DE2440376A1 - Teilchengroessen-analyse von polydispersen systemen mit hilfe der laserlichtstreuung - Google Patents
Teilchengroessen-analyse von polydispersen systemen mit hilfe der laserlichtstreuungInfo
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Description
Zentralbereich Patente, Marken und Lizenzen
509 Leverkusen, Bayerwerk Ki/Ze/Ss
2 0. AUG. 1974
Teilchengrößen-Analyse von polydispersen Systemen mit Hilfe der
Laserlichtstreuung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Teilchengrößen-Analyse
von polydispersen Systemen,, insbesondere Farbstoffdispersionen
mit Hilfe der Laser-Streulichtmessung. Dabei wird die zu
untersuchende Probe mit Laserlicht bestrahlt und zu jedem Streuwinkel das Frequenzspektrum des gestreuten Lichtes untersucht. Weiter unten
wird beschrieben, wie man dann aus den gemessenen Frequenzspektren
die für das disperse System charakteristischen Daten, mittlerer Teilchendurchmesser
und Teilchengrößenverteilung, gewinnt.
Die optischen Methoden bieten den besonderen Vorzug, daß die Meßsonde
Licht praktisch keine mechanischen Störungen des Systems verursacht, und daß optische Messungen sehr schnell ausführbar sind im Gegensatz
zu allen Verfahren, die mit einem mechanischen Teilchentransport verknüpft
sind. Unter den Streulichtverfahren ist bisher hauptsächlich die Messung der Streuintensität als Funktion des Streuwinkels angewandt
worden, die alle auf der Streutheorie von Mie beruhen. Diese Methoden sind in ihrem Anwendungsbereich begrenzt, da überhaupt nur relativ
enge Verteilungsbreiten und unter diesen nur kugelförmige Teilchen mit bekannten optischen Brechungs- und Absorptionsindices analysierbar
sind. Nachfolgend wird ein davon wesentlich verschiedenes Streulicht-Verfahren beschrieben, mit dem an Farbstoffsuspensionen im Teilchenbereich
unterhalb von etwa 1 um gute Ergebnisse erzielt wurden.
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Das Verfahren benutzt die bekannte Tatsache, daß die ungeordnete, statistische Bewegung von monodispersen Streuteilchen aufgrund des
optischen Dopplereffektes (Figur 1) zu einer definierten Verbreiterung im Spektrum des gestreuten Lichts (Figur 2) führt. Es ist bekannt, daß
die Verbreiterung des Streulichtes eines einfallenden Lichtbündels von exakt monochromatischem Spektrum lorentzförmig ist mit einer halben
Halbwertsbreite Δν , die in Einheiten der reziproken Schwingungsdauer
gegeben ist durch
DTk2
(D translatorischer Diffusionskoeffizient;
k = (4 π n/> ) sin (Θ/2), Streuvektor;
a = Streuwinkel;
λ = Vakuum-Wellenlänge des einfallenden Lichts;
η = Brechungsindex des Mediums. )
Über eine Messung der Frequenzbreite des Streulichts läßt sich also der
Diffusionskoeffizient der Translation bestimmen. Dieser wiederum ist über die für kugelförmige Teilchen gültige Stokes-Einstein-Gleichung
mit dem Teilchenradius r verknüpft (K1 = Boltzmann-Faktor, T = absolute
Temperatur, η = Viskosität des Mediums). Die Anwendung dieser Relation
auf nichtkugelförmige Teilchen liefert eine Teilchengröße, die dem Radius eines bezüglich des Diffusionskoeffizienten äquivalenten, kugelförmigen
Teilchens entspricht. Für in Wasser (20 C) suspendierte Teilchen im Radienbereich von 25 nm bis 500 nm erhält man bei einem
Streuwinkel von 90 Halbwertsbreiten Amc von etwa 500 bis 24 Hz.
Für derartige Messungen ist die außerordentlich hohe spektrale Auflö-
-ίο Λ Α
sung ^'/Δνσ von etwa 3 χ 10 nötig (v>
. (λ = 0, 6 μ) = 5 χ 10 Hz; ö Licht ο
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2U037B
Av ~ 20 Hz). Der apparative Aufwand ist trotzdem sehr gering.
