit einer
Schutzschicht von zwischen 0,13 mm und 0,38 mm.
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Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zur
Herstellung eines radiographischen Verstärkerschirms bereitzustellen, der
eine hohe Haltbarkeit zeigt und zur Erhaltung eines radiographischen
Bilds hoher Qualität verwendbar ist.
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Die Erfindung stellt einen radiographischen Verstärkerschirm bereit, der
vorteilhaft verwendbar ist in einem neuen röntgenphotographischen
System, das hervorragende Eigenschaften hinsichtlich Ausgewogenheit
zwischen der Empfindlichkeit und der Qualität des erhaltenen
radiographischen Abbilds zeigt.
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Die vorliegende Erfindung stellt einen radiographischen
Verstärkerschirm bereit, der einen Träger, eine Leuchtstoffschicht und eine
Schutz
schicht in der Reihenfolge aufweist, wobei die Schutzschicht auf der
Leuchtstoffschicht durch Auftragen eines Fluorharzes auf der
Leuchtstoffschicht ausgebildet ist, um eine aufgetragene Schicht mit einer
Dicke von weniger als 5 um zu ergeben.
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Die Schutzschicht des radiographischen Verstärkerschirms der Erfindung
wird bevorzugt auf der Leuchtstoffschicht ausgebildet durch Auftragen
einer Lösung des Fluorharzes in einem organischen Lösungsmittel und
Verdampfen des Lösungsmittels, um eine aufgetragene Schicht mit einer
Dicke von weniger als 5 um zu ergeben.
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Der radiographische Verstärkerschirm der Erfindung wird bevorzugt
hergestellt, daß er Röntgenstrahlen von 80 kVP in einer Menge von nicht
weniger als 25% absorbiert und Kontrast-Übertragungsfunktion (contrast
transfer function, CTF)-Werte von mindestens 0,79 und mindestens 0,36
bei räumlichen Frequenzen oder Häufigkeiten von 1 lp/mm bzw. 3
lp/mm zeigt. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur
Herstellung eines radiographischen Verstärkerschirms gemäß Anspruch 1.
Bevorzugte Ausführungsformen sind in den Ansprüchen 2 und 3
angegeben.
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Ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist offenbart in
EP-A-0 577 027, das ein Dokument nach Artikel 54(3) EPÜ ist.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Fig. 1 zeigt eine Beziehung zwischen der räumlichen Häufigkeit (1
p/mm) und der Kontrastübertragungsfunktion (contrast transfer function,
CTF) für den radiographischen Verstärkerschirm der Erfindung.
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Fig. 2 zeigt die charakteristische Kurve des Grünfilters, der in
Verbindung mit einer Wolfram-Lichtquelle zur Messung der Empfindlichkeit
eines photographischen Silberhalogenid-Materials verwendet wird.
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Fig. 3 zeigt die Beziehung zwischen der Empfindlichkeit und der
Bildqualität des radiographischen Bilds des Brustkorbs für Kombinationen
eines photographischen Silberhalogenid-Materials und eines
radiographischen Verstärkerschirms der Erfindung und für eine Kombination von
radiographischen Verstärkerschirmen und eines photographischen
Silberhalogenid-Materials, wie sie üblicherweise für Röntgenphotographie
verwendet wird.
Genaue Beschreibung der Erfindung
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Der radiographische Verstärkerschirm der vorliegenden Erfindung zeigt
einen hohen CTF (contrast transfer function,
Kontrastübertragungsfunktion)-Wert und ergibt eine verbesserte Beständigkeit gegen
Verfärbung. Aus diesem Grund ist der radiographische Verstärkerschirm der
Erfindung insbesondere bei wiederholter Verwendung vorteilhaft.
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Außerdem ergibt der radiographische Verstärkerschirm der Erfindung
eine hohe Empfindlichkeit und ein Röntgenbild hoher Schärfe, wenn er
in Verbindung mit einem photographischen Silberhalogenid-Material mit
einer speziellen Empfindlichkeit verwendet wird. In dieser Kombination
kann ein Röntgenbild mit hoher Erkennbarkeit erhalten werden, ohne die
Röntgenstrahlungs-Dosis, der der menschliche Körper ausgesetzt wird,
zu erhöhen. Folglich ist der radiographische Verstärkerschirm der
Erfindung sehr vorteilhaft zur Verbesserung der Genauigkeit der
medizinischen Diagnose.
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Das folgende ist eine genaue Beschreibung des radiographischen
Verstärkerschirms der Erfindung.
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Der radiographische Verstärkerschirm besteht im wesentlichen aus einem
Träger und einer darauf vorgesehenen Leuchtstoffschicht. Die
Leuchtstoffschicht enthält ein Bindemittel und darin verteilte
Leuchtstoffteilchen. Außerdem ist ein transparenter Film auf der freien Oberfläche
(Oberfläche, die sich nicht in Berührung mit dem Träger befindet) der
Leuchtstoffschicht vorgesehen, um die Leuchtstoffschicht vor chemischer
Verschlechterung und physischen Stößen zu bewahren.
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Ein bevorzugter Leuchtstoff für den radiographischen Verstärkerschirm
der Erfindung ist ein Leuchtstoff, der dargestellt wird durch die
folgende Formel:
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M(w-n)M'nOwX
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in der M mindestens ein Metall ist, das ausgewählt ist aus der Gruppe,
die besteht aus Y, La, Gd und Lu; M' mindestens ein Seltenerdelement
ist, bevorzugt ein Seltenerdelement, das ausgewählt ist aus der Gruppe,
die besteht aus Dy, Er, Eu, Ho, Nd, Pr, Sm, Ce, Tb, Tm und Yb; X
ein mittleres Chalcogen (d. h. S. Se oder Te) oder ein Halogen ist; "n"
eine Zahl ist, die die Bedingung 0,0002 ≤ n ≤ 0,2 erfüllt; und "w" 1
ist, wenn "X" ein Halogen ist, oder 2 ist, wenn "X" ein Chalcogen ist.
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Konkrete Beispiele für Leuchtstoffe, die bevorzugt für den
radiographischen Verstärkerschirm der Erfindung verwendet werden, sind
nachstehend angegeben:
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Terbium-aktivierte Seltenerd-oxysulfid-Leuchtstoffe wie Y&sub2;O&sub2;S:Tb,
Gd&sub2;O&sub2;S:Tb, La&sub2;O&sub2;S:Tb, (Y,Gd)&sub2;O&sub2;S:Tb und (Y,Gd)&sub2;O&sub2;S:Tb, Tm;
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Terbium-aktivierte Seltenerd-oxyhalogenid-Leuchtstoffe wie LaOBr:Tb,
LaOBr:Tb, Tm, LaOCI:Tb, LaOCl:Tb, Tm, GdOBr:Tb und
GdOCl:Tb; und
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Thulium-aktivierte Seltenerd-oxyhalogenid-Leuchtstoffe wie LaOBr:Tm
und LaOCl:Tm.
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Ein besonders bevorzugter Leuchtstoff für den radiographischen
Verstärkerschirm der Erfindung ist der Terbium-aktivierte
Gadoliniumoxysulfid-Leuchtstoff. Es gibt genaue Beschreibungen von
Terbium-aktivier
ten Gadoliniumoxysulfid-Leuchtstoffen in dem US-Patent Nr. 3 725 704.
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Die Leuchtstoffschicht weist ein Bindemittel und darin verteilte
Leuchtstoffteilchen auf. Die Leuchtstoffschicht wird im allgemeinen unter
Atmosphärendruck unter Verwendung des folgenden
Beschichtungsverfahrens auf einen Träger aufgebracht.
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Die Leuchtstoffteilchen und das Bindemittel werden in einem geeigneten
Lösungsmittel gemischt, um eine Beschichtungsdispersion herzustellen.
Die Beschichtungsdispersion wird unter Atmosphärendruck unter
Verwendung eines Streichmessers, einer Walzenauftragvorrichtung, einer
Rakelauftragvorrichtung direkt auf eine Oberfläche eines Trägers für
einen radiographischen Verstärkerschirm aufgetragen. Das in der
Beschichtungsdispersion enthaltene Lösungsmittel wird entfernt, um eine
Leuchtstoffschicht auszubilden. Alternativ wird die Leuchtstoffschicht
auf dem Träger angebracht durch die Schritte des Aufbringens der
Beschichtungsdispersion auf einen falschen Träger unter
Atmosphärendruck, um ein Leuchtstoff-Flachmaterial auszubilden, Abziehen des
Flachmaterials von dem falschen Träger und dann Veranlassen des
Flachmaterials, an einem echten Träger anzuhaften.
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Bevorzugt ist ein radiographischer Verstärkerschirm, bei dem die
Leuchtstoffdichte erhöht wird (das heißt, das Hohlraumvolumen der
Leuchtstoffschicht verringert wird) durch Zusammenpressen der
Leuchtstoffschicht, die das nachstehend beschriebene thermoplastische
Elastomer als ein Bindemittel enthält.
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Die Empfindlichkeit des radiographischen Verstärkerschirms wird im
wesentlichen bestimmt durch die Gesamtemissionsmenge, die sich durch
den darin enthaltenen Leuchtstoff ergibt, und die Gesamtemissionsmenge
variiert in Abhängigkeit nicht nur von der Emissionsluminanz des
Leuchtstoffs an sich, sondern auch von dem Gehalt (d. h. der Menge)
des Leuchtstoffs in der Leuchtstoffschicht. Ein großer Leuchtstoffgehalt
führt auch zu einer Erhöhung der Absorption einer Strahlung wie
Rönt
genstrahlen, so daß der Schirm eine hohe Empfindlichkeit zeigt und ein
Bild von verbesserter Qualität, insbesondere in der Körnigkeit, liefert.
Andererseits liefert, unter der Annahme, daß der Gehalt der
Leuchtstoffschicht in gleicher Höhe gehalten wird, ein Verstärkerschirm, der
eine solche Leuchtstoffschicht verwendet, ein Bild hoher Schärfe, wenn
die Leuchtstoffschicht mit dem Leuchtstoff dicht gepackt wird, weil eine
solche Leuchtstoffschicht dünner gemacht werden kann, um die
Ausbreitung der anregenden Strahlen, die durch Streuung innerhalb der
Leuchtstoffschicht verursacht wird, zu verringern.
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Der vorstehend angeführte radiographische Verstärkerschirm wird
bevorzugt nach einem Verfahren hergestellt, das die folgenden Schritte
aufweist:
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a) Herstellen eines Leuchtstoff-Flachmaterials, das einen Leuchtstoff
und ein Bindemittel aufweist,
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b) Anbringen des Leuchtstoff-Flachmaterials auf einem Träger, dann
gleichzeitig Zusammenpressen und Befestigen des
Leuchtstoff-Flachmaterials auf dem Träger bei einer Temperatur, die nicht geringer
ist als der Erweichungspunkt oder der Schmelzpunkt des
Bindemittels.
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Zuerst wird Schritt a) nachstehend beschrieben.
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Ein Leuchtstoff-Flachmaterial für eine Leuchtstoffschicht des
radiographischen Verstärkerschirms kann hergestellt werden nach dem
Verfahren, das ein Aufbringen der Beschichtungsdispersion (d. h. der
Bindemittellösung, in der die Leuchtstoffteilchen gleichförmig verteilt sind)
auf einen falschen Träger, das Trocknen des aufgetragenen Films und
das Abziehen des Films, um das Leuchtstoff-Flachmaterial (Film) zu
erhalten, aufweist.
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Zu Beginn werden die Leuchtstoffteilchen und das Bindemittel in einem
geeigneten Lösungsmittel gemischt und gerührt, um eine
Beschichtungs
dispersion herzustellen, die die Leuchtstoffteilchen homogen in einer
Bindemittellösung verteilt aufweist.
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Als das Bindemittel wird ein thermoplastisches Elastomer, dessen
Erweichungspunkt oder Schmelzpunkt im Bereich von 30-150ºC liegt,
alleine oder in Verbindung mit anderen Bindemittel-Polymeren
verwendet. Die Zerstörung der Leuchtstoffteilchen bei der
Kompressionsbehandlung kann durch die Verwendung des thermoplastischen Elastomers
vermieden werden, weil es bei Raumtemperatur Elastizität besitzt und
Fluidität oder Fließfähigkeit besitzt, wenn es erwärmt wird. Beispiele für
die thermoplastischen Elastomere sind Polystyrol, Polyolefin,
Polyurethan, Polyester, Polyamid, Polybutadien, Ethylen-vinylacetat,
Polyvinylchlorid, Naturkautschuk, Fluorkohlenstoff-Kautschuk, Polyisopren,
chloriertes Polyethylen, Styrol-Butadien-Kautschuk und Silicon-
Kautschuk.
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Wenn der Anteil der Menge des thermoplastischen Elastomers am
Gesamtbindemittel in dem Bereich von 10-100 Gew.-% gehalten wird,
kann die Wirkung der Erfindung erzielt werden. Bevorzugt enthält das
Bindemittel jedoch so viel thermoplastisches Elastomer wie möglich, und
daher ist es am meisten bevorzugt, daß das Bindemittel zu 100 Gew.-%
thermoplastisches Elastomer enthält.
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Beispiele für Lösungsmittel, die bei der Herstellung der Dispersion
verwendbar sind, sind niedrigere aliphatische Alkohole wie Methanol,
Ethanol, n-Propanol und n-Butanol; chlorierte Kohlenwasserstoffe wie
Methylenchlorid und Ethylenchlorid; Ketone wie Aceton,
Methylethylketon und Methylisobutylketon; Ester niedrigerer aliphatischer Alkohole
mit niedrigeren aliphatischen Säuren wie Methylacetat, Ethylacetat und
Butylacetat; Ether wie Dioxan, Ethylenglycol-monoethylether und
Ethylenglycol-monomethylether; und Gemische der vorstehend angeführten
Lösungsmittel.
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Das Verhältnis zwischen dem Bindemittel und dem Leuchtstoff in der
Beschichtungslösung kann gemäß den Eigenschaften des angestrebten
radiographischen Verstärkerschirms und der Art des verwendeten
Leuchtstoffs bestimmt werden. Im allgemeinen ist ihr Verhältnis im
Bereich von 1 : 1 bis 1 : 100 (Bindemittel: Leuchtstoff, als Gewicht),
bevorzugt im Gewichtsbereich von 1 : 8 bis 1 : 40.
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Die Beschichtungslösung kann verschiedene Zusatzstoffe enthalten, wie
ein Dispergierhilfsmittel zur Verbesserung der Dispergierbarkeit der
Leuchtstoffteilchen darin, und einen Weichmacher zur Erhöhung der
Bindung zwischen dem Bindemittel und den Leuchtstoffteilchen in der
sich ergebenden Leuchtstoffschicht. Beispiele für das
Dispergierhilfsmittel sind Phthalsäure, Stearinsäure, Capronsäure und ein hydrophobes
oberflächenaktives Mittel. Beispiele für den Weichmacher sind
Phosphate wie Triphenylphosphat, Trikresylphosphat und Diphenylphosphat;
Phthalate wie Diethylphthalat und Dimethoxyethylphthalat; Glycolate wie
Ethylphthalyl-ethylglycolat und Butylphthalyl-butylglycolat; und
Polyester von Polyethylenglycolen mit aliphatischen Dicarbonsäuren wie
Polyester von Triethylenglycol mit Adipinsäure und Polyester von
Diethylenglycol mit Succinsäure.
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Die den Leuchtstoff und das Bindemittel enthaltende
Beschichtungsdispersion, die wie vorstehend hergestellt wurde, wird gleichmäßig auf eine
Oberfläche eines Trägers aufgebracht, um eine Schicht der
Beschichtungsdispersion auszubilden. Der Beschichtungsvorgang kann nach einem
konventionellen Verfahren ausgeführt werden wie einem Verfahren, das
ein Streichmesser, eine Walzenauftragvorrichtung oder eine
Rakelauftragvorrichtung verwendet.
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Ein bei der Erfindung verwendbares Material für den falschen Träger
kann ausgewählt werden unter denjenigen, die bei konventionellen
radiographischen Verstärkerschirmen verwendet werden, wie Glasplatten und
Metallplatten. Beispiele für das Trägermaterial sind Kunststoffilme wie
Filme aus Zelluloseacetat, Polyester, Polyethylen-terephthalat, Polyamid,
Polyimid, Triacetat und Polycarbonat; Metallflachmaterialien wie
Aluminiumfolie und Folie aus Aluminiumlegierung; gewöhnliche
Papiere; Barytpapier; harzbeschichtete Papiere; Titandioxid oder
dergleichen enthaltende Pigmentpapiere; mit Polyvinylalkohol oder
dergleichen versiegelte Papiere; und Keramikflachmaterialien wie
Flachmaterialien aus Aluminiumoxid, Zirkonoxid, Magnesiumoxid und
Titanoxid.
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Das Verfahren zur Herstellung des Leuchtstoff-Flachmaterials enthält die
Schritte des Auftragens der Beschichtungsdispersion auf einen falschen
Träger, das Trocknen des aufgetragenen Films und das Abziehen des
Films, um das Leuchtstoff-Flachmaterial für die Leuchtstoffschicht des
radiographischen Verstärkerschirms zu erhalten. Daher wird die
Oberfläche des falschen Trägers bevorzugt vorher mit einem Trennmittel
beschichtet, so daß der Film leicht abgezogen werden kann.
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Als zweites wird nachstehend der Schritt b) beschrieben.
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Ein Träger für einen radiographischen Verstärkerschirm wird hergestellt.
Der Träger kann unter den gleichen Materialien wie das Material für
den falschen Träger, der bei der Herstellung des
Leuchtstoff-Flachmaterials verwendet wurde, frei ausgewählt werden.
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Bei der Herstellung eines bekannten radiographischen Verstärkerschirms
werden gelegentlich zwischen dem Träger und der Leuchtstoffschicht
eine oder mehrere zusätzliche Schichten vorgesehen, um die Haftung
zwischen dem Träger und der Leuchtstoffschicht zu erhöhen oder um die
Empfindlichkeit des Schirms oder die Qualität eines dadurch gelieferten
Bilds (Schärfe und Körnigkeit) zu verbessern. Beispielsweise kann eine
Unterschicht oder eine Klebstoffschicht vorgesehen werden durch
Auftragen eines Polymermaterials wie Gelatine auf die Oberfläche des
Trägers an der Seite der Leuchtstoffschicht. Ansonsten kann eine
lichtreflektierende Schicht oder eine lichtabsorbierende Schicht vorgesehen
werden durch Ausbilden einer Schicht aus Polymermaterial, die ein
lichtreflektierendes Material wie Titandioxid oder ein lichtabsorbierendes
Material wie Ruß enthält. Bei der Erfindung kann eine oder mehrere
dieser zusätzlichen Schichten auf dem Träger vorgesehen werden, und
ihre Beschaffenheit kann in Abhängigkeit vom Zweck des
radiographischen Verstärkerschirms nach Wunsch gewählt werden.
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Das in Schritt a) hergestellte Leuchtstoff-Flachmaterial wird auf einem
Träger angebracht und dann bei einer Temperatur, die nicht niedriger ist
als der Erweichungspunkt oder der Schmelzpunkt des Bindemittels,
gepreßt und gleichzeitig an dem Träger befestigt.
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Bei diesem Verfahren wird das Leuchtstoff-Flachmaterial nicht vorher
auf einem Träger befestigt, sondern gleichzeitig gepreßt und auf dem
Träger befestigt. Daher erstreckt sich der Druck über das gesamte
Flachmaterial und die Zerstörung der Leuchtstoffteilchen kann
vermieden werden. Unter der Annahme, daß der auf das Flachmaterial
ausgeübte Druck bei der gleichen Stärke gehalten wird, hat das gleichzeitig
gepreßte und an dem Träger befestigte Flachmaterial zudem ein höheres
Packungsverhältnis als der Leuchtstoff des Flachmaterials, das vorher an
dem Träger befestigt und der Verdichtungsbehandlung unterzogen
wurde.
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Beispiele für die Verdichtungsvorrichtung für die
Verdichtungsbehandlung sind bekannte Vorrichtungen wie eine Kalanderwalze und eine
Heißpresse. Beispielsweise beinhaltet eine Druck- oder
Verdichtungsbehandlung unter Verwendung einer Kalanderwalze das Bewegen des in
Schritt a) hergestellten Leuchtstoff-Flachmaterials auf einem Träger, daß
es zwischen zwei Walzen hindurchgeht, die auf eine Temperatur erhitzt
werden, die nicht niedriger ist als der Erweichungspunkt oder der
Schmelzpunkt des thermoplastischen Elastomers des Bindemittels. Die
bei der Erfindung verwendbare Verdichtungsvorrichtung ist nicht darauf
beschränkt. Es kann irgendeine andere Vorrichtung verwendet werden,
solange sie ein Flachmaterial wie das oben angeführte unter Erwärmen
verdichten kann.
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Der Druck für die Verdichtung ist bevorzugt nicht weniger als 50
kg/cm².
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Ein radiographischer Verstärkerschirm hat im allgemeinen einen
transparenten Film an der freien Oberfläche der Leuchtstoffschicht, um die
Leuchtstoffschicht physikalisch und chemisch zu schützen. Bei dem
Verstärkerschirm der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt, für
denselben Zweck einen transparenten Film vorzusehen.
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Der schützende Film des radiographischen Verstärkerschirms der
Erfindung ist eine Schicht aus transparentem synthetischem Harz mit der
Dicke von nicht mehr als 5 um. Eine solche dünne Schutzschicht trägt
dazu bei, die Schärfe des erhaltenen radiographischen Abbilds zu
verbessern, weil sie den Abstand zwischen dem photographischen
Silberhalogenid-Material und dem Leuchtstoff auf dem radiographischen
Verstärkerschirm verkürzt.
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Der Schutzfilm für den radiographischen Verstärkerschirm ist bevorzugt
ein Film, der aus einer ein Fluorharz, das in einem organischen
Lösungsmittel löslich ist, enthaltenden Lösung hergestellt ist. Das
Fluorharz ist ein Polymer eines Olefins mit Fluor (d. h. eines Fluorolefins)
oder ein Copolymer, das ein Olefin-Monomer mit Fluor als einen
Copolymer-Bestandteil verwendet. Der aus der Fluorharz-Lösung gebildete
Film kann vernetzt werden. Der Schutzfilm aus Fluorharz ist vorteilhaft,
weil Verfärbungen (die beispielsweise verursacht werden durch sich aus
radiographischen Filmen oder anderen Materialien in Kontakt mit dem
Schutzfilm ausscheidendem Weichmacher und dergleichen) kaum in den
Film eindringen, und die Verfärbung durch Wischen leicht entfernt
werden kann.
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In dem Fall, daß in organischen Lösungsmitteln lösliches Fluorharz als
das Material zur Herstellung eines Schutzfilms verwendet wird, kann der
Film leicht hergestellt werden durch die Schritte des Aufbringens einer
Lösung des in einem passenden organischen Lösungsmittel gelösten
Harzes und des Trocknens der aufgebrachten Lösung in gleicher Weise,
wie vorstehend beschrieben. Tatsächlich kann der Schutzfilm hergestellt
werden durch die Schritte des gleichmäßigen Beschichtens der
Oberfläche der Leuchtstoffschicht mit einer Lösung zur Herstellung eines
Schutzfilms, die ein in organischen Lösungsmitteln lösliches Fluorharz
enthält, mittels eines Streichmessers, und des Trocknens der
aufgetragenen Lösung. Der Schutzfilm und die Leuchtstoffschicht können zur
gleichen Zeit ausgebildet werden mittels eines Verfahrens des
gleichzeitigen Übereinanderschichtens.
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Das Fluorharz ist ein Polymer eines Fluor enthaltenden Olefins
(Fluorolefin) oder ein Copolymer eines Fluor enthaltenden Olefins als ein
Copolymer-Bestandteil. Beispiele für die Fluorharze sind
Polytetrafluorethylen, Polychlortrifluorethylen, Polyvinylfluorid, Polyvinylidenfluorid,
Tetrafluorethylen-Hexafluorpropylen-Copolymer und
Fluorolefin-Vinylether-Copolymer. Das Fluorharz ist im allgemeinen in organischen
Lösungsmitteln unlöslich, aber das Harz, das ein Fluorolefin als einen
Copolymer-Bestandteil enthält, ist in organischen Lösungsmitteln löslich,
vorausgesetzt, daß andere Copolymer-Bestandteile (außer Fluorolefin)
passend ausgewählt sind. Daher kann der Schutzfilm leicht ausgebildet
werden durch die Schritte des Lösens eines derartigen Harzes in einem
geeigneten Lösungsmittel, des Auftragens der erhaltenen Lösung auf die
Leuchtstoffschicht und des Trocknens der aufgetragenen Lösung. Ein
Beispiel eines derartigen Copolymers ist
Fluorolefin-Vinylether-Copolymer. Polytetrafluorethylen und seine modifizierten Verbindungen sind
ebenfalls zur Herstellung des Schutzfilms durch Auftragen verwendbar,
sowie das vorstehend erwähnte, Fluorolefin als einen
Copolymer-Bestandteil enthaltende Copolymer, weil sie in einem passenden
organischen Lösungsmittel vom Fluor-Typ wie einem Lösungsmittel vom
Perfluor-Typ löslich sind.
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Der Schutzfilm kann ein anderes Harz als das Fluorharz enthalten, und
er kann auch Zusätze enthalten wie ein Vernetzungsmittel, einen Härter
und ein Anti-Vergilbungsmittel. Um jedoch den vorgenannten Zweck zu
erreichen, ist es bevorzugt, daß die Menge des in dem Schutzfilm
enthaltenen Fluorharzes nicht weniger als 30 Gew.-%, besonders bevorzugt
nicht weniger als 50 Gew.-%, und ganz besonders bevorzugt nicht
weniger als 70 Gew.-% beträgt. Beispiele für das in Verbindung mit
dem Fluorharz verwendbare Harz sind Polyurethan-Harz, Polyacryl-
Harz, Zellulose-Derivate, Polymethyl-methacrylat, Polyesterharz und
Epoxyharz.
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Der Schutzfilm des radiographischen Verstärkerschirms der Erfindung
kann ein Oligomer mit Polysiloxan-Struktur oder ein Oligomer mit
Perfluoralkyl-Gruppe oder beide enthalten. Das Oligomer mit
Polysiloxan-Struktur hat beispielsweise Dimethylpolysiloxan-Struktur, und es
hat bevorzugt mindestens eine funktionelle Gruppe (z. B.
Hydroxylgruppe: -OH). Außerdem liegt das Molekulargewicht (durchschnittliches
Gewicht) bevorzugt in dem Bereich von 500 bis 100000, besonders
bevorzugt 1000 bis 100000, und ganz besonders bevorzugt 3000 bis
100000. Das Oligomer mit Perfluoralkyl-Gruppe (z. B. Tetrafluorethylen-
Gruppe) hat bevorzugt mindestens eine funktionelle Gruppe (z. B.
Hydroxylgruppe: -OH), und das Molekulargewicht (durchschnittliches
Gewicht) des Oligomers liegt bevorzugt in dem Bereich von 500 bis
100000, besonders bevorzugt 1000 bis 100000, und ganz besonders
bevorzugt 10000 bis 100000. Das Oligomer mit einer funktionellen
Gruppe ist aus dem folgenden Grund sehr vorteilhaft: ein derartiges
Oligomer wird nämlich während der Herstellung des Schutzfilms durch
eine Vernetzungsreaktion zwischen dem Oligomer und dem Harz zur
Herstellung des Schutzfilms an die Struktur des Harzes gebunden, und
so wird das Oligomer durch wiederholte Verwendung des Schirms oder
durch Säubern der Filmoberfläche kaum entfernt, und folglich kann das
Oligomer eine lange Zeit wirksam arbeiten.
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Die Menge des in dem Film enthaltenen Oligomers liegt bevorzugt in
dem Bereich von 0,01 bis 10 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,1 bis 2
Gew.-%.
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Der Schutzfilm kann auch ein Pulver aus Perfluorolefin-Harz oder ein
Pulver aus Siliconharz enthalten. Die mittlere Größe des Pulvers aus
Perfluorolefin-Harz oder aus Siliconharz liegt bevorzugt in dem Bereich
von 0,1 bis 10 um, besonders bevorzugt 0,3 bis 5 um. Die Menge des
Pulvers aus Perfluorolefin-Harz oder des Pulvers aus Siliconharz, die in
dem Schutzfilm enthalten ist, liegt bevorzugt in dem Bereich von 0,5 bis
30 Gew.-%, besonders bevorzugt 2 bis 20 Gew.-%, und ganz besonders
bevorzugt 5 bis 15 Gew.-%, auf der Basis des Gesamtgewichts des
Schutzfilms.
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Der radiographische Verstärkerschirm der Erfindung enthält bevorzugt
ein elektrisch leitfähiges Material (das als ein Antistatikum dient) in
mindestens einer Schicht, nämlich im Träger, der Leuchtstoffschicht, der
Schutzschicht oder in einer oder in mehreren der gegebenenfalls
vorgesehenen Hilfsschicht(en).
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Beispiele für das elektrisch leitfähige Material, das in der Lage ist, als
ein Antistatikum zu dienen, sind Oxide von Zn, Ti, Sn, In, Si, Mo und
W, komplexe Metalloxide, die zwei oder mehrere dieser Metalloxide
enthalten, und diese Metalloxide dotiert mit anderen Atomen wie Al, In,
Nb, Ta, Sn und/oder Halogen. Das elektrisch leitfähige Material ist fest
und nimmt verschiedene Formen an, wie eine körnige Form (z. B.
Kugel) und Whiskerform (faserig). Besonders bevorzugt ist eine
einkristalline Faser (d. h. Whisker oder Faserkristall) aus K&sub2;O · nTiO&sub2; (n ist
eine ganze Zahl von 1 bis 8), deren Oberfläche mit mindestens einem
Mitglied der Gruppe C, ZnO, SnO&sub2;, InO&sub2; und Mischkristall von SnO&sub2;
und InO&sub2; behandelt ist. Diese einkristalline Faser ist günstig wegen ihrer
stark antistatischen Eigenschaften. Außerdem ist ein elektrisch leitfähiger
Zinkoxid-Faserkristall in Tetrapod-Form oder dergleichen besonders
günstig, weil er nicht nur stark antistatische Eigenschaften, sondern auch
wenig Verschlechterung seines aufgetragenen Films zeigt.
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Das elektrisch leitfähige Material kann in irgendeine der Schichten des
radiographischen Verstärkerschirms der Erfindung inkorporiert werden.