Man benutzt als Strahlungsquelle einen Gas-Laser, z. B. einen He-Ne-Laser mit Emission bei λ =0, 6328 μπι.
Die Frequenzanalyse des Streulichts erfolgt nach Demodulation des gestreuten
Lichtes auf elektrischem Wege, entweder nach dem Heterodyn- oder nach dem Homodyn-Verfahren. Die Demodulation des Streulichtspektrums,
d.h. seine Transformation in einen niederfrequenten Bereich, wird durch Differenzfrequenzbildung erreicht, im heterodynen
Fall zwischen Streulicht und direktem Laserlicht, im homodynen Fall zwischen den einzelnen Komponenten des Streulichtspektrums selbst.
Diese jeweils überlagerten Lichtkomponenten erzeugen am Ort des Photodetektors im allgemeinen ein Interferenzmuster, dessen Raumfrequenz
mit kleiner werdendem Öffnungswinkel ebenfalls abnimmt. Durch zwei Blenden wird ein so enger Lichtkanal ausgeblendet, daß die
gesamte wirksame Detektorfläche von nur einer Kohärenzfläche überdeckt, d.h. zu allen Zeiten jeweils von einem einheitlichen Intensitätspegel bestrahlt wird. Diese Intensität ändert sich nun in der Zeit mit den
Differenzfrequenzen (Schwebungsfrequenzen) aller aufgefangenen Lichtkomponenten.
Entsprechend ändert sich auch der Signalstrom des Detektors. Man kann dann die Frequenzanalyse des Lichts durchführen durch
eine elektronische Frequenzanalyse der Signalspannung, deren Quadrat das heterodyne bzw. homodyne Leistungsspektrum des Streulichts darstellt.
Wenn die Halbwertsbreite eines lorentzförmigen Streulichtspektrums - wie oben - mit Δν und mit Δν, bzw. Δν. entsprechend die
S het horn
Halbwertsbreiten des heterodyn bzw. homodyn gemessenen Leistungsspektrums bezeichnet werden, so gilt
2 · Δν_ = 2 · Δν Α = Δν,
S het horn
und sowohl das Heterodyn- als auch das Homodynspektrum sind wieder
lorentzförmig. Da es i. a. einfacher ist, Homodynspektren zu messen, wird die weitere Darstellung auf den Fall des homodynen Nachweises be-
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h ο 9«1D / η u
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schränkt. Dabei soll dann mit Δν jeweils die Halbwertsbreite des Homodynspektrums
bezeichnet werden.
Bei dem Verfahren zur Teilchengrößen-Analyse gemäß dem Oberbegriff
dieser Anmeldung wird also zunächst zu diskreten Streuwinkeln Θ. das Frequenzspektrum des gestreuten Lichtes gemessen, anschließend zu jedem
Frequenzspektrum die Halbwertsbreite Δν ermittelt und hieraus die
2
Funktion Δν (k ) berechnet.
Funktion Δν (k ) berechnet.
2 Gemäß Formel 1 ergibt sich für monodisperse Systeme für Δν (k ) eine
Gerade mit der Steigung D . Aus der Formel für den translatorischen Diffusionskoeffizienten D erhält man dann den Teilchenradius r.
An kugelförmigen Polystyrol-Latices wurden Testmessungen durchgeführt,
die in jeder Hinsicht zufriedenstellend ausfielen. Die vom Hersteller angegebenen Latex-Radien konnten mit großer Genauigkeit aus
der Streulichtmessung bestätigt werden. Darüber hinaus ergab sich aus der Auftragung der Frequenzbreite Δν über dem Quadrat des Streuvektors
k der theoretisch geforderte lineare Zusammenhang (Figur 3). Die Auswertung
der spektralen Messung bei einem Winkel P zur Ermittlung der Halbwerts breite Δν geschieht so, daß an die Meßkurve eine Lorentzverteilung
optimal angepaßt wird, deren Halbwertsbreite dann das Resultat darstellt (Figur 4).