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Beispielsweise kann das elektrisch leitfähige Material in die
Leuchtstoffschicht und in die Schutzschicht inkorporiert werden. In diesen Fällen
wird das elektrisch leitfähige Material in einer Menge von 4/1 bis 1/3
auf der Basis des diese Schichten bildenden Bindemittels inkorporiert.
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Das elektrisch leitfähige Material kann in andere Schichten, die
gewünschtenfalls in dem radiographischen Verstärkerschirm vorgesehen
sein können, inkorporiert werden. Beispielsweise kann das elektrisch
leitfähige Material beispielsweise an der Rückseite des Trägers,
zwischen dem Träger und der Leuchtstoffschicht und/oder zwischen der
Leuchtstoffschicht und der Schutzschicht angeordnet werden. In diesen
Fällen kann das elektrisch leitfähige Material in Form einer Hilfsschicht,
die das elektrisch leitfähige Material und ein Bindemittel im Verhältnis
4/l bis 1/3 enthält, inkorporiert werden. Eine solche Hilfsschicht kann
mittels eines Beschichtungsverfahrens vorgesehen werden.
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Bei dem radiographischen Verstärkerschirm der Erfindung ist es
bevorzugt, daß das elektrisch leitfähige Material mit einem Bindemittel
gemischt wird und das erhaltene Gemisch als eine antistatische
Unterschicht oder Unterlagenschicht auf den Träger aufgetragen wird, um
zwischen dem Träger und der Leuchtstoffschicht eine unabhängige
Zwischenschicht zu ergeben. In diesem Fall wird das elektrisch
leitfähige Material bevorzugt in einer Menge in den Verstärkerschirm
eingeführt, die in der Lage ist, einen spezifischen Oberflächenwiderstand
der Unterlagenschicht von 1012 Ohm oder weniger zu ergeben.
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Wenn gewünscht, kann ein organisches Antistatikum wie ein
oberflächenaktives Mittel alleine oder in Kombination mit dem vorstehend
beschriebenen elektrisch leitfähigen Material vom Metalloxid-Typ in den
radiographischen Verstärkerschirm inkorporiert werden.
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Der radiographische Verstärkerschirm der Erfindung ist bevorzugt
hochempfindlich und zeigt Kontrastübertragungsfunktions(CTF)-Werte von
mindestens 0,79 und mindestens 0,36 bei den räumlichen Häufigkeiten
von 1 lp/mm bzw. 3 lp/mm.
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Bevorzugt zeigt der radiographische Verstärkerschirm der Erfindung bei
einer beliebigen räumlichen Häufigkeit höhere CTF-Werte als die
folgende Relationskurve zwischen an der horizontalen Achse (1 p/mm)
aufgetragenen räumlichen Häufigkeit und den an der vertikalen Achse
aufgetragenen CTF-Werten.
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1-p/mm CTF
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0,00 1,00
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0,25 0,950
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0,50 0,905
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0,75 0,840
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1,00 0,790
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1,25 0,720
-
1,50 0,655
-
1,75 0,595
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2,00 0,535
-
2,50 0,430
-
3,00 0,360
-
3,50 0,300
-
4,00 0,255
-
5,00 0,180
-
6,00 0,130
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Die Messung und Auswertung der Kontrastübertragungsfunktion von
einem radiographischen Verstärkerschirm auf ein photographisches
Material kann unter Verwendung der MRE-Einflächenmaterial-Probe
(erhältlich von Eastman Kodak), auf die ein rechtwinkliger Plan oder ein
rechtwinkliges Diagramm gedruckt ist, durchgeführt werden.
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Fig. 1 zeigt die vorstehende Relationskurve zwischen räumlicher
Häufigkeit (1 p/mm) und CTF-Werten.
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Der bevorzugte radiographische Verstärkerschirm mit den vorstehend
angeführten Eigenschaften kann leicht nach dem Verfahren hergestellt
werden, bei dem das vorstehend beschriebene thermoplastische
Elastomer als ein Bindemittel verwendet wird und die Leuchtstoffschicht
verdichtet wird.
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Die genaue Beschreibung bezüglich des photographischen
Silberhalogenid-Materials, das in Kombination mit dem radiographischen
Verstärkerschirm der Erfindung vorteilhaft verwendbar ist, ist nachstehend
angegeben.
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Das photographische Silberhalogenid-Material hat die Beschaffenheit: es
sind darin photographische Silberhalogenid-Schichten vorgesehen, von
denen eine an der Vorderseite eines Trägers und eine andere an der
Rückseite des Trägers vorgesehen ist; und mindestens eine der
photosensitiven Schichten hat eine Empfindlichkeit, daß eine Expositionsdosis
von 0,010 bis 0,035 Lux · Sekunde (bevorzugt 0,012-0,030 Lux ·
Sekunde) erforderlich ist, um ein Bild mit einer Dichte oder Schwärzung
von 0,5 mehr als die minimale Dichte darauf zu erhalten, wobei die
Dichte erhalten wird durch folgende Schritte: Exponieren des
photographischen Materials monochromatischem Licht, dessen Wellenlänge
die gleiche ist wie die Hauptemissionswellenlänge des radiographischen
Verstärkerschirms der Erfindung, und deren Halbwertsbreite 15 ± 5 nm
ist, 25 Sekunden langes Entwickeln bei 35ºC in der Entwicklerlösung
(die hierin im folgenden als "Standardentwickler" oder "Entwickler A"
bezeichnet wird), die folgendes enthält:
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Kaliumhydroxid 21 g
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Kaliumsulfit 63 g
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Borsäure 10 g
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Hydrochinon 25 g
-
Triethylenglycol 20 g
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5-Nitroindazol 0,2 g
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Eisessig 10 g
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1-Phenyl-3-pyrazolidon 1,2 g
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5-Methylbenztriazol 0,05 g
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Glutaraldehyd 5 g
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Kaliumbromid 4 g
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Wasser, um das Volumen auf 1 Liter einzustellen, wobei der pH-Wert
auf 10,2 eingestellt wird,
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Entfernen einer weiteren photosensitiven Schicht, die an der Rückseite
der exponierten Fläche vorgesehen ist, und dann Messen der Dichte oder
Schwärzung der verbleibenden photosensitiven Schicht.
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Bevorzugt wird das photographische Silberhalogenid-Material so
hergestellt, daß nicht mehr als 15%, besonders bevorzugt nicht mehr als
10%, ganz besonders bevorzugt 10 bis 2%, des von dem
Verstärkerschirm, der an der Vorderseite des photographischen Materials
angebracht ist, emittierten Lichts, d. h. Cross-over-Lichts, die an der
Rückseite des Materials vorgesehene photosensitive Schicht nicht erreichen
kann.
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Bei der Messung der Empfindlichkeit des photographischen
Silberhalogenid-Materials sollte die Wellenlänge des Expositionslichts genau oder
nahezu der Hauptemissionswellenlänge des in Kombination verwendeten
radiographischen Verstärkerschirms entsprechen. Wenn beispielsweise
Terbium-aktivierter Gadoliniumoxysulfid-Leuchtstoff als der Leuchtstoff
des Verstärkerschirms verwendet wird, sollte die Wellenlänge des zur
Messung der Empfindlichkeit des photographischen Materials
verwendeten Lichts um 545 nm betragen, weil die Hauptemissionswellenlänge
des Leuchtstoffs 545 nm beträgt.
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Das monochromatische Licht kann mittels eines Filtersystems, in dem
Interferenzfilter kombiniert sind, erhalten werden. Unter Verwendung
derartiger Filtersysteme kann leicht ein monochromatisches Licht
erhalten werden, das ausreichende Intensität hat, um verwendet zu weiden,
und dessen Halbwärtsbreite 15 ± 5 nm ist, obwohl die Intensität des
Lichts von der Kombination der Interferenzfilter abhängt. Da das
spek
trale Empfindlichkeitsspektrum von photographischem Material
unabhängig von spektraler Sensibilisierung kontinuierlich ist, ist die
Empfindlichkeit innerhalb der Halbwertsbreite von 15 ± 5 nm praktisch
konstant.
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Ein Beispiel der Expositions-Lichtquelle, im Falle, daß
Terbium-aktivierter Gadoliniumoxysulfid-Leuchtstoff als der Leuchtstoff des
Verstärkerschirms verwendet wird, ist ein System, das ein Wolframlicht
(Farbtemperatur: 2856 K) und einen Filter mit den in Fig. 2 gezeigten
Eigenschaften aufweist.
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Das folgende sind Standardbedingungen eines Entwicklungsverfahrens
unter Verwendung des vorstehend beschriebenen Standardentwicklers.
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Entwicklungszeit: 25 Sekunden
(21 Sekunden in der Lösung + 4 Sekunden in Luft)
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Fixierzeit: 20 Sekunden
(16 Sekunden in der Lösung und + 4 Sekunden in Luft;
die Fixierlösung hat die nachstehend beschriebene
Zusammensetzung)
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Waschen: 12 Sekunden
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Quetschen und Trocknen: 26 Sekunden
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Entwicklungsvorrichtung: eine im Handel erhältliche
automatische Rollenförderer-Entwicklungsmaschine (z. B. eine
automatische Entwicklungsmaschine FPM-5000, erhältlich
von Fuji Photo Film Co., Ltd.);
(Entwicklungsbehälter 22 Liter [Vol.], 35ºC [Temp.]);
(Fixierbehälter 15,5 Liter [Vol.], 25ºC [Temp.]);
ein weiteres Beispiel für die im Handel erhältliche
automatische Rollenförderer-Entwicklungsmaschine ist die von
Eastman Kodak erhältliche M-6AW.
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Die Zusammensetzung der Fixierlösung (hierin im folgenden
als Fixierlösung F bezeichnet) ist wie folgt:
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Ammoniumthiosulfat 200 ml
(70% Gew.-% /Vol.)
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Natriumsulfit 20 g
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Borsäure 8 g
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Natrium-ethylendiamintetraacetat (Dihydrate) 0,1 g
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Aluminiumsulfat 15 g
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Schwefelsäure 2 g
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Eisessig 22 g
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und Wasser zur Einstellung des Volumens auf 1 Liter, und
dann wird der pH-Wert, falls erforderlich, unter
Verwendung von Natriumhydroxid oder Eisessig auf 4,2
eingestellt.
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Die Messung der Menge des Cross-Over-Lichts (hierin im folgenden
einfach als "Cross-Over" bezeichnet) wird auf folgende Weise
durchgeführt: ein photographisches Material mit an beiden Seiten
vorgesehenen photosensitiven Schichten wird an dem radiographischen
Verstärkerschirm in Kontakt mit der vorderen Oberfläche des Schirms angebracht;
und dann wird ein Blatt schwarzes Papier auf dem photographischen
Material in Kontakt mit der vorderen Oberfläche (d. h. der anderen
Oberfläche als der den Schirm berührenden Oberfläche) des Materials
angebracht; in dieser Anordnung wird das Material Röntgenstrahlen in
verschiedenen Dosierungen ausgesetzt, die durch Verändern des
Abstands zwischen dem Verstärkerschirm und dem Brennpunkt des
Röntgenstrahl-Generators eingestellt werden; danach wird das exponierte
Material entwickelt und dann in zwei Blätter getrennt. Von einem Blatt
wird die photosensitive Schicht, die in Berührung mit dem
Verstärkerschirm war (rückseitige photosensitive Schicht), abgezogen, und von
dem anderen Blatt wird die photosensitive Schicht an der anderen Seite
(vorderseitige photosensitive Schicht) abgezogen. Dann wird für jede der
verbleibenden photosensitiven Schichten die optische Dichte gemessen
und gegen die entsprechende Dosis aufgetragen, um eine
charakteristische Kurve für jede Schicht zu zeichnen. Der mittlere Unterschied
der Empfindlichkeit (Δ log E) zwischen der vorderseitigen und der
rückseitigen Schicht wird aus dem geradlinigen Teil jeder
charakteristischen Kurve bestimmt; und die Menge an Cross-Over wird auf der
Basis des bestimmten mittleren Unterschieds der Empfindlichkeit (Δ log
E) berechnet gemäß der folgenden Formel:
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Cross-Over (%) = 100/ (antilog (Δ log E) + 1).
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Ein typisches photographisches Silberhalogenid-Material weist
beispielsweise eine Unterlagenschicht, eine Farbstoff-Schicht (die zur
Verringerung des Cross-Over vorgesehen ist, falls erforderlich), mindestens eine
photosensitive Silberhalogenid-Emulsionsschicht und eine Schutzschicht
auf, die in dieser Reihenfolge auf jeder Seite (d. h. sowohl auf der
Vorderseite als auch auf der Rückseite) eines blaufarbigen transparenten
Trägers übereinander angeordnet sind. Bevorzugt ist jede an einer Seite
vorgesehene Schicht im wesentlichen die gleiche, wie die entsprechende,
an der anderen Seite vorgesehene Schicht.
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Der Träger ist aus transparentem Material wie Polyethylen-terephthalat
hergestellt und mit einem blauen Farbstoff gefärbt. Es sind verschiedene
blaue Farbstoffe verwendbar, wie Anthrachinon-Farbstoff, der als
Farbstoff für Röntgenfilme bekannt ist. Die Dicke des Trägers ist im Bereich
von 160 bis 200 um.
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Eine Unterlagenschicht aus wasserlöslichem Polymer wie Gelatine kann
auf dem Träger in der gleichen Weise wie der konventionelle
radiographische Film vorgesehen werden.
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Wenn nötig, wird zur Verringerung von Cross-Over auf der
Unterlagenschicht eine Farbstoff-Schicht vorgesehen. Die Farbstoff-Schicht wird
üblicherweise in der Form einer kolloidalen, einen Farbstoff
enthaltenden Schicht hergestellt, und die Schicht kann bevorzugt in dem
Entwicklungsverfahren, das vorstehend beschrieben wurde, entfärbt werden. Es
ist auch bevorzugt, daß der Farbstoff in dem unteren Teil der Schicht
fixiert ist, um nicht in die photosensitive
Silberhalogenid-Emulsionsschicht oder die Schutzschicht, die darauf vorgesehen ist, einzutreten.
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Es sind verschiedene Verfahren zur Entfärbung oder Fixierung des
Farbstoffs in der vorstehend beschriebenen kolloidalen Schicht bekannt.
Beispiele für solche Verfahren sind: ein Verfahren, bei dem eine
Kombination von einem anionischen Farbstoff und einem kationischen Ätz-
oder Fixiermittel (europäische Patentschrift Nr. 211273B1) verwendet
wird; ein Verfahren, bei dem eine Kombination von einem anionischen
Farbstoff und einem Fixiermittel aus einer Polymer-Dispersion, die
- hergestellt wurde durch Zugabe von ungesättigtem Ethylen-Monomer mit
einer anionischen funktionellen Gruppe zu einem kationischen, zu
polymerisierenden Fixiermittel (japanische vorläufige Patentveröffentlichung
Nr. 2(1990)-207242), verwendet wird; und ein Verfahren, bei dem ein
fester feinkristalliner Farbstoff (feinkristalline Farbstoff-Teilchen)
verwendet wird (US-Patent Nr. 4 803 150). Unter den vorstehenden
Verfahren ist das Verfahren bevorzugt, bei dem ein fester feinkristalliner
Farbstoff (feinkristalline Farbstoff-Teilchen) verwendet wird.
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Die vorstehend erwähnte Farbstoff-Schicht verringert das Cross-Over
effektiv auf 15% oder weniger, insbesondere 10% oder weniger.
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Das folgende sind Beispiele für die anionischen Farbstoffe, die in dem
Fall verwendet werden, daß die Farbstoff-Schicht mit einer Kombination
aus einem anionischen Farbstoff und einem kationischen Fixiermittel
oder Ätzmittel hergestellt wird:
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Das folgende sind Beispiele für die festen feinkristallinen Farbstoffe, die
in dem Fall verwendet werden, daß die Farbstoff-Schicht aus dem festen
feinkristallinen Farbstoff hergestellt wird.
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Auf der Farbstoff-Schicht wird eine photosensitive Silberhalogenid-
Emulsionsschicht vorgesehen. Die photosensitive
Silberhalogenid-Emulsionsschicht des photographischen Materials der Erfindung kann in
bekannter Weise hergestellt werden. Da jedoch die für die Erfindung
verwendete Silberhalogenid-Emulsion unter den Emulsionen für bekannte
radiographische Materialien relativ gering empfindlich ist, ist es
bevorzugt, daß sie Silberhalogenid-Teilchen einer kleinen Größe aufweist. Die
bevorzugte Größe der Teilchen ist 0,3-0,8 um (besonders bevorzugt
0,5-0,7 um), was den mittleren Durchmesser des Kreises betrifft, der
der Projektionsfläche entspricht, wenn ein nicht-tafelförmiges Teilchen
(dessen Länge-Breite-Verhältnis nahezu 1 ist) für die Erfindung
verwendet wird. Wenn andererseits Silberhalogenid-Teilchen vom tafelförmigen
Typ (deren Länge-Breite-Verhältnis 5/-10/1 ist) für die Erfindung
verwendet werden, ist die Größe der Teilchen bevorzugt in dem Bereich
von 0,4-1,4 um (besonders bevorzugt 0,5-1,0 um).
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Die Empfindlichkeit der Silberhalogenid-Emulsion kann mittels anderer
Verfahren verringert werden, wie mittels des Verfahrens, bei dem
Farbstoffe zu der Emulsion zugegeben werden, und mittels des Verfahrens,
bei dem der Grad der Sensibilisierung (spektrale Sensibilisierung oder
chemische Sensibilisierung) verringert wird.
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Das photographische Silberhalogenid-Material sollte für das Licht, das
von dem radiographischen Verstärkerschirm, der in Kombination
verwendet wird, emittiert wird, empfindlich sein. Da eine gewöhnliche
Silberhalogenid-Emulsion empfindlich ist für Licht, dessen Wellenlänge
in dem Bereich von blau bis ultraviolett liegt, kann sie in Kombination
mit einem Verstärkerschirm, der Leuchten emittiert, dessen Wellenlänge
in dem Bereich von blau bis ultraviolett liegt (ein Beispiel für einen
solchen Schirm ist ein radiographischer Verstärkerschirm, der
Calciumwolframat-Leuchtstoff verwendet), verwendet werden. Das
Silberhalogenid in dem photographischen Material sollte jedoch für
grünes Licht spektral sensibilisiert werden, wenn ein Verstärkerschirm
verwendet wird, der Terbium-aktivierten
Gadoliniumoxysulfid-Leuchtstoff, der ein Leuchten mit einer Hauptwellenlänge von 545 nm
emittiert, verwendet.
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Bevorzugt weist die Silberhalogenid-Emulsion für das photographische
Silberhalogenid-Material tafelförmige Silberhalogenid-Teilchen auf.
Tatsächlich zeigt die Emulsion, die tafelförmige Silberhalogenid-Teilchen
aufweist, hervorragende Eigenschaften hinsichtlich Ausgewogenheit
zwischen der Empfindlichkeit und der Bildqualität und hat hervorragende
Eigenschaften spektraler Sensibilisierbarkeit und eine hohe Fähigkeit,
das Cross-Over zu verringern. Daher ist eine solche Emulsion sehr
vorteilhaft.
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Bezüglich des Verfahrens zur Herstellung der Emulsion mit
tafelförmigen Silberhalogenid-Teilchen wurden kürzlich verschiedene verbesserte
Verfahren vorgeschlagen. Derartige Verfahren sind zur Herstellung der
Emulsion mit tafelförmigen Silberhalogenid-Teilchen zur Herstellung des
photographischen Materials der Erfindung verwendbar. Beispiele für
solche verbesserte Verfahren sind: das Verfahren, bei dem
Sensibilisierungs-Reduzierung durchgeführt wird in Verbindung mit einer Zugabe
einer Mercapto-Verbindung eines bestimmten Farbstoffes, um die
Druckeigenschaften zu verbessern; das Sensibilisierungs-Verfahren unter
Verwendung von Selen-Verbindungen; das Verfahren, bei dem der
Jodid-Gehalt der Teilchenoberfläche verringert wird, um die
Druckspuren, die möglicherweise bei dem Transport unter Verwendung von
Walzen erzeugt werden, zu verringern; und das Verfahren (das zur
Herstellung von zwei Silberhalogenid-Emulsionen, die für das
photographische Material mit doppelter lichtempfindlicher Schicht verwendet
werden, angewendet wird), bei dem das Silber/Gelatine-Verhältnis jeder
Emulsion optimiert wird, um die Ausgewogenheit zwischen
Trocknungsfähigkeit und Verringerung der Druckspur, die bei dem
Transport unter Verwendung von Walzen erzeugt wird, zu verbessern.
Diese Verfahren sind offenbart in den japanischen Patentanmeldungen
Nr. 3(1991)-145164, Nr. 3(1991)-228639, Nr. 2(1990)-89379, Nr.
2(1990)-288898, Nr. 2(1990)-225637 und Nr. 3(1991)-103639.
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Wie vorstehend beschrieben wurde, hat das photographische
Silberhalogenid-Material der Erfindung bevorzugt eine Farbstoff-Schicht, die in
dem unter den vorgenannten Bedingungen durchgeführten
Entwicklungsverfahren entfärbt werden kann. Unter diesem Gesichtspunkt ist es
bevorzugt, die Menge an Bindemittel, die in der über der Farbstoff-Schicht
angebrachten photosensitiven Schicht verwendet wird, zu verringern.
Tatsächlich ist die Menge des Bindemittels in der photosensitiven oder
lichtempfindlichen Schicht bevorzugt nicht mehr als 5 g/m², besonders
bevorzugt nicht mehr als 3 g/m². Andererseits ist die Menge des Silbers,
die in der photosensitiven Schicht enthalten ist, bevorzugt nicht mehr als
3 g/m², besonders bevorzugt nicht mehr als 2 g/m².
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Das photographische Silberhalogenid-Material wird bevorzugt so
hergestellt, daß es, nach schrittweiser Röntgenstrahlen-Exposition des
photographischen Materials und Entwicklung des Materials unter den
vorstehend beschriebenen Bedingungen, ein Expositionsbild mit der
folgenden charakteristischen Kurve ergibt: die charakteristische Kurve hat den
Gamma(γ)-Mittelwert zwischen dem Punkt, bei dem die Dichte um 0,1
höher ist als die minimale Dichte (dem Punkt Dmin + 0,1) und dem
Punkt, bei dem die Dichte um 0,5 höher ist als die minimale Dichte
(dem Punkt Dmin + 0,5) in dem Bereich von 0,5-0,9, und den
Gamma(γ)-Mittelwert zwischen dem Punkt Dmin + 1,2 und dem Punkt
Dmin + 1,6 in dem Bereich von 3,2-4,0; wobei die charakterische
Kurve in dem rechtwinkligen Koordinatensystem gezeichnet ist, in dem
die Längeneinheit der Achse der optischen Dichte (D) dieselbe ist wie
die der Achse der Exposition (log E).
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Wenn das photographische Silberhalogenid-Material, das die vorstehend
beschriebene charakteristische Kurve ergibt, für das radiographische
System verwendet wird, kann ein radiographisches Bild mit
hervorragenden Eigenschaften erhalten werden. Genauer, die charakteristische Kurve
eines solchen Bilds zeigt eine längliche Spitze und einen hohen Gamma-
Wert im Bereich mittlerer Dichte. Daher können durch die Verwendung
des photographischen Materials mit den vorstehend beschriebenen
Eigenschaften radiographische Bilder geringer Dichte (wie ein
radiographisches Bild des Mittelfells oder Herzschattens, wodurch nur eine
kleine Menge Röntgenstrahlen hindurchgehen kann) viel deutlicher
gemacht werden, und die Dichte eines radiographischen Bilds des Gebiets
der Lunge, durch die eine große Menge Röntgenstrahlen hindurchgehen
kann, kann deutlicher sichtbar gemacht werden. Darüber hinaus wird der
Kontrast der Bilder ebenfalls verbessert.
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Das photographische Silberhalogenid-Material, das die vorstehend
beschriebene bevorzugte charakteristische Kurve ergibt, kann ein
photographisches Material mit zwei oder mehr
Silberhalogenid-Emulsionsschichten sein, die an jeder Seite vorgesehen sind, deren Empfindlichkeiten
sich voneinander unterscheiden. Bei einem solchen photographischen
Material ist es besonders bevorzugt, daß die obere Schicht hohe
Empfindlichkeit hat und die untere geringe Empfindlichkeit hat und hohen
Kontrast ergibt. Wenn das photographische Material zwei
Emulsionsschichten an jeder Seite hat, wird der Unterschied der Empfindlichkeit
zwischen den zwei Schichten im allgemeinen auf nicht weniger als das
1,5-fache, bevorzugt nicht weniger als das Doppelte, der
Empfindlichkeit der unteren Schicht eingestellt. Das Verhältnis der Mengen der in
jeder Schicht verwendeten Emulsionen wird entsprechend dem
Unterschied der Empfindlichkeit und der Deckkraft zwischen den
angenommenen Emulsionen bestimmt. Im allgemeinen wird die zu verwendende
Menge der hochempfindlichen Emulsion verringert, wenn der
Empfindlichkeitsunterschied erhöht wird. Wenn beispielsweise eine Emulsion
doppelt so empfindlich ist wie die andere, und wenn ihre Deckkraft
nahezu dieselbe ist, ist das Verhältnis der hochempfindlichen Emulsion
zur gering empfindlichen Emulsion, was die Silbermenge betrifft, in
dem Bereich von 1 : 20 bis 1 : 5.
-
Auf dem vorstehend beschriebenen Verbundstoff, der eine
Unterlagenschicht und photosensitive Schichten, die an jeder Seite des Trägers in
der vorstehend beschriebenen Weise vorgesehen werden, aufweist, wird
in bekannter Weise eine Schutzschicht vorgesehen, die ein
wasserlösliches Polymer wie Gelatine aufweist, um schließlich ein
photographisches Silberhalogenid-Material herzustellen.
-
Bezüglich Verfahren zur Sensibilisierung der Emulsion, verschiedener
Zusatzstoffe, Aufbaumaterialien und Entwicklungsverfahren gibt es keine
bestimmten Einschränkungen bei der Erfindung. Das folgende ist eine
genaue Erläuterung der Kombination der Erfindung.
-
Die bevorzugte Kombination kann aufgebaut sein aus einer Kombination
aus einem photographischen Material mit der speziellen Empfindlichkeit
und einem oder zwei hochempfindlichen radiographischen
Verstärkerschirmen, die Röntgenstrahlen absorbieren, um räumliche Häufigkeiten
in dem speziellen Bereich zu ergeben. Ein bevorzugtes Beispiel für die
Kombination enthält jedoch einen radiographischen Verstärkerschirm,
der Röntgenstrahlen von 80 KVp zu einem Anteil von 30 bis 40%
absorbiert, und ein photographisches Material, dessen hierin vorstehend
definierte Empfindlichkeit 0,012-0,015 Lux · Sekunde entspricht. Ein
weiteres bevorzugtes Beispiel für die Kombination enthält ein Paar
radiographischer Verstärkerschirme, die Röntgenstrahlen von 80 KVP zu
dem Anteil von 30 bis 40% absorbieren, und ein photographisches
Material, dessen vorstehend definierte Empfindlichkeit 0,02-0,03 Lux ·
Sekunde entspricht. Das letztere kann ein Bild mit hervorragender
Bildqualität mit praktikabler Empfindlichkeit (d. h. einer annehmbaren
Röntgenstrahl-Dosis) ergeben.
-
Bevorzugt wird für die Kombination ein photographisches
Silberhalogenid-Material verwendet, bei dem jede der vorderseitigen und
rückseitigen photosensitiven Schichten die vorstehend beschriebenen Bedingungen
bezüglich der Empfindlichkeit erfüllt, und bei dem die Eigenschaften
entsprechender Schichten im wesentlichen dieselben sind. An jeder Seite
eines derartigen photographischen Materials wird bevorzugt ein
radiographischer Verstärkerschirm mit denselben Eigenschaften wie diejenigen
des Verstärkerschirms an der anderen Seite vorgesehen. Um die
Ausgewogenheit zwischen Bildschärfe und Empfindlichkeit zu verbessern,
kann jedoch die Menge des Leuchtstoffs, die an dem vorderen
Verstärkerschirm aufgetragen ist, kleiner gemacht werden als diejenige des
Leuchtstoffs, die an dem rückseitigen Schirm aufgetragen ist, wie es in
dem US-Patent Nr. 4 710 637 beschrieben ist.
-
Bevorzugt wird die Kombination der Erfindung, die ein photograhisches
Silberhalogenid-Material und zwei radiographische Verstärkerschirme
aufweist, so ausgewählt, daß die Kombination eine praktisch annehmbare
Empfindlichkeit haben kann, und außerdem eine hervorragende Qualität
des radiographischen Bilds erhalten werden kann. Tatsächlich ist es
bevorzugt, daß die Gesamtempfindlichkeit der Kombination die Dichte
von 1,0 ergibt, wobei die Dichte erhalten wird durch die Schritte des
Exponierens der Kombination Röntgenstrahlung von 80 KVp mit einer
Expositionsdosis im Bereich von 0,5-1,5 mR, die von einem Drei-
Phasen-Röntgenstrahlen-Generator erzeugt wird, und des Entwickelns in
der vorstehend definierten Entwicklerlösung unter den vorstehend
angeführten Bedingungen.
-
Das folgende ist die Erläuterung der Messung und des die Messung
betreffenden Prinzips zur Bewertung der Leistung oder Güte einer
Kombination aus einem radiographischen Verstärkerschirm und einem
photographischen Silberhalogenid-Material.
-
Die Messung der Quanten-Nachweis-Effizienz (Detective Quantum
Efficiency, DQE) wird im allgemeinen zur Messung der Bild-Bildungs-
Effizienz einer Kombination, die ein photographisches Silberhalogenid-
Material und radiographische Verstärkerschirme aufweist, verwendet.
Außerdem wird auch die Messung des Quanten-Rauschen-Äquivalents
(Noise Equivalent Quanta, NEQ) verwendet, um insgesamt sowohl die
Schärfe als auch die Körnigkeit zu bewerten. Der DQE-Wert wird
berechnet durch Dividieren des (Signal/Rauschen)2-Werts des schließlich
auf dem photographischen Material der Kombination gebildeten Bilds
durch den (Signal/Rauschen)2-Wert der auf das photographische Material
aufgetroffenen Röntgenstrahlen. Wenn ein ideales Bild gebildet wird, ist
der DQE-Wert 1. Der Wert ist jedoch üblicherweise kleiner als 1.