Nach diesen an rnonodispersen Teilchen getesteten Meß- und Auswerteverfahren wurden polydisperse, in Wasser und anderen Flüssigkeiten suspendierte, organische Farbstoffteilchen untersucht. Das Ergebnis dieser
2 Messungen war ein nichtlinearer Verlauf der Δν (k )-Kurve derart, daß
im Winkelbereich unterhalb von etwa 130 eine einheitlich positive Krümmung auftritt. Oberhalb von etwa 130 steigt die Kurve dann meistens
etwas schwächer an und kann je nach Probe Betrag und Vorzeichen der Krümmung ändern (siehe Abb. 7 und 8). Gemeinsames Kennzeichen der
untersuchten polydispersen Systeme war eine positive Krümmung der
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2 ο
Δ^< (k )-Kurve im Winkelbereich bis etwa 130 .
Das oben beschriebene Verfahren is+ daher nicht mehr anwendbar.
Dor Erfinduno- liegt nun die Aufgabe zugrunde, auch im Fall von polyuispersen
Systemen eine Aussage über die charakteristischen Teilchendaten mit Hilfe der Laserlichtstreuung zu gewinnen.
Diese Aufgabe wird bei dem oben beschriebenen Verfahren dadurch gelöst,
daß der mittlere Teilchendurchmesser d und eine die Breite der Verteilung charakterisierende Größe σ aus den charakteristischen Krümmungen
der Δν (k )-Kurve im Winkelbereich zwischen 10 und 170 bestimmt werden. Unter charakteristischen Krümmungen wird verstanden, daß im
Winkelbereich zwischen 10 und etwa 130 eine einheitlich positive Krümmung
der A^ (k )-Kurve auftritt, daß sich Vorzeichen und Betrag der Krümmung
im Winkelbereich oberhalb von etwa 130 ändern können und daß bei manchen Proben in diesem Winkelbereich ein Maximum auftritt. Zweckmäßig
geht man dabei so vor, daß der zu jedem Wertepaar (Δν'., k.) gehörende
Teilchendurchmesser d. ermittelt wird und an die aus dem Werte-, , ι - _
satz jd.l gebildete Häufigkeitsdichte eine durch die beiden Parameter d
und σ charakterisierte logarithmische Normalverteilung nach der Methode des kleinsten Fehlerquadrates angepaßt wird. Vorzugsweise wird der
,.^..~~~,.~ -^. auf den Winkelbereich der Δν (k )-Kurve, der positiv gekrümmt
ist, eingeschränkt.
Die Apparatur zur Durchführung des e rf indungs gemäßen Verfahrens besteht
aus einem Streulichtspektrometer mit einer speziell ausgebildeten Meßküvette und einem Photodetektor zur kohärenten Demodulation des gestreuten
Lichtes, einem Frequenzanalysator zur spektralen Zerlegung des demodulierten Signals und einem Rechner zur Bestimmung der Teilchenparameter
d und σ. Das erf indungs gemäße Kennzeichen ist darin zu sehen, daß der Frequenzanalysator eine Vielzahl von parallel geschalteten Festfrequenzfiltern
aufweist, an denen das demodulierte, durch einen Vorverstärker verstärkte Signal gleichzeitig ansteht, daß das A us gangs signal der Filter
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t> 0 3 H 1 M / Π U 9 3
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von einem Scanner abgefragt, digitalisiert und dem im Echtzeit-Betrieb
arbeitenden Rechner zugeführt wird und daß der Rechner den Meßvorgang bei einer vorgegebenen Meßgenauigkeit nach Maßgabe einer minimalen
Meßzeit steuert.
Vorteilhaft übt der Rechner neben den Rechen- und Speicherfunktionen
folgende Steuerfunktionen aus:
a) Einstellung des Photodetektors auf die Streuwinkel Θ.
b) Einstellung des Verstärkungsgrades am Vorverstärker und Überwachung
auf Übersteuerung
c) Einstellung der integrations zeit der Filter
d) Einstellung der Anzahl, Frequenz und Reihenfolge der Signalabfrage
am Ausgang der Filter durch den Scanner
e) Betätigung eines Verschlusses im Strahlengang und getrennte Messung
von Signal- und Rauschspektrum.