Andererseits wird der NEQ-Wert definiert durch den (Signal/Rauschen)²-
Wert des schließlich erhaltenen Bilds. Die Beziehung zwischen DQE und
NEQ wird dargestellt durch die folgenden Formeln:
-
DQE(ν) = NEQ(ν) / Q
-
NEQ(ν) = {log, e x γ (MTF(v))}² / NPS&sub0;(ν)
-
worin γ den Kontrast darstellt, MTF(ν) die
Modulationsübertragungsfunktion (modulation transfer function) des Bilds ist, NPS&sub0;(ν)
das Ausgangs-Rauschen-Leistungs-Spektrum (output noise power
spectrum) ist, ν die räumliche Häufigkeit (spatial frequency)
dar
stellt und Q die Anzahl der aufgetroffenen Röntgenstrahl-Quanten
ist.
-
Die Beziehung zwischen Empfindlichkeit und Bildqualität kann mittels
DQE ausgewertet werden. Eine Kombination mit hoher DQE zeigt eine
hervorragende Ausgewogenheit zwischen Empfindlichkeit und
Bildqualität. Andererseits kann die Bildqualität des schließlich erhaltenen Bilds
mittels NEQ bewertet werden. Mit anderen Worten, wenn die
Kombination ein höheres NEQ hat, ergibt sie eine bessere Bildqualität. Da
jedoch NEQ eine physikalische Bewertung der Bildqualität liefert, gibt
es nicht direkt die klinische Erkennbarkeit des Bildes an. Tatsächlich
zeigt das Bild, wenn die Körnigkeit und die Schärfe des Bilds extrem
unausgewogen sind, keine hohe visuelle Erkennbarkeit für die Diagnose.
Daher wird von einem klinischen Standpunkt her das Bild bevorzugt auf
der Basis von sowohl NEQ als auch MTF bewertet.
Beispiel 1
Herstellung eines radiographischen Verstärkerschirms A
-
200 g eines Leuchtstoffs (Gd&sub2;O&sub2;S:Tb), 20 g Bindemittel A (Polyurethan,
Desmolac TPKL-5-2625 (Handelsname); erhältlich von Sumitomo Bayer
Urethane Co., Ltd. [Feststoff-Gehalt: 40%]) und 2 g Bindemittel B
(Nitrozellulose, Nitrierungsgrad: 11,5%) wurden zu Methylethylketon
zugegeben. Das sich ergebende Gemisch wurde mit einem
Propellerrührer gerührt, um eine Beschichtungsdispersion (zur Herstellung
eines Leuchtstoff-Flachmaterials) mit einer Viskosität von 30 Pa · s (bei
25ºC) [Bindemittel/Leuchtstoff = 1/20] herzustellen.
-
Die erhaltene Dispersion wurde auf einen Polyethylenterephthalat-Film
(falscher Träger, Dicke: 180 Mm) aufgetragen, der vorher mit einem
Silicon-Trennmittel beschichtet worden war, so daß die Dicke der
erhaltenen Leuchtstoffschicht 160 im betragen würde (diese Dicke würde
gemessen, nachdem die nachstehend beschriebene
Verdichtungsbehand
lung durchgeführt war). Nach dem Trocknen wurde der aufgetragene
Film abgezogen, um ein Leuchtstoff-Flachmaterial zu ergeben.
-
Außerdem wurden 90 g Weich-Acrylharz und 50 g Nitrozellulose zu
Methylethylketon zugegeben. Das sich ergebende Gemisch wurde
gerührt, um eine Beschichtungsdispersion für eine Unterlagenschicht,
wobei die Beschichtungsdispersion eine Viskosität von 3-6 Pa · s (bei
25ºC) hat, herzustellen.
-
Die erhaltene Dispersion für eine Unterlagenschicht wurde mittels eines
Streichmessers aufgetragen auf einen Titandioxid enthaltenden
Polyethylenterephthalat-Film (Träger, Dicke: 250 um), der auf einer
Glasplatte angeordnet war. Die aufgetragenen Schichten wurden bei
allmählich von 25ºC auf 100ºC steigenden Temperaturen erwärmt, um
eine Unterlagenschicht (Dicke: 15 um) herzustellen. Das vorstehend
hergestellte Leuchtstoff-Flachmaterial wurde über der Unterlagenschicht
angebracht, und dann wurde der hergestellte Verbundstoff bei einem
Druck von 400 kg/cm² und einer Temperatur von 80ºC unter
Verwendung einer Kalanderwalze gepreßt.
-
Unabhängig davon wurden 70 g Fluorharz
(Fluorolefin-Vinylether-Copolymer, Lumiflon LF100 (Handelsname); erhältlich von Asahi Glass
Co., Ltd.), 25 g eines Vernetzungsmittels (Isocyanat, Desmodul Z4370
(Handelsname); erhältlich von Sumitomo Bayer Urethane Co., Ltd.), 5 g
eines Epoxyharzes vom Typ Bisphenol A und 5 g eines mit Alkohol
modifizierten Silicon-Oligomers (das Dimethylpolysiloxan-Struktur und
Hydroxylgruppen (Carbinolgruppen) an beiden Enden hatte, X-22-2809
(Handelsname); erhältlich von Shin-Etsu Chemical Co., Ltd.) zu
Methylethylketon zugegeben, um eine Dispersion für einen Schutzfilm
herzustellen.
-
Die erhaltene Dispersion für einen Schutzfilm wurde mittels eines
Streichmessers auf die Leuchtstoffschicht, die auf dem Träger verdichtet
worden war, aufgetragen. Der aufgetragene Film wurde 30 Minuten lang
auf 120ºC erhitzt, um einen transparenten Schutzfilm mit einer Dicke
von 3 um herzustellen.
-
Auf diese Weise wurde der radiographische Verstärkerschirm A
hergestellt, der aus einem Träger, einer Unterlagenschicht, einer
Leuchtstoffschicht und einem transparenten Schutzfilm von 3 um Dicke bestand.
Beispiel 2
Herstellung des radiographischen Verstärkerschirms B
-
Das Verfahren von Beispiel 1 wurde wiederholt mit der Ausnahme, daß
die Leuchtstoffschicht so hergestellt wurde, daß die Dicke der
erhaltenen Schicht 230 um sein würde (diese Dicke wurde gemessen, nachdem
die Verdichtungsbehandlung durchgeführt worden war), um den
radiographischen Verstärkerschirm B herzustellen, der aus einem Träger,
einer Unterlagenschicht, einer Leuchtstoffschicht und einem
transparenten Schutzfilm von 3 um Dicke bestand.
Beispiel 3
Herstellung des radiographischen Verstärkerschirms C
-
Das Verfahren von Beispiel 1 wurde wiederholt mit der Ausnahme, daß
die Beschichtungsdispersion zur Herstellung der Schutzschicht durch die
folgende Beschichtungsdispersion ersetzt wurde, um den
radiographischen Verstärkerschirm C herzustellen, der aus einem Träger, einer
Unterlagenschicht, einer Leuchtstoffschicht und einem transparenten
Schutzfilm von 3 um Dicke bestand.
(Herstellung der Beschichtungsdispersion)
-
70 g Fluorharz (Fluorolefin-Vinylether-Copolymer, Lumiflon LF100),
25 g eines Vernetzungsmittels (Isocyanat, Desmodul Z4370) und 5 g
eines Epoxyharzes vom Typ Bisphenol A wurden zu einem Gemisch aus
Toluol und Isopropylalkohol (1 : 1, Volumenverhältnis) zugegeben, um
eine Dispersion für einen Schutzfilm herzustellen.
Beispiel 4
Herstellung des radiographischen Verstärkerschirms D
-
Das Verfahren von Beispiel 1 wurde wiederholt mit der Ausnahme, daß
die Beschichtungsdispersion zur Herstellung der Schutzschicht durch die
folgende Beschichtungsdispersion ersetzt wurde, um den
radiographischen Verstärkerschirm D herzustellen, der aus einem Träger, einer
Unterlagenschicht, einer Leuchtstoffschicht und einem transparenten
Schutzfilm von 3 um Dicke bestand.
(Herstellung der Beschichtungsdispersion)
-
70 g Fluorharz (Fluorolefin-Vinylether-Copolymer, Lumiflon LF100),
25 g eines Vernetzungsmittels (Isocyanat, Desmodul Z4370), 5 g eines
Epoxyharzes vom Typ Bisphenol A und ein pulverförmiges Siliconharz
(KMP-590, Handelsname, erhältlich von Shin-Etsu Chemical Co., Ltd.)
wurden zu einem Gemisch aus Toluol und Isopropylalkohol (1 : 1,
Volumenverhältnis) zugegeben, um eine Dispersion für einen Schutzfilm
herzustellen.
Vergleichsbeispiel 1
Herstellung des radiographischen Verstärkerschirms E
-
Das Verfahren von Beispiel 1 wurde wiederholt mit der Ausnahme, daß
die Schutzschicht so hergestellt wurde, daß die Dicke der erhaltenen
Schicht 10 um wurde, um den radiographischen Verstärkerschirm E
herzustellen, der aus einem Träger, einer Unterlagenschicht, einer
Leuchtstoffschicht und einem transparenten Schutzfilm von 10 um Dicke
bestand.
Vergleichsbeispiel 2
Herstellung des radiographischen Verstärkerschirms F
-
Das Verfahren von Beispiel 3 wurde wiederholt mit der Ausnahme, daß
die Schutzschicht so hergestellt wurde, daß die Dicke der erhaltenen
Schicht 10 um sein würde, um den radiographischen Verstärkerschirm F
herzustellen, der aus einem Träger, einer Unterlagenschicht, einer
Leuchtstoffschicht und einem transparenten Schutzfilm von 10 um Dicke
bestand.
Vergleichsbeispiel 3
Herstellung des radiographischen Verstärkerschirms G
-
Das Verfahren von Beispiel 4 wurde wiederholt mit der Ausnahme, daß
die Schutzschicht so hergestellt wurde, daß die Dicke der erhaltenen
Schicht 10 um sein würde, um den radiographischen Verstärkerschirm G
herzustellen, der aus einem Träger, einer Unterlagenschicht, einer
Leuchtstoffschicht und einem transparenten Schutzfilm von 10 um Dicke
bestand.
Vergleichsbeispiel 4
Herstellung des radiographischen Verstärkerschirms H
-
Das Verfahren von Beispiel 1 wurde wiederholt mit der Ausnahme, daß
die Beschichtungsdispersion zur Herstellung der Schutzschicht gegen die
folgende Beschichtungsdispersion ersetzt wurde, um den
radiographischen Verstärkerschirm H herzustellen, der aus einem Träger, einer
Unterlagenschicht, einer Leuchtstoffschicht und einem transparenten
Schutzfilm von 3 um Dicke bestand.
(Herstellung der Beschichtungsdispersion)
-
70 g Polyurethanharz (Desmolac 4125, Handelsname, erhältlich von
Sumitomo Bayer Urethane Co., Ltd.), 25 g eines Vernetzungsmittels
(Isocyanat, Desmodul Z4370) und 5 g eines Epoxyharzes vom Typ
Bisphenol A wurden zu einem Gemisch aus Toluol und Isopropylalkohol
(1 : 1, Volumenverhältnis) zugegeben, um eine Dispersion für einen
Schutzfilm herzustellen.
Vergleichsbeispiel 5
Herstellung des radiographischen Verstärkerschirms I
-
Das Verfahren von Vergleichsbeispiel 4 wurde wiederholt mit der
Ausnahme, daß die Schutzschicht so hergestellt wurde, daß die Dicke der
erhaltenen Schicht 10 um sein würde, um den radiographischen
Verstärkerschirm I herzustellen, der aus einem Träger, einer
Unterlagenschicht, einer Leuchtstoffschicht und einem transparenten Schutzfilm von
10 um Dicke bestand.
(1) Bewertung der Beständigkeit gegen Verfärbung
-
Ein kleines Stück eines radiographischen Films wurde auf der
Schutzschicht einer Probe eines radiographischen Verstärkerschirms angebracht
und 24 Stunden lang bei 60ºC, 80% RH (relative Feuchtigkeit) gehalten.
Die Oberfläche der Schutzschicht wurde unter Verwendung von
Isopropylalkohol abgewischt, und dann wurde die Oberfläche der Schutzschicht
visuell betrachtet. Die so behandelte Probe des radiographischen Schirms
wurde dem Verfahren zur Erhaltung eines radiographischen Bilds
unterzogen, und das erhaltene radiographische Bild wurde visuell betrachtet.
Mittels dieser Vorgehensweise wurde die Beständigkeit gegen
Verfärbung bewertet. Bei der Bewertung wurde die folgende Rangfolge
verliehen:
-
A: keine Verfärbung wurde auf der Schutzschicht beobachtet, und
keine Verfärbung wurde auf dem radiographischen Bild
beobachtet;
-
B: etwas Verfärbung wurde auf der Schutzschicht beobachtet (an
der Stelle, an der das Stück des Films angeordnet war), aber
keine Verfärbung wurde auf dem radiographischen Bild
beobachtet;
-
C: etwas Verfärbung wurde auf der Schutzschicht beobachtet (an
der Stelle, an der das Stück des Films angeordnet war), und
eine gewisse Verfärbung wurde auf dem radiographischen Bild
beobachtet.
(2) Messung der Kontrastübertragungsfunktion (contrast transfer
function, CTF)
-
Ein photographisches Material (MRE Einflächen-Typ; erhältlich von
Eastman Kodak) wurde in engem Kontakt mit dem Probenschirm
angeordnet, und dann wurde zur Messung von MTF ein radiographisches
Bild eines rechtwinkligen Diagramms (hergestellt aus Molybdän, Dicke:
80 um, räumliche Häufigkeit: 0-10 lp/mm) in der folgenden Weise
erhalten.
-
Das Diagramm wurde in einem Abstand von 2 m vor einer
Röntgenröhre angebracht. Das photographische Material wurde hinter dem
Diagramm angeordnet (d. h. das Material war durch das Diagramm hindurch
zur Röhre hin ausgerichtet), und der Proben-Verstärkerschirm wurde
hinter dem photographischen Material in engem Kontakt vorgesehen.
-
Die Röntgenröhre war DRX-3724HD (Handelsname), die von Toshiba
Corporation erhältlich ist, in der Röntgenstrahlen mittels eines Wolfram-
Targets und eines Pulsgenerators (80 KVp, dreiphasig) erzeugt wurden
und dann durch ein 3 mm dickem Aluminium äquivalentes Material mit
einer Öffnung zur Erzeugung einer Brennfleckgröße von 0,6 mm · 0,6
mm hindurchgingen. Die von der Röhre erzeugten Röntgenstrahlen ließ
man durch ein Wasserfilter mit einer Weglänge von 7 cm (das
Röntgenstrahlen in nahezu derselben Menge wie ein menschlicher Körper
absorbiert) hindurchgehen, um ein radiographisches Bild des Diagramms
zu erhalten.