Für das Streulichtverfahren ist es wichtig, eine Rückwärtsreflexion des
Laserlichts an der laserfernen Küvettenwand zu vermeiden. Reflektiertes Laserlicht würde sonst wiederum an den dispers verteilten Teilchen der
Probe gestreut werden und insbesondere bei großen Winkeln eine merkliche Zumisehung von Streulicht zu dem Streulicht des primär eingestrahlten
Laserlichts bewirken. Dies würde zu einer Verfälschung der gemessenen Streulichtspektren führen. Deshalb wird eine spezielle Streulicht küvette
verwendet, in der das eingestrahlte Laserlicht nach Durchqueren der Küvette reflexionsfrei ausgelöscht wird. Diese Lichtauslöschung wird
durch ein Schwarzglasröhrchen erreicht, das in die hintere Küvettenwand eingesetzt ist und dadurch als Lichtfalle für das primäre Laserlicht
wirkt, daß es nach oben abgewinkelt ist.
Das erfindungs geraäße Verfahren erlaubt im Zusamjmenhang mit der neuen
Meßapparatur die Durchführung einer kompletten Teilchengrößenanalyse in wenigen Minuten. Dadurch wurde der Einsatz als Routineanalysengerät
ermöglicht. Die so gewonnenen charakteristischen Teilchendaten stimmen sehr gut mit den Werten überein, die man z. B. mit Hilfe der Scheibenzentrifugen-Meßmethode
erhält.
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Im folgenden wird die Erfindung an Hand eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispieles näher beschrieben. Es zeigen:
Figur 1 das Prinzip der Frequenzänderung bei der Laserlichtstreuung,
Figur 2 die Frequenzverbreiterung infolge des Streuprozesses,
2
Figur 3 Δ^ (k ) für monodisperse Latices,
Figur 3 Δ^ (k ) für monodisperse Latices,
Figur 4 die Auswertung durch Anpassung einer Lorentz-Funktion, Figur 5 den Aufbau der Streulichtküvette,
Figur 6 den Aufbau der Meßapparatur,
2
Figur 7 Δν (k ) Diagramm einer polydispersen Farbstoffdispersion,
Figur 7 Δν (k ) Diagramm einer polydispersen Farbstoffdispersion,
2
Figur8 Δν (k ) Diagramm einer polydispersen Farbstoff dispersion.
Figur8 Δν (k ) Diagramm einer polydispersen Farbstoff dispersion.
Die Figuren 1-4 wurden bereits in der Einleitung erläutert. Figur 5 zeigt
schematisch den Aufbau der Streulichtküvette. Die Küvette besteht aus dem zylindrischen Glasgefäß 1 mit den beiden seitlichen Rohransätzen 2 und
Die beiden Rohre 2 und 3 sind in Richtung der Küvettenachse nach oben umgewinkelt. Das Rohr 2 ist etwa in der Mitte der Küvette angesetzt und
besteht aus Schwarzglas. Die Küvette wird in der Apparatur so justiert, daß der Primärlichtstrahl 4 in die Achse des seitlichen Rohransatzes 2
einfällt. Der Primärstrahl wird dann außerhalb des zylindrischen Meßraumes 1 durch Vielfachreflexion und Absorption in der Rohrwandung
praktisch vollkommen ausgelöscht. Das Rohr 2 wirkt also als Lichtfalle für den Primärstrahl 4.
Der Boden des zylindrischen Meßgefäßes 1 ist konisch ausgebildet. An
seinem tiefsten Punkt ist das Röhrchen 3 angesetzt. Es dient zum Absaugen
der Meßflüssigkeit 5 und zum Einfüllen von Spülflüssigkeiten. Diese Anordnung erlaubt ein automatisiertes zyklisches Beschicken der
Küvette von abwechselnd Spül- und Meßflüssigkeit, so daß die Messung einer großen Probenzahl automatisch ablaufen kann.
In Figur 6 ist der optische und elektronische Teil der Meßapparatur sche
matisch dargestellt. Die ausgezogenen Linien repräsentieren den Signal-
und Datenfluß, die gestrichelten Linien deuten die Steuerfunktionen an. Der
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Laserstrahl eines in der TEM -Schwingung strahlenden He-Ne-Lasers 6
(λ = O1 6328 μπα) wird mittels einer langbrennweitigen Linse 7 (f = 60 cm)
in eine Küvette 8 fokussiert, in der sich die zu untersuchende Substanz befindet.
Der Durchmesser des Strahls in der Küvette .8 ist ungefähr 100 μΐη.
Zwischen der Küvette 8 und dem Laser 6 ist eine Blende 9 angeordnet, die völlig geschlossen werden kann.
Das aus der Meßküvette 8 austretende Streulicht fällt durch eine Doppellochblendenanordnung 10 auf die Photokathode eines Phqtovervielf achers 11
Das aus der Meßküvette 8 austretende Streulicht fällt durch eine Doppellochblendenanordnung 10 auf die Photokathode eines Phqtovervielf achers 11
7
und wird dort demoduliert und ca. 10 -fach verstärkt. Mit der Doppellochblendenanordnung 10 kann die Apertur soweit verringert werden, daß die gesamte wirksame Detektorfläche von nur einer Kohärenzfläche überdeckt wird. Der mit dem Detektor erfaßte Intensitätspegel, ist dann räumlich ,.. konstant. Photovervielfacher 11 und DoppellochblencielO sind au£ einer , ,,, optischen Bank montiert,. die um das, Küvettenzentrum schwenkbar ist. Auf diese Weise kann der Streuwinkel Θ. im Bereich von 10 bis 170 :
und wird dort demoduliert und ca. 10 -fach verstärkt. Mit der Doppellochblendenanordnung 10 kann die Apertur soweit verringert werden, daß die gesamte wirksame Detektorfläche von nur einer Kohärenzfläche überdeckt wird. Der mit dem Detektor erfaßte Intensitätspegel, ist dann räumlich ,.. konstant. Photovervielfacher 11 und DoppellochblencielO sind au£ einer , ,,, optischen Bank montiert,. die um das, Küvettenzentrum schwenkbar ist. Auf diese Weise kann der Streuwinkel Θ. im Bereich von 10 bis 170 :
in Schritten von z.B. 10 mit einer Genauigkeit von +1/150 eingestellt
werden.
Das Frequenzspektrum des gestreuten Lichts ist in Figur 2 dargestellt.
Die spektrale Zerlegung erfolgt nach dem Homodynverfahren. Dabei werden die im Streulicht vorhandenen Frequenzkomponenten aufgrund der
nichtlinearen Kennlinie des Photovervielfachers 11 miteinander gemischt. Durch die Mischung treten Summen und Differenzfrequenzen auf. Während
die Summenfrequenzen im optischen Gebiet liegen und nicht zur Anzeige gebracht werden, liegen die Differenzfrequenzen (Schwebungsfrequenzen)
im Niederfrequenzbereich. Die Frequenzanalyse des Streulichts kann dann durch eine elektronische Frequenzanalyse der.;.arn,A.rbeitSwiiier.stand des
Photovervielfachers abgegriffenen Signalspannung erfolgen. Unter der Bedingung der hoinodynen Frequenzanalyse,, gilt ,£ür lorent^f^rmige,; Le}- f/
stungsspektren des.Streulichts ,(Halbwertsbrette .Av0L daß auch die homo- ν
dynen elektrischen Leistungsspektren lp^ent.zföärn^igsind ,(fjalbwertsbr;eite
Δν ) und daß ferner die Bedingung A1V*.^ =■ 2 · Δνο eriüHt ist,, , ...... -.
nonX; ..;..,..,- -ι : -s. -ί .· ι :.;..·.■..■ ι ° ·! ^- num. ·' - ö'; :i: ■ --'-■' ■'
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ORIGINAL INSPECTED
Das niederfrequente Signal wird am Vorverstärker 12 verstärkt und anschließend
dem Frequenzanalysator 13 zugeführt. Der Frequenzanalysator 13 ist ein sogenannter Real-Time-Analysator und besteht aus einer
großen Zahl von parallel geschalteten Festfrequenzfiltern, an denen das Signal gleichzeitig ansteht. Es können sowohl analog als auch digital arbeitende
Frequenz-Analysatoren benutzt werden, z.B. auch ein Fourier-Analysator.