-
Das exponierte photographische Material wurde mittels einer
automatischen Rollenförder-Entwicklungsmaschine (FPM-5000), die von Fuji
Photo Film Co., Ltd. erhältlich ist, in der vorstehend hierin
beschriebenen Weise entwickelt. Bei dem Entwicklungsverfahren wurde RD III-
Entwicklerlösung, die von Fuji Photo Film Co., Ltd. erhältlich ist
(deren Zusammensetzung dieselbe war wie diejenige der vorstehend
beschriebenen Entwicklungslösung A), bei 35ºC verwendet, und
Fixierlösung F (die auf folgende Weise hergestellt wurde: 200 ml
Ammoniumthiosulfat [70 Gew.-% /Vol.], 20 g Natriumsulfit, 8 g
Borsäure, 0,1 g Dinatrium-ethylendiamintetraacetat (Dihydrate), 15 g
Aluminiumsulfat, 2 g Schwefelsäure und 22 g Eisessig wurden zu Wasser
zugegeben, so daß das Volumen 1 Liter wurde, und dann wurde der pH-
Wert auf 4,2 eingestellt) wurde bei 25ºC verwendet. So wurde die
Probe für die Messung hergestellt. Die Dosis der Röntgenstrahlen in
dem hierin vorstehend beschriebenen Expositions-Verfahren wurde so
bestimmt, daß der durchschnittliche Unterschied zwischen der höchsten
und der geringsten Dichte des entwickelten Bildes 1 sein würde.
-
Die Dichte des radiographischen Bilds der entwickelten Probe wurde zur
Erhaltung eines Dichteprofils mittels eines Mikrodichtemessers unter der
Bedingung gemessen, daß die Öffnung ein Schlitz von 30 um · 500 um
(Abtastrichtung x vertikale Richtung) war, und der Abtastabstand 30 um
war. Dieses Verfahren wurde 20-mal wiederholt, und die erhaltenen
Werte wurden gemittelt, um das Dichteprofil zu erhalten, aus dem die
CTF berechnet wurde. Danach wurde der dem Puls jeder räumlichen
Häufigkeit in dem Dichteprofil entsprechende Peak betrachtet, um den
Dichtekontrast jeder Häufigkeit zu berechnen.
-
Die erhaltenen Werte für die räumlichen Häufigkeiten von 2 lp/mm sind
in Tabelle 1 dargelegt.
Tabelle 1
-
Aus den in Tabelle 1 angegebenen Daten ist ersichtlich, daß die
radiographischen Verstärkerschirme der Beispiele 1, 3 und 4, die eine
aufgetragene Schutzschicht aus Fluorharz mit einer Dicke von weniger als 5
um haben, einen hohen CTF-Wert zeigen und ein radiographisches Bild
ohne von dem radiographischen Film, der darauf angebracht wurde,
verursachte Verfärbungen ergeben. Dementsprechend wird der
radiographische Verstärkerschirm der Beispiele 1, 3 und 4 mit sehr großem
Vorteil verwendet.
Beispiel 5
-
(1) Jeder der folgenden radiographischen Verstärkerschirme wurde als
ein Paar (d. h. vorderseitiger Schirm und rückseitiger Schirm) hergestellt.
-
HR-3 (Im Handel erhältlich von Fuji Photo Film Co., Ltd.)
-
HR-4 (Im Handel erhältlich von Fuji Photo Film Co., Ltd.)
-
HR-8 (Im Handel erhältlich von Fuji Photo Film Co., Ltd.)
-
Radiographischer Verstärkerschirm A (Probe A)
-
Radiographischer Verstärkerschirm B (Probe B)
(2) Bewertung der charakteristischen Eigenschaften von radiographischen
Verstärkerschirmen
1) Messung der Röntgenstrahl-Absorption
-
Ein Rötgenstrahlgenerator mit Wolfram-Targetröhre (80 KVp,
dreiphasig) wurde aufgebaut, und der Probenschirm wurde vor der
Wolframanode der Targetröhre in einem Abstand von 200 cm angeordnet.
Danach wurde der Probenschirm durch eine Aluminiumplatte mit der
Dicke von 3 mm von der Röhre erzeugten Röntgenstrahlen ausgesetzt.
-
Die Menge an durch den Schirm hindurchgehenden Röntgenstrahlen
wurde mittels eines Ionisationsdosimeters, das hinter dem Schirm in
einem Abstand von 50 cm angeordnet war, gemessen. Unabhängig
davon wurde als ein Vergleichsversuch die Messung ohne den Schirm
durchgeführt, um die Menge an Röntgenstrahlen zu erhalten, die das
Dosimeter direkt erreichen.
-
Die erhaltenen Werte sind in Tabelle 2 dargelegt.
2) Messung der Kontrastübertragungsfunktion (contrast transfer function,
CTF)
-
Die CTF wurde in der vorgenannten Weise gemessen.
-
Die erhaltenen Werte betreffend die räumlichen Häufigkeiten von 1
Linie/mm und 3 Linien/mm sind in Tabelle 2 dargelegt.
3) Messung der Empfindlichkeit
-
Ein grün-sensibilisiertes photographisches Material (MRE Einflächen-
Typ; erhältlich von Eastman Kodak) wurde mit dem
Proben-Verstärkerschirm kombiniert, um eine Kombination zu ergeben, und dann wurde
die Kombination schrittweise Röntgenstrahlen ausgesetzt, wobei die
Dosis mit der Schrittbreite log E = 0,15 variiert wurde. Bei diesem
Exponierungsverfahren wurde die Dosis eingestellt durch Verändern des
Abstands zwischen der Kombination und der Röntgenstrahl-Quelle,
welche derselbe Generator war, wie er bei der vorstehend beschriebenen
CTF-Messung verwendet wurde. Das exponierte Material wurde auf die
gleiche Weise entwickelt, wie es für die CTF-Messung beschrieben ist.
Auf diese Weise wurde die Probe für die Messung hergestellt.
-
Die Dichte der hergestellten Probe wurde unter Verwendung von
sichtbarem Licht gemessen, um eine charakteristische Kurve oder
Schwärzungskurve zu erhalten. Entsprechend der erhaltenen charakteristischen
Kurve wurde die Dosis an Röntgenstrahlen gemessen, die erforderlich
ist, um eine Dichte von Dmin + 1,0 zu ergeben, und die Empfindlichkeit
wurde als der Kehrwert dieser erforderlichen Dosis definiert. Die
berechnete Empfindlichkeit jeder Probe wurde auf einen relativen Wert
zurückgeführt auf der Basis der Empfindlichkeit von HR-4 (im Handel
erhältlicher radiographischer Verstärkerschirm) an der Rückseite, die auf
den Wert von 100 festgesetzt wurde, als der Standard. Die Ergebnisse
sind in Tabelle 2 dargelegt.
Tabelle 2
-
(3) Jedes der folgenden photographischen
Silberhalogenid-Materialien wurde hergestellt.
-
Super HRS (im Handel erhältlich von Fuji Photo Film Co.,
Ltd.)
-
photographisches Silberhalogenid-Material I (Probe I)
-
photographisches Silberhalogenid-Material II (Probe II)
-
photographisches Silberhalogenid-Material III (Probe III)
-
photographisches Silberhalogenid-Material IV (Probe IV)
1) Herstellung des photographischen Silberhalogenid-Materials I
(Herstellung einer monodispersen Emulsion feiner tafelförmiger
Teilchen)
-
6,0 g Kaliumbromid und 8,0 g Gelatine wurden zu 1 Liter Wasser
zugegeben, und das hergestellte Gemisch wurde gerührt und bei 55ºC
gehalten. Bei dieser Temperatur wurden 37 cc wässrige Silbernitrat-
Lösung (die 4,0 g Silbernitrat enthielt) und 38 cc einer wässrigen
Lösung von 5,7 g Kaliumbromid mittels des Doppelstrahlverfahrens 37
Sekunden lang zu dem Gemisch zugegeben. Nachdem weitere 18,6 g
Gelatine zu der erhaltenen Lösung zugegeben worden waren, wurde die
Lösung auf 70ºC erhitzt, und dann wurden 89 cc einer wässrigen
Silbernitrat-Lösung (die 9,8 g Silbernitrat enthielt) 22 Minuten lang
zugegeben. Zu der sich ergebenden Lösung wurden 7 cc 25%-iges wässriges
Ammoniak zugegeben. Dann wurde die Lösung 10 Minuten lang
Absitzenlassen, wobei die Temperatur für physikalische Reifung gehalten
wurde. Danach wurden 6,5 cc 100%-ige Essigsäure zugegeben. Zu der
erhaltenen Lösung wurde eine wässrige Lösung von 153 g Silbernitrat
und eine wässrige Kaliumbromid-Lösung mittels des kontrollierten
Doppelstrahlverfahrens 35 Minuten lang zugegeben, während der pAg-Wert
der Lösung bei 8,5 gehalten wurde. Zu der erhaltenen Emulsion wurden
15 cc 2 N Kaliumthiocyanat zugegeben. Dann wurde die hergestellte
Emulsion 5 Minuten lang Absitzenlassen, wobei die Temperatur für
physikalische Reifung gehalten wurde. Die Emulsion wurde auf 35ºC
abgekühlt.
-
Auf diese Weise wurde eine Silberhalogenid-Emulsion (monodisperse
Emulsion mit tafelförmigen Silberbromid-Teilchen, Dicke: 0,165 um,
Schwankungskoeffizient: 18,5%, mittlerer Durchmesser des der
Projektionsfläche entsprechenden Kreises: 1,10 um) erhalten.
-
Aus der hergestellten Emulsion wurden Salze mittels des Fällverfahrens
entfernt. Nachdem die Emulsion auf 40ºC erwärmt war, wurden 30 g
Gelatine, 2,35 g Phenoxyethanol und 0,8 g Natrium-polystyrolsulfonat
als ein Viskositätsverbesserer zugegeben. Der pH- und der pAg-Wert
der sich ergebenden Emulsion wurde mit Natriumhydroxid- und
wässriger Silbernitrat-Lösung auf 5,90 bzw. 8,25 eingestellt.
-
Nachdem das vorstehend beschriebene Verfahren abgeschlossen war,
wurde die Emulsion unter Rühren bei 56ºC in der folgenden Weise
chemisch sensibilisiert.
-
Silberbromid wurde zu der Emulsion in einem Anteil von 0,1 mol %
zugegeben, und dann wurden 0,043 mg Thioharnstoffdioxid zugegeben.
Danach wurde die Emulsion 22 Minuten lang stehenlassen, um eine
Reduktions-Sensibilisierung durchzuführen. Zu der sensibilisierten
Emulsion wurden 20 mg 4-Hydroxy-6-methyl-1,3,3a,7-tetraazainden und
400 mg des folgenden sensibilisierenden Farbstoffs zugefügt:
-
Zu der sich ergebenden Emulsion wurden weiterhin 0,83 g
Calciumchlorid zugegeben. Danach wurden 1,3 mg Natriumthiosulfat, 2,7 mg des
folgenden Selen-Sensibilisierungsmittels:
-
2,6 mg Gold-Chlorwasserstoffsäure und 90 mg Kaliumthiocyanat
zugegeben. Die Emulsion wurde 40 Minuten lang Stehengelassen und dann
auf 35ºC abgekühlt. Auf diese Weise wurde eine monodisperse
Emulsion feiner tafelförmiger Teilchen erhalten.
(Herstellung der Beschichtung-Dispersion)
a) Beschichtungs-Dispersion für Silberhalogenid-Emulsion-Schicht.
-
Zu der vorstehend hergestellten monodispersen Emulsion feiner
tafelförmiger Teilchen wurden die folgenden Bestandteile in den
nachstehend pro 1 mol Silberhalogenid beschriebenen Mengen zugegeben,
um eine Beschichtungs-Dispersion für die Emulsionsschicht herzustellen.
-
Gelatine 65,5 g
-
Trimethylolpropan 9,0 g
-
Dextran (mittleres M. G.: 39.000) 18,5 g
-
Natrium-poly(styrolsulfonat)
(mittleres M. G.: 600.000) 1,8 g
-
1,2-Bis(vinylsulfonylacetamid)ethan
[Härter]:
-
MG ist Molekulargewicht.
-
Der Härter wurde in einer solchen Menge zugegeben, daß das
Schwellverhältnis 230% sein würde.
b) Beschichtungs-Dispersion für Oberflächen-Schutzschicht
-
Es wurde eine Beschichtungs-Dispersion hergestellt, welche die
folgenden Bestandteile pro 1 m² enthielt:
-
Gelatine 0,966 g
-
Natrium-polyacrylat
(mittleres M. G.: 400.000) 0,023 g
-
4-Hydroxy-6-methyl-1,3,3a,7-tetraazainden 0,015 g
-
Poly(methylmethacrylat) (mittlere Korngröße: 3,7 um) 0,087 g
-
Proxcell 0,0005 g
-
(Der pH-Wert wurde mit NaOH auf 7,4 eingestellt).
(Träger)
-
Die Oberfläche eines biaxial gereckten, mit einem blauen Farbstoff
gefärbten Polyethylenterephthalat-Films mit einer Dicke von 175 um
wurde einer Koronaentladungs-Behandlung unterzogen. Dann wurde jede
Oberfläche mittels einer Drahtstab-Beschichtungsvorrichtung
aufeinanderfolgend und in Übereinanderschichtung mit den
Beschichtungsdispersionen, welche die folgende Zusammensetzung in den nachstehend
beschriebenen Mengen hatten (die Menge jedes Bestandteils basierte auf
einer Dispersion zur Beschichtung einer einzigen Fläche), beschichtet,
um an jeder Oberfläche eine aus zwei Unterschichten bestehende
Unterlagenschicht auszubilden.
a) Untere Unterschicht der Unterlagenschicht
-
Butadien-styrol-Copolymer-Kautschuk (Butadien/Styrol = 31169 in Gewicht) 0,322 g/m²
-
2,4-Dichlor-6-hydroxy-s-triazirn Natriumsalz 8,4 mg/m²
b) Obere Unterschicht der Unterlagenschicht
-
Gelatine 300 mg/m²
-
Polyethylen-terephthalat 20 mg/m²
-
C&sub1;&sub2;H&sub2;&sub5;O (CH&sub2;CH&sub2;O)&sub1;&sub0;H 4 mg/m²
-
Poly(methylmethacrylat)-Teilchen 2,5 mg/m²
(mittlere Korngröße: 2,5 um)
(Photographisches Material)
-
Die vorstehend beschriebenen Beschichtungs-Dispersionen für die
Silberhalogenid-Emulsionsschicht und für die Oberflächen-Schutzschicht
wurden gleichzeitig und in Übereinanderschichtung auf den Träger
aufgebracht, der Unterlagenschichten hatte, die an jeder Oberfläche
angebracht waren. So wurde ein photographisches Silberhalogenid-Material I
erhalten, das eine Silberhalogenid-Emulsionsschicht und eine
Oberflächen-Schutzschicht besaß, die beide an jeder Seite vorgesehen waren.
Die Menge der aufgebrachten Beschichtungs-Dispersion der
Silberhalogenid-Emulsion war 1,8 g/m² (Menge ausgedrückt als Silbermetall) pro
eine Oberfläche.
2) Herstellung des photographischen Silberhalogenid-Materials II
-
Das Verfahren zur Herstellung von photographischem Silberhalogenid-
Material I wurde wiederholt mit der Ausnahme, daß die Menge an zu
Beginn verwendeter Gelatine zu 6 g verändert wurde, um eine
Silberhalogenid-Emulsion (monodisperse Emulsion tafelförmiger Silberbromid-
Teilchen, Dicke: 0,160 um, Schwankungskoeffizient: 17,5%, mittlerer
Durchmesser des der Projektionsfläche entsprechenden Kreises: 1,00
um) herzustellen.