Das Ausgangssignal an den Filtern im Frequenzanalysator wird durch den Scanner 14 rechnergesteuert abgetastet und im Rechner
gespeichert. Aus den gespeicherten Daten bestimmt der Rechner die Ilalbwertsbreite Av der Frequenzverteilung unter gleichzeitiger Glättung
des mit statistischen Schwankungen behafteten Signals. Anschließend er^
mittelt der Rechner 15 den mittleren Teilchehdurchm.esser d und die Halbwertsbreite
σ der Teilchengrößenverteilung durch Anpassung einer logarithmischen
Normalverteilung an den Wertesatz jd. S nach der Methode
des kleinsten Fehlerquadrates. Die Auswertung geht im einzelnen so vor
2
sich, daß jedem Wertepaar (Av., k .) gemäß den folgenden Formeln ein äquivalenter Durchmesser d. zugeordnet wird:
sich, daß jedem Wertepaar (Av., k .) gemäß den folgenden Formeln ein äquivalenter Durchmesser d. zugeordnet wird:
Δν. = - D. k2.
χ π ι ι
KT
D. = B
D. = B
i 3 TTT|d.
Av. ist, wie oben erläutert, die halbe Halbwertsbreite des gemessenen
homodynen Frequenzspektrums des Streulichts, k. der Streuvektor, der wesentlich eine Funktion des Streuwinkels Θ. ist.
ι λ ι
Man erhält so einen Wertesatz von Teilchendurchmessern d., die als Häufigkeitsdichte
interpretiert wird. An diese Häufigkeitsdichte wird dann die logarithmische Normalverteilung, die durch die beiden Parameter d und σ
gekennzeichnet ist, unter der Bedingung des kleinsten Fehlerquadrates optimal angepaßt.
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AO
Die Reehnerausgabe erfolgt durch einen Schreiber «der Drucker l(», der·
Medieiiungsdialog mit dem Rechner durch die Bedienungseinheit 17.
Die Steuerung; der IVTe ßn ppn ra Iu r erfolgt vollautomatisch durch dvn Rechner
Ii), iWv im Echtzeitbetrieb arbeitet. Neben den bereits erwähnten
lieelien- und Speieherfunktionen werden folgende Steuerfunktionen durch
den Rechner ausgeführt:
1. Schließender Wende'9 im Laserprimärstrahl zur Bestimmung des
Rauschpegels.
2. Einstellung des Winkels P. zur Messung des gestreuten Lichts nach
einem vorgewählten Winkelprogramm.
3. Ermililimg und Anpassung des optimalen Verstärkungsgrades des Vorverstärkers
12 an die Intensität des zu messenden Streulichts.
4. Einstellung der Integrationszeit der Filter im Frequenzanalysator 13.
5. Einstellung der Anzahl, Frequenz und Reihenfolge der Signalabfrage
am Ausgang der Filter durch den Scanner.
(>. Überwachen auf Übersteuerung der Frequenzfilter 8 und des Photovervielfachers
11.
Die automatische Steuerung der Meßfunktion erlaubt eine wesentliche Verkürzung
der Analysenzeit. Der Rechner steuert die Integrations zeit der Filter im Frequenzanalysator 13, die Reihenfolge und die Zahl der Abtastungen
in der Weise, daß die Meßzeit bei einer vorgegebenen Meßgenauigkeit minimal wird. Diese Steuerung des Meßvorganges ermöglicht eine
komplette Teilchenanalyse in wenigen Minuten bei minimalem Bedienungs aufwand. Im Gegensatz dazu liegen die Analysenzeiten bei anderen vergleichbaren
Meßverfahren zwischen einigen Stunden und einigen Tagen. Die Bedienung beschränkt sich auf das Einfüllen der Probe in die Meßküvette
8 und einige analysenspezifische Eingaben an der Bedienungseinheit 17 im Dialog mit dem Rechner 15. Der gesamte Meßvorgang bis zum fertigen
Protokoll und die Rückführung des Gerätes in einen definierten Auegangs zustand wird also von der Meßapparatur selbsttätig ausgeführt.
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609810/0493
Claims (1)
- Patentansprüche1. Verfahren zu*1 Teilchengrößen-Analyse-Vön'polydispersen Systemen, insbesbridere Farbstoffdispersionenmit Hilfe der ■ Lasers treulichtmessufig, frei dem zunächst zu jedem-Streuwinkel: θ', das Frequenzspektrum des gestreuten Lichts gemessen wird, dann zu jedem Frequenzspektrum die Halbwertsbreite Δν ermittelt und hieraus die Funk-2 'tion Δν (k ) berechnet wird, wobei k eine bekannte Funktion des Streuwinkels ß. ist, dadurch gekennzeichnet, daß aus den:Charakte,ristischenKrümmungen der Funktion Δν (k.) ,im.iBereich..l.O . =,ß.-. =- 170 der.^nd^eing die.3xßXip;Oider Teilchengrößeny;erteilung kennzeic,l^nende ,Größe,ibe.stjmml. w,erden., -2. ^p /%im Winkelbereich 10 ° = Θ.· —■■ vrj-i.'": 2-r ' ■ ■ ■ "r;"l- :;'.-:t·-- .■■« '. ίrif> Tv.fiii-T-"isi-siR'ie;fi i f lux: n-:Jiä% v^·'?-ί . Verfahren nach Anspruch 1-2, dadurch gekennzeichnet, daß der zujedem Wertepaar (Δν., k.) gehörende Teilchendurchmesser d. ermitwird und an die aas dem-WeMe^satz- d:jgebildete'Häufigkeitsäichte die-wirsefcr " ----.-ioV -'eni^ :.<~-d iis-silsM erb ößb .eaisW. sals irioijeöni-so ^ ^ α Bg1-TpVtIs M Beb Min9iJ9]fe sasxQ .b-iiw [.Siainim iioii&/ 4. Vorrichtung zur Durchführung des "Verfahrens nach Anspruch 1-3,c<%estenend aus"einem Streulichtspeictfometer mit Meßküvette und einem Pno^da^tekior'zurkb^'are^feOemo'dulä^tibn des gestreufen Lichts,' e'i!ne4n frequenzanalysator "zür^spe'ktraien" IZeriegung des "demodulierte η-iisifeM orb αχ &do"x4 -ieb Πθίΐϋΐπΐίΐ ssb ius xfoxs J>Inßirioa9d gmmoibr-ifl aiu Signals und einem Rechner zur Bestimmung der Teilchenparameter dix9r^ixs,3'aniiriCibeS -isb riß ne^ißsniH srf-jBxiissqsnoEYlßnß saini-a bni' S s'i'r. und σ, dadurch gekennzeichnet,-χίτ3$ raus srd *nTßsrto-/99M etmßss^.cigp- ,?,i lenriosH xn^b "im *>oisiCT mi ^'? aj daß der Frequenzanalysator-(13) eine Vielzahl von parallel geschal--atfA D;iJtÄtnx5iSb nsnisii; asJ^eO aeb ^nuirfüMoiiH aib bn« Πονοί';τ;; nuteten Fesffrequenzfiltern aufweist, an denen das demodulierte und d'urcfr linen Vorverstärker "(127 verstärkte Signal gleichzeitig ansteht;-Oi- SSe öl A 3aLe A 15 922 - 11 - -.—-—-.—--—609ffORIGINAL (MSPECTE2U0376b) daß das Aus gangs signal der Filter von einem Scanner (14) abgefragt, digitalisiert und dem im Echtzeitbetrieb arbeitenden Rechner (15) zugeführt wirdc) und daß der Rechner (15) den Meßvorgang bei einer vorgegebenen Meßgenauigkeit nach Maßgabe einer minimalen Meßzeit steuert.5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Rechner (15) neben den Rechen- und Speicherfunktionen folgende Steuerfunktionen ausübt:a) Einstellung des Photodetektors (11) auf die Streuwinkel Θ.b) Einstellung des Verstärkungsgrades am Vorverstärker (12)c) Einstellung der Integrations zeit der Filterd) Einstellung der Anzahl, Frequenz und Reihenfolge der Signalabfrage am Ausgang der Filter durch den Scanner (14)e) Betätigung einer Blende (9) im Strahlengang und getrennte Messung von Signal- und Rauschspektrum.6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßküvette (8) als Zylinder (1) ausgebildet ist, an den seitlich ein geschwärztes Rohr (2) als Lichtfalle für den Primärstrahl (4) angesetzt ist, das in Richtung der Küvettenachse um 90 umgewinkelt ist.7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß am Boden der Küvette (8) ein weiteres, in Richtung der Küvettenachse umgewinkeltes Rohr (3) zum Einfüllen und Auswechseln der Probenflüesigkeit (5) angeordnet ist.LeA 15 922 - 12 -609810/0493Leerseite
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