-
Die erhaltene Emulsion wurde sensibilisiert, um eine Beschichtungs-
Dispersion herzustellen, in gleicher Weise, wie es in dem Verfahren für
das photographische Silberhalogenid-Material I beschrieben ist. Aus der
erhaltenen Dispersion wurde in der gleichen Weise, wie es für das
Verfahren für das photographische Silberhalogenid-Material I beschrieben
ist, photographisches Silberhalogenid-Material II hergestellt. Die Menge
der aufgebrachten Beschichtungs-Dispersion der Silberhalogenid-
Emulsion war 1,64 g/m² (Menge ausgedrückt als Silbermetall) pro eine
Oberfläche.
3) Herstellung des photographischen Silberhalogenid-Materials III
-
Das Verfahren zur Herstellung des photographischen Silberhalogenid-
Materials I wurde wiederholt mit der Ausnahme, daß die Menge an zu
Beginn verwendeter Gelatine zu 6 g verändert wurde, und daß die
Temperatur zu 50ºC verändert wurde, um eine Silberhalogenid-Emulsion
(monodisperse Emulsion tafelförmiger Silberbromid-Teilchen, Dicke:
0,155 um, Schwankungskoeffizient: 19,0%, mittlerer Durchmesser des
der Projektionsfläche entsprechenden Kreises: 0,85 um) herzustellen.
-
Die erhaltene Emulsion wurde in der gleichen Weise, wie es in dem
Verfahren für photographisches Silberhalogenid-Material I beschrieben
ist, sensibilisiert, um eine Beschichtungs-Dispersion herzustellen. Aus
der erhaltenen Dispersion wurde in der gleichen Weise, wie es bei dem
Verfahren für photographisches Silberhalogenid-Material I beschrieben
ist, photographisches Silberhalogenid-Material III hergestellt. Die Menge
der aufgebrachten Beschichtungs-Dispersion der Silberhalogenid-
Emulsion war 1,50 g/m² (Menge ausgedrückt als Silbermetall) pro eine
Oberfläche.
-
4) Herstellung des photographischen Silberhalogenid-Materials IV
Das Verfahren zur Herstellung des photographischen Silberhalogenid-
Materials I wurde wiederholt mit der Ausnahme, daß die Menge der zu
Anfang verwendeten Gelatine zu 5 g verändert wurde und daß die
Temperatur zu 40ºC verändert wurde, um eine Silberhalogenid-Emulsion
(monodisperse Emulsion tafelförmiger Silberbromid-Teilchen, Dicke:
0,155 um, Schwankungskoeffizient: 18,0%, mittlerer Durchmesser des
der Projektionsfläche entsprechenden Kreises: 0,65 um) herzustellen.
-
Die erhaltene Emulsion wurde in der gleichen Weise, wie es bei dem
Verfahren für photographisches Silberhalogenid-Material I beschrieben
ist, sensibilisiert, um eine Beschichtungs-Dispersion herzustellen. Aus
der erhaltenen Dispersion wurde in der gleichen Weise, wie es bei dem
Verfahren für photographisches Silberhalogenid-Material I beschrieben
ist, photographisches Silberhalogenid-Material IV hergestellt. Die Menge
der Silberhalogenid-Emulsion der aufgebrachten
Beschichtungs-Dispersion war 1,38 g/m² (Menge ausgedrückt als Silbermetall) pro eine
Oberfläche.
4) Bewertung der charakteristischen Eigenschaften des photographischen
Silberhalogenid-Materials
1) Messung der Empfindlichkeit
-
Die Empfindlichkeit des Probenmaterials wurde unter Verwendung von
Licht gemessen, das von einer Wolfram-Lichtquelle (Farbtemperatur:
2856 K) emittiert wurde und dann durch den optischen Filter mit der in
Fig. 2 gezeigten charakteristischen Kurve hindurchging (durch den die
Wellenlänge des Lichts auf etwa 545 nm - entsprechend der
Hauptwellenlänge der Luminenszenz des nachfolgend beschriebenen, in
Kombination verwendeten radiographischen Verstärkerschirms, eingestellt
wurde). Das photographische Probenmaterial wurde dem vorstehenden
Licht 1/20 Sekunde lang durch einen Stufen-Graukeil hindurch
ausgesetzt.
-
Das exponierte photographische Material wurde mittels einer
automatischen Entwicklungsmaschine (FPM-5000), die von Fuji Photo Film
Co., Ltd. erhältlich ist, 25 Sekunden lang bei 35ºC in RD
III-Entwicklungslösung, die von Fuji Photo Film Co., Ltd. erhältlich ist (deren
Zusammensetzung dieselbe war wie diejenige der vorstehend
beschriebenen Entwicklungslösung A), entwickelt. Die an der Rückseite der
exponierten Fläche vorgesehene photosensitive Schicht wurde entfernt, und
die Dichte an der verbleibenden photosensitiven Schicht wurde
gemessen, um die charakteristische Kurve zu erhalten.
-
Nach der erhaltenen charakteristischen Kurve wurde die
Expositionsdosis, die erforderlich ist, um die Dichte von Dmin + 0,5 zu ergeben,
berechnet, und die Empfindlichkeit wurde durch die erforderliche
Expositionsdosis definiert. Die in lux · Sekunde ausgedrückten Ergebnisse
sind in Tabelle 3 dargelegt. Zur Berechnung der Expositionsdosis wurde
die Beleuchtungsstärke des Lichts, das von der Wolfram-Lichtquelle
emittiert wurde und dann durch den optischen Filter hindurchging,
mittels eines Beleuchtungsstärkenmessers vom Typ PI-3F (kompensiert)
gemessen.
2) Messung des Cross-Over
-
Das photographische Silberhalogenid-Probenmaterial wurde zwischen ein
Blatt schwarzes Papier und den radiographischen Verstärkerschirm A
(der Terbium-aktivierten Gadoliniumoxysulfid-Leuchtstoff enthielt,
Hauptemissionswellenlänge: 545 nm, grünes Licht) gebracht. Das
schwarze Papier auf dieser Kombination wurde so angeordnet, daß es
auf einen Röntgenstrahlen-Generator gerichtet war, und dann
Röntgenstrahlen ausgesetzt. Der bei dieser Messung verwendete Röntgenstrahlen-
Generator war derselbe, wie er für die Bewertung des radiographischen
Verstärkerschirms verwendet wurde. Das photographische Material
wurde Röntgenstrahlen in verschiedenen Dosierungen ausgesetzt, wobei
die Dosierungen durch Verändern des Abstands zwischen dem
Verstärkerschirm und dem Röntgenstrahlen-Generator eingestellt wurden.
Nachdem der Vorgang des Exponierens abgeschlossen war, wurde das
exponierte Material in der gleichen Weise, wie es bei der Messung der
Empfindlichkeit angegeben ist, entwickelt. Das entwickelte
photographische Material wurde in zwei Flachmaterialien geteilt. Die
photosensitive Schicht auf jedem Flachmaterial wurde unabhängig abgezogen. Es
wurde gefunden, daß die Dichte der photosensitiven Schicht, die in
Berührung mit dem Verstärkerschirm gewesen war, höher war als
diejenige der photosensitiven Schicht an der anderen Seite (Seite des
schwarzen Papiers). Für jede der verbleibenden Schichten wurde die
charakteristische Kurve erhalten, und aus dem geradlinigen Bereich
(Dichte: 0,5-1,0) jeder charakteristischen Kurve wurde der
durch
schnittliche Unterschied der Empfindlichkeit (Δ log E) erhalten; und
dann wurde die Menge an Cross-Over auf der Basis des bestimmten
durchschnittlichen Unterschieds der Empfindlichkeit (Δ log E) berechnet
gemäß der folgenden Formel:
-
Cross-Over (%) = 100/ (antilog (Δ log E) + 1).
-
Das vorstehend beschriebene Verfahren wurde wiederholt mit der
Ausnahme, daß der radiographische Verstärkerschirm A gegen andere
Verstärkerschirme ersetzt wurde. Die erhaltenen Werte waren jedoch nahezu
die gleichen, wie sie bei der vorstehenden Messung erhalten wurden.
-
Die berechneten Werte für Cross-Over (%) sind in Tabelle 3 dargelegt.
Tabelle 3
(5) Bewertung der charakteristischen Eigenschaften der Kombinationen
von photographischen Silberhalogenid-Materialien und radiographischen
Verstärkerschirmen
1) Messung von Empfindlichkeit und Gamma
-
Ein zu messendes photographisches Material wurde sandwichartig
zwischen zwei radiographischen Verstärkerschirmen angeordnet, um eine
Probenkombination herzustellen. Was die hergestellte Kombination
betrifft, wurden die Verfahren des Exponierens und Entwickelns in der
gleichen Weise ausgeführt, wie sie bei der Messung der Empfindlichkeit
von Verstärkerschirmen beschrieben sind.
-
Die Röntgenstrahlen-Dosis, die erforderlich ist, um die Dichte von Dmin
+ 0,5 zu ergeben, wurde gemessen, und die Empfindlichkeit wurde
durch den Kehrwert der erforderlichen Dosis definiert. Die berechnete
Empfindlichkeit jeder Probe wurde in einen relativen Wert umgewandelt
auf der Basis der Empfindlichkeit der aus HR-4/Super-HRS bestehenden
Kombination, die auf den Wert 100 festgesetzt wurde, als der Standard.
Der Wert von Gamma wurde durch den Gamma-Mittelwert zwischen der
Dichte von 0,8 und 1, 2 ausgedrückt.
2) Messung der MTF
-
Ein photographisches Probenmaterial wurde zwischen zwei
radiographischen Proben-Verstärkerschirmen angeordnet, und dann wurde ein
radiographisches Bild des vorstehend beschriebenen rechtwinkligen
Diagramms zur Messung der MTF hergestellt. Das Diagramm wurde
vor der vorgenannten Röntgenröhre in einem Abstand von 2 m
angeordnet. Das photographische Material wurde hinter dem Diagramm
angeordnet (d. h. das Material war durch das Diagramm hindurch zur
Röhre hin ausgerichtet), und der Proben-Verstärkerschirm wurde hinter
dem photographischen Material in engem Kontakt angeordnet.
-
Das exponierte photographische Material wurde mittels einer
automatischen Rollenförderer-Entwicklungsmaschine, die von Fuji Photo Film
Co., Ltd. (FPM-5000) erhältlich ist, in der vorstehend beschriebenen
Weise entwickelt. Die Röntgenstrahlen-Dosis bei dem
Exponierungsvorgang war dieselbe wie vorstehend beschrieben.
-
Die Dichte des radiographischen Bilds der entwickelten Probe wurde
mittels Mikrodichtemesser gemessen, um ein Dichteprofil zu erhalten.
Dieser Vorgang wurde 20 mal wiederholt, und die erhaltenen Werte
wurden gemittelt, um das Dichteprofil zu erhalten, aus dem die CTF
berechnet wurde. Danach wurde der dem Puls jeder räumlichen
Häufigkeit in dem Dichteprofil entsprechende Peak ermittelt, um den
Dichtekontrast bei jeder Häufigkeit zu berechnen.
-
Der erhaltene Dichtekontrast wurde auf der Basis der unabhängig
erhaltenen charakteristischen Kurve in den effektiven rechtwinkligen
Expositionskontrast umgewandelt.
-
Zur Herleitung der MTF wurde die Modell-MTF entsprechend der
folgenden Formel angenommen:
-
MTF(ν) = b(1+(au)²)&supmin;¹ ("a" und "u" sind Parameter).
-
Die Parameter wurden auf die gleiche Weise bestimmt wie bei der
Herleitung der Coltman-Formel. Genauer, der effektive rechtwinklige
Expositionskontrast wurde durch MTF(ν) und ihre Komponenten bei hohen
Frequenzen wie MTF(3), MTF(5), ..., MTF(111) ausgedrückt; und
dann wurden die Parameter so bestimmt, daß die berechneten Werte den
beobachteten Werten entsprechen könnten. Dieses Verfahren wird in
"HOSHASEN GAZO JYOHO KOGAKU (I)" (veröffentlicht von Tsusho
Kenkyu-sha, 1981) von Uchida et al., Seite 171, genau beschrieben. Die
erhaltenen Werte der Parameter wurden auf die vorstehende Formel
angewendet, und dann wurde MTF(ν) berechnet.
3) Messung des Rauschen-Leistungs-Spektrums (noise power spectrum,
NPS&sub0;(ν))
-
Die Messung wurde unter Verwendung desselben
Röntgenstrahl-Generators durchgeführt, der bei der Messung der MTF verwendet wurde (bei
der die Röntgenstrahlen von 80 KVp veranlaßt wurden, durch das 3 mm
Aluminium äquivalente Material und den Wasserfilter mit dem Weg von
7 cm hindurchzugehen). Die Kombination wurde vor der Röntgenröhre
in einem Abstand von 2 m angeordnet und den Röntgenstrahlen
ausgesetzt. Die Dosis der Röntgenstrahlen wurde so eingestellt, daß die
Dichte des Bilds des entwickelten Materials 1,0 sein könnte. So wurde
die Probe zur Messung der NPS&sub0;(ν) vorbereitet. Die Dichte des Bilds
der Probe wurde mit dem Mikrodichtemesser unter der Bedingung
gemessen, daß die Öffnung ein Schlitz von 30 um · 500 um
(Abtastrichtung x vertikale Richtung) war und daß der Abtastabstand 20 um war.
-
Die Anzahl der Abtastpunkte war 8192 Punkte/Linie · 12 Linien. Die
Ergebnisse wurden in jeweils 256 Punkte eingeteilt, und das
FFT-Verfahren wurde durchgeführt. Die FFT-Behandlung wurde 1320 mal
(durchschnittlich) wiederholt, um ein Rauschen-Leistungs-Spektrum zu
erhalten.
4) Berechnung von NEQ
-
NEQ wurde berechnet nach der Formel:
-
NEQ(ν) = {log10e x γ (MTF(ν))}² / NPS&sub0;(ν).
-
Jeder erhaltene Wert wurde in einen relativen Wert umgewandelt auf der
Basis des NEQ-Werts der Kombination HR-4/Super HRS, die auf den
Wert 100 festgesetzt wurde, als Standard. Als repräsentative Werte
wurden die sich für räumliche Häufigkeiten von 1 Linie/mm und 3
Linien/mm ergebenden Werte dargelegt.
5) Berechnung der DQE
-
DQE wurde berechnet nach der Formel:
-
DQE(ν) = NEQ(ν) / Q
-
(Q ist die Anzahl der aufgetroffenen Röntgenstrahl-Quanten.)
-
In der Berechnung wurde der vorstehend erhaltene relative Wert für
NEQ(ν) angewendet. Da Q zur Empfindlichkeit der Kombination
umgekehrt proportional ist, kann die vorstehende Formel umgeschrieben
werden, um die folgende Formel zu ergeben:
-
Relative DQE(ν) = Relatives NEQ(ν) x Relative Empfindlichkeit
-
Jeder nach der vorstehenden Formel erhaltene Wert wurde in einen
relativen Wert umgewandelt auf der Basis des DEQ-Werts der
Kömbination HR-4/Super HRS, der auf den Wert von 100 festgesetzt wurde,
als Standard. Als repräsentative Werte werden die für räumliche
Häufigkeiten von 1 Linie/mm und 3 Linien/mm erhaltenen Werte dargelegt.
6) Visuelle Beurteilung
-
Ein Bild eines anatomischen Brustmodells (erhältlich von Kyoto Kagaku
Co., Ltd.) wurde auf folgende Weise photographiert. Ein
Röntgenstrahlen-Generator (dreiphasig; 12 Pulse; 100 KVp), ausgerüstet mit einem 3
mm Aluminium äquivalenten Material, um die Brennfleckgröße der
erzeugten Röntgenstrahlen 0,6 mm · 0, 6 mm groß zu machen, wurde
verwendet. Das anatomische Modell wurde vor dem Röntgenstrahlen-
Generator in einem Abstand von 140 cm angebracht. Hinter dem Modell
wurden ein Gitter zum Hemmen von Streuung (Rasterverhältnis: 8 : 1)
und die Kombination aus photographischem Material und
Verstärkerschirm angeordnet. In dieser Anordnung wurde ein radiographisches Bild
des anatomischen Modells erhalten.
-
Das photographische Material der Kombination wurde in
Entwicklungslösung RD III und der vorgenannten Fixierlösung F bei 35ºC 25
Sekunden lang (Gesamtbehandlungszeit: 90 Sekunden) von der
automatischen Entwicklungsmaschine (FPM-5000) in der gleichen Weise wie
bei der Messung der photographischen Eigenschaften entwickelt.
-
Die Röntgenstrahlen-Dosis wurde eingestellt durch Verändern der
Expositionszeit dergestalt, daß die Dichte des bestimmten Punkts auf dem
Bild 1,6 sein könnte. Die Qualität des erhaltenen Bilds des anatomischen
Brustmodells wurde hauptsächlich unter dem Gesichtspunkt der
klinischen Erkennbarkeit von Adern in der Lunge visuell beurteilt. Die
Ergebnisse wurden durch die Noten A, B, C und D ausgedrückt, die
"hervorragend", "gut", "erkennbar" bzw. "nicht erkennbar" bedeuten.
Außerdem wurde eine genauere Beurteilung durch Verwendung der
kleinen Buchstaben "a" und "z" ausgedrückt. Wenn beispielsweise zwei
Bilder, deren Qualität beiden dieselbe Note A zugeteilt wurde, leicht
unterschiedliche Qualität besaßen, wurde die bessere durch Aa und die
schlechtere durch Az ausgedrückt.
-
Die Ergebnisse der vorstehenden Messungen sind in den Tabellen 4 und
5 dargelegt.
Tabelle 4
Tabelle 5
-
Die vorstehenden Daten zeigen die folgenden Tatsachen:
1) Die Kombinationen (1) und (2),
-
in denen der radiographische Proben-Verstärkerschirm A verwendet
wird, ergeben Bilder mit hervorragenden Eigenschaften hinsichtlich
Ausgewogenheit zwischen der Empfindlichkeit und der Bildqualität,
verglichen mit den Kombinationen (6) und (7), die einen im Handel
erhältlichen radiographischen Verstärkerschirm verwenden. Tatsächlich
sind die DQE-Werte (3 lp/mm) der Bilder von (1) und (2) etwa 1,35
mal so hoch wie diejenigen von (6) und (7). Außerdem sind die MTF-
Werte der Bilder von (6) und (7) auf dem niedrigsten Niveau für
Brust
diagnosen, und die Bilder von Adern, die mittels (6) und (7) erhalten
werden, sind beträchtlich undeutlich.
2) Die Kombinationen (4) und (5),
-
welche dieselben Kombinationen sind wie (2) und (3) mit der
Ausnahme, daß der Verstärkerschirm A ersetzt wurde durch den
radiographischen Proben-Verstärkerschirm B (der Röntgenstrahlen stärker
absorbiert, als es der Schirm A tut), ergeben Bilder, deren DQE-Werte (3
lp/mm) denjenigen von (2) und (3) überlegen sind, aber deren DQE-
Werte (1 lp/mm) denjenigen von (2) und (3) unterlegen sind. Außerdem
zeigen Röntgenbilder, die durch die Kombinationen (4) und (5) erzeugt
wurden, eine hervorragende Körnigkeit.
3) Die Kombination (2) ist um 19% empfindlicher als die Kombination
-
(9), die einen im Handel erhältlichen radiographischen Verstärkerschirm
verwendet. Außerdem ist die Kombination (2) der Kombination (9)
sowohl hinsichtlich DQE (3 lp/mm) als auch hinsichtlich DQE (1
lp/mm) überlegen. Darüber hinaus besitzt das mittels der ersteren
erhaltene radiographische Bild weniger "Rauhigkeit" und eine bessere
Erkennbarkeit von Adern als das mittels der letzeren erhaltene.
-
4) Die Kombination (2) ist mehr als zweimal so empfindlich wie die
Vergleichskombination (8). Außerdem besitzt das mittels der ersteren
erhaltene radiographische Bild eine bessere Erkennbarkeit von Adern als
das mittels der letzteren erhaltene.
-
5) Die Kombination (10), die einen im Handel erhältlichen
radiographischen Verstärkerschirm verwendet, ist sehr empfindlich und ergibt
eine hohe DQE, aber andererseits ergibt sie ein niedriges NEQ. Nach
der visuellen Betrachtung des erhaltenen radiographischen Bilds ist das
mittels der Kombination (10) erzeugte Bild zu undeutlich und zu rauh
oder grob für die medizinische Diagnose.
-
6) Die Kombination (3) ergibt eine sehr hohe DQE und ist um 21%
empfindlicher als die Vergleichskombination (8). Außerdem zeigt das
von der ersteren erzeugte radiographische Brustbild eine hervorragende
Bildqualität.
-
7) Die Kombination (1) ergibt eine höhere DQE als die
Vergleichskombination (9). Während die Bildqualität des mittels der ersteren erzeugten
radiographischen Brustbilds derjenigen des von der letzteren erzeugten
vergleichbar ist, ist die erstere etwa 1,5-mal so empfindlich wie die
letztere.
-
8) Die Vergleichskombination (8) ergibt eine sehr hohe MTF, aber
andererseits ergibt sich eine niedrige DQE, weil die Kombination einen
Verstärkerschirm aufweist, der Röntgenstrahlen in einer kleinen Menge
absorbiert. Darüber hinaus ist die Empfindlichkeit der Kombination
niedrig. Die Kombination ergibt ein grobes radiographisches Brustbild,
und daher ist sie für eine genaue Diagnose nicht geeignet.
Beispiel 6
-
Das folgende zeigt eine Studie des Falles, in dem die Cross-Over-Stärke
des für die Kombination der Erfindung verwendeten photographischen
Silberhalogenid-Materials verändert wurde.
(1) Herstellung der photographischen Silberhalogenid-Materialien V, VI,
VII und VIII
-
Das Verfahren zur Herstellung des photographischen Silberhalogenid-
Materials I in Beispiel 5 wurde wiederholt mit der Ausnahme, daß die
obere Unterschicht der Unterlagenschicht des Trägers hergestellt wurde
durch Auftragen der folgenden Dispersion feinkristalliner
Farbstoffteilchen, um vier photographische Silberhalogenid-Materialien V, VI, VII
und VIII herzustellen.
(Herstellung der Dispersion feinkristalliner Farbstoffteilchen)
-
Eine 2 Liter Kugelmühle wurde mit 434 ml Wasser und 791 ml einer
6,7%-igen wässrigen Lösung des oberflächenaktiven Mittels Triton-200
(TX-200) beschickt, und dann wurde der folgende Magenta-Farbstoff A
zugefügt. Nachdem 400 ml Zirkoniumoxid (ZrO&sub2;)-Kügelchen
(Durchmesser: 2 mm) zu dem Gemisch zugegeben worden waren, wurde das
sich ergebende Gemisch 4 Tage lang pulverisiert. Danach wurden 160 g
12,5%-iger wässriger Gelatine zugegeben. Das sich ergebende Gemisch
wurde entgast, und dann wurden die ZrO&sub2; Kügelchen durch Filtration
entfernt. Die erhaltene Farbstoff-Dispersion wurde vermessen. Bei der
Messung wurde gefunden, daß die Durchmesser des pulverisierten
Farbstoffs eine Verteilung in dem breiten Bereich von 0,05-1,15 um hatten
und daß der mittlere Durchmesser 0,37 um war.
-
Die Farbstoffteilchen mit einem Durchmesser von nicht weniger als 0,9
um wurden durch Zentrifugieren entfernt, um die angestrebte Farbstoff-
Dispersion zu erhalten.
(2) Bewertung der charakteristischen Eigenschaften des photographischen
Silberhalogenid-Materials
-
Die Empfindlichkeit der photosensitiven Schicht an einer Seite und das
Cross-Over wurden in der in Beispiel 5 beschriebenen Weise gemessen
und berechnet.
-
Die gemessenen Empfindlichkeiten und die berechneten Cross-Over-
Werte (%) sind in Tabelle 6 dargelegt. In Tabelle 6 sind zum Vergleich
auch die Daten der photographischen Materialien I-IV in Beispiel 5
dargelegt.
Tabelle 6
-
(3) Bewertung der charakteristischen Eigenschaften der Kombinationen
von photographischen Silberhalogenid-Materialien, die verschiedene
Cross-Over-Werte zeigten, und radiographischen Verstärkerschirmen
Verschiedene Charakteristika der Kombinationen, von denen jede eines
der vorstehend beschriebenen photographischen Silberhalogenid-
Materialien und den radiographischen Verstärkerschirm A aufwies,
wurden in der in Beispiel 5 beschriebenen Weise bewertet. Die
Ergebnisse sind in Tabelle 7 dargelegt. In Tabelle 7 stehen die Noten der
visuellen Beurteilung für dieselben Bedeutungen, wie sie in Tabelle 5
verwendet wurden.
Tabelle 7
-
Die vorstehenden Daten geben die folgenden Tatsachen an:
-
1) Wenn das Cross-Over des photographischen Silberhalogenid-Materials
kleiner als 15% gemacht wird, werden die erhaltene MTF und DQE
offensichtlich verbessert, während sich die Empfindlichkeit leicht
verringert. Nach den vorstehenden Daten wurde die in Fig. 3 gezeigte
Beziehung zwischen der Empfindlichkeit der Kombination und der
Bildqualität des radiographischen Brustbilds erhalten. Außerdem sind in Fig.
3 auch zum Vergleich die Beziehungen zwischen der Empfindlichkeit
und der Bildqualität für die in den Tabellen 4 und 5 gezeigten
üblicherweise für die Radiographie verwendeten Kombinationen (d. h. die
Vergleichskombination (8): Super HRS/HR-3, und die
Vergleichskombina
tion (9): Super HRS/HR-4; im Handel erhältlich von Fuji Photo Film
Co., Ltd.) gezeigt.
-
Wie aus Fig. 3 offensichtlich ist, zeigt die Kombination von
photographischem Silberhalogenid-Material und radiographischem
Verstärkerschirm A im Vergleich zu der bekannten Kombination von
photographischem Silberhalogenid-Material und üblicherweise für die
Radiographie verwendetem radiographischen Verstärkerschirm hervorragende
Eigenschaften hinsichtlich Ausgewogenheit zwischen der Empfindlichkeit
und der Bildqualität. Mit anderen Worten, die Kombination mit Schirm
A ergibt unter der Bedingung, daß die Empfindlichkeit auf demselben
Niveau gehalten wird, ein radiographisches Bild besserer Qualität, und
andererseits kann unter der Bedingung, daß die Bildqualität auf
demselben Niveau gehalten wird, die Radiographie bei einer kleineren
Röntgenstrahlen-Dosis ausgeführt werden.
-
Wenn ein photographisches Silberhalogenid-Material, das geringes
Cross-Over zeigt, für die Kombination von photographischem
Silberhalogenid-Material und radiographischem Verstärkerschirm A bis D
verwendet wird, ist der vorstehend beschriebene Vorteil besonders
ausgeprägt.
Beispiele 7-11
(Herstellung einer elektrisch leitfähige Metalloxid-Faserkristalle
enthaltenden Unterlagenschicht)
-
Die folgenden elektrisch leitfähigen Metalloxid-Faserkristalle wurden zu
100 g Acrylharz (Cryscoat P1018GS, Handelsname, erhältlich von
Dainippon Ink and Chemicals Co., Ltd.) zugegeben. Zu dem Gemisch
wurde außerdem Methylethylketon zugegeben. Das sich ergebende
Gemisch wurde gerührt, um eine Dispersion mit einer Viskosität von 3-
10 Pa · s (25ºC) zu ergeben. Die sich ergebende Dispersion wurde auf
den Träger aufgetragen, um die folgende Auftragsmenge zu ergeben.
-
Beispiel 7: ZnO-Faserkristall (Panatetra: Handelsname, erhältlich
von Matsushita Industrial Machine Co., Ltd.)
Zugegebene Menge: 200 g,
Auftragsmenge: 25 g/m²
-
Beispiel 8: ZnO-Faserkristall (Panatetra: Handelsname, erhältlich
von Matsushita Industrial Machine Co., Ltd.)
Zugegebene Menge: 350 g,
Auftragsmenge: 25 g/m²
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Beispiel 9: ZnO-Faserkristall (Panatetra: Handelsname, erhältlich
von Matsushita Industrial Machine Co., Ltd.)
Zugegebene Menge: 100 g,
Auftragsmenge: 25 g/m²
-
Beispiel 10: ZnO-Faserkristall (Panatetra: Handelsname, erhältlich
von Matsushita Industrial Machine Co., Ltd.)
Zugegebene Menge: 100 g,
Auftragsmenge: 50 g/m²
-
Beispiel 11: K&sub2;O · nTiO&sub2; Faserkristall (Densitol BK: Handelsname,
erhältlich von Ohtsuka Chemical Co., Ltd.)
Zugegebene Menge: 100 g,
Auftragsmenge: 25 g/m².
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Die Verfahren zum Erhalten radiographischer Bilder wurden unter
Verwendung eines radiographischen Films und der radiographischen
Verstärkerschirme der Beispiele 7 bis 11 wiederholt durchgeführt. Bei
diesen Verfahren wurde auf der Schutzschicht abgelagerter Staub
beobachtet. Durch diese Beobachtung wurde bestätigt, daß der Staub
weniger beobachtet wurde als in dem Fall der Verwendung von
radiographischen Verstärkerschirmen des Beispiels 1 ohne Unterlagenschicht
aus dem elektrisch leitfähigen Material. Außerdem wurde bestätigt, daß
Staub und Schmutz, die nach zusätzlichen radiographischen Verfahren
auf der Schutzschicht abgeschieden wurden, durch Abwischen der
Oberfläche der Schutzschicht mit einem Tuch, das ein Lösungsmittel wie
Ethanol oder Isopropylalkohol enthielt, leicht entfernt werden konnten.
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Darüber hinaus wurde bestätigt, daß selbst nach den wiederholten
Verfahren keine statischen Flecken (die manchmal durch Entladung
vorhandener statischer Elektrizität erzeugt werden und die visuelle
Erkennbarkeit eines erhaltenen radiographischen Bilds verringern) auf den
erhaltenen radiographischen Bildern beobachtet wurden, wenn die
radiographischen Verstärkerschirme der Beispiele 7 bis 11 verwendet wurden.